• #1

Was ist los mit ihm?

Hallo!
Wir sind beide 38 (er: m, ich: w).
Er ist verheiratet, ich bin Single. Und nein, es geht hier nicht um Trennung von seiner Frau, Affäre oder ähnliches.
Wir kennen uns seit über 20 Jahren, seit ca. 10 Jahren haben wir eine sehr schöne und tiefe Freundschaft. Wir sagen sogar, dass wir beste Freunde füreinander sind. Ja, es entstanden auch Gefühle. Als er das feststellte, wollte er sich von seiner Frau trennen. Das aber wollte ich nicht. Ich möchte einer Frau nicht den Mann nehmen. Außerdem waren beide in einer Krise. Sie wünschten sich Kinder, was nicht klappte, bei ihr kamen später Depressionen dazu. Mittlerweile haben sie ein Pflegekind, seit 6 Monaten einen kleinen Jungen. Mein Verhältnis zu ihm hat sich seit ca. 1-2 Jahren sehr verändert.
Mir ist nochmal wichtig zu sagen, dass es nicht um uns geht. Aber ich mache mir Sorgen darum, wie es ihm geht. War er vorher empathisch, fröhlich und liebevoll, so ist er heute oft nachtragend, schnell gereizt und wir streiten eben viel. Natürlich trage ich dazu meinen Anteil, aber oft habe ich nicht verstanden, wie aus einer harmlosen Situation plötzlich Streit entwickelte. Ich weiß, dass es oft schwierig war in seinem Leben. Aber ich habe gehofft, dass es ihm jetzt besser geht. Ich gehe davon aus, dass seine Beziehung gut läuft, denn ansonsten hätte er nicht das Kind aufnehmen können oder wollen. Aber ich habe immer stärker den Eindruck, es geht ihm nicht gut. Ich bin davon überzeugt, dass er zu Hause, auch mit dem Kind, alles sehr gut macht, sich liebevoll und mühevoll kümmert, so wie er sich um alles immer kümmert und ein starker Mensch ist.
Mittlerweile befürchte ich aber, dass er auch immer mehr in depressive Verstimmungen o.ä. rutscht. Er redet sogar mit mir nicht über das, was ihn bewegt, was sicher auch durch unser verändertes Verhältnis kommt. Aber außer mit mir hat er eh nie darüber geredet, mit niemandem.
Ich weiß nicht mehr, wie ich auf ihn reagieren soll, wenn wir streiten. Ich bin selbst recht impulsiv und es fällt mir in dem Moment schwer, besonnen und ruhig zu reagieren. Ich sage dann immer noch etwas, was natürlich total falsch ist. Aber manchmal wird er in letzter Zeit unfair und dann reagiere ich darauf. Ich weiß, dass er zur Zeit einfach gestresst und angestrengt ist. Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich verändert hat. Aber darauf reagiert er kaum oder stimmt mir sogar zu.
Habt ihr eine Idee, was ich machen kann? Oder wie ich auf ihn reagieren soll, wenn eine Situation wieder droht zu eskalieren? Es gibt auch schöne Momente und Gespräche, in denen er wieder mein bester Freund ist. Ich weiß aber, dass ihn jeder Streit belastet, und mich auch. Die Freundschaft ist stark genug, dass sie das aushält. Ich mache mir einfach Sorgen um ihn.
 
  • #2
Hallo Sahra,

ich vermute, dass sich durch den Stress zu Hause vieles verändert hat. Anfangs der nicht klappende Kinderwunsch, jetzt zusätzlich ein Pflegekind aus schwierigen Verhältnissen. Ich bin da sowieso gespaltener Meinung, wenn es darum geht, ein Pflegekind aufzunehmen, weil es mit den eigenen nicht klappt. Es sollte zumindest nicht die einzige Intention dahinter sein. Pflegekinder haben zu Hause oft schreckliches erlebt, wurden häufig geschlagen oder vernachlässigt. Das prägt die Kinder und äußert sich in bestimmten Verhaltensweisen, z.B. Aggressionen.

Wie gut ist dein Kontakt zur Ehefrau und Familie insgesamt? Ich denke helfen kannst du deinem Freund nur, indem du der Familie hilfst. Babysitter oder andere Hilfe anbieten, wenn sie gebraucht wird. Kleine Freundschaftsdienste, die die Familie entlasten. Wenn in der Familie auf diese Weise weniger Stress anfällt, wird es deinem Freund auch wieder besser gehen.


W35
 
  • #3
Beim Lesen deines Textes musste ich mit dem Kopf schütteln. Wenn du seine Ehefrau nicht im Nebensatz erwähnt hättest, könnte man denken, du redest über EURE Beziehung/Ehe.

Ihr seid euch sehr nah, diskutiert, streitet...

Ich vermute sogar, dass du auch der Meinung bist, dass du ihn besser als seine Frau kennst/ verstehst...

Ich muss es leider immer wieder sagen: ich halte überhaupt nichts von einer Freundschaft zwischen Mann und Frau, vor allem wenn es sich um beste Freunde handelt. Einer möchte meistens mehr. Wie in diesem Fall der Mann. Ich würde so eine intensive Freundschaft als Ehefrau NIEMALS tolerieren. Mein Mann soll mit mir seine Geheimnisse, Wünsche etc. teilen , mit mir streiten und nicht mit einer anderen Frau.

