• #1

Was sind die Beweggründe fürs Heiraten?

Hallo zusammen, ich habe eine Frage zum Thema "Heiraten". Mehrere Arbeitskollegen meinten, dass es dabei hauptsächlich um finanzielle Absicherung und gesellschaftliches Ansehen ginge (nicht vorrangig um Liebe). Wäre das nicht, so müsste man auch nicht heiraten. Ein Geschiedener meinte, es ginge dabei nur ums Geld! Wie seht ihr es bzw. was sind eure Erfahrungen dazu? Folgende Dinge wurden dabei diskutiert:

- Oft wird argumentiert, dass durchs Heiraten in Deutschland steuerliche Ersparnisse locken. Nicht wenige heiraten ja genau dann, wenn sie den ersten gut bezahlten Job nach dem Studium annehmen. Zudem bekommt man eher einen Bauplatz, hat Ersparnisse in der Krankenversicherung, wird als Beamter eher versetzt usw.

- Meiner Erfahrung nach wird im ländlichen Raum öfter, früher und größer geheiratet als in Großstädten. Viele Bekannte, die im Heimatdorf geblieben sind, haben sehr große kirchliche Hochzeiten gefeiert. Während Freunde aus der Großstadt wie Berlin eher nur standesamtlich und klein geheiratet haben. Ich kenne z.B. viel mehr aus der Großstadt, die nicht heiraten, als auf dem Land. Dort macht einfach nahezu jeder eine große kirchliche Hochzeit (gesellschaftliches Ansehen im Dorf vs. Anonymität in der Stadt).

- Viele heiraten ja auch kurzfristig in der Schwangerschaft, da die Frau und das Kind dann besser abgesichert sind. Dabei geht es im Falle einer Trennung ja auch um den Unterhalt. Viele wollen auch nicht aufs Jugendamt usw. und in der Rente besser abgesichert sein.

- In meinem Bekanntenkreis haben viele spontan und klein ohne Feier geheiratet und dabei offen zugegeben, dass es vor allem pragmatische Gründe hatte. Meine Tante in der Schweiz ist nicht verheiratet, weil sie meint, dass in der Schweiz die steuerlichen Ersparnisse wegfallen und sie ohne Kinder keinen Grund dafür sehe.

Was sind eure Erfahrungen? Geht es vorrangig um Liebe oder eher um Absicherung und gesellschaftliches Ansehen? Würdet ihr Heiraten empfehlen? Lg Leila
 
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  • #2
Ich habe geheiratet weil ich
- mir ein ganz spezielles Fest bzw. Festablauf zur Hochzeit schon lange vorher (lange bevor ich sie kannte) geplant hatte
- weil ich mit meiner Frau und dem Kind einen Namen haben wollte
- weil das steuerlich für mich sinnvoll war
- weil sie es auch wollte und sich besser abegsichert fühlte
- weil alle es so gemacht haben.irgendwie war es selbstverständlich
 
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  • #3
Wenn es um gegenseitige Absicherung, gegenseitiges vererben, Vorsorgevollmachten(?), Auskunftsberechtigungen geht. Und wenn Liebe im Spiel ist: Ja.
Bisher kam ich noch nicht tatsächlich in diese Situation, mit meiner letzten Partnerin haben wir mehr scherzhaft darüber gesprochen, wir meinten, könnten wir schon machen, schaden würde es ja wohl nicht.
ErwinM, 52
 
  • #4
Ich möchte heiraten und zwar einzig aus romantischen Gründen. Die Anerkennung der Gesellschaft ist mir egal und klingt eher nach 1950. Finanziell gibt es auch keinen Grund, weil mein Partner und ich immer unabhängig bleiben wollen (keine Teilzeit, Ehevertrag).

Einfach nur aus Liebe! ☺️
 
  • #5
Gegenseitige Absicherung, Romantik, Visum (Aufenthaltsbewilligung, Arbeitsbewilligung), Vorsorge für Alter, Vorsorge für Kinder, Absicherung wegen Unfall/Krankheit, Familiendruck, Tradition, Lebenstraum .... etc. etc.

Jeder hat einen anderen Grund. Schlimm ist wenn man durch Druck der Familie oder sonst wo oder wegen Visum oder wegen sonst so einem Grund heiratet.

Ich finde am besten glaubt man sehr an die Ehe und dass sie das Leben lang hält. Macht sich Gedanken ob man sich wirklich gut genug kennt, achtet auf das Alter bei der Eheschliessung (sorry 20 ist halt doch sehr oft zu jung!) und die Person, die Einstellungen und setzt sich auseinander mit sehr guter Kommunikation und Beziehungspflege...und noch hoffentlich einer Portion Glück ;)
 
  • #6
Das erste Mal habe ich "just for fun" geheiratet (damals war ich zarte 26 😂). Kinder waren nicht geplant und für mich war es ehrlich gesagt nur ein guter Anlass für eine große Party. Für meinen Ex-Mann war es schon wichtiger, er hat damals sogar meinen Namen angenommen. Mir ist es, gelinde gesagt, piepegal ob ich verheiratet bin; die Beziehung muss stimmig sein, alles andere interessiert mich nur sekundär. Ich brauche keinen Versorger. Mit Gatte Nr. 2 (immer noch aktuell ❤️) habe ich erst 2 Kinder bekommen, einen Hund angeschafft und ein Haus gekauft (50/50) bevor wir nach 6 Jahren Beziehung dann der Steuer wegen 🤣 geheiratet haben. Also auch bei uns: Die steuerlichen Vorteile waren der Beweggrund. Glücklich machen die aber sicherlich nicht, da sind andere Dinge ungleich wichtiger 😉.
 
