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  • #1

Wie als andersartiger Ziehvater Respekt beim Teeneger erlangen?

Hallo

Ich habe da eine Frage an Mütter und Väter die Erfahrungen mit meinem Problem haben.

Meine partnerin und ich sind nachdem wir 2 jahre zusammen sind vor einem halben Jahr zusammengezogen..

Meine Partnerin bringt einen 14 jährigen mit in die Beziehung..
Wir verstehen uns sehr gut und wir haben uns sehr lieb..

Jetzt ist aber der Vater des Jungen und sämtliche Bezugspersonen die er schon immer hat ganz andere Charaktere als ich..

Sämtliche Versuche mit ihm Fussballspielen zu gehen , Radfahren, Rollerfahren , zusammen Lernen etc..liefen ins leere...Am liebsten zockt er Pc-spiele oder schaut in seinem Zimmer auf einem grossen Flachbilbfernseher fern..

Sie sind eher typisch deutsch Bodenständig aber auch ziemlich eingefahren und wenig offen.. (gelinde gesagt) Ich bin in Ihren Augen eher ein Exot weil halbsüdländer..

Hin und wieder geraten der junge und ich aneinander...Teilweise benutzt er dabei Sätze und Schimpfwörter die wenn ich die Früher zu einem Ü40 Mann gesagt hätte so schläge bekommen hätte das ich 3 tage nicht mehr laufen konnte..

Aus diesem Grund hab ich sie aber nie gesagt.-:(

Beim letzten mal hat er dabei so übers Ziel geschossen und mich so gereizt hat das ich an einer Schulter gepackt und geschüttelt habe.

Da ich ihm als Ziehvater keine Konsequensen wie Hausarrest oder Fernsehverbot geben darf (wenn er mal was angestellt hat) und ihn natürlich auch nicht hauen darf habe ich das Gefühl das er das ganz schnell checkt und ausreizt..

So nach dem Motto..Du hast mir ja eh nichts zu sagen und machen kannst Du mir auch nichts..also Reize ich es aus..Und wenn du mich anfasst trennt sich die Mama von dir..

Kennt das jemand von euch? Wie geht ihr als Väter damit um?

Wie schafft ihr es trotz verschiedener Charaktere gemeinsamkeiten mit ihm zu erleben und ohne jegliche Befugnis ihm etwas aufzutragen wie z.B Hausarbeit sich Respekt zu verschaffen?

M
 
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  • #2
Mhmmm...so ganz einig bin ich mit ein paar Aussagen von dir nicht und alles ein bisschen vielschichtig.

1) Wenn ich mit meinem Sohn und meinem neuen Partner zusammenlebe, hat der sog. Ziehvater sehr wohl auch was zu sagen. Dies muss mein Sohn auch so akzeptieren und hätte das vor dem Zusammenleben mit ihm besprochen. Schlagen geht natürlich nicht, klar, aber Hausarrest erteilen schon (denke mal, deine Partnerin und du ziehen da am gleichen Strang).
Ganz klar, lasse dich niemals so provozieren, dass du schlägst. Mein Expartner hat meinen Sohn auch geschlagen, ein absolutes NO-GO.

2) Dein Stiefsohn ist 14 Jahre alt, er kommt also ins "doofe" Alter. Somit musst du mit Konfrontionen rechnen und damit umgehen können. Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden :)

3) Natürlich sind da immer die Versuche, sich ein bisschen querzustellen, und evtl. die Beziehung zu stören. Solange du dich nicht auf dieses Spiel einlässt, wird es ihm irgendwann verleiden

4) Mach du deinen Sport wir Radfahren und Rollern mit deiner Freundin zusammen, und lasst ihn halt mal alleine zu Hause. Vielleicht kommt er dann von sich aus.

5) Schade, geht er nicht auf deine Bemühungen ein. Aber glaub mir, das wäre vielleicht auch so, wenn es dein eigenes Kind wäre. Mit 14 wollen sie sich langsam abgrenzen und vieles, was Eltern so unternehmen ist doof und uncool.

