• #32
Der Ring steht stellvertretend für das Versprechen, das man sich gab - bis dass der Tod uns scheidet.

Ich kann daher schon nachvollziehen, wenn man ihn z.B. ins Meer schmeißt, oder sich ihm anderweitig entledigen möchte.
Wo sagt man eigentlich bis dass der Tod uns scheidet? Unsere Standesbeamtin hat gefragt : wollen Sie mit diesem Herrn hier die Ehe eingehen? dann antworten Sie mit Ja. Aber vom Tod und scheiden hat keiner gesprochen. Muss man dazu in die Kirche gehen oder nach Hollywood?
 
  • #33
Muss man dazu in die Kirche gehen oder nach Hollywood?
Ja, in die Kirche. Die kirchliche Ehe ist grundsätzlich unauflöslich, außer, es liegen sehr, sehr triftige Gründe vor. Dann kann sie für nichtig erklärt (?) werden. Keine Ahnung, wie das genau heißt. Ist nicht einfach und nicht häufig. Und für die meisten Menschen irrelevant.

Ist in der Spendenbox für unser Kinderhospitz gelandet...
Du Hoffnung der Menschheit! Ich habe mich sehr gewundert, dass ihn keiner gespendet hat. Doch, eine ist es dann doch gewesen!
ErwinM, 53
 
  • #34
Wo sagt man eigentlich bis dass der Tod uns scheidet? Unsere Standesbeamtin hat gefragt : wollen Sie mit diesem Herrn hier die Ehe eingehen? dann antworten Sie mit Ja. Aber vom Tod und scheiden hat keiner gesprochen. Muss man dazu in die Kirche gehen oder nach Hollywood?
Also der Standesbeamte meiner Schwägerin verglich in seiner Rede die Ehe als Marathonlauf, denn einen Sprint. Meine Beamtin sprach von gegenseitigem Respekt und Altern, wohltuende Kraftquelle und Familie als Schutz & Einheit.
Jeder Standesbeamte schreibt seine Rede selbst, auch der evangelische Pfarrer.
Bei den Katholiken weiß nicht, sicherlich gibt es dort die traditionelle Trauungszeremonie mit jahrhundertealter unveränderlicher Liturgie.
 
  • #35
Ich bin zwar nicht verheiratet. Ich würde ihn wahrscheinlich aufheben und nichts weiter damit tun..

Wegwerfen auf keinen Fall, denn man wirft gelebtes Leben nicht weg. Aber das ist Ansichtssache.

Ansonsten hoffe ich, dass ich mal in den Ehestand rausche und mir dann nie mehr Gedanken darüber machen muss. Aber ich bin noch zu jung zum heiraten. ;)
 
  • #36
Da ich nie verheiratet war, sondern nur verlobt mit dem Vater meiner Tochter - der Verlobungsring liegt immer noch da, ist aus Gold, aber wenn man ihn schmelzt ja nicht wirklich viel Wert. Diesen in einen Schmuck umzuwandeln würde mir nie in den Sinn kommen. Mittlerweile sind aber keine Emotionen daran geknüpft. Diesen wegzuwerfen macht aber auch nicht viel Sinn.
 
  • #38
Wegwerfen auf keinen Fall, denn man wirft gelebtes Leben nicht weg. Aber das ist Ansichtssache.
Es kommt wahrscheinlich darauf an, unter welchen Umständen die Ehe zu Ende gegangen ist. Wenn man eine gute Zeit zusammen hatte und sich im Guten getrennt hat, warum dann den Ring nicht als schöne Erinnerung aufheben? Aber selbst wenn das Ende ungut war, hat man ja wahrscheinlich davor eine gute und prägende Zeit zusammen erlebt. Ich frage mich immer, was Schlimmes passieren kann, dass man diese Zeit dann symbolisch komplett auslöschen will. Zum Beispiel kenne ich Leute, die immer nach dem Ende einer Beziehung alle gemeinsamen Fotos, Briefe, Geburtstagskarten und sonstigen Erinnerungen an die Beziehung wegwerfen. Solche Vernichtungsaktionen finde ich irgendwie schade und etwas befremdlich, aber wahrscheinlich auch, weil ich selbst so ein gewisses historiographisches, biographisches, dokumentarisches Interesse habe und es schön finde, wenn man im Nachhinein Lebensabschnitte rekonstruieren und sich daran erinnern kann, ich würde nicht alle Beweise und Zeugnisse komplett vernichten.
Also der Standesbeamte meiner Schwägerin verglich in seiner Rede die Ehe als Marathonlauf, denn einen Sprint. Meine Beamtin sprach von gegenseitigem Respekt und Altern, wohltuende Kraftquelle und Familie als Schutz & Einheit.
Jeder Standesbeamte schreibt seine Rede selbst, auch der evangelische Pfarrer.
Das mit dem Marathon und Sprint hat sie sich aber nicht selbst ausgedacht, der Spruch ist alt und es gibt verschiedene Versionen davon (eigentlich bekannter auf Englisch), etwa so:

"If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together. Life is a marathon, not a sprint."

