Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #31
(was machst du? wo kommst du her? wo gehst du hin? warum ist dein Handy nicht rund um die Uhr an? kann ich mitkommen? usw.) vermisse ich in keinster Weise.
Sich einfach einen Mann mit ähnlichen Vorstellungen suchen und keine Klette! Vielleicht ein etwas reiferer Mann, der sich selbstständig beschäftigen kann, ohne 20 Mal am Tag anzurufen und zu fragen "Was machst du?". Mich würde das auch nerven, kenne ich so aber nur von unter 25 jährigen Männern. Ab gewissem Alter sollte man sich durchaus gegenseitige Freiheiten einräumen, für mich gehört da z.B. nicht zusammenziehen, nicht jeden Tag stundenlang sprechen oder telefonieren, am besten nur am Wochenende treffen.
Beziehungen sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Und vor allem gehört dazu auch Abstand und Nähe, wie Spannung und Entspannung. Ohne das funktioniert nichts.
 
G

Gast

  • #32
Die Eingangsfrage war von einer geschiedenen Frau im fortgeschrittenen Alter gestellt worden und bezog sich mehr auf die Generation um 50+ mit mehreren gescheiterten Beziehungen, erwachsenen Kindern u.ä. - ...
In der Eingangsfrage wurden diese Fakten nicht benannt - woher sollen wir das also wissen?

Ergo können wir auch nicht differenziert darauf eingehen. Solche Infos anschließend mißgelaunt nachzuschieben und sich nicht mal als FS zu outen finde ich für die Diskussionskultur der FS-Person bedenklich. Da mag man schon gar nicht mehr antworten.
 
G

Gast

  • #33
In einer festen Beziehung denkt man im WIR. Ganz einfach!
Wo wer wohnt und wer wann auch mal etwas alleine macht, ist völlig egal!
Aber man plant seine Zukunft gemeinsam und zusammen und es ist in der Regel auch klar, dass man zumindest die Wochenenden zusammen verbringt.
Es gibt kein nur ICH(mach, was ich will) und DU(kannst machen, was du willst), sondern:
"Was essen WIR heute Abend?", 7
"Was machen WIR am WE?" -
"Gehen wir zur Einladung von XX?" -
"Wo wollen WIR unseren Sommerurlaub verbringen?" usw.

Und natürlich trifft man sich nicht mit anderen Männern/Frauen und tut nichts, was den anderen misstrauisch werden lässt oder gar eifersüchtig.
Beide wissen einfach, dass sie zusammen gehören und das gesamte Umfeld inkl. aller Freunde weiß das auch.
Denn man ist ja ein Paar.

w,40
 
G

Gast

  • #34
Es ist für mich interessant zu lesen, was andere unter einer festen Beziehung versehen. Meine Meinung zu dem Thema: Sobald man sich seine Zuneigung gezeigt/gestanden, Sex miteinander und sich auf eine monogame Beziehung verständigt hat, ist es eine feste Beziehung.

w/50
 
G

Gast

  • #35
zu #26:
Die Abhängigkeit voneinander die Du als positiv und wünschenswert beschreibst, nennt man nicht "Beziehung", sondern SYMBIOTISCHE BEZIEHUNG und das ist durchaus negativ besetzt unter Sozialwissenschaftlern.
Mir ist es egal, wie Sozialwissenschaftler das sehen. Ich bin selbst Historiker und weiß deshalb, dass Wissenschaftler manchmal betriebsblind sind und verschiedene Zeiten dieselben Dinge höchst unterschiedlich sehen. Wir leben eben in einer individualistischen und noch dazu in einer extrem wissenschaftsgläubigen Zeit. Für mein persönliches Leben jedenfalls hat die Wissenschaft nur einen begrenzten Stellenwert.