Also, von deiner Seite her ist Abgrenzung, Coolheit, Geduld, Verständnis gefragt. Viel Glück

w/48, ein Sohn 17 Jahre alt
 
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  • #3
Du musst DRINGEND mit deiner Partnerin reden, denn du braucht das RECHT, ihm Anweisungen geben zu dürfen! Es kann und darf nicht sein, dass er mir dir Katz und Maus spielt. Du bist der Erwachsene, wenngleich nicht Erziehungsberechtigte und der Junge MUSS Respekt vor dir haben. Wenn hier gleich wieder alle Gutmenschen aufschreien, dass das Kind Recht hat und du zurückstecken musst. NEIN, sage ich dazu! Die Mutter und Du müsst euch einig sein, sie muss dir den Rücken stärken und es muss ein Gespräch mit Euch Dreien geben, in dem das Zusammenleben, die Wortwahl, die Pflichten und Rechte sowie die Konsequenzen besprochen werden - und diese Regeln gelten dann in eurem Haushalt. Was draußen bei Vater, Oma, Freunden passiert, ist da völlig egal.

Schade finde ich es, dass du als Stiefvater den Willen zeigst, den Sohn anzunehmen und deine Zeit mit ihm verbringen willst (deine Zeit für ihn opferst) - und er nicht will. Das mag natürlich auch am Alter liegen - da solltest du ihn vielleicht einfach machen lassen. Aber böse Worte, Beschimpfungen usw. musst du dir nicht gefallen lassen - er wiederum aber auch nicht, dass du ihn schüttelst oder schlägst. Das dürfen nochnichtmal leibliche Eltern, auch wenn man manchmal gerne ...

Mein LG ist auch ganz anders als der Vater meines Kindes - aber er hat Achtung und Respekt einfach durch Vorleben erhalten. Seine Meinung ist für mein Kind wichtig, die gemeinsamen Aktivitäten schweißen zusammen. Allerdings war mein Kind damals auch erst schs Jahre alt und wir haben nicht zusammen gewohnt. Hinzu kommt, er ist selbst Vater.
Bei meinem Ex funktioniert es mit dem Sohn seiner Freundin auch sehr gut, aber auch hier war das Kind "erst" 9 Jahre alt. 14 ist eh ein schwieriges Alter, auch für leibliche Eltern. Da sind Diskussionen und bei Jungs Provokationen vorprogrammiert - wichtig ist nur, dass du und die Mutter eine Linie verfolgt. Viel Glück, w/43
 
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  • #4
Meine Partnerin bringt einen 14 jährigen mit in die Beziehung..
Wir verstehen uns sehr gut und wir haben uns sehr lieb..

Sämtliche Versuche mit ihm Fussballspielen zu gehen , Radfahren, Rollerfahren , zusammen Lernen etc..liefen ins leere...Am liebsten zockt er Pc-spiele oder schaut in seinem Zimmer auf einem grossen Flachbilbfernseher fern..

Kennt das jemand von euch? Wie geht ihr als Väter damit um?

Wie schafft ihr es trotz verschiedener Charaktere gemeinsamkeiten mit ihm zu erleben und ohne jegliche Befugnis ihm etwas aufzutragen wie z.B Hausarbeit sich Respekt zu verschaffen?
M

1. Ich würde als Frau nie und nimmer, wenn ich ein14jähriges Kind im Haus haben, mit einem Mann zusammen ziehen. Das sind massive Probleme zu erwarten. Ich habe es nie gemacht und es nie bereut. Im Interesse aller.

2. Seit wann hat der Sohn einen eigenen Flachbildfernseher in seinem Zimmer? Wenn ich sowas lese, wundere ich mich nicht, dass Kinder problematisch sind. Raus mit dem Ding und wenn der Sohn sich an Regeln hält, bekommt er ihn rein. Klappt das nicht, wieder raus mit dem Ding.

Mein Kind hat nie einen Fernseher gehabt und wir haben nur einen PC im Haus. Wenn Kind gegen die Regeln verstösst und nicht dazu lernen will, dann gibt es halt Fernseh und PC Verbot. Hat früher geholfen und hilft heute immer noch.

3. Wer gibt dem Kind für die PC-Spiele und dem PC, denn der muss ja halbwegs gute Qualität haben, damit die PC-Spiele gut laufen können, Geld? Ich denke die Mutter!

Der Ansatz ist in dem Fall die Mutter, die schon im Vorfeld einige Minen unbedacht und wenig vorausschauend gelegt hat.

Also mit der Mutter reden, gemeinsame Regeln und Strategien festlegen, sich notfalls prof. Hilfe holen und dann gemeinsam konsequent handeln.

