• #1

Was soll ich tun? Mein Mann ist ausgezogen und will nun wieder zurück!

Hallo liebe Forumgemeinde, ich hatte vor kurzem bereits einen Beitrag geschrieben, indem ich die Situation zwischen meinem Mann und mir, sowie unserer Tochter beschrieb. Ich hatte meinem Mann einen Brief geschrieben, doch gesprochen wurde nicht mehr. Ich hatte mich dann für einen Abend mit Freundinnen verabredet, nach langer Zeit war ich wieder mal abends fort und es fühlte sich gut an. Ich hatte viel Freude. Tags darauf bemerkte ich einen Koffer im Keller, der mir merkwürdig vorkam, ein Blick hinein verriet, dass mein Mann " meinen Ausgehabend" zum packen genutzt hatte. Er ging morgens noch normal zur Arbeit. Abends kam er zurück, packte dann seine restlichen Sachen, während ich nur fassungslos mit Tränen in den Augen zusah. Ich konnte ihn nicht aufhalten, er sprach sehr kühl zu mir, dass er bereits eine Wohnung hätte. Dies hatte ich nun ja schon geahnt. Ich ließ ihn ziehen. Es dauerte keine 24 Stunden, da schrieb er mir bereits, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hatte und wie sehr er mich lieben würde. Er begründete es damit, dass er hohen Druck bei der Arbeit hätte. Ich reagierte nicht darauf, war zu schockiert. Auch unsere Kleine spürt inzwischen das was nicht stimmt. Der Papa ist fort. Mein Mann schreibt mir nun täglich, hat mir Rosen vor die Tür gelegt und bittet um Vergebung. Nie hätte er etwas so sehr bereut. Ich bin immer noch schockiert, ich verstehe ihn überhaupt nicht mehr, ich rief ihn einmal an und sagte ihm, dass ich an seinem Verstand zweifel. Nun möchte er alles tun, um mich zurück zu gewinnen. Er möchte in unser gemeinsames Haus zurück, er bereut es, dass er gemein zu mir war und sein Herz ausgeschaltet hat, wo er doch nun wüsste, wie sehr er mich doch liebt. Ich bin fassungslos, traurig, misstrauisch. Er ist nun seit fast 10 Tagen in seiner neuen Wohnung. Ich weiß momentan nicht mehr was ich fühlen soll oder kann, zudem muss ich hier für unsere Tochter stark sein. Ich habe Angst, ich bin wütend auf ihn, ich bin aber auch zeitweise ruhig innerlich, weil er fort ist. Was kann ich tun? Ich kann ihm nie mehr trauen? Es wird doch nie wieder wie vorher und mich irritiert so sehr, dass er plötzlich mit Liebe zu mir so um sich wirft, wobei er mich lange Zeit nie beachtet hat und sehr kühl zu mir war, oft sogar frech und beleidigend. Ich bin sooo schockiert momentan.
 
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  • #2
Hallo Katharina,

überstürzen würde ich jetzt nichts. Du wirst ja nicht unmittelbar bedroht und musst fliehen. Du hast ein Dach über dem Kopf, eine Tochter. Jetzt sammle dich und löse dich aus dem Schockzustand.

Dein Mann ist nicht im Affekt einfach weggelaufen und kommt nach einem Rundgang zurück. Er hat das von langer Hand geplant. Überleg mal, eine Wohnung mietet man nicht von heute auf morgen an.

Du solltest eigentlich nun viel sprechen, mit vertrauten Personen (Freunden? Eltern? Geschwistern?), um dir klar zu werden, was da passiert ist (wir haben geheiratet, dann ist das passiert, ich habe so reagiert und er so, daraufhin…usw….um die Geschichte zu verstehen). Der Stand ist, er ist ausgezogen und will zurück. Und du, willst du das auch? Was müsste sich ändern, damit ihr alle glücklich dabei werdet? Ist das realistisch?

Du brauchst ein bisschen Zeit, um eine vernünftige Lösung zu finden.
 
  • #3
Jetzt liebt er dich also plötzlich wieder.
Vor kurzem fragte er dich noch, was es dich angehen würde, dass er sich für eine andere Wohnung interessiert.
Beim Auszug war er kühl, während du geweint hast ...

So einem Mann KANN man nicht (mehr) vertrauen. Lass ihn nicht mehr rein. Er hat dich so furchtbar verletzt.
 
