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Gast

  • #1

Wer von Euch hat bereits Beziehungserfahrung mit einem Jagdpächter gemacht und welche?

Nach dem wir nahezu 1 1/2 Jahre in meiner Region (außer manchen WEs) zusammen gelebt haben und wir dann in seine Region umgezogen sind, wo er seine jagliche Tätigkeit wieder ausüben konnte, hat er sich um 180 Grad verändert und ich war noch die 2. Geige. Alles soll nach ihm ausgerichtet werden und ich soll mich "anpassen". Gemeinsame Interessen bleiben im Prinzip auf der Strecke, weil die Jagd vorgeht (tageszeit- und wetterbedingt). Wäre schön, wenn ich von Euch einen Kommentar bekomme. LG
 
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Gast

  • #2
Lach..
mein Vater ist Förster, der Jagd abgeneigt und hat den Wald verpachtet..
..sind seltsame Männer teilweise..
nun zu dir..
vielleicht kannst du dich ja auch ein wenig begeistern. Ständig fänd ichs auch blöd, aber um 5.00 stumm im Wald zu sitzen, die Natur zu sehen, schweigen, dass hat was.. auch wenn ich insgeheim hoffte es kommt kein Reh zu schaden..

Hochsitze bauen und Treibjagten mit Hunden können richtig Spaß machen.. und so ein Braten ist auch nicht zu verachten..
und ja die Jagd ist sinnvoll und notwendig, weil die Rehe keine natürlichen Feinde haben ( gilt auch für Hasen.ect...)

Ansonsten versuch herauszufinden was ihm noch mehr Spaß machen würde als Jagen?
..Reden war wohl, schon angesagt, so resigniert du klingst..
Such dir ein eigenes Hobby?
Freu dich, dass es ihm gut geht..

Viel Erfolg beim Tüfteln
 
H

Hieronymus

  • #3
Wo liegt dein Problem genau?

Den Egoismus der Freizeitgestaltung finde ich auch mies. Schließlich möchte man mit seinem Partner viel gemeinsam machen und die Freizeit ist heutzutage doch eh schon knapp genug.

Die Sache mit dem Jagen und Jagdperioden ist dagegen doch verständlich. Jagen ist wichtig, weil die vielen Rehe und Wildschweine erheblichen Naturschaden anrichten. Alleine schon der leckere Braten würde mich auch locken.

Vielleicht einfach mal darüber sprechen, wieviel Freizeit für welches Hobby draufgehen darf? Was ihr noch gemeinsam unternehmt? Du hast sicherlich "ein Recht" (zumindest im partnerschaftlichen Sinne) darauf, dass ihr wie ein Paar einen Großteil eurer Freizeit gestaltet.
 
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Gast

  • #4
Ich würde mir mein eigenes Hobby suchen. Männer wie er brauchen ihre Freiräume - und diesen würde ich ihm gönnen, wenn er mir damit nicht auf den Keks ginge. Es ist aber auch Fakt, dass die Jagdpacht teuer ist. Und Waffen sowie Munition sind auch recht kostspielig. Da würde ich als Frau schon aufpassen, dass die Ausgaben fürs Hobby gerecht ausfallen. 7E1FB12A
 
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Gast

  • #5
Sich einen jagdlichen Blick für die Dinge anzueignen, kann sehr interessant sein - auch ohne extra den Jagdschein dafür zu machen, ist es superspannend, morgens früh auf der Kanzel zu sitzen.
Wie #1 sagt: Es kann wirklich so viel Spaß machen. Vielleicht kannst Du Dich für die Hunde erwärmen...?? Einen Begriff aus der Jägerei hast Du ja schon verwendet ;-), sieht also gut aus für Dich, Dein Interesse zu erweitern.

Wenn Du Dich dazu gar nicht durchringen kannst, bleibt Dir nur: suche Dir eigene Interessen. Man/Frau muß nicht dauernd aufeinanderklitschen, bei näherer Betrachtung siehst Du sicherlich, dass Ihr doch noch ganz schön viel Zeit füreinander habt.

