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Gast

  • #1

Wer hat Erfahrungen mit am Borderline-Syndrom leidenden Partnern gemacht?

Wie seid ihr mit den intensiven Gefühlsschwankungen eures Partners umgegangen. Hat euch das nicht unheimlich viel Energie abverlangt, die euch dann selbst in schwierigen Situationen gefehlt hat? Wie verhält man sich, wenn man innerhalb kurzer Zeit vom Partner idealisiert und gleich darauf entwertet wird. Wie kommt ihr mit diesen immensen Gefühlsschwankungen klar? Ist es überhaupt möglich, ein solches Problem in der Partnerschaft GEMEINSAM zu lösen ?
 
G

Gast

  • #2
Ich weiß nicht wie lange ihr euch schon kennt, doch wenn es erst am Beginn ist überleg dir gut was du willst.
Vor 2 Jahren hab ich mich in eine Frau verliebt, die an diesen Symptomen ( nenn es Borderline oder posttraumatisches Belastungssyndrom) leidet.
Ich hab von Beginn an "Warnsignale " bekommen..
und war so verliebt, dass ich dachte es ist egal.. wir schaffen das.
Außerdem hatte ich das Gefühl noch nie jemanden getroffen zu haben, der mir so nahe ist.
Jetzt sind wir seit einem halben Jahr getrennt und die Beziehung hat bei mir deutliche Spuren hinterlassen..
..an manchen Tagen war es das größte Glück mit ihr, doch dann ging ich durch die Hölle.
Anschuldigungen, Zusammenbrüche, und dann auch Ohrfeigen.. ich stellte sie vor ein Ultimatum, wollte, dass sie Therapie macht.. sie bandelte parallel neu an und weg war sie.


wenn dein Partner schon etwas älter und reif ist und schon eine Diagnose hat, dann gibt es vielleicht eine Chance. Ist sie/er jung ist die Verführung von außen recht wahrscheinlich.
Gibt es keine Einsicht in die Krankheit, bist du verloren.

Viel Kraft und alles Liebe
L (29)
 
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Gast

  • #3
Nein, das ist nicht möglich.
Lies das Buch "Borderline brach Herz".
Du machst dich selbst kaputt in so einer Beziehung.
 
G

Gast

  • #4
Na herzlichen Dank. Nur weil jemand an Borderline erkrankt ist er kein Aussätziger.

Ich selbst bin Borderlinerin, und ich weiß das es nicht immer leicht ist mit uns - aber des wegen sind wir keine schlechte Menschen.

Ich denke - wie #1 schon sagt - es ist wichtig das Dein Partner wenn er/sie noch so unstabil ist eine Therapie macht. Diese Krankheit ist wie (die meißten) sehr gut behandelbar und die Symptome lassen mit der Zeit nach.

Verdamme ihn/sie nicht wie es #2 tut. Die meisten Menschen die diese Erkrankung haben (eigentlich alle) haben in ihrem Leben schlimme Dinge erlebt - die ihnen in der Regel von anderen angetan wurden. Die Schuld ist daher bestimmt nicht bei Deinem Partner zu finden.

Amina
 
G

Gast

  • #5
#3
.............Die Schuld ist daher bestimmt nicht bei Deinem Partner zu finden.....
Die Schuld ist aber auch nicht auf den neuen Partner zu projezieren!!
Borderliner sehen nur schwarz/weiß, dh. Idealisierung/Verdammnis..Sie sind nicht in der Lage den Menschen als Ganzes zu betrachten, Hintergründe zu verstehen etc. und haben ein Händchen dafür, alles schöne, was vor dem letzten Streit war, auszublenden, um sich ihrem darauffolgenden Hass hinzugeben...um nach abklingen wieder zu idealisieren.

Es gibt ein sehr gutes Buch, mit dem Titel: Ich hasse dich - verlass mich nicht.

Schon alleine der Titel sagt einiges aus.
Das Borderline Syndrom ist mannigfaltig und betrifft heutzutage leider mehr Menschen, als man ahnt. Das Wechselbad der Gefühle wirkt auf den betroffenen Partner allerdings zerstörerisch.
 