  • #4
Ich kann ihm nie mehr trauen? Es wird doch nie wieder wie vorher und mich irritiert so sehr, dass er plötzlich mit Liebe zu mir so um sich wirft, wobei er mich lange Zeit nie beachtet hat und sehr kühl zu mir war, oft sogar frech und beleidigend. Ich bin sooo schockiert momentan
Ich an deiner Stelle mit meiner Erfahrung, würde die Uhr nicht mehr zurück drehen, denn alles würde sich nach kurzer Zeit nur noch verstätkt wiederholen, das sond einfach Erkenntnisse und das Vertrauen bleibt ewig angeknackst, ohne Vertrauen kann ich keine Beziehung führen! Was andere können und machen ist deren Sache!
 
  • #5
Dein Partner manipuliert dein Leben. Jetzt nachdem du mal dein Leben wieder in die eigene Hand nehmen wolltest, ausgehen und das schöne Leben entdecken wolltest (und da gibt es auch Männer, die dir sagen werden, was für eine tolle Frau du bist - und das weiß dein Mann!), versucht er dich zu kontrollieren. Eben indem er Radikalschnitte wie Ausziehen macht, weil dir da der Hintern auf Grundeis geht. Hat sich die Lage wieder gebessert und du bist ein Häufchen Elend daheim, kommt er zurück.


Egal was du machst, vergiss nicht, dass es bei solchen Entschuldigungen nie um wirkliche Entschuldigungen geht, und auch nie um dich persönlich. Der Mann tut das seines Egos wegen. Er leg dir Rosen auf die Treppen, weil dieser Mann ein riesengroßes Ego hat. Dein Partner kommt zurück, weil er die Vorzüge seines (!) alten Lebens wieder haben will, aber lieben tut er nicht dich.
 
  • #6
Da wäre ich sehr, sehr vorsichtig. Ein Mann zieht i.d.R. (zu 99%) nur aus, wenn er eine andere Frau (..oder einen Mann) hat. Diese scheint wohl kalte Füße bekommen zu haben und er will nun wieder zurück in das warme Nest. Bis die nächste Freundin erscheint. Du glaubst doch nicht wirklich, dass er sich alleine in eine triste Wohnung setzt, einfach so? Die Begründung "Arbeit" muss in der Männerwelt für alles herhalten, meistens ist es die billigste Ausrede der Welt für Desinteresse oder Fremdgehen. Auch im Sinne Deines Kindes solltest Du aufpassen, dass er nicht durch ewiges Hin und Her enormen psychischen Schaden anrichtet.
Falls er tatsächlich in einer Krise steckt, soll er sich psychologische Hilfe holen und stabiler werden. Aber hinter Kälte und Rückzug steckt fast immer der Wunsch, anstrengende Familiensituationen einfach hinter sich zu lassen und, die weggeworfene Familie ignorierend, ein frisches Glück mit einer neuen Partnerin zu bekommen.
 
  • #7
Manchmal muss man einen Fehler machen, um zu merken, was man eigentlich will.
Die Planung des Auszuges, die Durchführung, dazu der Job. Er kam gar nicht dazu, zu hinterfragen, was er da tut. Das kam dann, als er zur Ruhe kam.
Deine Gedanken kann ich verstehen. Daher mein Rat: komm du auch innerlich zur Ruhe, überlege dir, was du eigentlich willst.
Klingt einfach, ist verdammt schwierig. Aber notwendig.

Ich drücke eurer Familie die Daumen, dass bei den jeweiigen Überlegungen das gleiche Resultat herauskommt.
 
  • #8
Hallo Katharina,
definitiv der falsche Zeitpunkt, um eine Entscheidung zu treffen. Weder pro, noch contra. Erst muss sich bei euch beiden setzen, was da passiert ist. Bitte ihn, den Druck dir gegenüber raus zu nehmen. Seine permanenten Liebesschwüre sind nämlich nichts anderes. Druck auf dich ausüben, damit du ihn zurück nimmst.
Ihr müsst jetzt erstmal Abstand zueinander haben, um getrennt voneinander zur Ruhe zu kommen.
Erst dann könnt ihr euch wieder daten, so wie früher mal...Essen gehen, spazieren gehen, Zeit miteinander verbringen, ohne eure Tochter, nur ihr zwei. Aber mit dem Wissen, anschließend geht jeder zurück in sein/ihr eigenes Bett.
Nur dann kann jeder von euch feststellen, was noch an Gefühlen da ist, ob es noch eine Zukunft gibt.
Ich wünsche dir viel Glück
w (55)
 
  • #9
Bla bla bla. Und deshalb packt er direkt seinen Koffer?

