• #1

Was machen Leute, die nie lange Single sind, anders?

Ich bin jetzt schon viele Jahre Single und verliebe mich sehr selten. In meinem Umfeld gibt es so viele Leute, die gefühlt nie Single sind. Sobald eine Beziehung endet, sind sie schon in der nächsten. Ich verstehe sowas echt nicht. Wenn eine Beziehung endet, brauche ich lange um darüber hinweg zu kommen und hab überhaupt keine Lust auf irgendwen anderen.

Ich wäre da lieber anders. Ich denke mir, solche Leute machen sich nicht viel draus und sind viel glücklicher. Sie haben immer ihren Spaß und sind nie allein.

Wie sind eure Erfahrungen?
 
  • #4
Ich habe da keine pauschale Antwort.
Zum großen Teil können die Menschen wohl nicht gut alleine sein. Sie gehen lieber faule Kompromisse ein. Jedenfalls kenne ich ne Menge unglückliche Paare, die trotzdem zusammen bleiben, obwohl sie eigentlich nicht passen und ständig an ihren Partnern herummäkeln.
Andere sind einfach verliebt in die Liebe. Sie lodern hell und schnell. Damit sind sie aber auch in so einer Art Dauerdrama.
Ich definiere Glück doch anders.
Nach meinen 15 Jahren Ehe brauchte ich jedenfalls ein paar Jahre Zeit. Ich habe erst nach knapp drei Jahren wieder gedatet. Nur um Fest zu stellen, so kann ich mich wohl nicht verlieben. Die lange Zeit hat dafür gesorgt, dass ich heute sehr gut alleine sein kann. Das schätze ich sehr! Ich genieße die Vorzüge meines Lebens. Das würde ich nicht mehr so einfach hergeben.
 
  • #6
Ich bin jetzt schon viele Jahre Single und verliebe mich sehr selten. In meinem Umfeld gibt es so viele Leute, die gefühlt nie Single sind. Sobald eine Beziehung endet, sind sie schon in der nächsten. Ich verstehe sowas echt nicht. Wenn eine Beziehung endet, brauche ich lange um darüber hinweg zu kommen und hab überhaupt

Das geht mir genauso.
Ich möchte aber nicht wie die anderen sein. Sie erscheinen mir wahllos, Hauptsache irgendwer, Hauptsache nicht allein. Ich glaube vor allem nicht, dass sie wirklich Liebe empfinden, sondern die neuen nur äußerlich attraktiv finden. Das wirkt auf mich sehr oberflächlich.
 
  • #7
Ich verstehe sowas echt nicht. Wenn eine Beziehung endet, brauche ich lange um darüber hinweg zu kommen und hab überhaupt keine Lust auf irgendwen anderen.
Ich bin da genauso wie Du. Eine Beziehung ist schließlich was ganz besonderes. Das kann sie ja gar nicht sein wenn man nicht mal eine zeit lang alleine sein kann. Ich würde auch mit keiner Frau eine Beziehung eingehen die nicht mal eine zeit lang alleine war. Allerdings stelle ich es mir ziemlich schwer vor das zu überprüfen. Ich könnte das wahrscheinlich nicht. Es gibg bestimmt den ein oder anderen hier der das kann.
Das kann natürlich sein. Allerdings denke ich auch, dass es auch oft der Fall ist, dass warm gewechselt wird. Also es wird gewechselt, obwohl man noch in einer Beziehung ist. Diejenigen fahren dann also zweigleisig.
 
  • #8
Nach meinen 15 Jahren Ehe brauchte ich jedenfalls ein paar Jahre Zeit. Ich habe erst nach knapp drei Jahren wieder gedatet. Nur um Fest zu stellen, so kann ich mich wohl nicht verlieben.

Ich war nach dreißig Jahren Beziehung nur ein paar Monate allein und habe nicht das Gefühl, dass ich ein paar Jahre hätte allein bleiben müssen.

Eigentlich war ich das während meiner Ehe schon lang genug und es musste danach nur ein passender Mann vorbeikommen.