G

Gast

  • #6
Und ich zwei, die nach so einer Beziehung "gebrochen" zurück blieben und dann ist so eine Warnung, liebe #3; durchaus angebracht.
Meines wissens, ist sie schwer behandelbar, Borderliner brechen oft die Therapie ab, weil ihre erhöhte Impulsivität und Kränkbarkeit einen längeren Kontakt eben sehr schwer machen.

Man muß den Tatsachen schon ins Auge sehen.
 
E

excuse-me

  • #7
Ich habe eine Nichte mit Borderline-Syndrom.
Wir sind uns nicht sehr nah - das was ich bei ihr erfahre ist: Unbeständigkeit in allen Lebensbereichen wie Partnerschaft, Beruf, Heim, Finanzen.
Hohe Ideale und Begeisterung für Menchen und Umstände wechseln mit Abwertung, Abbrüchen, Destruktivität und Desinteresse.
Begrenzte Einsicht in eigenes Verhalten - empfindlich bis zerbrechlich - sich schuldig fühlend und auch immer die Schuld bei anderen suchend.
Therapien helfen zwar zu erkennen und zu verstehen - "heilen" konnten sie bislang nicht.aber ihre aufgestauten Schuldgefühle mildern. Schuldgefühle sind hier auch nicht angebracht - es ist eine Krankheit der Seele, für die man sich nicht schuldig fühlen darf.

So eine Partnerschaft ist sicherlich nicht einfach. Wichtig ist die Auseinandersetzung damit, das aushalten, die Liebe dabei nicht zu verlieren - was dem nicht betroffenen über die Krankheit aufgeklärten Partner wahrscheinlich leichter fällt, als dem Betroffenen, der sich seiner Gefühle für den anderen nicht sicher ist und wahrscheinlich nie sein wird.
Ich denke, was dem nichtbetroffenen Partner angeht ist die größte Belastungsprobe nicht die intensiven Gefühlsschwankungen des Borderliners auszuhalten sondern das ständig präsente Gefühl, nicht gut genug zu sein, einen Fehler zu machen und den Borderline-Partner deshalb zu verlieren.
Das ständige angst-haben-müssen, den geliebten Menschen ohne Vorwarnung von jetzt auf gleich zunächst vlt. immer wiederkehrend aber irgendwann durch dessen Destruktivität ganz zu verlieren, wäre das, was mir meine Energien rauben könnte.

Man kann so eine Partnerschaft nur aus ganzem Herzen und mit Liebe versuchen zu leben.
Ob dies gelingt hat sicherlich etwas mit der Reife, dem Verständnis, der Festigkeit im Denken und Handeln der beiden Personen zu tun, damit sie gelingt.

Ich finde es geradezu menschenverachtend, dass es Leute gibt, die einem Borderliner jegliches Recht auf eine Paarbeziehung von vornherein absprechen.
Die, die es versucht haben und trotz größtem Mut, Willen, Anstrengung und Verständnis gescheitert sind haben sich gegenseitig Liebe gegeben.Aber manchen Menschen scheint es um greifbarere Dinge zu gehen wie Konsum, Urlaub, Autos - um Status allgemein, um Leichtigkeit und einen möglichst unkomplizierten Partner, der einen liebt aber bitteschön dabei selbst wenig Mühe machen soll.

Man sucht sich nun einmal aber nur bedingt aus, wen man liebt.
Rationale Menschen werden Abstand nehmen wenn sich der geliebte Mensch als Borderliner entpuppt. Ist nachvollziehbar und verständlich.
Ich als emotionaler Mensch könnte es nicht und würde mich lieber der Gefahr des Scheiterns aussetzen als es gar nicht erst zu versuchen.
 
G

Gast

  • #8
#6
deine Einstellung ist ja ehrenwert.

Ich bin Fachfrau und weiß von daher genau, was ich schreibe:

Ich behandle nicht wenige Männer, die nach einer Ehe mit Borderline-Frauen nicht nur seelisch und körperlich an ihre Grenzen gekommen sind, sondern auch finanziell am Abgrund stehen, manchmal sogar mit völlig haltlosen Anzeigen konfrontiert sind aufgrund leider manchmal sehr häßlicher Rachefeldzüge dieser Menschen.
Das ist eben dann die Realität und keine ideologische Verklärung der Lage.