Dein Mann hat dir übel mitgespielt. Deshalb frage dich eindringlich, ob du diesen Mann als Lebenspartner weiter möchtest. Ich vermute, dir geht es ohne ihn besser. Dann bleibe dabei. Erkläre ihm ruhig und sachlich, dass eure gemeinsame Zeit vorbei ist und du fortan ohne ihn leben möchtest. Auch wenn er wütend zetert oder sogar heulend vor dir auf die Knie geht damit alles wird wie früher, bleibe standhaft und ziehe durch ohne Rücksicht auf ihn. Er hatte seine Chance, er hat sie leichtsinnig verspielt. Das halte dir immer vor Augen, wenn bei dir der Frust kommt. Da musst du durch, es geht vorüber.
 
  • #10
Ich denke dass kann nur gut gehen wenn man etwas verändert.

Zurücknehmen ins "Alte Leben " endet mit dem gleichen Resultat und dazu fehlt auch Dir das Vertrauen.

Es heißt, die Seele braucht 7 Wiedergutmachungen... Hier würde ein " Ich liebe Dich" nicht reichen um Deine Seele zu beruhigen. Und Männer reden ja oft weniger über ihre Gefühle aber ich gehe davon aus, dass auch seine Seele gelitten hat und zwar vor dem Auszug.

Das miteinander reden und gemeinsam an einer Beziehung arbeiten, hätte vor seinem Auszug stattfinden müssen.

Jetzt würde ich wirklich eine Paartherapie machen, bevor er wieder einzieht.
Wenn schon Neustart, dann auch neu.

Ich habe das damals nicht gemacht und meine Erfahrung war: es hat sich nichts geändert und es ist aus den selben Gründen wieder gescheitert.
 
  • #11
In Anbetracht was du in deinen letzten Beiträgen erzählt hast, würde ich dir ganz schnell raten, Schloss und Riegel auszuwechseln und diesen Mann auf allen Kanälen zu blockieren!

Seine erste Ehe scheiterte aufgrund diverser Dinge (Kinderwunsch, kein Sex - das ist auch ein Mangel an Kommunikationsfähgikeit), bei euch herrscht ebenfalls kommunikationsmäßig Eiszeit und du bist eh froh, wieder im Büro zu sein, um mit ihm nicht schlafen zu müssen.

Ehrlich gesagt musst du ganz schnell erkennne, dass dieser Mann längst seinen Ausstieg geplant hat. Ganz sicher ist da auch eine andere Frau dahinter bei der er sich schon sehr lange schöne Stundeh holt, denn ehrlich, eine Wohnung finden, das tut man nicht über Nacht, sondern ist monatelange Arbeit.

Vermutlich ist ihm jetzt die Realität klar geworden, dass das Leben so ganz ohne Nest, Routine, Gemütlichkeit, Sicherheit nicht so das Wahre ist. Oder seine Geliebte hat ihm den Freifahrtschein gegeben.
 
  • #12
Dein Mann redet doch nicht so gerne mit dir übers Eingemachte, oder? Wenn er dich so liebt wie er behauptet, soll er das nicht durch Gesten wie Rosen oder Nachrichten zeigen, sondern durch Gespräche, in denen er alles auf den Tisch packt. Seine Gefühle, seine Bewegründe auszuziehen, was hat sich für ihn jetzt durch den Auszug geändert, was erhofft er sich durch eine Rückkehr, was ist er bereit zu ändern, was erwartet er von dir... Wenn diese und ähnliche Fragen geklärt sind, dann überlegst du, ob du ihn zurück willst.
 
  • #13
Ich muss auch sagen: definitiv jetzt im Moment nicht nachgeben....
Er muss sich doch erstmal klarwerden, mit welcher Dreistigkeit er dich behandelt hat. Das kannst du ja auch nicht einfach so auf dir sitzen lassen und ihm signalisieren, dass man so mit dir umgehen kann. Denn dann passiert ja wirklich genau das, was @INSPIRATIONMASTER sagt: es wird sich nur verstärkt wiederholen. Den würde ich jetzt an ausgestrecktem Arm verhungern lassen. Er hat sich ganz schön was geleistet, er hat mutwillig selbst euren Familienfrieden in Gefahr gebracht.
Das ist eine Wunde, die nicht so schnell verheilen wird.
 
