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  • #1

Weibliche Doppelmoral. Eine Frage des Charakter o. der Umstände?

Ich bin seit einiger Zeit hier im Forum aktiv. Dabei ist mir eine eklatante Doppelmoral in den Beiträgen der weiblichen Mitglieder aufgefallen.

90% der Frauen vertreten bei den Themen Hausfrau / Kinder / Junge Mutter / Trennung offensiv das Lastenverteilungsprinzip . Dazu gehört daß Frau (zeitweise) zu hause bleiben darf und danach nur Teizeit arbeitet genauso wie der Anspruch, daß dem wirtschaftlich schwächeren Partner in jedem Fall die Hälfte des Familieneinkommens zusteht. Da wird dann mit weichen Faktoren wie Liebe / Respekt / immaterielle Beiträge zur Partnerschaft / sie erzieht seine Kinder / sie opfert sich für ihn argumentiert. Bei dem Thema "Wer zahlt beim Ausgehen" ist es ähnlich. Da wird gerne das traditionelle Modell eingeklagt und falls vom Mann nicht befolgt gleich als Charakterschwäche seinerseits identifiziert (Geizhals; nicht romantisch etc.).

Bei Frauen, die wirtschaftlich unabhängig sind (oft ab Mitte 30+ und kinderlos) und ein gutes Einkommen haben, scheinen obige Prinzipien aber nicht zu gelten. Da ist wirtschaftliche Parität plötzlich der heilige Gral. Da hört man dann "Ich will keinen Mann durchschleppen" "Er sollte mindestens so viel wie ich verdienen, damit er meinen Lebensstil mitleben kann" "Wenn er mich einlädt lade ich ihn auch mal ein".

Meine Frage an die Frauen - Ist Euch Eure Janusköpfigkeit bewußt? Oder habe ich da was falsch verstanden? Falls nein, ist dies für Euch einfach eine Frage der Umstände oder eine Frage des Alters? Eine Frage der Erziehung bzw. des Charakters? Oder teilen Frauen nur wenn es zu Ihrem Vorteil ist?
 
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  • #2
Interessante These. Du vergleichst aber zwei Typen von Frauen. Als erstes die, die keine großen Karriereabsichten haben und gerne Familie möchten. Das ist dann das Schema, das Du mit Hausfrau oder Teilzeitstelle beschreibst. Hier trägt der Mann in der Regel die finanziellen Lasten ganz oder zu einem größeren Teil.

Der zweite Typus ist die Karrierefrau, die sich das Modell andersherum nicht vorstellen können. Da muss es dann der gut verdienende Mann sein, der die gleichen Möglichkeiten wie die Frau hat. Diese Frauen wollen in der Regel keine Familie im althergebrachten Sinne oder viel später. Das heißt, Du redest von zwei sehr unterschiedlichen Gruppen von Menschen. Karrierefrauen haben es meistens schwerer, jemanden zu finden, da die Ansprüche sehr hoch sind und erfolgreiche Männer sich das entweder nicht antun wollen und die erste Gruppe - gerne jünger - bevorzugen. Ist ihr gutes Recht.

Was Du in deiner Frage anschneidest ist der Kampf der Gesellschaft, die lange Zeit alte Strukturen gelebt hat und mindestens die Vorgängergeneration meistens eine langjährige Ehe geführt haben mit festen Aufgabengebieten. Ob die Ehe dabei gut geklappt hat, ist eine andere Frage. Die Zeiten haben sich stark geändert. Frauen besitzen heute viel mehr Möglichkeiten und wir sind gesellschaftlich gesehen auf der Suche, wie aufgrund der Veränderungen sowohl der Mann als auch die Frau damit umgehen können. Der Prozess ist noch ziemlich in den Kinderschuhen und man sieht, dass vor allem auf der Frauenseite Meinungen vertreten werden, die sehr extrem und provokativ sind. Dabei werden ganz gerne die Vorteile der alten Welt genommen und es dürfen dann auch gerne die Vorteile der neuen Welt dazu sein. Und das ist etwas, was dir auffällt und Du beschreibst.

Ich denke auch nicht, dass es eine Frage des Alters ist, wie viele Widersprüche da sind. Die Widersprüche sind je nach Alter etwas unterschiedlich, aber durchaus überall vorhanden. Was mir letztendlich sehr missfällt: Die Männer gaben am Anfang viel zu wenig Kontra. Inzwischen hat sich das Gott sei Dank etwas geändert und wenn eine abstruse Forderung kommt, wird hier schon etwas mehr gestritten. Thema vor allem ist der Feminismus, der für Männer in seiner extremen Forderungen absolut unhaltbar ist. Aber Reibung erzeugt Wärme und steht häufig für Weiterentwicklung. Wenn dir also bei einer Dame diese Widersprüche begegnen, dann sprich sie darauf an. Ich bin inzwischen auch wesentlich offensiver geworden, was diese Forderungen betrifft. Ich hoffe immer noch, dass die Entwicklung einen positiven Verlauf nimmt und sich beide Geschlechter in Zukunft in ihrem Zusammenleben besser treffen als heute.
 
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  • #3
Schon die Natur will es so: Der Mann gibt, die Frau empfängt. Was er nicht einer Frau gibt, gibt er einer Anderen. Wenn ein Mann nichts gibt oder zu wenig oder mehr empfängen will, als er gibt (Geld, Zeit, Zuneigung, Gespräche, was auch immer), sollte es ein sehr schlechtes Zeichen für eine Frau sein.
 