Es ist eine Krankheit, der Betroffene hat ein schweres Los aber man sollte sehr wohl Unbeteiligte warnen, was dadurch auf sie zukommen kann.

All diesen Männern rate ich sehr wohl, in Zukunft auf Warnzeichen zu achten und sich nicht mehr auf Beziehungen mit solchen Frauen einzulassen.
Das gilt natürlich geschlechtsmäßig auch vice versa. Es sind auch einige Männer betroffen, aber sie werden seltener als solche diagnostiziert.
 
G

Gast

  • #9
#7
...Es sind auch einige Männer betroffen, aber sie werden seltener als solche diagnostiziert.

Und warum?? Weil Männer das Problem gar nicht wahrhaben wollen!!

..Kaum einer eine Ahnung hat, dass diese Krankheit in ihrer Vielschichtigkeit auch sie betrifft.
"Mann" ist vollkommen gesund, denn nur Weicheier gehen zum Therapeuten. Männer als geborene Verdränger und einem Hang zum Narzissmus (den sie alleine schon für ihren Beruf benötigen, um Karriere zu machen) sind in meinen Augen viel häufiger betroffen, als Frauen, die sich vielleicht eher mal einem Problem stellen und sich Hilfe suchen.

Der Selbstwert des liebenden Partners sinkt stetig durch das auf und ab, sodass die Liebe zu so einem Menschen endet irgendwann in Selbstaufgabe landen muss.
 
G

Gast

  • #10
an #4 und 5 Wenn ihr meinen Post wirklich gelesen hättet, hättet ihr gelesen dass ich BORDERLINERIN bin ... ihr müsst mir also nicht erklären wie ein Borderliner ist.

an #6 vielen Dank - genauso ist - auch ein Borderliner verdient eine Chance.

an #7 als angebliche Fachfrau möchte ich meinen haben Sie den Beruf verfehlt. Die Menschen zu verteufeln weil er eine Krankheit hat......... sie sollten sich schämen - grade als Fachfrau.
Jeder Mensch hat das Anrecht auf Liebe und Geborgenheit.

Männer gehen mit ihren psychischen Problemen ganz anders um, in der Regel werden sie eher als Alkoholiker oder Junkie "diagnostiziert" weil sie sich eher in Drogen flüchten anstatt mit daran zu arbeiten mit ihrer Gefühlswelt klar zu kommen.

Oh jemine - Ihre armen Patienten.

Ich selbst kenne ein paar Männer die eindeutig Borderline-Symptome aufweisen, aber bislang noch immer den Gang zum Therapeuten gescheut haben und lieber ein paar Bier mehr im Haus haben. Man(n) kann sich die Welt eben schön trinken.

Ich beschönige hier nichts, denn ich weiß wie schwer es manchmal für meine Umgebung ist mein Verhalten zu verstehen und damit umzugehen. Aber ich bin dankbar dass ich nicht von Menschen wie Ihnen umgeben bin, denn dann wäre ich allein ... mit der Ausnahme von excuse-me #6
 
G

Gast

  • #11
#9
es ging ja auch nicht darum DIR zu erklären, was ein Borderliner ist, sondern die Frage oben zu beantworten!
Niemand greift dich hier persönlich an!..
 
G

Gast

  • #12
Als Arzt kann ich Dir nur raten: Die Hände weg!!!

Borderliner sind unberechenbare Menschen, die keine Rücksicht darauf nehemn ihre Umwelt zu verletzen und noch Schlimmeres.
Es sind bedauernswerte Kreaturen, doch man darf es nicht verharmlosen: Sie sind eben auch Täter und das kann wegen der psychischen Erkrankung nicht immer entschuldigt werden!!
 
G

Gast

  • #13
Naja, #9 macht es ja gerade sehr deutlich vor, wie es einem geht im Kontakt mit einem Borderliner.

Borderliner fühlen sich immer gleich persönlich angegeriffen und machen einen dann mit einem Rundumschlag komplett nieder und können sehr undifferenziert beleidigend werden, wie man oben sieht
Diese Aggressivität und Destruktivität macht es ja eben so schwer.
 
G

Gast

  • #14
#10 es geht nicht um mich, aber um eine Gruppe MENSCHEN, zu denen ich gehöre und es geht darum a) wie diese Gruppe von euch über einen Kamm geschoren wird und b) wie abwertend über diese Gruppe gesprochen wird.

