• #31
Ja, das ist genau die sehr einfache Denkweise die ich mir wahrscheinlich aneignen sollte.
Ja wirklich.

Deine tiefgründigen Gedanken über ihre psychischen Ursachen ehren dich zwar, aber sie bringen dich nicht weiter und verursachen dir letztlich nur weiteren Schmerz. Denn du verlierst dich selbst dabei aus dem Blick.

Nur darum geht es letztlich. Das hat auch nichts mit egoistisch zu tun, sondern einfach mit Selbstliebe.

Und ohne diese wird schwierig mit dem Respekt.
 
  • #32
Sie will ja eben nicht "nicht klar keine Beziehung". Auch haben wir uns damals im Einvernehmen getrennt, weil sie das nicht entscheiden konnte. Und entschieden hat sie das bereits öfter. An Feigheit kann es demnach nicht liegen.

Sie hat viele Gründe gesucht, woran es liegen könnte.
Sie müsse vielleicht nochmal mit jemandem flirten, sie hat zu wenig Zeit, der Job ist zu anstrengend, sie müsse nochmal mit dem Typen vor mir reden, etc.

All diese Gründe sind weggefallen, die Entscheidungslosigkeit ist immer noch da.

Und ja, mir selbst zuliebe muss das aufhören. Vielleicht liegt es tatsächlich am Lebensabschnitt, vielleicht passt es nach der Verliebtheit weniger als gedacht, vielleicht gibt es Gründe die sie mir nicht sagen will. Man nimmt jemanden aber auch nicht nochmal mit zu seinen Eltern, ohne zu wissen wen man da überhaupt mitnimmt.
Das liest sich schon etwas reflektierender.

Bisher hast du zwar alle Kommentare fast devot bestätigt aber anschließend durchblicken lassen, dass du eigentlich keine Lust auf Änderung hast.

Du bist tatsächlich nicht der einzige Mensch der sich in seinem angeblichen Unglück so wohl fühlt, dass er es eigentlich nicht aufgeben will. So ein bisschen hier darüber plaudern verschafft dir die Illusion, dass du aktiv an einer Lösung arbeitest ohne wirklich etwas zu unternehmen. So eine Art Ersatzhandlung.

Wenn du diesen Status Quo weiter aufrecht erhältst ist im Grunde nicht (nur) sie beziehungsunfähig sondern du deinerseits auch. Das Auswählen und Festhalten an unerreichbaren Kandidaten ist eine ganz typische Technik von Beziehungsvermeidern.

Wie waren eigentlich deine bisherigen Beziehungen? Hattest du nicht bereits angedeutet, dass sie auch problematisch waren? Eine echte Beziehung ist dir selbst vielleicht zu nah oder zu langweilig.

Du solltest überhaupt nicht inhaltlich auf meinen Text antworten. Trenn dich stattdessen oder plauder hier einfach noch ein bisschen weiter ;)
 
  • #33
Das liest sich schon etwas reflektierender.

Bisher hast du zwar alle Kommentare fast devot bestätigt aber anschließend durchblicken lassen, dass du eigentlich keine Lust auf Änderung hast.

Du bist tatsächlich nicht der einzige Mensch der sich in seinem angeblichen Unglück so wohl fühlt, dass er es eigentlich nicht aufgeben will. So ein bisschen hier darüber plaudern verschafft dir die Illusion, dass du aktiv an einer Lösung arbeitest ohne wirklich etwas zu unternehmen. So eine Art Ersatzhandlung.

Wenn du diesen Status Quo weiter aufrecht erhältst ist im Grunde nicht (nur) sie beziehungsunfähig sondern du deinerseits auch. Das Auswählen und Festhalten an unerreichbaren Kandidaten ist eine ganz typische Technik von Beziehungsvermeidern.

Wie waren eigentlich deine bisherigen Beziehungen? Hattest du nicht bereits angedeutet, dass sie auch problematisch waren? Eine echte Beziehung ist dir selbst vielleicht zu nah oder zu langweilig.