  • #14
Meiner Meinung nach hat dein Mann eine Geliebte, die wahrscheinlich nicht mit ihm in die neue Wohnung ziehen will oder sich von ihrem Mann trennen will.

Plötzlich merkt er, dass er ja ganz alleine dort sitzen wird, ohne dass ihn jemand umsorgt, ihm die Wäsche wäscht, ein trautes Heim bietet. Dieses wird ihm seine Freundin unverzüglich gesagt haben, daher der plötzliche Sinneswandel innerhalb von 24 Stunden.

Bitte lass ihn nicht mehr rein!
 
  • #15
Sowieso nach der Vorgeschichte,

Nein, man zieht nicht spontan in eine Wohnung, die muss man suchen.

Ich bin eigentlich nicht negativ, möchte das Positive finden. Hier aber nicht.

Irgendwas hat nach der Planung nicht wie gewünscht geklappt und jetzt retour.

Und bei der nächsten Gelegenheit?

Bau Dir dein eigenes Leben auf, und zeige, sage Nein.

Alles Gute
 
  • #16
Wenn du ihn wirklich willst und ihr beide eine Chance haben wollt, dann musst du mit deinem Mann ein ehrliches und offenes Gespräch führen und er soll dir auch erzählen, ob er auch eine Affäre hatte. Männer ziehen erst dann in eine eigene Wohnung ein, wenn sie bereits eine andere Frau haben. Denn statistisch betrachtet trennen sich circa 70-80 % der Frauen von ihren Männern und nicht umgekehrt.

Er hatte doch den Arbeitsplatz früher verlassen und seine Kollegen sagten dir angeblich wäre er mit anderen Freunden etwas trinken gegangen. Männer schützen sich diesbezüglich und sagen natürlich deren Ehefrauen nicht, dass der eine Mann fremdgeht.

Auch das ist nicht geklärt und du weisst auch nicht, ob er dich nicht bereits betrogen hat und es aber mit der anderen Frau nicht geklappt hat. Nehme ihn bitte unter keinen Umständen zurück egal wie viele Rosen er dir vor die Türe legt und wie oft er sich bei dir entschuldigt und sage ihm ihr habt nur dann eine Chance, wenn er einwilligt, eine Paartherapie zu machen, ansonsten gibt es gar keine.

Die Ursache, warum es soweit gekommen ist muss aufgedeckt werden und das kann nur in offenen und ehrlichen Gesprächen geschehen und in einer Therapie kann jeder ungestört erzählen, was ihn dazu bewogen hat auszuziehen bzw. weshalb er sich unglücklich gefühlt hat. Dein Mann ist doch völlig unfähig über seine Gefühle und seine Unzufriedenheit mit dir zu sprechen. Es reicht nicht sich zu entschuldigen und nach Hause kommen zu wollen, denn dadurch ändert sich ja auch die Ursache für die Krise nicht.

Das ist genau so ähnlich, wie wenn du einem Menschen, der eine Lungenentzündung hat nur fiebersenkende Mittel gibst und das niemals auf Dauer helfen wird, weil die Ursache eine bakterielle Infektion sein kann und man dagegen ein Antibiotikum geben müsste.

Ich würde ihn ohne eine Paartherapie niemals zurücknehmen! Das sind die Bedienungen, die du ihm stellen musst, wenn er wirklich mit dir zusammen eine glückliche Ehe führen möchte. Ansonsten seid ihr in wenigen Monaten genau gleich weit wie heute!

Von alleine lösen sich die Probleme nicht in der Luft auf!
 