"Life is a marathon, not a sprint: pace yourself accordingly."

"Life is a marathon, not a sprint: train for endurance, not speed."

"Life is a marathon, not a sprint: stay consistent."

"Life is a marathon, not a sprint: be patient and grind hard."

"Life is a marathon, not a sprint, and in the end the race is only against yourself."
...

Die Standesbeamten und Pfarrer nehmen vermutlich immer wieder dieselben kitschigen Standard-Sprüche, die sie irgendwo gelesen und gesammelt haben, und würfeln sich dann aus ein paar Bausteinen die Rede zusammen.
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #39
Bei den Katholiken ist es ein Sakrament, mit entsprechender Formel, und dementsprechend unauflöslich außer mit Sondergenehmigumg.
Theoretisch ja, rein praktisch ist auch da die überwiegende Zahl der Ehen nicht gültig, wenn man sie denn annullieren möchte.

Die Mühe machen sich nur die meisten nicht mehr, weil das Sakrament sowieso kaum noch jemand ernst nimmt - übrigens ein Grund für eine Annullierung. Das ist dann ein absurdes Theaterstück einer absurden Institution.
 
  • #40
@NormaJean:
"Was soll das sein, negative Energie?"
Die negativen Erlebnisse/Emotionen, die mit dem Ehe-Aus verbunden sind.
Aber diese Energien stecken doch im Menschen und nicht im Ring.
Gilt für die katholische Kirche, eine evangelisch geschlossene Ehe kann aufgelöst werden,
Stimmt, aber auch da gibt es trotzdem manchmal die Formulierung "bis dass der Tod Euch scheidet" oder "solange Ihr lebt".
 
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  • #42
Wo sagt man eigentlich bis dass der Tod uns scheidet?
…in der katholischen Kirche. Wie es sich bei den Evangelisten verhält, keine Ahnung …
Also der Standesbeamte meiner Schwägerin verglich in seiner Rede die Ehe als Marathonlauf, denn einen Sprint
Bei den Katholiken ist es ein Sakrament, mit entsprechender Formel, und dementsprechend unauflöslich außer mit Sondergenehmigumg.
Dieses Sakrament spendet einem kein Geistlicher, sondern die Eheleute sich gegenseitig. Daher ist das auch keine Rede eigenes Geistlichen.

„Für die katholische Kirche ist die Ehe ein Stück Himmel auf Erden. In ihr leben Mann und Frau ihre tiefe Sehnsucht nach einem Ja zu sich selbst und zu einem anderen: Ja, ich nehme dich so an wie du bist. Ja, ich stehe zu dir in guten und schweren Zeiten. Ja, du kannst dich auf mich verlassen. Den Katholiken gilt die Ehe als ein Sakrament, als ein Zeichen, das Gottes bedingungslose Liebe zeigen möchte.“

Quelle: https://www.pfarrbriefservice.de/article/fur-immer-und-ewig-ja-das-sakrament-der-ehe
 
  • #43
Meinen Ehering hab ich damals aus Wut in die Ecke geworfen und danach nie wieder gefunden. Mir wars recht so damals 😉
 
  • #44
Unsere Ringe waren schon bald nach der Hochzeit plötzlich verschwunden, alle beide. Er trug seinen aus beruflichen Gründen nicht und meiner war etwas eng und ich mag sowieso keine Ringe.
Bei mir war es genauso. Ich trage auch ungern Ringe. Bei der Arbeit trage ich keine.

Mir ist auch was blödes passiert. Mir ist mein Ring in das Waschbecken im Bad gefallen. Habe gleich den Sifon aufgeschraubt. War leider weg da das Wasser lief. Wir können trotzdem darüber immer noch lachen.

Ich möchte auch keinen neuen. Ich trage ungern Ringe am Finger.
 
  • #45
Ich habe mich sehr gewundert, dass ihn keiner gespendet hat.
Das "spenden" wird einem zu schwer gemacht (da gehört eine Spendbox anlässlich des Scheidunsgtermins ins Familiengericht :cool: ) , denn wegen eines kleinen Teils gehst Du ja nicht zur Degussa.

