• #1

Wie agiert man, wenn man mehr Geld als der Partner hat?

Hallo zusammen,

eigentlich wurde diese Frage oft gestellt aber so 100%ig finde ich mich nicht darin wieder.

Es geht darum, dass ich ca. 800 € netto mehr als mein Partner verdiene. Ich habe studiert, einen guten Job gefunden und wurde in den Jahren oft befördert. Er dagegen hat nicht studiert und ist nun eben an seine maximale Gehaltsgrenze gekommen, jedoch arbeitet er sehr fleißig.

Wir sind nun sehr schnell zusammengezogen, er hat eine Immobilie, die er abbezahlt, ich spare natürlich Miete auch wenn wir schon darüber gesprochen haben, dass es mir sehr wichtig ist, dass ich ihm Miete bezahle, weil ich einen Mann nicht brauche, damit er mich versorgt, schon gar nicht, wenn ich mehr verdiene.

Wir fliegen nun zusammen in den Urlaub, da ich mir meinen Lebensstandard hart erarbeitet habe, kosten meine Urlaub in die Ferne auch mind. 2.000€ für 3 Wochen, das möchte ich mir einfach einmal im Jahr gönnen und dafür gehe ich hart arbeiten.

Wir haben nun die Regelung getroffen, dass ich den Urlaub bezahle und ihm jetzt erstmal keine Miete zahlen werde. Allerdings habe ich einfach Angst, und daher auch meine Frage, dass er sich irgendwann schlecht fühlt. Es ist nun mal immer noch viel verbreitet, dass der Mann mehr verdient und die Frau eher nicht, wir reden auch offen über meine Ängste aber ich möchte ihn halt auch nicht "runtermachen" oder in seinem Ego kränken.

Daher meine Frage, gibt es hier Beispiele, wie geht ihr damit um? Eigentlich bräuchte ich nur Tipps weil ich nicht möchte dass diese Beziehung an dem Thema Geld scheitert. Auch nicht, weil ich diesen Menschen sehr liebe und ich meine Partner nicht anhand des Kontostandes aussuche.
 
  • #2
Ja, ich bin so ein Beispiel. Ich verdiene rund 3000€ mehr als mein Partner der Angestellter ist.
Wir handhaben es so, dass er die Spaßausgaben wie Urlaube und Kinobesuche übernimmt und anstelle von Mietkosten selber Rücklagen schaffen kann. Ich bezahle außerdem auch unsere Einkäufe.
Ich baue aktuell ein Haus für uns beide, an dem er aber keine Rechte hat. Sein Anteil sind Einrichtungsgegenstände (Designstücke und daher wenig bis keinen Wertverlust) und Gartengestaltung.
Damit fühlen wir uns beide sehr gut und gleichwertig gestellt.
Selbst wenn er noch weniger verdienen würde, wär es mir völlig egal und er selber schöpft seinen Selbstwert aus anderen Dingen als dem Konto.
 
  • #3
Wie geht er denn damit um, teilt er deine Ängste und bringt es selbst oft zur Sprache oder geht dies hauptsächlich von dir aus?
Gibt es Situationen in denen du wirklich mitbekommst dass er sich deswegen schlecht fühlt oder spielt da vielleicht etwas deine Einstellung und das gesellschaftliche Bild eine (unterbewusste) Rolle?
Nicht böse gemeint, aber ich finde aus dem Text geht wenig seine Sicht dazu hervor.
Ich verstehe, dass es schwierig sein kann, wenn man ständig das Gefühl hat der Partner muss wegen einem oft "zurückschrauben" oder man geht dem Anderen zuliebe über seine finanziellen Grenzen, aber vielleicht ist er ja auch frei von solchen Konditionierungen (Mann muss mehr verdienen)..? Dann bleibt halt die Frage wie regelt ihr das, ohne das die Gefahr besteht dass du dich langfristig "ausgenutzt" fühlst, bzw auf dir liebe Dinge (die man eben gerne mit einem Partner teilt) verzichten musst.
 
  • #4
kosten meine Urlaub in die Ferne auch mind. 2.000€ für 3 Wochen, d
Wir haben nun die Regelung getroffen, dass ich den Urlaub bezahle und ihm jetzt erstmal keine Miete zahlen werde.
Das hälst Du für eine gerechte Teilung? Oder meinst Du 4000€ plus Taschengeld Essen Trinken Ausgehen etc.?
wir reden auch offen über meine Ängste aber ich möchte ihn halt auch nicht "runtermachen" oder in seinem Ego kränken.
Himmel Hilf Du hast Ängste wegen 800€ Geldeingang Unterschied und denkst an Ego kränken. Da weiß man genau Du hast Probleme damit nicht er.
 