Liebe FS, es hängt wohl von unterschiedlichen Faktoren ab, ob und wie schnell man sich wieder verliebt. Ich würde mir nicht so viele Gedanken über andere machen, leb du, wie es für dich passt und wie du eben bist.

W, 54
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Hauptsache irgendwer, Hauptsache nicht allein. Ich glaube vor allem nicht, dass sie wirklich Liebe empfinden, sondern die neuen nur äußerlich attraktiv finden. Das wirkt auf mich sehr oberflächlich.
Wenn ich dann mal so viele Männer überhaupt kennen lernen würde, die ich attraktiv finde…😬
Bzw. Die die ich attraktiv finde, sind vergeben, wollen mich nicht, sehr geringe Überschneidungen…
Das würde ich zB gerne ändern…

Wie ist es denn bei dir FS? Bist du aktiv auf der Suche? Und findest keinen attraktiv? Oder keinen wi die Chemie dann stimmt?
Oder hast du auch keine Lust auf Dating?

Ich habe an mir auch gemerkt, je länger ich Single bin, um so seltener lerne ich jmd kennen, bei dem die Schmetterlinge fliegen.
Vielleicht verlernt man das…??
Mein Problem war damals aber auch sicher, dass ich schwer enttäuscht wurde, und wahrscheinlich innerlich Angst davor habe, mich zu verlieben. Ähnlich wie bei dir, dauerte der Liebeskummer verhältnismässig lange…
 
  • #10
Ich bin jetzt schon viele Jahre Single und verliebe mich sehr selten. In meinem Umfeld gibt es so viele Leute, die gefühlt nie Single sind. Sobald eine Beziehung endet, sind sie schon in der nächsten.
Die allermeisten Beziehung die enden, enden deshalb, weil während der bestehenden Beziehung, schon ein anderer in der Warteschleife wartet! Das ist eine Charakterfrage, eine Frage der Mentalität, eine Frage der Geisteshaltung, eine Frage wie intensiv ein Mensch lebt oder wie oberflächlich ein Mensch ist.
Ich verstehe sowas echt nicht. Wenn eine Beziehung endet, brauche ich lange um darüber hinweg zu kommen und hab überhaupt keine Lust auf irgendwen anderen.
Sei froh dass du so bist, du lebst so wesentlich intensiver, besser und zufriedener mit dir selbst!
Ich wäre da lieber anders. Ich denke mir, solche Leute machen sich nicht viel draus und sind viel glücklicher. Sie haben immer ihren Spaß und sind nie allein.
Wie sind eure Erfahrungen?
Völlig falscher Ansatz, du siehst in die Leute nicht rein, ich behaupte die Leute sind nicht glücklich, deshalb wechseln sie laufend, sie haben alle ein riesen Problem mit sich selbst, sie können nicht alleine sein und sie können sich selbst länger nicht ertragen, müssen ständig in der totalen äußeren Ablenkung sein, um das Leben zu leben, deswegen finden sie sofort wieder jemanden, es gibt von dieser Sorte weitaus mehr, als von der Sorte, die selber glücklich und zufrieden mit sich sein können, ich wollte so jemand nicht um mich herum haben, der sofort wieder verpartnert ist! Sei froh, dass du nicht so bist!
 
  • #11
Ich denke eine sehr große Rolle spielt deine innere Einstellung . Vielleicht suchst du zwar aber bist innerlich blockiert . Ich war fast mein ganzes Leben Single und ich denke es hat etwas mit mir selbst zu tun . Dass ich mich nur schwer einlassen kann und Ängste habe. Ich denke am Besten ist es nicht zu lange alleine zu bleiben aber auch erst mal die alte Beziehung gut zu verarbeiten . In meinem Bekanntenkreis habe ich erlebt dass viele familienorientierte Menschen schnell wieder verpartnert waren, für sie war es undenkbar sehr lange alleine zu leben . Andere finden ihr Single Leben nicht nur schlecht und bleiben länger alleine . Ich habe mich auch lange nicht verliebt und fand das komisch aber wahrscheinlich waren da einfach andere Themen dran. Ich verliebe mich am leichtesten im normalen Leben, mit online dating kann ich nur wenig anfangen , obwohl es ja auch eine gute Möglichkeit sein kann . Meine wenige online Erfahrung war durchweg positiv alles waren höflich und interessiert , mit einem entwickelte sich Kontakt , bei dem aber kein Funke übersprang . Auch im normalen Leben laufen mir ständig Singles über den Weg aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich im mittleren Alter bin und viele wieder frei sind. Letztendlich hat es viel mit unserer Biographie zu tun wie wir Partnerschaft leben denke ich .
 