Denn "was" ein Borderliner ist, ist in erster Linie ein MENSCH - mit Gefühlen.

Und auch ein Borderliner ist in der Lage zu reflektieren und zu lernen - wir sind nicht dumm. Ganz im Gegenteil, oft stellt sich heraus das Borderliner sehr intelligent sind.
Und die Symptome, sowie deren Intensität, lassen nach ... mit Therapie und auch mit dem älter werden.

Zum Fragesteller: Entschuldige die Ausschweifungen. Ich denke die erste Frage die Du Dir stellen musst ist wie sehr Du diesen Menschen liebst. Und die zweite Frage wäre ob Du diese Gefühlschaos aushalten kannst (ohne dich selbst zu verletzen oder aufzugeben, damit wäre deinem Partner nicht geholfen).

Weiterhin solltest Du offen mit Deinem Partner sprechen. Mit ihm über eine Therapie sprechen und - wenn Du dich entscheidest der Beziehung eine Chance zu geben - deinen Partner dabei unterstützen.
 
G

Gast

  • #15
#12 Wer hat denn mit dem Rundumschlag angefangen? Und wer ist denn destruktiv?

Wer sagt denn: Borderliner sind unberechendbar. Borderliner sind Täter. Borderliner sehen immer nur schwarz/weiß. Borderliner sind dies und das.

Borderliner sind genauso Individuen wie alle anderen Menschen auch. Man kann sie genauso wenig über einen Kamm scheren wie Männer/Frauen/Anwälte/Doktoren..................
ein Mensch mit Borderline ist nicht nur Borderliner sondern genauso wie ihr - liebe Mitschreiber - Anwältin, Sachbearbeiterin, Partner, Freunde, Töchter, Mütter, Väter, Kollege, Kollegin, Ärztin ...
 
G

Gast

  • #16
#14
....Wer sagt denn: Borderliner sind unberechendbar. Borderliner sind Täter. Borderliner sehen immer nur schwarz/weiß. Borderliner sind dies und das.

...weil das leider FAKT ist!!

Es hilft niemandem, das zu verniedlichen und die Warnung ist absolut angebracht!!

Man kann nicht alle Borderliner in einen Topf werfen. Es gibt auch harmlosere Fälle, die nur verbal und psychisch verletzen..Vielleicht sogar die meisten.
Leider machen aber einige nicht davor Halt, nötigenfalls, im Falle des verlassen werdens mit Selbstmord zu drohen oder vor Augen anderer sich selbst massivst körperlich zu verletzen, wo dann jedes Verständnis aufhört!!
Selbst gesehen, erlebt...und dadurch ebenfalls kurzzeitig beim Therapeuten gelandet.
 
V

VirginiaWoolf

  • #17
Liebe #3, ich habe bisher auch nur wage Vorstellungen und einer meiner engsten Angehörigen ist auch eine (schwach ausgeprägte) BORDERLINE-Erkrankung diagnostiziert worden und der Umgang mit ihr ist tatsächlich manchmal schwer.

Borderliner/innen zu lieben erfordert also sehr viel Kraft und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, doch das ist auch bei anderen seelisch Kranken erforderlich, (Depressive, Suchtkranke, ...). Diese müssen soweit sein, ihre Krankheit wahrzunehmen und therapieren zu lassen. Schwierig ist es bis zu diesem Zeitpunkt, da noch keine Einsicht in das eigene Verhalten da ist oder man sich nicht helfen lassen will.
Und der Partner muss sich psychologisch mit betreuen lassen, ähnlich wie ein Co-Abhängiger sich mit betreuen lassen sollte.

Zum Fragesteller und #3
Ihr solltet Euch nicht zu sehr von den elitären Vorurteilen beeindrucken lassen.
Fragesteller, im konkreten Fall mit dem Partner beraten und betreuen lassen, wenigsten ein erstes Gespräch und dann entscheiden, ob Du das verkraftest.
 