Ich übersetze mal kurz: "Symbiose" bedeutet "Zusammenleben" zu beiderseitigem Nutzen. Worum, wenn nicht um das menschliche Miteinander zweier Menschen geht es in einer Beziehung? Meine Erfahrung und mein komplettes Umfeld haben gezeigt, dass nur diejenigen Paarbeziehungen, die ohne wenn und aber symbiotisch im besten Sinne des Wortes waren (damit meine ich beileibe nicht konfliktfrei), wirklich glücklich und erfolgreich bis zum Lebensende waren.
 
G

Gast

  • #36
Zu #34:

"...In menschlichen Beziehungen spricht man von einer Symbiose oder symbiotischen Beziehung, wenn die Abhängigkeit eines der beiden Partner so groß ist, daß er erhebliche Einbußen an selbständiger Lebensgestaltung in Kauf nimmt...“ (Zitat aus Psychologie Lexikon).

Als Historiker zu meinen, man könnte sämtliche sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse außer acht lassen und Begriffe willkürlich selbst umdefinieren, ist schon ziemlich anmaßend. Man läßt seinen PKW ja auch von einem Mechatroniker und nicht von einem Bäcker reparieren.

Die Dauer einer Ehe hat absolut nichts mit deren Qualität oder dem individuellen Glücksgefühl der Partner zu tun. Ob Frauen früher in Ehen glücklich waren, wo sie sich aus gesellschaftlichen und hauptsächlich wirtschaftlichen Gründen oft gar nicht scheiden lassen konnten, wollten sie nicht als Putzfrau auf dem Bahnhofsklo landen, wage ich zu bezweifeln und ob eine Ehe nur glücklich scheint oder wirklich ist, kann man als Außenstehender gar nicht wirklich beurteilen.

Es ist ja kein Zufall, dass Scheidungsraten da explodieren, wo Frauen gebildet sind und sich selbst versorgen können. Dass Männer natürlich den alten Zeiten nachtrauern, wo Frauen ihr Leben als "bessere Hälfte" fristeten, d.h. das Leben des Mannes mit leben mussten auf Gedeih und Verderb und auf die Verwirklichung eigener Wünsche meist verzichten mussten, ist nachvollziehbar.

Man betrachte hier mal den Tenor der männlichen und der weiblichen Auffassungen von einer Beziehung. Fast alle Männer hätten es lieber gern konservativer, wie früher, enger und abhängiger. Und wer war früher immer der Abhängigere? Ja eben, Frauen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #37
ja Fs ..das stimmt,,früher war man mehr voneinander abhängiger..

Die Kehrseite ist nur das genau diese Alten heute Gold und Silberhochzeiten feiern sind an die Hand nehmen und ganz stolz darauf sind..Wohlbemerkt werden sie jedoch immer sagen !Wir hatten es auch nicht einfach"

Und heute? u..a Durch Selbstbestimmung und die grosse Freiheit hangelt man sich von Beziehung zu Beziehung, zieht da ein und wieder aus..Die Kinder sind komplett anderen Charakterien Ihrer Patchwork Halbbrüderchen und Schwestern ausgesetzt..

Fast Lebenslang verfolgen uns Scheidungen und alle scherben die damit verbunden sind.

ist das wirklich besser? Lebt man so wirklich insgesamt glücklicher als Oma und Opa?

Wenn Du jetzt noch geschrieben hättest das Du einen grossen Freundeskreis für gemeinsame Unternehmungen hat , die Handwerklichen Dingen im Alltag gut selber meisterst , dann hätte ich dich ernsthaft ´gefragt "Wozu eigentlich noch einen Partner??

Als Kuschelbär? Fürs Angenehme? Nur für die guten Zeiten?

Wir dürfen nicht vergessen das diese Art von grosser Freiheit in einer Beziehung einen sehr grossen Nachteil hat..

Es wächst keine Liebe ohne wirkliche "feste (Bind)-ung!

