• #31
Wenn Du so verliebt warst - wolltest Du die Beziehung mehr als er. während er dacht "joah, ganz ok, mal gucken, wie es läuft"? Wenn er so ein entspannter Typ ist, der Band und Fallschirm und Zocken toll findet (was in dieser Kombi eher nach Teenie klingt), schon ne Tochter hat (warum ist die Bez. auseinandergegangen, war er da auch so "entspannt" und die Frau hatte genug von diesem Egotrip?), vielleicht ist er auch ziemlich locker, was das Zwischenmenschliche angeht. Ich meine nicht Betrug, ich meine: keine besonderen Ambitionen, keine besondere emotionale Verbundenheit von seiner Seite, kein Anliegen bzgl. einer erfüllenden Partnerschaft.

wenn mein Partner, der schon ein Kind von früher hat, jetzt mit dem Fallschirmspringen anfängt, obwohl wir in unserer Beziehung öfter über Kinder und die weitere Planung sprechen
Weil DU drüber reden willst und er sich keinen Kopf macht. Er lebt SEIN Leben, nicht euer Leben. Ich würde sagen, wach mal ein bisschen auf. Er zeigt nirgendwo Verantwortungsgedanken, die Du im Zitat haben willst. Er ist entspannt - ich glaube, das heißt, ihm ist vieles einfach egal, weil er sich keinen Kopf macht, wer sich drum kümmert. Er jedenfalls nicht. Für mich klingt das nach einem egoistischen Individualisten, der sich verwirklicht, mit oder ohne Partnerin oder Kind.

Nun war ich aber schon einmal bei dem Sprung mit und wurde konsequent ignoriert, keine Umarmung vor dem ersten Sprung alleine
Er hat sein Zeug im Kopf. Er ist nicht der Typ, der sich verbunden fühlt mit der Partnerin. (Umso erstaunlicher, dass Du Verbindung fühltest.)
Er hat sich Zeit genommen, wir haben viel gemacht, er hat mich eingebunden, mich gefragt, ob ich mit auf Konzerte will,
Ja, SEIN Zeug. Du darfst zugucken. Aber mal zusammen mit dem Hund gehen - Fehlanzeige.
Ich kriege immer mehr den Eindruck, dass eine Partnerin für ihn nur die Zaungästin seines Lebens sein kann.
 
  • #32
warum ist die Bez. auseinandergegangen, war er da auch so "entspannt" und die Frau hatte genug von diesem Egotrip?)
Danke erstmal für deine Antwort, die finde ich super konstruktiv und finde mich da auch wieder. Er ist einfach zu früh Vater geworden, sagt er selbst, hat dann ein Haus gekauft und hat sich um alles gekümmert. Seine ex eher weniger, selbst nicht als das Kind da war. Sie hat leider nichts im Haushalt gemacht und nach zwei Jahren, 10 Stunden Arbeit, Haus renovieren und nach Hause kommen und dabei zusehen, dass nichts gemacht wurde, hat er die Reißleine gezogen und hat sich getrennt. Er wollte das Kind sogar bei sich behalten, hat sich um einen Kindergartenplatz gekümmert. Und am Anfang der Beziehung war auch mehr Verbundenheit da. Nur jetzt reißt er sich voll los und betreibt das Hobby und plant auch sonst nichts gemeinsames.

Zu meinem vorherigen Thema, ja Patchwork funktioniert, das hat aber nichts damit zutun dass dieser Mann sich innerhalb der letzten zwei Monate krass verändert hat.
 
  • #33
Ich fand die Zeit mit Ende 20 bei mir selbst, als die Zeit der Veränderung...ich wurde sozusagen erwachsen und bodenständiger.
Und natürlich bin ich davon ausgegangen, dass mein Mann diese Entwicklung mitzieht.
Er konnte schon nicht gut mit Geld umgehen, als ich ihn kennenlernte aber das war mit Anfang 20 und als Studentin nicht so wichtig.
Da lebt man von Luft und Liebe, der schnöde Mamon stand eher für lieblos
Und da ich ja gut Haushalten konnte, war das Leben frei, romantisch und unbeschwert.
War...
Er veränderte sich nicht wie ich, egal wie verzweifelt ich rumschraubte

Heute bin ich ja alt und weise aber es hat noch eine Beziehung gebraucht um zu kapieren, dass man sich oft in Gegensätze verliebt, die erst so schön ausgleichend wirken, anziehen, ausziehen und dann abstossen.

Natürlich gibt sich jeder am Anfang extrem viel Mühe, wenn man verliebt ist.
Das verursachen alleine schon die Hormone.
Wenn diese gehen, ist ein Mensch genauso wie er ist.
Und damit kann man entweder gut leben oder nicht

Die Sichtweise ob richtig oder falsch, was sein persönliches Verhalten angeht, ist letztendlich überhaupt nicht zielführend....nur ob es für Dich richtig oder falsch ist, das gilt.

Jemand schrieb hier sehr schön...richtig ist der, für den man sich jeden Tag neu entscheiden würde...obwohl es noch andere gibt.

Rückwirkend muss ich mir dann eingestehen, dass ich das zb mit Schulden bis zum Dach, nicht mehr getan hätte....also meinen Mann damals neu gewählt.
Was rückwirkend auch heisst, da hab ich ihn nicht mehr 100% geliebt.
Während ich dachte, würde er mich lieben, dann würde er sich xy anders verhalten. Dabei mochte ich doch sein Verhalten nicht wirklich.
Oder ich mochte das kühle bei meinem Exfreund nicht wirklich, wenn er mich so lieben würde, wie ich ihn etc etc
Es hat gedauert zu kapieren, dass er mich gar nicht in Frage gestellt hat, sondern eigentlich nur ich ihn.
Ich bin mit meiner Emotionalität teilweise erfroren aber er konnte vom Naturell nicht mehr fühlen.
Für ihn war's 100%...für mich nicht

Deshalb liebe FS, liebstDu ihn nicht 100% weil Du ihn anders haben möchtest.
Du willst mehr Zeit, Du willst ihn nicht beim Springen, Du willst ihn anders ernähren und Du willst ihm die Zähne putzen
Du würdest ihn so heute nicht erwählen, sondern nur wenn er anders wäre = Du würdest einen anderen wählen.
 
  • #34
Ich kenne diesen Typus Mann auch. Vielleicht sind sie faszinierend für Frauen, die selbst innerlich nicht frei sind. Aber das muss man immer selbst entwickeln, denn seine Freiheit verhindert die partnerschaftliche Verbundenheit. Du gewinnst nichts, wenn Du versuchst, was davon abzukriegen, weil er mit Dir ein Paar bildet. Denn er gibt ja seinen Egoismus nicht auf. Du bleibst sowas wie ein Groupie für sein
Nur jetzt reißt er sich voll los und betreibt das Hobby und plant auch sonst nichts gemeinsames.
Ok, dann ist es so, dass Du "Folgeschäden" hast. Also Du bist die Beziehung, die nach der problematischen folgte, und nun sieht er zu, wo er bleibt. Aber das mit dem Nicht-Umarmen vor dem Sprung finde ich trotzdem merkwürdig. Vielleicht war er extrem aufgeregt.

So verantwortungslos, wie ich dachte, ist er dann nicht. Immerhin hatte er sich ja mal richtig Mühe gegeben. Aber das ging schief und nun ist er vielleicht zu dem Schluss gekommen, dass An-sich-selbst-Denken am glücklichsten macht.
Deshalb liebe FS, liebstDu ihn nicht 100% weil Du ihn anders haben möchtest.
Du willst mehr Zeit, Du willst ihn nicht beim Springen, Du willst ihn anders ernähren und Du willst ihm die Zähne putzen
Aber Pixi, das, was er da macht, ist doch kein gutes Beziehungsverhalten. Ich meine, ja, man kann so jemanden trotzdem lieben, aber doch nicht als Partner ertragen.
 
