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Gast

  • #1

Wer hat grössere Angst vor dem Sensenmann - Frauen oder Männer ?

Die Zeit rennt, das Singleleben ist oft bedrückend, alle wollen ewig jung sein aber niemand seine Ansprüche reduzieren. Lieber wird massenweise Farbe ins Gesicht und auf die Haare aufgetragen und die Endlichkeit des Lebens verleugnet bzw. tabuisiert. Gibt es hier im Forum jemand der sich hierüber Gedanken macht und seine Suche nach einem Partner angepasst hat, vielleicht sogar neue Ideen entwickelt hat über seinen eigenen Schatten zu springen ? Haben Frauen mehr Angst vor dem Älterwerden als Männer oder denkt keiner darüber nach ? Wie ist die Meinung des Forums ?
 
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Gast

  • #2
Frauen haben EINDEUTIG mehr Angst vorm Älterwerden !
 
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Gast

  • #3
Ich schmiere mir Farbe ins Gesicht und färbe mir die Haare. Ja, dazu stehe ich auch. Aber deswegen verleugne ich doch nicht die Endlichkeit des Lebens. Mir fehlt da der Zusammenhang.
Ich bin 56 und weiß, dass ich max. noch 30-40 Jahre habe, dass ich evtl. die letzten Jahre in einem Altenheim vegetieren muss und vielleicht meine Sinne verlieren werde. Das ist so und das wird uns allen blühen.
Aber ich lebe noch und habe meine Beerdigung noch nicht vorbereitet.
Einige meiner gleichalten oder sogar jüngeren Familienmitglieder sind schon gestorben (Bruder, Cousins, Neffe). Das zeigt mir, dass es immer und überall sein kann.

Angst vor dem Älterwerden habe ich nicht, auch nicht vor dem Sterben, nur vor dem Leiden.
Es wird auf mich zukommen, warum soll ich dann jetzt schon täglich darüber grübeln und mir die gute Laune versauen lassen? Ich kann ja nichts ändern.
Allerdings habe ich ein Testament, eine Patientenverfügung und meine Tochter hat eine Bankvollmacht.

Was die Partnersuche angeht, spielt das nur soweit eine Rolle, dass ich keinen Mann möchte, der 15 oder 20 Jahre älter ist.
 
  • #4
@1:
Nein!
Männer haben viel, viel mehr Angst vor dem Älterwerden - sie verbergen es nur besser.
 
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Gast

  • #5
Keine Ahnung!
Jeder Lebensabschnitt hat seine Reize sowie Vor- und Nachteile.
Ich kann nur von mir w.46 sprechen...man sollte jeden 10er-Jahre Abschnitt ausgelebt im pos./neg., dann hat man wahrscheinlich kein Problem mit dem Älterwerden....zumindest solange nicht, bis die WEHWECHEN sich evtl. einschleichen.
 
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Gast

  • #6
Warum soll es denn etwas mit dem Geschlecht zu tun haben, ob man mehr oder weniger Angst vor dem Tod hat? Meiner Meinung nach hat das was mit Lebenseinstellung, Lebenserfahrung und religiöser Grundhaltung zu tun, aber doch nichts mit dem Geschlecht. Dieses "Männer sind so" und "Frauen sind so" sollten wir uns mal abgewöhnen, eine differenzierte Denkweise ist das nicht.

Darüber hinaus finde ich auch nicht, dass es zwingend bedeutet, Angst vor dem Älterwerden zu haben, wenn man sich schminkt oder die Haare färbt. Das kann doch einfach auch nur bedeuten, dass man sich schön machen möchte. Dass man dadurch erreichen will, jünger auszusehen, ist doch nicht unbedingt der Punkt.

Was meinst du denn mit "seine Suche anpassen"? Dass man sich auch mal mit jemandem einlässt, der nicht so gut passt, weil die Zeit rennt und man nichts verpassen möchte? Wäre nicht mein Ding. Damit tut man sich meiner Meinung nach keinen Gefallen. Das hat man nur nötig, wenn man nicht alleine sein kann.
 
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Gast

  • #7
Frauen haben mehr Angst vor dem älter aussehen, Männer mehr Angst vor dem älter werden...
 
  • #8
Liebe(r) Fragesteller/in
Du stellst zwei Fragen - zum ersten Angst vor dem Tod - siehe Titelfrage,
und zum zweiten Angst vor dem Älterwerden.
Das ist für mich nicht das Gleiche.
Vom Älterwerden bis zm Tod kann ein langer leichter oder beschwerlicher Weg liegen,
je nach wie viele ernsthafte Krankheiten und andere Probleme Frau/Mann bekommen oder ertragen müssen.