  • #7
Hallo zusammen, ich habe eine Frage zum Thema "Heiraten". Mehrere Arbeitskollegen meinten, dass es dabei hauptsächlich um finanzielle Absicherung und gesellschaftliches Ansehen ginge (nicht vorrangig um Liebe). Wäre das nicht, so müsste man auch nicht heiraten. Ein Geschiedener meinte, es ginge dabei nur ums Geld! Wie seht ihr es bzw. was sind eure Erfahrungen dazu? Folgende Dinge wurden dabei diskutiert:
Dem stimme ich zu! Es ist eine Geldmaschine für all diejenigen, die an Scheidungen bevorteilt sind und richtig verdienen! Der Anteil an Scheidungen ist groß, zu groß! Jeden kann es treffen! Scheidungen sind oft viel teurer, als die Steuervorteile, die, die heiraten denken nicht daran, da sie alle glauben, dass sie es nicht erwischt, hinterher tritt die verspätene Reue in Kraft, meist ist einer von Beiden die treibende Kraft, oft die Frau! Heiraten passt schon lange nicht mehr in das emanzipierte 21. Jhd., die meisten Frauen wünschen Augenhöhe! Nur um 3 Beispiele zu nennen: Lothar Matthäus hat sich gerade zum 5. Mal scheiden lassen! Gerhard Schröder ist in der 5 Ehe, Joschka Fischer ist ebenso in der 5 Ehe, ich könnte noch viel mehr Beispiele nennen, was sagen uns diese Beispiele, sie alle versprachen sich imner wieder erneut, in guten wie in schweren Tagen, was für Partner-Lügen!!
Ich habe geheiratet weil ich
- mir ein ganz spezielles Fest bzw. Festablauf zur Hochzeit schon lange vorher (lange bevor ich sie kannte) geplant hatte
- weil ich mit meiner Frau und dem Kind einen Namen haben wollte
- weil das steuerlich für mich sinnvoll war
- weil sie es auch wollte und sich besser abegsichert fühlte
- weil alle es so gemacht haben.irgendwie war es selbstverständlich
Das sind keine echten Gründe zum Heiraten, sie sind ausschließlich verkopft, bezweckt, fremd konditioniert, mainstreammäßig, ich lese hier auch nicht, aus echter und wahrer Liebe!
Wenn es um gegenseitige Absicherung, gegenseitiges vererben, Vorsorgevollmachten(?), Auskunftsberechtigungen geht. Und wenn Liebe im Spiel ist: Ja.
Nur die Liebe zählt und zwar die echte und wahre Liebe und dann benötige ich keinen Ehevertrag!
 
  • #8
Was sind eure Erfahrungen? Geht es vorrangig um Liebe oder eher um Absicherung und gesellschaftliches Ansehen? Würdet ihr Heiraten empfehlen?
Ich finde den Gedanken schön zu heiraten und sich sicher zu sein es bis zum Schluss miteinander aushalten zu wollen, also rein romantisch ein schöner Gedanke 🤗

Bei uns sind Sachen eingetreten die es verheiratet einfacher machen (Hausbau, Baby war in Anmarsch). Ich hätte mich immer sehr gefreut wenn mein Mann mir Jahre zuvor schon einen Antrag gemacht hätte (wir hatten schon vor irgendwann zu heiraten und auch mal darüber gesprochen waren dann aber auch noch jung und ich noch in der Schule am Abi machen, ich wollte nie eine große Feier, mein Mann ist aber russischer Herkunft und da werden Hochzeiten immer sehr intensiv und groß zelebriert.)
Letztendlich haben wir dann aber noch fix (2 Monate) vor der Geburt doch im kleinen Kreis geheiratet.

Die Gründe sind bei jedem Paar unterschiedlich, aber ich glaube auch das die Dorfmenschen eher heiraten als die Stadtmenschen.
In der Stadt ist alles nochmal bunter als im ländlichen Bereich, wo es doch noch eher konservativ/ bzw. gleicher ist. In der Stadt sagt man seinen Nachbarn nichtmal „Hallo“ (kommt drauf an aber ich hab’s so erlebt, das man 2-3 Nachbarn hallo gesagt hat und den anderen alle nicht, gekonnt ignoriert) und im Dorf sind die Nachbarn direkt beleidigt wenn du nicht grüßt oder „Hallo“ sagst.