  • #35
Ja, es gibt die Männer, die für Familie ihre Hobbies aufgeben. Mehr oder weniger unwillig, gezwungenermassen. Das geliebte Mopped verkaufen, den Sportwagen, Fallschirmspringen sein lassen ........
Komischerweise gibt aber kaum eine Mutter ihr Pferd auf. Ja, da kann man auch runterfallen .....
Oft passiert dann aber Folgendes: Mann hat noch ein paar Kumpel, die ihre Hobbies noch haben. Und dann ?? Mann fragt sich, ob er nur der Zahlesel sein soll, nichts vom Leben haben darf, ausser zum Arbeiten für nix gut ist. Passt dann auch der Sex nicht mehr ....... brechen diese Männer teilweise aus. Neue Freundin, neues Auto, neues Mopped usw ...
Es gibt auch Männer, die freiwillig verzichten. Die bereuen das meist nicht. Aber wenn eine Frau dahinter steckt ..... dann ist die Sehnsucht und die Reue nicht weit.
Denkt ruhig auch mal da dran .... die meisten Männer gehen, weil aus dem lieben Mädle ein gar zänkisch Weib geworden ist .....
 
  • #36
Er ist einfach zu früh Vater geworden, sagt er selbst, hat dann ein Haus gekauft und hat sich um alles gekümmert. Seine ex eher weniger, selbst nicht als das Kind da war. Sie hat leider nichts im Haushalt gemacht und nach zwei Jahren, 10 Stunden Arbeit, Haus renovieren und nach Hause kommen und dabei zusehen, dass nichts gemacht wurde, hat er die Reißleine gezogen und hat sich getrennt.
Sagt er. Ja, ja ... Männer sagen viel, wenn der Tag lang ist. Hat dir seine Ex auch bestätigt, was für ein toller Familienmensch er mal war?
Ich glaube nicht, dass er sich radikal geändert hat. Wahrscheinlich hat seine Ex den Laden aum Laufen gehalten und irgendwann die Reißleine gezogen.
Er wollte das Kind sogar bei sich behalten, hat sich um einen Kindergartenplatz gekümmert.
Hat er aber nicht. So klingt die Story nur besser.
 
  • #37
Komischerweise gibt aber kaum eine Mutter ihr Pferd auf. Ja, da kann man auch runterfallen .....
Naja.
Viele sehr zähneknirschend und gerne auch mit Optionen (Pferd steht noch irgendwo, stirbt aber irgendwann, oder wird eben doch verkauft.)

Überlege Dir mal, wieviele Mädchen mit dem Reiten anfangen .
Etwa 9 Mädchen auf 1 Jungen.
Und wann hören sie wieder auf ?
Es läuft in Etappen
- Erster Freund,
  • - Studium
  • - Erster Job,
  • - Umzug
  • - Heirat,
  • - Kinder.

  • Diejenigen, welche dann noch wirklich sportlich sind nur ein Bruchteil der Eingangsmenge. Das sieht man auf den Turnieren ganz gut.
Sitzen also besonders viele Mütter im Sattel?
Ja tendenziell etwas mehr als Väter, aber nicht deutlich viel mehr.
Ich würde Deine Regel doch von der Realität als widerlegt sehen.

Auch fast alle Sportlerinnen geben ihren Sport als Hobby auf, wenn sie Mutter werden. Vielleicht tendenziell sogar noch mehr als wir Männer/Väter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
die meisten Männer gehen, weil aus dem lieben Mädle ein gar zänkisch Weib geworden ist
Genauso könnte man vermuten: Die meisten lieben Mädle werden ein gar zänkisches Weib, weil das liebe Büble sich für die BEZIEHUNG gar nicht interessiert, sondern meint, die liefe von selbst und Sex und gemeinsam ab und an was essen und wenn möglich, ihm bei seinen Hobbys zuzusehen, sei "Beziehung".

Aber ich denke, so einfach ist das alles nicht. Die Männer (unter meinen Bekannten) mit Frauen, bei denen ich denke "uh, wie hält er das aus", müssen so eine strenge, etwas krampfige Muttifigur, die auch die meiste Verantwortung für die Beziehung übernimmt und sagt, wo es langgeht, und sich insbesondere um die Kinder quasi allein kümmert, gewollt haben.
Es gibt bei diesen Paaren nur die Beziehung mit "sag mir, was ich machen soll" oder eigene Freizeit.

Ich glaube, die Männer waren noch nicht so weit oder wären es nie mit einer eindeutigen Entscheidung für eine Frau gewesen, als die Beziehung zustande kam. Die Frau hätte "tschüss" gesagt, wenn er nicht geheiratet hätte und "ja" zu Kindern gesagt hätte. Und irgendwie müssen die Männer ja auch zufrieden sein und das alles richtig finden.

Ich glaube, viele Menschen suchen nach Menschen, die ihnen einer sagen, wo es langgeht und wie es richtig ist, und dackeln dem hinterher und versuchen, die zu befriedigen für emotionale Akzeptanz oder Zuwendung.

Aber gut, die sind ja nicht die, die Du meinst. Die gehen von selbst, weil die Frau so anstrengend wird. Nur denke ich, dass die, die gehen, auch nicht an der Beziehung arbeiten, und dass Frauen, die eigentlich nicht wie die oben genannten sind, sondern kompromissbereiter und nicht herrisch, nicht umsonst zu einem zänkischen Weib mutieren. Es ist ja eher nicht so, dass es in einer Partnerschaft einer richtig macht und der andere zu einer schrecklichen Person wird. Das wird immer eine Dynamik sein zwischen BEIDEN.
 
  • #39
Zu meinem vorherigen Thema, ja Patchwork funktioniert, das hat aber nichts damit zutun dass dieser Mann sich innerhalb der letzten zwei Monate krass verändert hat.
Bin mal gespannt wie die kleine Tochter das sieht, wenn Du als bisher innig Verbundene neue Freundin ihres Vaters plötzlich wieder auf Nimmerwiedersehen aus ihrem Leben verschwindest.

Wie gestalten sich denn die Zeiten wenn er seine Tochter hat? Macht er das selber oder hat er das schon auf Deine Schultern geladen?

Es tut mir wirklich leid, aber mit dem Hintergrund Deiner anderen Posts, er will nicht mehr.
 
  • #40
Chichi88: Du bist normal, siehst alles richtig.

Deine Grundhaltung ist korrekt und nein, Du hast Dich zum Glück nicht verloren!

Es kam mit der Zeit Gewohnheit auf, und Eure Beziehung hat sich verändert. ChiChi88, das ist normal, und man darf nicht meinen eine Beziehung sei immer so wie am Anfang!!
Aber die Entwicklung ging auseinander, schleichend..
Es macht den Eindruck, dass es ihm so gefällt und er zeigt wenig Bereitschaft um was zu ändern.
So wird eine lange gemeinsame Zukunft schwierig, denn es ist ebenso klar dass Du tief unglücklich bist. Du rufst über Sportarten aus, aber es geht um was viel tiefer. Versuche es bei Namen zu nennen bei ihm- es geht um Wertschätzung, Gefühle... und wenn er nicht auf das Züglein aufspringen kann selbst wenn Du von Dir und Deinen Gefühlen zu ihm sprichst... dann stehst Du auf einer anderen Stufe als er.
Man kann einen Menschen nicht verändern. Du kannst Dich entscheiden zu warten ob er je nachzieht auf Deine Stufe, Du kannst Frieden schließen mit der Situation und mit Dir und ihm und es so akzeptieren wie es ist und voll und ganz es annehmen. Du kannst Dich abwenden und weitere Stufen nehmen- allein. Du kannst eine Stufe zu ihm quasi runtersteigen, gibst aber evt. ein Teil von Dir auf.
Ich glaube es ist wichtig für Dich zu entscheiden, was Du noch vom Leben erwartest. Willst Du Dich weiter entwickeln oder fühlst Du Dich am Ziel angekommen?
 
