• #61
… sich und seine Frau ernsthaft(!) fragen, wie es so weit kommen konnte, dass sich die Eine hässlich frisst und gehen lässt und der Andere glaubt Übermaßen attraktiv zu sein, und professionelle Hilfe suchen und annehmen.

Du zeigst Empathie und lässt ab jetzt nicht mehr locker, Euer Missstand wird nun zum Dauerthema, bis Deine Frau sich bewegt und bietest ihr da wo sie es für nötig hält und braucht Deine Hilfe und Unterstützung an. Jeden Tag ein kleiner Schritt, auch wenn das zwangsläufig nicht gehen heißt. Auch Du lass Dir helfen bei der Hilfe.

Warum Du diese SisyphusArbeit leisten solltest? Weil ich vermute, dass Du einen nicht unerheblichen Anteil an dem heutigen Zustand hast und glaubst Dich besser gehalten zu haben, vermutlich auf ihre Kosten.

Was sagen Eure Kinder zu der Situation? Frage sie mal!
 
  • #62
Wenn deine Frau von Top auf Flop herunterfällt hast du vergessen sie zwischendrin aufzufangen.. du bist verheirated.. du hast alle möglichkeiten deiner Frau mal Klartext und offen zu sagen was dir nicht gefällt und wo sie deiner meinung nach hinsteuert,... wenn deine Frau allerdings schon auf dieses Niveau gesunken ist hast du sie zwischendrin ganz schön sitzen lassen und igoniert.. wenn du jetzt damit ankommst weiss sie nichts damit anzufangen..

Als meine Frau ihre Zwillinge bekommen hatte habe ich die shapewear gekauft die hilft die gedehnte Haut wieder anzugleichen.. und sie hat es gut gefunden.. ich koche und ich hüte die Kinder damit sie zeit hat sich um sich zu kümmern und ich lasse es sie wissen das ihr wohlergehen mir am Herzen liegt.. ich würde meine Frau nicht auf 130 Kilo "verelenden" lassen..
 
  • #63
Ich habe sie schon oft dazu auf nette Art animiert, sich mehr zu bewegen und sich gesünder zu ernähren, habe ihr gemeinsame Wellness-Kurzurlaube geschenkt, ihr (erfolglos) Kuren empfohlen, aber es ändert sich im Grunde nichts. Auch Anregungen meiner Kinder nimmt sie nicht auf. Auf erlebnisreiche Urlaubsreisen hat sie eigentlich auch keine Lust.
Es gibt Menschen - Männer und Frauen - die sind trotzig und stur. Auch manch sehr dicke Dame behauptet von sich "ich fühle mich in meinem Körper wohl" - und nehmen auf ihr soziales Umfeld, die Gesellschaft, die die Kosten tragen muss, und am Ende des Tages auf sich.

Massives Übergewicht ist eine falsche Lebenseinstellung; jeder Mensch hat zu 100% Kontrolle über den eigenen Körper. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich bewusst zu ernähren und die Kalorienzufuhr zu reduzieren - erfordert Disziplin. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, täglich 30 bis 40min Sport zu treiben - erfordert auch Disziplin.

Der FS offenbart mit dem folgenden Absatz m.E.n. sein defizitäres Wesen - mit so jmd sollte "Frau" besser keine Beziehung führen:

Ich bin seit jeher ein sportlicher Typ, bin friedfertig, gesund, fit und schlank. Mein Haar ist voll und nach wie vor blond, meine Haut ist relativ straff und ich brauche auch keine Brille, Zahnersatz usw. Außerdem habe ich vielfältige Interessen und bin unternehmungslustig. Beruflich bin ich gut etabliert. Mir wird mir immer wieder konstatiert, dass ich wesentlich jünger aussehe und auch vom Wesen jugendlich wirke.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #64
...solche Gene in sich trägt und genau so schlank hätte sein können wie dein aufgeführtes Beispiel!
Es sind nicht immer die Gene. Es ist auch etwas Disziplin, gesunde Ernährung und Bewegung. Da sie auch ansonsten ungepflegt ist, würde ich das nicht auf die Gene schieben.

4 Kinder rechtfertigen aber, dass Frau nicht mehr aussieht wie vor 25 Jahren und durchaus ein paar Kilo mehr haben kann, ohne unattraktiv zu sein. Was genau die Vorstellung vom FS ist wissen wir ja nicht.
Der FS hat sich nicht beklagt, dass seine Frau nicht mehr so aussieht wie mit 25. Er klagt auch nicht über ein paar Kilo. Er hat sich beklagt, dass sie massive Adipositas hat und ungepflegt ist. Letzteres kenne ich selbst. Die "Kinder" sind alle aus dem Haus, sie hat auch nach den Schwangerschaften massiv zugelegt.

Sondern mit ihr zu reden, das Thema offen anzusprechen und Hilfe anzubieten. Ich kann mir nämlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass seine Frau glücklich in ihrem Körper ist.
Hat er. Die Kinder auch. Ohne Erfolg. Vielleicht ist auch sie ohne ihn glücklicher? Klar sollte er sie unterstützen, aber aktiv werden muss sie selbst. Informationen zum Gesamtzustand der Ehe fehlen leider.
 
  • #65
Deine Frau liest sich in der Tat nicht allzu ansehnlich, 130 Kilo ist extrem adipös, das sind fast 80 Kilo mehr, als ich bei der gleichen Größe wiege (ich habe dir aber auch keine 4 Kinder geboren). Ich verstehe deine Hemmungen und dein fehlendes Begehren - aber dein Post liest sich wiederum ebenfalls nach beginnender Midlifecrisis.

Da dies eh nicht aufzuhalten ist, würde ich dir raten, dich scheiden zu lassen und dir eine jüngere und attraktivere zu suchen (ernst gemeint). Sie scheint veränderungsresistent zu sein und du beschreibst dich als agilen und gut verdienenden, attraktiven Mann. Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus und mit 50 bist du noch jung genug, um neu anzufangen. Bedenke aber bei aller Kritik an deiner Frau, dass der Marktwert eines vierfachen Vaters auch nicht mehr so hoch ist wie der deiner Frau vor 26 Jahren. Das schreibe ich nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil ich denke, dass man in der eigenen Midlife-Crisis gerne andere abwertet, um das eigene Altern im Vergleich dazu als weniger harsch zu empfinden.

Nur bitte nicht Fremdgehen, so lange kann man es schon noch zusammenzwicken.

Und bitte, bitte lies, was im Forum zu Menschen geschrieben steht, die sich als "jünger aussehend" und so weiter titulieren.
(Niemals diese Formulierung verwenden)

W, 26
Dein Rat ist ehrlich, vor allem als Frau (ich hoffe du fasst das nicht falsch auf, denn viele Frauen suchen bei so etwas die Schuld nämlich beim Mann! z.B. sei er schon dadurch ein Sexist das seine Frau zuhause bei den Kindern bleiben "musste" - und das obwohl wir nicht mal wissen ob das nicht ihre Entscheidung war - und er sollte froh sein das sie sich noch nicht von IHM hat scheiden lassen etc. etc.! Deshalb nochmal: KUDOS TO YOU!) - nur:

Wenn er das macht, dann ist er finanziell ruiniert!

Wieso? Weil sie sicher glaubhaft machen kann für die Kinder zurückgesteckt zu haben d.h. er darf Alimente bezahlen (gut: Kindesunterhalt fällt zum Glück schon raus - trotzdem: Das dürfte nicht wenig sein!) und Zuggewinnausgleich, die Aufteilung der Besitztümer ist auch fällig (sie hat gute Chancen das Haus - sofern eines da ist! - zu behalten!) etc.

Deshalb würde ich in diesem Fall eher zu Affären raten (das mag nicht ehrlich sein, aber würdet ihr euch die Füße weg schießen lassen nur um ehrlich zu sein?)

