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  • #1

Wegen Krankheit auf Sex verzichten?

Hallo,
ich (24) bin mit meinem Freund (25) jetzt seit über einem Jahr zusammen, es läuft eigentlich sehr gut und wir kommen gut miteinander klar. Allerdings habe ich seit etwa einem Jahr eine chronische unheilbare Krankheit die im Unterleib so starke Schmerzen verursacht, dass wir monatelang gar keinen Geschlechtsverkehr haben konnten und ich auch überhaupt keine Lust auf Alternativen dazu hatte. Ich habe durch eine Therapie meine Krankheit mittlerweile einigermaßen im Griff und kann mein normales Alltagsleben wieder meistern, allerdings habe ich immer noch panische Angst vor Geschlechtsverkehr, da meine Krankheit damit begonnen hat. Selbst wenn ich mich meinem Freund zu liebe mal dazu durchringe mit ihm zu schlafen geht es mir nachher furchtbar und ich habe ein sehr schlechtes Gewissen und Angst wieder schlimmere Schmerzen zu bekommen. Wir beide wissen nicht so genau wie wir damit am besten umgehen sollen und was es für Alternativen gibt. Mir wäre es am liebsten, wenn wir gar keinen Geschlechtsverkehr mehr haben würden, allerdings tut er mir sehr leid und er hat ein starkes Bedürfnis, auch wenn er mir sagt, dass er mich nicht verlassen würde. Würdet ihr aus Liebe zu eurem Partner auf Geschlechtsverkehr völlig verzichten oder die Beziehung beenden? Oder hat jemand hier Erfahrung mit so einer Situation?
 
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  • #2
Boah, starker Tobac, den du gemeinsam mit deinem Freund unbedingt mit einer professionellen Hilfe (Arzt, Psychologe etc.) besprechen solltest. Hier im Forum kann dir wohl eher weniger geholfen werden.
w/46
 
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  • #3
Liebe FS,
hier kann dir keiner adäquat antworten.Wir wissen nichts von deiner Krankheit, z.B. ob es nur vorübergehend zu deinen Schmerzen kommt, ob Aussicht auf Heilung besteht etc. Dein Freund hat, wie du schreibst, ein starkes Bedürfnis nach Sex. Er ist sehr jung, da will kein gesunder Mann lange auf Sex verzichten, das ist keine Lösung denke ich. Besprecht das mit einem/deinem Arzt, holt euch Informationen dazu, ich wünsche dir/euch alles Gute.
 
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  • #4
Würdet ihr aus Liebe zu eurem Partner auf Geschlechtsverkehr völlig verzichten oder die Beziehung beenden?

Es nützt Dir doch nichts zu wissen, was andere in der Situation täten. Was wird Dein Freund tun? Ich gehe mal schwer davon aus -besonders, weil ihr noch so jung seid- dass er auf Dauer eine Beziehung ohne Sex nicht haben will und sich trennt.

Merkwürdig finde ich, dass Du selbst scheinbar überhaupt kein sexuelles Verlangen mehr hast. Es gibt ja nun auch sexuelle Spielarten ohne Geschlechtsverkehr. Aber das scheinst Du auch nicht zu wollen, unter Bezug auf Deine Erkrankung, Unlust wegen chron.Schmerzen usw..

Da drängt sich mir schon der Verdacht auf, dass ein seelisches Problem zugrundeliegt. Eine unbewusste Abneigung gegen Sex und eine Somatisierung in Form starker Unterleibsschmerzen (die Krankheit hält Dir dann den Sex sozusagen vom Leibe). Scheinbar haben die Erkrankung und die Beziehung ja etwa zeitgleich begonnen. Hattest Du denn jemals befriedigenden und erfüllenden Sex mit Deinem Freund? Ist er Dein erster Sexualpartner, oder hattest Du vor ihm schon "ganz normalen" Sex ohne Probleme?

Und was ist das für eine ominöse Erkrankung? Ich tippe auf Endometriose und die wäre zyklusabhängig und nicht durch Verkehr beeinflussbar. Vielleicht verrätst Du es ja mal?

w, 51
 
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  • #5
Ich kenne eine Frau, die dasselbe Problem mit ihrem Freund hatte - er hatte die Krankheit.
Die Lösung für sie war nach 2 Jahren Enthaltsamkeit phasenweise Affären nebenbei und nach 8 Jahren Trennung.
Ich finde das schon eine ganz schöne Leistung.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für einen Mann einfacher ist, wenn die Sache anders rum läuft - in dem Alter.

Das Problem bei dem Paar, das ich kenne, war vor allem, dass ER kaum etwas dagegen machen wollte, egal wie sehr man ihn da ermuntert und unterstützt hat, und wenn doch, dann wars nur halbherzig oder hatte kaum was gebracht.
Nur: Trennung und Affären seiner Freundin wollte er auch nicht.
Da wirds schon schwierig.
 
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  • #6
Ich tippe mal auf chronische Zystitis, bzw. interstitielle Zystitis. Als ich vor einigen Jahren sehr zwiespältige Gefühle meinem Freund gegenüber hatte(einerseits liebte ich seine zärtliche Art, spürte jedoch irgendetwas Unheimliches, das sich dann als beginnende Schizophrenie herausstellte), hatte ich sehr heftige Blasenentzündungen-trotz Kondom. Und nach Therapie dieser lange sehr heftigen Schmerzen im Urogenitalbereich, die ich auf die Entzündung und die Antibiotika zurückführte.Nach der Trennung wurden sie sehr schnell besser!
Jetzt, Jahre später, hatte ich nach zwei mißlungenen Beziehungsversuchen und langer Enthaltsamkeitsphase einige ONS (naja, ist ja nicht das Wahre) und eine kurze Affäre. Der Affärenmann erklärte mir eines schönen Tages nach stundenlangem, leidenschaftlichen Sex und nettem Geplauder dann unvermittelt,er fände meine Art zu küssen widerlich und was ich rede sei "komisches Zeug". Und prompt hatte ich wieder 2 Monate Blasenprobleme und so quälende Schmerzen im Dammbereich, dass ich Novalgin nehmen musste, um arbeiten zu können.
Die Beckenbodenmuskulatur kann sich durch seelischen Stress oder manuelle Irritation von sogenannten "Triggerpunkten" so extrem dauerhaft (!) verkrampfen, dass der Körper Schmerz empfindet,und sogar die Harnröhre irritiert wird . Manche jungen Männer erwischt das auch und sie werden fälschlicherweise sogar operiert wegen "chronischer Prostatitis".
Ich konnte das selbst nicht glauben..da hilft nur psychische und körperliche Entspannung.
So manche(r) bekommt ja auch einen Bandscheibenvorfall durch Stress, der die Muskulatur verkrampfen lässt!
Vielleicht gibt es so einiges, was Du an Ungelöstem mit Dir herumschleppst?
W
 
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