• #1

Was ist wichtig bei der Kindererziehung?

Worauf legen Sie besonders viel Wert? Laut einer Umfrage des AfD Allensbach steht hier an erster Stelle "Vorbild sein", gefolgt von "Frühe Pflichten". Wie sieht das bei Ihnen aus?
 
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Gast

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  • #2
Uneingeschränktes Pflichten-Erfüllen ist für mich "40er". Ich würde das Wort "Pflichten" eher durch "Verantworung lernen" ersetzen: Das heißt mitunter auch Verantwortung für den Saustall im Kinderzimmer übernehmen, Verantwortung für das Haustier, Verantwortung auch innerhalb der Familiengemeinschaft und gegenüber Freunden. Mein Kind soll anderen Individuen durchaus respektieren aber auch seine eigene Persönlichkeit und seine eigenen Standpunkte entwickeln - das können auch andere als die der Eltern sein. Im Alltag ist das alles natürlich immer so leicht umzusetzen. m 42
 
  • #3
Ihnen zeigen und sie fühlen lassen, dass man sie liebt.
Ihnen das Vertrauen zu vermitteln, dass es nichts gibt, womit sie sich einem nicht anvertrauen können.
Klingt einfach - ist schwierig.

Alles andere kommt weit hinterher.

So long,
m/42
 
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  • #4
Das Allerwichtigste ist für das Kind, von den Eltern geliebt zu werden. Halt, Verlässlichkeit, Konsequenz, Wärme, und eine gewisse Gelassenheit gehören auch dazu.
 
  • #5
Ganz viel Liebe ohne zu "klammern"
Selbstbewusstsein und Verantwortung lehren,
Sinnvolle Anregungen geben,
fördern statt fordern
 
  • #6
Liebe, Werte, Verantwortung. Jeder versteht was anderes darunter und genau dsa sollte er seinen Kindern vermitteln. Aber ohne eine klare Position der Eltern in diesen drei Punkten wird es schwer.
 
  • #7
"Umgang mit Geld" kommt in dieser Statistik vor "Liebe" das ist schon sehr bezeichnend.


Ich habe meine Kinder von der 1. Minute mit Liebe, Vertrauen und einem klaren Verhalten/Verstand beschenkt. Durch alle Fahrwasser ihres jungen Lebens (jetzt 15 und 19) und bekomme Liebe, Vertrauen und Offenheit zurück.

Denn ist das erstmal gegeben kommt alles andere (wichtige) mit etwas fördern, etwas fordern und auch immer etwas loslassen ganz von selbst. Sie sind zumindest sehr gelungen.

Ich sehe sie allerdings bis heute auch nicht, wie viele andere dies mit ihren Kindern tun, als Projekt.
 
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  • #8
Liebe, Vertrauen, Wertevermittlung, Selbstvertrauen, Zuversicht, das Gefühl eigene Wurzeln und eine Heimat zu haben, die Integration in ein tragbares Netzwerk, und auch ein Stück Demut im Leben.

Für Kinder ist es richtig und wichtig viel unter anderen Kindern zu sein, sie lernen voneinander, und miteinander viel besser und leichter. Viel Rückhalt im Leben schenkt man Kindern mit Geschwistern, und das weit über die Zeit der Erziehung hinaus. Kinder brauchen Verlässlichkeit und Wurzeln, sie sollen erfahren, dass es sich lohnt eigene Netzwerke zu pflegen, echte Freunde zu haben ist elementar. Kinder brauchen ein Gefühl für "zu Hause" für "Heimat", es sind später die Ankerpunkte im Leben. Kindern sollte man die bestmögliche Bildung zukommen lassen, die Erfolgserlebnisse sollten dabei klar überwiegen, aber die Grenzen des eigenen Könnens sollten sichtbar bleiben. Die Schul- und Berufausbildung als Komforzone halte ich für kontraproduktiv.
 
  • #9
Orientierung geben, erklären und wirklich verstehen lassen, damit sie selbst immer sicher im Leben stehen. Nicht nur "nicht" sagen, sondern sagen, was RICHTIG/GUT ist/gewesen wäre.
 
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  • #10
- Die bedingungslose Liebe zum Kind.
Als ein "Unfall", oder um als Eltern staatlich versorgt zu sein, sollte kein Kind unwillkommen geboren sein.

- Das Kind benötigt reife, jahrzehnte lange verantwortungs- u. pflichtbewusste Eltern!

- Das was ich als Vater/Mutter dem Kind selbst vorlebe ist prägend. (ethische Werte, Persönlichkeit)

- Kommunikative Atmosphäre innerhalb der Familie.

- Gleichbleibende Rituale.