  • #4
Ich denke, Du solltest unterscheiden zwischen der
- Heterogenität der Frauenmeinungen und
- Doppelmoral einzelner Frauen.

Gerade kinderlose Frauen entscheiden sich ausdrücklich für ein unabhängiges Leben, was für sie beim Gegenüber ebenso selbstverständlich ist.
Eltern beiderlei Geschlechts, insofern sie wegen der Kinder zuhause bleiben, haben meiner Erfahrung nach tatsächlich kein schlechtes Gewissen, selbst nichts oder wenig zu verdienen.
Da sehe ich in beiden Fällen keine Doppelmoral, sondern schlichte Akzeptanz von richtungsweisenden Entscheidungen, so unterschiedlich die Lebensentwürfe dann eben sind.

Dass es unter denjenigen, die gut verdienen oder vermögend sind, mehr Männer als Frauen gibt, die in einer Beziehung finanziell großzügig sind, ist mir aber auch schon aufgefallen. Finde ich auch ärgerlich.
Allerdings hängt es auch immer noch mit dem von Männern präferierten Altersunterschied (Jüngere verdienen im Schnitt schlechter, deshalb sind es viele Männer "gewohnt" mehr zu verdienen) und der meist ebenfalls immer noch gegebenen ungleichen Lastenverteilung im Haushalt zusammen.
Auch weniger (als ihre Frauen) verdienende Männer beteiligen sich selten hälftig an den anfallenden Arbeiten. Hier sehe ich die größere Großzügigkeit bei den Frauen.
 
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  • #5
Es mag ja für manche Männer ein "Opfer" sein, dass sie nunmal für Frau und Kind, also ihre eigene Familie etwas zahlen müssen, aber das gehört zur Familie nunmal dazu!
Und Frauen arbeiten nicht in Teilzeit nach der Geburt, weil sie zu faul sind, sondern, weil Haushalt und Kind zuhause sich auch nicht in einer Stunde pro Tag machen lassen und man ein Kleinkind nicht 10 Stunden in einer Kita lassen sollte.
Trotzdem fühlen sich gut ausgebildete Frauen, die nunmal ebenfalls einen guten Beruf haben oder hatten nicht nur dafür berufen, ab dem Zeitpunkt der Familiengründung nur noch für den Haushalt und die Kinder da zu sein! Ist doch klar, dass der Mann mit anpackt!?
Wo ist da denn die Doppelmoral?

Und dass eine Frau von einem Mann zum Essen eingeladen werden will, ist nicht doppelmoralisch, sondern Frauen freuen sich darüber eben!
Solange eine Frau kinderlos und wirtschaftlich unabhängig ist, wie von Dir beschrieben, will sie natürlich keinen Mann mit durchfüttern oder ihren Standard senken, weil ER zwar mit ihr zusammenleben, aber die Miete nicht zahlen kann!
Wenn aber beide zusammen eine Familie gründen, sind es doch nicht nur IHRE Kinder?
Es ist die gemeinsame Familie und ein gemeinsames Projekt!
Natürlich könnte rein theoretisch auch der Mann in Teilzeit arbeiten oder zuhause bleiben und die Frau verdient das Geld hauptsächlich.
Allerdings kriegen die meisten Männer Kinder und Haushalt doch gar nicht auf die Reihe, zusammen mit einem Teilzeitjob schon gar nicht!
Und dazu haben die Frauen ja schon alleine durch die Geburt und die Zeit danach einen Karriereknick oder fallen aus ihrem Job heraus bedingt durch immer mehr befristete Verträge.
Männer machen sich auch oft selbständig, die können dann gar nicht mal ein Jahr pausieren.

Mein Cousin ist Künstler und bleibt zuhause und seine Freundin verdient das Geld. Der Haushalt ist ein Chaos und er ruft immer wieder bei seiner Mutter an und beschwert sich, dass seine Freundin so wenig aufräumt und im Haushalt nichts tut! Sie ist jeden Tag 10 Stunden arbeiten.
Aufgeräumt hat er abends oft nicht, gekocht ist auch oft nichts.
Bei meiner Freundin, die nach der Geburt wieder arbeiten gehen musste, weil ihr Mann nichts verdiente als Architekt, war es ähnlich! Die hat auf der Arbeit oft geheult, weil ihr Mann nichts auf die Reihe bekommen hat zuhause.
ich hätte gerne gearbeitet nach dem Babyjahr, aber meinem Mann war die Nanny zu teuer! Und in Teilzeit habe ich sehr lange suchen müssen, bis ich was gefunden habe. Karriere macht man in TZ natürlich nicht! Die spannenden Aufgaben hat man auch nicht!

Mein Bruder hat mal gesagt, er würde sich komplett kastriert fühlen, wenn eine Frau beim Date für ihn mit-zahlen würde - sowas lassen nur Waschlappen zu. So seine Meinung!

w,40
 
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  • #6
Warum so philosphisch?

Ganz klar, wenn Frau mit einem Mann eine Familie gründet und gemeinsame Kinder mit ihm aufzieht, hat sie Pflichten und er hat auch Pflichten. Aufgrund der Kinder sollte/kann sie, wenn es die Umstände bringen, nur Teilzeit arbeiten, was den Kindern, dem Mann, der Familie und der Frau/Mann Beziehung zu gute kommt.