  • #41
Ja, es gibt die Männer, die für Familie ihre Hobbies aufgeben. Mehr oder weniger unwillig, gezwungenermassen. Das geliebte Mopped verkaufen, den Sportwagen, Fallschirmspringen sein lassen ........
Komischerweise gibt aber kaum eine Mutter ihr Pferd auf. Ja, da kann man auch runterfallen .....
Oft passiert dann aber Folgendes: Mann hat noch ein paar Kumpel, die ihre Hobbies noch haben. Und dann ?? Mann fragt sich, ob er nur der Zahlesel sein soll, nichts vom Leben haben darf, ausser zum Arbeiten für nix gut ist. Passt dann auch der Sex nicht mehr ....... brechen diese Männer teilweise aus. Neue Freundin, neues Auto, neues Mopped usw ...
Es gibt auch Männer, die freiwillig verzichten. Die bereuen das meist nicht. Aber wenn eine Frau dahinter steckt ..... dann ist die Sehnsucht und die Reue nicht weit.
Denkt ruhig auch mal da dran .... die meisten Männer gehen, weil aus dem lieben Mädle ein gar zänkisch Weib geworden ist .....
Mein lieber Tom, keine Frau ist gern zankisch. Genauso kann ich fragen, warum die Frau in der Beziehung mit dir zum Drachen mutiert ist, obwohl sie so lieb war?? Also die Beziehung mit dir hat sie nicht besser gemacht , sondern schlechter.
Was Hobbys betrifft, ist einer normaler Frau sowas von egal, was Mann tut, solange er für sie die Zeit hat und ihr eindeutig zeigt, dass er im Zweifelsfall sein Hobby zu ihren Gunsten aufgibt. Dann ist sie ruhig, dann hat der Mann seine Freiheiten. Das Problem ist aber, wie Frau Void korrekt angemerkt hat, benimmt sich der Mann in der Beziehung als ob immer noch Single wäre. Ja, er hat schon davor sein Hobby und ja Frau hat davon gewusst. Aber er hat das alles gemacht, weil er eben noch keine Frau hatte. Und wenn er ganze Woche arbeitet und meint dann, am WE mit seinen Kumpels weg zu sein oder in der Garage rumzuschrauben, dann kann er das machen, nur macht keine Frau das mit, weil für ein bisschen Haushaltshilfe und Sex braucht frau keine Beziehung führen, Sex bekommt sie an jeder Ecke und zwar, wann SIE will und nicht, wann der Mann Zeit hat. Viele Männer wollen nicht das Singleleben aufgeben, aber gleichzeitig eine Freundin haben, das funktioniert nie. Also der Wunsch ist legitim, aber was hat Frau davon?? Der Mann verschwendet Zeit und Geld und erzählt mit glasigem Blick von den Sachen, die Frau null versteht und innerlich einen Gähnanfall bekommt. Ja, es gibt Frauen, die Hobby mit dem Mann teilen und diese Männer sind begeistert, aber nur solange die Frau nicht der bessere Experte auf seinem Gebiet wird, dann ist Schluss mit lustig.
 
  • #42
Das Problem ist aber, wie Frau Void korrekt angemerkt hat, benimmt sich der Mann in der Beziehung als ob immer noch Single wäre.
Genau das trifft alles so auf den Punkt. Ich störe mich ja nicht an den Hobbys bzw. Komme jetzt erst an diesen Punkt weil er für uns keine Zeit findet, keine Ideen hat und keine Vorschläge macht. Ich bin es leid, jeden Urlaub alleine zu planen, alleine mit dem Hund jeden Tag drei mal rauszugehen (wir haben den Hund als Welpe gemeinsam ausgesucht aber er sagt, es wäre mein und nicht sein Wunsch gewesen), wenn seine Tochter da ist, mich um alles zu kümmern. Ich schlage sogar schon vor, wann sie denn das nächste mal zu uns kommen könnte weil er einfach null in seinem Leben plant.

Wie gestalten sich denn die Zeiten wenn er seine Tochter hat? Macht er das selber oder hat er das schon auf Deine Schultern geladen?
Um dann mal zu deinem Punkt zu kommen. Er verbringt dann schon mehr Zeit, sind auch oft bei seinen Eltern, fahren Fahrrad etc. Aber so wirklich nach Familie fühlt es sich nicht an, er ist dann auch oft am Handy und ich kann es gerne mal fünf Tage weglegen, wenn sie da ist. Sie wohnt eben nicht bei uns und wir sehen sie nur alle vier Wochen.

Ich bin einfach enttäuscht weil er am Anfang nicht so war und deswegen denke ich mir mittlerweile, er ist einfach so und hat sich am Anfang extrem Mühe gegeben oder aber ich mache zu viel, sodass er sich einfach denkt, ich würde ja schon machen. Zum Thema Urlaub, da liebe ich es, zu planen und mich darauf vorzubereiten weil die Vorfreude an sich schon super ist. Aber da kommt gar nichts von ihm weil er sagt, ich könne das eh besser. Aber ein bisschen proaktiv sein schadet nicht in meinen Augen...
 
  • #43
Was Hobbys betrifft, ist einer normaler Frau sowas von egal, was Mann tut, solange er für sie die Zeit hat und ihr eindeutig zeigt, dass er im Zweifelsfall sein Hobby zu ihren Gunsten aufgibt.
Ein Widerspruch in sich. Selbstverständlich hat eine Partnerschaft einen gewissen Stellenwert im Leben, aber eben neben anderen Elementen. Wer "eindeutig zeigt", dass die Frau komplett entscheiden darf, damit sie dann huldvoll Hobbies duldet, wird überdenken, was für eine Art Beziehung es ist, die so verläuft...

...für ein bisschen Haushaltshilfe und Sex braucht frau keine Beziehung führen, Sex bekommt sie an jeder Ecke und zwar, wann SIE will und nicht, wann der Mann Zeit hat.
Das ist sicher richtig, aber für Männer doch pragmatisch gesehen keine andere Situation. Für Männer noch einfacher, denn eine Haushaltshilfe ist ebenso wie sexuelle Dienstleistungen frei verfügbar und nach Bedarf und Geschmack wählbar. Als Mann habe ich es da, wenn ich möchte, sogar noch viel einfacher, denn ich muss keine Nachfragen überhören, wenn ich mir im Haushalt helfen lasse und ich muss mich auch nicht irgendwo anbiedern, damit mich einer mit nach Hause nimmt.

Merke: eine Partnerschaft bringt beiden Vorteile und erfordert natürlich immer auch, sich auf den anderen einzustellen. Von beiden. Manche Frauen umgehen das, indem sie "keine Partnerschaft mehr wollen". In Wirklichkeit sind sie nur nicht bereit, sich auf einen Partner einzustellen, sondern erheben den Anspruch, dass alles nach ihrer Vorstellung zu laufen hat, siehe oben.
 
  • #44
Mein lieber Tom, keine Frau ist gern zankisch.
Da wage ich dir deutlich zu widersprechen meine liebe @realwoman .
sondern meint, die liefe von selbst und Sex und gemeinsam ab und an was essen und wenn möglich, ihm bei seinen Hobbys zuzusehen, sei "Beziehung".
Tja, das zeigt wieder mal sehr deutlich: Viele Frauen interessieren sich einen Scheiss dafür, was Mann gerne hätte. Und wundern sich dann darüber, dass kein Mann lange bleibt. Ja, es gibt Männer die eine Frau mit interessantem Leben haben wollen. Nicht über Klopapier, Müll, Wäsche, Wohnung putzen und ähnlichen Mist nachdenken wollen. Ganz einfach weil es langweilt.
Ja, optimal ist , wenn es einfach läuft - ohne viele Worte, ohne "Beziehungsgespräche" , Statusklärung, Kontrolle Streit um Nichtigkeiten. Ohne nervende Diskussionen .... ohne lästige Alltagsprobleme.
Dann ist gemeinsame Zeit nämlich kein Muss, was Mann widerwillig als Opfer darbringt - sondern macht Freude. Und darum geht es vielen Männern. Warum sollte ein Mann sich etwas in sein Leben holen, das sein Leben belastet, Lebensfreude und Zufriedenheit frisst, mehr Pflicht als Freude ist und noch dazu selten so funktioniert wie er will ? Sex ? Bekommen wir Männer auch überall. Wie ihr Frauen - nicht alle, aber viele.
Freiheit statt Sozialismus .... man muss es wollen, lernen und irgendwann können. Auch im Privaten. Ja, Pflichten haben wir alle. Aber wenn die Pflichten überhand nehmen, die Regeln wuchern und die Vorschriften immer dämlicher werden ... dann ist das Leben irgendwann nicht mehr lebenswert und nur noch schmutzig grau.

