• #1

Welche Kostenaufteilung in der Ehe?

Hallo zusammen

Ich hätte da eine Frage:
Meine Frau und ich sind beide berufstätig. Ich zu 100%, sie zu 60%. Wie würdet ihr die Fixkosten aufteilen? Sprich Monatsmiete, Nebenkosten, Haushaltsgeld etc...

Vielen Dank für eure Antworten

Gruss Speedglas
 
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  • #2
Ihr seid verheiratet, ihr lebt zusammen.

Da gab es bei mir nie eine Aufteilung.
Da gab es WIR in Form von gemeinsame Einnahmen, Ausgaben, sonstige gemeinsamen Pflichten / Arbeiten.

Wenn Du Finanzen teilen willst, teilst Di dann auch analog die gemeinsamen Aufgaben wie Haushalt, Einkäufe, Büro / Verwaltung?

Kläre das mit ihr, und findet Eure Lösung. In den Antworten hier wirst Du die ganze Bandbreite an Antworten bekommen, teilweise mit Vehemenz und sehr negativ persönlich eingefärbt.

Aber wenn Du über die Finanzen nachdenkst, dann überlege Dir auch, dass Ehe für Dich bedeutet - ist zwar ein bisschen spät, aber wenigstens jetzt.
Das ist die Basis und danach kannst Du über anteilige Beiträge in allen Bereichen nachdenken und dann mit ihr besprechen.
 
  • #3
Das lässt sich bei den Informationen nicht beantworten, da ja auch die nicht berufstätige Arbeit (Haushalt, Kinderbetreuung, privater Bürokram, Kümmern um Allerlei) in die Bilanz einbezogen werden müsste.
Wenn der Mann Vollzeit arbeitet, die Frau Teilzeit, dann ist es meist ja so, dass sie entsprechend mehr Arbeit in das gemeinsame Leben investiert.
Man müsste also diese Arbeit - die ja sonst bezahlt werden müsste - in die Kalkulation einbeziehen.
Es könnte daher unfair sein, auch die Kosten 100 zu 60 aufzuteilen.
 
  • #4
Da fehlen noch eine ganze Menge Infos.

Gibt es außer dem Geld noch andere ungleiche Verteilungen? Macht sie z. B. in der Zeit, die sie mehr zu Hause ist 100% der Hausarbeit und Kinderbetreuung?
Oder musste sie die Arbeitszeit aus gesundheitlichen Gründen reduzieren?
Verdient ihr gleich viel Geld oder gibt es einen großen Unterschied? Verdienst du deutlich mehr und sie macht nur nebenbei eine Hilfstätigkeit? Oder verdient sie deutlich mehr und konnte deshalb ihre Stunden reduzieren und hat immer noch viel mehr als du?

Was spricht denn gegen ein gemeinsames Konto?
 
  • #5
Es fehlen Informationen zur Gesamtsituation von beiden. Bei einem Paar ohne Kinderwunsch und ohne gesundheitliche Einschränkungen bei ihr könnte man die Kosten 100:60 teilen. Aber ich würde dann nicht heiraten, denn sonst fällt eh wieder alles in den Zugewinn. Wenn schon getrennte Rechnungen, dann richtig.
 
  • #6
Es ist nach meinem Empfinden angebracht, dann alle Kosten nicht 50:50 zu teilen. Sonst würde derjenige mit dem niedrigeren Gehalt einen viel höheren Anteil desselben (des Gehalts) für den gemeinsamen Haushalt verbraten müssen und wäre alleine finanziell besser dran. Ich würde es mit Dreisatz ausrechnen, wie viel jeder anteilig entsprechend seines Gehalts zu den Gesamtkosten beisteuert. - Und richtig, derjenige der Teilzeit arbeitet, wir ja mehr im Haushalt arbeiten, Dinge erledigen/ organisieren, etc. als derjenige, der Vollzeit irgendwo im Job arbeitet. Und das ist schließlich auch viel wert, wenn auch unbezahlte Arbeit.
 