Die Frauen, die kinderlos sind und keine Familie mit dem Mann gründen, aus welchen Gründen auch immer, habe ganz andere Basics, das ist eine ganz andere Form von Beziehung und daher ist es normal, dass diese Frauen auf Augenhöhe wollen. Es ist nur eine andere Form von Augenhöhe, als in der klassischen Form.

Dann gibt es noch die AE-Mütter, die berufstätig sind, nur Kindesunterhalt erhalten, beständig im Leben stehen und somit auch nur einen Mann wollen, wie ich, der auf ähnlichem Level lebt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

All diese drei beschriebenen Beispiele haben weder was mit weiblicher Doppelmoral, noch mit Charakterschwäche zu tun. Das Leben gibt die Bedigungen vor und Mann kann sich entscheiden, ob er das mittragen möchte oder nicht.

Was wäre denn charaktervoll und keine Doppelmoral in den Augen des FS?
 
  • #7
Lieber FS, Du hast doch schon deutlich den sachlichen Unterschied herausgearbeitet:
Die erstgenannten Frauen wollen Kinder bekommen und großziehen, für dieses Lebensmodell suchen sie einen geeigneten Partner, der sie wegen der gemeinsamen Kinder auch wirklich unterstützt. Die Idee ist auch nicht, dass der Mann die Frau als solche durchschleppt, sondern dass er seine Familie unterstützt.
Die letztgenannten Frauen wollen keine (weiteren) Kinder und sind logischerweise nicht auf diese massive Unterstützung angewiesen.

Das sind schlicht zwei unterschiedliche Lebensmodelle, für die Frauen die jeweils passenden Männer suchen. Natürlich gibt es auch immer Idioten (beiderlei Geschlechts), die andere Menschen ausnutzen und sich völlig daneben benehmen.
 
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  • #8
Finanziell erfolgreiche und gut gestellte Männer suchen aberja auch manchmal Frauen, die 10 Jahre jünger sind - und die haben in der Regel nicht so viel Geld - da wäre es ja nicht schön, wenn ER sich auch noch einladen ließe! Ich fände es uncharmant.
Bei Paaren auf Augenhöhe - beide finanziell ähnlich gestellt, ist es vielleicht so, dass er bei den ersten Dates zahlt, weil es zum Werben dazugehört. Aber in der Beziehung meiner Freunde in gleichaltrigen Beziehungen oder Beziehungen mit ähnlichem Einkommen wird geteilt!
Sei es beim Urlaub oder bei Anschaffungen!
dass er vielleicht öfter ins Restaurants einlädt, ist doch kleinlich abgerechnet!
Dafür kauft sie zuhause dann alles ein... was in der Regel mehr kostet im Monat!
Was solls!??
Ich kenne auch Mädels, die mit 27 schon verdienen und ihr Freund studiert noch! Da wird erst recht geteilt oder sie zahlt mehr.
Kann das so nicht bestätigen!
w,40
 
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  • #9
Eine Frage des charakters und der Erziehung sowie des Umfelds.

Wenn Frau nur arbeitsscheue und geldgeile Frauen vom Staate NIMM um sich hat, wird sie genau das gut finden und sie nachahmen bzw. die besten Strategien entwickeln, um an noch mehr zu kommen.

Wenn Frau hingegen für ihren Lebensunterhalt schon immer selbst sorgt, selbst wenn sie Kinder hat, dann wird sie o.a. Frauen verachten.

w/44 - Frau, die schon immer gearbeitet und sich selbst finanziert hat - auch in der Ehe!
 
  • #10
Meine Frage an die Frauen - Ist Euch Eure Janusköpfigkeit bewußt?

Ein Mann, der seine Karriere auf Eis legt, um Kindererziehung und Haushalt komplett zu übernehmen, hätte wohl,auch aus Frauensicht, genau den gleichen Anspruch auf finanzielle Unterstützung, wie die Frau.
Dies ist jedoch in den seltensten Fällen so, die Väter wollen es wohl auch gar nicht.

Nein, es ist keine Doppelmoral, sondern pragmatisches Abwägen von Leistung und Gegenleistung.
 
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  • #11
Der FS - Viele hier gehen davon aus, daß eine (familienorientierte) Frau Ihre Entscheidung nie revidiert und über die Lebenszeit sich daher geben und nehmen zwischen Mann und Frau ausgleichen. Das ist doch heute nur noch selten die Realität. Die meisten Scheidungen bei Paaren mit Kindern passieren nach 8-12 Jahren wenn die Kinder aus dem gröbsten heraus sind. Und Frau wieder Vollzeit arbeiten kann ohne größere persönliche Einschränkungen hinzunehmen. Die Scheidung geht meist von der Frau aus. Meist dann wenn Frau noch jung genug ist "neu anzufangen", natürlich mit den in der Partnerschaft "erarbeiteten Ressourcen". Alles soweit verständlich im Bezug auf motivation. Der Punkt ist doch daß viele die dann noch Karriere machen bzw. abgesdcihert sind bei der nächsten Partnerschaft die in jungen Jahren eingeforderte und erhaltene Solidarität nicht zurück geben. Das ist doch pharisäerhaft, oder? Derr Mann als Lebensabschnittserfüllungsgehilfe? Und dies gerade von Akademikerinnen...