  • #13
Sobald eine Beziehung endet, sind sie schon in der nächsten.
Kann auch sein, dass sie so lange in einer Beziehung verweilen, bis sich die nächste aufgetan hat. Wenn das ein Muster ist, so spielt vielleicht beim Begehren eine Rolle, dass mindestens einer noch vergeben ist. Dann lösen sie sich oder der Single den Vergebenen aus der Beziehung, sie kommen zusammen und stellen fest: Es war nur der Reiz der Eroberung. Es funktioniert zusammen nicht, man braucht wieder jemanden, um raus zu kommen.

Es gibt auch Leute, die stellen "Beziehunghaben" vor "mit WEM habe ich eine Beziehung". Keine Beziehung zu haben, fühlt sich für sie falsch an. Oder sie finden das kein gutes Aushängeschild.
Auf jeden Fall sind sie nicht so wählerisch, und es passt dann aber auch so.

Dann musst Du Dich ändern. Lockerer werden, Bekanntschaften schließen, ohne gleich BeziehungZusammenziehenHeiratKinderHausbau mitzudenken. Einfach probieren und Spaß haben, wenn es nicht läuft, wieder loslassen.

Allerdings würde ich schon auf bestimmte Punkte achten, sonst holst Du Dir einen Sprallo an die Backe, den Du nicht mehr loswirst. Dh niemals WAHLlos, also der Mann sollte schon sehr witzig, sympathisch sein und sich um Dich bemühen, und Du dann nicht wie ne Prinzessin mit 10 Prüfungen rangehen (ist er 10 cm größer, hat er volles Haar, ist er 3 Jahre älter usw. also solche Nicht-Kriterien, was Charakter und Spaßhabenkönnen angeht) und in Erwartung, dass rosa Schmetterlinge aus rosa Glitzerwolken fliegen.

Aber wenn Du Angst vor Verletzung hast, geht das nicht, weil auch so einer Dich verletzen kann.

Und es gibt auch Leute, die sind auch glücklich als Single. So ein Mensch scheinst Du aber nicht zu sein. Kannst Du vielleicht aber auch werden. Ich bin auch jemand, der lange verarbeitet und dabei aber nicht unglücklich ist.
Ich sagte mir mit Anfang 30, dass ich ja bislang keinen Partner gefunden habe und keine Lust mehr habe, "mit dem Leben zu warten", bis ich einen finde. Seitdem ist dieser "Druck" weg, auch einen Partner haben zu müssen, den ich vorher empfand, weil alle Leute irgendwie wen fanden (so sind die Beziehungen dann aber auch - zusammengeklebt, weil man keine Alternativen hatte und nicht allein sein wollte. Mindestens eine wartet immer noch auf die große Liebe und wechselt dann).
 
  • #14
Ich bin jetzt schon viele Jahre Single und verliebe mich sehr selten. In meinem Umfeld gibt es so viele Leute, die gefühlt nie Single sind. Sobald eine Beziehung endet, sind sie schon in der nächsten.
War selber knapp 10 Jahre lange Single und hab mich exakt nur 5 mal verliebt. Mit 15, 19, 24, 27 und 33. an Beziehungen hab ich erst die Zweite.

Schau nicht auf die anderen, Du bist unzufrieden und nur daran kannst Du etwas ändern. Du läufst sonst Gefahr es wie etliche andere zu machen, Dir einen Notstopfen suchen.

Es gibt kein absolut richtig oder falsch.
 
