G

Gast

  • #31
Mein Freund wird und will auf jeden Fall Miete zahlen, mir ist dies auch lieb: Ich habe schon einmal einen Mann mietfrei wohnen lassen und das hat zu einem extremen Ungleichgewicht in der Beziehung geführt, dies möchte ich nicht mehr.

Nun ist nur die Frage: Wieviel soll das sein? Wie gesagt, mir ist die Höhe selbst eigentlich relativ egal, es geht mir eher um das "Begegnen auf Augenhöhe" (wenn ihr wisst was ihr meint).
Nein, ich weiß nicht was du meinst. "Begegnen auf Augenhöhe" drückt sich in meiner Welt nicht in einer Mietzahlung aus. Ich habe ein 240qm Haus. Noch kann meine Partnerin aus organisatorischen Gründen nicht einziehen. Aber wenn es soweit ist käme es mir nicht in den Sinn Miete zu verlangen. Sie wird sich an den allgemeinen Kosten beteiligen. Das ist selbstverständlich. Schließlich lebt man in einer Partnerschaft. Aber wie in einer Geschäftsbeziehung Miete zahlen...

Wenn ihr unbedingt so eine Zahlung wollt, dann macht es so wie bereits einige vorgeschlagen haben. Zahlt einen monatlichen Betrag auf ein Konto und leistet euch etwas davon. z.B. Urlaub.
 
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Gast

  • #32
So werden wohl die meisten Männer denken und handeln. Frauen sind da anders. Berechnender.

m
Ich (m/34) sehe dies anders!

Meine Freundin ist jung verwitwet und lebt in einem Reihenhaus (abbezahlt). Sie hat zwei kleine Kinder. Wenn ich dort irgendwann mal einziehen sollte, würde ich auf jeden Fall etwas bezahlen wollen. Ich habe pauschal an 500 € gedacht. Dass ist auf jeden Fall mehr als die Betriebskosten ausmachen und für mich auch nicht zu viel. Soviel zahle ich jetzt auch für meine kleine 2 Zimmerwohnung.

Ohne Gegenleistung möchte ich dort nie einziehen. Besonders weil das Umfeld (Ihre Schwiegereltern, Eltern etc.) dies genau betrachten würden und ich niemals in den Verdacht kommen möchte irgend einen finanziellen Nutzen aus der Beziehung zu ziehen. Außderdem ist es doch im Streitfall leicht, dem Partner der auf Kosten des anderen dort lebt, Vorwürfe zu machen.

Nein ich möchte fair sein und falls wir uns auf eine höhere Summe einigen ist es für mich auch ok. Hoffe natürlich auch, dass sie dann von diesem Geld notwendige Renovierungen zahlt und dass Geld ansonsten als Rücklage für Instandsetzungen dient.

Alternativ steht noch die Option dieses Haus zu verkaufen und ein neues zu kaufen. Dort müsste ich mich dann mit der Hälfte beteiligen, wass einen sehr hohen Kredit (über 200.000 € ) für mich bedeuten würde. Ob ihr Haus für uns als Lebensort in Betracht kommt, dass wissen wir noch nicht.

Etwas Angst habe ich jedoch vor dem Leben in Ihrem Haus. Sie könnte mich jederzeit "rausschmeisen" und ich stände da. Welche Mietvertraglichen Möglichkeiten es da gibt, darüber müssen wir uns noch irgendwann informieren.
 
  • #33
Erzähl mal mehr: Verdient er sehr gut, Du bist aber noch Studentin? Plant ihr Kinder? Oder ist er beruflich noch nicht etabliert? Du berufstätig? Um Dir wirklich raten zu können, müsste man mehr wissen.
Selbst würde ich einen Mann auch miet- und nebenkostenfrei einziehen lassen, auch mit Kindern; wenn Du es finanziell nötig hast, könnte sich Dein Freund z.B. am Aufschlag auf die Nebenkosten beteiligen. Aber Du wolltest ja Vorschläge, wie er sich seinem Wunsch gemäß finanziell einbringen kann. Also tippe ich auf die Variante 1... nein, und in diesem Fall fände ich es nicht gierig: Wenn ich Deine Angaben richtig schätze, lägen die Nebenkosten bei einem Fünftel der für die Wohnung angebrachten Miete.
 
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Gast

  • #34
Ich war seit gestern zu perplex, um zu antworten, heute tue ich es doch.
Stimme 100%ig denjenigen zu, die im ganzen Leben nicht auf die Idee kämen, vom Partner Geld zu nehmen, wenn man gemeinsam in einer ererbten, bezahlten, unbelasteten Wohnung oder einem ebensolchen Haus wohnt.