Wenn Du nichts eigenes findest, solltet Ihr Euch mal Gedanken darüber machen, ob es bei Euch wirklich so gut passt. Wenn nicht: Lass es mich wissen, ich hätte Interesse - an Deinem Mann ;-)

W/42
 
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Gast

  • #6
Ich kann mich meinen "Vorrednern" überhaupt nicht anschließen. "Such dir ein eigenes Hobby" klingt ja toll ... dann verbringen beide die Wochenenden komplett getrennt. Nichts gegen unterschiedliche Interessen, aber wenn es zu weit auseinanderdriftet und sich einer NUR nach dem anderen richten muss, stimmt die Beziehung nicht mehr. Ich spreche da aus Erfahrung. Bei meinem EX war es nicht die Jagd, sondern das Angeln. Ich hatte zwar auch Interesse an der Sache (hab sogar den Angelschein gemacht), aber mein EX hat sich nur noch für die Angelei interessiert. Frau, Kind, andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung waren ihm komplett egal. Irgendwann geht dann gar nichts mehr. Reden hat dabei auch nichts gebracht.
 
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Gast

  • #7
Ok, nach dieser Antwort werde ich vermutlich der meistgehasste Baer hier im Forum sein, aber...
Ich wage einfach mal, die Frage in den Raum zu stellen, wer mehr Schaden an der Natur anrichtet: Rehe, Wildschweine und Hasen, oder Menschen?
Mag durchaus sein, dass ich hier in meiner abgeschotteten Berlin-Enklave keinen echten Bezug zum "Jagdsport" entwickeln konnte, aber wenn ich im Zusammenhang mit dem Töten von Lebewesen Begriffe wie Spaß lesen muss, rollen sich echt meine Fußnägel gen Zimmerdecke.
Ich gebe gerne zu, dass man als Realist (und Fleischfresser) der Tatsache ins Auge blicken muss, dass es natürlichen Menschen geben muss, die sich des Tötens der hierzu benötigten Tiere annehmen (wofür ich Wurm auch echt dankbar bin), aber Freizeitjäger, Sportjäger und ähnliches... Tut mir leid, beim besten Willen nicht.

Sich outende Grüße
deBaer

P.S.: Tut mir ebenfalls leid, dass ich ansonsten zum Thema nichts wirklich Brauchbares beitragen kann :eek:(
 
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Gast

  • #8
Oh man deBaer !!
das ist keine Weltanschauungsdiskussionsrunde!
Da kann man noch ganz andere Argumente fahren...

Die Frage ist doch hier ob der Mann vor ihr flüchtet oder das Jagen ihn einfach so sehr fasziniert und wie sie damit umgehen kann.


Was gibt ihm das Jagen und gibt es etwas das ihn ähnlich befriedigen könnte? Möchte er überhaupt ihre Gesellschaft, oder sucht er die Einsamkeit?
Ich denke nicht, dass man in der Partnerschaft einen ANSPRUCH auf gemeinsame Zeit, SEX oder anderes hat. Schön ist wenn keiner zu kurz kommt und die beiden sich wertschätzen, dafür bringt es aber nichts 1000 Komprommisse einzugehen, damit werden sie sich dann öfters sehen,sich jedoch nicht näher kommen.

Weißt du liebe Fragestellerin was schlimmer ist als ein Mann der nicht da ist?
Ein Mann der zwar körperlich vorhanden ist, sich aber völlig verschließt.
Meine Erfahrung: ZEIT EINFORDERN BRINGT NUR WIDERSTAND.
Wenn er nicht freiwillig seine Zeit mit dir teilt, dir das aber wichtig ist, ziehe die Konsequenzen und gehe ( ganz oder zeitweise)

LG
 
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Gast

  • #9
Hallo, ich bin es noch einmal, welche die Frage gestellt hat:
Klar gehe ich auch mit auf Jagden oder den Ansitz. Aber wenn ich Lust dazu habe, und nicht MUSS. Er möchte raus gehen, wann er will und sich in keinster Weise in der Ausübung seiner Jagd beeinträchtigen lassen. Abendessen muss sich da auch anpassen, Gemütlichkeit und Genießen bleibt auf der Strecke. Dazu kommt ja auch noch, dass Sportschießen und diverse Treffen mit Jagdfreunden und -kollegen dazu kommen. Gemeinsame Interessen - wie die 1 1/2 Jahre zuvor - finden nicht mehr mit Herzblut statt, sondern werden mir mehr oder weniger recht gemacht. Ich soll doch meine Interessen alleine ausüben und die Abende, wo ich alleine bin, muss ich akzeptieren. Also ich glaube langsam, das ist ein Egomane, wo keine Partnerin Platz hat.
 