Anmerkung: Das mit den Zuggewinnausgleich weiß ich von meinem Vater, welcher trotz relativ kurzer Ehe (weniger als 5 Jahre soweit ich weiß) in jedem Rentenbescheid lesen darf wie viel von seiner Rente an seine Ex-Frau (meine Mutter) geht! Es mögen nur ein paar Euro sein, aber die Ehe war ja auch recht kurz und noch dazu läppert sich das weil es ein "paar Euro" jeden Monat sind, sobald mein Vater in Rente geht - bei längerer Ehe, vor allem mit dem Modell "Hausfrau" (mein absoluter Alptraum...nein, ich würde auch so nicht heiraten, aber heiraten mit einer Frau ohne Ambitionen? No way!) dürfte das um einiges MEHR sein!
 
  • #66
Typisches Auseinanderleben einer typischen Versorger-Ehe!
Er hat wahrscheinlich die ganze Woche gearbeitet und gutes Geld heimgebracht und somit "verdient", abends und am WE zu sporteln.
Und sie hat die ganze Woche geputzt, gekocht und dieses Zeug gemacht und konnte dann am WE darauf warten bis er vom Sport zurück kam.
Sie hat dann gejammert dass er nichts mit ihr unternimmt und er hat dann vorgeschlagen, dass sie ja mit zum Sport kann. Beide dachten, sie hätten was gemacht aber der andere passt sich nicht an bzw. ignoriert und irgendwann ist es zu spät.
Oft gesehen und immer dasselbe - zu fragen, wer hier die Kinder wollte oder warum so viele oder warum sie nicht arbeiten ging und statt dessen eine Hilfe bezahlt wurde, ist nicht mehr nötig.
Völlig aneinander vorbei gelebt und ausser den Kindern verband sie halt nicht viel nur hatten sie vor Stress keine Zeit, es zu bemerken,
FS, sprich nochmals mit ihr, ausser Haus und ernsthaft denn ansonsten trennt ihr euch früher oder später eh, Und sie wird danach wieder schlank werden, das garantiere ich dir,.,
 
  • #67
Für mich klingt der Text des Fragestellers ebenfalls sehr kalt und lieblos und als sei in der Ehe nie viel Liebe vorhanden gewesen. Zweckbeziehung. Beide tragen die Verantwortung dafür, dass sie ihr Leben so führen wollten. Das einzig positive, das er an der Frau lässt: Sie macht noch "brav" ihren Haushalt. Wäre da Liebe gewesen, wäre ganz anderes zu berichten. Dass sie damals so schön gewesen sei, wie toll die Geburt der Kinder war, was alles gemeinsam erlebt wurde oderoder. Aber hier nur seltsame Aufzählungen.

Ich würde so nicht über einen Mann schreiben. Mir gehen auch die Kommentare mit "sich gehen lassen" und wie toll doch alle auf sich achten und wie leicht sie sind auf die Nerven. Ichlege keinen Wert auf einen Mann, der wie ein Clown ins Fitnessstudio rennt, um verzweifelt und vergeblich seinen alternden Körper "jung" zu halten. Hingegen strahlt eine gewisse Moppeligkeit Gelassenheit, Gemütlichkeit und Genussfähigkeit aus. Klar, ich hätte auch nichts dagegen, wenn ein Moppel dann aus freien Stücken an seinem Sixpack arbeitet. Und völlig gehen lassen sollte man sich auch nicht. Aber bei manchen Leuten habe ich das Gefühl, dass sie sich nur über ihr Aussehen definieren und sonst keine Interessen haben. Dass sie immer versuchen, perfekt zu sein, aber nicht über sich selbst lachen können.

Ich denke, beim FS und seiner Frau treffen Welten aufeinander. Er könnte sich irgendeine oberflächliche Frau suchen, eine, die "aktiv" ist, aber nicht zu viel an Persönlichkeit erwartet.

Oder an der Ehe arbeiten. Da gab es ja einige Tipps, aber ich weiß nicht, ob dazu eine Chance besteht.

Sehr schlüssig fand ich den Kommentar, dass aktivere, evtl. jüngere Frauen auch fordernder mit dem FS sein würden. Ja, auf jeden Fall. Und er selbst hat sich ja für ein Leben ohne Höhen und Tiefen entschieden. Da bleibt eben nur ausprobieren oder vorher nachdenken, wo die eigenen Widersprüche liegen und wie man sie auflöst.
 
  • #68
Deshalb würde ich in diesem Fall eher zu Affären raten (das mag nicht ehrlich sein, aber würdet ihr euch die Füße weg schießen lassen nur um ehrlich zu sein?)
Haha ok, dann lass uns wegen unserer beiderseitigen Ehrlichkeit bauchpinseln - touché für das ehrliche Eingeständnis der Affäre als Option!
Es ist sicher unstrittig, dass der daheimgebliebene Partner den anderen, wenn er möchte, nach vielen (nicht allen) Regeln der Kunst ausnehmen kann.

Abseits vom Mitgefühl für die Frau und meiner Verurteilung von Fremdgängern - mal aus reiner Männersicht gesehen: Ich bin persönlich gegen Affäre, aus mehreren Gründen:
-wenn sich der FS eine neue Liebe wünscht, macht die das vielleicht für ein paar Monate oder Jahre mit. Dann wird sie aber auch klare Fronten sehen wollen (du siehst ja, wie negativ hier im Forum allein in den Profilen der Status "getrennt lebend" ankommt). Wie stellt er sich das vor - den Rest seines Lebens 30-40 Jahre Lebensgemeinschaft mit neuer Liebe, während er verheiratet bleibt und nach seinem Ableben wird er neben der Frau beigesetzt? Die arme neue Frau!
-insbesondere wenn er jetzt eine kultivierte, gepflegte, Schlanke möchte, hat die durchaus Standards. Der Typ Frau, den er sich nun vorstellt, wäre sich für eine Affäre zu schade.
-weil der Zugewinnausgleich dann zB in 5 Jahren noch höher wäre. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
-ebenfalls der Rentenanspruch, man partizipiert ja mit längerer Ehedauer mehr vom Einkommen des Anderen.
-er hat 4 Kinder. Kinder sind nicht doof - irgendwann kommt raus, dass der geliebte Papa die Mama betrügt. Auch wenn man zB als Tochter zum Papa ganz besonders aufsieht, geht unweigerlich was kaputt, wenn der Vater fremdgeht. Was er seinen Kindern vorleben würde, wäre ein super verkorkstes Beziehungsmodell, nicht nur den Töchtern ggü. Es gibt doch den Spruch, Söhne behandeln später ihre Frauen so, wie sie es vom Vater gelernt haben.
Klar wissen die Kinder, dass die Mutter sich gehen lässt, aber Fremdgehen heißen die wenigsten gut, auch wenn sie selbst schon erwachsen sind.
 
  • #69
Ich verstehe ganz ehrlich eines nicht:
Wie kann Mann "übersehen", dass seine Frau 70 kg zunimmt? Auch wenn das über viele Jahre geht?
Sorry, aber wenn ich merke, dass meine Freundin 10 kg zunimmt und keinerlei Anstalten macht, etwas weniger Kalorien zu sich zu nehmen - dann sage ich doch was. Ok, eine schwangere Frau nimmt zu - aber danach auch wieder ab.
Strohige, kaputte Haare bekommt sie auch nicht über Nacht, dass ihre Lust zu Duschen abnimmt rieche ich doch auch nicht erst nach 20 Jahren. Und auch Teenies sagen mal was, wenn Eltern sich komplett gehen lassen.
Dass der FS nicht wirklich sympathisch wirkt mit seinen Allüren a la wie bin ich schön und toll - geschenkt. Aber dass er vor lauter selbstverliebten Blicken in den Spiegel nicht gemerkt hat, dass seine Frau aufgeht wie ein Hefeteig - das spricht weder für seine Aufmerksamkeit noch für seine Intelligenz.
Auch die Frau müsste doch eigentlich bemerkt haben, dass keine Kleidung mehr passt. Der Autositz zu eng wurde. Die Skala der Waage am Ende ist. Sie ihre Füsse nicht mehr sieht. Und ihre Haare nicht so aussehen wie die der gepflegten Nachbarin. 10 kg zunehmen in 25 Jahren - dürfte normal sein. Aber bei 70 kg - da gehen normal intelligente Wesen doch mal zum Doc.
Irgendwie passen die beiden also doch wieder zusammen.
 