Noch was - beim Geldtransfer sprecht Ihr gerne davon "Es sind ja (auch) seine Kinder." Der Umkehrschluß zählt doch auch. Ein Kind ist kein zu entgeltenes Geschenk der Frau an den Mann...
 
  • #12
http://www.huffingtonpost.com/2013/09/24/millionaire-men_n_3983741.html

recht einfach erklärt.. Mann such "nett" Frau sucht "Status" (selbst wenn sie den selbst hat) ist jetzt nicht So neu..

The results revealed that the vast majority of millionaire men, 79.6 percent, seek out non-millionaire women, while 84.5 percent of the female millionaires would prefer to date another millionaire.
 
  • #13
Lieber FS,

öffne Deine Augen und lese Dein eigenes Posting.

Eine Frau führt den Haushalt, erzieht die Kinder und arbeitet ein wenig. Der Mann arbeitet Vollzeit. Wie soll die Frau genau die Hälfte der Ausgaben der Familie bestreiten?

Beide Partner arbeiten Vollzeit. Natürlich sollten beide - zumindest ungefähr - die Hälfte der Ausgaben des Paares bestreiten können.

Erkennst Du einen Unterschied?

PS.: Die heroischen Damen, die darauf beharren, dass sie in der Ehe sämtliche häuslichen Lasten getragen und zudem Vollzeit gearbeitet haben - was hat der Mann neben seinem Vollzeitjob gemacht? Die Zeit genutzt um sein gespartes Geld für Hobbys auszugeben? Oder?

PPS.: Ich persönlich hätte damals einen vernünftigen Ausgleich gut gefunden - beide Partner arbeiten etwa gleich viel und kümmern sich ebenso um die Kinder. Leider hat sich mein Ex entgegen seiner Ankündigungen komplett verweigert, er hat in all den Jahren die Kinder nicht ein einziges Mal vom Kindergarten abgeholt. Nie.
 
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  • #14
@10 - du hast in einem Punkt Unrecht - die Frauen, die ihre Zeit und Karriere (lachhaft) angeblich für Mann und Kinder geopfert haben und dieses Geschenk (ebenfalls ein Witz) ihrerseits bei der Scheidung fürstlich entlohnt bekommen, werden auch danach nicht Vollzeit arbeiten und Karriere machen. Dazu müsste Frau ja wollen! Aber weit gefehlt - sie suchen sich den nächsten Deppen, der für sie zahlt und sie versorgt, damit sie ungehindert ihrer Lebensqualität weiter fröhnen kann. Maximal ein Teilzeitjob - aber nur, wenn es nicht zu anstrengend ist! Das ist Realität. Lieber vom Ex (Kindsunterhalt) und vom Neuen (Versorgung, Rente) leben, als selbst die Hände schmutzig machen!

w/44
 
  • #15
Der FS - Viele hier gehen davon aus, daß eine (familienorientierte) Frau Ihre Entscheidung nie revidiert (...)

Das klingt ein wenig nach "ach, ich hab's mir anders überlegt und will jetzt diese Beziehung nicht mehr". So läuft das aber nicht. Wenn ein Paar sich trennt, dann ist üblicherweise die Beziehung (über lange Zeit) gescheitert. In den allermeisten Fällen haben beide Seiten ihren Anteil daran. Wer dann letztlich den bürokratischen Akt der Scheidung einleitet, sagt doch wenig über die Umstände des Scheiterns aus.
 
  • #16
Keine Charakterfrage, sondern eine der Bildung. Welch Frau mit gutem Job bleibt schon freiwillig wegen der Kinder zu hause. In meinem Umfeld gibt es solche Frauen nicht. Die nur Hausfrauen bewegen sich doch auf sehr niedrigem Niveau. w52
 
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  • #17
#10: Ich sehe das ein bisschen zu negativ dargestellt. Es gibt sicher solche Konstellationen, wie Du sie beschreibst. Die Realität ist aber häufiger, dass sich eine AE schwerer tut, einen neuen Mann zu finden, der das Kind akzeptiert und mit ihr eine neue Familie gründet. Zum anderen sind Kinder mit 8 Jahren noch recht unselbständig in der Form, das Frau richtig Karriere machen und auf Terminen tagelang unterwegs sein kann. Sicher gibt's da auch ein paar, aber Frauen fahren im Job generell recht ungerne durchs Land und einer Nanny geben ist auch nicht billig und unproblematisch.

Mann kann dies also nicht verallgemeinern. Das Ehen schief gehen und Frauen häufiger die Scheidung einreichen, ist allgemein bekannt. Aber zum Scheitern einer Ehe gehören immer zwei und ich denke, viele Frauen sind dann konsequenter, wenn es um das Finale geht. Meistens ist es doch vorher nicht mehr sonderlich gut gelaufen, ansonsten würde man sich ja nicht zu diesem Schritt entscheiden. Das ein großer Prozentsatz aus Geldgier und Berechnung eine Ehe beendet, finde ich eher fragwürdig. Dadurch, dass eine Scheidung stressig und mit viel negativen Gefühlen behaftet ist, bringt sowohl Mann als auch Frau dazu, irrational zu handeln und manchmal kommt es vor, dass der eigene Egoismus überhand nimmt und sich an seinen Expartner persönlich durch immer neue Klagen und Entziehung der Kinder zu rächen. Das finde ich - obwohl menschlich - sehr unschön und sollte von den Gerichten viel härter bestraft werden. Kein Elternteil hat das Recht - auch wenn er den Expartner hasst - die Kinder vorzuenthalten oder den Partner systematisch schlecht zu machen. Das ist einfach nur unterste Schublade und auch für den Nachwuchs schwer zu verstehen. Vielleicht ist dir genau so etwas passiert und Du hast dir dadurch eine sehr negative Meinung über Frauen gebildet. Das würde ich aber an deiner Stelle versuchten zu korrigieren, da Du damit nur dein eigenes Leben schwer machst und dich bei jedem negativen weiblichen Exemplar bestätigt fühlst. Die positiven siehst Du dann gar nicht mehr, da Du ständig nach Bestätigung suchst wie hier z.B. im Forum.
 