  • #7
Prinzipiell solltest du das teuerste Übernehmen. Wenn deine Frau nur 60 % arbeitet, ist sie mehr Zuhause um euer gemeinsames Dach über dem Kopf zu pflegen und dieser Aufwand wird ihr letztendlich von keinem Menschen vergütet. Eher im Gegenteil, sie hat noch weniger Rente, wenn du mal nicht mehr bist und ist damit schon genug abgestraft.
 
  • #8
Hallo FS,

Ich verstehe Dein Anliegen nicht. Was bedeuten Deine Zahlen? Redest Du von Arbeitszeit und/oder -einkommen?

Davon abgesehen haben wir in der Partnerschaft/Ehe alles in einen Topf, spricht Konto, geworfen und haben es uns davon (gemeinsam) gut gehen lassen. Aufrechnen weist meiner Meinung nach auf andere Defizite hin, sicher auch deinerseits. Wenn man das Gefühl hat nicht übervorteilt zu werden, sollte man sich fragen, ob man diese Beziehung beibehalten sollte. Entweder gibt es kein Wir oder tatsächlich ein starkes Ungleichgewicht. Beides nicht schön, wenig förderlich und auf Dauer nicht tragbar. Bei Euch wohl eher Ersteres. Eine Ehe und das was man und sie einbringt sollte mehr als rein finanzieller Natur sein. Davon lese ich nichts bei Dir.

PS: Warum arbeitet Deine Frau nicht Vollzeit?
 
  • #9
Also der Bürokram wird immer von mir erledigt, die Einkäufe von meiner Frau. Den Haushalt erledigt auch grösstenteils meine Frau, ebenso die Kinderbetreuung, wenn sie alleine zu Hause ist und ich am Arbeiten. Am Wochenende übernehme hauptsächlich ich die Kinder.

Gegen ein gemeinsames Konto spricht in meinen Augen nichts, meine Frau hat jedoch ihre Einwände, warum auch immer...

Wieviel meint ihr, wäre gerecht, was sie von ihrem Lohn beitragen sollte?
 
P

proudwoman

Gast
  • #10
Ach du grüne Neuen! So schlimm? Ich schließe mich da vollständig @Lionne69 an. Was willst du in deiner Ehe auf rechnen? Deine Frau arbeitet, du arbeitest, liebt ihr euch? Wenn ja, ist doch alles gut. Schmeißt alles in einen Topf. Ihr gehört zusammen und solltest füreinander da sein....traurige Grüße aus Berlin.
 
  • #11
Ihr könntet auch euer Gehalt auf ein gemeinsames Konto fließen lassen, von dem ihr gemeinsame Ausgaben bezahlt (Miete, Haushalt, Sachen für die Kinder). Und für jeden von euch ein extra Taschengeldkonto, auf das jeder den gleichen Betrag überwiesen bekommt.

Oder andersherum: Ihr überweist jeder soviel auf das Haushalts-Konto, bis ihr das gleiche übrig habt.
 
  • #13
Ich finde die Frage schon berechtigt. Das kommt immer auf die Erfahrungen an, die man im Leben gemacht hat. Vor allen Dingen geht es dabei um den Umgang mit Geld. Wer nur 60 % verdient aber 120 % ausgibt, mit dem würde ich auch eine genaue Teilung vornehmen. w55
 
  • #14
Alles in ein Topf und nicht aufrechnen - Punkt. In meiner Ehe gab es Zeiten, da habe ich deutlich mehr verdient als sie. Kurz vorm Ende hat sie etwas mehr verdient als ich - und jetzt?

Am Anfang war es dann immer so, dass ich im Restaurant das gute Rinderfilet gegessen habe und sie ne Suppe. Am Ende aßen wir beide dass Filet, nur musste ich die Pommes weglassen. War das jetzt ironisch?