  • #5
Liebe @MarieLouise324,

Ich würde dir empfehlen, das Thema nicht ständig auf den Tisch zu bringen; es insbesondere nicht von einer "Hilfe, wir haben eine umgekehrte Rollenverteilung!"-Warte aus zu diskutieren.

Ihr habt deutlich unterschiedliche Einkommen - wie sehr sehr viele andere Paare auch - und müsst euch daher Gedanken machen, wie eine faire Aufteilung der Kosten in eurer Beziehung aussehen kann. So weit, so gut. Erstmal habt ihr euch jetzt darauf geeinigt, dass du mietfrei bei ihm wohnen kannst, dafür aber den teuren Urlaub zahlst. Wenn du im Alltag auch anteilig mehr der laufenden Kosten übernimmst, klingt das für mich nach einer sinnvollen Regelung.

Dass du dir darüber hinaus Gedanken machst, wie er sich mit eurer "unkonventionellen" Einkommenskonstellation fühlt, kann ich sehr gut nachvollziehen, aber ich halte es für kontraproduktiv, es zu oft zum Thema zu machen. Es könnte nämlich passieren, dass du deinen Partner damit erst mit dem Kopf darauf stößt, dass er ja ein Problem damit haben könnte.

Wir Frauen haben oft einen starken Drang, unseren Gefühlen und Ängsten gerade in Bezug auf Beziehungen Ausdruck zu verleihen. Kenne ich nur zu gut, bin ja selbst eine. Und ganz häufig steht dabei der Wunsch nach Rückversicherung im Vordergrund - die Frau, die ständig über ihre Verlustängste spricht, will sich nicht nur erklären; sie will v.a. auch vom Mann beruhigt werden. Analog dazu willst du von deinem Freund hören, dass es ihm ganz bestimmt nichts ausmacht, weniger zu verdienen.

Aber der Partner kann einem keine Garantie geben, und so erreicht man durch ständiges Reden letztlich nur, dass er sich irgendwann genervt/in die Ecke getrieben fühlt, oder eben selbst Probleme sieht, wo für ihn vorher keine waren.

Deswegen würde ich sagen: auch wenn's schwer fällt, halt dich mit dem Verbalisieren deiner Ängste ihm gegenüber zurück. Du hast es schon öfters angesprochen, sagst du; dabei belass es jetzt auch.

Wenn eine konkrete Situation eintritt, in der dir eure Kostenaufteilung unfair vorkommt, sprich es an, aber lass den "Du Mann, ich Frau, wie geht es dir mit dem Einkommensunterschied?!"-Aspekt raus.
 
  • #6
Eigentlich bräuchte ich nur Tipps weil ich nicht möchte dass diese Beziehung an dem Thema Geld scheitert. Auch nicht, weil ich diesen Menschen sehr liebe und ich meine Partner nicht anhand des Kontostandes aussuche.
Ehrlich gesagt finde ich es schon grenzwertig, dass du ein solches Thema hier ins Forum stellst, für mich ein Zeichen, dass du dir in deiner Beziehung nicht sicher bist! Eine Beziehung in Liebe, besteht aus Geben und Nehmen. Gesunde helfen Kranken, Reiche helfen Armen, das ist für mich ein solidarisches Grundprinzip. In einer harmonischen Beziehung ist das genauso!
Wer mehr hat, gibt dem der weniger hat, ansonsten geht jede Beziehung früher oder später zu Ende, auch und gerade wegen dem, obwohl wenn es dann dazu kommt, sagt man später immer andere Gründe!
Angenommen, du kriegst hier von allen Leuten den folgenden Schlüssel gesagt mit der prozentualen EK Teilung auf die Kosten, machst du dann das so, wenn ja kann ich dir heute schon sagen, wie lange ihr noch zusammen seid!
 
  • #7
Wir haben nun die Regelung getroffen, dass ich den Urlaub bezahle und ihm jetzt erstmal keine Miete zahlen werde. Allerdings habe ich einfach Angst, und daher auch meine Frage, dass er sich irgendwann schlecht fühlt.
Liebe FS, beteiligst Du Dich denn an den Nebenkosten? Wie sieht es mit Lebensmitteln, Putzmitteln etc. aus?
Auch verstehe ich Deine Frage nicht wirklich. Warum sollte Dein Partner sich schlecht fühlen, wenn Du den Urlaub übernimmst. Schließlich sparst Du Dir die Miete. Und € 800,00 mehr Verdienst im Monat sind jetzt auch nicht die Welt.
Ich verdiene knapp ein Drittel mehr als mein Mann, schlecht fühlt er sich deshalb nicht. Im Gegenteil, er fühlt sich dadurch entlastet, zumal er noch unterhaltspflichtig für ein Kind ist. Er ist selbstbewusst genug, mit einer beruflich erfolgreichen Frau zusammen zu leben. Schließlich macht das meine Persönlichkeit aus, und in die hat er sich ja auch verliebt.
 