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  • #18
...ihrerseits bei der Scheidung fürstlich entlohnt bekommeen....

Aber weit gefehlt - sie suchen sich den nächsten Deppen, der für sie zahlt und sie versorgt, damit sie ungehindert ihrer Lebensqualität weiter fröhnen kann.

w/44

Wo lebst du, dass du solche Frauen persönlich kennst? Ich bin nicht so eine Frau und ich habe durch meine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich keine einzige Frau kennengelernt, die nach einer Scheidung fürstlich entlohnt wurde und der nächste "deppe" Mann schon auf der Matte stand, um sie weiter zu finanzieren.

Die Zahl der Mütter, die auf H4-Niveau leben müssen, auch nach einer Scheidung steigen immer mehr, also wo kommen die Erkenntnisse über diese besagten Frau her, die von Mann zu Mann hüpfen und immer reicher dabei werden?

Wenn es so einfach wäre, den nächsten Deppen zu finden, dann frage ich mich, warum so viele kinderlose ansehnliche Frauen ungewollt Single sind?
 
  • #19
Zitat von FS:
Der Punkt ist doch daß viele die dann noch Karriere machen bzw. abgesdcihert sind bei der nächsten Partnerschaft die in jungen Jahren eingeforderte und erhaltene Solidarität nicht zurück geben.
1. Ist nur ein sehr kleiner Teil der ehemaligen Nur- Hausfrauen wirklich in der Lage, danach über ein gutes finanzielles Polster zu verfügen
2. Ist es auch bei diesen wenigen gutsituierten Frauen oft so, dass sie den Bärenteil der Hausarbeiten übernehmen/ auf ihre Kosten erledigen lassen, es also auch auf anderer Ebene schon ein unausgewogenes Geben gibt,
und 3. ist es trotzdem tatsächlich nicht so, dass dann alle diese Frauen sich scheuen würden, die finanziellen Hauptbelastungen auch noch zu schultern.
Wenn überhaupt, dann mag Dein Vorwurf der gelebten Doppelmoral für eine Kleinst- Gruppe gelten.

Ansonsten stimme ich Post 1 bei, dass es eher provokative, abstruse Forderungen sind, die geäußert werden, meist von denen, die meilenweit davon entfernt sind, sich persönlich mit dieser Frage befassen zu müssen. Das ist eigentlich in erster Linie noch eine plakative Form von Feminismus, die wie Machogehabe in erster Linie Kampfkraft demonstrieren soll. Betrachte es als Rhetorik, der man durchaus widersprechen sollte.
 
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  • #20
Lieber FS, ich wundere mich über diese Einstellung genauso wie du. Ich bin Akademikerin und möchte gerne Familie, aber nur mit einem Mann, der bereit ist, sich ebenso wie ich in die Kindererziehung einzubringen, mindestend die hälftige Elternzeit zu nehmen und es versteht, dass ich schnell wieder arbeiten möchte und dies nicht nur jahrelang in Teilzeit, während er Vollzeit arbeitet und beruflich voran kommt. Nur so ist für mich die hier oft erwähnte Augenhöhe möglich. Ich wollte nie Hausfrau sein und kann mir einfach nicht vorstellen, mich finanziell abhängig von einem Mann und zu seiner Haushälterin zu machen, auch nicht für die in Deutschland ungeschriebene Mindestelternzeit von ein Jahr pro Kind (ich möchte 2). Ich bin eigentlich ein toleranter, unkomplizierter Mensch, aber einer von wenigen Punkten auf meiner No Go-Liste ist die klassische Rollenverteilung. Ein Mann, der es für selbstverständlich hält, dass mit Kindern ich mein Leben komplett ändere und für ihn alles weiterläuft wie bisher, disqualifiziert sich daher für mich als Partner. Außerdem glaube ich, dass es für die Kinder besser ist, wenn sie von beiden Eltern ausreichend haben (mein Vater war immer arbeiten und die ersten vernünftigen Gespräche mit ihm führte ich erst, als ich auszog und er sich dadurch, wenn ich mal kam, Zeit für mich nahm), und auch besser für die Beziehung der Eltern, wenn beide die Lasten und Vorteile von Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit gemeinsam tragen und beide auch im Job bleiben, um in ihre berufliche Zukunft zu investieren. Mich wundert schon, seit ich hier mitlese, dass gerade die gut ausgebildeten Frauen so konservativ sind, keine Arbeitsteilung zu wollen, sondern bereitwillig die alleinige Elternzeit nehmen (maximal mit Ausnahme der 2 Pseudovätermonate), um anschließend über die schwere Belastung als Hausfrau und Mutter, den nicht mithelfenden Ehemann und den Karriereknick zu jammern. Viele schlechter qualifizierte Frauen, die keinen Karriereknick zu befürchten haben, haben diesbezüglich eine emanzipiertere Einstellung als die weibliche "Elite".

w, 29
 
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  • #21
Ich wundere mich eher über die Männer.