Eine Freundin von mir ist vor einiger Zeit zu ihrem Partner gezogen, in sein Haus, natürlich ohne Mietzahlung. Inzwischen sind sie verheiratet, es scheint ihnen also nicht geschadet zu haben.
 
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Gast

  • #35
Ich würde vom Mann den ich liebe keine Miete verlangen.
Ich auch nicht.
Ich bin es gewohnt innerhalb einer Partnerschaft mit meinem Partner alles was ich habe zu teilen.
Es entstehen mir keine zusätzlichen Kosten, wenn er bei mir wohnt, ich sehe darin außerdem noch Vorteile für mich (er ist immer da, wenn ich ihn brauche), und dann soll ich dafür, dass ich etwas besitze was er nicht hat, von ihm Geld abkassieren? Gruselige Vorstellung!

Das unterscheidet echte Partnerschaften wohl von kühl kalkulierten "Geschäftsbeziehungen".
 
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Gast

  • #36
Spätestens an dem Punkt, wo ich mit einem Mann zusammen ziehen würde, wollte ich eine Beziehung auf Dauer.

Da Du keinerlei finanziellen Bedarf hast würde ich nichts nehmen. Die Nebenkosten und laufende Kosten teilen!

Ich mag dieses schon vorkalkulierte Trennungsdenken nicht. Ich habe eine mehr als für mich teure Scheidung hinter mir, inklusive Existenzängste und unklarer Zukunftsaussicht. Aber ich entscheide mich für jemanden, dann auf Dauer oder eben nicht! Das kann meiner Meinung nach nicht gut gehen. Liebe sollte bedingungslos sein - auch wenn es wirtschaftlich negativ ausgehen kann. Das unterscheidet Liebe von Freundschaften.

Und scheinbar denken nicht viele so, leider!
 
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Gast

  • #37
Kenne ein Paar in ähnlicher Situation.
Sie bezahlt einfach 500.- ( ist weniger als ihre vorherige Miete) auf ein Konto, davon werden NK und auch mal Reparaturen bezahlt.
Was übrig bleibt wird für ein tolles Wochenende ausgegeben.
Sie hat so ein gutes Gefühl da sie "fair" bezahlt und er nicht das Gefühl, ausgenutzt zu werden.
Eine sehr hamonische Beziehung -- allerdings auch da beide gut verdienen, ungefähr das gleiche Augabeverhalten haben und Geld eher eine untergeordnete Rolle spielt da es einfach für einen Alltag vorhanden ist.
w
 
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Gast

  • #38
Mich irritiert die Aussage, man würde nie Geld verlangen, wenn der Partner einzieht. ABER, der Partner hat vorher doch auch Miete gezahlt. Darf er dieses gesparte Geld dann für sich sparen? Ich bin AE und mein LG beabsichtigt in mein Haus zu ziehen, dass noch nicht abbezahlt ist. Warum sollte ich ihn kostenlos wohnen lassen? Dass er seinen Anteil der NK übernimmt ist klar, aber mietfrei? Hinzu kommt, ich habe steuerliche Nachteile durch seinen Einzug. Habt ihr alle soviel Geld, dass ihr es euch leisten könnt, auf Einnahmen zu verzichten? Dann Glückwunsch!
 
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Gast

  • #39
Mein Lebensgefährte ist mit in mein lastenfreies Haus eingezogen. Er zahlt keinen Pfennig Miete aber anteilig Nebenkosten und lässt sich gerne handwerklich in Haus und Garten aus.

Das genügt finde ich.
 
G

Gast

  • #40
Mich irritiert die Aussage, man würde nie Geld verlangen, wenn der Partner einzieht. ABER, der Partner hat vorher doch auch Miete gezahlt.
Das spielt doch gar keine rolle. Übrigens hat die TS vorher vermutlich auch zur Miete gewohnt.
Nun hat sie eine teure Eigentumswohnung geerbt (Geschenkt bekommen) bezahlt logischer weise auch keine Miete, erwartet aber von ihrem Partner das er an sie Miete zahlen soll. Für etwas was ihr ohne ihr dazu tun in den Schoß gefallen ist. Das man sich die Betriebskosten teilt ist klar. Aber hier Miete zu verlangen ist mehr als dreist. Ist schon Geldgeil.