E

excuse-me

  • #18
Das darf ja wohl nicht wahr sein, dass "Fachleute" Borderliner als "bedauernswerte Kreaturen" bezeichnen.
Schwierigkeiten zu benennen und aufzuzeigen ist mit Sicherheit für den Umgang mit Borderlinern sehr wertvoll - aber gleichzeitig zu sagen: "Finger weg - haltet euch von ihnen fern" - da bleibt mir die Spucke weg !
Ne bessere Lösung oder wertvollere Ratschläge für die Laien hier im Forum könnt ihr nicht geben?

Da sollte man vlt. mal an die Krankenkassen appellieren, keine Therapien für Boderliner mehr zu genehmigen und zu finanzieren weil die lt. eurer Aussage sowieso sinnlos sind, oder was?
Was macht ihr denn da mit diesen Menschen - blabla-blubb - kassieren und die Welt vor ihnen warnen ?
Und dann wehrt sich hier eine Betroffene und erzählt, wie es ihr damit geht und das sie versucht damit klarzukommen, steht für sich ein und wird auch noch beschimpft, dass das ja mal wieder typisch wäre sich gleich angegriffen und verletzt zu fühlen wenn ihr die Menschheit vor ihr warnt?

Bin angewidert, fassungslos und entsetzt.
 
G

Gast

  • #19
Mein Rat: Finger weg!

Ausnahme: Du bist psychisch SEHR STABIL und geistig abgehärtet.
Falls nicht, dann nimm die Beine in die Hand und lauf oder Du landest in der Klappse.
*sorry to say*

JA, Borderliner sind auch Menschen aber ob sie anderen Menschen gut tun, bezweifel ich *sehr* stark.

Es ist eine Achterbahn der Gefühle, Du hast Himmel und Hölle abwechselnd aber nix dazwischen. Heute bist Du der heissgeliebteste Mensch auf der Welt, morgen ein Nichts oder das widerwärtigste Lebewesen auf Gottes Erde. Du hast absolut keine Zwischentöne im sozialen dauerhaften Zusammenleben.

Mensch: ja
Partner: nein, nie wieder.
 
G

Gast

  • #20
War mal mit einem Borderline-Mann zusammen.
Am Anfang war es das Tollste, was ich je erlebt hatte. Ich hatte das gefühl, ich hatte mich noch nie so fallen lassen können wie bei ihm.
Und genau das war der Punkt, daß er anfing, sein Dr.Jekel und Mr. Hyde Spiel zu spielen. Zwei Monate lang erzählte er mir in allen Varianten, was ich für eine tolle Frau sei, wie sehr er mich liebe, daß er sein Leben mit mir führen wolle, er nannte mich "meine Frau".....
von einer Sekunde zur anderen, meinte er plötzlich, er wisse nicht mehr, ob seine Gefühle ausreichten, er sei sich nicht mehr sicher.
Am Anfang dachte ich, es sei ein Witz und nahm es gar nicht ernst....von nichten....die Achterbahnfahrt begann....
Hölle pur.
Plötzlich auch völlig unvorhersehbare Ausbrüche wegen nichtigster Anlässe, Beschimpfungen, schuldzuweisungen, ich wußte gar nicht mehr wie mir geschah.

Im Nachhinein stellte sich heraus, daß er parallel zu mir mit zwei anderen Frauen dasselbe Spiel spielte....so kam es dann auch zum fliegenden Wechsel....er zog am nächsten Tag nach der Trennung in die Wohnung einer anderen Frau.
Never ever again
Kann nur aufs äußerste warnen.
 
G

Gast

  • #21
#excuse me,
laß dich doch mal auf einen Borderliner ein vor lauter Menschlichkeit
und dann kannst du ja hier nochmal schreiben.

Zu sagen, es wäre okay oder machbar mit einem Borderliner eine positive Beziehung zu führen, wäre einfach nur fahrläßig und solange du da keine eigenen Erafhrungen hast, finde ich deine Aussagen fahrläßig und anmaßend.

Ich kenne eine Frau, deren Borderline-Ex hat sich vor ihren Augen und den Augen der gemeinsamen Kinder mit Benzin überschüttet und sich angezündet, nachdem sie sich nach langen quälenden Jahren von ihm getrennt hatte.
Er war zu diesem zeitpunkt schon ein jahr lang in einer speziellen Borderline-Therapie.
Borderline gelten als mehr oder weniger nicht wirklich heilbar, sie können sich stabilisieren, das ist aber schon ein Maximum des Erreichbaren.

