G

Gast

Gast
  • #1

Welch Alleinerziehenden bereut mit zeitlichem Abstand Trennung?

Mich würde interessieren wer von Euch Alleinerziehenden (auch Teilzeitväter) bereut die selbst betriebene Trennung vom Partner?

Besonders interessieren mich Meinungen von Personen die schon ausreichend zeitlichen Abstand zur Scheidung/Trennung von Tisch und Bett haben, d.h. 2 Jahre oder mehr. Es entbehrt doch jeder Realität hier nur Kommentare von glücklichen Alleinerziehende zu finden, oder irre ich? Falls Ihr heute Zweifel habt ob der damalige Schritt richtig war, auf welchen (neuen) Erfahrungen gründen diese? Andere Partner kochen auch nur mit Wasser? Das Leben alleine ist härter? Die KInder leiden? Materielle Nachteile? Freundeskreis hat sich verändert?

Bin selbst seit 2 Jahren getrennt und 18 Monaten geschieden.

m/43
 
G

Gast

Gast
  • #2
Was sollen Dir persönlich denn hier Antworten bringen?

X Prozent haben es bereut, Y Prozent nicht, Z Prozent teíls ja/teils nein.

Hat das irgendeinen Einfluss auf die von Dir oder Ex getroffenen Entscheidung oder auf Deine/ihre Gefühlslage?
Schau lieber bei Dir und lebe nicht second hand!
 
  • #3
Ich bin damals in der Kennlernphase ungeplant schwanger geworden (nein, es war keine Absicht!) habe nach kurzer Probezeit die angehende Beziehung nicht weitergeführt. Für diese Entscheidung danke ich mir selbst jeden Tag aufs Neue.
Hätte ich ihn - wie von ihm gewünscht - geheiratet, hätte ich heute quasi noch ein zweites großes Kind an der Backe, über dessen Lebenseinstellungen ich mich jeden Tag aufs Neue geärgert hätte.
Natürlich ist es für die Kinder schöner, wenn die Eltern sich lieben und zusammenwohnen. Natürlich ist es finanziell alleine härter als zu zweit (außer bei mir, ich hätte den Vater auch noch mit durchschleifen müssen). Mein Freundeskreis ist unverändert.
Ja, ich bin froh und zufrieden so wie es ist.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Meine etwas wirre Geschichte.
Ich habe mich vor ein paar Jahren von meiner Frau getrennt. Grund war eine andere Frau, in die ich mich schwer verliebt hatte. Klar kochte sie auch nur mit Wasser und war auch älter als meine Ex-Frau, aber wo die Liebe nun mal hinfällt. Nach 1 Jahr Beziehung hat meine Freundin sich getrennt. Grund: Meine Ex und die Kinder waren immer präsent. Mit den Kindern kam sie bestens klar und sich mochten sich. Besonders meine große Tochter. Meine Freundin kam sich wie das fünfte Rad am Wagen vor, nur zu dumm, dass ich es zu spät erkannte. Meine Kinder nicht täglich zu sehen und mit ihnen zu leben war recht schlimm für mich. Finanziell war es in der Ehezeit natürlich besser/leichter. Ich bin dann zurück zu meiner Ex-Frau gezogen. Liebe war zwar nicht mehr im Spiel, aber wir haben dann noch ca. ½ Jahr eine Art Beziehung geführt.
Bin dann wieder ausgezogen. Meine Kinder haben es aber dann verstanden.
Jetzt trauere ich meiner Ex-Freundin hinterher und habe auch versucht sie zurückzugewinnen.
Aber leider hat sie meinen erneuten Einzug zur Ex-Frau mitbekommen.

FS, bereust du deine Trennung? Möchtest du deine Ex-Frau zurück? Vielleicht solltest du es machen, sonst wirst du nie wissen wie deine Gefühle zu ihr sind. Willst du dein altes leben zurück?
M
 
G

Gast

Gast
  • #5
Es geht hier wohl auch um Menschen, die sich getrennt haben und trotz neuem, aber schlechterem Partner, die Trennung vom Ex bereuen. Hier dürfte es viele geben - denn wer gibt schon ehrlich zu, dass er sich verschlechtert hat. Hier musst du einfach mal den Blick hinter die Kulissen wagen - dann siehst du Abgründe und deine Frage hat sich von selbst beantwortet.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hier nochmal der FS. Nein, ich bin kein"Täter", sondern "Opfer", obwohl daß natürlich nicht ganz passende Begriffe sind. Meine Ex hat warm gewechselt. Ich habe trotz Umstellungsschwierigkeiten die mir aufgezwungene neue Situation zwischenzeitlich gut angenommen.