  • #8
Mir fehlen in der Fragestellung genau 2 Dinge:
- auf welchem Niveau hat er 800.- Euro weniger? Es ist ein deutlicher Unterschied von 1500 auf 2300 .... aber kaum spürbar von 9200 auf 10000.
- wie sieht er die Dinge?

Dazu kommt noch - wer hat mehr Vermögen ?

Mir scheint, dass er es sich leisten kann, dich mietfrei wohnen zu lassen und dafür den Urlaub bezahlt zu bekommen. Wenn dem so ist, dann reibe ihm nicht andauernd deine paar Kröten mehr unter die Nase.
 
  • #9
Liebe FS,
der Gehaltsunterschied zwischen Euch ist nicht derartig hoch, dass Du ein großes Thema draus machen solltest. In der Zukunft wird das vermutlich relevanter. Daher wird eine grundsätzliche und faire Regelung erforderlich.

Von eurer Aufteilung, dass Du kostenfrei wohnst und dann nur Sonderausgaben zahlst halte ich garnichts. Genau damit übernimmst Du eine "Sponsorrolle" - Du zahlst für das gute Leben, das, was besonders toll ist und er für den schnöden Alltag. Dadurch schaffst Du ein Gefälle, was der Beziehung nicht guttut.

Zum einen ist ein Urlaub von 2.000 € für 3 Wochen (pro Person?) kein besonders teurer Urlaub. Die halben Urlaubskosten für Dich selber musst Du ohnehin Deinen persönlichen Ausgaben zuschlagen, d.h. sein Anteil ist nur die Hälfte.
Nun weiß ich nicht, was für eine Wohnung er gekauft hat, aber denk' mal drüber nach, was Du an Koste für eine Wohnung hättest? Bei 2.000 € für den Urlaub je Person entsprechen die Urlaubskosten maximal 3 Monaten Miete - Du wohnst aber 12 Monate kostenfrei. Wenn sein Kostenanteil am Urlaub nur 1.000 € sind, ist die Relation für ihn noch ungünstiger/unfairer.

Ich war über 20 Jahre mit einem deutlich geringer verdienenden Mann verheiratet. Wir lebten in einer gemeinsamen Immobilie und hatten eine klare Regelung: alle Kosten (Wohnen, Lebenshaltung, Urlaube, gemeinsame Anschaffungen) wurden anteilig der Gehälter geteilt.
Für seine persönlichen Ausgaben war jeder selber verantwortlich - so die Vereinbarung. De facto durfte er sich nehmen, was er brauchte und wollte, weil verheiratet = gemeinsames Einkommen.
50/50 haben wir erst wieder gemacht, als sich die Frage nach der Scheidung stellte. Das konnte er sich dann leisten, weil das Haus nur noch geringe Kosten verursachte.
 
  • #10
Auf dem Papier hast du natürlich mehr Einkommen, aber er hat eine Immobilie, die Du mitbenutzest. Da sparst du viel Geld! Jetzt hast du ausgehandelt, dass du keine Miete bezahlst und im Gegenzug einmalig im JAHR! 2000 Euro Urlaubkosten übernimmst. 2000 Euro verteilt auf 12 Monate ergibt ca. 167 Euro pro Monat. Ich weiß jetzt nicht wie groß und komfortabel seine Immobilie ist aber für 167 Euro bekommst du nirgendswo eine Wohnung.
Deine Email empfinde ich übrigens als sehr verletzend und wir reden mal über einen lächerlichen Betrag von 800 Euro. Wenn ich dein Freund wäre, würde ich nicht mit dir mitfahren wollen und würde darauf bestehen, dass du Miete bezahlst.
 
  • #11
Mir fehlen in der Fragestellung genau 2 Dinge:
- auf welchem Niveau hat er 800.- Euro weniger? Es ist ein deutlicher Unterschied von 1500 auf 2300 .... aber kaum spürbar von 9200 auf 10000.
Das wäre auch meine Frage.
Mein Partner verdient knapp 800 Euro netto mehr als ich. Unser Urlaub aus dem wir gerade zurück sind, hat mich aber auch mehr als 2.000 Euro gekostet - finanziell kein Problem, da ich ebenfalls ganz gut verdiene.

Ich würde im Alltag schauen, dass du den größeren Anteil der Kosten übernimmst. Wenn er dich keine Miete zahlen lässt, dann eben bei anderen Dingen. Ich würde das aber nicht jedesmal penibel ausrechnen und ihm unter die Nase reiben, denn damit haben sicher viele Männer ein Problem.
Also nicht zu viel Gewese machen und gut ist.