  • #70
Das Problem der Frau ist mangelnde Selbstliebe /Selbstachtung / Selbstschutz. Wenn sie das selbst nicht empfindet, ist es nicht das Verschulden eines anderen.
Das habe ich auch nicht geschrieben. Mir geht es darum, dass der Partner es wohl merken sollte, wenn seine Frau keine Selbstliebe und keine Selbstachtung hat. Menschen ohne Selbstliebe usw. werden ausgenutzt und das weiß auch der Ausnutzer, denn er kann tun und lassen, was er will, die Person nimmt das alles hin. Wer das dann tut, steht für mich auch in Verantwortung.

Es liegt in der Verantwortung der Frau bzw eines jeden Menschen, sich selbst zu schützen und dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht, physisch als auch psychisch
Das stimmt, aber viele Menschen, die keine glückliche Kindheit hatten, gemobbt wurden usw., tun das nicht, weil sie nicht wissen, dass sie es wert sind. Zwar kann man ihnen das schon so sagen wie Du, es hilft aber überhaupt nicht. Das ist wie einem Depressiven sagen "sei doch nicht mehr depressiv, dann wird alles besser".

Sex gehört vielleicht für ihn dazu, damit sie sich weiter geliebt fühlt.
Das wär echt traurig. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie es zulässt, weil sie Angst hat, er sucht sich ne andere. Trotzdem muss dem Mann doch mal auffallen, dass das ganze eine einzige Demütigung ist?
Mir fehlt bei dem Thema das Beachten der Dynamik. Dieses "die Frau muss nur ihre Bedürfnisse kommunizieren, dann klappt das schon und wenn nicht, kann sie ja gehen" ist doch hohl. Wieviele Frauen gehen nicht, nicht mal heute, wo die alles so weit fortgeschritten ist, dass ne AE nicht mehr doof angesehen wird und vom Staat Geld kriegt. Wieviele Menschen lassen sich rumstoßen von ihrem Partner, weil nunmal nicht jeder Selbstwert entwickeln durfte. Klar liegt das bei jedem selbst, aber es gibt auch die, die davon zehren, dass der Partner alles so über sich ergehen lässt und sich denken "sein Pech". Und es gibt auch in Gesprächen gewisse Dynamiken, den anderen mundtot zu machen, so dass der nichts mehr sagt. Eine Frau mit Kindern ist immer die abhängige, vielleicht sagen auch deswegen viele Frauen nichts.
Da hast Du völlig Recht, zu kritisieren, wenn jemand sich deswegen beschwert
Das hab ich gar nicht kritisiert. Das kann auch jeder knackige 50jährige Mann hässlich finden und sagen "sorry, krieg ich keinen Orgasmus, wenn ich das sehe". Mir geht es darum, dass er trotzdem Sex hat und das Licht ausmacht. Das ist doch ekliges Verhalten, ob nun aus Mitleid oder weil man sich zusammenreißt und nicht fremdgehen will. Selbst wenn die Frau sich das wünscht und stillhält und damit sichergestellt ist, dass sie selbst keinen Orgasmus haben wird. Er weiß es und macht es trotzdem.
 
  • #71
Manche Leute verstehen Kritik "durch die Blume" nicht.. animieren ala "bisschen Bewegung täte dir sicher gut" wird beantwortet mit "ja täte mir sicher gut" "ja könnte ich mal machen" etc und so stehen gelassen.

Die "gesundheitlichen Zipperlein" kann man nicht irgendwie als Grund zur Motivation sehen? War sie schon beim Arzt? Wenn ein Arzt sagt, "abnehmen, weil sonst", wirkt das ja ganz anders & ist vielleicht eher ein Anstoß für sie. Wenn die eigene Gesundheit kein Grund zum Abnehmen ist, was dann?
Sag ihr ihre Gesundheit (& Optik) ist dir wichtig & das geht so nicht.

Hast du schon mal versucht das anders anzugehen?
zB, dass du gesunde Rezepte raussuchst & kochst, oder ihr das gemeinsam macht. Termin beim Ernährungsberater?
Oder, dass du, Freundinnen oder die Töchter sagen, komm wir gehen 2x die Woche gemeinsam laufen, ins Fitness studio, zum Zumba oder sonst was?
Vielleicht fehlt ihr einfach die Motivation das alleine anzugehen & bis jetzt liest es sich so, als hätten ihr zwar alle Vorschläge gemacht, was sie machen könnte, aber keiner etwas mit ihr in die Richtung gemacht (außer Wellness).
Von 130kg wieder runter zu kommen, wird anstrengend & dauern, wenn das Ganze auch langfristig gesund sein & keine crash-Diät werden soll.
Das kann einen schon abschrecken wenn man mit dem Problem da steht & alle anderen meinen "mach mal was", als wäre es das einfachste auf der Welt.
Vielleicht denkt sie sich auch, dass es so viel Aufwand wäre, sie es sowieso nicht durchhalten könnte & lässt es deswegen einfach.. (Kenne einige Leute die das machen..) Vielleicht braucht sie einfach ein bisschen mehr (praktische) Unterstützung?
Wäre auch gut möglich, dass sie sich mit dem Wunschgewicht, wieder wohler fühlt & die Körperkosmetik wieder ernster nimmt.

Klar ist sie erwachsen & prinzipiell für sich selbst verantwortlich, aber als Eherpaar kann man an solchen Dingen doch gemeinsam arbeiten, wenn sie da irgendwie in ihrem Trott fest steckt & euch das vielleicht hilft.
Ich würde es mal so versuchen, wenn sie aber wirklich garnicht will, kannst du immer noch Konsequenzen aufzeigen & ziehen.
 
  • #72
Sie wahrscheinlich auch nicht für ihn. Sonst wäre es wohl kaum so weit gekommen. Und was die Frau zum glücklichsein brauch, darum muss sie sich schon selbst kümmern. Der Mann ist nicht verantwortlich dafür.
Ja, das Sie selbst auch nicht in der Lage war sich zu helfen ist offensichtlich. Trotzdem finde ich so etwas entsetzlich. Freyfrau hat es gut getroffen in ihrem Post:

Wie kann es passieren, dass da zwei mehr als 25 Jahre nebeneinander her leben und die eine sich zu Tode frisst, während der andere, über sich erfreut, in den Spiegel schaut und unendlich mit sich zufrieden ist...

Sicherlich gibt es einen Punkt wo man aufgibt, weil der andere einfach nicht aus seinem Loch kommt, alle Hilfe nichts genützt hat .Dann trennt man sich. Weil es einen depressiv macht immer mitzuerleben wie der geliebte Mensch leidet und sich zerstört. irgendwann, ok, kann man selbst nicht mehr schlafen und kriegt Ringe unter den Augen uns trennt sich dann aus selbstschutz oder einer Erkenntnis nicht helfen zu können wenn derjenige selbst nicht will.

Danach hört es sich hier aber nicht an. Eher nach- eher nach - MIR geht es ja eh gut, und mein Problem beginnt erst da wo mir selbst ein Nachteil entsteht weil mir die Frau jetzt zu hässlich ist .
 
  • #73
Menschen ohne Selbstliebe usw. werden ausgenutzt und das weiß auch der Ausnutzer, denn er kann tun und lassen, was er will, die Person nimmt das alles hin. Wer das dann tut, steht für mich auch in Verantwortung.
Dafür muss der "Ausnutzer" sich aber erstmal darüber bewusst sein, dass der andere sein Verhalten als Ausnutzen empfindet. Wenn der willenlose Ausgenutzte nichts sagt, ist es dann auch die Schuld des Ausnutzers, weil er es nicht erahnt ?


Das stimmt, aber viele Menschen, die keine glückliche Kindheit hatten, gemobbt wurden usw., tun das nicht, weil sie nicht wissen, dass sie es wert sind. Zwar kann man ihnen das schon so sagen wie Du, es hilft aber überhaupt nicht. Das ist wie einem Depressiven sagen "sei doch nicht mehr depressiv, dann wird alles besser".
Du kannst auch einer wunderschönen Frau, die sich für hässlich hält, hundertmal sagen, dass sie schön ist - sie wird es nicht glauben, weil sie selbst nicht daran glaubt. Wenn man keinen Selbstwert empfindet, kann den kein anderer herstellen. Und daraus folgend wird auch jemand, der aus mangelndem Selbstliebe/Selbstwert alles willenlos in sich reinstopft, nicht davon abzuhalten sein, egal wie sich jemand anderes bemüht.