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Gast

  • #10
@deBaer

Ich hasse dich nicht, ich stimme dir zu. Ich glaube sogar, ich könnte nicht mit jemandem das Bett teilen, dem es Spaß macht, zu töten (und ja, ich weiß auch, dass es irgendjemand machen muss. Aber bitte nicht der Typ auf dem Kopfkissen nebenan).

@Fragestellerin: Wenn du selbst nicht jagen magst, wenn du ärgerlich bist, wenn er jagt, statt etwas mit dir zu unternehmen, wenn du dich vernachlässigt fühlst, dann liegt das Problem wohl etwas tiefer als auf dem Hochsitz.

Du bist enttäuscht, weil du ihn jetzt als das kennengelernt hast, was er ist: ein elender Langweiler, egoistisch noch dazu. Laste ihm nicht sein Verhalten an, überdenke deins. Vermutlich hast du was Spannenderes verdient.

LG, eliza (w42)
 
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Gast

  • #11
Das hört sich für mich so an, als wäre die Zeit mit dir, die gemeinsamen Interessen in den 1 1/1 Jahren nur deshalb für ihn interessant gewesen, weil er nicht auf die Jagd gehen konnte. Und jetzt, wo er die Möglichkeit wieder hat, zeigt sich, dass ihm dieses Hobby wichtiger ist als alles andere. Vielleicht genießt er die Zeit, die er mit dir verbringt durchaus sehr - aber an erster Stelle kommt die Jagd. Die gemeinsame Zeit mir dir scheint da Platz 2 einzunehmen. Ich habe den Eindruck, dass es bei dir gerade anders aussieht. Für dich ist es am wichtigsten, gemeinsamen Interessen nachzugehen, Zeit zusammen zu verbringen. Bei der Jagd steht aber da offensichtlich immer die Jagd im Vordergrund - klar, wenn es ihm ja vor allem darauf ankommt. Vielleicht solltest du wirklich überlegen, ob eure Interessen da nicht ZU weit auseinandergehen? Denn wenn er so gar nicht kompromissbereit ist und überhaupt nicht auf deine Wünsche und Bedürfnisse eingeht, dann finde ich dass alles andere als partnerschaftlich. Wenn ihm die Jagd wichtiger ist als die Zeit mit dir - also ich glaube nicht, dass ich damit klar käme, ich käme mir da irrgendwie als "Ersatz" vor. Wenn die Jagd gerade nicht aktuell ist - sei es wegen des Wetters oder der Jahreszeit oder ... - und ich nur dann interessant wäre, ich glaube, da würde ich mich als eine Art "Lückenbüßer vorkommen...
Ich wünsch dir alles Gute: dass du dir darüber klar wirst, was dir wichtig ist, was du willst. Und das du das dann auch unsetzen kannst - auch wenn's schwer werden sollte.
LG
 
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Gast

  • #12
@deBaer
ich glaube die wenigsten hassen Dich für diese Aussage. Bei mir kommt noch dazu, dass mir "Wild" gar nicht schmeckt und dass ich mit dem Hobby gar nicht klar käme, wenn immer irgendwelche toten Viecher in meiner Hütte hängen, abgezogene Rehe und Hase... *arghhh*. Am besten noch ausgekochte Schädel *iiihhh* Außerdem sind die wenigsten Jäger daran interessiert, die Umwelt zu schützen, sondern den kapitalsten Hirsch zu schießen, ob er gerade krank war oder nicht, ob er grad zu viel im Bestand war oder nicht.... und da die armen Viecher ja keine natürlichen Feinde haben, wird, wenn z. B. mal ein Hund "jagen" sollte daraus ein großes Aufheben gemacht, oder der arme Hund direkt abgeknallt. Wenn die Tiere doch über sind, wieso kann dann nicht auf dieses eine Reh, falls es der Hund überhaupt bekommen sollte verzichtet werden ohne großes Theater.. aber klar, da hat der Jäger ja nichts mehr zu schießen ;)
Aber jetzt zum Thema: Ich finde, ihr solltet noch mal reden und wenn du sein Hobby akzeptieren kannst, dann macht doch bitte Zeiten aus. Dass er z. B. in Vollmondnächten "sitzt" denke ich, ist z. B. in Ordnung oder wenn er seinem Hobby einfach morgens frönt und ihr habt dann abends für euch selbst Zeit.
Viele Grüße - w 39
 
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