W33
 
  • #12
Du verdienst nur 800€ mehr als dein Partner und hast ein Problem damit?
Das finde ich ja mehr als unnötig und übertrieben.

@Lynnea schreibt dass sie 3000€ mehr als ihr Partner verdient - und sie damit kein Problem hat.

Dein Problem ist ein reines Luxusproblem und sorry - kann ich kaum für ernst nehmen.
 
  • #13
Also 800€ mehr verdienen klingt für mich auch nicht so krass, kommt natürlich auf das Verhältnis der Nettoverdienste an. Da 800€ heutzutage aber noch nicht ejnmal locker die Miete für 2 Personen abdecken müssen je nach Wohnort, empfehle ich dir, das überhaupt nicht als Problem zu sehen, da der Gehaltsunterschied nicht so groß ist. Wenn du in den nächsten Jahren noch Sprünge machst, dann seid ihr ja auch schon eine längere Zeit zusammen und solltet das Thema in der Beziehung schon abgeschlossen haben. Wichtig ist doch, dass er fleißig ist und Spaß am Job hat, was willst du sonst? Mich könnte man verjagen mit diesen ganzen Projekt- und Abteilungsleitern, die vielleicht ejnen tollen Verdienst haben, aber dafür eine 50-60h-Woche und keine Zeit für mich haben.
 
  • #14
auf welchem Niveau hat er 800.- Euro weniger? Es ist ein deutlicher Unterschied von 1500 auf 2300 .... aber kaum spürbar von 9200 auf 10000.
Perfekt exakt darum geht es! Das würde einiges an Licht ins Dunkel bringen.

Wenn er auch ohne dich soweit gut aufgestellt ist (war), dass er sich Eigentum anschaffen konnte und dafür nun auch keine Miete von dir will (braucht) dann scheint es ihm doch ganz gut zu gehen. Auch wenn es dir noch mal etwas besser geht aber er hat doch kein existenzielles Bedürfnis nach „mehr“ und scheint unabhängig von dir autark zu sein was seine finanziellen Dinge angeht.
Deine Einladung in den Urlaub ist für mietfreies wohnen das mindeste - genau genommen unterstützt er dich mehr als du ihn obwohl du mehr verdienst.
 
  • #15
Manche antworten sind hier sehr traurig, die Fragestellerin hat doch lediglich nach Erfahrungen gefragt...
 
  • #16
Also 1:
Finde ich es ziemlich verletzend von einigen Personen, solche Antworten zu hinterlassen.

ICH! Habe damit kein Problem, habe dieses Thema aber eröffnet weil ich Angst habe dass er in Zukunft damit eins haben könnte. Darum geht es nur !

2.
reichen mir eigentlich eure Antworten. Vielen Dank dafür, ich werde es in Zukunft nicht mehr ansprechen.

Ich finde es dennoch schade, dass mir von manchen hier vorgeworfen wird, dass ich ja nicht übertreiben solle, das war garantiert nicht! Meine Intention, es ging hier nur um Erfahrungen, weil mir diese Beziehung sehr wichtig ist
 
  • #17
Ich frage mich auch, von welchem Gehalt 800 mehr. Aber viel mehr als diese Sache finde ich das hier wichtig:
Wir fliegen nun zusammen in den Urlaub, da ich mir meinen Lebensstandard hart erarbeitet habe, kosten meine Urlaub in die Ferne auch mind. 2.000€ für 3 Wochen, das möchte ich mir einfach einmal im Jahr gönnen und dafür gehe ich hart arbeiten.
Dein Partner kommt bei Deinem Standard anscheinend nicht mit, wenn er sich solche Urlaube nicht leisten kann. Könnte er, wenn Du Miete zahlen würdest? Würde er, wenn er es sich leisten könnte, zu diesen Orten wollen? Vielleicht würde er Deine Miete NICHT für diese Urlaube ausgeben, und Du beugst dem vor, indem Du ausnutzt, dass der, der zahlt, auch den Ort bestimmt.

Vielleicht ist ihm das egal, wo Urlaub gemacht wird. Aber darauf würde ich achten, dass ich das nicht immer allein bestimme, sondern er auch mal sagen darf, wo er hin will und Du zahlst es dann und bist eben mal drei Wochen im Harz. Dann spar den Rest fürs nächste Jahr, wo Du wieder bestimmst, und fahr noch kostspieliger weg.