Es gab schon auch Druck von aussen (zumindest für meinen Mann bzw. mehr für ihn) er wurde oft gefragt wann er bzw. wir heiraten werden, weil wir ja schon so lange zusammen sind. Irgendwie wurde automatisch davon ausgegangen man wird heiraten, wir haben dann nach etwas über 9 Jahren Beziehung erst geheiratet standesamtlich, kirchlich haben wir nicht geheiratet.

W 27
 
  • #10
In einer bayerischen Klein- oder Mittelstadt heiratet man, wenn man sich entschieden hat, sich ernsthaft zusammenzutun. Danach ist der Partner eben nicht mehr der "Freund" oder "Lebensgefährte" , sondern "mein "Mann" , meine "Frau". Das ist nochmal was anderes. Natürlich sind sich die Paare nicht bewußt und wollen es auch nicht wissen, daß jede dritte Ehe den Bach hinunter geht. Man möchte nicht nur der geliebte Partner des Anderen sein, sondern in fester Gemeinschaft mit dem gewählten Menschen leben mit allen verwandtschaftlichen Verhältnissen. Wem das nicht gefällt, kann es ja in lassen. Als junge Frau hätte ich auf einer Hochzeit bestanden. Danach war es aus erbrechtlichen Gründen für mich zu gefährlich, noch einmal zu heiraten. Mein jetziger LP hat durch zwei Heiraten (Tod der Ehefrauen) fast sein gesamtes Vermögen verloren. Trotzdem: ich wäre gerne verheiratet. Schade.
 
  • #11
Oft wird argumentiert, dass durchs Heiraten in Deutschland ...., hat Ersparnisse in der Krankenversicherung
Echt jetzt? Schick mir den Experten mal vorbei, der weiß wie das geht. Ich dachte ich kenne das System, aber das wusste ich nicht - wollen wir auch.

Er hat gefragt und ich habe "ja" gesagt. Wir hätten nun nicht heiraten müssen, es gab aber auch keinen Grund "nein" zu sagen.
Unter dem Strich macht es insbesondere mir das Leben im Alltag in diversen Bereichen deutlich leichter. Ich glaube bei ihm ist das garnicht so.
Bei meiner Schwiegermutter war das echt ein Krampf mit der Seniorenresidenz solange wir nicht verheiratet waren. Das hat mich echt Nerven gekostet, weil ich nur mit fest angezogener Handbremse agieren konnte. Ihr ging es damals nicht gut und so war ich nicht bereit, meine Langmesser aus der Schublade zu holen und es auszufechten.
Kaum war ich Schwiegertochter war alles ein Selbstgänger, obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gab.

Nicht pauschal. Man sollte sich schon sehr genau angucken, mit wem man sich so verbindet und warum.
Wenn es schiefgeht kann es ein teurer Sport werden und richtig Nerven kosten.
 
  • #12
Bei mir waren es folgende Gründe

- Liebe
- gesellschaftliches Ansehen
- kein nerviger Gang zum Jugendamt (ich war schwanger)
- Familiengefühl/Verbundenheit: Wir vier haben alle den selben Nachnamen und sind gefühlt mehr eine Einheit, als wenn wir Eltern nur "verpartnert" wären
- Ausgleich der Nachteile der Elternzeit

Die Steuern waren uns egal. Wir haben Steuerklasse 4/4 und ich werde nach der Elternzeit im nächsten Jahr wieder Vollzeit arbeiten. Da mein Mann mehr verdient als ich, haben wir natürlich einen Vorteil durch die Zusammenveranlagung. Da ich aber normal weiterarbeite und auch gut verdiene, ist er nicht so hoch, dass es für uns ein Grund zum Heiraten gewesen wäre.

Wir beide kommen ursprünglich aus dem Osten und sind nicht in der Kirche. In der DDR hatte man Nachteile, wenn man in der Kirche war, daher ist das im Osten kaum verbreitet. Geheiratet haben wir trotzdem groß in der Heimat mit standesamtlicher Trauung im Garten (kostet nur etwas mehr als auf dem Amt) und Feier im Schloss.
Also was heißt groß? Location ja, aber nur knapp 50 Gäste aus dem engsten Familienkreis.

W36
 
  • #13
Ich habe geheiratet weil ich
- mir ein ganz spezielles Fest bzw. Festablauf zur Hochzeit schon lange vorher (lange bevor ich sie kannte) geplant hatte
- weil ich mit meiner Frau und dem Kind einen Namen haben wollte
- weil das steuerlich für mich sinnvoll war
- weil sie es auch wollte und sich besser abegsichert fühlte
- weil alle es so gemacht haben.irgendwie war es selbstverständlich
Dieser Beitrag macht ja deutlich, dass mein Arbeitskollege doch ein Stück weit Recht hatte: Es geht lediglich um finanzielle Absicherung und gesellschaftliches Ansehen. Alle deine Punkt treffen auf diese Kriterien ganz deutlich zu!
In einer bayerischen Klein- oder Mittelstadt heiratet man, wenn man sich entschieden hat, sich ernsthaft zusammenzutun.
Eben: In provinziellen Gegenden ist es so üblich, weil es auf dem Land jeder so macht. Also wieder gesellschaftliches Ansehen. Man will in der Dorfgemeinschaft nicht als komischer Kauz wahrgenommen werden.