Es ist die schwerste neurotische Störung, die es gibt !!

Würdest du denn auch einer anderen Frrau raten, es ruhig mal mit einem junkie zu versuchen...das würdest du doch auch nicht tun????
 
E

excuse-me

  • #22
@ 20
Ich bin da glaube ich ein bisschen - sagen wir mal anders.
Auch ein Junkie wäre für mich in erster Linie erst einmal ein Mensch und bestimmt würde ich mir nicht unbedingt einen Junkie als Partner aussuchen, wenn ich die freie Wahl hätte.
Und nun stelle ich mir mal vor, ich hätte mich in einen Mann verliebt und nach einiger Zeit stelle ich fest, er nimmt Drogen.
Lauf ich dann weg - oder versuche ich zu helfen? - Da gäbe es für mich nur eine Möglichkeit - für dich nicht?

Und wie unsere "Fachleute" hier ja auch geschrieben haben, gibt es Borderline in den verschiedensten Abstufungen der Symptome und dass die überwiegende Anzahl der Borderliner stabilisiert ist - wobei die Gefühlsschwankungen wohl bei allen extrem und auffällig sind, sich auch schwer bis gar nicht unterdrücken lassen und sich immer wiederkehrend zeigen.
Es scheinen sich ja nicht alle "zu ritzen, sich zu schlagen oder Selbstmord zu begehen" und was noch alles zur Höchstausprägung gehören mag.
Hier wurde aber grundsätzlich vor ALLEN Borderlinern gewarnt - und das gefällt mir aber sowas von überhaupt nicht - boooah.

Ich schrieb ja schon, dass ich eine Nichte habe mit Borderline - sie ist unstet in ihrem Leben, in allem - aber sie hat keine Höchstausprägung.
Sie ist in Behandlung und tritt in Kürze ihre 3. Therapie in der Klinik in Bad Bramstedt an.
Ist nur schade, dass sie so unstet ist - ihr Studium hat sie gerade mal wieder auf Eis gelegt - wir hoffen alle, dass sie es nach dem Klinikaufenhalt wieder aufnimmt.

Mag ja sein, dass ihr Erfahrungen mit ausgeprägteren Naturen gemacht habt - aber das gibt euch doch noch lange nicht das Recht - grundsätzlich vor allen Borderlinern zu warnen als wären sie tickende Zeitbomben.
 
G

Gast

  • #23
Angie
Also, dein eigenes Beispiel (Deine Nichte) zeigt doch ganz explizit auf, dass Borderliner stetig und ständig tickende Zeitbomben sind. Allein ihre Gefühlsschwankungen und die Unbeständigkeit sind extrem kraftraubend und zerstörerisch. Ob sie jetzt ein Recht auf eine Beziehung haben oder nicht, das bleibt dahingestellt und sollte auch nicht diskutiert werden. Aber einen Menschen zu verurteilen, der von vornherein angibt, dass er eine Verbindung mit einem Borderliner ablehnt, halte ich ebenfalls für sehr anmaßend. So hart, wie das auch klingen mag, aber ich muss mir mein Leben nicht unnötig schwer machen, es ist bei den meisten von uns eh schon kompliziert genug.

Du beschreibst ja selbst sehr anschaulich und gut, welche Anforderungen an einen Menschen gestellt werden, der mit einem Borderliner eine Beziehung führt. Was ich da an Kraft und Lebensenergien investieren müßte, um allein die Beziehung am laufen zu halten, sorry, das wäre es mir nicht wert, zumal ich ja, wie du schreibst, mit ständigen Ängsten konfrontiert würde und jede Beständigkeit und Zukunftsperspektive in einer solchen Verbindung fehlt. Mag sein, dass du mit einem Borderliner in guten Zeiten hinreißende und intensive Momente erleben kannst, Es wird aber kaum möglich sein, mit einem Borderliner eine Familie zu gründen und etwas längerfristiges zu planen. Ob dir das gefällt oder nicht, Borderliner sind nun mal destruktiv und teilweise gefährlich, und deswegen darf auch ruhig vor ihnen gewarnt werden
 
G

Gast

  • #24
#21

leider sind auch die minder schweren Fälle äußerst schwer zu verkraften. Du liest ja selbst, dass KEINER hier den damaligen Borderline-Partner sofort in die Wüste geschickt hat und sicher alles versucht hat, bevor es zur Trennung kam!!