Ich finde interessant, dass Du Dich durchsetzen konntest bei "ich zahl den Urlaub", aber nicht bei "ich zahle Miete". Vielleicht denkt Dein Partner, dass er immer noch draufzahlt und kann sich deswegen damit arrangieren, weil er auch merkt, wie wichtig Dir das ist. Ich meine, dass für 3000 Euro im Jahr keine Wohnung zu bekommen ist, die Du Deinem Lebensstandard angemessen empfinden würdest, weißt Du sicher auch. Könntest Du mit so ner Wohnung noch solche Urlaube machen (allein)?

Ich würde das Thema "oh, du hast weniger Gehalt, macht dir das was aus", nicht mehr so ansprechen. FALLS Du selbst denkst "hey, ich komm hier super weg, keine Miete und er muss mit, wo ich hin will", mach Dir klar, dass Du ihn übervorteilst und er das auch wissen wird.

Ich denke, WENN dann geht Deine Beziehung daran kaputt, dass Du Deinen finanziellen Vorteil ausnutzt, um Entscheidungen aufzudrücken, die eigentlich BEIDE fällen sollten (z.B. wo man Urlaub machen will) und so tust, als wär das nicht so. Ich denke, auch wenn Du ohne Mietzahlung die Urlaube bezahlst, sollte er mitreden dürfen, wohin es geht. Sonst ist es kein echter Ausgleich, sondern Du kaufst, dass er keine eigene Meinung durchsetzt.
 
  • #18
Ist ja in Ordnung, wenn man sich hier auch über "Luxusprobleme" Gedanken macht. Ich habe mit meinem Partner, der derzeit nur Teilzeit arbeitet, die Regelung getroffen, dass ich so in etwa zwei Drittel der Kosten bei der Freizeitgestaltung übernehme, ohne jedes Essen oder jeden Einkauf genau abzurechnen. Also teuere Restaurantbesuche bezahle ich und Luxus-Lebensmittel auch, insgesamt ungefähr zwei von drei Ausgaben. Das mache ich auch deshalb, weil ich mir von ihm nicht vorschreiben lassen will, wo ich einkaufe und, wenn er jammern würde, dort und dort ist es zu teuer, nicht immer darauf verzichten möchte. Wenn wir Ausflüge machen, fahren wir meistens mit seinem Auto, deshalb beteilige ich mich auch an den Benzin- oder Reparaturkosten. Er wohnt noch nicht bei mir, in Zukunft wird er dann die Hälfte der Fixkosten für meine Eigentumswohnung bezahlen. Auch hier gilt: Die Betriebskosten (Hausverwaltung) habe ich zwar auch, wenn ich alleine wohne, genau abrechnen würde bedeuten, dass er sich eher an den Stromkosten oder den Lebensmitteln beteiligt, aber den Einkauf übernehme lieber ich, und auch die Stromrechnung, bevor ich mir anhören muss, wie ich Strom sparen soll. Er würde sich jedenfalls sicher nicht von mir aushalten lassen, aber ich finde es nur fair, wenn die Ausgaben anteilig nach Einkommen verteilt werden, wenigstens ungefähr.
 
  • #19
Aus Deinem posting lese ich sehr viel - ich, ich, ich heraus. Ich habe viel gelernt, ich habe dies und ich habe jenes getan. Wenigstens ist er fleißig.
Auf mich wirkt das herablassend. Warum hast du dir denn einen Partner genommen, auf den Du herunterschaust? Du betonst ja sehr, dass er zwar lieb ist, aber nicht deinem Bildungsniveau entspricht.
Bildungsniveau und Einkommen sind für mich in diesem Land völlig voneinander entkoppelt.

Deine Aufteilung finde ich ungerecht. Du sparst Deine Miete und bezahlst dafür tönend einen Urlaub für 2000 Euro für ihn? In was für einer Wohnung für 166 Euro monatlich hast Du denn bis jetzt gewohnt?
Du lebst ja eher noch auf seine Kosten. 800 Euro Einkommensunterschied ist für mich auch nicht so das große Thema.

In meiner Ehe war Geld nie Thema. Ich war viele Jahre die Hauptverdienerin des Einkommens. Mein Mann war damals trotz Promotion viel in halben Stellen usw. beschäftigt. Wir haben einfach unsere Einkommen zusammengeworfen und geschaut, dass wir unser Leben davon bestreiten. Mit solchem Unsinn habe ich mich nie auch nur eine Minute beschäftigt.
 