Ohne meine Ex kann ich leben. Was mir immer noch zu schaffen macht ist die erzwungene Teilzeitvaterschaft. Meine Töchter und ich haben ein hervorragendes Verhältnis. Ich muß immer noch einen dicken Klos herunterschlucken wenn ich die beiden Sonntag Abend wieder abgeben muß und Sie dann 14 Tage nicht sehe.
 
G

Gast

Gast
  • #7
FS, ich kann dich gut verstehen. Vaterliebe findet weniger gesellschaftliche Anerkennung, als die Liebe einer Mutter. Persönlich habe ich aber andere Erfahrungen gemacht. Die Bindung der Väter an ihre Kinder ist oft sehr stark … und es ist verdammt gut. Meine Gedanken dazu: Deine Tochter ist 14 und ist somit in 4 Jahren Volljährig. Sie kann dann aus dem Dunstkreis deiner Ex-Frau raus.
Ihr habt noch sehr viele Jahre vor euch und könnt eine harmonische Vater-Tochter-Beziehung pflegen. Nun möchte ich aber zurückgehen auf deine Titelfrage. Hoffst du, dass deine Ex den Warmwechsel bereut und dich gerne wieder zurück möchte? Weil der andere Partner doch nicht so der Knaller ist? Aber möchtest du mit einer Fremdgeherin wieder zusammen sein?
 
G

Gast

Gast
  • #8
Der FS,

Nein ich möchte nicht mehr mit meiner Ex zusammen sein. Der Stadel ist irreperabel abgebrannt. Wogegen ich aber nichts hätte, wäre daß meine Ex die Schattenseiten Ihrer Entscheidung erkennt und entsprechend einordnet. Nicht aus Rache - die Phase wo ich mir das gewünscht habe liegt schon hinter mir. Sondern weil sich daraus evtl. mehr Respekt und Verständnis für meine Person ableitet - Dinge die sehr hilfreich sind wenn man sich darüber unterhält was das Beste für die Kinder ist. Und nur darum geht es mir jetzt - sicherstellen daß die Kinder ihren Weg machen und von den jeweiligen Stärken Ihrer Eltern profitieren, statt deren Schwächen zu übernehmen.

Da eine direkte Frage an meine Ex hier ja nichts bringt, dachte ich etwas Recherche hilft...
 
G

Gast

Gast
  • #9
Seit 3 Jahren getrennt und nie bereut. Bzw., bereut nur, dass das Konstrukt Familie nicht mehr existier, dass es gescheitert ist, aber nie die Trennung von diesem Mann.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Sondern weil sich daraus evtl. mehr Respekt und Verständnis für meine Person ableitet - Dinge die sehr hilfreich sind wenn man sich darüber unterhält was das Beste für die Kinder ist. Und nur darum geht es mir jetzt - sicherstellen daß die Kinder ihren Weg machen und von den jeweiligen Stärken Ihrer Eltern profitieren, statt deren Schwächen zu übernehmen.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du und mir zerreisst es auch fast immer das Herz, wenn das Wochenende mit der Tochter vorbei ist und meine ex hat mich super-respektlos behandelt.

Meine Haltung: ich bin nicht alleine der Retter der Welt meiner Tochter. Die Verhältnisse sind so wie sie sind und ich kann sie nicht ändern. Ich bin immer für meine Tochter da und kann nix dafür, dass das Verhältnis zur ex so ist wie es ist. Was die ex von mir hält, ob sie mich respektiert oder nicht, ist mir völlig egal.

m 41
 
G

Gast

Gast
  • #11
..., wäre daß meine Ex die Schattenseiten Ihrer Entscheidung erkennt und entsprechend einordnet. Nicht aus Rache - ….