Aus Städten wie Berlin, Köln, Leipzig oder Hamburg kenne ich so eine Einstellung jetzt eher nicht. Da macht jeder was er will und man wird für nichts schräg angeschaut.
 
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  • #14
In einer bayerischen Klein- oder Mittelstadt heiratet man, wenn man sich entschieden hat, sich ernsthaft zusammenzutun. Danach ist der Partner eben nicht mehr der "Freund" oder "Lebensgefährte" , sondern "mein "Mann" , meine "Frau". Das ist nochmal was anderes. Natürlich sind sich die Paare nicht bewußt und wollen es auch nicht wissen, daß jede dritte Ehe den Bach hinunter geht.
Interessant, welche asbach uralt Argumente und welxhe negativen Fliehkräfte, heute im 21. Jhd. immer noch am Werk sind und greifen, ich bin z. B. dafür überhaupt nicht geöffnet und nicht empfänglich, ich brauche nicht diese gesellschaftlichen Floskeln, die mir zu sagen haben, wann meine Partnerin als Frau gesehen wird und ich als Mann!!
Man möchte nicht nur der geliebte Partner des Anderen sein, sondern in fester Gemeinschaft mit dem gewählten Menschen leben mit allen verwandtschaftlichen Verhältnissen. Wem das nicht gefällt, kann es ja in lassen. Als junge Frau hätte ich auf einer Hochzeit bestanden.
Muss wie gesagt nicht so sein, ist eine reine Frage der persönlichen Geisteshaltung!
Danach war es aus erbrechtlichen Gründen für mich zu gefährlich, noch einmal zu heiraten. Mein jetziger LP hat durch zwei Heiraten (Tod der Ehefrauen) fast sein gesamtes Vermögen verloren.
Wer aus Scheidunsgründen und nach Analyse erst dann schlauer wurde und es dann plötzlich nicht mehr wichtig ist, zu heiraten, dann kann ich sagen: dass es schon beim 1. Mal eine falsche Entscheidung war! Die Wahrscheinlichkeit, dass jede Ehe in Scheidung gehen kann, ist verdammt hoch, wer es dennoch macht, hat für sich selbst die Verantwortung und ist letztendlich in der Endkonsequenz somit auch selbst schuld, bitte dann ohne Nachgejammer! Man muss nicht alle Fehler selber machen! Klug ist man, wenn man aus seinen Fehler lernt, weise ist man hingegen dann, wenn man aus den Fehler anderer lernt, da man gar nicht so alt werden kann, um sie alle selber zu machen. Punkt!
 
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  • #15
Aus Städten wie Berlin, Köln, Leipzig oder Hamburg kenne ich so eine Einstellung jetzt eher nicht. Da macht jeder was er will und man wird für nichts schräg angeschaut.
... und heult anschließend rum, weil es einmal mehr wieder unverbindlich war.
Nicht umsonst ist in Großstädten die Singlequote so hoch und auch die Quote der psychisch Erkrankten. Großstadtleben muss man können.

Ich habe ja nun lange genug in HH gelebt. Die meisten Leute waren verheiratet - die Glücklicheren sowieso. Sorry, das ich so eine triviale und offizielle Statistik durch Wahrnehmung im echten Leben nur untermauern kann.

Nein wir wären auch ohne Heirat exakt da, wo wir jetzt sind.
Es hätte einfach keinen Unterschied gemacht. Das ist Fakt.
Hätte ich auch gedacht, bevor wir geheiratet haben. Und als wir verheiratet waren, war es doch so anders, so viel intensiver durch das Bekenntnis zueinander und Verzicht auf alle Rückabsicherungen durch Ehevertrag o.ä.
Das bedingungslose Vertrauen zueinander ist ein so intensives Gefühl, das in die Beziehung reinwirkt. Das kann man nunmal nicht wissen, wenn man den Schritt nicht absichtslos getan hat.

die meisten Frauen wünschen Augenhöhe! .... Lothar Matthäu.... Gerhard Schröder
Nützt ja nichts, wenn die Frau Augenhöhe wünscht, der Mann es aber erwiesenermaßen nicht kann. In diesen Beispielen hast Du keine Frauen, die den Mann ausgewählt haben nach Augenhöhe - die wollten updaten und in der Öffentlichkeit stehen, wozu ihnen selber leider das Potenzial fehlte.
 
