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  • #1

Was tun bei Bindungsangst? Wir sind seit einem halben jahr zusammen

Jetzt kommt er an den Punkt, sich nicht tiefer auf die Beziehung einlassen zu können. Er hatte letztes Jahr im August ein für ihn wahrschinlich traumatisierende Trennung nach 10 monatiger Beziehung erlebt. War auch beim Therapeuten deswegen. Als wir uns kennelernten, war das noch relativ frisch. Er hat sich dann aber doch auf eine Beziehung mit mir eingelassen. Jetzt wird er zunehmend distanzierter, eben mit der Begründung, sich nicht tiefer einlassen zu können aus Angst. Was sollte ich jetzt tun?
 
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  • #2
Gar nichts und ihn machen und ihn notfalls auch gehen lassen. (m)
 
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  • #3
Was Du tun solltest? Dich so langsam an den Gedanken zu gewöhnen, die Sache abzuhaken, hört sich stark nach einer Ausrede an. Sowas merkt er erst nach einem halben Jahr???

Sowas sagt Mann/Frau gerne, wenn das Interesse nachlässt. Deshalb: sich niemals auf Frischgetrennte einlassen und den Therapeuten spielen wollen.

w/39
 
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  • #4
Trennung im August 2010. Und jetzt ein halbes Jahr zusammen.

Was hast Du denn erwartet? Etwa das er alles schon verarbeitet hat?

Du kannst gar nichts tun. Du bist eine Trost- oder Übergangsfrau.
 
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  • #5
Ich (w 49) kenne den Hintergrund nicht. Aber würde Dir raten, ihn zu fragen, was er braucht, und schauen, ob Du es ihm geben kannst. So geht es schneller und ist konkretter, als spekulieren. Wenn eine Trennung so traumatisch wahrgenommen wird, braucht die Verarbeitung Zeit, und wo möglich und nötig Dich! Ihr seid bis irgendwo in die Beziehung gekommen, Euch reicht nur die Tiefe noch nicht, oder? Ich würde nicht die gesamt Beziehung unter Frage stellen, sondern auf "wo sie stecken geblieben ist" arbeiten. Wenn ihr beide es wollt, werdet ihr im Schritttempo die zufriedenstellende Tiefe erreichen.

Ich hoffe nur, dass Dein Partner sich aus Überzeugung auf eine Beziehung mit Dir eingelassen hat!

Euch alles Gute!
 
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  • #6
Der Mann hat nix verarbeitet uns sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt auf Dich
eingelassen .

Er muß das erst mal verarbeiten und so schnell gehts nicht .
Entweder wartest Du ,wenn er es wert ist. Kann aber lange dauern,sehr lange .

Oder du siehst Dich weiter um,was zu empfehlen ist .

Ich schreibe aus leidvoller Erfahrung .Ich wollte einen frischgetrennten Mann mit meiner Liebe heilen. Es wurde eine Katastrophe draus .

Nie wieder.

Und wenn Einer was von Bindungsangst faselt,Finger weg.

Dann bist du nicht die Richtige . Bei der Richtigen vergisst er die Ausreden ganz schnell.

Es gibt genug Männer ,die wollen . Und die sind gar nicht so schwer zu finden. Auch im realen Leben .

w/45
 
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  • #7
"Er hat sich dann aber doch auf eine Beziehung mit mir eingelassen."

Wenn man nicht frei ist mit seinen Gefühlen, dann sollte man sich auch nicht auf eine neue Beziehung einlassen. Wenn man einen emotionalen Halt braucht, dann sollte man sich auch nicht auf eine neue Beziehung einlassen. Etc.

"Als wir uns kennelernten, war das noch relativ frisch."

Und auch wenn Du gewusst hast, auf was Du Dich einlässt, gilt:
Erwachsene, reife Menschen sollten einmal verstehen, dass der Andere nicht der Spielball seiner eigenen Unzulänglichkeiten, nicht das Trostpflaster, der Balsam seiner nicht geheilten Wunden, nicht der Halt seiner emotionalen Leere, nicht Lehrer, Therapeut, Vater oder Mutter ist.

Wie es einmal hier eine liebe Frau in ähnlicher Weise schrieb, so glaube ich auch, dass es viele Menschen, ob Mann oder Frau, gibt, die vieles aus ihrer Vergangenheit nicht verarbeitet haben und herumschleppen und nicht nur sich sondern anderen einiges aufbürden.
 
  • #8
@5 Ja das stimmt, er hat nichts verarbeitet. Aber wie viele Männer verarbeiten überhaupt eine gescheiterte Beziehung? Es sind weniger als mehr. Sie können schlechter alleine als Frauen, was auch soziologische Studien belegen.

