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  • #1

Welche Chance hat eine Beziehung noch nach einem Seitensprung oder einer Affäre?

Meine Fragen richtet sich in erster Linie an diejenigen, die schon einmal von ihrem Partner betrogen worden sind und die die Beziehung dann nicht sofort beendet haben. 1. Ist der Seitensprung oder die Affäre ein einmaliges Ereignis geblieben oder ist euer Partner danach noch nachweislich (!) rückfällig geworden? 2.Wie lange war die Beziehung durch das Ereignis belastet? Wer von euch kam mit dieser Last nicht mehr klar und hat dann die Beziehung später doch irgendwann beendet (ohne dass es zu einem erneuten Zwischenfall gekommen wäre)? 3. Bei wem hatte das Ereignis tatsächlich einen "reinigenden Effekt"? 4. Wer von euch würde einem anderen Partner beim ersten Ausrutscher noch einmal verzeihen?
 
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Gast

  • #2
Ich (w) passe nicht direkt in die Gruppe der angesprochenen, denn ich habe die Beziehung, als mein Partner mich betrog, sofort beendet. Ich denke, es ist eine Charaktersache. Entweder ist man in der Lage, Probleme, Unzufriedenheiten usw. miteinander zu klären oder man kann das nicht, was in der Regel dazu führt, ein anderes Ventil zu suchen, den Seitensprung eben.
Für mich ist das Vertrauen dann zerstört. Wenn ein Partner bewusst etwas tut von dem er/sie weiss, dass er/sie mich damit verletzt ist jede Basis für eine Beziehung zerstört.
 
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Gast

  • #3
Lieber Fragesteller,

ich bin betrogen worden und habe die Beziehung fortgesetzt. Leider.

Das 1. Mal hat mein Partner mich mit einer "guten" Freundin betrogen. Ich habe es nicht gleich gemerkt, aber etwas später dann doch. Vom meinem Partner wurde der Vorfall geleugnet. Ich wollte es selbst nicht wahrhaben und habe ihn seine Unschuldsbeteuerungen geglaubt.

Das 2. Mal hat er es zugegeben. Ich war sehr großzügig, im Nachhinein wahrscheinlich dumm und naiv und habe ihm verziehen. Heute weiß ich, dass ich aus Angst vor dem Alleinsein und aus Scham verziehen habe. Ich wollte, dass unser an sich sehr schönes Leben weitergeht und der Traum nicht zerplatzt.

Das 3. Mal war dann das Ende. Aber nicht von meiner Seite aus, sondern von seiner. Er hatte jemanden gefunden, der auch eine neue Beziehung wollte und nicht nur ein Abenteuer, wie die beiden Kandidatinnen davor. Wahrscheinlich hätte ich auch noch das 3. Mal verziehen.

Heute bin ich froh, dass ich von diesem illoyalen Menschen befreit bin. Ich habe im Nachgang eine Therapie gemacht, weil mir klar war, dass mein Verzeihen nicht Großzügigkeit war, sondern Verlustangst und Abhängigkeit, obwohl ich finanziell unabhängig bin und auf einen solchen Menschen nicht angewiesen gewesen wäre.

Die Beziehung war insgesamt 5 Jahre belastet durch das Fremdgehen. Ich habe in dieser Zeit gesundheitlich sehr gelitten. Konnte das nicht wegstecken und konnte es auch nicht beenden.

Der reinigende Effekt ist nicht eingetreten. Ich bin im Prinzip nur ausgenutzt worden, weil ich meine Grenzen nicht gesetzt habe. Ich wünschte, ich könnte die 5 Jahre rückgängig machen. Aber durch diese Lehre mußte ich wohl durch.

Deine 4. Frage ist schwer zu beantworten. Ich glaube, ich würde nicht mehr verzeihen. Oder von Anfang an ein entsprechendes Committment vereinbaren, das dann aber auch für mich gilt. Ob ich das überhaupt wollte, weiß ich nicht.

Man sollte sich über seine Lebensziele und die eigenen Bedürfnisse sehr klar sein und dafür einstehen. Nur wenn man sich selbst liebt, kann man auch einen anderen lieben. Was für einen selbst wichtig ist und auf welchen Gebieten man keine Kompromisse machen möchte, weil man sich dann selbst verleugnet, sollte man für sich genau wissen.

Sich für den anderen zu verbiegen, so wie ich es tat, bringt nichts und kann die Beziehung nicht retten.
 