Meine Freundin fährt auch ab und an meinen PKW, weil ich einen Firmenwagen zur Nutzung habe. Muß ich jetzt von ihr eine Abnutzungsgebühr verlangen?
 
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Gast

  • #41
Mich irritiert die Aussage, man würde nie Geld verlangen, wenn der Partner einzieht. ABER, der Partner hat vorher doch auch Miete gezahlt. Darf er dieses gesparte Geld dann für sich sparen? Ich bin AE und mein LG beabsichtigt in mein Haus zu ziehen, dass noch nicht abbezahlt ist. Warum sollte ich ihn kostenlos wohnen lassen? Dass er seinen Anteil der NK übernimmt ist klar, aber mietfrei? Hinzu kommt, ich habe steuerliche Nachteile durch seinen Einzug. Habt ihr alle soviel Geld, dass ihr es euch leisten könnt, auf Einnahmen zu verzichten? Dann Glückwunsch!
Wir reden hier über eine Wohnung, die die FS geschenkt bekommen hat und welche abbezahlt ist. Dass man ANFALLENDE Wohnkosten miteinander teilt, wenn man zusammen zieht, das ist doch wohl selbstverständlich. Hier fällt aber weder Miete noch Abtrag an.
Keiner hat geschrieben, dass die FS alle anfallenden Kosten alleine tragen soll.

Was deine Situation angeht - wenn er die Hälfte der Nebenkosten trägt, dann trägt er nicht nur seinen Anteil der Kosten, sondern ebenfalls die Hälfte der Kosten, welche DEINE Kinder verursachen. Somit profitierst du schon mal, er zahlt für etwas, wofür er eigentlich gar nicht zuständig wäre. Und dann auch noch Geld nehmen, damit du DEIN Haus weiter abzahlen kannst? Welchen Anteil erwirbt er dabei am Haus in den nächsten Jahren?

Wenn schon Beteiligung am Haus, dann doch fairerweise so, dass auch beide profitieren, nicht nur du. Wäre es eine Option für dich, dass er dir die Hälfte des Hauses abkauft und ihr dann beide im Grundbuch steht, und dann beide eure jeweiligen Kredite selber tragt? Das wäre zumindest partnerschaftlich und er zahlt genauso wie du für seine Vermögensbildung, nicht für die Deine.

Wenn ich MEINE Immobilie bezahle kassiere ich meinen einziehenden Lebenspartner nicht ab, dass er mir indirekt meine Altersvorsorge mitfinanziert und selber am Ende ohne was da steht.

Ich würde erwarten, dass wir alle anfallenden Kosten teilen, anteilige Kosten welche MEINE Kinder verursachen würde ich selber übernehmen, und während ich meine Immobilie und das Erbe MEINER Kinder abbezahle soll er bitte auch Geld für seine eigene Altersvorsorge investieren.

Traurig, du bestätigst hier wieder mal das Klischee, das AE-Frauen nach einem neuen Versorger suchen.

w, 44
 
G

Gast

  • #42
Liebe FS

Ich (m44) an deiner Stelle würde mich schämen, von meinem Partner Miete zu verlangen bzw. auch nur anzunehmen. Nur die Nebenkosten werden geteilt durh zwei und dabei auch die Rücklagen. Wenn schon, dann kann er einen Betrag auf die Seite legen, der für gemeinsame Aktivitäten (Restaurant, Ferien..) eingesetzt wird.
 
  • #43
@40: Ich finde es nicht in Ordnung, die #37 so runterzumachen. Wer finanziell gut gestellt ist, hat darauf eine andere Sicht als jemand, der rechnen muss. Auch, wenn der LG der #37 anderswo einziehen würde, käme die Miete seinem Vermieter und nicht seiner Altersrückstellung zugute. Dass sie ihn "hälftig" an den NK beteilig, hast Du ihr untergeschoben, sie sprach von "seinem Teil". Auch die Konsequenz ("bestätigst das Klischee...) ist völlig überzogen und haltlos.

Ich denke, niemand, der es sich leisten kann, wird einen Menschen, den er liebt, ausnutzen wollen.
Deshalb zurück zur FS: Der LG der FS möchte sich finanziell einbringen- er wird Gründe haben. Das Anliegen der FS war es, dafür Vorschläge zu bekommen.
Die Hälfte der NK und die Hälfte der Reparaturrückstellung liest sich fair; insgesamt weniger als zuvor in seinem Mietverhältnis bei schönerem Wohnen hört sich auch gut an etc.
Es kommt aber auch auf Eure jetzigen und künftigen Einkommensverhältnisse an.