Einiges scheint aber schon sehr eingefahren zu sein. Manchmal ist es das Beste für Alle wieder auszuziehen.

w 50
 
  • #5
Das ist eine schwierige Sache, vor allem, weil 14 ein Alter ist, wo viele Weichen schon gestellt sind. Der kulturelle Unterschied wiegt ebenfalls schwer.
Was in D derzeit so mit Kindern veranstaltet wird, kann man nicht Erziehung nennen, sondern eher nett formuliert kreatives Chaos. Autoritäre Elterngewalt und Körperstrafen sind hochgradig verpönt, letztere sogar per Gesetz verboten. Ein junger Südländer, den ich gut kenne, hat aus seinem Elternhaus andere Sachen erzählt, Respekt vor dem Vater und ggf, grün und blau geprügelt werden sind selbst mit 17 noch ok. (Also das, was wir als Kinder auch oft noch erlebt haben.) Fakt ist, das geht nicht, die Frage ist, was die Alternativen sind.
Zwei Jahre Partnerschaft und ein halbes Jahr Zusammenleben sind nicht viel. Du müßtest dich schon stark mit der Mutter absprechen, ihr aber auch ganz klar sagen, was du nicht akzeptierst. Du mußt dich von einem Pubertisten nicht blöd anmachen lassen, Respekt und Höflichkeit aller zueinander ist selbstverständlich. Auch die Teilung der Hausarbeit finde ich selbstverständlich.
Du wirst langsam in die Familie hineinwachsen und diene Position finden. Bei mir und meinem langjährigen Lebensgefährten, der die mentale und soziale Vaterposition für meine Tochter hat, hat das zwei Jahre Zusammenleben gedauert. Danach waren die beiden ein Team, da bin ich manchmal kaum dazwischengekommen.
Was nun Fußballspielen versus PC-Zocken angeht, so ist der Vorschlag von #3 innerhalb ihrer Lebensrealität zwar angemessen, aber auf eure Situation so gut wie nicht übertragbar. Man kann ziemlich schlecht per Verdikt des neuen Vaters (auch wenn es ggf. um die Ecke von beiden kommt) aus einem 14jährigen Zimmerhocker einen 15jährigen Straßenfußballspieler machen. Schade ist, dass das Leben des Sohnes rein konsumistisch angeht, immer nur bunten Content einsaugen, selbst nichts erzeugen. Das werden später nicht gerade die hellsten Leute.
Rede mit der Mutter, holt euch Beratun und schau, wie sie mitzieht. Wenn auch in ihrer Welt die Glotze das Freizeitverhalten bestimmt, dann habt ihr ohnehin nicht viel miteinander gemein. Wenn sie auch findet, dass es gut ist, den Rückzug des Sohnes (denn es ist auch ein Rückzug, sich im Zimmer zu vergraben und oft Ausdruck innerer Konflikte, Freunde scheint er nicht zu haben) aufzubrechen, dann versucht, zusammen etwas anzufangen. Aber viel könnt ihr in dem Alter nicht mehr ausrichten, das Maß ist die Peergroup.
 
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  • #6
Selbst bin ich keine Deutsche, wurde allerdings auch NIE in meinem ganzen Leben geschlagen - und habe, als ich nach D gekommen bin, mit Schrecken festgestellt, dass fast JEDER in meinem Alter (+/- 50), den ich hier kennenlernte, als Kind geschlagen wurde.

Es wird gerne mit dem Wort "Respekt" hantiert, wenn in Wirklichkeit "Angst" gemeint ist. Denn das ist es, was Prügel hervorruft. Respekt hat man vor Persönlichkeit, vor Leistungen, vor Liebesfähigkeit. Dass jemand ein Kind schlägt, hat mit alldem nichts zu tun, sondern ist einfach nur ein Zeichen fehlender Selbstbeherrschung, die rückwirkend oder prophylaktisch als Erziehungsmaßnahme verkauft wird.

Schlag dir also bitte aus dem Kopf, dass der Junge dich respektieren würde, wenn du ihn nur schlagen dürftest. Würde er nicht - ganz im Gegenteil, er würde das letzte bisschen Respekt vollends verlieren.

Wie du den 14-Jährigen beschreibst, benimmt er sich wie ein ganz normaler 14-Jähriger in D es eben tut. Die meisten Kinder "brauchen" nicht im Haushalt zu helfen. Leider verstehen die meisten Mütter viel zu spät (wenn überhaupt), dass es besser gewesen wäre, wenn das Kind schon im Kleinkindalter "seinen" Teil im Haushalt erledigt hätte. Man sieht das sehr deutlich in anderen Kulturen: Auch kleine Kinder werden dort eingebunden, lernen dadurch Geschick und Selbstbewusstsein und vor allem soziales Benehmen.