Leider ist das bei vielen Dicken so: sie jammern rum, dass sie so dick sind, aber jegliche Vorschläge etwas an ihrem Leben oder Essverhalten zu ändern, werden kategorisch abgelehnt. Aber sobald sich eine Möglichkeit ergibt, irgendwas hochkalorisches einzuwerfen, schlagen sie zu. Null Selbstbeherrschung. Davon sind selbst Schwangere nicht ausgenommen "ich kann ja jetzt für zwei essen" (nein, brauchst du nicht !) sie suchen einfach immer Gründe, sich unkontrolliertes Schlemmen zu erlauben. Eigenverantwortung Fehlanzeige.

Man braucht nur mal im Restaurant auf die Teller der Dicken und die Teller der Schlanken gucken. Oder beim Einkaufen in die Einkaufswagen der Dicken und die der Dünnen. DORT sieht man ganz deutlich, warum die einen dick, die anderen schlank sind.

Hingegen strahlt eine gewisse Moppeligkeit Gelassenheit, Gemütlichkeit und Genussfähigkeit aus.
Das kommt halt auch drauf an, wie man Genuss definiert. Für einen ist es ein Genuss, ein fritiertes Schnitzel mit Pommes einzuwerfen und mit ner Cola hinterzuspülen... und wundert sich dann, warum er sich Stunden später müde und träge fühlt und ständig zunimmt.

Für andere ist es ein Genuss, sich etwas besonders Gutes oder Teures zu essen zu leisten, wonach man sich gestärkt und fit fühlt.

Gegen eine "gewisse Moppeligkeit" ist sicher auch nichts einzuwenden... das sind nach meiner Definition 10-15 kg zuviel.

Aber 130 kg sind doppelt soviel wie normal, das sind nicht ein paar kleine Sünden hier und da... das ist völlig maßloses Reinstopfen.
 
  • #74
Informationen zum Gesamtzustand der Ehe fehlen leider.
Die werden auch nicht mehr kommen, denke ich.
Dieses gesamte Zusammenspiel von Menschen in der Ehe ist es doch, weshalb irgendwas am Ende so aussieht wie es aussieht. Wer denkt, dass alle Menschen immer sagen könnten, was ihnen Probleme macht, dass Partner immer zuhören und gewillt sind, was zu ändern, wenn man ihnen sagt, was stört, und dass man Süchtigen nur sagen müsste, sie sollten doch aufhören, ihr Suchtzeug zu konsumieren, dann wäre das Problem weg, ist doch total weltfremd. Sag das mal einem Raucher oder Fleischesser, der zu viel Fleisch isst in Betracht auf seine Gesundheit.

Der Körper ist bei einer Sucht drauf konditioniert und die Seele auch, also wenn einer, der Essen für sich entdeckt hat als das, was seinem Körper und seiner Seele Befriedigung verschafft und ihn beruhigt und belohnt, das auf einmal lassen soll, muss doch auch ein Wandlungsprozess der Psyche stattfinden. Das geht aber nur, wenn er die destruktiven Elemente in seinem Umfeld erstmal erkennt und dann nicht mehr hat, also müsste einhergehen mit einer Wandlung oder sogar Austausch der destruktiven Teile des Umfeldes, die die ganze Zeit in der Entwicklung zum Ist-Zustand gewirkt haben. Wenn sich das Umfeld aber eher nicht aus eigenem Antrieb wandelt, sondern seine Vorteile erhalten will, seine Verhaltensweisen nicht ändern will, geht nur Abstand. Wenn hier aber wieder Ahängigkeitsgefühle bestehen und man anderes nicht verlieren will, ist das ein Riesenproblem.

Die Frau des FS, so er überhaupt echt ist, wird oft genug gehört haben, dass sie abnehmen sollte. Ich bin sicher, dass sie es längst gemacht hätte, wenn es für sie so einfach wäre, wie hier viele darstellen, bzw. wenn es nicht irgendwas anderes wäre als Nicht-Disziplin, das sie zum Essen bringt.
Es ist auch weltfremd zu denken "wenn ich das geschafft habe, muss ein anderer das auch schaffen", weil das hieße, dass alle Körper und Charaktere gleich wären.

Ich würde nie jemanden verurteilen, der sagt, er findet dieses oder jenes unattraktiv. Dafür kann er ja nichts, dass ihn das abschreckt. Aber er sollte sich dann trennen, statt den anderen weiter zu benörgeln wieder und wieder und wieder und es vielleicht noch für eine gute Tat hält, dass er nicht geht und ihn für Haushalt und Sex noch nutzen kann. Das alles bestärkt doch das mangelnde Selbstwertgefühl bzw. wäre auch noch grausam, wenn wirklich eine Krankheit vorläge.
 
  • #75
Ein so massives Übergewicht ist definitiv das Ergebnis einer Essstörung. Eine Essstörung ist eine Sucht! Die Ursachen einer Sucht sind immer psychischer Natur.
In Kombination mit dem Sichvernachlässigen und der Interessenlosigkeit liegt bei der Frau sehr wahrscheinlich außerdem eine seit langem bestehende Depression vor.
Sucht und Depression sind Krankheiten!
"Sie soll halt weniger essen", "Sie muss einfach ein wenig Disziplin aufbringen" und all diese tollen Tipps werden hier gar nichts helfen.
Die Frau hat sehr ernste psychische Probleme. Sie wird vermutlich Fachleute brauchen, wenn sie wirklich ihre Situation nachhaltig verbessern will.

Meiner Meinung nach ist es nicht so sehr die wichtigste Frage, ob der FS, als Ehemann, nun ursächlich "Schuld" daran ist.
Was ich jedoch erstaunlich finde, ist, dass er mit einem Maß an emotionaler Beteiligung schreibt, als hätte er die Frau kürzlich erst kennengelernt und würde nun überlegen, ob diese Frau ihm doch/oder nicht zu unattraktiv als potentielle Partnerin ist. Das wäre ja legitim.
Er lebt jedoch seit 25 Jahren mit dieser Frau in einer Ehe zusammen, sie haben gemeinsame Kinder. Er schreibt, dass sie auch zu Anfang nicht direkt schlank war. Er ist trotzdem mit ihr zusammen. Das ist für mich der Grund, weshalb er - als Ehemann, als naherstehender Mensch, als Partner seit 26 Jahren, als Vater der gemeinsamen Kinder - selbstverständlich in einer Verantwortung steht, der Frau zu helfen, sich Hilfe zu holen! Würde es sich um eine Krebserkrankung bei der Frau handeln, wäre es ihm doch sicher nach 26 gemeinsamen Jahren selbstverständlich, anteilnehmend alles zu tun, um seiner Frau zu helfen, wieder gesund zu werden.
Geht zusammen zu einer Eheberatung. Dort könnt ihr gemeinsam mit professioneller Hilfe einen Plan machen, welche Schritte im einzelnen gegangen werden sollen, ob deine Frau eine eigene Psychtherapie wegen ihrer Depression und ihrer Fresssucht braucht usw.