Du solltest überhaupt nicht inhaltlich auf meinen Text antworten. Trenn dich stattdessen oder plauder hier einfach noch ein bisschen weiter ;)
Ich fühle mich alles andere als wohl damit und glaube nicht, dass ich unbewusst an etwas ungesundem festhalte.
Auch weise ich sie nicht ständig auf ihre vermeintlich Störung hin und habe mich in letzter Zeit oft selbst gefragt, ob ich auch ein Problem habe. Und natürlich halte ich zu lange daran fest.
Das aber meiner Meinung nach nicht, weil ich nur dann etwas fühlen kann.
Vielmehr habe ich mich immer für diese Beziehung entschieden und in keiner Weise Abstand hergestellt.

Meine letzte Beziehung war recht zerstritten und damit ein einziges auf und ab. Wahrscheinlich ist diese letzte Erfahrung Gerade deshalb „so besonders“ für mich. Da es harmonisch war und ich mich angekommen fühlte.

Und weiterhin fest halte ich ja nur, weil mir noch Hoffnung gemacht wird, das (vermeintliche) Problem zusammen lösen zu können. Denn wenn sie mir einen Grund nennen würde, wäre ich viel mehr in der Lage es zu akzeptieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #34
Lieber FS,
bitte sie darum, dir klar und deutlich zu sagen, dass es für sie vorbei ist, ich glaube du brauchst den Schlussstrich ganz deutlich, indem sie dir das ganz deutlich sagt!
Dieses Rumgeiere ist schrecklich und vermutlich fühlst du ja noch keinen richtigen Abschluss, sie macht dir noch Hoffnungen, verständlich, dass du dich hin und hergerissen fühlst.
Ich finde sie unfair, da sie dir mit ihren Aussagen dir Hoffnungen macht, statt von anfang an klar und deutlich zu sagen: Es ist vorbei! Ich will dich nicht mehr! Bye!
Mag sein, dass das sooo verletzend ist für einige, aber für manche einfach nur fair und eine ehrliche Ansage. Man kann endlich abschließen!
 
  • #35
Und weiterhin fest halte ich ja nur, weil mir noch Hoffnung gemacht wird, das (vermeintliche) Problem zusammen lösen zu können. Denn wenn sie mir einen Grund nennen würde, wäre ich viel mehr in der Lage es zu akzeptieren.
Genau das ist der Punkt: dir wird Hoffnung gemacht, du nimmst es passiv hin, wartest ab, statt aktiv dein Leben in die Hand zu nehmen und dir zu sagen: so ein Rumgeeier brauche ich nicht, das tut mir nicht gut, so lasse ich mich nicht behandeln.
Ich will niemanden, der nicht weiß, dass er mich 100% will. Das ist halt die Sache mit dem Selbstwert.

Als ich heute auf der Heimfahrt meine Annett Louisan CD hörte, musste ich an deinen Thread denken, dass du meinst, unbedingt einen Grund kennen zu müssen, um akzeptieren zu können, dass sie nicht will.

Wenn du magst hör dir mal bei YouTube den den Song an: 'gekommen um zu sagen'.

Vielleicht kannst du dich dann besser in die Frau hineindenken, kannst verstehen, dass es manchmal keinen benennbaren Grund gibt, außer das eben irgendwo das Gefühl nicht mehr reicht und man es nicht so fortführen will.
Das gibt es nichts, was man ändern kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Als ich heute auf der Heimfahrt meine Annett Louisan CD hörte,
Das ist vielleicht auch ein weiterer Unterschied zw. Deutschland und Österreich, Ich habe eher Fieber von Christine Stürmer im CD Fach. “Wir sind eine Einheit
Nichts kann unsere Wellen brechen und von diesem Moment, werden wir noch lange sprechen
Wir sind nicht allein
Wir sind ein ganzes Meer. Merkst du dass grad was Großes passiert
Die Stimmung ist am Siedepunkt
Das Thermometer explodiert“

Meine Partnerin und ich hören Christine sehr gerne.

Dann kommt sie Strophe: "Wir erleben Emotionen
und heben ab, denn wir sind frei."

Dann ist sie so frei und küsst mich ganz innig. Wir sagen auch nie, dass sich mich liebt oder ich liebe sie. Das ist etwas, was man nicht sagen muss, weil der andere das automatisch weiß und spürt.