  • #17
Hier die FS: vielen Dank für die unterschiedlichen Sichtweisen. Mir ist bewusst, dass wir ohne lange Pause und ohne eine Paartherapie nicht von vorne beginnen können, zudem fehlen mir von seiner Seite aus viele Informationen. Hier wurde mehrfach angedeutet, dass eine Affäre, eine Frau dahinter stecken könnte, dem bin ich mir auch nicht mehr so sicher, allerdings klammere ich solch einen Gedanken momentan komplett aus. Ich weiß ja, wie bequem mein Mann ist und das er Pornos als erste und schnellste Wahl nimmt. Mich irritiert zudem, dass er mir andauernd schreibt, dass man alles wieder korrigieren kann und er lebt auch nun irgendwie in einer Scheinwelt, bzw schreibt sich mir gegenüber alles wieder schön, dass er alles bereut, mich liebt und er mit Paartherapie Chancen sieht für uns. Ich hab ihm nun bereits mehrfach freundlich geantwortet, dass ich für mich Ruhe brauche. Ich möchte, so wie es nun ist und auch, wie es vorher war, eigentlich keine Paartherapie mehr und auch keine Pause. Ich habe ihn, bevor er ausgezogen ist, oft genug zu einem Gespräch ermuntert. Ich bin diejenige, die nun für unsere Tochter da ist und er hat sich aus dem Staub gemacht. Nun fehlt mir der Mut momentan, ihm zu sagen, dass ich keine Zukunft mehr sehe. Vor seinem Auszug wäre das möglich gewesen für mich, nun hinterher merke ich jeden Tag mehr, dass ich ihn in dem Sinne nicht vermisse. Ich gehe nicht aus momentan, ich bin innerlich ganz ruhig, ich weine nicht, ich denke, dass dies deshalb so ist, weil ich lange innerlich gelitten habe, während wir noch zusammen lebten. Kann das Jemand nachvollziehen? Vielleicht kommt der Kummer später, allerdings denke ich momentan, dass ich das in Kauf nehme.
 
  • #18
Das machen die meisten Frauen so. Ich habe auch jahrelang gelitten, daran gezweifelt, ob ich sie überhaupt alle habe, denn von meinem Mann kam immer nur "ich weiß nicht, was du willst, ich bin glücklich". Die Entscheidung fiel mir unglaublich schwer aber danach ging es mir wie dir. Der Schmerz war schon lange lange durchlebt und die Trennung bedeutete endlich Ruhe und Erholung. Ich bin ja gegangen als in mir wirklich alles vorbei war, die Liebe, die Hoffnung, die Selbstzweifel, der Schmerz.
Dein Mann hat sich null darum gekümmert, wie du dich fühlst, als ihr zusammen wart und jetzt tut er es auch nicht. Du willst deine Ruhe aber das ist ihm egal denn ER will jetzt aber wieder die Uhr zurück drehen. Glaubst du, er würde dich dermaßen belagern wenn alles so gekommen wäre wie er sich das vorgestellt hat? Irgend etwas ist da nicht nach Plan verlaufen. Das war nicht eine kleine Krise von 1-2 Wochen, sondern ein lange andauernder Zustand, er war auf der Suche nach einer Wohnung während er sich dir gegenüber für jegliche Gespräche verschlossen hat. Damals ist er kein Stück auf dich eingegangen, hat dir sogar gesagt, es ginge dich - seine Ehefrau - nichts an, dass er eine Wohnung sucht. Du musstest dich nach ihm richten weil du keine Wahl hattest, er wollte ja nicht mit dir reden. Jetzt sollst du dich wieder nach ihm richten denn jetzt will er unbedingt reden. Was du willst oder je gewollt hast, hat ihn nicht interessiert und tut es nach wie vor nicht. Sei vorsichtig und tue nichts, wovon du nicht überzeugt bist. Du musst an dich und an dein Kind denken und das braucht sicher keine instabilen Verhältnisse.
 
  • #19
Er ging morgens noch normal zur Arbeit. Abends kam er zurück, packte dann seine restlichen Sachen ...er sprach sehr kühl zu mir, dass er bereits eine Wohnung hätte.
In deiner Situtation halte ich eher einen Termin beim Anwalt für wichtig, statt eine Paartherapie. Lass dich schnellstens beraten, damit du weißt, was in finanzieller Hinsicht auf dich zukommt, falls noch Schulden auf das Haus zu zahlen sind, wie es mit Unterhaltszahlungen aussieht etc.
Wenn ich deine Beiträge in Bezug auf eure Ehe lese, wäre diese für mich unwiderruflich vorbei und eine Paartherapie völlig unnötig. Dass dein Mann zurück will, hat wohl damit zu tun, dass er den Unterschied zwischen dem Komfort einer Wohnung und einem Haus unterschätzt hat. Ich würde dir raten, dein eigenes Leben mit deiner Tochter zu planen und nicht mehr zurückzuschauen.
 