Das Älterwerden erlebe ich (51J.) schon (lange :) ) , ich töne mein Haar schon ewig, weil mir die Naturfarbe nicht gefiel, und jetzt - leider auch das sich mehrende "Silber" auch nicht (ach wenn es denn echt wäre).
Ich schminke mich seit Jahren dezent, die Fältchen kleistere ich nicht mit "massenweise Farbe" zu, was soll es. Es sind die Spuren meines Lebens! Die werden auch nicht weggeschnippelt, auf-, unter-, über(ge)spritzt.

Ich bin mir meiner Endlichkeit oder besser Vergänglichkeit bewusst.
Ich jammere jedoch auch nicht herum über das Älter werden.

Wovor habe ich dann "Angst", besser worüber denke ich nach:
- etwas zu versäumen, etwas nicht (mehr) erleben zu können, weil die Zeit rennt und rinnt
- nicht mehr leistungsfähig zu sein
- schwer krank zu werden und starke Schmerzen ertragen zu müssen
Letzteres ist meine wirkliche Angst (ohne tagtäglich in Panik auszubrechen und den Hypochonder zu geben).

"Jugendwahn" ist ansonsten inszenierter Marketing- und Medienwahn und unerschöpfliche Profitquelle. Wer diesen "Wettlauf" gegen die Zeit und das Älterwerden mit läuft, ist selbst "schuld". Siehe Schirrmacher "Der Methusalem-Komplott".

Zeit, was ist das? Leben wir oder vertun wir nur Zeit?
in Analogie zu Seneca: "Über die kürze des Lebens." Es ist immer "Zeit zu leben, Zeit zu Sterben" (auch wenn es nicht um die Zeiten wie bei Remarque geht, es geht uns jetzt viel, viel besser, darüber sllten wir vielleicht auch nachdenken!)
Ja ich denke darüber nach.

Ich bemühe mich gesund zu leben.

Warum muss ich im Alter Ansprüche reduzieren, besser gefragt - welche?
Ich wünsche mir einen Partner, der zu mir passt, damit auch ein ähnliches Paket
an Lebenserfahrung und -weisheit wie ich es besitze, mitbringt.
Einen der nicht schon vom Ruhestand träumt, einen, mit dem ich genau diese Lebensphase genießen kann, so gut und lange wie möglich und bei bester Gesundheit.
Und dann kann erkommen, der Sensenmann.
Und wenn er kommt, möchte ich sagen können - ich habe gelebt, lebt Ihr denn glücklich weiter.

Ich habe keine Angst vor dem Tod, selbst wenn er früher als erwartet anklopfen sollte.
Wer mehr Angst hat?
Derjenige, der sein Leben mehr verplempert hat. Gleich, ob Frau oder Mann.
So lebt denn gut, liebe Grüße
 
G

Gast

  • #9
Ich finde das Rubrum irreführend. Was hat denn der "Sensemann" mit dem Älterwerden zu tun?

Ja, wir alle müssen sterben, der eine früher, der andere später! In der vorigen Woche hatten wir den Tod gleich von 2 lieben Freunden zu beklagen. Das hat uns mal wieder vor Augen gehalten, dass man alles, was man zusammen unternehmen möchte, auch nicht auf die lange Bank schieben sondern es auch zügig angehen soll. Es weiß eben niemand, wann seine Zeit abgelaufen ist. Wir leben im Jetzt und genießen das Miteinander. Dabei hoffen wir natürlich sehr, dass uns noch viele gemeinsame Jahre vergönnt sind.

Vor dem Älterwerden hatte und habe ich gar keine Angst. Ganz im Gegenteil, inzwischen in ch stolz darauf, mein jetziges Alter (61) erreicht zu haben. Wie ich ja gerade erst erlebt habe, ist das leider nicht Jedem vergönnt. Auf jede meiner Falten im Gesicht (überwiegend Lachfalten) bin ich stolz, sie sind ehrlich erworben. Ansonsten gelingt es mir, wie vielen Anderen auch, durch Kosmetik, flotte Haarsträhnchen und gut gewählte Garderobe jünger auszusehen (schwätz, blubber....:) als die Generation vor mir!