  • #20
Ja, ich bin so ein Beispiel. Ich verdiene rund 3000€ mehr als mein Partner der Angestellter ist.
Wir handhaben es so, dass er die Spaßausgaben wie Urlaube und Kinobesuche übernimmt und anstelle von Mietkosten selber Rücklagen schaffen kann. Ich bezahle außerdem auch unsere Einkäufe.
Ich baue aktuell ein Haus für uns beide, an dem er aber keine Rechte hat. Sein Anteil sind Einrichtungsgegenstände (Designstücke und daher wenig bis keinen Wertverlust) und Gartengestaltung.
Ich schließe mich Lynnea’s Aussage an! Ich habe ca das Doppelte von dem verdient, was mein Ex Mann verdient hatte!
Auch wir hatten es so gehandhabt, das er mietfrei in meinem Haus gewohnt hatte und daran auch (vertraglich fixiert) keine Rechte hatte.
Ich habe auch die Fixkosten gezahlt wie Versicherungen (außer seinen personenbezogenen wie Lebensversicherung und Krankenversicherung), Telefon, die Ausgaben rund um das Haus sowie Essen und Trinken.

Er dagegen hat die “Spaßausgaben” übernommen wie Kino, Konzerte, Golf Fee’s etc.

Urlaube haben wir geteilt und jeder hat hierbei seinen Anteil selbst gezahlt, wobei wir hier ein gemeinsames Konto hatten mit monatlichem Dauerauftrag, wo jeder 300.— überwiesen hatte! So hatten wir immer jährlich 7.200.— EUR auf diesem Extra-Konto und planten auch gemeinsam!
Wenn das Extra-Konto doch mal leer war und ein Urlaub anstand oder in Planung war, überlegten wir gemeinsam und ggfs stockte ich auf oder schenkte ihm die Reise zum Geburtstag oder zu Weihnachten!

Wir gingen offen mit dem Thema Geld und Gehalt um und er wusste von Anfang an, welche Position ich habe und dass ich wesentlich mehr verdiene als er! Das Thema Geld war bei uns jedoch nie ein “Streitthema”! Ich gebe gerne, ohne mir darüber groß Gedanken zu machen, zumal ich meist auch auf Männer treffe, die weniger verdienen!
Ich denke daher, der entscheidende Punkt ist daher, wie geht man selbst mit dem Thema um! Lässt man den anderen spüren, das er aufgrund des niedrigeren Einkommens nicht auf Augenhöhe ist oder nicht? Und darüber, liebe FS, solltest Du Dir Gedanken machen, da ich persönlich ein Mehr-Gehalt von 800.— EUR als absolut unkritisch ansehe!
 
  • #21
Liebe MarieLouise, DU hast ein Problem damit, dass dein Partner weniger verdient, nicht er. Er lässt dich umsonst bei sich wohnen, du zählst die Korinthen.
Einmal ist ein Einkommensunterschied von 800 € nicht die Welt, zum anderen wäre dein Mietanteil deutlich höher, wenn er diesen von dir einfordern würde. Aber er verhält sich großzügig, von dir habe ich ein anderes Bild. Ob er deine Gedanken zu seinem Portemonnaie lange aushält?

Du suchst für dich eine Antwort hier im Forum - und am Beispiel anderer. Wenig empathisch, schon gar nicht selbstbewusst. Dein Partner bekommt das (ohne Studium!) wohl besser hin.
 
  • #22
800 Euro mehr is nun wirklich nicht viel. Ich verstehe das Drama, dass Du darum machst überhaupt nicht. Mein Freund verdient im Monat netto, was ich im Jahr brutto habe und ich verdiene schon gut mit einem sechsstelligen Gehalt. Das war und ist bei uns überhaupt gar kein Thema.
Außerdem is die Aufteilung bei Dir mit einmal Urlaub zahlen und dafür keine Miete extrem skurril, gerade vor dem Hintergrund, dass Du so dramatisierst. Das ist komplett unlogisch. Btw, was gönnt man sich denn grandioses für 2.000 Euro für drei Wochen? Das sind unter 100 Euro am Tag - toll is das sicherlich nicht. Wenn Du ihm statt Miete einen Urlaub in Höhe von 10.000 Euro bezahlst, wäre das fairer und dann hättet ihr Euch auch was gegönnt.
Alles in allem eine sehr seltsame Frage!
 
  • #23
Bitte denke mal darüber nach WER hier en Problem haben könnte?

Oft genug - bewusst / unbewusst - verbirgt sich hier der Gedanken, dass der andere mit einer Thematik en Problem.haben könnte, die eigenen Zweifel.

Hätte er wirklich ein Problem mit dem Einkommensunterschied, würde er es ansprechen, wert ist erwachsen und kann für sich sprechen.

Gleichgewicht in einer Partnerschaft entsteht nicht durch das Einkommen, sondern durch eine insgesamt ausgewogene Bilanz in Geben und Nehmen und vor allem durch Respekt und Wertschätzung.
Schätzt DU ihn genauso viel wert, wie Dich selbst, nachdem er weniger verdient?
Wenn ja, lass ihn ziehen. Fühle da ganz ehrlich in Dich hinein.