Ich fürchte aber, Du bekommt hier weniger Rat im Forum als die volle Breitseite einer Neiddebatte.
 
G

Gast

  • #44
@40 - sorry, aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich sprach, wie von Michaela71 auch schon berichtigt, von seinen anteiligen NK, wohlwissend, dass er den Anteil meines Kindes nicht übernimmt, und auch nicht übernehmen muss. Ich finanziere mich und mein Kind ohne KU vom Vater selbst und arbeite Vollzeit, ich brauche keinen Versorger. also wenn hier jemand das Klischee nicht bestätigt, dann bin ich das. Aber, ich unterstütze auch keinen Schmarotzer, der sich ins gemachte Nest setzt. Daher halte ich eine Miete für den Wohnwertgewinn für legitim. Dass er damit keine Anteile am Haus erwirbt ist klar, denn er hat auch keine weiteren Verpflichtungen wie Instandhaltungsrücklage, Instandsetzungen usw. Übernimmt er auch grundbuchmäßig die Hälfte, hat er mehr Pflichten und Rechte und auch insgesamt höhere Kosten.
 
G

Gast

  • #45
Dass man sich die Betriebskosten teilt ist klar. Aber hier Miete zu verlangen, ist mehr als dreist. Ist schon geldgeil.

Meine Freundin fährt auch ab und an meinen PKW, weil ich einen Firmenwagen zur Nutzung habe. Muss ich jetzt von ihr eine Abnutzungsgebühr verlangen?
Finde ich nicht! Wenn sie geerbt hat (hat sie?), musste sie erstens Erbschaftssteuer zahlen, zweitens muss man bei Eigentumswohnungen meistens Rücklagen bilden, man hat im Gegensatz zur Miete nicht nur die Kosten der Nebenkosten und Strom+Wasser zu leisten, oft fallen erhebliche Kosten an - auf einen Schlag!
Der Freund verdient etwas, wieso soll er seinen ganzen Verdienst für sich behalten?
Ich finde, es sollte sich einfach nach seinem Gehalt richten. In der Regel verdienen doch die meisten Männer ab einem gewissen Alter ganz gut, dass er sich an den Nebenkosten beteiligt ist klar, aber einen Mietanteil würde ich auf alle Fälle verlangen. Mit ausnutzen hat das nichts zu tun. Außerdem geht dem Partner damit vielleicht auch besser, weil es dann ein Stück eben auch seine Wohnung ist und er nicht nur der geduldete Gast ist. Damit, dass er Miete zahlt, wird die Wohnung zu einer Gemeinsamkeit, er kann auch Entscheidungen mittragen, einrichtungstechnisch z.B.
Ich finde das wichtig in einer Partnerschaft.
Wenn er gerade sehr knapp ist mit seinem Geld, würde ich den Anteil eher gering halten, aber man kann davon ausgehen, dass die FS auch ihre Kosten hat - abgesehen von den Nebenkosten.

w,40
 
G

Gast

  • #46
Als Tendenz lässt sich wohl feststellen, Männer die bei Frauen einziehen zahlen Miete, entweder weil sie großzügig sind, oder weil ihre Partnerinnen das unterschwellig von ihnen erwarten - Frauen die bei Männern einziehen zahlen tendentiell keine Miete, weil sie sowieso nur mit Männern zusammen ziehen würden die besser oder zumindest gut verdienen, und finanzielle Vorteile scheinbar für Frauen eine Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Beziehung sind.

Von echter "Augenhöhe" sind Männer und Frauen noch meilenweit entfernt, solange Frauen definieren was Augenhöhe ist. Offensichtlich können Frauen nur geradeaus und nach oben schauen, vermutlich weil sie die Nase so hoch tragen.

m
 
G

Gast

  • #47
Der Freund verdient etwas, wieso soll er seinen ganzen Verdienst für sich behalten?
Macht er ja nicht. Er beteiligt sich ja an den Betriebskosten. Hier geht es aber um Gier und nicht Neid wie hier angeführt wird. Die FS will von ihrem Partner Miete für etwas was sie selber geerbt hat. Verkauft die FS die Eigentumswohnung wenn die Beziehung in die Brüche geht? Und zahlt den Partner dann aus?

Und warum sollte der Partner der FS ein schönes leben finanzieren? Sie ist doch nicht arm.
 
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Gast

  • #48
Aber hier Miete zu verlangen ist mehr als dreist. Ist schon Geldgeil.
Es ist doch anders herum genauso dreist und geldgeil, wenn der Freund die Miete für seine bisherige Wohnung durch das kostenfreie Wohnen jetzt einsparen und dadurch mehrere hundert Euro für sich behalten kann!