  • #16
Ich habe so was noch nicht geplant, aber würde nur heiraten, wenn es für mich selbst finanziell vorteilhaft ist (und ich ihn zusätzlich liebe). Für ihn gerne gleichzeitig auch, finanziell oder in anderer Hinsicht, aber die Frage war, warum ich heiraten würde, und das würde ich nur machen, wenn es mir persönlich irgendwelche Vorteile bringt, also wenn es sich lohnt. Bei mir wären es also finanzielle und praktische Gründe, wir würden eine für beide vorteilhafte Wirtschaftsgemeinschaft eingehen, uns gegenseitig finanziell absichern und Papierkram erleichtern. Trotzdem würde ich den Antrag natürlich nett verpacken und romantisch von Liebe des Lebens, Verbundenheit usw. reden, weil das schöner ist, als wenn man direkt über Geld spricht. Und es widerspricht sich ja auch nicht, ich kann ja auch die Liebe meines Lebens aus finanziellen Gründen heiraten. Nur aus Liebe allerdings muss ich nicht heiraten, lieben kann ich auch ohne Hochzeit; im Idealfall liebt man den Partner ja sowieso schon vor der Hochzeit.

Und weil ich seinen Nachnamen haben will. Mein eigener Nachname ist unpraktisch, ich würde ihn gegen einen praktischeren und vorteilhafteren eintauschen.

Allgemein denke ich auch, dass sich bei vielen erst mit der Hochzeit das Gefühl einstellt, "es geschafft zu haben", besonders bei Frauen. Das hört sich zwar altmodisch an, aber ich glaube, dass nach wie vor viele Frauen tief drinnen irgendwo das Gefühl haben, sie müssen es schaffen, einen Mann zu finden und an sich zu binden. Die meisten haben in der Jugend mehrere Partnerschaften, suchen aber nach dem "Richtigen", also nach dem Mann zum Heiraten, nach dem Mann, der bleibt. Wenn man nicht verheiratet ist, habe ich den Eindruck, gibt es oft diese unterschwellige Sorge, der Partner könnte einfach spontan die Beziehung beenden und abhauen, wie ja andauernd irgendwelche Leute Schluss machen. Theoretisch ändert ein Eheversprechen daran natürlich nichts, aber gefühlt schon, es ist so, als würde man dem Partner einen "Du gehörst jetzt offiziell mir"-Stempel aufdrücken und ihn sich sozusagen sichern, sodass er nicht abhaut und keiner ihn wegnimmt. Es ist ein bisschen so, als hätte man immer befristete Jobs gehabt und unterschreibt dann den ersten Vertrag für eine unbefristete Stelle: eine große Erleichterung und das Gefühl, es endlich geschafft zu haben und angekommen zu sein, jetzt wird alles gut und nichts kann mehr passieren. In der Realität natürlich schon, aber gefühlt ist es erstmal eine große Erleichterung und ein Erfolgserlebnis, ja, ein persönlicher Lebenserfolg.
w26
 
  • #17
Für.mich ist die Hochzeit bzw. das Verheiratet sein zuallererst eine symbolische Darstellung und der Liebe zwischen mir und meiner Partnerin. Ergänzt durch den Segen, den ich mir von Gott für diese Partnerschaft erbitte. Und natürlich ist das alles eingebettet und einer Tradition der ich mich verbunden fühle.
 
  • #18
würde ich nur machen, wenn es mir persönlich irgendwelche Vorteile bringt, also wenn es sich lohnt. Bei mir wären es also finanzielle und praktische Gründe,
Also dann doch eher Absicherung.
Trotzdem würde ich den Antrag natürlich nett verpacken und romantisch von Liebe des Lebens, Verbundenheit usw. reden, weil das schöner ist, als wenn man direkt über Geld spricht.
Dann geht es im Endeffekt ja wieder hauptsächlich ums Geld. Sehe ich übrigens mittlerweile ähnlich: Mein heiratet aus praktischen Gründen (finanzielle Absicherung, Verbindlichkeit, Steuern, Nachname, Traum im weißen Kleid usw). Man verpackt es aber als Liebesfest, dass es besser rüberkommt und man eine Feier machen kann.

Meine Teamleiterin hat nur zu zweit im Standesamt ohne Gäste und heimlich geheiratet. Sie meinte, sie wollten es unkompliziert abhaken, da sie es auf Grund von Zulagen und Absicherung halt irgendwann machen mussten. Das würde bei Ihnen jedes Jahr das,Geld für einen Urlaub ergeben.

Zum Thema Kirche: Das hängt wahrscheinlich stark vom Wohnort ab. In Bayern oder BW in der Pampa ist das kirchliche denke ich noch üblich. Hier in meiner Stadt heiraten die meisten nur standesamtlich und dann eine Feier. Mein Freund zb ist gar nicht in der Kirche und würde deshalb auch nicht kirchlich heiraten wollen, sondern nur standesamtliche, weil es hier einfach auch jeder so macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Hätte ich auch gedacht, bevor wir geheiratet haben. Und als wir verheiratet waren, war es doch so anders, so viel intensiver durch das Bekenntnis zueinander und Verzicht auf alle Rückabsicherungen durch Ehevertrag o.ä.
Ich bin ja verheiratet. Ich war mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du das korrekt gelesen hast.

Aber für mich macht es trotzdem keinen Unterschied.
Ich habe damals entschieden, mit ihr eine gemeinsames Leben als Familie zu beginnen. Das hatte ich schon vor der Hochzeit entschieden, deswegen hat sich mein Gefühl diesbezüglich auch nicht geändert.