Aber um zu verarbeiten, müssen sie sich schon Zeit lassen und während dieser Zeit alleine sein. Wir Frauen - oder die Mehrheit - verarbeiten eine Trennung "alleine" in dem Sinne, dass wir ein grösseres Freundes- und Bekanntenkreis haben und uns dabei auf emotionale Unterstützung verlassen können. Wir reden über unsere seelische Nöte. Männer viel weniger! Für die meisten Männern ist die eigene Partnerin wichtig, weil nur sie ihnen emotionale Unterstützung geben. Nicht einmal mit der Partnerin reden Männer über ihr Gefühlsleben! Und wenn sie weg ist, haben sie niemanden mehr! Wenn sie Liebeskummer haben, dann nehmen sich 3 von 4 Männern das Leben. (Laut Untersuchungen von Helen Fisher, eine Anthropologin) Geteiltes Leid ist halbes Leid; wenn sie es nur mit einem Freund teilen würden!

Ich lernte vor Jahren einen Rollstuhlfahrer kennen, von dem ich dachte er hätte ein Schlaganfall erlitten. Ich war fast geschockt, als er mir erzählte, er hätte versucht sich aus Liebeskummer mit der Waffe zu erschiessen, was misslungen war. Jetzt ist er schlimmer daran als vorher. Krass!
 
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  • #9
Man sollte hier Männer nicht generell über einen Kamm scheren. Ich lehne im Grunde genommen dieses Mann-ist-so, Frau-istso-Gedöns grundsätzlich ab. Die Menschen sind nunmal verschieden und es gibt in der Tat Männer, die Beziehungen verarbeiten bzw. in Beziehungen über ihre Gefühle reden und dass sich drei von vier Männern das Leben nehmen, glaube ich auch nicht, ist die Quellenangabe den seriös??

w/39
 
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  • #10
Lass ihn gehen und er kommt (zu dir zurück, wenn er es auch möchte, und du ihm zeigst, dass du ihn liebst, dass er es dir wert ist, dass du ihn aber genau deshalb nicht drängst.) Ich habe das auch hinter mir, genau wie bei dir, nach dem ersten halben Jahr. Er wollte urplötzlich alles in Frage stellen, es sei ihm zu eng, zu nah. Ich habe um ihn gekämpft, indem ich mich zurück genommen habe, - war für mich schwer genug, während er aber wusste, was er mir bedeutete. Doch es hat sich gelohnt. Viel Glück euch beiden!
 
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  • #11
@7 Mandoline

Nicht

"Wenn sie Liebeskummer haben, dann nehmen sich 3 von 4 Männern das Leben."

sondern

"Drei von vier Menschen, die sich aus enttäuschter Liebe selbst töten, sind Männer."
 
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  • #12
Fragestellerin:
Danke für die ehrlichen Antworten. Wenn man selbst in der Situation steckt fehlt der Überblick.
Ich denke, das beste ist, mich zurückzuziehen, was mit zugegebenermaßen extrem schwer fällt. Da muss man wohl das alte Spiel "wer sich rar macht, wird interessant" spielen. Solch "Manöverchen" liegen mir eigentlich nicht. Aber ich bin wirklich ratlos. Das letze halbe Jahr war wirklich sehr schön und er hat sich auch geöffnet. Vielleicht reichen seine Gefühle jetzt eben nicht mehr, nachdem die erste Verliebtheit verpufft ist ...
Freue mich ggfls. über weitere Antworten. Danke
 
  • #13
@10 Danke für die Korrektur, ich habe es falsch formuliert.
@8 Ja die Quellenangabe ist aus einem Artikel des Magazins Spiegel. Hier ist der Link:

http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=39523493&aref=image035/E0509/ROSP200500901770181.PDF&thumb=false
 
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  • #14
Hallo TE,

ich (m42) kann dir nur aus eigener Erfahrung berichten. Vor 7 Monaten erfuhr ich, dass mich meine Frau seit 2 Jahren betrügt. Es folgte die Trennung, welche ich nicht wollte. Ich hätte ihr verziehen. Ich habe die Trennung bis heute nicht vollständig verarbeitet, obwohl die komplette Familie Kind, Eltern + Schwiegereltern und Freunde zu mir stehen. Vor 3 Monaten habe ich hier auf EP eine liebe Frau kennen gelernt. Auch sie hat vor 7 Monaten ähnliches durch gemacht. Sie hat ihre jedoch Trennung bereits verarbeitet da die in ihrem Fall von beiden gewollt war.

Ich bin glücklich, sie getroffen zu haben. Sie bemüht sich um mich, sie zeigt mir das sie mich liebt und hat Verständnis für meine Situation. Evtl. brauchen Männer mehr Zeit um eine solche Situation zu verarbeiten. Ich weiß es nicht. Ich weiß jedoch, ohne sie würde es mir heute nicht wieder so gut gehen.

Was sollst du tun ? Ich kann nur sagen, liebst du ihn dann kämpfe um ihn. Ziehst du dich zurück, dann wirst du ihn verlieren. Aber wie #9 schon schrieb, nicht drängeln und klammern. Ja, auch Männer können manchmal kompliziert sein. ;)

Viel Glück euch beiden.
 
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  • #15
Um mal eine ganz andere Variante zu bieten, auch wenn ich jetzt nicht genau weiss, ob ihr noch zusammen seid.