Wenn ich das hier so lese freue ich mich an meiner V. Mit ihr kann ich wie mit einem Kumpel reden und Quatsch machen, kann ich selbst sein, mal keine Lust haben .... ja, es schaut so aus, als ob es einfach läuft. Aber - dazu gehört viel guter Willen, die Intelligenz zu entscheiden ob meine Belange so wichtig sind, dass ich dem anderen auf die Nerven gehen muss, viel Vertrauen und Freiheit .... und 2 gefestigte Persönlichkeiten. Dann werden Hobbies nicht verdammt sondern die Freude in den Augen gesehen. Die gemeinsame Zeit ist dann kein Graubrot, sondern das Sternemenü.
 
  • #45
Hallo Chicci88, vorab, ich finde es gut, dass Du Dich zwischen drin mal meldest, das machen ja wenige, nicht jeder hat den Schneid, viele reagieren nach der Fragestellung ja gar nicht mehr.

So wie Du es schreibst, dass es nun schon darum geht, wessen Idee der Hund war, ----ehrlich gesagt, hab ich mir gedacht, dass er das so sieht, eventuell warst Du doch eher die treibende Kraft?

Ich denke, Du bist wohl auch diejenige, die das Thema Kinder eher verfolgt?

Du hast aufgrund Deiner Kindheit und Persönlichkeitsstruktur sicher einen großen Teil der Verantwortung an Dich genommen…dafür wurde dann Zeit für ihn frei, die er mit seinen Hobbies gut füllen kann. Aber auch gemeinsame Zeit sollte für beide als Gewinn und nicht als Zeitverlust gesehen werden. Und jeder Tag hat nur 24 Stunden. Und jeder einen Job. Und nun hat er zusätzlich zur Musik und dem Fallschirmspringen einen PC und eine Playsi und metzelt irgendwie Zombies um, während Du Dich zähneknirschend fragst, wann denn mal „eure“ Paarzeit stattfindet???

@realwoman Ich stimme Dir in Deinem Post zu, ich finde es gut beschrieben.
@Tom26, Tom, ich denke auch, keine Frau wird in dieser Konstellation einfach so zänkisch. Die FS, schreibt davon ja auch nichts, Frauen sind ja auch Beziehungswesen, eine grundsätzliche Tendenz für gemeinsame Zeit sollte schon da sein, sonst bekommt einer sein Bedürfnis nach Nähe nicht erfüllt und schaut in die Röhre. Wozu dann das Ganze? Bei Dir und V passt es. Bei den beiden passt es gar nicht mehr.
 
  • #46
@chicci88, Chicci möglicherweise hat er für sich festgestellt, dass das Leben so gut ist für ihn. Er hat schon ein Kind. Er weiß, welche Aufwendungen das auch an Zeit bedeutet. Für mich liest es sich so, als würde er Dich fast bitten ihn freizugeben. Er spricht es leider nicht aus. Ich denke, Du solltest sein Bedürfnis so zu leben und frei über seine Zeit zu entscheiden, wie er es tut, akzeptieren – und ihn freigeben. Auch, wenn Du von Familie geträumt hast. Es scheint DEIN Traum zu sein. Sonst bist Du demnächst die Frau, die Kinder mit einem Mann hat, der eigentlich gar nicht da sein will.

Ja, es gibt Männer die eine Frau mit interessantem Leben haben wollen. Nicht über Klopapier, Müll, Wäsche, Wohnung putzen und ähnlichen Mist nachdenken wollen. Ganz einfach weil es langweilt.
Ja, optimal ist , wenn es einfach läuft - ohne viele Worte, ohne "Beziehungsgespräche" , Statusklärung, Kontrolle Streit um Nichtigkeiten. Ohne nervende Diskussionen .... ohne lästige Alltagsprobleme.
Ich denke, dass könnt bei den beiden genau der Punkt sein. ...und dann kommt der Wunsch der FS nach Kindern dazu. Noch mehr Wäsche, Einkaufen, Klopapier, Windeln, Elternabende, Kitasitzungen, Abhängen auf dem Spielplatz, und natürlich auch all die schönen Dinge, die mit Kindern zusammen hängen...aber vorrangig erst mal einen A** voll Arbeit, der sich gewaschen hat. Das ist erst mal langweilig. Da sollte es einen Partner für geben, der da mit vollem Herzen JA sagen mag.

Dein Partner, Chicci, sagt aber nach meinem Empfinden überhaupt nicht JA. Nimm das ernst. Lass ihn frei und sein wie er ist.

Nun wohnst Du aber in seinem Haus. Zahlst Du Miete, seid ihr finanziell miteinander verflochten? Ist es daher schwer für Euch beide, eine Trennung auszusprechen und Euch freizugeben?
 
  • #47
Ja, es gibt Männer die eine Frau mit interessantem Leben haben wollen. Nicht über Klopapier, Müll, Wäsche, Wohnung putzen und ähnlichen Mist nachdenken wollen. Ganz einfach weil es langweilt.
Das willst Du nicht. Aber die Männer, von denen ich redete, wollen durchaus zusammenwohnen. Und bleiben. Die wollen auch nicht raus in die Welt und wieder Single sein.
Ich bin ja ne Frau, die nicht unbedingt so schnell zusammenziehen wollte. Es gab viele Diskussionen, dass ich aber DA sein sollte (und mich in seinen Haushalt einbringe damit, dafür zu sorgen, dass Staub gewischt ist und Klopapier da ist usw.). ICH war die Person mit dem interessanten Leben, die auch noch ihre Eigeninteressen verfolgt hat, und das fanden die Männer nicht richtig. Ich sollte mich mehr "kümmern". Dann hätten sie die Sorge um Klopapier "outgesourct".

Und wundern sich dann darüber, dass kein Mann lange bleibt.
Nee, das war bei mir nicht das Problem.

Dann ist gemeinsame Zeit nämlich kein Muss, was Mann widerwillig als Opfer darbringt - sondern macht Freude.
Für die Männer, die ich meinte in meinem vorigen Beitrag, ist gemeinsame Zeit eben nichts weiter als das, was vom Alltag übrig bleibt - Essen und zusammen schlafen. Sonst und am WE haben sie ihre eigenen Pläne, weil sie endlich mal Zeit für sich wollen. Ich weiß nicht, warum Du nicht verstehen kannst, dass das zu wenig ist für ne Frau. Was hätte sie davon? Da ist NICHT zusammenwohnen viel besser und treffen für schöne Stunden. Aber so eine Frau wollen diese Männer nicht. Sie wollen eine Frau, die sie will und zusammenwohnen will. Das sind keine Männer wie Du.

Warum sollte ein Mann sich etwas in sein Leben holen, das sein Leben belastet, Lebensfreude und Zufriedenheit frisst, mehr Pflicht als Freude ist und noch dazu selten so funktioniert wie er will ?
Lol. Warum sollte eine Frau das tun? Erkläre mir doch mal, was eine Frau von einer Beziehung hat, über die wir hier gerade reden?

Es ist eine Dynamik zwischen ZWEI Menschen. Nicht der arme Mann und die doofe Frau. Darüber haben wir schon öfter diskutiert.
 