Frag sie warum sie kein gemeinsames Konto haben möchte. Hat sie Angst du könntest daraus Forderungen ableiten?
 
  • #15
Also ich lese hier ja immer wieder mal von "Kostenteilung" innerhalb einer EHE. Was bewegt Menschen die und das setze ich jetzt hier mal vorraus, welche aus Liebe heiraten und zusammen durch das Leben gehen möchten, zu solchen Gedanken. Kostenaufteilung? Wenn ich im Jahr sagen wir mal 100.000 Euros anschaffe und meine süße etwa 30.000 Euro, dann ist mein Anteil unserer Einkommen 77% und ihrer etwa 23 %. Heißt jeder soll seinen Teil der Kosten für das " Gemeinsame" Leben jetzt doch selbst tragen? Bei einem Urlaub von 10.000 Euros würden ihr 2.300 € nicht gerade aus den Ärmeln fallen, weil viel sparen könnte sie ja nicht. Ich hingegen schon, so das mir die 7.700€ nicht Weh tun. Was soll der Schwachsinn. Wir haben einen Ertragstopf wo alles hinein kommt. Es ist unser verdientes Geld. Wenn wir anschaffungen machen, entscheiden wir beide Gemeinsam ob es "uns" das Wert ist.Kein mein und dein. Das ist Misstrauen, basta. Entweder ich Vertraue und werde Enttäuscht oder ich vertraue und lebe mit ihr Glücklich bis zum geht nicht mehr.Ich würde nie in einer solchen Beziehung leben wo aufgerechnet wird.Ich bringe in meiner Beziehung den Löwenanteil mit und habe noch nicht eine Sekunde darüber nachgedacht ob es eine Aufteilung geben sollte. Mir ging es vor " uns" sehr gut und nun geht es uns beiden sehr gut. Und ich bin noch nicht einmal verheiratet.
die Einkäufe von meiner Frau. Den Haushalt erledigt auch grösstenteils meine Frau, ebenso die Kinderbetreuung, wenn sie alleine zu Hause ist und ich am Arbeiten.
Sie arbeitet doch auch 100% Ich verstehe nicht was du aufrechnen willst. Ich bin zwar selbst ein Kerl, kann aber immer nur schmunzeln wenn Männer über die Arbeit welche ihre Frauen so Nebenher noch verrichten hindrüber weg schauen. Das ist echt Sexy. Ich stelle mir vor, wäre ich Frau, ich würde über solche Männer das brechen bekommen. Wo sind denn all die Kerle hin? Und hört mir auf mit dem Gefasel, die will nur mein Geld. Na dann sucht Euch eine andere die nicht Euer Geld sondern Euch will. Furchtbar. Aber auch das zeigt wieder einmal mehr, wie unsere Gesellschaft gestrickt ist. Ich,Ich,Ich.
Was soll daran Modern sein? Vor 10.000 Jahren haben die Menschen sich ebenfall die Keule um die Ohren gehauen, damit sie das bekommen was sie meinten, es stehe ihnen zu.
Mach folgendes wenn es "DIE FRAU" für dich ist. Alles in einen Topf. Denn ist ist der Topf der "EUER" Leben finanziert und wofür ihr beide arbeitet. Und dann genießt Euer Leben Gemeinsam. Und hör auf den Buchhalter zu spielen.Kauf ihr ein Blümchen und sag ihr, wir lassen das mit der Rechnerei. Riech mal, für Dich.
m46
 
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  • #16
Hm...ich habe den FS jetzt so verstanden, dass die Ehefrau findet, ihren kompletten Verdienst behalten zu können, also nichts zum gemeinsamen Haushalt beizutragen.
Das würde ich ok finden, wenn sie auch wirklich komplett die Haus- und Kinderarbeit macht, was aber hier nicht der Fall zu sein scheint.
Und dann kommt es auch noch darauf an, wieviel sie in ihrem Job verdient. Kann ja sein, dass sie ein schnuckeliges Lädchen betreibt, dort zwar 30 Stunden pro Woche zubringt, aber nach Abzug aller Kosten praktisch nichts nach Hause trägt.
Das würde ich dann eher unter Hobby verbuchen und zwar nicht erwarten, dass sie etwas bezahlt, aber dass sie trotzdem weiter die ganze Hausarbeit macht.