  • #20
Wahrscheinlich bist du auch einfach erleichtert, dass die Qual vorbei ist. Da bist du nur zu beglückwünschen. Dein Gefühl ist eine recht gesunde Reaktion auf das, was dir wiederfahren ist. Möglicherweise bist du auch einfach sehr ärgerlich auf ihn...Auch das zu recht.

Ich würde mir das jetzt so bewahren, und erstmal versuchen, alleine klarzukommen. Schließlich ist er der, der gegangen ist, und er kann nun nicht erwarten, dass du jetzt springst, wenn er mit dem Finger schnipst.
 
  • #21
ch gehe nicht aus momentan, ich bin innerlich ganz ruhig, ich weine nicht, ich denke, dass dies deshalb so ist, weil ich lange innerlich gelitten habe, während wir noch zusammen lebten. Kann das Jemand nachvollziehen?
Ich kann das nachvollziehen. Was du mit ihm in der letzten Zeit erlebt hast, war keine schöne Ehe. Eher Nervenkrieg. Der hat dich leiden lassen. Kalt, fies, lieblos.
Jetzt ist er raus aus der Wohnung. Du siehst ihn nicht mehr. Jetzt kannst du zur Ruhe kommen. Du wirst feststellen, dass es dir ohne ihn besser geht als mit ihm. Denke jetzt mal nur an dich, dein Wohlbefinden. Und er soll mal schön in seiner Wohnung bleiben.
 
  • #22
Du hast mit diesem Mann keine Zukunft. Du merkst selbst, Du bist innerlich ruhig, wenn er weg ist. Wärme das ganze Drama nicht wieder auf. Deiner Tochter und Dir wird es ohne ihn besser gehen.
Er spielt mit Dir. Mal Zuckerbrot, mal Peitsche. Es liegt an Dir, dieses Spiel endlich und KONSEQUENT zu beenden.
 
P

Papillon

  • #23
Ich kann dich verstehen, ich habe auch eine auslaugende Beziehung hinter mir. ´Das Ende hat mich viel Kraft gekostet und Nerven gekostet! Aber dann habe ich wie befreit gefühlt. Alles Liebe und Gute Dir.
 
  • #24
Liebe FS,
lass' Dich von seinen aufgesetzten, kurzfristigen "Aufmerksamkeitsbeweisen" nicht zu vorschnellen Entscheidungen hinreissen. Der Mann hat schon eine Ehe in den Sand gesetzt, mit genau den gleichen Problemen, die auch ihr zusammen hattet. Es ist also nicht zu erwarten, dass er fähig ist, sich durch die kurze Trennung zu ändern. Genau das solltest Du ihm sagen und den Beginn der Paartherapie entsprechend nach hinten verlagern, damit er sich keine falschen Hoffnungen macht und aufhört, Dich zu bedrängen.

Ihr habt ein Kind, daher würde ich die Beziehung nicht direkt beenden, sondern mir Zeit für die Entscheidung nehmen. Solange die Paartherapie nicht über einige Monate läuft und wirken kann, würde ich ihn auch nicht zurückkommen lassen.

Wichtig ist, dass Du für Dich wirken lässt, wie das Zusammenleben mit Kind für Dich funktioniert, ohne dass er als Stressor da ist. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es Dir im Moment besser geht, wo er weg ist.
Als ich mich von meinem Exmann trennte und in meiner neuen Wohnung zum ersten Mal die Tür hinter mir zu machte und wusste, dass er mich mit seinem Abwertungen und Agressionen nicht mehr bedrängen kann, empfand ich wie Du eine unglaubliche Erleichterung. Er glaubte zwar, dass ich nach kurzer Zeit in unser schönes Haus zurückkomme. Er hat sich geirrt, ich hätte nie wieder das Bedürfnis, ihn in meiner Nähe zu haben - war auch einfach umzusetzen, weil wir kein Kind hatten.
Wenn zuviel zwischen zwei Menschen passiert ist, dann kann das jede Liebe und jedes Vertrauen unwiderbringlich zerstören. Das hat nichts mit Rachsucht zu tun - es geht nicht mehr miteinander.