  • #15
Für mich war Dating immer ein Abgleich zwischen Wunsch und Realität. Man kann meiner Meinung nach das Leben nur durch ausprobieren und Leben "leben".

Man entwickelt so seine Vorstellungen vom Ideal und öffnet sich so lange für fremde, potentielle Partner, bis man gerne verweilt.

Da mir eine lange Bindung und viel Verbindlichkeit wichtig sind (zusammen leben, gemeinsame Lebensziele ) war das zwar das Hauptziel, aber gegenüber dem kennenlernen verschlossen hat mich das nicht. Meine Datingzeit nach meiner 14 jährigen Beziehung dauerte dann knapp 8 Monate bis wir uns kennengelernt haben. Und das war vor 2 Jahren und passt wunderbar mit uns.

Mir sind jedich auch genügend Menschen begegnet die immer wieder den selben Typ Partner fanden, kurz zusammen bleiben und dann den nächsten ähnlichen fanden....
 
  • #16
Ich wäre da lieber anders. Ich denke mir, solche Leute machen sich nicht viel draus und sind viel glücklicher. Sie haben immer ihren Spaß und sind nie allein.
Vermutlich würdest Du auf diesen "Spaß" gerne verzichten. Dein Mindset ist einfach ein anderes. Akzeptiere, wie Du bist, und Du bist am Weg zu einem zufriedenen Menschen.
Oder meinst Du, Du hast andere Defizite, die Dein Single-Sein bedingen? Du schreibst in Deiner Frage nichts davon und es klingt für mich auch nichts durch. Du kannst einfach gar nicht anders, als Du es machst.
ErwinM, 52
 
  • #17
Ich war bis ich 23 war, nur Single, und hab mir diese Frage gestellt. Danach war das längste zwischen Beziehungen 8 Monate. Nicht, weil ich nicht alleine sein kann - das konnte ich ja vorher auch und hatte in der Single-Phase damit auch nie Probleme. Aber irgendwie hats dann immer doch schneller wieder BOOM gemacht, als ich dachte. Keine Ahnung, was sich da geändert hat. Ich glaube, bei mir lag es doll am Selbstvertrauen und dass ich viel offener auf Leute zugegangen bin als früher. Da habe ich mich selbst sabotiert in meiner Jugend. Insgesamt waren es aber auch nur drei Beziehungen; so häufig verliebe ich mich nicht.
Manche können aber wirklich einfach nicht allein sein. Ich hatte mal eine Bekannte beim Studium, die auch immer seit sie 14 war nahtlos den nächsten Freund hatte. Sie meinte sehr ehrlich, sie kann nicht alleine sein, im wirklichen Sinne; alleine zuhause machte sie schon verrückt.
Generell finde ich es besser, die alte Beziehung zu verarbeiten, bevor man eine neue eingeht. Wie lange man da braucht, ist natürlich unterschiedlich lang.
w, 37
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Ich denke, das liegt daran, dass die Menschen verschieden sind. Ich habe auch nie verstanden, warum man lange alleine sein soll. Allerdings habe ich die Beziehungen auch immer selbst beendet, da tut es dann nicht wirklich weh, man hat ja schon ziemlich bis komplett abgeschlossen. Wer verlassen wird, leidet immer länger.
 
  • #19
Viele sind wahllos, Hauptsache haben Sie einen Freund/eine Freundin. Und wenn der/die doch nicht passt, wird oft warmgewechselt.
 
  • #20
Ich bin jetzt schon viele Jahre Single und verliebe mich sehr selten.
Ich würde mich gar nicht mit dem Thema beschäftigen, warum andere Menschen schnell wieder Beziehungen finden, sondern bei dir selbst bleiben.

Woran denkst du, liegt das, dass du so lange Single bist? Hast du Dates? Hast du zu hohe Ansprüche?
Wenn eine Beziehung endet, brauche ich lange um darüber hinweg zu kommen
Da würde ich auch mal genauer hinschauen. Eine gewisse Zeit zu trauern und die Beziehung zu verarbeiten ist völlig normal, aber wenn sich das über Jahre hinzieht, dann natürlich nicht.
 
