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  • #31
Wenn ich nur für Berlin spreche - dann spreche ich gegen Berlin als Liebesstadt. Es gibt glaube ich kein Stadt in die Welt wo man weniger auf die Strasse flirtet.

Wenn ich mal verreise bekomme ich viel Interesse und schaut man mich interessiert nach. Und ich flirte wenn ich lust habe zurück. Das macht soviel Spaß, und gibt das Leben etwas mehr... zum lachen, zum geniessen.

Wieder zurück hier in Berlin fühle ich mich fast haßlich - nur um zu beschreiben wie flirtlos es hier (wieder? noch?) ist. Vor allem im U-bahn ist es schlimm. Selbst die super hübschen werden fast nie angeschaut. Leider. Strange!

Berliner - flirt bitte !
:)
 
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  • #32
Ich denke nicht, dass es früher nach Abschluss des Studiums einfacher war als heute, einen potentiellen Partner kennenzulernen.

An der Grundproblematik - also daran, dass man nach dem verlassen der Uni eben in aller Regel nicht mehr jeden Tag einen Ort aufsucht, an dem sich tausende alters- und sozialadäquate Personen aufhalten, mit denen man einfach in Kontakt treten kann - hat sich doch nichts geändert. Das war auch 1985 so. Allerdings gab es damals noch keine Foren, auf denen die Betroffenen darüber klagen konnten, wie schwer die Partnersuche doch geworden ist.

Ich glaube, dass aufgrund moderner Kommunikationsformen die Probleme bei der Partnersuche nur häufiger thematisiert werden. Dass es tatsächlich schwerer geworden ist, glaube ich nicht.
 
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  • #33
Ich finde, man sollte nicht von diesem Forum auf den Rest der Welt schliessen. Hier schreiben ja auch viele, die sowieso Probleme bei der Partnersuche haben und somit ein relativ düsteres Bild zeichnen.

Und dass wir Deutschen immer weniger werden liegt m.E. an den gestiegenen Ansprüchen der gebildeten Mittelschicht. Männer möchten gutaussehende junge Frauen und die Frauen suchen auch eher nach den sportlichen, gutaussehenden Männer. Somit bleiben die Durchschnittsmenschen häufig auf der Strecke, findet aus o.g. Gründen nicht zueinander und vermehren sich somit nicht.
 
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  • #34
Wieder zurück hier in Berlin fühle ich mich fast haßlich - nur um zu beschreiben wie flirtlos es hier (wieder? noch?) ist. Vor allem im U-bahn ist es schlimm. Selbst die super hübschen werden fast nie angeschaut. Leider. Strange!

Berliner - flirt bitte !
:)

Oh ja, wie kann ich das bestätigen. Letztens sah ich im Fernsehen dazu eine interessante Doku. Berliner in meiner Generation waren oft Männer, die extra nach Berlin gingen, um damals nicht zum Bund gehen zu müssen. Der Bund bzw. die Armee hilft auch irgendwie, dass Junge sich von der Mama abnabelt und männlicher zu werden, schwierige Situationen zu bestehen, Disziplin zu lernen, Autoritäten zu achten, ein Abstand von zu Hause hilft vielen Menschen richtig erwachsen zu werden.

Da viele Männer das nicht erlebt haben, sind sie ein Stück infantil/unmännlich geblieben und können daher auch nicht flirten bzw. auf Augenhöhe mit Frauen umgehen, geschweige den eine gesunde Beziehung zwischen Mann und Frau eingehen, pflegen und halten.

Ich habe diese Phänomen in den letzten 6 Monaten intensiv auf Partys beobachtet, wo ich regelmässig hingehe und war erschrocken. Alle Männer, die ich in den letzten Monaten kennenlernte, sprachen mich direkt an, flirteten vorher gut mit mir, alles war normal, aber alle diese Männer kamen nicht! aus Berlin. Die Berliner schauten nur heftig, oft mit Sehnsucht, aber trauten sich nicht und schauten mit großen Augen hinterher, wenn ich Spass habend mit dem Nichtberliner auf der Tanzfläche verschwand.