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Gast

  • #4
Ich habe zunächst der Beziehung eine Chance gegeben (unter anderem auch, weill massiv Druck von der Umgebung kam). Hinzu kommt, dass wir uns als einzuiges Heiratsversprechen gegeben hatten, uns zu informieren im Fall, dass es mal jemanden geben sollte der interessant werden könnte. Bei ihm warben es dann eben eine Kollegin ...

Ich bin dann wirklich nicht damit klargekommen, eine Paartherapie hat er abgelehnt.

Nach 7 Monaten ist das ganze dann kläglich gescheitert, wohl unter anderem, weil ich von diesem Schlag nicht losgekommen bin.

Er ist übrigens inzwischen mit der Dame verheiratet und wieder nicht glücklich. Im Nachhinein kam heraus, dass er jahre zuvor schonmal was mit einer Studentin und davor mit einer Praktikantin hatte.

Meine Geschichte unterscheidet sich also nicht zu wesentlich von #2.

Heute - ebenfalls nach einer Therapie (die ich damals, als er keine Paartherapie wollte, noch vor unserer Trennung angefangen habe) - würde ich solch einen Kompromiss nicht mehr eingehen. Wer nicht treu sein kann, kann auch nicht mein Partner sein.

Ich würde NIE wieder in solche einer Situation verzeihen.

w, 43
 
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Gast

  • #5
Nein, keine Chance mehr geben weil absoluter Vertrauensbruch.

1. ist wieder rückfällig geworden
2. ich konnte das nicht mehr vertragen, weil ich immer unsicher war "wann es wieder soweit ist" Habe mich dann auf mich besonnen (wollte nicht mehr verletzt werden und ich habe einen Wert und werde so nicht behandelt
3. kenne niemanden bei dem (denen) es so war. Immer leidet einer wie ien Tier in der Regel der Betrogene
4. würde ich nie wieder machen. fremdgegangen = gegangen = Beziehung beendet, kann man sich vorher überlegen.

Alles Gute Dir!

w, 44
 
G

Gast

  • #6
zico,m
Wenn man selbst Stark ist,kann man auch Verzeihen---offene Gespräche die nicht gleich wieder Vorwürfe gegen den Seitenspringenden zielen-können zum Aufarbeiten beitragen.
Es tut weh,weil es ein Vertrauensbruch ist---aber Seitensprung-Sex ist das eine---und wie groß ist die Liebe zum Partner-das Andere.Das muß jeder für sich klären,Trennung oder Nicht---damit man nicht zu Grunde geht.
Das Leben geht weiter,die "Pistole" auf der Brust verschlimmert mehr als sie hilft.
Für den der sein Leben einigermaßen in Griff hat ist eine Trennung ein schmerzlicher Verlust aber auch nicht gleich ein Untergang----egal wer den Seitensprung hatte!
Frauen drohen gern mit Scheidung ,Trennung, finanziellen Verlusten,nur ohne Ehe und Kinder -in Eigenständigkeit geht dieses Dominanzgehabe unter.
Im Leben gewinnt man und kann auch verlieren,daß muß jedem/r klar sein.
 
  • #7
Sehr schöne Frage!

Ich habe nicht so sehr darauf geachtet, was "außerhalb" der Beziehung passiert, sondern, was innerhalb passiert! Ich wusste ganz genau, was ich wollte: ich wollte beidseitige Liebe UND Dauerhaftigkeit!

Wenn auf einer Seite keine Liebe ist, macht es keinen Sinn. Wenn die offensichtlichen Beziehungsprobleme nicht in den Griff zu kriegen sind, macht es auch keinen Sinn.

Das IST keine Sache, die man unabhängig vom Einzelfall und den beteiligten Individuen im vorhinein entscheiden kann. Jeder muss seine eigene Situation und den Verlauf GANZ GENAU und möglichst objektiv/nüchtern (nicht emotional) mit Abstand/neutral/wie ein Außenstehender und auch mit der Perspektive des Partners aber mit allen verfügbaren Informationen betrachten. Schwierig!

Bei mir war noch Liebe und Bereitschaft zu verzeihen, bei ihr erkannte ich keine Liebe und die wesentliche Ursache der Probleme war in meinen Augen ihre mangelnde Wille UND Fähigkeit, Probleme zu erkennen, anzugehen und zu lösen, sodass auch hier keine Perspektive erkennbar war. Damit war ich es, der das offizielle Ende setzte.
 