Dein Ex hat sich über eine lange Phase Dir gegenüber sehr schlecht verhalten. Er hat Dich sehr verunsichert, indem er schonmal eine Wohnung angemietet hatte, dann aber aus Angst vor der eigenen Corage einen Rückzieher machte. Vermutlich hast Du Dich davon einschüchtern lassen und er hat auch dieses Mal darauf gesetzt, dass er Dich abstrafen kann für Deinen Widerstand (Ausgehen).
Diesesmal hat er sich halt verzockt und hockt nun allein in seiner Wohnung. Lass' ihn da sitzen und schau' nur auf Dich, wie es Euch ohne ihn geht und ob Du Dir vorstellen kannst, dass er in seinem Alter noch in der Lage ist, andere Kommunikationsmuster zu erlernen, die Euch nochmal ein Miteinander ermöglichen - ich bezweifel das.

Wenn Du entschieden hast, dass Du nicht mehr mit ihm verheiratet sein willst, dann kümmere Dich um eine möglichst friedliche Scheidung. Bei Menschen, die so eine destruktive Kommunikation pflegen wie er geht das am besten, indem man möglichst wenig Kontakt mit ihnen hat.
 
  • #25
Liebe @Katharina300 : Ich kann nur sagen: SEHR SEHT gut!
Ich muss schmunzeln! Du sitzt jetzt am längeren Hebel, denn seit langem will ER nun etwas von DIR.
Bitte nicht einknicken!
Informiere Dich bei einem Anwalt und setze das Trennungsjahr an - dann muss er ab sofort Trennungsunterhalt zahlen.
Auf keinen Fall darf er jetzt zurück und deiner Tochter sagst du natürlich, was los ist.
Es ist nicht gut, Kinder zu hintergehen. Die kommen damit klar, nur müssen die Fronten geklärt sein. Es ist auch o.k., wenn du ihr sagst, dass es dir gerade nicht so gut geht. So ist nunmal das Leben und Kinder halten das besser aus, als wenn Mama und Papa etwas vorspielen.
Er hat doch seit langem eine Geliebte oder nicht? Soll die ihm ab jetzt die Wäsche machen und wenn er abends nach Haus kommt, steht alles noch genauso da wie morgens - keine Frau, die den Haushalt geschmissen hat oder gar gekocht hat, keine kleine Tochter, die er nochmal ansehen kann, wenn sie schläft, keine Wärme und Sicherheit, dafür eine Geliebte zum v...
Ich würde ihm erst mal nur Schreiben: Viel Spaß im Leben deiner Wahl.
Die nächsten 6 Monate würde ich ihn nicht mehr hineinlassen und um das Ganze zu untermauern, würde ich mich bei einem Anwalt informieren und Trennungs- sowie Kindesunterhalt einfordern.
Wenn er zurück will, muss er schon mehr bieten und tun, als ein paar Rosen vor die Tür legen.
Soll er sein neues Leben erst mal "genießen" - du gehst aus, ordnest dich neu und schaust mal, ob du ihn überhaupt zurück willst. Deine Tochter kann ihn aber jederzeit besuchen, dann hast du auch noch kinderfrei - das Beste am Getrenntsein.
Es muss ja nicht für immer sein, aber wenn du ihn so schnell zurücknimmst, will er nur sein altes Leben zurück - und das ist das, was ihr bis jetzt hattet: Du machst Haushalt und Kind und er hat die Geliebte. Das ist würdelos. Hol dir den Respekt zurück!
 
  • #26
Hier die FS: bei mir ist es nun so, dass ich das Haus alleine mit unserer Tochter nicht benötige, mir selbst reicht eine Wohnung. Da mein Mann, bevor er am besagten Tag auszog, mir auch bereits seine unterschriebene Kündigung für unser gemeinsames Mietshaus hingelegt hatte, werde ich wohl nun kündigen. Ich habe momentan einfach nicht mehr das Gefühl, dass ich nochmal in die Ehe investieren möchte, ich bin nicht zu einer Paartherapie bereit, ich möchte mich neu orientieren, unsere Tochter geht im Sommer in den Kindergarten, ich werde wieder arbeiten - darauf möchte ich mich konzentrieren und nicht auf eine langwierige Therapiephase im nachhinein. Ich werde sicher auch eine gewisse Zeit noch ins trauern geraten, doch, wie gesagt, ich habe nichts an schönen Erinnerungen aus den gesamten letzten 1,5 Jahren, im Gegenteil, viele negative. Worauf soll ich da schon bauen? Ich danke Euch allen für Eure Sichtweisen, Eure Anteilnahme, Euren Ratschlägen. Es tat sehr gut und es hilft mir sehr.
 