w 50
 
  • #35
Hallo FS,@ 30 Schon mal darüber nachgedacht dass, wenn ein Flirt Versuch in die Hose geht, man dir am Alex die Fresse poliert ? Berlin ist, was das zusammenprallen von Gegensätzen angeht, Extrem.Das überlagert natürlich das gesamte Verhalten in der Öffentlichkeit. ich kann aber in meinemunmittelbaren Gesichtskreis durchaus Herzliche + Flirtbereite Liebe Menschen ausmachen.Ein Berliner der gern mit dir Flirten würde ( wenn du eine Frau bist ).Wir sind in einer Zeit des Umbruchs was Partnerschaft und Ehe / Familie angeht.Bleiben wir doch wenigstens vorsichtig optimistisch. Wenn wir jetzt beklagen dass die Zeitenfür Zweisamkeit schlechter sind, wird das Pendel zyklisch in die günstigere Richtung zurückschweben. Dazu gehört dass wir uns Emotional und in unseren Erwartungen neu justieren.Eine potentielle Partnerin die zu " 80 % passt " kann mich zu 100 % glücklich machen.Wir müssen uns schon bewegen, aber selbstverständlich nicht das Erstbeste nehmen.Zu viel Wohlstand tut uns nicht gut und fördert die auch im Forum bemängelte Katalogmentalität. Wir müssen unser Seelenleben entrümpeln, bald kommt der Frühlingsputz. M 50.
 
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  • #36
Das sehe ich genauso. "Unsere" Generation hat einfach das undankbare Los, das sich das einpendeln muss und wir ja immer noch alle von Eltern erzogen wurden, die die alten Rollenbilder im Kopf hatten. In ein paar Jahren wird das einfacher sein, alle werden eine angemessene Ausbildung und Verständnis für Haushaltsarbeit/Familienaufgaben haben und dann ist das sicher besser. Bis dahin sollten wir vielleicht alle mehr Verständnis aufbringen.

m, 46


Verständnis ja, aber den Rest sehe ich nicht ganz so.
Es gibt mittlerweile recht viele Singles im mittleren Alter, deren Leben auf Heranwachsende gar nicht so abschreckend wirkt. Der Onkel mit Coupé und den vielen coolen Hobbies. Die Tante mit eigenem Pferd, ihren netten Freundinnen und den Designerklamotten...
Das zeigt den jungen Leuten daß sie später eine Alternative haben. Bei den ersten echten Probleme in Beziehung/Ehe, fällt es dann leichter als früher einfach hinzuwerfen.
Dieses Verhalten führt sicher bei einigen zu ewiger Unzufriedenheit. In fester Beziehung wünscht man sich die Freiheiten des Singlelebens, als Single die Wärme eines Partners. Übrig bleiben lockere Beziehungen die sicher Spaß machen, aber eher selten zwei Kinder hervorbringen.

Es wird sich zu einem gewissen Maß einpendeln, aber wir werden sicher auf Migranten angewiesen sein um die Bevölkerungszahl zu erhalten. Das finde ich allerdings nicht dramatisch, klappt in den USA seit langem.

Gruß
m(37)(Onkel mit Coupé und Hobbies ;) )
 
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  • #37
Liebe FSin,

Empathie und Liebe sind einfach Mangelware in Deutschland; dafür gibt es sehr viel Materialismus und Haß und Aggressivität.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind hervorragend (Internet z.B.) und eröffnen Wege in die weite Welt, die Kommunikation mit deutschen Frauen selbst ist leider grottig.

Ich suchte nach einer emanzipierten Partnerin ohne extremes promiskes Vorleben (wegen bindungsfähig usw.) mit humanistischen Werten, sprach zu gleichen Teilen mit Frauen aus Deutschland und dem Rest der Welt; das Resultat war: die meisten deutschen Frauen wurden grob beleidigend wenn ich höflich war, ein paar wollten ONS; nichtdeutsche Frauen (Akademikerinnen und besser verdienend als ich) boten mir Partnerschaft und Familiengründung an. Nach kurzer Zeit war ich weg vom deutschen Heiratsmarkt und werde es auch bleiben.

Was wird denn heutzutage von deutschen Frauen eingefordert? Die Ansprüche, denen ich in Kreisen ab der Mittelschicht, an der Uni begegnete, waren rein auf Geld, Status und Körperlichkeit abziehlend. Ein Pluspunkt war auch, wenn man als Mann bereits auf eine größtmögliche Zahl an Sexualpartnern zurückblicken konnte oder ein aggressiv-dominantes Verhalten an den Tag legte.