Den Vorschlag, dass BEIDE etwas vom Zusammenwohnen haben, finde ich am besten. Also die Kosten so aufteilen, das jeder die gleiche Ersparnis hat. Sie bekommt die Hälfte seiner bisherigen Miete, dann haben beide die gleiche Summe mehr auf dem Konto.

w, 51
 
G

Gast

  • #49
Wer schon mal eine Altbauwohnung besessen hat, weiß, was da für Unwägbarkeiten auf einen zukommen können und dass sich das nicht von selbst bezahlt.

Ich berichte mal über die letzten 5 Jahre als Eigentümerin einer Altbauwohnung:
- Treppenhaus musst saniert werden, komplettes altes Treppenhaus (Holz) raus, Einbau eines Provisoriums, damit die Bewohner noch in ihre Wohnungen kommen, parallerler Einbau des neuen Treppenhauses. das kostet, die Rücklagen waren eingedampft
- Einbau einer neuen Haustür: die Rücklagen waren aufgebraucht
- Die monatliche Rücklagenbildung wurde verdreifacht.
- Überprüfung der Fassade, wegen bröckelnemd Putz: aua, Feuchtigkeit in der Fassade und oh Schreck: die Balkone sind absturzgefährdet. Jede Partei musste ca. 10.000 € Sonderzahlung leisten, damit die dringenden Reparaturen ausgeführt werden können.
- Dachstuhl sackt ab, muss in den nächsten Jahren neu gemacht werden. So schnell wachsen die Rücklagen nicht an, d.h. da kommt wieder eine Sonderzahlung auf die Eigentümer zu
- die Heizung ist auch demnächst fällig
- die Fenster ebenfalls in spätestens 5 Jahren. Das werden alles teure Einzelanfertigungen, die zum denkmalgeschützten Haus passen müssen
- in meiner Wohnung wäre mal wieder die Neuverlegung der alten Holzdielen erforderlich, inkl. Erneuerung des Unterbaus
- ....
Mir hat es gereicht und ich bin in einen Neubau gewechselt, um mich finanziell nicht zu ruinieren. Weil die alte Wohnung in einem Inviertel liegt und unverbaubaren Wasserblick hat, konnte ich dafür einen geradezu unanständig hohen Preis realisieren. Die Neubauwohnung startete mit Baumängeln, Wasserschaden, Einbruch ....

Es ist also nicht so, dass eine abbezahlte Wohnung nichts kostet. Insofern finde ich eine adäquate Kostenbeteiligung des Lebenspartners angemessen. Denn bei den oben geschilderten Gebäudepannen, ist die FS allein in der finanziellen Verantwortung oder soll ihr Partner dann die großen Baumaßnahmen mitfinanzieren?
Die FS schrieb ja, dass sie eine ortsübliche Miete garnicht will, weil für ihn zu teuer. Es geht ja nicht nur, um die gerebte Wohnung, sondern wie ihr sonstiger finanzieller Hintergrund ist, nicht nur jetzt, sondern auch in einigen Jahrzehnten.

Liebe FS, guck' was er als Miete jetzt zahlt, was er zahlen kann und dann orientiere Dich daran. Ihr weret Euch beide besser fühlen, wenn ihr partnerschaftlich miteinander umgeht - entsprechend der jeweiligen finanziellen Leistungsfähigkeit.
 
G

Gast

  • #50
So werden wohl die meisten Männer denken und handeln. Frauen sind da anders. Berechnender.

m
Blödsinn! Ob jemand berechnend ist oder nicht, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun sondern mit dem Charakter.

Aber trotzdem würde ich (w) nie auf die Idee kommen, meinen Freund kostenlos bei mir wohnen zu lassen und ebenso würde ich es nie tun. Der einzige Grund wäre, wenn ich nicht arbeiten kann, weil ich unser gemeinsames Kind großziehe.
Auch in einer Ehe zahlen beide Partner die Miete, warum dann nicht in einer nichtehelichen Beziehung?
Der Mann im Fall der FS hat doch vorher auch irgendwo gewohnt. Dafür hat er Miete gezahlt - oder?! Gut, sagen wir mal 500 € die spart er doch dann. Warum soll er sich dann an der Frau bereichern und jeden Monat 500 € auf ihre Kosten sparen? DAS wäre berechnend.
Gerecht für beide wäre es eben, wenn ein Partner die Hälfte seine frühere Miete spart und der andere Partner dann eben die andere Hälfte dieser Miete mehr hat.
 