Das ist hier leider selten gegeben.

Du brauchst jetzt also die Hilfe und die Einsicht der Mutter. Sie muss Aufgaben verteilen - aber nicht nur an den Jungen. Wie sieht es mit dir aus, was tust du im Haushalt? Wenn du jetzt antwortest: "Gar nichts, denn ich geh arbeiten" oder "Ich kümmere mich um die Lohnsteuererklärung/das Auto/den Rasen", hast du schon von vornherein verloren. Denn die Arbeit draußen sieht keiner und die anderen Aufgaben fallen nicht täglich an, haben auch wenig mit dem Zusammenleben innerhalb der eigenen vier Wänden zu tun. Es geht hier überwiegend um die Frage, wie man einem Kind/Heranwachsenden zeigt, wie man lebt, wie man das eigene Nest pflegt und sauber hält. Und da bist du genauso gefragt. Also ran an die Aufgaben.

Klar hast du offiziell keinen Erziehungsauftrag. Aber ich stelle immer wieder fest, dass das Zusammenleben, egal ob Patchwork-Familie oder nicht, viel glücklicher und müheloser wird, je selbstverständlicher beide Partner auf der Paarebene agieren und eine sichere Burg bilden. Dann strahlt man ganz von alleine Autorität aus. Und das funktioniert meiner Erfahrung nach immer viel besser als das Belehren, Austeilen von Strafen oder gar Prügel.
 
  • #7
Zuerst mit Rückendeckung durch die Mutter. Das sie auch dem Stiefvater/Ziehvater Befugnisse erteilt, und dies das Kind weiss. Mutter und Stiefvater müssen die gleichen Positionen haben.
So daß das Kind sie nicht austricksen kann.

Und dann sich Respekt und Anerkennung beim Kind erlangen. Dadurch ggf. später sogar sein Vorbild werden.

Computerspiele-Zockerei und schlechte Schulleistungen - habe ich mit meinem Stiefsohn (11) auch schon erlebt.
Lösung: Spiele eine Zeit lang reduzieren, und ihn gleichzeitig für Neues gewinnen und begeistern.
Angebot: Er darf spielen, aber muß beweisen, daß er sich auch für Anderes interessiert, und darin weiter lernt, z.B. Hobbies.

Seine Motivation für das Neue, ist auch ein Ansporn (eben keine Vernachlässigung) für das Andere,
z.B. in der Schule besser werden.
Ich konnte ihn auch dazu motivieren, mehr auf seine Ernährung zu achten, und somit sein leichtes Übergewicht abzubauen, was er schaffte.

Ganz wichtig: Kinder loben und bestärken, wenn sie was gut gemacht haben.
 
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  • #8
Also dein erster Irrtum, du bist nicht der Vater und wirst es niemals sein !

Ich habe das selbe Spiel auch schon durch, und ich muss ehrlich sagen das ich mich mit dem Wissen von heute, niemals wieder auf so eine Geschichte einlassen würde.
Auch wenn hier alle von "Rückendeckung der Mutter" reden, kann ich dir sagen das sie im Zweifelsfall immer für Ihr Kind entscheiden wird.

Ich habe mein Stiefkind 10 Jahre aufgezogen, und hatte genau die selben Probleme.
Diese Art der Provokation die du momentan erlebst, wird sich mit Sicherheit noch verstärken.

Einen vernünftigen Weg damit umzugehen, habe ich trotz Familienberatung, und Rückhalt von meiner damaligen Freundin nie gefunden.
Den wenn es zu Kriessensituationen kam, war der Spruch den ich am meisten zu hören bekam "du bist nicht mein Vater du hast mir gar nichts zu sagen", was dann gelegentlich auch in Wüsten Beschimpfungen durch das Kind endete, wobei das Kind dieses immer nur dann tat wenn Mami nicht zuhause war.
Dieses Spielchen zog das Kind damals Konsequent durch, bis es schließlich soweit kam das meine Freundin mir nichtmehr Vertraute und ich mir von Ihr anhören musste das ich mir das nur ausdenke "Mein Kind würde so etwas niemals sagen", "mein Kind hat so etwas nie gesagt".

Am Ende konnte ich zwar Beweisen, das ich Recht hatte, aber nur auf Kosten der Beziehung.
Das Kind hatte letztlich sein Ziel erreicht.
 