w52
 
T

Toi et moi

  • #76
Lieber FS,
eine Ehe bedeutet für mich in Guten sowie in Schlechten Zeiten füreinander da zu sein. Ihr seid seit 25 Jahren zusammen und habt 4 Kinder. Das ist eine tolle Vergangenheit, worauf Ihr Stoltz sein könnt. Nun hast Du im Moment mehr Energie und Power und deine Frau braucht Unterstützung und Hilfe der Familie. Ich denke, es würde sich lohnen mehr Zeit und Energie darin zu investieren. Da müsst Ihr natürlich alle mithelfen, Du und die Kinder, weil die 70 Kilo eine Menge Arbeit ist. Es geht am einfachsten, wenn man die Einkaufs Gewohnheiten ändert. Keine Süßigkeiten und keine Chips und Softgetränke mehr kaufen, dann ist das Problem halb gelöst. Man kann sagen, ok ein Tag in der Woche gönnen wir uns etwas Süßes aber der Rest der Woche nicht. Das praktiziere ich selbst seit Jahrzehnten für mich und meine Kinder und wir haben alle kein Übergewicht. Deine Töchter sollen mit deiner Frau zum Wellnesswochenende fahren. Alleine macht keinen Spaß aber mit den Kindern bestimmt. Da bekommt sie Maniküre, Pediküre, Haarschnitt und Massagen und sieht danach bestimmt Bombe aus und das wiederholen alle paar Monaten. Also es ist wichtig die Rutinen zu ändern und durch besseren Rutinen zu ersetzen. Darüber Hinaus muss sie natürlich zum Arzt und zur Ernährungsberatung. Sie braucht einfach eine dauerhafte (mind. 1 Jahr) medizinische Begleitung, um das Gewicht wieder runter zu bekommen und vielleicht kann man mit einem sanften Druck, die Sache ins Rollen bringen und deiner Frau helfen etwas an Lebensfreude und Lebensqualität wiederzubekommen. Ich denke, du und deine Kinder, Ihr seid ihr es schuldig.
 
  • #77
Im Gegensatz zu den meisten (ich vermute Frauen) hier gebe ich allein der Frau die Schuld für ihr Übergewicht. Jede(r) ist für sich alleine verantwortlich, besonders wenn es um Gesundheit geht. Ob der Ehemann etwas hätte anders machen können, ob er liebevoll und emphatisch genug war, oder ob er sich mehr oder besser oder anders um die Familie hätte kümmern sollen, steht meines Erachtens nicht zur Debatte.
Die Frau hat massives Übergewicht. Niemand (!) hat sie darum gebeten oder sie dazu veranlasst, zu viel und/oder falsch zu essen. Die Frau alleine trägt die Verantwortung für ihre Fresssucht. Kann sie sich nicht zusammenreißen und die Verantwortung für ihr eigenes Handeln tragen, ist sie im Sinne von Kants Philosophie unmündig. Jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln.
Vielleicht hätte sie die Ehe nie eingehen sollen; vielleicht hätte sie sich nicht durch ihr Hausfrauendasein von ihm wirtschaftlich abhängig machen sollen; vielleicht traut sie sich nicht, auf eigenen Beinen zu stehen - wir wissen es nicht, es sind Spekulationen.
Aber die Verantwortung für ihr massives Übergewicht mit allen gesundheitlichen Konsequenzen trägt sie allein. Dem Mann nun die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist kollektives Negligieren der Verantwortung.
Ich bin selber Mutter und habe 3 Kinder erfolgreich großgezogen, immer mit mindestens Vollzeitjob, weiteren Studien und Engagements nebenher. Hausfrauendasein wäre NIE in Frage gekommen, ich hätte Angst gehabt zu verblöden. Essen zubereiten, einkaufen, Wäsche waschen, Haus sauber halten etc. - ist alles kein Vollzeitjob und meines Erachtens nur eine faule Ausrede von Hausmütterchen zum Faulenzen.
Ich verstehe den Mann, dass er nach so vielen Jahren sich 70-80 kg an seiner Frau nicht mehr mit ansehen will. Er hat offenbar vieles im Guten versucht, und dass man nicht mit so einem Fleischberg leben will, ist verständlich. Vielleicht wacht die Frau ja nach der Trennung auf und ändert etwas. Leider muss der arme Kerl wohl auch Unterhalt etc. zahlen, sodass sie sich weiter viel Essen kaufen kann.
 
  • #78
Das kommt halt auch drauf an, wie man Genuss definiert. Für einen ist es ein Genuss, ein fritiertes Schnitzel mit Pommes einzuwerfen und mit ner Cola hinterzuspülen... und wundert sich dann, warum er sich Stunden später müde und träge fühlt und ständig zunimmt.
Man kann ohne Probleme ein frittiertes Schnitzel, Pommes etc. essen, solange die "Gesamtkalorienzahl" stimmt, nimmt niemand zu.

Ich definiere Genuss und Gelassenheit so, dass man sich auch mal gehen lassen und loslassen kann. Eben genau nicht immer die edlen, teuren, elitären Sachen, sondern auch mal Currywurst Pommes. Das ist ursympathisch und das sind Menschen, mit denen man Spaß haben und lachen kann.

Ich verfüge über Selbstbeherrschung, kann aber auch locker lassen, und das ist mir bei anderen sehr wichtig. Lieber verbringe ich mit jemandem meine Zeit, der sich etwas zu viel gehen lässt, als zu wenig.

Es stimmt, 130 kg sind viel. Es stimmt aber nicht, dass ein Partner so jemandem kein Selbstwertgefühl geben kann, dass alles in der Eigenverantwortung liegt. Ehe ist ein Versprechen auf "in guten wie in schlechten Tagen" und für mich wäre es selbstverständlich, dass ich auf einen Partner, der seiner Gesundheit schadet, vorsichtig und liebevoll einwirken würde und ich weiß auch, dass ich das kann und man durchaus Menschen durch Liebe und Anerkennung sehr stark positiv beeinflussen kann.

Ich finde diese Haltung, dass jeder für sich alleine verantwortlich sei, man so etwas nicht ändern kann, in Kombination mit mangelnder Lockerheit, Selbstbeherrschung ohne Loslassen, Gesundheitsfanatismus, irgendwie kühl, "materialistisch". Mir fällt kein besseres Wort dafür ein. Es fehlt eben das sich wirklich aufeinander einlassen, dass mal wegkommen vom Blick auf sich selbst, die eigene Gesundheit. Viel ist hier von Selbstbeherrschung die Rede, aber nicht davon, Verantwortung für andere zu bernehmen, Liebe zu geben. Es ist so lieblos, wie über die Figur der Frau hergezogen wird, dabei geht es um eine Beziehung mit vielen Kindern, da müsste es eigentlich auch ein "Wir" geben, einen verständnisvollen, helfenden Blick auf die Frau, Verteidigung nach außen, anstatt sie runterzumachen.

Ich möchte jedenfalls keinen perfekten Körper an meiner Seite, der nur mit sich selbst und seiner Selbstbeherrschung beschäftigt ist.
 
  • #79
Dafür muss der "Ausnutzer" sich aber erstmal darüber bewusst sein, dass der andere sein Verhalten als Ausnutzen empfindet. Wenn der willenlose Ausgenutzte nichts sagt, ist es dann auch die Schuld des Ausnutzers, weil er es nicht erahnt ?
Das seh ich auch so. Das ist die Frage, die ich mir schon oft gestellt habe: Kann man jemandem vorwerfen, wenn er sein Leben lang nie einmal reflektiert hat über sein eigenes Verhalten? Wenn die Umwelt ihm nie Contra geboten hat - wie soll er denn von sich aus wissen, dass er sich schrecklich zu Schwächeren verhält?

Der Punkt ist aber: Es ist so, dass der Ausnutzer dann - weil er ja nie über sein Verhalten nachgedacht hat - beim Aufkommen des Konflikts IMMER dem Opfer allein die Schuld gibt, weil es ja nicht "nein" gesagt hat.
Der Ausnutzer hat null Ahnung von zwischenmenschlichen Dynamiken, nicht davon, dass nicht jeder so tickt wie er, nicht davon, dass es psychische Machtgefälle gibt, dass es verbale Aggressivität gibt, dass er vielleicht seine Überlegenheit und Macht dauernd rauskehrt usw.. Es ist immer der schuld, der sich nicht wehren konnte. Der "Witz" dabei ist, dass der andere genau davon profitiert und es gern mitnimmt, weil es ihm genau das Leben ermöglicht, das ihm bequem ist.
Es sind BEIDE, die die Dynamik gelebt haben, den Zustand akzeptiert haben, ihr Verhalten nicht geändert haben. Aber es wird nur einem die Schuld am Zustand gegeben, dem Unterlegenen.
Und genau das passiert hier teilweise auch in dem Thread bei den Mitschreibern (der Threadersteller meint ja sowieso, er hätte immer alles richtig gemacht und seine Frau hätte es genauso machen können).