Mein Tag sähe in jedem Fall genauso aus, wie jetzt auch, egal ob sie auch heiraten wollte oder nicht. Die Hochzeit war niemals Selbstzweck.

Allgemein denke ich auch, dass sich bei vielen erst mit der Hochzeit das Gefühl einstellt, "es geschafft zu haben", besonders bei Frauen.
Ich hoffe doch, dass meine Frau nicht so denkt.
 
  • #20
Zum Thema Kirche: Das hängt wahrscheinlich stark vom Wohnort ab. In Bayern oder BW in der Pampa ist das kirchliche denke ich noch üblich. Hier in meiner Stadt heiraten die meisten nur standesamtlich und dann eine Feier. Mein Freund zb ist gar nicht in der Kirche und würde deshalb auch nicht kirchlich heiraten wollen, sondern nur standesamtliche, weil es hier einfach auch jeder so macht.
Einerseits sicher Stadt / Land und andererseits gesellschaftliche Blase.In meiner Umgebung / Freundeskreis in der Großstadt haben fast alle auch kirchlich geheitatet.
 
  • #21
Ich habe so was noch nicht geplant, aber würde nur heiraten, wenn es für mich selbst finanziell vorteilhaft ist (und ich ihn zusätzlich liebe). Für ihn gerne gleichzeitig auch, finanziell oder in anderer Hinsicht, aber die Frage war, warum ich heiraten würde, und das würde ich nur machen, wenn es mir persönlich irgendwelche Vorteile bringt, also wenn es sich lohnt.
Muss so schief gehen!
Bei mir wären es also finanzielle und praktische Gründe, wir würden eine für beide vorteilhafte Wirtschaftsgemeinschaft eingehen, uns gegenseitig finanziell absichern und Papierkram erleichtern. Trotzdem würde ich den Antrag natürlich nett verpacken und romantisch von Liebe des Lebens, Verbundenheit usw. reden, weil das schöner ist, als wenn man direkt über Geld spricht
Solche Gedanken bringen einen ins Unglück!
Und es widerspricht sich ja auch nicht, ich kann ja auch die Liebe meines Lebens aus finanziellen Gründen heiraten. Nur aus Liebe allerdings muss ich nicht heiraten, lieben kann ich auch ohne Hochzeit; im Idealfall liebt man den Partner ja sowieso schon vor der Hochzeit.
Mein Kopfschüttel!
Und weil ich seinen Nachnamen haben will. Mein eigener Nachname ist unpraktisch, ich würde ihn gegen einen praktischeren und vorteilhafteren eintauschen.
Wahnsinn pur!
Allgemein denke ich auch, dass sich bei vielen erst mit der Hochzeit das Gefühl einstellt, "es geschafft zu haben", besonders bei Frauen. Das hört sich zwar altmodisch an, aber ich glaube, dass nach wie vor viele Frauen tief drinnen irgendwo das Gefühl haben, sie müssen es schaffen, einen Mann zu finden und an sich zu binden.
Mir ist völlig klar, dass es so viele Trennungen, Scheidungen und alleinerziehende Frauen geben muss, bei solchen berechneten und scheinheiligen Gedanken!
Die meisten haben in der Jugend mehrere Partnerschaften, suchen aber nach dem "Richtigen", also nach dem Mann zum Heiraten, nach dem Mann, der bleibt. Wenn man nicht verheiratet ist, habe ich den Eindruck, gibt es oft diese unterschwellige Sorge, der Partner könnte einfach spontan die Beziehung beenden und abhauen, wie ja andauernd irgendwelche Leute Schluss machen.
Muss während des gesamten Beitrages, minutenlang meinen Kopf schütteln!
 
  • #22
würde nur heiraten, wenn es für mich selbst finanziell vorteilhaft ist (und ich ihn zusätzlich liebe).
Ich habe es umgekehrt gemacht - ich liebe ihn, es bringt erst nach unserem Tod unseren Erben finanzielle Vorteile, bzw wenn wir vorher unseren Besitz weggeben.

die Frage war, warum ich heiraten würde, und das würde ich nur machen, wenn es mir persönlich irgendwelche Vorteile bringt, also wenn es sich lohnt.
Dann heiratest Du besser nie, wenn die Vorteile im Vordergrund (vor der Liebe stehen) wenn Du glücklich sein willst. Solche Nutzenbeziehungen passen nicht mehr in unsere Zeit und gehen darum selten gut aus. Wo Vorteile sind, sind nämlich auch Nachteile und letzere kannst Du bei einer auf Langsfristigkeit angelegten Entscheidung (über Jahrzehnte) garnicht überblicken. Wer diesen vorteil sucht, der wird dann auch bei der Scheidung davon möglichst wenig abgeben wollen und dann wird es heftig.
Vielleicht war darum meine Scheidung so reibungslos, weil der finanzielle Vorteil keine Rolle gespielt hat bei der Entscheidung zu heiraten.