Im Wunsch jedoch nach treue, respekt und Liebe steckt in diesem Zusammenhang ein entscheindes Wort das dafür zuständig ist " Ver- "BIND" lichkeit"

M48
 
G

Gast

  • #38
Hm, selbstverständlich geht es, dass man eine feste Beziehung (manche sprechen dabei sogar von Ehe) führt, ohne zusammen zu wohnen. Oder wie sollten sich dann Ehepartner definieren, die nicht zusammen wohnen? Wie hier des öfteren geschrieben als "apart together"???
Eine feste Beziehung ist es ja wohl dann, wenn mir der andere so viel bedeutet, dass ich bereit bin, mein Leben, meine Eigenheiten mit diesem zu teilen; dass ich zwar alles allein machen KANN aber nicht machen WILL; dass ich für den anderen da bin so wie auch er für mich da ist;
w/46
 
G

Gast

  • #39
Als Historiker zu meinen, man könnte sämtliche sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse außer acht lassen und Begriffe willkürlich selbst umdefinieren, ist schon ziemlich anmaßend.
Ich definiere als Historiker nicht um und lasse auch nicht außer acht, ich relativiere lediglich. So viel zu meiner Zunft. Mit Anmaßung hat das nichts zu tun, vielmehr dagegen mit Notwendigkeit.

Es ist ja kein Zufall, dass Scheidungsraten da explodieren, wo Frauen gebildet sind und sich selbst versorgen können. Dass Männer natürlich den alten Zeiten nachtrauern, wo Frauen ihr Leben als "bessere Hälfte" fristeten, d.h. das Leben des Mannes mit leben mussten auf Gedeih und Verderb und auf die Verwirklichung eigener Wünsche meist verzichten mussten, ist nachvollziehbar.

Man betrachte hier mal den Tenor der männlichen und der weiblichen Auffassungen von einer Beziehung. Fast alle Männer hätten es lieber gern konservativer, wie früher, enger und abhängiger. Und wer war früher immer der Abhängigere? Ja eben, Frauen!
Das Männer-Frauen-Fass hast aber du jetzt aufgemacht, liebe FS. Nein, ein Zufall ist es nicht, dass ausgerechnet da die Scheidungsraten explodieren. Nur wenn du schon die Wissenschaft bemühst, dann solltest du auch wissen, dass das noch lange nicht heißt, dass ein traditionelles Beziehungsmodell für Frauen generell eine Last ist und Männer ihm generell hinterhertrauern. Die erhöhten Scheidungsraten können auch ganz andere Gründe haben (höherer Grad an Individualisierung in modernen Gesellschaften, gestiegene Anforderungen an Beruf, Mobilität, Flexibilität, gesteigertes Konsumverhalten, z.B.).

Nochmal zu deiner Frage: Ich verstehe nicht, warum dir der Begriff feste Beziehung so wichtig ist. Du und dein Partner, ihr beide definiert gemeinsam eure Beziehung. Ob und nach welchen Maßstäben ihr euch da richtet ist doch eure Angelegenheit.

Und nochmal: meiner Erfahrung nach gibt es wirkliches und dauerhaftes Glück in der Beziehung nur dann, wenn man sich vorbehaltlos und komplett auf den anderen einlässt. Das damit verbundene Risiko bleibt einem dabei allerdings nicht erspart, aber was im Leben ist schon ohne Risiko.
 
G

Gast

  • #40
Dass Männer natürlich den alten Zeiten nachtrauern, wo Frauen ihr Leben als "bessere Hälfte" fristeten, d.h. das Leben des Mannes mit leben mussten auf Gedeih und Verderb und auf die Verwirklichung eigener Wünsche meist verzichten mussten, ist nachvollziehbar.
...
Man betrachte hier mal den Tenor der männlichen und der weiblichen Auffassungen von einer Beziehung.
Das scheint mir doch eine sehr von negativer Vorprägung gefilterte Erkenntnis zu sein, die ich in keinster Weise nachvollziehen kann, im Gegenteil: die meisten Männer wollen eine selbständig und auf Augenhöhe denkende und handelnde Frau, nicht etwa eine sich unterordnende.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.