Wer sich nicht mal dann, wenn der Konflikt aufkommt, die Lage des Opfers anhören will, sondern nur meint, er wüsste, was los ist und wie das ganze zu händeln sei, der verk*ckt es nochmal, dass auch er was lernen könnte, was sein Anteil an der Situation ist. Manche können auch nicht für sich reden und bräuchten einen Dritten, der dem Überlegenen mal die Sicht des anderen schildert.
Wenn man keinen Selbstwert empfindet, kann den kein anderer herstellen.
Klar, aber wenn man an solchen Menschen seine Aggressionen auslässt, durch Sticheleien, Mobbing, was auch immer, dann ist man einfach unempathisch, gefühlsblind und unbewusst, was das eigene Verhalten angeht (ich geh hier davon aus, dass es nicht aus bewusstem Sadismus passiert), und lässt seinen Frust an ihnen ab, weil man es ungestraft darf.
 
  • #80
@void

Das ist nunmal so, dass sich die wenigsten Menschen mit derartigen Dynamiken auskennen und diese hinterfragen. Auch der Ausgenutzte denkt, dass der Ausnutzer genauso tickt wie er selbst und gibt ihm seinerseits die Schuld, dass er sein ausnutzendes Verhalten doch selbst merken müsste.

Der "Witz" dabei ist, dass der andere genau davon profitiert und es gern mitnimmt, weil es ihm genau das Leben ermöglicht, das ihm bequem ist.
Der - scheinbar - Ausgenutzte profitiert aber seinerseits genauso. Die von mir oben zitierte ungepflegte Frau ist so ein Fall. Sie will nicht arbeiten gehen, also begibt sich sich in die finanzielle Abhängigkeit des Mannes. Sie will nichts entscheiden und für nichts verantwortlich gemacht werden, also lässt sie ihren Mann alles entscheiden. Jeder zweite Satz, den ich von ihr höre fängt an mit: "soll ich... ?" Es ist für sie auch bequem, sie übergibt somit auch ihre Eigenverantwortung ihrem Mann und kann ihn dann beschuldigen, wenn etwas schief läuft.

Verlassen wird er sie eher auch nicht, weil er den Kopf beruflich voll hat und seinerseits froh ist, dass sie sich zumindest halbwegs um das Kind und den Haushalt kümmert und ihn verköstigt. Es ist für beide eine Win-Win Situation.

Ich denke ähnlich lief das beim Fragesteller. Das Leben hat sich nun aber geändert, die Kinder sind aus dem Haus. Man hätte endlich Zeit und könnte verreisen, etc.. Aber hier stellt sich die Frau quer, auch als Sexualpartner ist sie nicht mehr attraktiv.

Nun soll der FS aus Dankbarkeit für die gemeinsamen Jahre auf jegliche weitere Lebensfreude verzichten, weil die Frau sich gegen alles querstellt ? Wie gesagt, auch sie hatte ihren Nutzen und es wird sicherlich nicht der alleinige Wunsch des FS gewesen sein, 4 Kinder in die Welt zu setzen. Das fällt ja gewöhnlich unter die Regulation der Frauen.

Ich definiere Genuss und Gelassenheit so, dass man sich auch mal gehen lassen und loslassen kann. Eben genau nicht immer die edlen, teuren, elitären Sachen, sondern auch mal Currywurst Pommes. Das ist ursympathisch und das sind Menschen, mit denen man Spaß haben und lachen kann.
Warum schließt für billiges ungesundes Essen Spaß ein? Ich sitze gerade mit einem Glas Rotwein hier und futter ein paar Weintrauben. Ich könnte auch eine Tüte Chips essen. Der Genussunterschied macht nur ca. 800 kcal, aus, Spaß hätte ich mit Chips auch nicht mehr, aber weniger Genuss.

Mir schmecken Chips schlichtweg nicht, genauso wenig wie alles wurstige und fettige. Wenn man dann noch weiß, was in solcher Wurst verarbeitet ist, da kringeln sich mir die Fußnägel hoch. Aber für wen das Genuss ist, bitte, Geschmäcker sind verschieden.

Ich möchte auch beim Sex Genuss, und den könnte ich bei 130 kg genausowenig haben, wie beim Essen einer Currywurst.
 
  • #81
Aber er sollte sich dann trennen, statt den anderen weiter zu benörgeln wieder und wieder und wieder und es vielleicht noch für eine gute Tat hält, dass er nicht geht und ihn für Haushalt und Sex noch nutzen kann.
Darauf zielte meine Frage ab. Die beiden haben offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen vom Leben (z. B. Urlaube), aber die haben sie ja vermutlich nicht erst seit gestern.

Die Frage ist doch: wird ein Zusammenleben unerträglich oder widerspricht es so sehr der eigenen Lebensplanung, dass eine Trennung die wirklich beste Lösung ist? Oder sind die beiden ein eingespieltes Team, das grundsätzlich gut funktioniert? Haushalt und Sex scheinen ja grundsätzlich zu funktionieren und ich lese auch keine Klagen, dass er nicht im Haushalt hilft. Er wird andere Aufgaben haben, eine solche Arbeitsteilung ist doch nicht selten.

Wird durch eine Trennung die Situation besser? Hätte der FS geschrieben, dass er eine andere Frau kennengelernt hat, sieht es anders aus. Haben die beiden eine reine Hausfrauenehe geführt, dann wird eine Trennung nicht unbedingt eine bessere Lage für beide bedeuten, sondern Altersarmut für beide (bei meinen Eltern war es so). Wenn man sich 25 Jahre arrangiert hat, hat man darin eine gewisse Übung und ist letztlich auch eine irgendwie erfolgreiche Ehe. Setzt man die aufs Spiel, ohne eine klare Aussicht zu haben, dass es wirklich besser wird? Der Singlemarkt ü50 ist nun nicht gerade gefüllt mit pflegeleichten, attraktiven Frauen und ich bin nicht so sicher, ob der FS sich da abgesehen vom Aussehen wirklich verbessert. Vielleicht ist eine dezente Affäre hier die bessere Lösung für alle Beteiligten. Vielleicht ist die Frau des FS sogar damit zufriedener?
 
  • #82
Haha ok, dann lass uns wegen unserer beiderseitigen Ehrlichkeit bauchpinseln - touché für das ehrliche Eingeständnis der Affäre als Option!
Es ist sicher unstrittig, dass der daheimgebliebene Partner den anderen, wenn er möchte, nach vielen (nicht allen) Regeln der Kunst ausnehmen kann.

Abseits vom Mitgefühl für die Frau und meiner Verurteilung von Fremdgängern - mal aus reiner Männersicht gesehen: Ich bin persönlich gegen Affäre, aus mehreren Gründen:
-wenn sich der FS eine neue Liebe wünscht, macht die das vielleicht für ein paar Monate oder Jahre mit. Dann wird sie aber auch klare Fronten sehen wollen (du siehst ja, wie negativ hier im Forum allein in den Profilen der Status "getrennt lebend" ankommt). Wie stellt er sich das vor - den Rest seines Lebens 30-40 Jahre Lebensgemeinschaft mit neuer Liebe, während er verheiratet bleibt und nach seinem Ableben wird er neben der Frau beigesetzt? Die arme neue Frau!
-insbesondere wenn er jetzt eine kultivierte, gepflegte, Schlanke möchte, hat die durchaus Standards. Der Typ Frau, den er sich nun vorstellt, wäre sich für eine Affäre zu schade.
-weil der Zugewinnausgleich dann zB in 5 Jahren noch höher wäre. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
-ebenfalls der Rentenanspruch, man partizipiert ja mit längerer Ehedauer mehr vom Einkommen des Anderen.
-er hat 4 Kinder. Kinder sind nicht doof - irgendwann kommt raus, dass der geliebte Papa die Mama betrügt. Auch wenn man zB als Tochter zum Papa ganz besonders aufsieht, geht unweigerlich was kaputt, wenn der Vater fremdgeht. Was er seinen Kindern vorleben würde, wäre ein super verkorkstes Beziehungsmodell, nicht nur den Töchtern ggü. Es gibt doch den Spruch, Söhne behandeln später ihre Frauen so, wie sie es vom Vater gelernt haben.
Klar wissen die Kinder, dass die Mutter sich gehen lässt, aber Fremdgehen heißen die wenigsten gut, auch wenn sie selbst schon erwachsen sind.
Ich habe nicht gesagt dass das hier die moralisch hochstehende Option ist (ich sitze nicht auf einem hohen Ross was das angeht!) und das es auf ewig gutgehen wird...trotzdem weiß ich nicht ob das Ende mit Schrecken die beste Variante ist! Er ist halt immer der Gelackmeierte der die Arschkarte gezogen hat...finde sowas echt schlimm, zum Kotzen! Gut das ich selbst nie in diese Situation kommen werde, da ich nicht heiraten werde!