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Gast

  • #8
Mein Partner ist auch wieder rückfällig geworden, was ich aber erst nach Beendigung unserer Beziehung erfahren habe. Zunächst hatte ich ihm verziehen, war aber immer misstrauisch. Nachdem ich mich von ihm getrennt hatte, weil mein Vertrauen in ihn zerstört war, musste ich erfahren, dass mein Misstrauen berechtigt gewesen war.

Heute bin ich nicht mehr so tolerant. Ich denke, ein Seitensprung ist ein Grund zur Beendigung einer Beziehung, wenn das Vertrauen nicht wieder aufgebaut wird, der oder die Betrogene wirklich verzeihen kann und sich derjenige, der den Seitensprung gemacht hat, glaubhaft zur Treue verpflichtet.

Ich fürchte inzwischen, dass jemand, der einmal einen Seitensprung gemacht hat, das auch wieder tun wird. Ausnahmen können vielleicht die Regel bestätigen, aber ich glaube nicht so recht daran.
 
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Gast

  • #9
Er hat mich betrogen, es war mehr als eine Affäre für ihn. Ich habe es durch einen Zufall erfahren. Ich habe 2 Jahre versucht, zu verzeihen. Das ich dem ganzen überhaupt eine Chance gab war damals richtig für mich. Er hatte die Affäre bereits ein halbes Jahr vorher beendet und dies von sich aus und endgültig.
Wir hatten das übliche Programm wie Haus usw aufgebaut und ich wollte nicht wegen etwas, das eh erledigt war, aufgeben. Aber ich habe gelitten und mich verraten und verlassen gefühlt-wir wollte ca. 3 Jahre später heiraten aber ich habe 6 Wochen vor der Hochzeit "nein" gesagt.
Ich hätte nicht dem Mann, der mir mit das schlimmste in meinem ganzen Leben angetan hat, heiraten und auf "gute" und "schlechte" Zeiten schwören können....
Das nicht die Affäre, sondern generelle Probleme eine gute Beziehung unmöglich gemacht haben, ist mir natürlich inzwischen klar.
Damals ar es natürlich einfacher, "ihr" die Schuld zu geben, aber das ist natürlich albern-es gehören 2 dazu und mein Ex hat mich wissentlich angelogen, um bei ihr zu sein.
Ich würde nie mehr einen Betrug versuchen zu verzeihen, habe mich aber auch seither nicht mehr so in eine tiefe Beziehung eingelassen.
Ich kenne keine einzige Beziehung, die einen Seitensprung "gereinigt" hat.
Bei Beziehungen, bei denen ein Partner einen Seitensprung verziehen hatte wird nach wie vor fröhlich weiter betrogen-dies bestätigt die These, das derjenige es auch öfters macht und es nicht bei einem Ausrutscher bleibt.
 
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Gast

  • #10
Ich finde eine Frau sollte dies nicht so eng sehen, ist halt die Natur des Mannes. Wenn er sonst gut für sie und die Kinder sorgt, dann muß sie ihm auch mal etwas Spaß gönnen.
 
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Gast

  • #11
@9: Na dann viel Spass bei der Suche nach Einer, die das auch so sieht. :) Und wenn schon, das gilt es ja umgekehrt auch. Wenn beide damit leben können ist es ja ok.
 
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  • #12
Lieber Thomas HH!

Ich bin als junge Frau betrogen worden. Wir waren noch nicht verheiratet. Leider hatte ich ein Helfersyndrom, so das ich den armen Mann natürlich nicht verlassen konnte. Wir haben dann geheiratet. Ich weiß nicht mehr, wie lange es gebraucht hat, bis ich ihm wieder vertrauen konnte. Allerdings weiß ich noch, das wir damals lange und intensive Gespräche darüber hatten. Und ich hatte den Eindruck, das ich ihm plausibel machen konnte, warum mich das so verletzt hat. Insofern hatten die Gespräche einen reinigenden Effekt, denn es ist nicht wieder vorgekommen.

Die Beziehung ist dann ein paar Jahre später aus anderen Gründen auseinander gegangen.

Wie ich das heute machen würde, kann ich Dir nicht sagen. Treue ist mir schon sehr wichtig in einer Partnerschaft. Wahrscheinlich würde ich mich nicht mehr so tief verletzen lassen.

Liebe Grüße, die kleine Kaktee
 
  • #13
@#11: Ist die Beziehung ein paar Jahre später WIRKLICH aus anderen Gründen auseinander gegangen? Oder sind es nicht vielleicht doch die gleichen Probleme gewesen, die zuvor zum Seitensprung oder zur Affäre geführt haben und eben später zur Trennung?
 
