• #121
Leider ist die Emanzipation über ihr Ziel hinausgeschossen...
Kann ich nur bestätigen!
Als ich während dem Studium in Hamburg war (5Jahre), hatten wir einige Projektarbeiten…
Das Ende vom Lied war, das ein männlicher Kommilitone (im selben Semester, aber jünger, Kreativbranche) darauf bestand vorne zu sitzen. Der Führer des Autos sagte nichts. War "normal" damals…

Und so war ich um so beschämter, verwirrter, unsicherer, als mit mir jemand (nach dem Studium) die Tür geöffnet hat!
 
  • #122
Schade, wirklich sehr schade...uns ist viel verloren gegangen im Zuge der 'Befreiung und Selbstverwirklichung' der Frau.
Leider ist die Emanzipation über ihr Ziel hinausgeschossen...
Darf man das als Frau überhaupt noch sagen ohne mit Steinen beworfen zu werden?

Ich denke, ihr als Frauen müsst das sogar sagen. Die Steine fliegen noch eher, wenn ich als Mann das sage. Wenn das Ganze wirklich Richtung Gleichberechtigung gehen und nicht in Rosinenpickerei ausarten soll, dann wird es Zeit, umzusteuern.
Es reicht nicht, die Frauen zu Männern machen zu wollen. Das können Männer besser. Ein offenes Rollenverständnis wäre besser als pure Ideologie. Im Grunde haben die Frauen schön in Richtung der Industrie gearbeitet, die mehr Arbeitskräfte benötigt. Es sollte aber in Richtung der Bedürfnisse der Menschen gehen.
Alice Schwarzer war eine völlig verblendete Kampfemanze. Leider aber erziehen Frauen noch heute ihre Söhne und Töchter in die falsche Richtung. Frauen haben die Macht, über Erziehung die Gesellschaft zu ändern. Jede Frau, die sich heute über einen Mann beschwert, sollte die Beschwerde auch an die Generation ihrer Mutter richten.
 
  • #123
Das Ende vom Lied war, das ein männlicher Kommilitone (im selben Semester, aber jünger, Kreativbranche) darauf bestand vorne zu sitzen
So etwas habe ich vor ca. 30 Jahren nie erlebt.
Gut ich war ja auch an der UNI in Mainz und nicht in HH.
Erstens war der weibliche Anteil in den naturwissenschaftlichen Fächer bei höchstens 3 % und ich kannte damals viele Frauen, die niemals wieder nach der Schule mit Mathe + Physik etwas tu tun haben wollten.

Damals gab es für uns wichtiger Dinge als die Emanzipation und viele meiner Freunde und ich dachten, dass dies nur eine Frage der Zeit ist, bis man es als Normal bezeichnet. 1980 dachte, ich das spätestens 2000 dies als Normal betitelt wird und die Zeit hat mir doch beigebracht, dass mir dafür noch 100 Jahre brauchen. Vor ca. 100 Jahren haben ja Frauen für ihr Wahlrecht gekämpft und vielleicht braucht man wieder 100 Jahre, bis die ganze Emanzipation als Normal betrachtet wird.

Während meiner Unizeit war es wichtiger an Demos gegen die Startbahn West teilzunehmen, als sich Gedanken über das Gentlemenverhalten. Gentlemen war für uns wie Establishment und es gab damals nichts Schlimmeres als zum Establishment zu gehören.

Das ist wahrscheinlich so, wenn 2 unterschiedliche Gruppen aufeinander treffen. Manche Frauen erwarten dieses Verhalten und manche Männer lehnen dies komplett ab. Das Aufeinandertreffen der beiden Gruppen wird niemals gutgehen.

Bei Alice Schwarzer denke ich heute überhaupt nicht mehr an die Emanzipation, sondern an die Steuerhinterziehung. Tun die Fans von Schwarzer auch die Steuer hinterziehen?
Sie müssen ja mit ihren Idol gleichziehen.:)
 
  • #124
Schade, wirklich sehr schade...uns ist viel verloren gegangen im Zuge der 'Befreiung und Selbstverwirklichung' der Frau.

Leider ist die Emanzipation über ihr Ziel hinausgeschossen...
Das passiert meist genau so - egal wie und was, es wird gewaltig übers Ziel hinausgeschossen, um dann zu merken, dass der alte Stil auch seine Vorteile hatte.
Emanzipation, polit. Correctness, das ganze Umweltgedöns .....
die sog. "Bessermenschen" und Berufsrechthaber können meist sehr wenig, haben aber immer die Klappe offen.
Dennoch, es gibt die Männer - auch junge Männer - die sich keinen Pfennig darum scheren, was solche Leute meinen. Und ihr Ding machen. So kommen auch ein paar junge Frauen noch in den Genuss richtiger Männer. Wie auch diese Männer die Auswahl unter einigen richtigen Frauen haben. Denn auch die Damenwelt halt o.g. längst gemerkt.
 