FS, hier nochmal die #6!
Ich denke sie wird die Schattenseite kennen und vielleicht bereut sie es auch. Aber zugeben wird sie es nicht. Aus meiner Sicht trägt sie die Verantwortung am zerbrechen der Familie. Auch der Tochter (14) dürfte es klar sein oder es irgendwann einmal so sehen. Ich persönlich finde es nicht verwerflich Gefühle wie Wut und Rache zu empfinden. Ich wäre an deiner Stelle sehr wütend auf die Ex-Frau. Was natürlich Gewalt ausschließt. Aber sie hat dir dein Kind genommen und dich betrogen. Ich wäre scheiß wütend sogar. Nun ja! Deine Tochter wird dich sehr lieben, auch wenn du sie nur alle 14 Tage siehst. Ich denke deine Ex-Frau wird auch ein bisschen eifersüchtig sein auf diese besonderen Vater-Tochter Tage.
Ich war mal sehr in einen Mann verliebt, der auch Wochenendvater war/ist. Für mich war es kein Problem, ich habe mich mit beiden sehr gut verstanden und gelegentlich am Wochenende auch was zu viert unternommen. Und nein ich war nicht der Grund der Trennung! Die lag schon 3 Jahre zurück. Das Problem war die ewige Präsenz der Ex-Frau. Er konnte einfach nicht mit ihr abschließen. Die Liebe zu seinen Kindern war auch sehr stark. Und ich fand er war ein ganz wundervoller Vater und ich hatte sehr wohl sehr viel Respekt vor seiner Lage und vor ihm als Mann. Wenn er mit seiner Ex-Frau abgeschlossen hätte, dann wären wir jetzt noch ein Paar.
Er lebt alleine und nährt sich von denn Wochenenden mit seinen Kindern. Alles Gute!

w
 
G

Gast

Gast
  • #12
Seit fast drei Jahren AE und die Trennung noch keinen einzigen Tag bereut (weil Gewalt im Spiel war)
w/36
 
G

Gast

Gast
  • #13
Überhaupt nicht, einfach weil man wieder offen für alles neue sein kann. Man hat nochmal die Gelegenheit, sich neu verlieben zu können (sofern man darauf wert legt). Natürlich ist die Anfangszeit schwer, weil man wieder alleine zurecht kommen muss, aber es lebt sich wieder wie als Single.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Ich bin alleinerziehend, 2 Kinder, 40, 2,5 Jahre getrennt, fast 3J.
Ich finde es als komplette Familie schöner, nur eben nicht mit meinem Exmann - der war cholerisch, geizig(trotz sehr hohem Einkommen) und untreu. Hat sich erst wirklich so entwickelt als die Kinder kamen, ich dachte, es bessert sich wieder, aber es wurde immer schlimmer und ich litt zum Schluss so, dass ich nur noch krank war und an Selbstmord dachte mit 36. Mein Mann hat mich psychoterrorisiert und kleingemacht, es war die Hölle.
Er will immer noch zurück, er bereut es. Ich hätte gerne eine heile Familie, besser gesagt eine normale mit all ihren Höhen und Tiefen.
Aber mir geht es besser als innerhalb der Ehe und wenn mein Exmann die Kinder abholt, bin ich nach wie vor froh, wenn er wieder weg ist.
Ich hab leider bisher nur Affären gehabt, aber das war alles viel viel besser als die Zeit mit meinem Mann. Er hat keine neue Frau und komischerweise nicht mal mehr halb so viele Affären, wie innerhalb der Ehe.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Seit sehr langer Zeit vom Kindesvater getrennt, ihn nie betrogen, er aber mich, ging während der Schwangerschaft, obwohl es mir sehr gut ging, ins Bordell. Später lies er mich am Arm emotinal verhungern, heute weis ich warum. Armer Kerl, schlimme Kindheit, ist selber so behandelt wurden, aber zum Anfang hat er sich tierisch Mühe gegeben. Er ist ein fleissiger und zuverlässiger Mensch, aber er hat halt nen Knacks weg. Eine Aussprache war mit ihm nie möglich.

Ich habe meiner Tochter immer gestattet Kontakt zu ihm zu halten, sie ist ihm doch schon ähnlich und das soll sie auch sein dürfen, damit sie psychisch gesund aufwachsen durfte. Eines Tages, wenn sie reif genug ist, werde ich ihr die Wahrheit erzählen, warum ich mich von ihrem Vater trennen musste, um selber nicht psychisch kaputt zu gehen und sie eine relativ unbeschwerte Kindheit und Jugend haben konnte.

Bereut habe ich meine Entscheidung nie. Ich hatte viel Glück mit Arbeitgeber, Krippe, Kita, Schule, Hort, habe früh wieder angefangen zu arbeiten, bin sehr fleissig und somit konnte ich finanziell immer bescheiden aber beständig leben, nur mit Kindesunterhalt. Mein Kind ist fast volljährig und gut gelungen.

w 50
 
Top