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Gast

  • #14
Hallo,
meine Partnerin hat vor knapp einem Jahr, nach 21 Jahren Ehe, das erstemal (soweit ich weis) eine Affaire mit einem anderen gehabt. Da ich sie sehr liebte und alles für unsere Famielie (2 Töchter 14 und 17) machen wollte, habe ich ihr vergeben, wir haben eine Eheberatung usw. besucht und es sah alles so aus, als wenn wir es geschafft hätten. Vor 5 Wochen konfrontiert sie mich, für mich aus heiterem Himmel, mit der Scheidung - aus vorbei, sie hat einen neuen, anderen Freund und keine Gefühle mehr für mich, sagt sie. Inzischen ist sie ausgezogen, das wars dann.

Würd ich jemanden noch einmal verzeihen, ich weiß es nicht, glaube aber inzwischen wenn es einmal passiert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Ehe auf Dauer keinen Bestand mehr hat.
 
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Gast

  • #15
Leider waren die meisten Kommentare aus der Sicht einer Frau. Ich (m) wurde von meiner Freundin damals betrogen. Heute 5 Jahre später sind wir verheiratet und erwarten unser erstes Kind.

Ich war lange sehr misstrauisch und habe ständig irgendwelche Anzeichen auf ein erneutes Fremdgehen gesucht. Hat sich bis heute nicht bestätigt.
Mir wurden aus dem Freundeskreis viele Tipps damals gegeben, keiner davon war es wirklich wert länger darüber nach zu denken. Für das weitere Zusammenleben oder auch Trennung, ist entscheidend warum jemand Fremdgegangen ist. Gleich als Sexsüchtig, Ausnützerisch oder was auch immer abzustempeln bringt nichts. In meinem Falle war ich ein stückweit daran Schuld. Hatte gerade mein Studium beendet und angefangen zu arbeiten und stand tierisch unter druck. Jeden Abend kam ich unzufrieden nachhause und letzten endes kam es jeden Abend auch zum streit. Das ging so eine Zeit bis meine Frau jemanden anderen kennen lernte der ihr viel Verständnis und Aufmerksamkeit entgegenbrachte.
Nach dem ich es erfahren hatte trennte ich mich von ihr und es war erstmal ein halbes Jahr Sendepause. Wir trafen uns durch zufall wieder und das erste mal in unserer Beziehung sprachen wir ehrlich und offen über das warum es vorgefallen ist.....
Leicht war es nicht für mich, aber ich fing an mit der Zeit wieder neues Vertrauen zu ihr aufzubauen. Unteranderem auch weil wir anfingen uns einen gemeinsame Zukunft aufbauten....

Mein Tipp für all die Gehörnten, erstmal abstand nehmen und in ruhe darüber nachdenken. Nicht gleich jemanden abstempeln und typisches Klischeedenken an den Tag legen. Oft sind Sachen nicht wie sie scheinen und oftmals (was viele nicht wahrhaben wollen) ist man selber auch ein stückweit mitschuldig.....
 
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Gast

  • #16
#9: Und warum kann er dann nicht Spaß mit seiner Frau haben? Dann hätten beide "Spaß" - und es wäre super für die Ehe....
 
  • #17
@#9, #10, #13: Würdet ihr bitte die Diskussion, ob ein Seitensprung oder eine Affäre schlimm ist oder nicht, in diesen Thread hier verlagern?

http://www.elitepartner.de/forum/ist-das-fremdgehen-schlimm.html

Danke.
 
  • #18
@#16: Dein Beitrag gefällt mir. Du wirfst einen Blick hinter die Kulissen und integrierst das eigene Verhalten, das zum Seitensprung oder zur Affäre geführt haben könnte, in die Antwort. Vielleicht kommen ja noch mehr Stimmen dieser Art.
 
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Gast

  • #19
Ich 48 habe früher meinen ersten Mann ständig betrogen. Warum? weil ich ihn nicht
wirklich geliebt habe. Er hat weggesehen um mich nicht zu verlieren. Ich habe meine
Achtung verloren. Dies hat mir gezeigt, dass ohne Treue nichts geht.
Vertrauen, Respekt u. Liebe ist der Grundstein ein Partnerschaft. Wenn betrogen
wird ist dies nicht gegeben. Ich würde niemals verzeihen.......
Aber das muss eben jeder selbst wissen. Ich kenne viele Frauen die mit Männern
leben die eine Affäre nach der anderen haben. Irgendwann werden diese Männer
eine Frau finden vor der sie mehr Respekt haben. Es ist ein Spiel mit dem Feuer.
Diese Frauen trösten sich damit - mich liebt er - mit der anderen hat er Sex!
Tatsache ist, sie liebt er auch nicht, sonst könnte er ihr das nicht zumuten.
 