  • #48
Das willst Du nicht. Aber die Männer, von denen ich redete, wollen durchaus zusammenwohnen. Und bleiben. Die wollen auch nicht raus in die Welt und wieder Single sein.
Ja, ich bin auch so einer. Die Frage ist doch einfach, bewegt sich das Ganze im normalen Rahmen oder geht es entweder um eine Frau, die irgendwann mit "Erziehungsmaßnahmen" anfängt (um den Mann zu verändern gegenüber dem, wie sie ihn kennengelernt hat) oder um einen Mann, der sich irgendwann zurückzieht in seine Hobbies. Und bei beiden stellt sich dann die Frage: "Warum?" und "Passt es dann noch?"
 
  • #49
bewegt sich das Ganze im normalen Rahmen oder geht es entweder um eine Frau, die irgendwann mit "Erziehungsmaßnahmen" anfängt (um den Mann zu verändern gegenüber dem, wie sie ihn kennengelernt hat)
Naja, wie gut man jemanden kennt, weiß man ja erst, wenn man mit ihm zusammenlebt. Aber: Ich gebe Dir recht darin, dass es passen muss. Also wenn der Mann auf einmal jede Woche staubsaugen soll, obwohl er es sonst einmal im Monat machte, gibts Probleme. Oder wenn die Frau gut leben kann, dass ein Abwasch drei Tage steht, während der Mann gleich nach dem Essen aufspringt und Geschirr entweder abspülen will oder für den Geschirrspüler vorbereiten.

Ich habe den Eindruck, es geht oft zu einem gewissen Maß nur darum, dass man zusammenzieht - wer auch immer das jetzt so dringend will -, um dann in seinen alten Trott zu verfallen und den anderen dann zu haben, wenn einem ansonsten gerade langweilig geworden wäre.
Und ja, in bestimmter Weise funktioniert Beziehung ja auch so. Man hat seine Zeit zum Arbeiten, seine Zeit für die Dinge, die einem wichtig sind, und die Zeit für den Partner. Aber: Wenn einer der beiden findet, dass er für seine Interessen sowieso schon zu wenig Zeit hat oder sich schnell für Neues und neue Leute begeistert oder ne Partymaus ist, dann geht die Zeit DAFÜR ja eher von der Freizeit mit dem Partner ab. Der Partner ist IMMER da, den kann man auch noch morgen haben.

Ich denke, es passen nur Individualisten zusammen oder Leute, die viele Kompromisse eingehen für eine Partnerschaft, weil Zweisamkeit für sie wichtig ist. Und was auf keinen Fall gut ist, ist, wenn der Partner der Antriebsstoff sein soll für ein interessantes Leben. Dann würde man sein ganzes Glück davon abhängig machen, dass er genau passt.

mit "Erziehungsmaßnahmen" anfängt (um den Mann zu verändern gegenüber dem, wie sie ihn kennengelernt hat)
Hierzu noch mal: Auch der Mann hat ja die Frau so weit kennengelernt. Er sollte auch keine "indirekten" Umerziehungsversuche machen, indem er sie dazu bringen will, irgendwas hinzunehmen, was sie nicht will. Man kann es auch von der Seite sehen, dass auch der, der sich der Beziehung mehr entziehen will, den anderen "umerziehen" will. Nur leider wird das so nicht gesehen, weil es einen Aktiven und einen Passiven gibt, und der Passive so aussieht, als wollte er niemanden "umerziehen".

Das ist wohl auch diese Falle mit den "Ja-Sager-Männern". Die Frau macht alles allein, aber merkt es nicht, weil sie denkt, er teilt ihre Pläne. Aber er lässt sich mitziehen. (Vermutlich gibt es auch solche Frauen.)
 
  • #50
Ich würde und habe kein Hobby aufgegeben und freue mich, dass mein LG seine Interessen und Hobbes hat. Freunde, Bekannte, die er trifft.
Manches teilen wir, aber - wir haben jede*r auch unser Leben.
Wir reden und da nicht rein, Freuen uns gegenseitig für den Anderen.

Weil wir miteinander reden, uns auch terminlich abstimmen, bleibt genug Paarzeit.
Und ich kenne seine Fixtermine, er meine und so planen wir.
Mit dem Faktor Spontanität und ungeplantes, wo es vorkommen kann, dass mal was geplantes verschoben wird.

Reden, Miteinander, und den Anderen akzeptieren.
Der Musiker braucht Zeit zum Üben und Spielen, der Sportler,
Jemand bei Feuerwehr ist spontan weg...
Ich bin vor Ort und politisch engagiert, auch da gibt es Termine. Zusätzlich - ich bin Freiberuflerin, da kann spontan alles möglich sein, auch nach Feierabend oder Wochenende.
Ich empfinde es bei uns als Bereicherung.

Zänkisch werden manche, wenn sie das Ziel hatten, den/ die Partner*in zu erziehen (schließlich weiß Frau, was gut und richtig ist) und der Mann sich nicht verformen lässt.

Vielleicht beim Kennenlernen darauf achten, dass Wesentliches einfach passt, statt zu hoffen, dass man es noch passend machen kann?

Chichi, Du hast ihn anders kennengelernt, es ist noch Kennenlernphase.
Du kannst sachlich und ausführlich mit ihm reden, aber bei Euch haben sich schon bestimmte unvereinbare Eigenheiten gezeigt. Und ihr habt Beziebungsmuster etabliert.
Du die Kümmererin, verlässlich, etc.
Aus eigener Erfahrung -. Das geht IMMER schief.

Nach dem anderen mal schauen, Achtsamkeit, liebevoll, ja.
Aber das Lästige abnehmen, ungefragt - Nein.
Und man muss auch die einen Partner nichts tun, was man nicht will.

VVielleicht ist es jetzt, ChiChi, der Moment für Dich, zu realisieren, er ist so, Du hast andere Vorstellungen, legitim, und das zusammen passt nicht.
Schade, aber besser jetzt die Konsequenz ziehen, als zu leiden.

W, 50
 
  • #51
ICH war die Person mit dem interessanten Leben, die auch noch ihre Eigeninteressen verfolgt hat, und das fanden die Männer nicht richtig. Ich sollte mich mehr "kümmern". Dann hätten sie die Sorge um Klopapier "outgesourct"
Ich bezweifle ja gar nicht, dass es solche Männer gibt. Nur habe ich persönlich keinerlei Erfahrung, wie mit solchen Männern zusammen leben funktionieren könnte.
ICH persönlich kenne es so: Viele Frauen sind exzellente Schauspielerinnen. Wie man auch hier immer wieder lesen kann - sie pimpen ihr Leben auf, machen Karriere, stylen sich, haben Interessen und Hobbies. Das machen sie, weil so die Möglichkeit besteht, für den Mann mit dem lauten Motorrad, dem schnellen Sportwagen, dem dicken Geldbeutel etc interessant zu sein. Und wenn Mann dann tatsächlich anbeisst ? Heisst es langweilig daheim hocken, langweilige Liebesschnulzen statt Fussball anschauen, dämliche gespräche über Dinge wie Familie, Heirat oder "Beziehung zu führen, die Mann gar nie haben wollte. Mann wollte ein geiles Leben mit dem Partygirl ... mehr nicht. Gekauft wie gesehen und reingelegt worden .... ging mir zig Mal so. Nun habe ich den Vorteil, ein eher kalter Mensch zu sein - sprich: Mir fiel es nie schwer, Ciao zu sagen. Und zwar sowohl zur Ex als Verabschiedung als auch zur Next als Begrüssung.
Klar, du als Frau kennst das umgekehrt. Das Mädel mit den langen Haaren und dem kurzen Rock, den interessanten Hobbies und dem anziehenden Lachen, die ihr eigenes Leben im Griff hat .... und dann im Alltagskäfig eingesperrt werden soll. Du hast nur einen Nachteil mir gegenüber: Du neigst zu komplizierten Grübeleien und glaubst an "Liebe" - wo ich einfach weg bin machst du dir komplizierteste Gedanken.
Selbst ein ruhiger Mann wie der @Apfeldieb - den ich bei allen Unterschieden als starken Mann, der für sich und seine Belange eintritt schätze - klagt manchmal über zu grosse Vereinnahmung.
Es muss einfach passen. Gilt für uns alle. Allerdings macht das Vorspiegeln falscher Tatsachen uns allen das Leben schwer. Mehr oder weniger. Ich bin überzeugt - die ganzen Litaneien über die bösen Männer, die nur Sex suchen würden gäbe es nicht, wenn weniger Schauspiel stattfinden würde. Und die ganzen Dramen um Hobbies, Fremdgehen, Distanz oder Klammern wären meist unnötig, wenn mehr zugehört und weniger Selbstdarstellung wäre .....
Früher war mehr Lametta ..... grins
 
  • #52
...dann geht die Zeit DAFÜR ja eher von der Freizeit mit dem Partner ab. Der Partner ist IMMER da, den kann man auch noch morgen haben.
Die FS macht "viel" Sport, hat einen Hund und malt gerne. Alles Hobbies, die auch ordentlich Zeit kosten. Letztlich ist das in einer Partnerschaft ein Kompromiss. Sie scheint eher das Risiko zu stören. Daneben das Hygieneproblem. Für mich klingt das alles eher nach genereller Unzufriedenheit mit der Beziehung.