Liebe stand bei deutschen Frauen sehr sehr weit unten auf der Liste, ebenso wie Partnerschaft, Familie oder gar Kinder. Von Emanzipation wird viel geredet, aber wenig gelebt.

M
 
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  • #38
Gast 22

Sorry, was soll an heutigen Ehen denn so toll sein?
Dass man in ihnen nicht ausharren muss, wenn die Beziehung den Bach runter geht. Eine Ehe ist kein Garant für Zufriedenheit oder Liebe, es ist bloß ein Vertrag. Dass es heute mehr Scheidungen gibt, bedeutet nicht, dass die Leute heute unglücklicher sind. Es bedeutet, dass unglückliche Menschen die Trennung vollziehen, während sie früher an ihren Ehepartner gefesselt waren. Eine lange Ehe ist nur dann erstrebenswert, wenn es auch eine glückliche Ehe ist. Geringe Scheidungsraten sind daher nicht unbedingt ein Grund zum Jubeln, sagen sie doch wenig darüber aus, wie es um die Beziehungen im Lande steht.

Meine Eltern und Großeltern führten Ehen, die ich als Vorbild sehe, vor allem wenn ich mitbekomme was in den ach so tollen modernen und heutigen Ehen abläuft.

Es ist einfach stumpfsinnig zu glauben, früher gab es durchweg schlechte Ehen und heute ist alles super, tut mir leid, aber was mir die verheirateten Kolleginnen so berichten sehe ich da leider keinen Unterschied.

Es ist schön für Ihre Eltern und Großeltern, dass sie so erfüllende Ehen führen durften. Unglücklicherweise war das nicht die Norm. Ich habe früher regelmäßig ein Altenheim besucht und kenne genau eine (!) alte Frau, die angab, dass ihre Ehe glücklich war. Und auch diese Frau beschränkte sich dabei auf die zweite Ehe, ihr erster Ehemann hat sie beispielsweise geschlagen, weil er sie mit einer Zigarette erwischte. Das war damals alles andere als ungewöhnlich. Die Generation meiner Urgroßeltern kannte noch ein Züchtigungsrecht, in der Generation meiner Großeltern brauchte eine Frau noch die Erlaubnis ihres Ehemannes, wenn sie arbeiten gehen wollte, Vergewaltung in der Ehe war noch vor zwanzig Jahren in Deutschland kein Strafbestand. Und Sie wollen mir tatsächlich sagen, dass Sie hier keinen Unterschied zu heutigen Ehen sehen?

26, w
 
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  • #39
Liebe hat früher wie heute die wenigsten Ehen zusammengehalten. Man war aus moralischen und finanziellen Gründen oftmals gezwungen, Jahrzehnte nebeneinander auszuharren.
Da viele heute (Männer wie Frauen) gut ausgebildet sind, "braucht" man sich nur noch als möglichst idealesn Liebespartner. Dieser Fokus erzeugt allerdings sehr große, oft unrealistische Erwartungen (zb heiße Leidenschaft und nahe Freundschaft).
Liebe kommt, Liebe geht...sie läßt sich nicht zementieren.
w.46
 
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  • #40
Wenn ich da meine Eltern sehe, die vor der Goldenen Hochzeit stehen (und andere Paare auch, wie man täglich in der Zeitung liest), dann wird man direkt neidisch und müsste fast fragen: War früher doch alles besser, schöner, harmonischer?

Haben manche noch nie mit den Eltern oder guten Freunden ehrlich und vertraut über deren Beziehung gesprochen? Da glänzt auch nicht alles. Meine Eltern hielten mich noch nie für unglücklich, wenn ich Single war. Die haben da wahrscheinlich eine andere Perspektive. Wie manche hier neidisch auf Beziehungen blicken, kommt mir ziemlich wirklichkeitsfremd vor. Man könnte fast meinen, solchen fehlt jede Erfahrung mit Beziehung.

Wenn man so eine Beziehung wie die Eltern haben möchte, findet man diese auch.
 
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  • #41
Interessantes Thema,
Firmen wie EP leben ja davon, dass viele Single nicht Single bleiben möchten.
Man kann es als Machtkampf sehen.
Frauen mit moderner Rollvorstellung brauchen keinen Mann, er ist nur
ein "Zubehör" für das perfekte Leben.
Die meisten Männer wollen halt eine Frau mit klassischer Rollverstellung oder
Friends with Benefits, also umklompiziert Sex.