G

Gast

  • #51
Hier im Forum gab es schon den Fall das eine Frau zu ihren eigentumsbesitzenden Freund zog und der neben der Hälfte der Nebenkosten auch etwas Miete wollte und alle Frauen waren dagegen. Nun zieht ein Mann zu einer Frau die eine Wohnung besitzt und nun ist es OK von ihm Miete zu verlangen? Ich kenne im Freundeskreis auch immer nur den Fall das die Hälte der Nebenkosten übernommen wird wenn mietfrei wohnen möglich ist.
 
G

Gast

  • #52
Ich würde genau den gleichen Preis verlangen wie bei einem "normalen" Untermieter inklusive Mietvertrag.

Jegliches Entgegenkommen in finanzieller Hinsicht führt nur zu einem erneuten Ungleichgewicht in der Beziehung.

Ihn mietfrei wohnen zu lassen, ihn dafür aber die restlichen Lebenshaltungskosten zahlen zu lassen wird garantiert zu Diskussionen führen.
 
  • #53
Ich würde genau den gleichen Preis verlangen wie bei einem "normalen" Untermieter inklusive Mietvertrag.
Dadurch geht aber die FS das Risiko ein, dass bei einer Trennung der Mann einen Anspruch hat weiter im
Haus zu wohnen bzw. während der Kündigungsfrist. Also dann einfach vor die Türe setzen ist nicht möglich.
Des Weiteren dürfte sie dann auch die Einnahmen dadurch noch versteuern. Ein Mietvertrag kann demzufolge mehr Risiken als Erträge mit sich bringen.

Dies gilt auch bei monatlicher Mietzahlungen ohne Mietvertrag, wenn die Zahlung nachweislich über
Kontoauszüge sich belegen lassen.
 
G

Gast

  • #54
Es ist so schrecklich, die Positionen zu lesen, die nicht auf eine Partnerschaft hindeuten, sondern auf eine Geschäftsbeziehung im privaten.

Ich (leider noch Single) weiß jetzt, falls ich einen Freund bekommen sollte und er eine Eigentumswohnung oder Haus hätte und er würde von mir Miete verlangen, würde ich ihn sofort verlassen. Demgegenüber würde ich meinen zukünftigen Freund, wenn wir fest zusammenwären und zusammen wohnen wollen würden, sofort und ohne weitere Gedanken, bei mir -kostenlos!- in meiner Mietwohnung wohnen lassen.
Es soll Liebe sein. Sie ist ohne wenn und aber.
Ich möchte keine Geschäftsbeziehungen oder falls eine Ehe ansteht, schon vorher festlegen, wie im Falle einer Trennung die Güterauftrennung erfolgt- schrecklich.
 
  • #55
Das man sich die Nebenkosten teilt, inklusive Rücklagen ist selbstverständlich. Miete würde ich keine verlangen, es sei denn er hätte auch Eigentum was er durch den Einzug vermietet. Wenn er unbedingt was zahlen will, naja dann soll er zahlen was er meint. Wenn ich zu einem Mann ziehen würde, würde ich auch was zahlen wollen und ich würde es daran orientieren wieviel Miete ich für meine eigene Immobilie bekomme.
 
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Gast

  • #56
Hier im Forum gab es schon den Fall das eine Frau zu ihren eigentumsbesitzenden Freund zog und der neben der Hälfte der Nebenkosten auch etwas Miete wollte und alle Frauen waren dagegen.
An diesen Fall musste ich auch denken, zumal der noch etwas schlechter für den Mann aussah: das Haus war noch nicht abbezahlt und der Mann musste sich finanziell etwas einschränken, um die Raten zu finanzieren.
Nahezu ausnahmslos alle mitdiskutierenden Frauen lehnten es kategorisch ab dem Mann zu helfen und einen Beitrag zu leisten.
Echt traurig, sowas zu lesen.
m
 
G

Gast

  • #57
Dadurch geht aber die FS das Risiko ein, dass bei einer Trennung der Mann einen Anspruch hat weiter im
Haus zu wohnen bzw. während der Kündigungsfrist. Also dann einfach vor die Türe setzen ist nicht möglich
Eben. Das sehen die meisten welche "Miete" kassieren wollen wohl nicht.