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Gast

  • #20
Hier ist die Autorin von dem Thread "Blümchensex"

In einer meiner früheren Beziehungen, ähnlich gut wie die aktuelle, habe ich betrogen.
Nun war es so, dass es mal nicht nach meinen Willen ging und für sich jemand anderes gleich die Chance erkannte und mich verführte. Damals war ich noch unreif und habe manches nicht artikuliert oder können.
Gestanden habe ich das nie, obwohl mir schon etwas seltsam danach zumute war.
Die Beziehung ging noch eine Weile, endete jedoch wegen meiner unreifen Eifersucht.
Viele Jahre später erfuhr ich, dass ich nie betrogen wurde. Ich bin demnach nur von mir ausgegangen. Insofern bestätige ich das Sprichwort voll und ganz: "der Mensch geht immer von sich selbst aus".
 
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Gast

  • #21
@ Thomas HH!

Ja, die Beziehung ist Jahre später wirklich aus anderen Gründen auseinander gegangen. Mein damaliger Mann hat sich dann von mr getrennt, weil ich Depressionen hatte und er Angst hatte, das es ihm auch so gut.

PS Die Depressionen hatte ich nicht wegen des Seitensprungs vor Jahren!

Liebe Gruße, die kleine Kaktee
 
  • #22
@#19: Deine Geschichte habe ich nicht verstanden. Hier geht es darum, welche Erfahrungen Betrogene damit gemacht haben, einer Beziehung noch eine Chance gegeben zu haben. Du aber bist doch selbst die "Betrügerin" gewesen, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn nicht, stelle deine Geschichte bitte nochmal etwas verständlicher dar.
 
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Gast

  • #23
@21 Also bitte Kaktee, ich bin die Autorin von Blümchensex und nicht du! Was soll denn das?

@20 Das hast du natürlich Recht. Ich habe die Frage zu oberflächlich gelesen.
 
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Gast

  • #24
Ich bin Mann, und hätte meiner langjährigen Freundin durchaus eine Chance gegeben, nach ihrer Affäre neu gemeinsam anzufangen. Diese Chance hatte ich dann aber nicht.

Aber einen Seitensprung verzeihen könnte ich wohl schon. Die Idee einer "reinigenden Kraft" ist wohl eher eine Utopie, aber weiter gehen kann es schon. Nur wenn es ein chronisches Problem ist, oder jemand sich wirklich emotional einlässt, ist das wohl das sichere Beziehungsende.
 
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  • #25
@22, liebe Blümchensexautorin

Da liegt ein Mißverständnis vor. Habe mich in meiner Antwort auf #12 Thomas HH's Frage bezogen, nicht auf Dein Posting.

Liebe Grüße, die kleine Kaktee
 
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Gast

  • #26
@ 22: du hast auch anderes zu schnell gelesen, denn die Antwort 21 geht auf eine frühere Frage zurück, nämlich an die kleine Kaktee.

und zur Frage:
Mein Mann hat sich mit einer anderen vergnügt als wir ca 17 Jahre verheiratet waren.
Mich traf fast der Schlag. Dann hab ich mich gefragt, wieso. Habe in den Spiegel geschaut und gedacht: kein Wunder! Ich hatte Jahre damit verbracht, mich um die Kinder, den Haushalt und auch den Job zu kümmern, dass ich dabei eins vergessen habe: mich. Ich sah aus wie eine heruntergewirtschaftete Haushälterin. Also hab ich mich ähnlich wie Münchhausen am Schopfe gepackt und aus diesem "Sumpf" herausgezogen - bin als erstes zum Frisör, dann zum Sport, dann neue Klamotten... Kurz und gut: mein Mann wurde hellhörig. Er begann, mir Komplimente zu machen. Die "Affäre" hatte er beendet und begann dafür, mich regelrecht zu umgarnen. Das war sehr schön, denn ich liebte ihn ja. Dann bekam er mit, dass sich andere Männer ebenfalls nach mir umsahen. Am Anfang schien ihm das zu schmeicheln, doch letztlich machte es ihn wohl irgendwie verrückt. Er begann eifersüchtig zu werden, schließlich in solchem Ausmaß, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Es gab nur noch Streit und Nachspionieren, er telefonierte mir den ganzen Tag hinterher und war ich nicht gleich erreichbar, gab es große Szenen.
Dadurch ist meine Liebe verschwunden.
Es gibt ein indisches Sprichwort: Mit jedem Streit stirbt ein Stück Liebe.
Bei mir stimmt das 100prozentig.
Irgendwann konnte ich ihn und sein Theater nicht mehr ertragen und habe mich getrennt.

