• #31
Wieso kommt das immer wieder auf, dass man Menschen sagt, man solle sich nicht für einen Partner mit Kind entschieden, weil das Geld knapp werden könnte. Das Geld kann auch knapp werden, wenn ihr euch für einen Mann entscheidet, mit ihm Kinder bekommt und er euch dann verlässt.
Ich finde richtig, sich darüber Gedanken zu machen, bevor man sich entscheidet. Kinder kosten Geld. Als Frau bist Du meist diejenige, die eher Geld benötigt als übrig hat. Da ist der Gedankengang ein anderer als beim Mann, der dann für die Kinder vielleicht auch mit investiert, also Geld ausgibt. Es ist richtig, sich darüber vorher Gedanken zu machen.
 
  • #32
Liebe Chichi,

Lass Dich nicht verunsichern.

Wenn es um Kinder geht, gibt es NIE den richtigen Zeitpunkt und selten ausreichend Geld - zumindest für manche.

Ihr habt es bis jetzt gut hinbekommen, und Du bist kein Einzelfall.
Wenn Ihr irgendwann weitere Kinder haben wollt, wird es sich finden.
Wie bei allen anderen Elternpaaren auch
Den Problemen stellt man sich, wenn sie kommen.

Waghalsiger finde ich persönlich die Familien, die sich für den Hausbau bis über die Ohren verschulden - da darf Null ungeplant gehen.
Wie viele trifft jetzt die Kurzarbeit existenziell...

Wer will, findet Wege.
Das werdet ihr tun.

@Vikky, Du hast auch eine Ehe " in den Sand "gesetzt - und hältst Dich trotzdem für in der Lage, dass es diesmal eine langfristige Partnerschaft /Ehe wird.

Chichi, vertraue auf die Zukunft, es kommt wie es kommen soll.

W,50
 
  • #33
Darüber hinaus hat Dein Partner schon einmal bewiesen, dass er Belastung durch Familie nicht kann. Daher ist er für viele Frauen erstmal ein Kandidat, dem Familie nicht zuzutrauen ist, also zweite Wahl, wenn die Frau einen Familienwunsch hat und keine AE sein will.
Jemand, der sich trotz Kind getrennt hat, wird sich sicher beim nächsten Mal sehr viel genauer überlegen, was er bzw. sie will....einfach weil schon mehr Erfahrung da ist. Die Blauäugigkeit des ersten Males wird man da sicher seltener finden. Außerdem kann der neue Partner quasi "am lebenden Objekt" miterleben, wie der- oder diejenige mit dem eigenen Kind umgeht. Insofern ist die Situation eine komplett andere.

Im Beispiel Chihi88 wäre ich wohl der Mann mit Kind, der eine neue Frau hat. Bei uns läuft es exakt wie bei Chihi - mein Sohn (10) wurde von meiner neuen Freundin (bzw. mittlerweile Frau) damals sofort "adoptiert" und wurde in ihrer Familie schon beim ersten Besuch als den eigenen Enkeln gleichwertig aufgenommen. Er hat jetzt von der Seite Großeltern, die ihn liebhaben und die sehr viel mit ihm machen, weil die "echten" Enkel weit weg in der Schweiz wohnen, er hat dort Onkel, Tante und Cousinen, die wir regelmäßig besuchen. Meine Ex-Frau ist seit Jahren mit einem Spanier liiert - und auch auf dieser Seite ist er mittlerweile als (einziges) Enkelkind fest in die Familie integriert.
Jetzt spielte Geld bei uns nie eine Rolle, da wir alle relativ gut verdienen und trotzdem ist -glaube ich- der entscheidende Punkt, dass unsere Trennung damals sauber war, wir nichts vor oder über das Kind ausfechten (müssen) und wir generell auch nichts schlechtes über den Anderen zu sagen haben. Ja, wir feiern sogar Feste wie Weihnachten zusammen.
Mit meiner neuen Frau wollte ich auch ein Kind - und ich hab mir das wirklich sehr viel genauer überlegt, als beim ersten Kind, denn keinesfalls wollte ich ein zweifach geschiedener Mann mit zwei Kindern von zwei Frauen sein. Leider Gottes hat es mit dem zweiten Kind nicht mehr geklappt - aber das ist eine andere Geschichte.

Chihi, ich denke, dass du realistisch genug bist, dass du dir von den Schwarzmalern hier nicht in die Suppe spucken lässt. Freu dich, dass eure Konstellation so gut klappt, das ist bei vielen "normalen" Familien nicht der Fall. Und wenn es an eigene Kinder geht, lass dich auch nicht von Gedanken wie einer Behinderung oder was sonst oben noch so aufgeführt wurde, beeinflussen - wenn man wirklich alles was schiefgehen kann ausschließen will, dann sperrt man sich am besten zuhause auf dem Klo ein und macht gar nix.
 
  • #34
Jemand, der sich trotz Kind getrennt hat, wird sich sicher beim nächsten Mal sehr viel genauer überlegen, was er bzw. sie will....einfach weil schon mehr Erfahrung da ist.
Das kann sein, muss aber nicht. Ich denke man braucht sich da auch nicht viel vorzumachen, für das gute Funktionieren spielen so einige Gründe eine wichtige Rolle, die man in einer unbelasteten Beziehung nicht hat.

Bei uns funktionierte es mit 3 Bonusjungen, weil wir keine finanziellen Probleme hatten. Nicht weil wir so reich sind, wir haben zusammengewirtschaftet. Nachdem ich bei ihm eingezogen bin, gab es nur noch unser Geld. Die Bedürfnisse der Kinder standen immer an erster Stelle, ja es war und ist oft genug noch hart für mich, für ihn für uns.

Und wenn es an eigene Kinder geht, lass dich auch nicht von Gedanken wie einer Behinderung oder was sonst oben noch so aufgeführt wurde, beeinflussen
Da könnte ich doch glatt ironisch werden. Na klar, Du als Mann hast ja mit der Versorgung rund um die Uhr kaum was zu tun. Da tauch mal in die Welt der Eltern mit behinderten Kindern ein und Du wirst besser verstehen, warum sich gerade eine Frau ganz viele Gedanken darüber machen sollte. Denn sie ist es, die hinterher allein mit dem Kind dasteht und ihr eigenes Leben komplett an den Nagel hängen kann.