Es ist sogar sehr leicht, sich in einen Borderliner zu verlieben, da die Menschen dich anfangs auf Händen tragen..bis zur ersten Explosion aus heiterem Himmel, die meist erst kommt, wenn man sich schon über beide Ohren verliebt hat...von da an beginnt die Zerstörung der eigenen Seele, weil es sich ständig wiederholt!!
Natürlich hat man bis dahin schon viel Gefühl investiert und fällt stetig in immer größere Löcher!!! Man sieht die Not des Borderliners und kann nicht helfen. Jeder Rat einen Psychologen aufzusuchen, wird abgewehrt oder die Behandlung nach kurzer Zeit abgebrochen.
Man sieht rat- und fassungslos zu, trägt schwer an aufkommenden Schuldgefühlen, die einem pausenlos eingeredet werden..und muß die Beziehung zur eigenen Rettung irgendwann aufgeben. Keiner verlässt mal eben einen Menschen, mit dem er schon soviel durchgestanden hat, aber niemand hält diesen Psychoterror auf Dauer aus.
Wenn du wüßtest, wieviel Schaden das an der eigenen Seele anrichtet, könntest du nachvollziehen, warum die Schreiber so heftig davor warnen.
 
G

Gast

  • #25
sorry excuse me,
aber ich glaube dir fehlt es etwas an Lebenserfahrung und- wissen (was ja keine Verbrechen ist, wenn man vielleicht noch etwas jung ist und zu wohlbehütet groß wurde und Dramen nur aus dem fernseher kennt), sonst würdest du nicht so naiv sein zu glauben, du könntest einem junkie helfen...
Ich glaube, da überschätzt du dich etwas.
 
G

Gast

  • #26
Meine Mutter hat das Borderline-Syndrom, ich leide seit frühester Kindheit unter ihr. Als ich versuchte mehr Abstand zu ihr zu bekommen als Teenie, drohte sie mir offen mit Selbstmord.
Jetzt als erwachsene Frau werde ich immer noch mit bösesten Beschimpfungen überschüttet, wenn ich mich mal eine Woche nicht melde, es könne ja schließlich mal was mit ihr sein, ich würde es ja noch nicht mal merken, für mich sei sie wohl schon unter Erde, ...und so geht das nonstop, ich bin manchmal schon nach so einem Telefonat fix und fertig.
Wie es MIR geht, ob ich ein Problem habe, hat sie in meinem ganzen Leben noch nie gefragt, diese Egozentrik ist unübertreffbar.

Sie ist Mitte 70, da ist nichts besser geworden mit den Jahren.
Sie droht heute noch mit Selbstmord, schrecklich!!!
Psychoterror pur.
Sowas muß erstmal jemand mitgemacht haben, bevor er sich ein Urteil erlauben darf.
Meine Geschwister und ich kümmern uns abwechselnd, da sie auch schon etwas dement ist, alleine lebt ....ja, man könnte sie wohl nicht mit gutem gewissen alleine vor sich hinwurschteln lassen. Manchmal wünschte ich, es wäre so.
Keiner hält die Gespräche mit ihr aus, sie dreht alles so, daß sie nie schuld ist aber alle anderen. Sie ist einsam, weil es niemand auf Dauer aushält, das sind in einem Telefonat von Lachen, Weinen, schreien, beschimpfungen, Schuldzuweisungen, Zusammenbrüche, alles drin, alles immer sehr dramatisch.
Eigentlich zerstört sie das Leben ihrer Kinder.

Warnung ist dringend angebracht, bekommt so eine Frau Kinder, reißt sie diese mit in den Abgrund.
 
E

excuse-me

  • #27
Wenn sich jemand nicht helfen lassen möchte, würde ich mich zum eigenen Schutz natürlich auch entfernen - das gleiche gilt bei einem Junkie.
Ich maße mir nicht an, Probleme anderer "allein" lösen zu können.