  • #27
Liebe @Katharina300 , ich finde es richtig, wie du reagierst.
Es erinnert mich sehr an meine Trennungszeit, meine Kinder waren 5 Jahre und das andere 10 Monate. Ihr werdet einen Weg finden, trotzdem noch irgendwie ab und an Familie zu sein, nur eben nicht als Paar und das ist dann auch gut so. Es ist traurig, weil die Idee der Familie stirbt und weil man es gerne für das eigene Kind anders gehabt hätte, aber es ist auch eine Chance auf etwas Neues.
Nach einer Zeit der Trennung kommt man mit dem Ex auch ganz gut aus.
Mein Exmann und ich gehen sogar ab und an zusammen in den Urlaub mit den Kindern - essen auch und Geburtstage oder Weihnachten geht ab und zu auch gemeinsam. Trotzdem bin ich froh, dass ich getrennt bin und sein verhalten bestätigt mich immer wieder darin, dass ich froh bin, ihn los zu sein. Er ist kein Beziehungsmensch. Männer neigen dazu, nach einer Trennung oder dem Techtelmechtel mit ihrer Geliebten wieder in ihre Comfort-Zone zurückzuwollen. Gut, dass du da einen Riegel vorschiebst. Finde erst mal zu Dir - deine Tochter schafft das. Sei ehrlich zu ihr und spielt ihr nichts vor - die sind klein, aber nicht doof. Mein 5jähriger kam bestens mit der neuen Situation zurecht. Der war keinen Tag traurig. Alles Gute.
 
  • #28
Ich verstehe Dich sehr gut und Du zeigst für Dich auch die richtige und gesunde Entwicklung.

Manchmal schreiben hier Frauen, wie auch Männer die schon lange in einer Beziehung leiden: aber ich liebe meinen Partner/in.
Ähnlich war ich selbst und mich machte zwar vieles traurig oder fassungslos aber nicht "kühl" genug zu sehen, was da passiert.
Als ich meine letzte langjährige Beziehung beendet habe, war ich traurig aber sehr erleichtert.
Ruhig, konnte schlafen wie lange nicht mehr......kurz : warum habe ich eigentlich Angst gehabt, dass die Beziehung endet.

Oft merkt man dann, dass man selbst nicht mehr so sehr geliebt hat. Es gab zuviel was eigentlich nicht mehr liebenswert war.

Geh deine Schritte und freu dich über die Energie, die Du dir nicht mehr nehmen lässt.
 
  • #29
Liebe Katharina. Deine psychische Grundsubstanz erscheint stabil und gesund. Und trotzdem: da ist immer noch die Frage, warum so ein Mann, eine solche Beziehung überhaupt möglich waren. Was waren Deine Anteile daran?

Da wären noch die Fragen, die Du für Dich , vielleicht auch mit fremder Hilfe, aufarbeiten solltest, denn das brächte Dich einen Schritt weiter, aus dem Fiasko lernen, es analysieren und für die Zukunft profitieren. Das macht Dich stark und hilft beim Verstehen und Weiterentwickeln. Dann war das alles nicht umsonst.

Wenn ich hingefallen bin, dann muß ich aufstehen, mich ordnen und dann überlegen, warum ich hingefallen bin und was ich künftig besser machen kann. Viel Glück.
 
  • #30
Erkläre ihm ruhig und sachlich, dass eure gemeinsame Zeit vorbei ist und du fortan ohne ihn leben möchtest. Auch wenn er wütend zetert oder sogar heulend vor dir auf die Knie geht damit alles wird wie früher, bleibe standhaft und ziehe durch ohne Rücksicht auf ihn.
Vielleicht darf Katharina sich ihre eigenen Gedanken machen ? Ergebnisoffen nachdenken ? Zu ihrem ganz persönlichen eigenen Resultat kommen ?
Bei dem Geschreibsel hier kann man dir nur wünschen, dass alle deine Fehler so bestraft werden. Immer und grundsätzlich. Privat und im Job.
Meine persönliche Sicht: Katharina überlegt, hat die endgültige Entscheidung noch gar nicht getroffen. Und möchte Hilfe dabei, zu einer Entscheidung zu finden. Sonst würde die Frage ja lauten: Wie kann ich das Haus sichern, damit er nie mehr zurück kommen kann?