Verkorkst ist die Beziehung allein schon deshalb weil sie sich auf seiner Kohle ausruht und sich keine Mühe mehr gibt! Es mag mich zu eine Arschloch machen, aber ich verachte und hasse Hausfrauen - ich stehe eher auf den emanzipierten Frauentyp (der lieber Single ist als dieses Modell zu leben!) mit eigenen Ambitionen (solange es nicht der Typ "Karriere ist mir wichtiger als alles andere" ist!)
 
L

Lord-Venus

  • #83
Lieber Merz,
zunächst einmal finde ich es gut, dass du deine erwachsenen Töchter (die Söhne nicht?) zwecks Gewichtsmessung regelmäßig auf die Wage stellst. Dann sei versichert, auch ich kenne dein Problem. Auch meine Ehe wäre vor Kurzem beinahe an den splissigen und strohigen Haaren meines Partners zerbrochen- sozusagen der ultimative Haarbruch. Mit viel Arbeit und Pflege lässt sich ein solcher Zustand aber auch wieder beheben.

Da wäre zunächst einmal die Beratung bei einem professionellen (Haar)experten. Dieser hat bei uns schon ziemlich viel Licht ins Dunkel gebracht. Mein Partner bekam daraufhin eine (Gliss)kur verschrieben und dank regelmäßiger (Haar)pflege werden seine Haare jetzt Stück für Stück weniger strohig und mit unserer Ehe geht es jetzt stetig weiter bergauf. Vielleicht solltest du deine (Haar)kur ja einfach mal mit deiner lieben Ehefrau teilen?
Alles Gute für die Haare deiner Partnerin und natürlich auch für euch.
 
  • #84
Aus gesundheitlicher Sicht vermute ich, dass deine Frau ernsthaft erkrankt ist und das sollte abgeklärt werden. Hat sie Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung? Es könnte sein, denn das erklärt auch ihre Antriebslosigkeit und die strohigen Haare. Auch die Gewichtszunahme ist bei hormonellen Erkrankungen/Stoffwechselstörungen eine Begleitsymptomatik. Ohne entsprechende Behandlung wird es leider eher noch schlimmer werden, deine Frau braucht einen guten Arzt! Habt ihr einen gemeinsamen Hausarzt oder kennst du ihren Hausarzt? Dann sprich mal vertraulich mit ihm und frage, was man tun könnte. Begleite sie zum Termin.
Wenn sie eine gute Behandlung bekommt wird sie auch abnehmen und erst recht, wenn sie sich von dir als Partner wertgeschätzt und geachtet fühlt. Ich denke aber, das dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Du beschreibst dich hier als attraktiven Sunnyboy, während du an deiner Frau im wahrsten Sinne des Wortes kein gutes Haar lässt. Denkst du nicht, dass deine Frau sich neben dir hässlich und unattraktiv fühlen könnte und dass sie deshalb auch keine Unternehmungen mehr zulässt? Ich kann mir gut vorstellen, dass sie schon sehr depressiv ist. Hat sie Freundinnen? Geht sie überhaupt mal alleine ihren Interessen nach? Es hört sich nicht danach an. Wenn du sie nicht mehr liebst dann trenne dich respektvoll, aber höre auf, sie schlecht zu machen und vor den Kindern an ihrer Figur herumzumäkeln.
 
  • #85
Der Genussunterschied macht nur ca. 800 kcal, aus, Spaß hätte ich mit Chips auch nicht mehr, aber weniger Genuss.

Mir schmecken Chips schlichtweg nicht, genauso wenig wie alles wurstige und fettige. Wenn man dann noch weiß, was in solcher Wurst verarbeitet ist, da kringeln sich mir die Fußnägel hoch. Aber für wen das Genuss ist, bitte, Geschmäcker sind verschieden.
Du merkst aber schon, dass du Genuss immer noch mit Vernunft und Kopflastigkeit verbindest (Kalorienangaben, daran denken, was alles verarbeitet wird). Das ist das, was ich mit loslassen und lockerlassen meine, was für mich da nicht vorhanden ist. Nur, damit verständlich ist, was ich meine.

Wer für sich entscheidet, Dinge nicht zu mögen oder sich so viel damit beschäftigt hat, was darin für Stoffe sind, dass er es nicht mag, dann ist das im Grunde okay. Man spürt aber sehr schnell, wer andere auch noch missionieren will, die Nase über eine Currywurst rümpft oder eben doch die ganze Zeit an seine Gesundheit denkt. Und das sind keine Leute, die eben wirklich mal loslassen können.

Das ist wie mit denen, die "ohne Alkohol Spaß haben können", aber zumeist weniger Spaß ohne Alkohol haben, als diejenigen, die ab und zu mal einen über den Durst trinken. Weil die einfach mal loslassen, dann eben auch mal ohne Alkohol, während bei den dauernd 100% vernünftigen, gesundheitsbewussten Sportlern ein ganz anderes Verständnis von Spaß haben herrscht. Da erzählt man sich dann möchtegern-intellektuelle Jokes und lacht künstlich.

Wie gesagt, Genuss mit Betonung auf Loslassen, sich mal gehen lassen können, das ist, was ich meinte. Das ist Lebensfreude wie unter einfachen Menschen auf dem Dorf. Wie bei Festen, die schon unsere Vorfahren feierten. Und das ist sympathisch. Wer zu Ausgelassenheit und Lebenslust keinen Bezug mehr hat, sondern wie ein Möchtegern-Intellektueller in seinem stilvollen Kämmerlein "genießt", ist mir persönlich eben suspekt.
 
  • #86
Nein, bitte nicht dem Mann die Schuld geben. Jeder Mensch ist für sich selbstverantwortlich. Ich bin Ü50, gertenschlank, habe Spass an meinem Beruf, treibe Sport, kleide mich elegant, habe erfüllende Hobbies und überraschenderweise neben meinem Ehemann viele Verehrer.
Lieber Fragesteller, trenn Dich und nimm nicht die "billige Lösung" mit den Besuchen bei den Prostituierten. Such Dir eine Frau, die es geschafft hat, schlank zu bleiben sowie mental und körperlich attraktiv! Du hast es verdienst!
 
  • #87
Nun soll der FS aus Dankbarkeit für die gemeinsamen Jahre auf jegliche weitere Lebensfreude verzichten, weil die Frau sich gegen alles querstellt ?
Wie kommst Du darauf? Nein, er soll seinen Anteil am ganzen sehen, statt nur zu denken, die Frau allein hätte schuld am Zustand des ganzen. Hatte ich doch auch geschrieben. Was er danach tut, ist sein Ding.
Wieso stellt sich die Frau quer? Ich denke mal sie schweigt, leidet und sieht sich in der Abhängigkeitsfalle, dass sie nichts ändern kann.

Haushalt und Sex scheinen ja grundsätzlich zu funktionieren und ich lese auch keine Klagen, dass er nicht im Haushalt hilft.
naja, er hat geschrieben, sie mache brav IHREN Haushalt und wieviel Zeit er für sich und seine Interessen braucht und in der Vergangenheit brauchte, kann man ja auch irgendwie ableiten. Es ergibt schon ein typisches Bild einer Ehe, wie sie zigfach vorkommt.