- Am gleichen erzieherischen Strang ziehen/ Vater und Mutter sind eine EINheit :)

- Dem Kind Konsequenz - Regeln - Grenzen aufzeigen. Sich nicht auf Endlos-Diskussionen mit dem Kind einlassen. Für Eltern gilt: weniger reden, sondern handeln!
Als Eltern keine Unsicherheiten/Ängste/Hemmungen vor erzieherischenden Schritten haben und zu seinen Entscheidungen stehen.

- Aufrichtiges Interesse und Zeit, anstatt Konsum

- In Bildung fördern, Interessen des Kindes fördern, aber nicht überfordern

- "Sauber und satt"...ansonsten sollen es die Bildungssysteme schon richten, reicht als Anspruch an sich nicht.
 
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  • #12
ZEIT, um auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern - gemäß IHRER Anlagen.

LIEBE und Konsequenz,klare Ansagen - die nicht nach Stimmung und Laune wechseln, das Gefühl vermitteln, da zu sein, wenn es das Kind es braucht.
 
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  • #13
Hallo, Die vorherigen Voten freuen mich, Danke. Meine geschätzte, geliebte und sehr starke Schwiegermutter hat bereits in den 50er Jahren die Kinder nur als Leihgabe betrachtet und sie gezielt zur Selbstständigkeit erzogen. Alle sind gut herausgekommen, meine langjährige Partnerin noch etwas besser. Wir haben das dann mit Erfolg auch versucht.

Die Ansichten/Lehren des absolut grossartigen "Eltern"-Kolumnisten Hans Grothe, Träger des Bundesverdienstkreuzes (für seine Kindererziehungs-Beiträge) waren äusserst nützlich. Es lohnt sich, grothe bundesverdienstkreuz zu googeln. Sinngemäss erinnere ich mich an diese Kernsätze:
- Wenn Du den Wunsch hast, etwas zu verbieten oder anzuordnen, dann überlege Dir zuerst, ob es Dir WIRKLICH WICHTIG ist. Wenn nein: Schweige! Wenn ja: Zieh es durch.
- Es ist besser, ein Kind schlägt sich auf den Daumen, so lange es den ganz grossen Hammer noch nicht führen kann.
- Eventuell auch, dass man seine Ängstchen nicht via Ermahnungen projizieren soll.
- Und viele mehr.

Dies führte zu so viel Freiheit wie möglich, Gehorsam, wo es wirklich nötig war und bei Bedarf auch ganz im Kleinen zur Ausbildung für eine Herausforderung des täglichen Lebens. In der Folge konnte man mit unseren Kindern Deals abschliessen: „Du darfst, wenn ...“ Immer im Bezug auf die Abwicklung. Wenige Beispiele unter vielen sind:
- Man darf in die Werkstätte, aber nur mit Werkzeugen und Maschinen arbeiten, für die man instruiert worden ist. Bei Bedarf Instruktion anfordern!
- Man darf zündeln, aber nicht im Versteckten, sondern mitten auf dem grössten Platz oder unter Aufsicht und nicht mit flüssigen Brennstoffen.
- Der xxx sagt uns heute, welchen Zug wir nehmen müssen!
- Man darf verreisen, aber nicht an Bahnhöfen herum hängen. Bei längeren Wartezeiten in ein Restaurant gehen.
- Man darf an ein Fest gehen (schon mit 6 Jahren), aber die Rückkehr muss richtig abgewickelt werden. Z.B. Mit den Familien-Handy zu hause den Fahrdienst anfordern.
- Wenn etwas klemmt, oder man massiv zu spät kommt: Melden!
- Vereinbarung: Man darf gar, gar nie falsch schwören. Wenn man etwas nicht glaubte, kam die Frage:“Schwörst Du?“ Danach war die Sache klar. Dies hat gewaltig Druck aus den Diskussionen genommen.
- Schon sehr früh weitere Ansprechpersonen definieren: Nachbarn, Polizei, Feuerwehr.
- Alle Familienmitglieder machen (stufengerecht!) alles und helfen einander. Scheissjobs werden nicht delegiert.
- Die Haltung von Männern gegenüber Frauen entscheidet lange vor dem Kindergarten. Ich habe deshalb meine Frau vor den Söhnen und nicht heimlich, gelobt oder die Anerkennung geäussert. Auch bei Tisch haben wir uns so benommen, dass es wirklich alle geniessen konnten.
- Essen und Zuneigung haben nichts miteinander zu tun.

Unsere Jungs haben Ihre Freiheit sehr geschätzt und perfekt mit gespielt. Natürlich haben wir auch gestritten, aber möglichst über Themen, die es Wert waren.
Grüsse m/60
 
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