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  • #9
Hallo hier der FS mit ein noch paar ergänzenden Angaben..

Der grosse Flachbildfernseher war ein Geb-Geschenk zum 14. der Eltern.
Ok war nicht mein Ding und hätte ich auch nie gemacht, aber das wäre niemals berücksichtigt worden wenn die Eltern sich einig sind..Du hast da als "Freund" kaum mitspracherecht..

Nachher heisst es auch Mutter und Vater waren sich einig aber der Freund..nee nee..dahingehend lehe ich mich nicht aus dem Fenster..

Ja Stück für Stück ist er ein typisch medialer Teeneger geworden. Wahrscheinlich muss er die 8 Klasse Reals, nochmal wiederholen. Grade Jungs rutschen da sehr schnell und die Eltern unterschätzen diese Gefahr..dannach legt man seine Schuld mit dem Satz "ach das haben die anderen Kinder doch alle auch, so lernt er mit Computern umzugehen usw..

Ich habe nie verstanden und werde nie verstehen das man ein Kind das eh den Hang zum übermässigen Medialkosum hat auch noch mit Geschenken in Form von Spielen und besseren Geräten unterstüzt..

Aber was bringt es da im Nachhinein meiner Parterin Vorwürfe zu machen..nichts

Natürlich bin ich nicht der Vater..Werde ich auch nie sein
Ich selbst habe noch eine 8 Jährige Tochter die alle 14 Tage und in den Ferien bei uns ist..

Auf sie wirkt der junge ständig gereizt..Wenn sie ihn auf irgendetwas anspricht antwortet er immer gereizt..Kaum mal ein liebes Wort wie Hallo.....Lisa wie geht es dir ..oder ähnliches..

Ich möchte aber ständig auf ihm rumhacken sondern Lösungen finden wir wir ein liebevolleres miteinander haben können..

Die Mutter von ihm tut mir ja selbst leid..Sie erträgt sein verhalten ja selbst kaum..

Viele habe jetzt geschrieben das sie mir in punkto Konsequenzen schon von Anfang an aus eigenem Antrieb freie Hand lassen sollte.. Das ist nie geschehen und somit hab ich immer probleme mich vom Kumpel abzugrenzen.

Ich denke das sie es deswegen nicht gemacht weil es ja auch noch den Vater gibt der nur 5 km entfernt wohnt und einen regelmässigen Kontakt und Umgang zu ihm hat..

Natürlich ist der Junge bei ihm immer "ganz lieb"

Mein Vorgänger hat interessante Muster geschrieben die ich auch solangsam verfolge..

Kinder wissen und spüren doch sehr schnell " Wenn er mich haut" verlässt die Mama ihn.(Hat sie ja schon angedroht)

Und wenn die Mama ihn verlässt kommt sie vielleicht ja wieder mit dem Papa zusammen..

Also reizt man gerade diese Grenzen wunderbar aus..Kinder sind darin Weltmeister.

Jetzt hätte ich aber gerne noch ein paar positve Beispiele wo sich solche anfänglichen Probleme umgekehrt haben und wie das Rezept dafür heisst..
 
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  • #10
Das lief wohl von Anfang an schief, dir eben keine Rechte von Seiten der Mutter einzuräumen.

Es ist auch kein Argument, dass der Vater Kontakt hat. Genau dies ist sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes. Ein Stiefvater ist aber auch nicht hinderlich, sondern mit einer anderen Denkweise durchaus eine Bereicherung - wenn eben die Mutter und auch das Kind dies einsehen.

Schade, dass die Mutter nicht soviel Kompetenz besitzt, dies zu erkennen und auch für sich und ihr Kind zu nutzen. Da wirst du allein auf weiter Flur stehen bleiben, bis du resignierst, oder gehtst.
 
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  • #11
Der Schlüssel ist die Mutter.
Lieber FS, du bist nicht der Vater, aber der andere Erwachsene im Haus, und du hast sehr wohl mitzureden. Es ist Aufgabe der Mutter und nicht in erster Linie deine, dass ganz klar zu machen.