  • #21
Viele sind wahllos, Hauptsache haben Sie einen Freund/eine Freundin. Und wenn der/die doch nicht passt, wird oft warmgewechselt.
Man muss, gerade wenn man jung ist, auch nicht alles so ernst nehmen. Natürlich ist das typabhängig, keine Frage. Man tut sich allerdings auch keinen Gefallen wenn man eher zu viele Ausschlusskriterien hat. Ich kenne Frauen, die das bis heute, mit 60, durchziehen. Da wird's dann schwierig bis unmöglich, gerade wenn die Selbstreflektion zu wünschen übrig lässt.
 
  • #22
Das geht mir genauso.
Ich möchte aber nicht wie die anderen sein. Sie erscheinen mir wahllos, Hauptsache irgendwer, Hauptsache nicht allein. Ich glaube vor allem nicht, dass sie wirklich Liebe empfinden, sondern die neuen nur äußerlich attraktiv finden. Das wirkt auf mich sehr oberflächlich.
Das denk ich auch. Oder sie sind einfach so auf Beziehung, Familiengründung, Zweisamkeit fixiert, dass sie es nicht aushalten, allein zu sein. Meine Freundin ist auch so: nachdem sie ihr letzter Freund, mit dem sie 11 Jahre zusammengelebt hat (Haus, Kinder... alles geplant) sie betrogen hat, trauerte sie ca. 1 Woche. Dann ging sie aus und traf gleich auf einen Mann, der sich für sie interessierte und schwupps... Jetzt sind sie zusammen, sie ist bereits schwanger und sie bauen ein Haus. Ich dachte mir damals, sie hat den erstbesten genommen, der ihr begegnet ist. Sie sieht das ganze aber viel pragmatischer, sagt, es gehe ihr nicht um die große Liebe, sie möchte jemanden finden, mit dem sie ihr Leben angenehm gestalten kann.
Inzwischen denk ich, dass überromantisierte Vorstellungen von Liebe nur hinderlich sind. Mir passiert es fast nie, dass ich mich so richtig verliebe (2x in den letzten 10 Jahren, 1x wurde eine Beziehung daraus).
Aber immer nur allein sein ist auch deprimierend. Daher versuch ich es jetzt auch mit Pragmatismus. Sympathie, Zuneigung und sexuelles Begehren reichen mir im Moment. Schmetterlinge sind zwar aufregend und wünschenswert aber wenn die weg sind, bleibt oft nicht viel. Mit meinem Freund, der 25 Jahre älter ist als ich, unternehmen wir genau die Dinge, die ich gern mag. Das genieße ich sehr. Auch wenn ich insgeheim darauf hoffe, mich wieder richtig zu verlieben und dass diese Liebe dann hält. Doch Verliebtsein vernebelt einem oft nur die Sicht aufs Wesentliche.
Diese Serienmonogamisten sind mir allerdings suspekt. Solche gibts in meinem entfernten Bekanntenkreis auch. Ich käme mir vor wie eine Nummer, dass es ihm gar nicht richtig um mich geht, sondern er nur eine Beziehung wollte, gar nicht wichtig mit wem. Ich mag keine Nummer sein.
Eine Foristin schrieb hier, dass sie öfters mal tagträumt von ihrem Freund weil sie so verliebt ist... sowas hatte ich auch mal und hätte ich auch gern wieder. Allerdings glaube ich, dass dann, wenn man sich trennt, der Kummer umso größer ist.
Wenn mein aktueller Freund sich von mir trennt, bin ich zwar bestimmt traurig aber es wird mir nicht das Herz brechen.
 
  • #23
Ich dachte mir früher öfter, dass manche nur zusammen sind, um ja nicht allein in den Urlaub fahren zu müssen! 😂

Mache dir darüber keine allzu großen Gedanken. Jeder Mensch ist anders und pflegt diesen Sachverhalt auch nach seinen eigenen Bedürfnissen.

Warum das gelingt, dass manche immer gleich einen nächsten Partner finden?
Ich vermute die strahlen unbewusst dieses Begehren aus.
Ob dieser Personenkreis oberflächlich ist oder nicht, kann von uns keiner beurteilen und manches ist auch oft nicht nachvollziehbar!