Ich denke, es passen nur Individualisten zusammen oder Leute, die viele Kompromisse eingehen für eine Partnerschaft, weil Zweisamkeit für sie wichtig ist.
Meine Partnerin ist vom Perfektionsgrad her anspruchsvoller als ich. Das kann man dann wechselseitig akzeptieren oder es knallt irgendwann. Bisher kann ich ihre Perfektion tolerieren und damit leben, dass sie sich öfter mal aufregt. Dann passt das.
Letztlich ist es aber immer ein Kompromiss und ich weiß, dass ich in allen Beziehungen Kompromisse eingehen musste und dazu bereit bin. Wir tolerieren gegenseitig Hobbies und unterstützen uns darin, dass wir auch dafür Zeit haben. Das macht eine Partnerschaft aus.

Hierzu noch mal: Auch der Mann hat ja die Frau so weit kennengelernt. Er sollte auch keine "indirekten" Umerziehungsversuche machen, indem er sie dazu bringen will, irgendwas hinzunehmen, was sie nicht will.
Wenn die Zeitverhältnisse sich zu sehr ändern, dann muss man reden und neu justieren. Oder eben nicht. Die FS schreibt, er spielt in einer Band, das fällt im Moment flach. Vermutlich nutzt er die Zeit eben für andere Hobbies. Wir hören hier wieder mal nur eine Seite. Wenn sie unzufrieden ist, muss sie das ansprechen. Wenn es sich nicht ändert, in der Phase der Beziehung die Trennung einleiten.
Am Anfang war spannend, dass er Musiker ist, jetzt nervt vermutlich auch da dann jeder Auftritt mit Vorbereitungen.
Sie plant Kinder, er ist aus ihrer Sicht nicht dafür geeignet. Ein klares Signal. Natürlich kannst Du die "Erziehung" auch anders herum betrachten. Für ihn ist das aber egal. Sie stört sich daran, sie würde mit Kindern alleine dastehen. Also muss sie etwas tun.
 
  • #53
Tom, danke.

Ich denke, es passen nur Individualisten zusammen oder Leute, die viele Kompromisse eingehen für eine Partnerschaft, weil Zweisamkeit für sie wichtig ist.
Warum entweder oder? Sollte es nicht sein -
Man ist Individualist UND mag Zweisamkeit? Mag genauso Paar? Ohne große Kompromisse? WIR und jeweils ICH?

Paar sein heißt doch nicht, immer alles zusammen zu machen, oder eine Rechnung aufzustellen, wer wieviel Zeit in die Partnerschaft steckt?
dann geht die Zeit DAFÜR ja eher von der Freizeit mit dem Partner ab.
Natürlich ist es rein rechnerisch so.
Wenn ich 24h habe, Schlaf, Beruf, Wegezeiten,usw.... noch 2h mit einer Freundin unterwegs bin, dann bliebe für die Partnerschaft noch xStunden.
Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, zu rechnen.
Entweder passt mir die Paarzeit und ihm auch, oder es braucht ggf. Modifikationen, die der/die jeweilige machen kann/will- , oder es passt nicht und ich lasse es.

Schlicht, fühle ich mich gut in dieser Partnerschaft, dann passt es, wenn nicht, ändern oder beenden. Das Gleiche erwarte ich von einem Partner, dass er nicht still leidet, sondern solange er nichts sagt, dass es für ihn auch passt. Und erst recht, wenn er sich positiv äußert, dass das stimmt.
Das gilt nicht nur für gemeinsame Zeit, sondern für alle Bereiche.

Er sollte auch keine "indirekten" Umerziehungsversuche machen, indem er sie dazu bringen will, irgendwas hinzunehmen, was sie nicht will. Man kann es auch von der Seite sehen, dass auch der, der sich der Beziehung mehr entziehen will, den anderen "umerziehen" will
Jetzt wird es kompliziert. Muss hinter allem, aktiv/passiv ein Erziehungsversuch bzw. Manipulation gesehen werden?
Und jemand, der zu etwas Ja sagt, aber das nur tut, weil es bequem ist und er eigentlich nein meint?
Ich komme auch mit dem - der Partnerschaft entziehen - nicht klar. Nur weil man nicht immer präsent ist?
Sich der Partnerschaft entziehen gibt es. Zunehmende Emotionale Distanz. Kein Umerziehen, sondern sich Verabschieden.
Es gibt dann von allem weniger, bis kein WIR mehr da ist.

Void, ich komme bei Deinen Ausführungen nicht mit. Ich bin zu simpel.
Ja ist ja, nein ist nein. Ich akzeptiere oder nicht. Ich sage, wenn es nicht passt. Ich tue nicht, als ob, ich bin wie ich bin. Wenn ich etwas für meinen Partner mache, tue ich es weil ich es machen möchte.

Und mein Mantra - hinschauen beim Kennenlernen. Nicht schönreden, keine Traummänner/-Frauen, nicht versuchen, Sachen passend zu machen. Unpassendes bleibt unpassend.
Ich muss das ganze Paket mögen, mit allen Ecken, Kanten, Eigenheiten. Liebe und Akzeptanz, Toleranz, Respekt gehören für mich zusammen.

Bei der FS passt es nicht, auch ganz simpel.

W, 50
 
  • #54
Ich bezweifle ja gar nicht, dass es solche Männer gibt. Nur habe ich persönlich keinerlei Erfahrung, wie mit solchen Männern zusammen leben funktionieren könnte.
Na so, wie Du es kritisierst, aber leider immer nur bei den Frauen.
Die Männer denken, da ist wieder ne Mutti, die sich kümmert. Dass sie nun ihren wichtigen Dingen nachgehen können und sich um Staub nicht mehr kümmern müssen. Sie können das auch allein, aber wenn sie eine Frau in der Wohnung haben, macht DIE das.

Aber ja, es ist wohl für die große Masse der Menschen normal, dann Beziehungsgespräche führen zu wollen, Heiraten zu wollen, Kinder zu wollen. Wer das so nicht will, ist der Geisterfahrer, nicht die anderen "seltsam". Mann wie Frau nicht. Es ist nur die Frage, ob sie Mama und Papa finden wollten, oder ob sie ein erwachsenes Paar werden können.
Hat sich nun durch gesell. Entwicklung etwas geändert, aber schlussendlich will der "Massenmensch", der schon gecheckt hat, dass ihm nicht noch tausend andere passende Partner/innen auf dem Tablett serviert sind, und der nicht einsam sein will, der keine Karriereziele so verfolgt, dass er nichts anderes mehr im Kopf hat, einen Partner, mit dem er glücklich zusammenleben kann. Die Paare, die ich kenne, stecken so manches wirklich ein. oder besser: die einzelnen Personen vom anderen, bloß um nicht wieder Single zu sein. Man weiß ja nicht, was noch kommt bzw. OB noch was kommt.