Wenn ich mir als Frau mit Uniabschluss, sehr gutem Einkommen und attraktivem Äußeren ein passendes Gegenstück suche ist das doch mein gutes Recht.

Warum sich manche Herren mit guten Voraussetzungen allerdings ein Weibchen suchen, dass sie finanziell durchfüttern müssen, das ist dann wohl eher deren Problem oder? ;-P

Es steht doch jedem Mann frei auch auf dem gleichen Level zu suchen!!!
 
  • #22
Dazu müsste Frau ja wollen! Aber weit gefehlt - sie suchen sich den nächsten Deppen, der für sie zahlt und sie versorgt, damit sie ungehindert ihrer Lebensqualität weiter fröhnen kann.
w/44

Immer dieser Frauenhass, den w/44 hier regelmäßig versprüht. Es ist doch die gemeinsame Entscheidung eines Paares, wie es zusammen lebt und arbeitet. Mein Mann bestreitet den Löwenanteil unseres Einkommens und ich fröne meiner "Lebensqualität" wie Du es spöttisch nennst. Das wollen wir beide so. Nach einer Scheidung sorgt dann wieder jeder für sich, das ist doch völlig selbstverständlich. Nach dem neuen Unterhaltsrecht sind solche Abzock-Exzesse, wie sie hier gezeichnet werden, absolut unmöglich. Es kann sein, dass Immobilien und Vermögenswerte geteilt werden müssen, das man Rentenpunkte abgeben muss. Aber das weiß man(n) doch vorher! Eine Ehe ist ein weitreichender Vertrag. Das muss jedem klar sein, genau wie dieses: Kein Mann wird gezwungen 25 Jahre der Alleinernährer zu sein! Er hat das so mitgetragen und muss dann eben mit den Konsequenzen leben. So ist das nunmal als Erwachsener.
 
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  • #24
Liebe(r) FS,

ja, ich denke, da hast Du was falsch verstanden! Es geht hierbei ja klar um die Familie... und um Kinder, wenn es um Lastenverteilung, wie Du es nennst, geht.Alleinstehende Paare ohne Kinder betrifft das Modell ja überhaupt nicht.

Keine im Leben stehende selbständige Frau möchte einen Mann mit "durchziehen" müssen, ebenso wie i.d.R. ja auch kein im Leben stehender selbständiger Mann eine Frau mit "durchziehen" möchte.Ist ja auch normalerweise absolut unüblich und kommt kaum vor... ausser eben, es sind KINDER vorhanden! Und da schaut's dann natürlich vollkommen anders aus, weil es nicht mehr um ein Paar geht, sondern um eine FAMILIE...

Um Kinder MUSS sich für gewöhnlich jemand kümmern, und derjenige kann nicht zeitgleich auch berufstätig sein und Geld verdienen... ab da geht's dann ja los.Übrigens ist es im Falle, dass der Mann die Kinder betreut (was aber wohl eher seltener ist) bzw. sich die Eltern das teilen (können) dann ja auch wieder eine adäquate "Lastenverteilung"... aber i.d.R. gebärt halt die Frau das Kind nach einer Schwangerschaft ;) und benötigt i.d.R. auch eine gewisse Zeit, ca. ein Jahr um sich letztendlich (auch körperlich) von den Strapazen zu erholen, und normalerweise ist in den ersten Jahren die Frau für das Kind da, und meist auch wie selbstverständlich für den Haushalt usw., was sich wahrscheinlich vorher das Paar ohne Kind(er) geteilt, und die Frau auch Vollzeit gearbeitet hat.Und wenn eine Frau innerhalb von ca. 5-6 Jahren zwei oder vielleicht sogar drei Kinder bekommt, darfst Du nicht ausser acht lassen, dass sie allein 2-3 Jahre lang SCHWANGER ist und sich eine entsprechende Zeit auch erst mal von den Schwangerschaften (selbst wenn sie "normal" und einfach verliefen, bei Komplikationen, OP's noch länger) erholen muss.Auch wenn es Regionen auf der Welt gibt, wo die Frauen ihre Kinder "mal eben so" auf 'nem Kartoffelacker bekommen, sind 9 Monate Schwangerschaft, Geburt und mehrere Monate Rekonvalezens und oftmals noch Stillen, KEIN Spaziergang! Bei einem Kind schon nicht, bei zweien oder noch mehr gerad' noch weniger... (und dabei erwähne ich jetzt nicht mal, dass Eltern z.B. auch ein sogen. "Schreibaby" bekommen können, usw. sondern gehe mal vom "ganz Normalen" aus) und eben, die Kinder MÜSSEN betreut sein, zumindest bis ins höhere Grundschulalter... Wie soll das denn anders funktionieren, als wenn der Mann in einem solchen Falle auch seine Frau unterstützt??
 
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  • #25
In Posting #1 ist eigentlich schon alles gesagt. Die vom FS proklamierte "Janusköpfigkeit" resultiert daraus, dass verschiedene Frauen ihre verschiedene Lebensvorstellungen posten, er das aber alles in einen Topf wirft.