Denn wenn schon Miete, dann soll man aber auch so fair sein und nicht nur die Vorteile einheimsen Geld zu bekommen, sondern der Partner sollte das dann auch als "Miete" deklarieren und entsprechend monatlich überweisen.
Damit erwirbt er dann auch die Rechte eines Mieters.
Trennt er sich, weil er z.B. eine Neue hat, dann hat er genauso wie jeder andere Mieter auch das Recht diese mit zu sich nach Hause zu nehmen.
Schon mal viel Spass für den Fall, Ex und Neue begegnen sich vor dem Bad ;-)

Auch wenn die "Vermieterin" einen Neuen hat, wie fände der es wohl, wenn der Ex noch immer dort wohnt, und sie ihn nicht raus kriegt, weil er gerade Kündigungsschutzklage einlegt...

Wer seinen Partner zum Mieter macht geht einen Vertrag ein, welchen er bei Trennung nicht mal eben wieder nichtig machen kann.
Da wollen manche nicht heiraten, weil sie keinen "Rosenkrieg" bei der Trennung wollen, und schaffen dann doch wieder dem Partner eine Möglichkeit dazu, indem sie mit ihm ein Vermieter/Mieter-Verhältnis eingehen.

Ich kann nur jedem "Mieter" seines Partners raten, diese Miete entsprechend deklariert zu überweisen und nicht nur an jedem Ersten auf den Tisch zu legen.

Des Weiteren dürfte sie dann auch die Einnahmen dadurch noch versteuern
Das finde ich auch paradox. Da will man eine Lebensgemeinschaft eingehen, in der man spätestens ab dem Zusammenziehen doch sowieso gemeinsam wirtschaftet, und dann sorgt man freiwillig dafür, dass man zusammen weniger Geld hat, weil man sich selber eine zusätzliche Steuerverpflichtung schafft.

Ich glaube ALLE sind sich hier einig, dass der einziehende Partner sich an allen anfallenden Nebenkosten beteiligt. Was aber darüber hinaus noch als zuätzliche "Mietzahlung" für den Wohnvorteil kassiert wird hat nichts mehr mit "Partnerschaft" zu tun, da geht es um eine reine zusätzliche Geschäftsbeziehung, wo der Immobilienbesitzer sein Vermögen beim Partner einsetzt sich an ihm zu bereichern - was wie oben beschrieben eigentlich eher dämlich ist als schlau.
Bleibt man für immer zusammen ist es eh egal, auf wessen Seite das Geld bleibt, und trennt man sich hat der "Vermieter" mitnichten nur Vorteile.
Hoffentlich hat er seine Mieteinnahmen dann auch schön brav immer versteuert. Es soll ja Ex-Partner geben, welche einen aus Rache gerne mal beim Finanzamt anschwärzen.

Und wer Miete kassiert, ohne dem Partner die entsprechenden Rechte einzuräumen, sich das Geld stattdessen lieber bar geben läßt, der handelt nun mal unfair.

Geld kassieren...ja - aber dem Partner die daraus entstehenden Rechte einräumen...nein - DAS IST UND BLEIBT AUSNUTZEN!
 
  • #58
Zum Einen:
Für "Untermieter" gelten andere Bedingungen als für Mieter anderer Wohnungen.

In einer solchen Konstellation, wie in diesem Thread beschrieben, sind die üblichen Rechte eines Mieters sowieso eingeschränkt. Das Horrorszenario einer anderen Frau im eigenen Badezimmer begegnen zu müssen, ist deshalb nicht zu befürchten

Den moralischen (verwerfliche) Aspekt der Forderung einer anteiligen Mietzahlung an die TE kann ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen! Als ausgesprochene Heuchelei sehe ich den moralischen Aufschrei speziell unter dem Gesichtspunkt, den Mann dann "nicht einfach vor die Tür setzen" zu können.

Nur bei einer Zahlung von anteiliger Miete ist das Zusammenziehen der beiden Verliebten eine finanzielle win-win- Situation:

Er hat weit weniger Ausgaben als wenn er alleine in seiner eigenen Wohnung lebte, und sie kann mehr Geld zur Seite legen für unvorhergesehene Kosten, oder notwendige Reparaturen. Der finanzielle Aspekt des Zusammenlebens würde mit dieser Regelung niemals mehr ein Gesprächs- oder gar Streitthema sein.
 
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Gast

  • #59
Bei Deiner Fragestellung, liebe FS, gibt es keine klare Antwort, die von allen geteilt wird - das zeigt auch dieser Thread.

Klarheit gibt es vielleicht noch insofern, als die laufenden Kosten inkl. einem adäquaten Maß an Rücklagen hälftig gezahlt werden sollten. Das wäre m.E. die Untergrenze einer monatlichen Zahlung.