Ich glaube nicht, dass das aus Berechnung war. Ich denke viel eher, dass die dachten, Du tickst wie sie.

Du hast nur einen Nachteil mir gegenüber: Du neigst zu komplizierten Grübeleien und glaubst an "Liebe" - wo ich einfach weg bin machst du dir komplizierteste Gedanken.
Für mich ist das ein Vorteil. Ich tue es ja, um besser klarzukommen. Ich denke, der Grund ist, dass ich mich verliebe und mit damit auseinandersetzen MUSS, um wieder friedlich weiterleben zu können. Und ich habe ein anderes Rollenbild gelernt als Frau.
Von daher: Guck Dir ggf. Deine Eltern an und frage Dich, ob Du das Leben Deines Vaters hättest führen wollen. Vielleicht liegt hier der Schlüssel für gewissen Abneigungen gegen Heirat z.B., die aber gar nicht sein müssten, wenn man Beziehung anders - auf EIGENE Weise statt einem Muster folgend - definiert als die Eltern es taten und sich entsprechend auch nicht verpflichten lässt, z.B. eine Paparolle für eine Partnerin einzunehmen, so wie ich die Muttirolle ablehne (aber unbewusst voll drin war am Anfang meiner Exbez., wenn es um "mach nen Schal um" ging, und was das SEELISCHE Umsorgen angeht, auch bis zum Schluss voll drin hing und auch reingedrängt werden sollte.).
 
  • #55
. Es gab viele Diskussionen, dass ich aber DA sein sollte (und mich in seinen Haushalt einbringe damit, dafür zu sorgen, dass Staub gewischt ist und Klopapier da ist usw.). ICH war die Person mit dem interessanten Leben, die auch noch ihre Eigeninteressen verfolgt hat, und das fanden die Männer nicht richtig
Das kann ja alles sein @void, aber was lernen wir daraus: DIE Männer gibt es nicht. Es bleibt Dir ja überlassen, DEN Mann auszusuchen. Und wenn Deine Männer keine eigenen Interessen hatten und nicht in der Lage waren für Klopapier zu sorgen, dann ist es Dein Muster Dir solche Männer auszusuchen. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie einen Strei mit einem Mann um zuviel oder zuwenig Putzen, Klopapier Beschaffung o.ä. Ich hatte auch noch nie einen Mann, der auch nur annähernd erwartete, dass ich zu Hause bin wenn er zu Hause ist oder der etwas dagegen hatte, wenn ich Reiterferien in der Mongolei oder sonstwo machte. Dafür konnte der Andere von mir aus gerne den Kilimandscharo, den Mont Blanc oder sonstwas besteigen, solange noch Zeit war um gemeinsam Urlaub zu machen.
Und warum nicht? Weil, ich genau ins andere Muster falle. Diese Männer, die Du hattest, würden mich voraussichtlich gänzlich kalt lassen. Was nicht heisst, dass dies das Leben unbedingt einfacher macht und es mit "meinen"Männern keine Probleme gab.

Generell finde ich Hobbys gut. Und, ob das Fallschirmspringen ( ich kenne mich da ja nicht aus, aber ist es wirlich so gefährlich? Habe ich noch nie gehört.), Motorradfahren oder sonst was ist, wäre mir egal. Das Argument "zu gefährlich" wenn mal Kinder da sind, ist auch ein Totschlagargument. Wenn ich mich aufs Motorrad setze ( was nur noch ca. 3Mal im Jahr passiert), gehe ich auch nicht davon aus, dass meine Tochter gleich als Halbwaise endet. Wenn ich mit meiner Tochter gemeinsam bei 50 km/ h und mehr über die Stoppelfelder galoppiere, hoffe ich auch, dass es gut geht. Das ganze Leben ist ein Risiko - okay bei speedboatfahren, wäre auch meine Toleranz erschöpft.
In einem anderen thread hast Du ja geschrieben liebe FS, dass Du die Hobbys Deines Freundes nur langweilig findest. Tja, schlecht- man muss die Hobbys des Anderen nicht gleich mitmachen, aber drüber schimpfen sollte man auch nicht.
Ne, das passt nicht. Du willst ihn ändern und er hat kein Interesse mehr.
W,55
 
  • #56
DIE Männer gibt es nicht. Es bleibt Dir ja überlassen, DEN Mann auszusuchen.
Das ist mir doch aber klar. Die Frage bei mir war allerdings, dass ich gar nichts anderes kannte. Weder vom Umfeld her, was die Beziehungen anging, noch von den Männern, die mir begegneten.

Und wenn Deine Männer keine eigenen Interessen hatten
Doch, natürlich hatten sie. Es war die Sicht auf die Frau an ihrer Seite und die Rolle, die sie für sie einnehmen sollte, die unattraktiv für mich war, und die für andere Frauen, die wie die Masse ticken, aber attraktiv gewesen wäre. Alle Paare im Umfeld der Männer hatten so eine Beziehung und die Männer wollten das eben auch so. In meinem Umfeld gibt es quasi auch nur solche Beziehungen. Das ist das, was ich kenne. Auch wenn manche Frau schon mal zwei Wochen allein irgendwo Urlaub macht, wo der Mann nicht hin will.
Ich denke mal, die dachten, Fraueneigeninteressen sind saubere Wohnung und Vorräte an Klopapier, Mann zufrieden machen. Und die wollten ja auch mich zufrieden machen, aber hörten gar nicht drauf, wie das gehen könnte.

Ich musste erstmal begreifen, dass das, was sie sich so vorstellten, für mich so nicht funktioniert - Rücken frei halten, um Gemeinsamzeit betteln, den Mann die wichtigen Dinge machen lassen "für uns" und damit abhängig sein. Ich kannte überhaupt keinen anderen Typ Mann. Ich dachte, ich bin falsch bzw. fragte mich, warum meine Beziehung nicht zu dem passt, was ich mir für mich wünsche.

Natürlich waren die in der Lage, Klopapier zu besorgen und zu putzen. Die dachten nur, wenn ich da bin, dass ich das von allein mache, weil eine Frau sich dafür verantwortlich fühlen muss, während der Mann irgendwas anderes für die Beziehung macht. Geld verdienen, WENN er denn viel verdient. War bei beiden nicht so und der erste war ein Geizkragen, während der zweite mich am liebsten mit Gold überhäuft hätte.

Dafür konnte der Andere von mir aus gerne den Kilimandscharo, den Mont Blanc oder sonstwas besteigen, solange noch Zeit war um gemeinsam Urlaub zu machen.
Siehste und hier lag bei mir vermutlich auch der Haken - ich wäre hier wahrscheinlich doch klammerig gewesen und hätte seinen Alleinurlaub zu "separiert" empfunden. Das ist heute nicht mehr so, aber damals war es so. Von daher hat es schon gepasst als Lernaufgabe für mich zu begreifen, dass ich anders ticke, einen anderen Typ Mann als Partner bräuchte und selbst eben meine Interessen weiter verfolge, statt mich komplett "aufzuopfern", den Mann an die erste Stelle zu setzen und damit aber unglücklich zu werden. Ich habe es ja versucht und fast das in den Sand gesetzt, was mir viel bedeutet hat an Eigeninteressen.

Wenn man sich gleich "erkannt" hätte mit 20, gewusst hätte, wer richtig passt, oder selbst eben wie die Masse ticken würde, wäre es einfach gewesen, keine solchen Probleme im Leben zu haben.
Was waren Deine in den Partnerschaften?
 