Es ist ein bisschen so, als hätte man immer befristete Jobs gehabt und unterschreibt dann den ersten Vertrag für eine unbefristete Stelle: eine große Erleichterung und das Gefühl, es endlich geschafft zu haben
Das ist ein Supervergleich. Ich kan mir gut vorstellen, dass es so ist, insbesondere für Frauen mit Familienwunsch, die nicht mehr alle unbegrenzt Zeit haben.
Ich habe in der Familie mindestens einen Fall, wo die Frau sehr distanziert zur Familie war, weil sie irgendwie Angts hatte, die nehmen ihr eventuell doch den Mann weg, wenn er im Kontakt steht. Kaum hatte sie ihren Antrag, drehte sie sich komplett, suchte von sich aus den Kontakt in die Familie. Und seit der Nachwuchs da ist ...

aber gefühlt ist es ..... ein persönlicher Lebenserfolg.
Ich weiß nicht, ob es das ist. Mein Eindruck ist eher, dass es bei jungen Frauen ist "jetzt geht es los mit meinem Lebensplan" - wen sie Familie wollen.
Ich habe das so nicht wahrgenommen für mich, weder in der ersten Ehe noch in der zweiten. In der ersten Ehe war es etwas wie bei Dir - sachliche Gründe und man hat gesehen wohin es geführt hat.

eingebettet und einer Tradition der ich mich verbunden fühle.
Ich glaube, damit hat das bei mir viel zu tun - so ist halt mein Leben. Der Modernität ist es nicht gelungen mich daraus zu entwurzeln.

Ich war mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du das korrekt gelesen hast.
Ja, habe ich gelesen. Aber darum kann es bei mir doch trotzdem ganz anders sein.
 
  • #23
Für viele ist es ein normaler Lauf der Dinge. Man lernt sich kennen, man heiratet, man kriegt Kinder. So wie es unsere Eltern und unsere Grosseltern gemacht haben.

Heiraten galt als der nächste Schritt, manche dürften Sex erst nach der Hochzeit haben.

Hochzeit ist ein schönes Ereignis, eine schöne Feier, Familie kommt zusammen, Familien werden (mehr oder weniger) verbunden, lernen sich kennen,lieben oder hassen :) 😀

Ein bekannter von mir meinte einmal, nachdem er seiner Partnerin nach 20 Jahren den Antrag gemacht hat, dass es sich komisch anfühlt nicht mehr frei zu sein. Seine Partnerin hat ihn aber in keiner Weise zur Paarzeit eingeschränkt, meines Wissens nach. Warum er ihr aber dann doch nach 20 Jahren den Antrag macht, das weiß ich nicht, vlt aus Liebe 💘 vlt wollte er sie absichern (haben ein gemeinsames Kind, sie arbeitet Tz)
 
  • #24
Ich habe damals mit 21Jahren geheiratet. Ich habe mir keine Gedanken gemacht. Ich war verliebt und habe auf das Märchen geglaubt.
Diese ist nicht in Erfüllung gegangen.
Jezt sage ich, dass man beim heiraten etwas verspricht, was niemand vorhersehen kann und eingentlich auch nicht versprechen kann. Es ist reine Spekulation.
Ich möchte nicht mehr heiraten. Mit meinem Partner den ich sehr liebe bin ich glücklich. Name werde ich von ihm auch nicht annehmen da ich heißen möchte wie meine Kinder.
Auf steuerliche Gründe oder Absicherung denke ich nicht. Bin auch alleine abgesichert.
Jemand hat in Raum geworfen Ehe immer auf 5 oder 10 Jahre zu befristen. Danach kann man diese wieder verlängern oder auslaufen lassen. Finde ich persönlich gut.

Ich wünsche allen das deren Wünsche wahr werden.

LG W37
 
  • #25
Unser Beweggrund war Familiengründung. Für mich braucht ein Kind Mutter und Vater die sich zueinander bekennen. Die Finanzen spielten für die Hochzeit keine Rolle. Obwohl ich gläubig bin haben wir nicht kirchlich geheiratet, weil er nicht glaubt und Gottes Segen habe ich auch so bekommen.

Deine Frau geht arbeiten und wenn ihr gemeinsam veranlagt werdet gleicht sich doch alles auch. Oder hat sie zum Zeitpunkt der Hochzeit nicht gearbeitet?

Wir werden getrennt veranlagt und ich bin auch selbst versichert, aber wir haben tolle Ringe und eine Superfeier gehabt. Auch ein schönes Namensschild an der Tür, dass wir aber jetzt ändern mussten, sieht gewöhnungsbedürftig aus. Dass durfte sich mein Sohn aussuchen, der für das Studium bei uns ist. Damit er sich nicht aussen vor fühlt.
 
  • #26
Wir haben geheiratet, als wir schon viele Jahre zusammen waren. Ich hatte gerade meine erste Dissertation (damals noch als als Ing.) abgegeben und sie gerade ihr Studium beendet. Wir wollten ein Haus bauen, Kinder haben und die große Party spielte auch eine Rolle ;)

Auch wenn sich danach eigentlich nichts geändert hat, was es trotzdem ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl! Allein auf den Plänen des Architekten z.B. "Bauherren Eheleute v. Dingens" zu lesen, statt "Bauvorhaben Müller & Meier" war klasse!