Ihr seht also - es geht auch andersherum.

Wenn ich heute darüber nachdenke, glaube ich: Einen Seitensprung könnte ich verzeihen. Wenn er es bereut und die Beziehung nicht gefährdet. Es kann aus irgendwelchen Gründen immer mal einen Ausrutscher geben, ich denke, davor ist wohl kaum jemand gefeit.
Das kann EINMAL passieren. Ein zweites Mal würde ich es nicht vergeben, dann wär bei mir Schluss.

w/44
 
  • #27
@#25: Interessante Geschichte und Respekt vor der Eigeninitiative, die du nach Bekanntwerden der Affäre deines Mannes ergriffen hast. Dass es nach einer Affäre auch *so* weitergehen kann, hätte ich im Vorfeld gar nicht erwartet.
 
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Gast

  • #28
@21: wie hast Du das verkraftet?
 
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Gast

  • #29
Also ich nehme mal normale Verhältnisse an, d.h. beide waren zumindest einmal verliebt/liebten wirklich, hatten immer exklusive Wertvorstellungen etc.

Wenn dann einer fremdgeht, ist das einfach ganz klares Zeichen dafür, dass es etwas in der Beziehung nicht stimmt.

Was es ist, kann ganz verschieden sein. Kenne ein Pärchen, wo er völlig schlunzig rumläuft und ich jedesmal denke, so kann da sexuell doch nichts mehr laufen, oder? Ähnlich zu #25. Bei uns waren es ganz andere Probleme, die mir auch lange, lange zuvor aufgefallen waren, kann man schlecht zusammenfassen, evtl. "unterschiedliche Dominanzvorstellungen", habe mich ihren familienkulturell geprägten Vorstellungen nicht gebeugt.

Es bringt dann meiner Ansicht nach überhaupt nichts, nur zu "verzeihen", dann ist die Ursache nicht gelöst! Man MUSS an die Ursache drankommen und sie lösen! Dazu müssen BEIDE offen und ehrlich sein können. Das kann auch nicht jeder. Derjenige, der betrügt, fühlt sich mitunter wahrscheinlich sowieso schon mies, mag nicht auch noch darüber offfen und frei reden u.s.w. Schwierig! Schwierig! Schwierig! Und deswegen wohl auch meist der Tenor: geht nicht wirklich.

Das ist dann nur der Aspekt, damit es dauerhaft fortgesetzt werden kann. Dazu kommt natürlich die beidseitig weiterhin erforderliche Liebe.
 
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Gast

  • #30
@27

Tja, wie war das damals? Ich war damals in der Beziehung sehr unglücklich. Aber nicht, weil man Mann mich mal vor Jahren betrogen hat, sondern weil ich diesen Mann aufgrund meines Helferssyndroms eben nicht aus Liebe sondern aus Mitleid geheiratet habe und aus Trotz meinen Eltern gegenüber Und ich war der Meinung, jetzt habe ich mich für ihn entschieden, jetzt muß ich auch dabei bleiben. Es gab also von meiner Seite absolut keine Trennungsoption. Das hatte zur Folge, das ich lange Jahre gegen mich selber gelebt habe, denn ich habe herz- und bauchmäßig immer gespürt, das es doch keine Liebe ist. Dieser Mensch hat eigentlich überhaupt nicht zu mir gepasst. Aber, der war doch so arm dran, so jemanden muss man doch helfen. Naja, lange her und ich habe mich doch erheblich weiter entwickelt.

Als er dann jemand Neues hatte und die Trennung wollte, war ich unendlich erleichtert, denn dann brauchte ich ja kein schlechtes Gewissen haben, das er untergeht. Es war ja jemand da.

Ich glaube, er hat dann seine Traumfrau gefunden. Ich habe es ihm gegönnt. Jedenfalls habe ich mich ab da sehr intensiv mit mir auseinander gesetzt. Schließlich sollte mir das nicht nochmal passieren.

Liebe Grüße, die kleine Kaktee
 
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