Ich selbst komme aus einer sogenannten Patchworkfamilie (damal gab es das Wort noch gar nicht), mein Mann stammt ebenfalls aus einer solchen. Wir kennen etliche, die gut funktionieren, mit den normalen Konflikten, die es in jeder Familie gibt.
In keinem dieser Fälle duldet oder duldete der leibliche Elternteil Frechheiten oder Respektlosigkeiten gegen den Stiefelternteil. Der Satz "Du bist nicht mein Vater, du hast mir gar nichts zu sagen", kann beantwortet werden mit: "Nein, der ist nicht dein Vater, aber er ist erwachsen, und was er sagt, das gilt."
Schläge sind indiskutabel; ich erwähne das nur, weil du es (öfter) tust.

Nochmal: es ist vor allem auch Aufgabe der Mutter, auf Respekt dir gegenüber zu bestehen.
Schließlich kümmerst du dich auch um ihren Nachwuchs!
 
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  • #12
Lieber FS,
ich glaube, im Forum wurde geschrieben, was wir schreiben können. Ich denke, der Flachbildschirm war den zweiseitigen Schuldgefühlen der biologischen Eltern wegen der Trennung / Scheidung geschuldet. Ich bin Deutsche und ich haben einen Sohn der "very 14 to 16 " ist und selbstverständlich gibt es nur einen Fernseher im Haus und der steht im Wohnzimmer und ich bestehe auch - nicht total, aber mehr als 50 % auf der Hoheit über die Fernbedienung. Ich bin die Mutter - nicht der beste Freund, de alles mitmacht. Ich möchte Dir die Idee geben zu einer Erziehungsberatung zu gehen. Das Problem ist, dass sich bei Professiionellen dieser Sorte oft nicht die bodenständigsten Menschen finden, Du müsstest also gegebenfalls ziemlich suchen/sortierne.
Dann kannst Du jemand von einzelnen Episoden berichten, die können das auseinnandernehmen
und dir hoffentlich Ideen geben. Ich halte auch den Hinweis des Stiefvaters - hier im Forum - für sehr wichtig, das es möglicherweise Ziel des kindes ist die neue Partnerschaft seiner Mutter zu zerstören damit die Mutter wieder mit dem Vater zusammenlebt. Sorry für die schlechte Rechtschreiberei - habe gerade keine lust das noch auszubessern. Grüsse W
 
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  • #13
Hallo..ich habe hier einige Dinge gelesen die ich die letzten andert halb Jahre mitmache.und die Beziehung jetzt wahrscheinlich auseinander geht,leider.beschimpfen oder Schläge gibt es bei uns nicht eigentlich ist es komisch das jetzt alles vorbei gehen soll aber man resigniert irgendwann.zb.gestern:ich komme abends nachhause und meine Freundin steht weinend in der Küche und ihre Tochter zieht dummes Gesicht wie jeden Tag,ist voll die Ober zicke.und das jeden Tag.sie hat alles und bekommt alles von Mutter une leiblichen Vater.ist praktisch für sie alles selbstverständlich.nochmal zu meiner Freundin:natürlich frag ich was los ist nehm sie in arm aber so richtig kam sie nicht raus mit der Sprache nur die beiden hätten Meinungsverschiedenheit.hat mir natürlich nicht gereicht..also gebohrt und dan kam sie langsam Raus mit der Sprache.die kleine hat ihr mal wieder vorwürfe gemacht und schlechtes gewissen.meine Freundin hätte doch keine Zeit für sie und sie will zu ihrem Vater.aber das ihre Mutter arbeiten ist une Geld verdient,damit sie das Leben führen kann was sie führt geht nicht in ihren Kopf rein.und Mutter bekommt es nicht hin ihren Töchterchen die Meinung zusagen.Kind könnte ja böse sein der bocken.das heisst die kleine kann machen was sie will.auf jeden Fall war auslöser des Streits die kleine wollte mit ihrer Mutter eis Essen wo ich am Nachmittag gefragt habe ob eis Essen gehen wollen worauf die kleine nein sagt und abends erfahre ich wo heim gekommen bin und die beiden streiteten das sie wegen mir nein gesagt hat.das ist nur ein kleiner Auszug.und das geht seit 1,5jahren
 
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  • #14
Das Kind ist in der Pubertät. Jetzt noch "Respekt" zu verlangen, Vorschriften zu machen, mit Schlägen zu drohen oder bösartig zu werden, bringt nichts, eher noch mehr Unbehagen und Hass in die gesamte Familie. Der Teenager ist ein halber Erwachsener mit solangsam eigenständigem Kopf und läßt sich nichts mehr vorschreiben.