Wenn der Mann gut verdient, stellt sich die Frage aber vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich reicht es eben nicht so ganz und dann fände ich es gut, wenn die Frau etwas beiträgt.

Der FS wäre vielleicht so nett, uns über die Umstände zu informieren.

w 49
 
  • #17
Ich finde die Frage schon berechtigt. Das kommt immer auf die Erfahrungen an, die man im Leben gemacht hat. Vor allen Dingen geht es dabei um den Umgang mit Geld. Wer nur 60 % verdient aber 120 % ausgibt, mit dem würde ich auch eine genaue Teilung vornehmen. w55
Finde ich gar nicht. Klar ist jede Frage berechtigt, aber bevor ich eine Teilung der Finanzen mache weil meine Partnerin so herumschleudert würde ich diese Teilung an der Beziehung vornehmen. Dann passt es halt nicht.Das würde doch eine Neverending Story ergeben. Dann ziehe ich lieber weiter nachdem alle Versuche getan sind.
m46
 
  • #18
@ neverever

super schön zu lesen, dass es noch Männer gibt, die nicht so fürchterlich aufrechnen. Ich dachte schon, nach vielen Zuschriften, die ich auch hier gelesen habe, dass die Ehe nur zu einem bloßen Wirtschaftsunternehmen degradiert wurde.
Ich kenne es aus 40 Jahren Ehe auch nur so, ein gemeinsames Konto, gemeinsames Besprechen der größeren Anschaffungen und
ein gemeinsames Wirtschaften. Meine Ehe ist und war immer ein "Wir", nicht nur im finanziellen Bereich.
 
  • #19
Ich finde eine solche Rechnerei in einer Familie mit Kindern absurd. Da kann man eigentlich nur in einen Topf werfen und beide haben ein gleich hohes "Taschengeld",

So schreiben hier die meisten, ich kann mich dem nur anschließen. Wenn ihr gemeinsame Kinder habt und zusammen "alt werden" wollt, beide ein "normales" Einkommen habt (zusammengerechnet ohne Kindergeld mindestens 3500 bis 5000 Euro) und beide fleißig seid, fließt alles auf das Familienkonto und jeder kriegt monatlich das gleiche "Taschengeld" bzw. sagt, was er für angemessen hält. Größere gemeinsame Ausgaben (Auto, Urlaub, Musikunterricht der Kinder etc.) werden sachlich und entgegenkommend verhandelt.

Du willst schon bei Miete, Nebenkosten und Haushaltsführung rumrechnen. Kann es sein, dass es bei euch öfter Streit um Geld gibt, deiner Frau Anerkennung und Liebe fehlen? Dann wird es höchste Zeit, dass du auch bei den Finanzen zum "Wir"übergehst. Ich hoffe, es ist dafür noch nicht zu spät.
 
  • #20
Alles in einen Topf. Denn ist ist der Topf der "EUER" Leben finanziert und wofür ihr beide arbeitet.
Dem stimme ich unter Vorbehalt zu, der da lautet dass auch beide(!) verantwortungs-l und respektvoll gemeinsam mit dem Topf umgehen.

Sollte "Frau" Powershopping oder "Mann" ein unverhältnismässig teuren Sportwagen als Hobby haben (womit der andere nicht uneingeschränkt einverstanden ist) entsteht natürlich ein Ungleichgewicht, was diese vernünftige Lösung in Frage stellt - und auch nur dann kommen solche Fragen nach gerechter Aufteilung.
 