So, jetzt muss ich mich rasch umziehen, wir treffen uns mit Freunden in einem schönen Restaurant und genießen einen der vielleicht letzten Sommertage im Biergarten, dem hoffentlich noch viele in den nächsten Jahren folgen werden......!
 
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Gast

  • #10
was bitte, hat der "Sensenmann" mit dem älterwerden zu tun?

Der kommt auch gelegentlich zu sehr jungen Menschen, wie wir alle wissen: auf der Strasse oder beim Sport, um nur zwei beispiele zu nennen.

Angst vor dem Tod haben nur die, die denken, "danach" ist alles vorbei. Es gibt aber Menschen, die glauben, dass auf der anderen Seite des Flusses alles besser ist und die werden sicher keine angst davor haben, ins Licht zu gehen.............!!!!

die zweite Frage von der Angst vorm älter werden ist ganz etwas anderes, finde ich.
Hat aber doch hintergründig auch mit dem zu tun, was ich oben geschrieben habe. Die Angst vor dem Älterwerden, bzw vor dem "älter aussehen" ist sicher bei Weiblein und Männlein gleich verbreitet. Bei Frauen geht es mehr ums aussehen, bei Männern wohl um die Potenz, wenn wir ganz ehrlich sind.

Aber was willst Du mit dieser Frage eigentlich bezwecken oder welche Antwort gibst Du Dir selber dazu? Das verstehe ich nicht ganz.

lg und ein langes - gesundes - Leben, w/47
 
G

Gast

  • #11
Hallo Fragesteller/in
vom Älterwerden bis zum Sensenmann (Gevatter Tod) kann ein langer, leichter oder beschwerlicher Weg liegen, je nach wieviele ernsthafte Krankheiten und Probleme Frau / Mann bekommt oder ertragen muss.
Was meinst Du also? Ich finde es schon merkwürdig, wenn die Titelfrage so stark vom eigentlich gefragten Thema abweicht, es ist nicht nötig, marktschreierische Titel zu wählen.

Das Älterwerden erlebe ich (51 J.) schon (lange), geschickt kleiden, Haare färben,
dezent schminken, gesund leben und auf sich achten gehört für viele Frauen in jedes Lebensalter. Die Spuren meines Lebens werden nicht mit massig Farbe überkleckst, weggeschnippelt, auf-, unter-, über(ge)spritzt, was soll das, reinste Geldverschwendung.

Ich bin mir meiner Endlichkeit oder besser Vergänglichkeit bewusst, also bemühe ich mich zu leben als könnte jeder Tag der lezte sein. Ich jammere auch nicht herum.

Wovor habe ich dann "Angst", besser worüber denke ich nach:
- etwas zu versäumen, nicht erleben zu können, weil die Zeit rennt und rinnt
- nicht mehr leistungsfähig zu sein
- schwer krank zu werden und starke Schmerzen ertragen zu müssen
Letzteres ist meine wirkliche Angst (ohne tag-täglich in Panik auszubrechen und den Hypochonder zu geben).

"Jugendwahn" ist ansonsten inszenierter Marketing- und Medienwahn und unerschöpfliche Profitquelle. Wer diesen "Wettlauf" gegen die Zeit und das Älterwerden mit läuft, ist selbst "schuld". Es gibt Methusalem nur als Mythos,
Wir "Alten" sind eigentlich in der "Überzahl" - s. Schirrmacher "Der Methusalem-Komplott".

Und ZEIT, was ist das? Leben wir oder vertun wir nur Zeit?
in Analogie zu Seneca: "Über die kürze des Lebens."

Warum muss ich im Alter Ansprüche reduzieren, besser gefragt - welche? Sagt mir das bitte. Ich wünsche mir einen Partner, der zu mir passt, reichlich an Lebenserfahrung und -weisheiten mitbringt. Einen der nicht schon vom Ruhestand träumt, einer mit dem ich genau diese Lebensphase genießen kann, so gut und lange wie möglich und bei bester Gesundheit. Ist das zuviel an Anspruch. Für mich nicht, denn dann könnte ich gleich den Sensenmann "(an)rufen. Warum sollen sich die Älteren immer kleiner machen als sie sind.

Wenn er kommt, möchte ich sagen können - ich habe gelebt, lebt Ihr denn glücklich weiter.

Ich habe keine Angst vor dem Tod, selbst wenn er früher als erwartet anklopfen sollte.

Wer mehr Angst vor dem Tod hat?
Diejenigen, die ihr Leben verplempert haben. Gleich, ob Frau oder Mann.
So LEBT denn , liebe Grüße, w, L1