Wird durch eine Trennung die Situation besser?
Finanziell sicher nicht. Das ist der blöde Haken an der Sache. Die Frau wird völlig abhängig sein, ich würde denken, sie hat viel mehr Angst als er, dass sie Beziehung zerbricht, obwohl sie seelisch vielleicht endlich aus dem Loch rauskäme, wenn die Veränderung von außen passierte.
Setzt man die aufs Spiel, ohne eine klare Aussicht zu haben, dass es wirklich besser wird? Der Singlemarkt ü50 ist nun nicht gerade gefüllt
Plädoyer für Warmwechsel? Warum muss es unbedingt so sein, dass er ne Frau an seiner Seite hat und es ansonsten so ist, dass er das kleinere Übel nimmt? Würdest Du noch gern mit Deiner Partnerin Sex haben, wenn sie wegen irgendwas an Dir das Licht ausmacht und Du das weißt, weil sie vorher schon immer versucht hat, Deinen optischen Zustand zu ändern? Dabei ist es egal, ob Du krank bist oder suchtkrank oder einfach nur Pech mit irgendwas am Äußeren hattest, es geht allein um den Umstand, dass mit Dir noch geschlafen wird, aber man darf Dich dabei nicht sehen. Das reduziert Dich doch völlig auf Dein Geschlechtsteil. Würdest Du Dich als offensichtlicher Notnagel noch geliebt, geschätzt, begehrt gefunden fühlen? Und nee, ich seh das nicht so, dass die Frau das Recht darauf, sich begehrt gefunden zu fühlen, verloren hat, wenn es darum geht, dass ein Mann mit ihr Sex will. Selbst, wenn sie es nach Meinung vieler nicht mehr ist. Aber sie dann für Sex zu benutzen, ist doch trotzdem widerlich und vermittelt Demütigung und Abwertung, was in einer Beziehung überhaupt nichts zu suchen hat. Da geht es schon um Menschenwürde und die haben doch auch Übergewichtige.

Ich hab keine Ahnung, was das Beste für die Frau ihrer Meinung nach wäre. Das müsste sie hier schreiben und ich hoffe, sie kann das nicht, weil sie nicht existiert.
 
  • #88
... trenn Dich und nimm nicht die "billige Lösung" mit den Besuchen bei den Prostituierten.
Das ist wohl der Kern des Problems. Was ist die "billige" Lösung? Wir wissen nichts darüber, ob die Frau "nebenbei" noch voll berufstätig ist und auf eigenen Beinen steht oder ob sie immer nur Hausfrau war. Wir wissen nichts darüber, ob sie sich in der Ehe grundsätzlich gut verstehen oder den ganzen Tag streiten. Im Grunde fehlen weitere Äußerungen des FS, um wirklich einen konkreten Tipp geben zu können.

Plädoyer für Warmwechsel? Warum muss es unbedingt so sein, dass er ne Frau an seiner Seite hat und es ansonsten so ist, dass er das kleinere Übel nimmt?
Nicht unbedingt. Das hängt ja auch davon ab, wie sich der FS seine Zukunft vorstellt und ob er eine Frau an seiner Seite haben will. Und, siehe oben, wie die finanzielle Zukunft für beide aussieht. Und, sorry, wenn ich das hier jetzt pauschal auf Finanzen runterbreche, aber wenn beide ihre Ehe grundsätzlich so weiterführen können, ist das eine Überlegung wert. Wenn dann beide bis ins Alter ruiniert sind (Hausfrauenehe), dann sieht es anders aus.
Wenn er so attraktiv ist, wie er sich beschreibt, hat er keinen Warmwechsel nötig.

Würdest Du noch gern mit Deiner Partnerin Sex haben, wenn sie wegen irgendwas an Dir das Licht ausmacht ...
Klares Nein. Aber dafür tue ich täglich etwas. Egal, ob es Ernährung oder Sport ist. Wenn meine Partnerin beim Sex das Licht ausmachen würde, wäre das für mich ein Alarmzeichen und ein klarer Hinweis, dass ein Gespräche und eine gemeinsame Lösung fällig sind. Und, sie hat ja noch Sex mit ihm...
 
  • #89
Mir wird ganz schlecht, wenn ich deinen Beitrag und die meisten Kommentare lese. Dick bedeutet nicht gleich unattraktiv. Mein BMI liegt über 40, immer schon. Ich hatte nie Probleme, einen Mann zu finden. Mein Mann ist sehr sportlich und attraktiv und ich bin ebenso attraktiv und habe keine körperlichen Zipperlein, keine Essstörung, keine Depression.
In deiner Beziehung fehlt die Liebe, ganz einfach. So wie du schreibst, war da nie wirklich Liebe, sondern es scheint eine Zweckgemeinschaft gewesen zu sein. Zu deiner Frau den Gefallen und trenne dich. Dann habt ihr beide die Chance, den passenden Partner zu finden.
 
  • #90
Nein, er soll seinen Anteil am ganzen sehen, statt nur zu denken, die Frau allein hätte schuld am Zustand des ganzen.
Ich finde, Du driftest langsam ab. Er schreibt doch gar nichts davon, dass seine Frau alleine Schuld hat. Er fragt, was er tun soll. Das sind doch wohl zwei verschiedene Dinge. Um aber bei Deiner Argumentation zu bleiben....warum soll er seinen Anteil erkennen, wenn seine Frau es nicht schafft? Wenn sie ihren Anteil erkennen würde und auch sie darf sich fragen , was los ist in der Ehe...dann würde sie vielleicht ja drauf kommen, dass Ungepflegtheit nicht gerade attraktiv ist. Macht sie aber nicht. Weil sie ihre Anteile nicht sieht. Vielleicht. Vielleicht ist es ihr auch egal, was ihr Mann macht. Sie hat sich vielleicht gemütlich eingerichtet in ihrem Leben. Weiß man nicht. Wir wissen es nicht.
Wieso stellt sich die Frau quer? Ich denke mal sie schweigt, leidet und sieht sich in der Abhängigkeitsfalle, dass sie nichts ändern kann.
Wieso kann sie denn nichts ändern? Die Kinder sind groß, sie kann gehen, wenn sie möchte. Warum schweigt sie? Vielleicht ist sie depressiv, vielleicht fühlt sie sich abhängig, vielleicht ist ihr das Leben gerade recht. Wir wissen es nicht. Wir haben nur die Frage des FS. Erstaunlich, was diese Frage alles auslösen kann.
naja, er hat geschrieben, sie mache brav IHREN Haushalt
Ja, sie macht einfach weiter wie bisher. Ihren Haushalt. Er hat ihr mehrere Dinge angeboten. Sie nimmt es nicht an. Macht brav ihren Haushalt weiter und denkt vielleicht, sie erfüllt damit alles, was zu einer Partnerschaft gehört.
Und nee, ich seh das nicht so, dass die Frau das Recht darauf, sich begehrt gefunden zu fühlen, verloren hat, wenn es darum geht, dass ein Mann mit ihr Sex will.
Es gibt eigene Dynamiken in einer Ehe. Das können wir hier nicht klären. Fakt ist für mich, der FS hat seine Frau nicht gegen ihren Willen benutzt. Wenn sie mit Licht aus keinen Sex will, kann sie es sagen. Viele haben Sex im Dunkeln, weil es dazu gehört, ist nicht traumhaft, ist aber so. Zum Sex gehören zwei.

Wenn sie gesagt hat, dass sie keinen Sex im Dunkeln möchte, ja.
Wenn sie es als Preis für ihre Ungepflegtheit sieht, nein. Verstehe mich nicht falsch, natürlich ist Sex widerlich, wenn er nur auf Mechanik reduziert wird, aber wo ist denn bei all den Ausführungen ihr Anteil?
Die Frau existiert mit Sicherheit wie Millionen andere Frauen dieser Art in Deutschland.
Genauso wie es Männer wie den FS gibt.
Entweder nehmen die beiden eine Paarberatung in Angriff , damit sie einen Dolmetscher für ihre Persönlichkeiten bekommen oder der FS trennt sich. So wie viele tausende Paare schon zuvor.
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