A

Arcturus

Gast
  • #21
Einfach :100:60!
Gesamtkosten gleich 160!
Mann davon 100, sie 60!
Wobei nicht vergessen werden sollte:
Sie arbeitet 60%, er 100%
d.h. sie hat mehr Ressourcen, Hausarbeit zu übernehmen.

Die strikte Annahme von 50/50 für die Hausarbeit sollte aus Gründen von Gleichberechtingung/Gleichverpflichtung nicht mal ansatzweise ins Auge gefaßt werden.
In Anlehnung an obige Regelung sollte gelten:
Hausarbeit = 160 Teile
Er: 60 , sie 100

Dann ist Gerechtigkeit hergestellt so wie sich die Mütter von Feminismus und Gleichberechtigung das ursprünglich gedacht haben (sollten). Gleichberechtigung (aka Gleichverpflichtung) ist eben keine Einbahnstraße.

m47
 
  • #22
Ob verheiratet oder nicht, wenn die Beziehung stimmt, dann kann man gut gemeinsam wirtschaften, so dass für beide gegenüber dem Singleleben in der Regel ein deutlicher Vorteil entsteht.
Wenn keine Kinder da sind und man zusammenlebt, teilt man sich einfach alle anfallenden Kosten, die man sonst alleine hätte. Bedeutet win-win-Situation für beide.
Und wenn einer deutlich weniger bzw. mehr verdient, schließt man eben einen Kompromiss, der für beide lebbar und akzeptabel ist. In einer stimmigen Beziehung sollte das doch wohl kein Thema sein, sonst steckt generell der Wurm drin. Wenn einer z.B. anfängt, kleinlich aufzurechnen oder meint, sich auf Kosten des Anderen ausruhen zu können, ist Streit vorprogrammiert. Unter solchen Bedingungen wäre ich mit meinem Partner überhaupt nicht zusammengezogen.
Und sowas wie Hausarbeit würde ich da aber grundsätzlich raushalten, dafür sind m.E. beide zuständig oder eine Haushaltshilfe.
 
  • #23
Ja, das gemeinsame Konto wurde von mir schon vermehrt angesprochen, jedoch stiess ich immer auf taube Ohren... ist ja nicht so, dass Frau nix bezahlt. Hin und wieder etwas an die Nahrungsmittel oder Möbel waren immer drin... aber in meinen Augen ist nur ein gemeinsames Konto oder eben die geregelte Aufteilung sinnvoll. Man ist ja schliesslich verheiratet und nicht einfach ne Bekanntschaft...

Würdet ihr hart bleiben mit dem gemeinsamen Konto? Und was tun wenn Frau nicht darauf eingeht?
 
A

Arcturus

Gast
  • #24
Also der Bürokram wird immer von mir erledigt, die Einkäufe von meiner Frau. Den Haushalt erledigt auch grösstenteils meine Frau, ebenso die Kinderbetreuung, wenn sie alleine zu Hause ist und ich am Arbeiten. Am Wochenende übernehme hauptsächlich ich die Kinder.

Gegen ein gemeinsames Konto spricht in meinen Augen nichts, meine Frau hat jedoch ihre Einwände, warum auch immer...

Wieviel meint ihr, wäre gerecht, was sie von ihrem Lohn beitragen sollte?
Laß die Finger von einem gemeinsamen Konto!
Ist ein dringender Appell.

Eigene Erfahrung, da meine Scheidung bald durch ist: Wir hatte nie ein gemeinsames Konto (jeder hatte seines und das war es), sondern haben immer monatsweise Kostenausgleich nach der Methode von @INSPIRATIONMASTER hergestellt (durch Überweisung).
Damit gab es (im Gegensatz zu vielen, was man hier oder auf Internetseiten von Scheidungsanwälten lesen kann) bei uns keinen Bedarf an Klärung a la "wer hat mehr bezahlt".
Zum Zeitpunkt der Trennung gab es keine offenen Posten und keiner konnte vom anderen behaupten, aus dem gemeinsamen Konto auch privates bezahlt zu haben.