Der Herrgott hat nunmal einen grossen Tiergarten und solch eine Vielfalt ist auch etwas schönes. Erfreuen wir uns daran!
 
  • #24
Was Leute machen, die nie lange Single sind: Ich würde sagen, sie gehen auf die Suche. Sie wollen nicht allein sein.

Ich wäre da lieber anders. Ich denke mir, solche Leute machen sich nicht viel draus und sind viel glücklicher. Sie haben immer ihren Spaß und sind nie allein
Da würde ich mich nicht drauf verlassen.

Die Frage ist, was du wirklich gern hättest: Feste Beziehung oder "Spaß"?

Nach deinen Ausführungen glaube ich, du bist mehr an einer seriösen Beziehung interessiert.

Bleib bei dir. Glaube nicht, dass die Leute, die das anders machen als du, deshalb glücklicher sind. Mach dir keinen Druck. Wir Menschen sind verschieden.
 
  • #25
Die allermeisten Beziehung die enden, enden deshalb, weil während der bestehenden Beziehung, schon ein anderer in der Warteschleife wartet
Das stimmt doch wohl einfach nicht. Warum soll man sich den Stress eines solchen Versteckspiels antun? Kommt vielleicht mal vor, aber idR werden sich doch die meisten lieber frisch und unbelastet auf die Suche begeben.

Letztlich lebt man ja nicht ewig - jahrelang nach der einzig und absolut Richtigen zu suchen finde ich deswegen schon etwas abwegig. Natürlich kommt es dann auch mal vor, dass es nicht ewig hält, und man dann auch mal leidet. Ich glaube, es kommt auf das richtige Maß zwischen den Extremen an - kein Dauerdatingstress und lauter Kurzzeitbeziehungen, aber auch keine jahrelange Solophase.

Was man sich wirklich sparen sollte, sind wahrscheinlich Trost- und Übergangsbeziehungen. Und „Schmetterlinge“ werden wohl überbewertet - bei mir eher ein Zeichen dafür, dass ich ängstlich, getriggert, unbewusst geflasht bin. Sicher irgendwie reizvoll, aber eher verzichtbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Das stimmt doch wohl einfach nicht. Warum soll man sich den Stress eines solchen Versteckspiels antun? Kommt vielleicht mal vor, aber idR werden sich doch die meisten lieber frisch und unbelastet auf die Suche begeben.
Nein, das sind nicht meine Erfahrungen, und nicht meine Einschätzungen!
Es gibt unzählig viele Warmwechsler, eben weil sie nicht alleine sein können, und zweitens sie glauben, dass dadurch die alte Beziehung schneller so vergessen wird, was absoluter Quatsch ist!
Lese doch einmal vier Wochen lang alle Beiträge hier und es wird dann so klar, wie klare Brühe!
Die vielen Warmwechsler suchen ja nicht, sie fallen von einer verschlissenen Beziehung gleich in die nächste Beziehung, was daraus wird, kann man sich denken!
Allerdings glaube ich, dass dann, wenn man sich trennt, der Kummer umso größer ist.
Wenn mein aktueller Freund sich von mir trennt, bin ich zwar bestimmt traurig aber es wird mir nicht das Herz brechen.
So eine herzlose Beziehung wollte ich niemals führen! Das ist Selbstbetrug an den eigenen Gefühlen!
Ich dachte mir damals, sie hat den erstbesten genommen, der ihr begegnet ist. Sie sieht das ganze aber viel pragmatischer, sagt, es gehe ihr nicht um die große Liebe, sie möchte jemanden finden, mit dem sie ihr Leben angenehm gestalten kann.
Inzwischen denk ich, dass überromantisierte Vorstellungen von Liebe nur hinderlich sind.
Den Nächstbesten nehmen, dass man nicht alleine ist, großartig (sark.) da bin ich 1000 mal lieber alleine mit mir und glücklich und zufrieden!
Mir passiert es fast nie, dass ich mich so richtig verliebe (2x in den letzten 10 Jahren, 1x wurde eine Beziehung daraus).
Aber immer nur allein sein ist auch deprimierend. Daher versuch ich es jetzt auch mit Pragmatismus. Sympathie, Zuneigung und sexuelles Begehren reichen mir im Moment.
So ein Beziehungsleben kann ich mir nicht vorstellen, will ich mir auch nicht!
Diese Serienmonogamisten sind mir allerdings suspekt. Solche gibts in meinem entfernten Bekanntenkreis auch. Ich käme mir vor wie eine Nummer, dass es ihm gar nicht richtig um mich geht, sondern er nur eine Beziehung wollte, gar nicht wichtig mit wem. Ich mag keine Nummer sein.
Mir sind die Fremdgänger suspekt, die sich selbst nicht treu, nicht aufrichtig, nicht authentisch, sein können!
Eine Beziehung die in echter und wahrer Liebe getragen ist, möchte immer Monogamie leben, wer das nicht möchte, der liebt eben nicht, vielleicht auch unfähig dazu oder wegen starken Enttäuschungen und großen Verletzungen dazu nicht mehr gewillt, das Herz hat sich verschlossen und eine dicke Mauer um sich gebaut!
 