Und jetzt tobt auf der "Paarbildungsbühne" ein Theaterstück, welches Geschlecht den anderen seine
Vorstellung aufzwingen kann...

M, glücklich mit einer Maid aus dem Ausland
 
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  • #42
Und jetzt tobt auf der "Paarbildungsbühne" ein Theaterstück, welches Geschlecht den anderen seine
Vorstellung aufzwingen kann...

M, glücklich mit einer Maid aus dem Ausland

Mit einer "Maid". Die Wortwahl sagt schon alles...

Nein, es folgt kein Theaterstück, wer wem die Vorstellungen aufdrückt. Das ist ein Internetphänomen. ich nehme mich nicht davon aus, aber im Netz beschäftigt man sich mit Meinungen, die für das tastäschliche Leben eigentlich irrelevant sind. Man muss nicht irgendjemandem etwas aufdrücken, sondern man gibt sich - normalerweise - mit den Menschen ab, die passen.

Es gibt genügend Leute, die die klassische Beziehung führen und daneben noch zahllose andere Varianten. Wenn man seinen Deckel wirklich nicht findet, obwohl man will, gibt es andere Ursachen als gesellschaftliche. Zum Beispiel Widersprüche in den Wünschen.

Im "wahren Leben" spielt viel eher die Stärke der Gefühle eine Rolle. Wenn ein Mann starke Gefühle für eine Frau hat, passt er zum Beispiel auch seine Vorstellungen an. Und umgekehrt. Da können die Leute im Netz noch so viel davon sprechen, dass sie ihren Partner mit dem Kopf wählen... Niemand von denen nimmt einen Partner, der genau die gleiche Form der Beziehung möchte, aber schlicht keine Gefühle im anderen auslöst.
 
  • #43
Gast 37

Na logisch bestätigen die steigenden Scheidungszahlen dass mit den Ehen heutzutage was nicht stimmt, denn wäre alles in Butter, Frauen haben mehr Rechte, müssen nicht mehr ausharren, obwohl es viele des guten Scheines wegen immer noch tun usw., würde es weniger Scheidungen geben.
Zumal es obendrein auch sogennante arrangierte Ehen, Zweckehen, Vernunftehen usw. gibt.
Dennoch: mehr Scheidungen.

Also die böse alte Zeit und die armen Frauen damals zu pauschalieren lasse ich so nicht stehen, es gab auch damals wie heute Frauen, die alleine klar kamen, sei es als Erzieherin, Lehrerin, Haushälterin, es gab auch damals Berufe, die eine Frau von einem "fiesen Ehemann" loseisen konnten. Bsp. geben Frauen wie Rosa Luxemburg, Rebellinnen oder auch einige Autorinnen, welche bewusst damals alleine lebten oder die Erfahrung einer Ehe machten und anschl. alleine lebten.

Es lag und liegt immer an den Frauen selber, auch heute noch gibt es genügend, welche sich lieber mit fiesem Ehemann durchschlagen, als alleine ihr Schicksal zu bewältigen, lieber doch vom Geld eines betuchten Fieslings leben, als alleine Unkosten zu tragen.

Ich kenne Frauen aus dem Umfeld, welche mit "gutbürgerlichen und betuchten Herren" verheiratet sind, welche seit Jahren Affären haben, die Frauen "harren" aus, weil sie sonst die Villa, den Mercedes und viele sonstige Annehmlichkeiten nicht mehr in dem Rahmen hätten.
Auch von außen zerfiel der schöne Schein einer tollen Ehe.

Eine Bekannte von mir trennte sich aus einer lieblosen Ehe mit einem erfolgreichen Zahnarzt.
Familie und Freunde rieten ihr davon ab, weil sie eine "solche Partie" wohl kein zweites Mal finden würde. Aber ihr Seelenheil war ihr wichtiger, heute ist sie in zweiter Ehe mit Normalomann mehr als glücklich. Sie schaffte den Absprung.

Tut mir leid, aber ich kann pauschal damaligen Ehen kein Negativstempel aufsetzen sowie ich den heutigen kein Positivsiegel gebe.
 
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