Dass die Markpreis-Option (also Zahlung von Nebenkosten plus hälftige ortsübliche Miete zu hoch angesetzt wäre, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass im Falle einer Trennung Dein jetziger Partner rechtlich eine schlechte Position hat und quasi fristlos gekündigt würde. Bei einem normalen Mietverhältnis kann nur bei Eigenbedarf des Vermieters (oder bei nachhaltigen und groben Verstößen gegen den Mietvertrag) eine Kündigung ausgesprochen werden. Weiterhin würde auch ein Untermietvertrag nicht wirklich helfen, da im Falle einer Trennung ein weiteres Zusammenleben in DEINER Wohnung - faktisch - nicht mehr möglich wäre. Desweiteren ist zu berücksichtigen, dass Dein Partner hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten in DEINER Wohnung (also z.B. Umbauten, neue Möbel, neue Farbgebung der Wände) naturgemäß nicht die gleichen Rechte hat, wie Du. Das mag ja praktisch, also sofern Ihr Euch gut versteht und einen ähnlichen Geschmack habt, keine große Rolle spielen, aber im Konfliktfall sehr wohl. Er hat dann verständlicherweise die schlechtere Position. All dass spricht gegen eine Beteiligung an der Miete. Natürlich kann, da Deine Wohnung anscheinend auch für ihn ein echter Fortschritt ist, ein gewisser symbolischer Betrag (z.B. 200 EUR) zusätzlich gewährt werden. Das ist Geschmackssache.

Weiterhin spielen bei Eurer Konstellation die sonstigen finanziellen Verhältnisse von ihm und Dir ein Rolle. Mitunter werden ja auch echte Mieten asymmetrisch getragen.

Eine Verrechnung mit anderen Dingen, wie zum Beispiel Einkäufe, Ausgehen usw. würde ich unbedingt vermeiden. Diese Querfinanzierung finde ich extrem konfliktträchtig. Ergo: Eine klare Regelung über Nebenkosten und ggf. Mietanteile (siehe oben) - und dann war's das. Das Thema sollte kein ewiges Diskussionsthema sein/werden.

Sofern Ihr bezüglich des "fairen" Betrages nicht relativ flott einen beiderseits getragene Lösung findet, hättet Ihr vermutlich ein grundsätzliches Problem, das dann auch in anderen Lebensbereichen auftreten dürfte.

P.S.: Die hier gelegentlich geäußerten Meinung, dass, sofern der Liebste (oder die Liebste) in das eigene Haus/Wohnung einzieht, sollte dies komplett frei von finanziellen Leistungen erfolgen, kann ich nicht teilen. Letztlich besteht auch eine gute funktionierende Beziehung aus Aushandlungsprozessen - mitunter allerdings unbewusst. Im Gegensatz zu Geschäftsbeziehungen gibt es kein direktes Quid-pro-quo, aber dennoch wird eine Balance unter wohlwollenden Blick auf die Ressourcen/Fähigkeiten des Partners angestrebt - sonst fühlt es sich irgendwann etwas blöd in der Magengegend an. Ich finde das gilt geschlechtsübergreifend.

M, 47
 
G

Gast

  • #60
Er hat weit weniger Ausgaben als wenn er alleine in seiner eigenen Wohnung lebte, ...
SEIN Geld hat SIE nicht zu interessieren, niemals (!), denn es ist sein Geld. Ob er es für Miete ausgibt, für einen Sportwagen, für ein teures Hobby, oder sein Geld spart ist alleine seine Sache.

Ich sage dir wo du 20% Rabatt erhälst, ich will aber die Hälfte als Belohnung dafür? Nein? Dann sage ich es dir nicht. Wie schräg ist das denn bitte? Wenn sie ihm einen finanziellen Vorteil verschaffen kann, ohne dabei einen finanziellen Nachteil zu haben, wo ist dann bitte ihr Problem? Warum kann eine Frau einem Mann keinen Vorteil gönnen, ohne davon gleich die Hälfte abhaben zu wollen? Wenn es nicht Neid ist, was dann? Gier?

Erst wenn es kein MEINS und DEINS mehr gibt, erst wenn gemeinsam gewirtschaftet wird, dann erst übernimmt jeder die Verantwortung für das Gesamtbudget. Vorher darf die Frau auf gar keinen Fall auf das Geld des Mannes schielen und es für sich verplanen, das ist absout abschreckend und indiskutabel.

m