Dass eine Frau im Laufe ihres Lebens (hintereinander) auch beide Modelle leben kann, ist unbestritten. Wenn Männer allerdings die Wunschvorstellung haben, ihre Ehefrau möge doch bitte Kinder und Haushalt komplett alleine erledigen, ihren Lebensunterhalt gleichzeitig aber selbst verdienen, dann nenne ICH das Janusköpfigkeit.

Männer mit der Vorstellung einer gleichberechtigten Beziehungen, in der sich beide gleichermaßen in Erwerbs- und Familienarbeit einbringen, müssen nach einer Scheidung auch nicht rumheulen, dass die Frau sie finanziell ausnimmt. Aber bequemer für Männer ist natürlich die traditionelle Rollenverteilung, die sie am liebsten bei getrennter Kasse realisieren würden...

Immer dieser Frauenhass, den w/44 hier regelmäßig versprüht.

Nun, dass "w/44" ein Mann ist, dürfte jedem hier ja schon seit längerem klar sein, oder?

w 52
 
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  • #26
@10 - du hast in einem Punkt Unrecht - die Frauen, die ihre Zeit und Karriere (lachhaft) angeblich für Mann und Kinder geopfert haben und dieses Geschenk (ebenfalls ein Witz) ihrerseits bei der Scheidung fürstlich entlohnt bekommen, werden auch danach nicht Vollzeit arbeiten und Karriere machen. Dazu müsste Frau ja wollen! Aber weit gefehlt - sie suchen sich den nächsten Deppen, der für sie zahlt und sie versorgt, damit sie ungehindert ihrer Lebensqualität weiter fröhnen kann. Maximal ein Teilzeitjob - aber nur, wenn es nicht zu anstrengend ist! Das ist Realität. Lieber vom Ex (Kindsunterhalt) und vom Neuen (Versorgung, Rente) leben, als selbst die Hände schmutzig machen!

w/44

Meine Güte, wie frustriert und engstirnig muss man sein? Lass mich raten: Du hattest nie einen Mann und ein Kind in intakter Familie? Und wenn, dann hat Dein Exmann nichts gezahlt später und nun hast Du einen Hass auf alle Frauen, die (zurecht!) Unterhalt bekommen!
Oder Du hast einen LG, der Unterhalt an die Exfrau zahlen muss.
Wieso ist es lachhaft, wenn eine Frau für das Wohl der Familie zuhause bleibt?
Also ich kann mich erinnern, dass ich trotzdem den ganzen Tag zu tun hatte - nicht am Stück, dafür aber von morgens 7 bis abends um 22Uhr immer wieder.
Ich habe meinen Job als Ärztin zum Beispiel vermisst und musste zusehen, wie viele Freundinnen trotz Kind an mir karrieretechnisch vorbeizogen, aber sie hatten Männer, die sich auch im die Kinder gekümmert haben, die mit angepackt haben . Meiner tat das nie, funktionell war ich immer alleinerziehend. Ich war beruflich immer besser als er, heute hat er eine gutgehende Privatpraxis und verdient sehr gut, ich habe immer noch nicht meinen Facharzt furch Auszeit und Teilzeit.
Wenn das nicht ausgeglichen wird, ist das ungerecht! Mal abgesehen davon, dass ich rententechnisch totale Nachteile habe!
Ich durfte nie auf die Kongresse gehen, auf die Fortbildungen - mein Mann ist nie zuhause geblieben und hat auf die Kinder aufgepasst am Wochenende, weil ER ja am Wochenende segeln musste als Freizeitausgleich... Ich hatte ja schließlich die ganze Woche "frei" - sehr witzig!
ich bekomme nicht nur Unterhalt für die Kinder, sondern auch keinen unerheblichen Unterhalt für MICH! Und das ist mehr als gerecht!
Ich sehe es auch nicht ein, wieder auf dem Stand einer kleinen Assistenzärztin rumzukrebseln nach unserer Trennung, während er mit Porsche und Mercedes in seine Designerwohnung fährt und Lususurlaube bucht.
Die Gesetzeslage gibt ganz klar vor, dass "ehebedingte Nachteile" ausgeglichen werden müssen.
Natürlich gibt es Frauen, die gar keine Lust haben zu arbeiten und noch nicht mal einen richtigen beruf haben.
ich arbeite sehr viel -inkl. 24h-Dienste - unter der Woche und am WE - von meinem Verdienst könnte ich allerdings nicht mal die Miete zahlen!

w,40
 
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  • #27
Ich finde, dass man als Mutter total unterbezahlt ist! Was müsste ein Mann denn bezahlen, wenn er all die Arbeiten eine Nanny und Haushälterin machen lassen würde?? Sicher das 5fache! Und selbst die hätten irgendwann dann mal Feierabend und 6 Wochen Urlaub im Jahr! - im Gegensatz zu einer Mutter.
Finde es frech, diese Arbeit als lächerlich zu bezeichnen.
Ich konnte das erste Jahr keine Nacht mehr als 2h am Stück schlafen, es war sehr anstrengend. Mein Mann hat jede Nacht durchgeschlafen, ging dann schick und geduscht zur Arbeit, ließ mich mit dem ganzen Dreck zuhause, ging mittags nett essen, abends auch oft Dinner mit Kollegen und Freunden und kam dann abends um 10 wieder - da war alles aufgeräumt, der Kühlschrank voll, die Kinder wieder sauber und schlafend... aber ich hatte es ja "schön", denn ich musste ja nicht arbeiten!
Mir hat es nicht gefallen, auf Spielplätzen rumzusitzen bei 10 Grad, übermüdet in der Sandkiste Kuchen zu backen, ich hätte mich auch gerne morgend gestylt und wäre losgegangen mit dem Wissen, dass es den kindern zuhause super geht und es abends was Leckeres zu essen gibt und ich mittags Lunch mit nem netten Kollegen einnehmen werde... mal abgesehen von der beruflichen Bestätigung und Unabhängigkeit, die einem verlorengeht als Mutter.
Darüber kann ich echt nur lachen! In meinem Bekanntenkreis gibt es keine Mütter, die sich nen lauen Lenz machen!