Du solltst zusehen, dass dieser Teenager jetzt eigenständig wird, und in den nächsten 2-4 Jahren aus dem Haus raus kommt. Das musst du deiner Frau/Freundin ja so nicht auf die Nase binden, dass du das Kind los haben willst...Fördere ihn in Eigenständigkeit. Er soll Bewerbungen schreiben, er soll sich um seine vertraglichen Angelegenheiten selber kümmern. Er soll sich um Ausbilung, Ämter, Nebenjob und Führerscheinstellen selber kümmern. Das sind spannende Dinge für einen so jungen Menschen, die als nächstes anstehen und er selber machen sollte, dann hat er was zu tun und fällt euch, insbesondere dir, nicht auf die Nerven.

Bringe ihm dafür Unterlangen und Prospekte mit von jeweiligen Stellen. Ich kenne eigentlich keinen jungen Menschen, der nicht gerne etwas Geld nebenbei verdienen würde oder sich um seine Zukunft, alleine und ohne Eltern, Gedanken macht.

Ein Kind in dem Alter möchte nicht mehr umtütelt oder erzogen werden und braucht dafür erst recht keinen fremden Ziehvater, der ihm alles verbietet oder mit ihm schimpft. Zeige ihm, dass du ihm vertraust, dass du ihm eigenständiges Handeln zutraust. Eigenständiges Handeln fördert auch die Distanz zur Mutter. Das ist sehr wichtig. Mütter wollen ihre Kinder immer zurückziehen und beschützen, das ist aber falsch und wir den Teenager noch mehr in Rage bringen, wenn du ihn auch noch erziehen willst.

Kinder werden in der Regel ja nur problematisch, weil die Eltern ihnen alles verbieten wollen und sie nichts machen lassen. Das Kind soll dies und das machen, Hausarbeit, Schule, darf im Gegenzug aber nicht in die Welt hinaus und arbeiten oder das machen, was ihm Spaß macht. Fördere ihn daher in eigenen Interesse. Wenn er nicht zu Fußball gehen will, dann zwinge ihn auch nicht! Nicht jedem liegt Sport. Wenn er gerne am Pc spielt (das gehört nunmal heute zu unserer Welt dazu), dann will er später ja vielleicht irgendwas mit Computer machen? Da gibt es viele spannende Berufe. Versuche ihn doch in diese Richtung zu lenken, wenn du merkst, er hat dafür Interesse, dann hake doch mal nach, was daran so spannend ist. Vielleicht will er später mal Grafiker oder Software-Entwickler werden? Irgendwas reizt ihn ja daran. Vielleicht springt er an und du erfährst neues über ihn und kannst ihm helfen, von der Pc-Zockerei runter zu kommen.
 
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  • #15
Hallo, ich bin die Lebensgefährtin des FS und Mutter des 14jährigen Jungen. Hier ist meine Sicht der Dinge:

Ja,... mein Sohn hat einen Fernseher(vom Konfirmationsgeld erworben) und einen Laptop in seinem Zimmer, wie wahrscheinlich ca. 80-90% aller Jugendlichen. Aber er spielt auch aktiv Tischtennis.

Ja,...mein Sohn muss die 8. Klasse wiederholen, weil er zu große Lücken in Englisch hat. Ihm fällt diese Fach sehr schwer und die Defizite aus dem 5 + 6 Schuljahr (Lehrerin die Hälfte der 2 Schuljahre krank, leider ohne Ersatz) konnte er bis heute noch nicht aufholen.

Ja,... er ist zur Zeit launisch, unzufrieden, aber auch anhänglich und hilfsbereit wie viele Jungs in der Pubertät. Seine Aufgaben im Haushalt erledigt er meistens, manchmal auch erst nach mehrmaligem Auffordern....

Ja,....ich habe meinem Lebensgefährten verboten meinen Sohn zu schlagen, weil ich von so etwas nichts halte (sein Vater darf das auch nicht). Davon weiß mein Sohn allerdings nichts.
Das er erzieherisch nicht auf ihn einwirken darf stimmt einfach nicht. Dies haben wir aber erst nach diesem Vorfall besprochen.

Nein,...mein Kind will uns nicht auseinanderbringen, er mag ihn sogar, was er mir auch schon gesagt hat. Er kommt mit meinem LG grundsätzlich gut zurecht.

Mein Sohn lernt zur Zeit, wie zwei Erziehungsmodelle aufeinander stoßen und kann damit nur schwer umgehen. Die Tochter (8) meine LG darf Dinge, die er in diesem Alter nicht durfte, z.B. am WE bis 12 Uhr nachts aufbleiben. Mein LG selbst hat es leider nicht so mit Konsequenz in der Erziehung, das merkt sogar mein Sohn.