Richtig krass wurde es aber, als meine Frau krank wurde!!! Von der Anmeldung, für sie, beim MRT im frühen Stadium, bis zur Abstimmung mit dem Bestattungsunternehmer, einige Jahre später, wäre das für uns als Nichteheleute fast unhandhabbar gewesen! Meine Fresse war das ein K(r)ampf für Mitpatientenpaare, die unverheiratet waren!

Wenn alles normal läuft, muss man nicht unbedingt heiraten! Aber wenn wenn z.B. einer eine solch infauste Diagnose bekommt, hat man wirklich keinen Kopf, sich zusätzlich um Formalismen zu kümmern, die es unverheirateten schwerer machen!

V.m51
 
  • #27
Deine Frau geht arbeiten und wenn ihr gemeinsam veranlagt werdet gleicht sich doch alles auch. Oder hat sie zum Zeitpunkt der Hochzeit nicht gearbeitet?
Ja stimmt, damas war unsere Situation anders, weil ihre Ausbildung nicht abgeschlossen war.
aber wir haben tolle Ringe und eine Superfeier gehabt.

Ja wir auch.
War allerdings auch eine finazieller Brocken.
 
  • #28
Lieber @IM, wie ich geschrieben habe, wäre ich gerne verheiratet, aber bestimmt nicht mit dir, obwohl ich einigen deiner Beiträge nur zustimmen kann. Wer so radikal urteilt wie du, ist fürs Heiraten total ungeeignet, denn da braucht es noch mehr Kompromisse als in einer Beziehung. Aber wir wissen ja, daß du seit Jahren in einer wundervollen Beziehung lebst und überglücklich bist. Ich übrigens auch, also alles gut.
 
  • #29
Bauherren Eheleute v. Dingens" zu lesen, statt "Bauvorhaben Müller & Meier" war klasse!
Oh ja das kenne ich auch. Wir hatten den Vertrag ja schon Dezember unterschieben und erst ein halbes Jahr später geheiratet, bin kurz nachdem wir das Grundstück gekauft hatten schwanger geworden, da waren wir nicht verheiratet und auf allen Briefen stand dann „Bauherrengemeinschaft Frau X und Herr Y“ hörte sich so distanziert an, das war aber auch bis nach der Ehe noch so, hat gedauert bis die das überall geändert hatten (also die Baufirma und Subunternehmer) und ich konnte mich mit meinem neuen Nachnamen nicht so ganz anfreunden, hab meinen Mann vorgeschlagen vllt meinen Nachnamen zu nehmen, er ist sehr „dominant“ aber er wollte das partout nicht. War auch an überlegen einen Doppelnamen zu nehmen aber das hört sich auch immer blöde an und ist so lang. Na ja inzwischen bin ich cool mit meinen neuen Nachnamen. Ich weis nicht ob ich ihn im Falle einer Scheidung ändern würde weil ich ja dann anders als mein Sohn heißen würde und das auch komisch finden würde. 🤷‍♀️
 
  • #30
Das sind keine echten Gründe zum Heiraten ... mainstreammäßig ...
Bewundernswert das du dich so wehement gegen den Mainstream stellst und dann selber Mainstream-Argument Nr. 1 gegen die Ehe nutzt.
Nämlich das jede soundsovielte Ehe geschieden wird.
Genau mein Humor.
Und du widersprichst dir ja selber.
Du sagst doch bei jeder passenden und auch nicht passenden Gelegenheit man solle sich nicht nach anderen richten, auf sein eigenes Leben schauen und sich nicht mit anderen vergleichen.
Aber dann sollte man nicht heiraten weil bei anderen ja auch schon mal schief gegangen ist. Das nenn ich mal konsequent inkonsequent.

Aber ich will mich hier gar nicht als Verteidiger der Ehe gerieren.
Ich sehe das auch wie viele andere, es ändert nichts an der Liebe bzw. der Beziehung. Die ist gut und funktioniert oder eben nicht. Daran ändert kein Papier etwas.

Aber wenn manche sich das als Abrundung oder aus welchem Grund auch immer möchten. So what.
Die möglichen Konsequenzen beim scheitern sollten hinlänglich bekannt sein.

Also notwendig oder essentiell wichtig ist eine Ehe, zumindest heute nicht mehr.
Aber sie macht einige Dinge halt leichter. In unserem Fall war/ist Es eine Erkrankung die mich von einem Tag auf den anderen zum Pflegefall machen könnte. Da ist eine Ehefrau schon in einer besseren Position als eine Freundin wenns etwas zu Regeln gibt.
Bei anderen ist es eben wenn ein Baby kommt oder was es noch so gibt.
Sicher kann man alles auch irgendwie anders Regeln aber wenn man sich liebt, alles redlich überlegt hat und kein militanter Heiratsgegner aus Prinzip ist, ist es ein guter Weg Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
 
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