  • #125
Leider ist die Emanzipation über ihr Ziel hinausgeschossen...
Darf man das als Frau überhaupt noch sagen ohne mit Steinen beworfen zu werden?
Darf man, wir leben in einer Demokratie. Allerdings...ohne die Emanzipation....wer weiß, wo wir stehen würden. Am Herd womöglich? Die Art und Weise, wie auf gleichberechtigte Menschen, Männer und Frauen, aufmerksam gemacht wurde, war notwendig, sonst wäre gar nichts passiert.
Emanzipation heißt gesellschaftliche Gleichberechtigung. Nicht mehr, nicht weniger. Wer das immer und immer falsch verstehen will, ob Mann oder Frau, hat keinen Spaß daran.
Ich lasse mir nicht gerne in den Mantel helfen, weil es tatsächlich alleine einfacher geht.
Das hat für mich aber nichts mit Emanzipation zu tun.
W
 
  • #126
Leider hat die Emanzipation ihr Schlechtestes getan, und die heutigen Männer sind alles andere als Gentlemen
Das waren die früheren Männer auch nicht! Außerdem sind die, die im Kopf haben "ich hab ein Kind an meiner Seite", wenn sie von ihrer Frau denken, schrecklich, weil sie Frauen, die ihnen im Berufsleben begegnen, für genauso unselbständig, unfähig und inkompetent halten wie ihre Ehefrau und - das ist das wichtigste - diesen Frauen daraus große Nachteile erwachsen, wenn sie beruflich weiterkommen wollen.

Baujahr vor 197x hat idR auch keine Manieren wie ein Gentleman. Diese Menschen sind vielleicht noch mehr dazu erzogen, auf andere zu achten, Männer wie Frauen. Sie sind höflicher, weil noch Wert drauf gelegt wurde bei der Erziehung. Ansonsten ist es ein bestimmter Typ Mann, der Vorurteile gegen Frauen hat, der noch vorrennt und die Tür aufhält.

Männer, die nur Töchter haben und eine Weibchenfrau, halten Dir NICHT die Tür auf, weil sie sich zu beansprucht fühlen davon, der einzige Mann im Haus zu sein und es irgendwann nicht mehr eingesehen haben, vor allen Frauen den Diener zu machen und deren Unselbständigkeit zu fördern, indem sie ihren Püppchen alle Dinge abnehmen, für sich die Prinzessinnen nicht in der Lage fühlen. Dh. sie sind dann nicht mal höfllich. Das sind meine Erfahrungen.

Wer Emanzipation daran aufhängt, hat sie nicht verstanden.
Liebe Lionne, danke für Deinen Beitrag.

Es ist doch auch ganz logisch, dass so ein Prozess auch unterschwellige Energien freisetzt, die die Emanzipation fehlinterpretieren. Die ganzen Männerhasserinnen, die schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben und niemand sich drum gekümmert hat, dass die Seele wieder ins Reine kommt, wurden dann eben auch hörbar.

Frauen von heute haben 'es ja nicht mehr nötig' in den Mantel geholfen zu bekommen...das können sie inzwischen alleine...und bezahlen können sie auch alles alleine...haben ja alle tolle Jobs und stehen in Hosen 'ihren Mann'.
und sie müssen nicht mehr die Beine breit machen, weil der Ehemann es verlangt. Sie müssen auch nicht mehr fragen, ob sie einen Job annehmen dürfen.
Und nee, tolle Jobs haben die nicht alle. Die heute als typisch "weiblich" geltenden Berufe sind schlecht bezahlt. Frauen werden durchaus auch noch benachteiligt im Job, weil sie die Kinder gebären. Die Emanzipation muss in den Köpfen richtig ankommen und nicht für Verhalten benutzt werden, bei dem derjenige zeigt, dass er einen Rochus auf das andere Geschlecht hat.
 
  • #127
Mit Anstand und einem normalen Verhalten hat das Thema Emanzipation nichts zu tun. Ein Mensch mit ein bisschen Anstand im Leib lässt einen anderen Menschen nicht irgendwo im Niemandsland stehen. Eine Frau mit ein bisschen Grips im Kopf plant ein erstes Date nicht so, dass sie im Niemandsland steht. Wenn ich das Date nicht angenehm fand, fand ich es sehr gut, mich einfach vor dem Lokal verabschieden zu können.


Frau 51
 
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  • #128
Liebe Anita36, ich weiß nicht, mit was für Männern Du Dich triffst. Ich date wahrhaftig keine Glamour-Typen, teilweise sogar eher lässige Männer in Jeans und Turnschuhen. Aber die von Dir beschriebene Ignoranz habe ich nur selten erlebt.

Die Männer schlagen das Date und die Unternehmung vor oder fragen mich, wozu ich Lust habe. Manche nehmen mir im Restaurant den Mantel ab und haben auch den Tisch reserviert. Und egal, ob wir nur ein Bier getrunken oder ein ganzes Menü verzehrt haben - es kommt am Ende des Dates immer die Frage, ob ich zur Bahn oder nach Hause begleitet werden möchte.

Das alles erwarte ich gar nicht, ich bin durchaus in der Lage, eine Aktivität vorzuschlagen, mein Essen selbst zu bezahlen und zum Bus zu gehen. Ich bin nämlich durch und durch emanzipiert. Doch es gibt offensichtlich noch häufig den Typ Mann, der eine Frau ganz klassisch umwerben möchte, und da wäre doch blöd, wenn ich ihm und mir diesen Genuss versagen würde.
 
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