Wenn nein, dann setzt Euch zusammen hin, und findet gemeinsam einen Weg für eine tragbare finanzielle Aufteilung.
Mietfrei wohnen, und zum Ausgleich dafür mal einen Urlaub finanzieren klingt nicht so fair.

Warum nicht ein Gemeinschaftskonto, in das jeder anteilig einzahlt, und davon die Wir-Ausgaben bestritten werden?
Und jeder hat noch ein eigenes?
 
  • #24
Aus Deinem posting lese ich sehr viel - ich, ich, ich heraus. Ich habe viel gelernt, ich habe dies und ich habe jenes getan. Wenigstens ist er fleißig.
Auf mich wirkt das herablassend. Warum hast du dir denn einen Partner genommen, auf den Du herunterschaust? Du betonst ja sehr, dass er zwar lieb ist, aber nicht deinem Bildungsniveau entspricht.
Bildungsniveau und Einkommen sind für mich in diesem Land völlig voneinander entkoppelt.
Ich glaube ihr habt mich hier zum Teil sehr missverstanden oder aber ich habe es falsch ausgedrückt. Ich habe mich extra an dieses Forum gewandt, damit ich Erfahrungen mitbekommen kann. Das war keineswegs egoistisch , sondern ich möchte verhindern, dass er sich schlecht fühlt!

Auch möchte ich Miete zahlen, wie oben eigentlich schon erwähnt. Jedoch habe ich eben Angst, dass er irgendwann bei der Sache ein komische Gefühl bekommt. Und NEIN, ich habe den Ort des Urlaubes nicht ausgesucht, das haben wir gemeinsam, genau wie alle Hotels etc. Das ist ein gemeinsamer Urlaub und kein" ich zahle , also darf ich aussuchen"

Ich glaube das Ganze gerät hier etwas aus dem Ruder und für mich sind 800 netto sehr viel, da ich nicht sechsstellig verdiene
 
  • #25
..800 € ist nicht viel. Weisst Du, was der Unterhalt einer Immobilie kostet ? Du hast einen sehr grosszügigen Mann, und ich würde an Deiner Stelle die Füsse still halten.
 
  • #26
In deinem Post wertest du deinen Partner stark ab. "Fleissig" ist nicht gerade ein Wort, das ich mit Augenhöhe verbinde. Dabei ist eure Einkommensdifferenz nicht gross.
Es ist anzuerkennen, dass du dich nicht von einem Mann aushalten lassen möchtest. Aber du steckst in einem unnötigen und gefährlichen Machtkampf. Indem du auf teuren Ferien beharrst und auch auf Miete bezahlen demonstrierst du deine Überlegenheit. Dagegen scheint er grosszügig. Warum diskutiert ihr nicht, wie du dich sonst an Haushaltkosten beteiligen kannst? Lösungsansätze werden hier genannt. Und warum bist du nicht einfach dankbar dafür, dass er anscheinend nicht finanziell von dir profitieren will?
Dein Post lässt darauf schliessen, dass ihr komplett andere Werte und Bedürfnisse habt. Wahrscheinlich weisst du das. Denn wie du schreibst, ihr seid "schnell zusammengezogen", lässt darauf schliessen, dass dir nicht wohl ist bei der Sache. Möglicherweise wäre aber auch ein besserverdienender Partner ein Problem für dich, weil du dann nicht mehr die "Überlegene" wärst?
 
  • #27
Lebt ihr da beide nicht in einem Irrglauben, in den man euch gesteckt hat?

Frauen forciert man dazu, zu studieren und viel Geld zu verdienen, demzufolge ist eine Frau "freier", aber findet eben keinen vernünftigen Mann mehr ohne Komplexe. Eigentlich betrügt man die Frau somit um ihre weibliche Rolle. Bessere Männer wenden sich von dir ab, weil sie das alles nicht brauchen. Frauen mit Geld haben Möglichkeiten und sind somit dominanter. Braucht keiner.

Auch ein Mann kann niemals an seine maximale Gehaltsgrenze gekommen sein. Er weiß als Unstudierter bloß nicht, dass man sich nicht über Leistung, sondern über Wert verkauft. Und da er selber denkt, nicht mehr wert zu sein, ist das dem Chef ganz recht.


Du gehst als verdienende Frau mit Männern am besten so um:

- du suchst dir einen Mann, der mehr Status und Geld hast als du, damit du irgendwo zu einem Mann "aufsehen" kannst und er das Gefühl hat, ein Versorger und kein Nichtsnutz zu sein.

- Geld ist nur eins: Machtmittel. Geld ist für die Frau nur eins: Wenn der Mann an deiner Seite aufmuckt, und dir erklärt, dass du dir etwas nicht leisten sollst oder nichts genießen darfst, donnerst du ihm rein, dass du eine selbstständige Frau bist und reibst ihm dein doppeltes Gehalt als Kotoauszug unter die Nase, der beweist, du kannst es dir erlauben.