Aber ich sehe ja auch nicht tatenlos und ohne Beteiligung zu, wenn ein Mensch direkt vor meinen Augen ertrinkt.
Kann ich selbst nicht besonders gut schwimmen, werfe ich etwas ins Wasser, woran er sich so lange festhalten kann und laufe dann um Hilfe zu holen.
Wenn er sich nicht festhalten will und auch nicht will, dass jemand ihn da rausfischt - ist das allein seine Entscheidung. Dann gucke ich auch nicht mehr zu bis er abgesoffen ist. :-(
 
E

excuse-me

  • #28
@ 22
Meine Nichte ist keine tickende Zeitbombe. Aus welcher meiner Zeilen liest du das?
Sie hat Proleme in ihrem Leben - wer hat die nicht - hat nach Hilfe gerufen und bekommen - hat Familie und Freunde, die zu ihr stehen. Also ???
Mein Leben ist auch kompliziert - darf mich das davon abhalten mir um Menschen, die mir etwas bedeuten, Gedanken zu machen und ihnen Zuspruch und Hilfe, manchmal nur ein Zuhörer zu sein?

@ 25
Außer das meine Mutter mit Selbstmord droht, könnten wir die beiden austauschen.
Das ganze Programm spulen meine Schwester und ich seit über 20 Jahren ab und es wird immer schlimmer. Sie ist auch mitte 70 - Die Gespräche, die du beschreibt sind die gleichen, ihr Zustand ist der gleiche - da wünsche ich dir viel Kraft - es ist nervenaufreibend, ich weiß!
Ich gehe bei ihr nur bis zu meiner Grenze - versuche meine Ohren auf Durchzug zu schalten, was natürlich nicht immer gelingt - aber meistens. ;-)
Ich habe ihr klipp und klar gesagt - ich rufe dich nicht jeden Tag an - das halte ich nicht aus!
Sie zetert zwar - aber hier muss ich mich eben auch abgrenzen will ich nicht selbst zum psychischen Wrack werden.

Ich bin nicht naiv und blauäugig - aber ich gucke auch nicht weg.
Und ich hasse Ungerechtigkeiten. Ich hätte mir zu diesem Thema ein bisschen mehr Informationen gerade von den Fachleuten gewünscht. Und dann kommt da nur:
Täter, Aussätzige, Kreaturen - nicht behandelbar. Lauft, rennt weg - und das regt mich auf.
Also vor meiner Nichte muss niemand weglaufen - und es hat NIEMAND das Recht, andere vor ihr zu warnen! - Bei meiner Mutter wäre ich da nicht so sicher :)))
 
G

Gast

  • #29
liebe Excuse me

ich verstehe, dass keiner das Recht hat, deine Familie anzugreifen. Hatte hier sicher niemand vor.
Aaaaber. Es ist wohl ein Unterschied, on man eine Nichte hat, die man nicht täglich sieht und wenn es einem mal zu bunt wird, geht man nach Hause ODER ob du mit so einem Menschen zusammen lebst!! Bei normalen freundschaftlichen Kontakten sind das die nettesten Menschen, doch wehe, die Nähe wird zu groß, dann sieht es ganz anders aus.
Du wirst ja für dich selbst Studien treiben können, wenn deine Nicht einen Freund oder Ehemann hat....mal sehen, wie du dann denkst.
 
E

excuse-me

  • #30
Tja, da muss man wohl so einigermaßen gestählt sein und in sich ruhen, sich abgrenzen können, die Fähigkeit haben nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen - mit anderen Worten, die Ohren auf Durchzug schalten können.

Im Gegensatz zu mir, kann meine Schwester das z.B. gar nicht - sie ruft meine Mutter jeden Tag an (blabla-einsam, ihr kümmert euch nicht: Wiederholungstaste!), kauft für sie ein, sobald meine Mutter auch nur nach einer Tafel Schokolade verlangt, die sie nicht mehr im Haus hat.

Und sie mutiert dann nach einiger Zeit zu einem psychischen Wrack und heult sich dann bei mir wiederum die Augen aus. Ich bin ja fein raus :))) und dadurch schaffen wir es immer wieder, uns bei diesen Gesprächen dermaßen über die Spinnereien meiner Mutter zu amüsieren (darf sie natürlich nicht wissen ), dass es ihr hinterher erst einmal wieder gut geht. :)))

So bilden wir drei ne ganz gute Kette - halleluja, so funktioniert das ganz prima.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.