Also: gemeinsames Konto = riesengroßer Fehler im Trennungfall und auch ohne Trennung immer wieder Ausgangspunkt für Streitereien. Viele Frauen sehen halt den Kauf von neuen Schuhen oder Handtaschen ganz selbstverständlich als Gemeinschaftsausgabe an - es diene ja schließlich der Außenwirkung als Paar. :)

m47
 
  • #25
Jeder behält 10% vom eigenen Einkommen für persönliche Liebhabereien (Zigaretten, Fotoausrüstung etc.), der Rest kommt in den gemeinsamen Topf.
 
  • #26
Ad hoc sage auch ich, jeder zahlt das was er kann. Berechnet am Einkommen.

Allerdings: Wenn schon diesbezügliche Unstimmigkeiten bestehen und man wirklich anfängt detailliert aufzurechnen ist das meistens der Anfang vom Ende der Beziehung.

Vergiß bei deinen "Berechnungen" nicht die Arbeitskraft, die deine Frau tagtäglich zur Verfügung stellt. Bis jetzt vermutlich überwiegend unentgeltlich. Und dann wollen wir doch mal sehen, wer am Ende "finanziell" mehr hineinbuttert...
 
  • #28
Wie habt ihr denn bisher die Finanzen geregelt? Welche Nettoeinkommen hat jeder aktuell? Warum erscheint deiner Frau ein gemeinsames Konto als Nachteil? Irgendwas ist in deiner Beschreibung nicht stimmig.

Eigene Erfahrung, da meine Scheidung bald durch ist: Wir hatte nie ein gemeinsames Konto (jeder hatte seines und das war es)

Ich sehe das als absolut falschen Schluss. Es war umgekehrt: Das getrennte Konto war Zeichen des fehlenden "Wir". Da wundert mich die Scheidung nicht.
 
  • #29
..
ist ja nicht so, dass Frau nix bezahlt. Hin und wieder etwas an die Nahrungsmittel oder Möbel waren immer drin... aber in meinen Augen ist nur ein gemeinsames Konto oder eben die geregelte Aufteilung sinnvoll. Man ist ja schliesslich verheiratet und nicht einfach ne Bekanntschaft...

Würdet ihr hart bleiben mit dem gemeinsamen Konto? Und was tun wenn Frau nicht darauf eingeht?

Nur zum Verständnis. Kann es sein, dass Du momentan das meiste bezahlst, ihr Verdienst auf ihr Konto geht, und sie ab und zu etwas übernimmt?
Wie sieht es denn momentan überhaupt aus? Von welchem Konto gehen die laufenden Kosten?

Und jetzt mal die Frage erweitert.
Wie lange seid ihr verheiratet? Redet ihr noch miteinander? Konstruktiv? Wie sieht Euer WIR noch aus?
Was empfindest Du für Deine Frau?

Es klingt fast so, als ob bei Euch die Beziehung in der Endphase ist.
Dann ist das gemeinsame Konto nicht mehr angesagt.
Aber - eine bessere Verteilung der Kosten.
 
  • #30
Auch wenn die Ehe eventuell auseinander geht, was mir ja wohl noch bevorsteht. Was war das vorher für ein WIR, wenn es so ausgeht wie @Arcturus schreibt? Wir hatten immer ein WIR und auch heute gibt es das in irgendeiner Form noch, weil wir uns selbst nach der Trennung vertrauen. An diesem Vertrauen hat sich selbst 1,5 Jahre nach Ihrem Auszug fast nichts verändert. Ich kann die Rosenkriege nicht nachvollziehen. Und diese Skepsis, wenn ich in der Ehe schon an eine evtl. Scheidung denke und deshalb die Finanzen entsprechend regeln möchte, dann Frage ich mich, warum solche Leute heiraten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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