Was ich auch sehr amüsant finde, wenn hier diskutiert wird, ob man getrennt oder zusammenzahlt. Würde ich jetzt mit Joggerin ein Date haben, dann ist es ganz normal, dass sie nicht gezahlt und dann ist es auch ganz normal, dass sich dafür bedankt.

Ist jetzt mein Beitrag viel zu positiv für das Forum?:)
Ein Forum lebt zu eher von den negativen Beiträgen.oder?
 
  • #37
Bindungsangst ist für mich das Synonym für Gefühle, die nicht ausreichen.
Angst vor Bindung mag sein. Ist es nicht immer, aber immer öfter.
 
  • #38
Hallo Flo,

ich würde Deiner Freundin nahelegen, mit Dir zusammen eine Paartherapie zu machen.. Am besten kannst Du sie und Dich darüber informieren durch die Bücher von Davis Schnarch, dem gegenwärtig führenden Paar- und Sexuasltherapeuten. Einige seiner Bücher sind ins Deutsche übersetzt. Er nennt seinen Ansatz "Existentielle Sexualtherapie. Dabei geht es nie um sexuelle "Techniken" sondern darum, ob und inwieweit die Partner umfassend, direkt und Wahrhaftig kommunizieren - auch dann, wenn's schwierig oder peinlich wird.

Du selber solltest nicht den Versuch machen, sie zu "analysieren". Bleibt neugierig auf sie, offen und genieße mit ihr, was möglich ist.

Lass sie wissen, dass Du leidest - aber ohne Beschwerden, Klagen oder Trennungsdrohung.

Übrigens scheint mir, daß Du sie tatsächlich liebst und sie Dich auch irgendwie liebt. Daher würde ich mich nicht von ihr trennen.

Viel Glück wünscht Dir
Quinquin.
 
  • #39
Hallo Flo,

ich würde Deiner Freundin nahelegen, mit Dir zusammen eine Paartherapie zu machen.. Am besten kannst Du sie und Dich darüber informieren durch die Bücher von Davis Schnarch, dem gegenwärtig führenden Paar- und Sexuasltherapeuten. Einige seiner Bücher sind ins Deutsche übersetzt. Er nennt seinen Ansatz "Existentielle Sexualtherapie. Dabei geht es nie um sexuelle "Techniken" sondern darum, ob und inwieweit die Partner umfassend, direkt und Wahrhaftig kommunizieren - auch dann, wenn's schwierig oder peinlich wird.

Du selber solltest nicht den Versuch machen, sie zu "analysieren". Bleibt neugierig auf sie, offen und genieße mit ihr, was möglich ist.

Lass sie wissen, dass Du leidest - aber ohne Beschwerden, Klagen oder Trennungsdrohung.

Übrigens scheint mir, daß Du sie tatsächlich liebst und sie Dich auch irgendwie liebt. Daher würde ich mich nicht von ihr trennen.

Viel Glück wünscht Dir
Quinquin.
Ich frage mich eben auch, ob die Notwendigkeit einer Paartherapie auf diesem Status der vermeintlichen Beziehung normal sein kann. Ich glaube kaum, dass meine „Freundin“ sich darauf einlassen würde.
Das Problem ist einfach, dass sie sich nicht zu der Beziehung bekennen möchte, weil sie nicht wisse wie es danach weitergeht.
Gleichzeitig sagt sie mir, dass sie sich gar nicht vorstellen kann und möchte, dass ich nicht mehr bei ihr bin. Sie wisse aber gleichzeitig nicht, ob unsere Vorstellungen einer Beziehung zusammen passen (dabei haben wir darüber noch gar nicht gesprochen, da sich sowas zu Beginn ja von alleine ergibt).
Auch momentan sei sie jedes Mal traurig, wenn sie nicht mehr in meiner Nähe sei.

Ich werde nun aufhören das Problem bei ihr zu suchen und mich auch selbst noch mehr hinterfragen. Allerdings weise ich nicht so viele „Faktoren“ auf wie sie.
Und das sexuelle Problem kommt ja oftmals dann auf, wenn es auf emotionaler Ebene (zu) gut harmoniert. Sprich, wenn man sich zu nah gekommen ist und zumindest da Abstand eingehalten wirdUnd das ist nicht meine eigene Interpretation.
 
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