  • #57
Void, ich komme bei Deinen Ausführungen nicht mit. Ich bin zu simpel.
Ja ist ja, nein ist nein. Ich akzeptiere oder nicht. Ich sage, wenn es nicht passt. Ich tue nicht, als ob, ich bin wie ich bin. Wenn ich etwas für meinen Partner mache, tue ich es weil ich es machen möchte.
Ich habe den Eindruck, man muss sich heute immer mehr für alles entschuldigen und eine schlüssige Erklärung liefern. Es ist, wie Du sagst: es passt oder eben nicht. Das ist eine simple Abwägung, bei der man auch keine Schuld zuweisen muss.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der mittlerweile wie im besten katholischen Mittelalter jeder pauschal erstmal mit einem schlechten Gewissen durch die Gegend laufen muss, egal ob Fridays for Future, Corona, Rassismus. Jeder muss sich immer dafür entschuldigen, wenn er nicht genug auf andere achtet und Rücksicht nimmt. Jeder muss sich klein machen (bei BLM nimmt es aktuell immer absurdere Dimensionen an) und sich klein machen. Wenn ich wegen Corona eine Maske tragen und keine Dates haben möchte, kann ich das so machen. Dass andere mir vorschreiben, dass ich wegen ihnen eine Maske zu tragen hätte oder keine Dates haben dürfte, halte ich (über die gemeinschaftlichen Regelungen hinaus) für eine ihnen nicht zustehende Entscheidung.

Ich plädiere für einen gesunden Egoismus. Es gibt eine Grenze, die setze ich mit meinen moralischen Werten oder nicht mal so hochgestochen mit dem, was ich für mein Leben für richtig halte und was anderen aus meiner Sicht keinen Schaden zufügt. Der Mann hier möchte Fallschirmspringen. Sie möchte einen Hund haben. Beides an sich ja nun keine Straftaten und sie schaden auch objektiv niemandem. Auf die Beziehung haben Hobbies Auswirkungen und jeder muss eben für sich abwägen, entscheiden und die Konsequenzen tragen.
 
  • #58
Wenn man sich gleich "erkannt" hätte mit 20, gewusst hätte, wer richtig passt, oder selbst eben wie die Masse ticken würde, wäre es einfach gewesen, keine solchen Probleme im Leben zu haben.
Was waren Deine in den Partnerschaften?
Ähnlich wie bei Dir, nur in die andere Richtung. Meine Mutter meinte einmal: Bei Deinen Männern kannst Du machen, was Du willst, die machen aber auch was sie wollen." Und das stimmte auch. Wenn ich mir die Reihe meiner Partner ansehe, dann mögen sie grundverschieden gewesen sein, aber ein Wesensmerkmal hatten sie alle: Sie haben gemacht was sie wollten - und zwar grenzenlos, nur gab es bei mir Grenzen.
Als ich hochschwanger war, konnte ich logischerweise nicht mehr Ski fahren, ich war noch nichtmal in der Lage in irgendein Bergdorf mitzufahren. Was macht Monsieur? Fährt mit irgendeiner "alten" Freundin zum Skifahren. Fand ich überhaupt nicht witzig, gab ich auch deutlichst zu verstehen, hat ihn aber nicht interessiert.
Wenn bspw.für den dritten Marathon hintereinander trainiert werden musste, war auch meine Schmerzgrenze erreicht.
Ein Anderer meinte unbedingt alleine Ski fahren zu müssen, obwohl ich durchaus zu diesem Zeitpunkt Urlaub hätte nehmen können und wir skifahrtechnisch auf einem Level fuhren. Da gab es von meiner Seite auch Stress. Wäre er zum Tauchen gefahren- wovon ich überhaupt keine Ahnung habe- hätte ich wahrscheinlich nichts dagegen gehabt.
Mein Muster ist der Typ Mann, der macht was er will, der auch mich machen lässt, was ich will ( war bisher auch bei jedem der Fall), aber halt nicht grenzenlos. Und da ist der Haken, weil umerziehen lässt sich generell ja keiner und solche Männer schon mal gar nicht.
Also, bin auch ich wie Du zu dem Ergebnis gekommen, 100% passen solche Kerle nicht. Mir schwebt so der Mittelweg vor: jenseits vom nicht eigenständigen Klopapierprocurer, aber auch jenseits vom egoistischen Egotrip- Typen. Mal schauen vielleicht klappt es bei uns ja noch irgendwann liebe @void.
W,55
 
  • #59
Liebe FS, Du machst gerade die Erfahrung, die fast alle Frauen machen. Nach einer Weile entwickeln sich viele Männer zurück und werden zuhause ein zusätzliches Kind. Die Emanzipation der Geschlechter ist letztendlich auch ein Prozess und ist noch nicht vollendet. Wenn es finanziell möglich ist, holt euch eine Haushaltshilfe. Wegen seiner Hobbys, rate ich dir dazu ihm seine Hobbys zu lassen. Nörgele nicht herum und schaffe für dich auch Hobbys. Entwickele du dich auch weiter. Ich glaube, dass dies der Schlüssel zu einer langfristigen guten Partnerschaft ist.
Deine Version im Moment sieht aus, die viele von Zuhause von unseren Eltern kennen: Nörgelnde Mutti und ein Vati, der immer beschäftigt und abwesend war. Das ist keine sehr schöne Vorstellung. Es geht auch anders. Versuche es und du wirst sehen, dass es Wunder bewirkt.
 
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  • #60
Ich meinte damit, dass es Menschen gibt, die alles der Partnerschaft unterordnen und hier flexibler sein können als andere oder eben Ausweichmanöver machen.

Meine Bekannte aus dem Fremdverliebtthread ist ein Beispiel, und ich kenne auch noch andere. Der Erhalt der Beziehung ist das oberste. Dabei ist es egal, ob jemand von außen sagt, es sei eine Hülle. Die erhalten ihre Beziehung und sind vielleicht an manchen Tagen sogar zufrieden bis glücklich, keine Ahnung. Ich wäre es nicht, Du wärst es nicht - "Individualisten". Das sind Familien (noch, die Kinder sind schon auf dem Sprung).

Und dann gibt es auch noch die, die einen Partner brauchen, und das nicht im Sinne von "Bedürftigsein" oder "mein Partner soll mein Leben endlich schön machen und ihm einen Sinn geben". Für manche ist Alleinsein nichts. Andere können es gut und suchen nach einer Trennung auch nicht nach einem neuen Partner, sondern überlassen es dem Zufall.

Wir schreiben zwar immer, dass man auch allein mit sich gut klarkommen sollte, aber ich glaube, es gibt tatsächlich Menschen, die wirklich ein nahes Gegenüber brauchen, ohne dass es was "zu therapieren" gäbe, also die durchaus allein klarkommen, aber sich trotzdem richtig SEHNEN nach einem nahen Menschen, und das mit Freundschaften nicht abdecken können. Ich sehne mich z.B. selten, weil mir genügend einfällt, was ich alles noch machen will.

Das ist auch das Problem von Singles, die mit ihrem Leben gut eingerichtet sind. WO lassen sie was los, damit Platz für den Partner ist?
Der Individualist beginnt nach der Trennung mit seinen Hobbys, die er schon immer machen wollte, der andere begibt sich nach Trennung+Verarbeitung auf Partnersuche (ohne charakterliche Defizite zu haben).

Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, zu rechnen.
Ich für mich auch nicht. Aber wenn einer mehr Paarzeit will als der andere, und genau das ist bei einigen Paaren in meinem Umfeld so, dann gibt es Probleme. Es sind (natürlich) die Frauen, die mehr Paarzeit wollen, während die Männer am WE lieber "Männeraktivitäten" nachgehen.
Es ist auch nicht nur Paarzeit. Es ist auch, wenn einer findet, dass im Haus was zusammen gemacht werden muss, der andere aber sonntags lieber ausschlafen will, weil er samstags länger bleiben wollte auf einer Party. Oder wenn einer mitgeht zum Hobby des anderen, um zusammen Zeit zu verbringen, es umgekehrt aber nie passiert.

Wir sind 50, wir sagen vielleicht bei einem Neukennengelernten einmal was oder nicht mal das, Du findest raus: "passt nicht" und gehst. Aber wenn die Partnerschaft bereits lange oder wenigstens länger besteht, ohne dass man mit dem Problem konfrontiert war, oder die Leute noch jung sind, ist da vielleicht ein bisschen mehr Bemühen, dem anderen zu erklären, was einen stört in der Hoffnung, dass es eine Einigung gibt.
 
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