Er hat in den letzten 2-3 Jahren eine Trennung, einen neuen Partner und einen Umzug inkl. Umschulung zu verarbeiten, alles mal abgesehen von der Pubertät. Ich finde das sehr viel.
Was nicht heißen soll, dass ich sein Verhalten meinem Partner gegenüber gutheiße, d.h. ich weise meinen Sohn zurecht und verbitte mir so einen Umgangston mit meinem LG, eben weil dieser ein Erwachsener ist.

Wenn ich mich im Freundes- und Bekanntenkreis nach den Umgangsformen meines Sohnes erkundige, bekomme ich nur positive Rückmeldungen.

So ist die Sicht aus meinen Augen! Er kein besseres oder schlechteres Kind als andere. Auch ich wünsche mir, dass wir alle ohne größere Streitigkeiten zusammen leben können.
 
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  • #16
Hallo hier nochmal der FS

Ich finde es recht amüsant und spannend das meine LG hier die Dinge aus Ihrer Sicht darstellt.

Ich möchte jedoch klarstellen das das nicht abgesprochen war und das wir nicht vorhaben hier einen Streit im Forum austragen wollen.
Vielmehr geht uns beiden darum Meinungen zu Lesen die unseren Horizont dahingehend erweitern und uns andere Perspektiven aufzeigen.
Meine LG hat die Sicht von Rahmen her auch zutreffend geschildert, was sie jedoch verschwiegen hat aber meiner Meinung ganz entscheidend für die Konfliktsituation ist sind folgende Schilderungen:

Thema Schlagen. Ich habe nicht vor jemand zu schlagen. Ich bin gegen Gewalt und bin auch mit meinen 48 jahren noch nie im Leben mit Körperverletzung in Berührung gekommen.

Was ich jedoch bei meinen Kindern auch schon gemacht habe ist mal am Ohr gezogen oder Arm gepackt. Ich selber verstehe unter "Schläge" etwas anderes..Und wahrscheinlich haben die meisten Männer in meinem Alter als Kind unter Schlagen etwas anderes erfahren.

Und ja , wahrscheinlich haben 80-90 Prozent aller teeneger einen Flachbildtv , Lapptop, I-Phon in Ihrem Zimmer...Wie händelt ihr das liebe Forumsteilnehmer?.

Entscheidend ist jedoch für ein Schulkind nicht "das" sie es haben sondern wieviel Zeit sie damit verbringen und was sie sich da so reinziehen.

Der Sohn sitzt nämlich durchschnittlich 5-6 Std vor seinem Medienrausch und spielt in der Hauptsache "World of Warcraft"..irgendwas mit Soldaten und Panzer.
Diese Zeitintensität ist meiner Meinung nach schon "sucht" und müsste behandelt werden.

Das er deshalb starke Launeschwankungen die bis hin zur eigenen unzufrieden gehen aggresiv und reizbar ist dürfte wohl ein logisch nachvollziehbarer Grund sein..Und ich denke hier weichen wir schon von den restlichen 80-90 Prozent aller Teeneger ab.
Hier wäre meiner Meinung nach mindestes genausoviel konsequentes Handeln erforderlich wie bei meiner 8 jährigen Tochter die an den Wochenenden oder Ferien an denen Sie bei mir ist meist bis 23 oder 24 Uhr auf bleibt.

Dann würde ich von der LG noch praktische Beispiele Lesen wobei der Sohn seine Hilfsbereitschaft zeigt die über murrende Gefälligkeiten von 2 bis 5 Minuten hinausgehen.

Hilfsbereitschaft heisst nämlich für mich "Hilfe aus Gefälligkeit" oder eigenem Antrieb zu leisten.
Erst nach ein paar mal betteln zu helfen ist keine Hilfsbereitschaft.

Das er sich bei langjährigen Freunden immer sehr nett verhält kann ich auch bestätigen.
Nur ist das wenig hilfreich für den Umgang in den eigenen 4 Wänden.

Ich glaube dieser Übermässige Medienkonsum und Kriegspielzockerei ist in der Hauptsache verantwortlich für den ganzen Konflikt und das sitzenbleiben in der Schule.
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Nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich mag den Jungen auch. Nur leider hat so ziemlich jede Konfliktsituation etwas mit ihm zu tun.

m48
 
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