In einer Familie kann man sich die Kosten nur dann teilen, wenn man sich auch die Aufgaben teilt - ansonsten muss der eine eben mehr zahlen und der andere zuhause mehr tun.
Wenn beide viel verdienen, kann man sich natürlich viel Personal ins Haus holen (Babysitter, Kindermädchen, Haushälterin und Putzfrau). Ob das allerdings gut für die Kinder ist, wage ich zu bezweifeln, weil Kindermädchen oft die Kinder nur bespaßen und nicht erziehen - ein grund, warum auch Kinder aus gehobenen Schichten manchmal ziemlich verwöhnt und missraten sind - denn abends haben die Eltern dann auch keine Lust mehr auf Erziehung und zudem noch ein schlechtes Gewissen, weil sie den ganzen Tag nicht da waren.
Kenne da nur zu viele Beispiele...

Also schmälert nicht die Leistungen einer (guten) Mutter und Hausfrau. Das ist schon auch ein Job, den man, wenn man ihn gut macht, nicht so nebenbei machen kann!
ich arbeite 4 Tage die Woche Vollzeit, kann aber zuhause und mit den Kids nur das Nötigste machen. Mein Mann zahlt mir auch Unterhalt, für die Kinder sowieso.
Ich bin mir nicht zu schade, die "Hände schmutzig zu machen" - das macht jede arbeitende Frau übrigens - ob zuhause oder beim Arbeiten im Job!
Letzteres kann manchmal regelrecht Erholung sein... zumindest Ausgleich zum Alltag zuhause...
 
  • #28
Ich kanns immer noch nicht verstehen: weshalb erfordert der menschliche Reproduktionsprozeß die Abhängigkeit der Frau vom Mann, bzw. anders gefragt, was berechtigt eine Frau, nur weil sie ein Kind hat, nicht einer geregelten Tätigkeit nachzugehen?
Provokative Frage ich weiß! Aber mir geht dieses ewige Mutti-Getue um mich herum auf den Geist. Es zählt für mich nicht als Ausrede Haus und Möbel zu hüten, nur weil man ein Kind hat!
Meine beiden Jungs sind mit einer berufstätigen Mutter (beileibe kein 9 to 5 Job) groß geworden, haben kein Ding an der Klatsche und studieren und ich habe meinem Ex-Mann, dem Vater der beiden in keinster Weise das Fell über die Ohren gezogen, lebe prima damit und er auch!
 
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  • #29
@24 + 25 - oh, wusste ich gar nicht. OK. BH-Größe 75H, Größe 1,70, sehr weiblich, ein Kind, sehr gutes Verhältnis zum Exmann mit Wechelmodell ohne Zahlungen beidseitig, aus eigener Kraft finanziell unabhängig, zwei Unternehmen und seit sieben Jahren mit Lebensgefährte. Unser Kind ist wohlerzogen, auf dem Gymnasium und weiß sich zu benehmen. Oh sorry, dass eure vorgefertigte Negativ-Meinung nicht in meine Realität passt!
 
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  • #30
w, 52, Akademikerin

Ja, ich habe teilweise Teilzeit gearbeitet, und ein Kind grossgezogen - während mein Mann sich abgeschuftet und ganztags gearbeitet hat, der Arme!
Ganz einfach deswegen, weil es im schönen Bayern damals wie heute nicht möglich war, eine vernünftige Ganztagsbetreuung zu bekommen, die wenigen Ganztagsplätze waren nämlich schon alle durch Alleinerziehende besetzt!! Hätte ich mein Kindergartenkind den halben Tag allein vor der Tür stehenlassen sollen? Nee, oder?
Und mein Gatte war nun leider weder bereit noch in der Lage dazu, diese Betreuung zu übernehmen, da ja im Vertrieb und ständig unterwegs - während ich nebenbei 30 Stunden gearbeitet habe, den Haushalt gewuppt, das Kind betreut, mir gern abends in Elternabenden und ähnlichem meine Zeit vertrieben habe. Und ich hätte gern Vollzeit gearbeitet, hätte er denn diesen Part übernommen!

Und da war es nun leider recht und billig, dass er nach der Scheidung eine gewisse Zeit auch Unterhalt zahlen musste - und übrigens auch noch Rentenausgleich, da ich viel weniger verdient hatte. Allerdings fällt es mir sehr schwer, ihn zu bedauern - den Karriereknick habe ich nämlich finanziell bis heute (trotz natürlich Vollzeit) nicht ausgeglichen. Alleinerziehende Akademikerinnen mit Kind stehen nämlich bei der Jobsuche hinter Männern ohne und mit Kindern und auch hinter Frauen ohne Kindern, wer hätte das gedacht....
 
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