Es ist nun mal immer noch viel verbreitet, dass der Mann mehr verdient und die Frau eher nicht, wir reden auch offen über meine Ängste aber ich möchte ihn halt auch nicht "runtermachen" oder in seinem Ego kränken. [/qutoe]

Meine Güte, was hat man Frauen wie dir beigebracht? Du hast Geld, du kannst dir alles leisten und musst bei deinem recht unverbindlichen Partner nicht fragen, was du tun willst. Deswegen haben deine Eltern doch gewollt, dass du studierst, um selbst entscheiden zu können!
Richtig, du solltest ihm nicht helfen, die Miete zu bezahlen. Wieso? Er bezahlt die Immobilie, die er wohl mit einer anderen Frau gekauft hat. Und dafür sollst jetzt du blechen? Er sollte lieber einen besseren Job suchen! Setze deine Standards höer und lass ihn spüren, dass er sich anstrengen muss und mehr Geld verdienen muss. Ihr wollt doch hoffentlich mal eine Familie?

ich nicht möchte dass diese Beziehung an dem Thema Geld scheitert. Auch nicht, weil ich diesen Menschen sehr liebe und ich meine Partner nicht anhand des Kontostandes aussuche.
Aber selber ist dir ein großes Gehalt wichtig? Wie passt das zusammnen? Hast du noch nicht gehört, dass reiche Frauen nur noch unsichere Männer abbekommen?
 
  • #28
Allerdings habe ich einfach Angst, und daher auch meine Frage, dass er sich irgendwann schlecht fühlt.
Das glaube ich nicht, dass er das tut. Schau, Du sparst die Miete, er hat eine Immobilie. Wenn ihr offen und vertrauensvoll miteinander reden könnt, ist alles gut und Du musst Dich nicht sorgen, dass er sich mies fühlt. Er liebt Dich, Du liebst ihn. Es ist alles gut so, wie es ist.
Ich habe etwas andere, aber ähnliche Erfahrungen gemachtmit meinem Ex. Er verdiente mehr als ich, ich selber arbeite auch hart, er ebenso. Er bezahlte mir am Ende sämtliche Flüge und Züge zu ihm (Fernbeziehung). Nachdem wir uns zwei Jahre kannten, gab ich ihm ohne zu zögern 6000€ Euro, weil er einen Wasserschaden beim Nachbarn verursachte und er nicht Rechtschutzversichert war, dieser "Depp", sorry. Er hatte es erst abgelehnt, dann genommen, er hatte keine Wahl. Ich denke mal, seine Reisekosten, die er mir immer bezahlt hatte, auch Essengehen, Urlaubsreisen, alle sehr sparsam, hatte er bezahlt, waren so eine Art Rückzahlung, keine Ahnung. Ich hab es ihm geschenkt, am Ende hat er mich betrogen..Aber bei Euch beiden ist alles gut. Viel Glück und mach Dir keine Gedanken. :)
 
  • #29
ICH! Habe damit kein Problem, habe dieses Thema aber eröffnet weil ich Angst habe dass er in Zukunft damit eins haben könnte. Darum geht es nur !
Deine Formulierungen werden von unterschiedlichen Menschen hier im Forum eben unterschiedlich wahrgenommen. Wenn viele Antworten jedoch einen ähnlichen Tenor haben, kannst Du
A) beleidigt sein und Dich zurück ziehen
B) reflektieren

@INSPIRATIONMASTER und @Sirius97 haben einen problematischen Kern bei Dir getroffen.

Du kommst sehr stark ICH-bezogen rüber, betonst Deine vermeintlichen beruflichen Erfolge, den vermeintlich teuren Urlaub, der de facto im mittleren Preissegment liegt, stellst Dich über Deinen Partner.

Zusätzlich bist Du der Meinung, überaus generös zu sein, obwohl das objektiv betrachtet nicht der Fall ist.

Deine Reaktion auf die Antworten hier: Du fühlst Dich verletzt.



m, 39
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #30
Ich bin auch der Meinung, dass eine Beziehung wenig Sinn macht, wenn man sich allzu viele Gedanken über das finanzielle hat. Wenn beide zufrieden sind, sollte man doch das Thema nicht künstlich aufmachen. Es sei denn, du hast ein schlechtes Gefühl oder dein Partner sich dazu geäußert, was dich nachdenklich gemacht hat. Am schlimmsten finde es in der Ehe und leider spreche ich aus eigener Erfahrung.... kein Ehevertrag, anfangs wurde mühsam erwirtschaftet. Nur, kam dann eine Art Erbe und der Mensch ist anders... das ist dann hart...