Ich habe mal Goldplomben entfernen lassen und die wurden von der Zahnärztin gesammelt und für ein Sozialprojekt gespendet - das ist easy,da bin ich dabei.

Die Spendenboxen für den Kinderschutzbund u.ä. haben so kleine Einwurfschlitze, dass Du da einen normalen Ring nicht reinbekommst. Du kannnst an der Kasse selbst Hartgeld kaum in nennenswertem Umfang einwerfen, weil Du damit den Betrieb blockierst, von einem Schein mal ganz zu schweigen - einfach mal genau hingucken.
 
  • #46
@Vikky ...auch wenn ich gelobt wurde, so fand ich das "Zuhause" damals gar nicht so gut von mir.
Hatte sogar ein schlechtes Gewissen, weil die ja jetzt Stress damit bekommen.
Rein passte er, da es eine Aktion/Spendensamlung war und nicht die Dose.
 
  • #47
Ich frag mich jetzt ernsthaft : muss man Frau denn alles spenden? Auf die Idee käme ich gar nicht. Hier gibt's Goldankauf, notfalls würde ich dort hin gehen.
 

Laleila

Cilia
  • #49
Mir ist auch was blödes passiert. Mir ist mein Ring in das Waschbecken im Bad gefallen. Habe gleich den Sifon aufgeschraubt. War leider weg da das Wasser lief. Wir können trotzdem darüber immer noch lachen.
Wir zogen kurz nach der Hochzeit um und renovierten die neue Wohnung selbst. Da war jahrhundertealte Zeitungs-Magulatur unter den 6 Schichten Tapete und unter dem Linoleum.
Als J. die alten Zeitungen und Pappen in den riesigen Papiercontainer warf, passierte es. Kling, klong, Ehering weg, in den Tiefen des Containers verschwunden.
Winter, abends, stockdunkel, eiskalt.
Frag mich nicht wie er es schaffte, nach fast 4 Stunden hatte er den Ring wieder und ließ ihn derart eng machen, dass man ihn nun vom Finger schneiden müsste.

Ich selbst trage meinen Ring seit über 20 Jahren nicht mehr, da ich keine Ringe an den Händen mag.
 
  • #50
Die sind beide im hohen Bogen in einem See gelandet. Hoffentlich stecken sie tief und fest im Matsch fest....
 
  • #51
Für mich ist der Ehering ein Erinnerungsstück. Ich behalte ihn. Ich schmeiße ja auch nicht alle Fotos weg, nur weil ich mich getrennt habe. Vielleicht freuen sich meine Kinder später über den Ring als Andenken.
 
  • #53
Hallo.
Eine Frage in die Runde der Geschiedene:
Was habt ihr mit eurem Ehering nach der Scheidung gemacht?
VG
Auf den Amboß in der Werkstatt gelegt, einen Meißel genommen und den Ring in gleich große Hälften zerteilt. Die beiden Hälften liegen in der Schatzkiste auf dem Wohnzimmerschrank zur Erinnerung und der Warnung vor zukünftigen gleichartigen Fehlern.
 
  • #54
Ich denke, zur Erinnerung an die Ehe brauch ich den Ring eigentlich nicht. So vergesslich bin ich nicht. Vielleicht brauch ich eher eine konkrete Erinnerung an die negativen Erlebnisse in den letzten Jahren. Nach dem Motto: Achtung, nicht vergessen: DAS will ich künftig überhaupt nicht mehr. (Aufgabe für mich: Ich müsste mir das eigentlich mal konkret aufschreiben).
 
V

vondraußen

Gast
  • #55
@Inanna* eine tolle Idee Deiner Mutter!
Mein Ring flog quer durch den Garten und ich hätte ihn glatt da liegen und einwachsen lassen, habe mich aber daran erinnert, dass ich den Ring meiner geschiedenen Mutter gerne mal in der Hand hatte als Beweis, dass diese Ehe existiert hatte. War noch klein, als sie sich trennten. Meinen Ring habe ich jetzt in der Schmuckschachtel und da bleibt er. Ist eh nicht viel wert vom Material her, wir waren immer schon sehr pragmatisch und sparsam :))
 
  • #56
Mein Ring, ein schlichtes Teil aus Weißgold, liegt bei den Hochzeitsfotos. Die habe ich ja auch nicht weggeschmissen, weil es Erinnerungen für die Kinder sind.
 
  • #57
Die armen Seen!
Alles voll mit weggeworfenen Eheringen!
Hoffentlich laufen die nicht über.
Ich werde mir wohl eine Tauchausrüstung besorgen und mal gucken was ich so finden kann.
(Smiley)
 
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