Ich selbst leide unter Bindungsphobie und als allererstes kann ich Dir nur den Rat geben: Hör auf Dir in Foren voll von Laien Ratschläge bei ernsten psychologischen Themen zu holen! Aber ich denke, Dir ist bewusst, dass das keine wirkliche Hilfe für die Rettung der Beziehung sein kann, sondern Du unter den völlig absurden und widersprüchlichen Reaktionen Deines Partners einfach hilflos und verzweifelt bist und es einfach deshalb in die Welt hinaus schreien möchtest. Ich glaube, das einzige was Dir helfen kann, wenn Dir die Beziehung wirklich wirklich wichtig ist, ist dass Du Dir mit entsprechender Literatur selbst hilfst. Auch wenn ich auch nur ein Laie bin, aber immerhin selbst betroffen bin, so weiß ich mittlwerweile, dass DU, wenn Dein Partner wirklich unter Bindungsangst leidet, nicht viel für ihn tun kannst. Man muss sich leider bewusst machen, dass man das Problem für den Partner nicht lösen kann. Denn er hat es, unabhängig davon ob Du da bist, oder nicht. Sein Verhalten und seine Reaktionen geschehen nicht unbedingt bewusst. Das große Problem, und das spiegelt sich in Deiner Frage nach dem "was kann ich tun" wieder ist, dass Du beginnst Dich zu verändern, weil Du den Partner, der durch die Abweisungen noch anziehender für Dich wird, nicht verlieren möchtest. Du musst in einer solchen Beziehung lernen emotionaler Selbstversorger zu werden, denn Dein Partner ist nicht in der Lage für Dein Glück verantwortlich zu sein. Er kann es nicht. Ebenso löst eine völlige Anpassung an Deinen bindungsphobischen Partner nicht das Problem. Maximal verringert es die Symptome (Flucht). Mach Dich von dem Gedanken frei "WIR lösen das Problem". Mit den ständig darum kreisenden Gedanken übernimmst Du viel zu viel Veranwortung für die Beziehung und den Verlauf und Du verbeisst Dich. Dir werden auch ausführliche Gespräche mit ihm, in denen Du fragst was in ihm vor geht nicht helfen, denn wenn Bindungsphobiker in einem gut sind, dann ist es im manipulieren, ausweichen und flüchten. Wenn er reden möchte, hör zu und beziehe auch natürlich Deinen Standpunkt. Aber "festnageln" bewirkt das Gegenteil von dem was Du bezweckst. Was Du brauchst, ist ein gesundes Selbstbewusstsein und die Gewissheit, dass Du nichts davn persönlich nehmen solltest oder das Verhalten als Liebesbarometer zu sehen ist. Eher sollte es Dir bei einem echten Bindunsphobiker beweisen, dass er so reagiert, weil es ernst ist oder werden könnte. Beschäftige Dich nicht rund um die Uhr mit dem Problem und der Beziehung. Du als nicht Betroffene kannst Dir natürlich nicht vorstellen, dass es so schwierig sein kann zu vertrauen und festzulegen. Daran ist aber nichts logisch und Du wirst Dich niemals in die Person einfühlen können, maximal eindenken. Das ist ein sehr kompexes Thema und in Foren findest Du nicht die passende Hilfe!!! Auch wenn ich hier nun unzählige Ratschläge gegeben habe... Aber dieses "Kämpfe oder lass ihn ziehen" ist etwas zu einfach bei einer solchen Problematik. Ein wichtiger Schritt ist sicher getan, indem Dein Partner Dir von dem Problem erzählt hat. Er will vielleicht was ändern. Ich wünsche Dir viel Kraft dabei!
 
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  • #16
Ich halte Bindungsangst für ein Hirngespinst, meist von Frauen. Männer wollen neben einer guten Frau vor allem eins: frei sein! Die heutige Kleinfamilie mit Bausparvertrag und/oder Immobilienkredit der noch 30 Jahre abgestottert werden muss ist doch ein Graus. Richtige Männer wollen unabhängig sein, ihre Visionen realisieren und haben wirklich keine Lust auf ein Ehebett im 12 qm Schlafzimmer.
 
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  • #17
Ich halte Bindungsangst für ein Hirngespinst, meist von Frauen. Männer wollen neben einer guten Frau vor allem eins: frei sein! Die heutige Kleinfamilie mit Bausparvertrag und/oder Immobilienkredit der noch 30 Jahre abgestottert werden muss ist doch ein Graus. Richtige Männer wollen unabhängig sein, ihre Visionen realisieren und haben wirklich keine Lust auf ein Ehebett im 12 qm Schlafzimmer.
 
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  • #18
Gesülze! Bindungsangst nach einer traumatisierenden Beziehung! Das ist die Ausrede eines Feiglings, der dir eigentlich sagen wollte, Mausi war schön mit dir, aber ich hab mir da was anderes vorgestellt! Und als staatlich blöd geprüfte Frau fällt man darauf rein!
 
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  • #19
Gesülze! Bindungsangst nach einer traumatisierenden Beziehung! Das ist die Ausrede eines Feiglings, der dir eigentlich sagen wollte, Mausi war schön mit dir, aber ich hab mir da was anderes vorgestellt! Und als staatlich blöd geprüfte Frau fällt man darauf rein!
 
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