  • #28
Daher versuch ich es jetzt auch mit Pragmatismus. Sympathie, Zuneigung und sexuelles Begehren reichen mir im Moment.
Tatsächlich funktioniert das für mich sehr gut so. Sympathie, Zuneigung und sexuelles Begehren sind doch ideale Voraussetzungen für eine stabile und gute Beziehung, aus der tiefe, echte Liebe erwachsen kann.

Es gab hier Threads zu diesen Themen, ob Verliebtheit nicht überbewertet werde oder wenn es einfach Zoom mache, unsere Erfahrungen dazu. Die Antworten fand ich höchst spannend. So unterschiedlich. Für viele ist das initiale Verliebtsein die Grundvoraussetzung, der Radar, sonst keine Chance. Bei mir gar nicht, weil mein Radar nicht funktioniert. Verliebt mit Schmetterlingen und Hormonrausch habe ich mich immer nur in Männer, die überhaupt nicht zu mir passten. Es war erotische Anziehung auf den ersten Blick, aber eine Beziehung undenkbar. Deshalb fahre ich besser damit, das Verliebtsein, das mich fehlleitet, zu überspringen und nach tiefer Verbindung zu suchen, einen Mann, der mich von seinem Charakter überzeugt ohne dass ich hormonell verblendet bin. Das hat für mich funktioniert.

Wobei ich all Diejenigen unter euch mit intaktem Radar beneide, die es fertig bringen, sich in den Richtigen zu verlieben.
Da tröste ich mich mit dem Gedanken, dass die Verliebtheit inzwischen so oder so abgeklungen wäre und ich schon bei Liebe bin.

W36
 
  • #29
Es gibt unzählig viele Warmwechsler, eben weil sie nicht alleine sein können, und zweitens sie glauben, dass dadurch die alte Beziehung schneller so vergessen wird, was absoluter Quatsch ist!
Jemand, der einigermaßen attraktiv ist, findet in absehbarer Zeit doch sowieso wieder jemanden, gerade wenn es ihm nur ums Vergessen geht. „Warmwechsel“ bedeutet schlicht und einfach fortgesetztes Fremdgehen, also nicht nur ein einmaliger Ausrutscher etc.
„Unzählige“ machen das nun auch wieder nicht.
 
  • #30
Wobei ich all Diejenigen unter euch mit intaktem Radar beneide, die es fertig bringen, sich in den Richtigen zu verlieben.

Das Geheimnis besteht vielleicht eher darin, trotz Verliebtheit den Verstand nicht auszuschalten und dann die auszusortieren, die einem zwar gefallen, aber nicht guttun würden.

So habe ich bei einem Verheiratetem ganz bewusst mich nicht meinem Gefühl hingegeben, wohl wissend, was sonst rauskommt, wo ich mir früher vvlt eingeredet hätte, aus Liebe zu handeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Top