Wie ist das Verhältnis zwischen dir und seiner Ehefrau? Nicht besonders gut oder?

Der Mann verhält sich dir ggü so, weil er von deiner Zurückweisung gekränkt ist oder wirklich depressiv ist. Wenn letzteres der Fall sein sollte, kannst du wenig tun, dann benötigt er kompetente Hilfe. Schick ihn am besten zu seinem Hausarzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Irgendwie irritiert mich das mit der besten Freundin und dem besten Freund.

Konnte ich noch nie verstehen - Wenn man einen Partner oder eine Partnerin hat, warum ist nicht der Partner der beste Freund, und warum vertraut man ihm nicht all seine Sorgen und Probleme an? Dafür ist man doch zusammen - man liebt sich und vertraut einander.

Ich halte eure Beziehung zueinander für ungesund. Als Ehefrau wäre ich sehr eifersüchtig auf dich. Er vertraut dir all seine Probleme an statt mir - seiner Ehefrau?
Wäre ich seine Ehefrau, würde ich von meinem Mann verlangen dich nicht mehr zu treffen.
Sorry, aber ich finde dein Verhalten übergriffig.

Lass den Mann einfach in Ruhe. Er zeigt dir mit seinem Verhalten dass ihm eure „Freundschaft“ zu weit geht. Dass er das als Einmischung in seine Ehe betrachtet.

Ich spreche aus Erfahrung.

Ich hatte einmal eine längere Beziehung, in der mein Freund auch „eine beste Freundin“ hatte. Sie redeten über alles, vertrauten alles einander an - und ja auch über unsere Probleme diskutierten sie. Sie gingen zusammen shoppen und Kaffee trinken, und sie lud ihn immer wieder zu sich nach Hause ein zum Raclette und Essen. Sie hatte drei große Kinder und war geschieden.
Wie sich herausstellte, legte sie es darauf an ihn von mir wegzulocken. Mit der größten weiblichen Hinterhältigkeit die man sich vorstellen konnte. Immer unter dem Deckmantel der „Freundschaft“.

Mein Freund war so naiv, dass er das alles als harmlos und als rein freundschaftlich abtat. Er checkte nicht dass sie ihn um jeden Preis wollte.
Als ich das endlich herausfand und auch sah , dass sie ihm Bussis schickte und „schlaf gut und träum was Süßes“ war es mit meiner Geduld vorbei.
Ich sagte ihm - sie oder ich. Ich machte sogar Schluss weil ich es nicht mehr ertragen konnte.
Wir kamen aber wieder zusammen. Er begriff dass ihr Verhalten übergriffig war und nichts mehr mit Freundschaft zu tun hatte.
Er kappte die innige „Freundschaft“ zu ihr.
Und unsere Beziehung wurde jeden Tag besser.
Keine Einmischung mehr von Seiten einer anderen Frau.
Jetzt vertraute er mir seine Probleme an. Meldete sich jeden Tag mehrmals um mit mir zu reden und mich zu sehen. Das war vorher nicht so.
Vorher hatte er ja seine Busenfreundin die ihn immer anrief.

Nein danke, das würde ich nie mehr mitmachen.
 
  • #5
Um was machst du dir jetzt genau Sorgen?

Ich halte es für einen Mann nicht gut, wenn er nur weibliche beste Bezugspersonen hat und keine entsprechenden Männern. Männer öffnen sich verbal eben schlecht und er könnte sich durch dich bedrängt fühlen.
Es gibt eben auch Dinge, die man nicht mit der besten Freundin bespricht. Weißt du denn wirklich was aus seinem Sexleben?

Zudem finde ich es typisch Mann, die Frau, mit der man mal liebäugelte sich jetzt als beste Freundin herzuziehen. Es ist einfach enorm schwach.

Ich kann dir nichts raten. Leuten, denen nicht geholfen werden will, sollte man auch nicht helfen.
 
  • #6
Ja, es entstanden auch Gefühle. Als er das feststellte, wollte er sich von seiner Frau trennen. Das aber wollte ich nicht. Ich möchte einer Frau nicht den Mann nehmen.
Liebe FS,
nach solchen Dingen ist meistens der Wurm drin und Du kannst die Freundschaft nicht mehr so weiterführen wie zuvor. Das ist genau das, was Du in euren Konflikten spürst.
Wenn Du die Ehe nicht kaputt machen und dem Pflegekind (das schon eine Menge Mist in seinem jungen Leben erlebt hat, denn sonst wäre es kein Pflegekind) nicht sein Zuhause nehmen willst, dann geh auf Abstand und passs eure Freundschaft der veränderten Situation an.

so ist er heute oft nachtragend, schnell gereizt und wir streiten eben viel. Natürlich trage ich dazu meinen Anteil...
Hasst Du keine anderen Sozialkontakte, dass Du Dich verzweifelt an einen vergebenen Mann klammern musst, mit dem Du "viel streitest"?
s.o. der Wurm ist drin, höchste Eisenbahn, den Kontakt zu verändern und zu reduzieren, wenn von der ehemaligen Freundschaft noch was übrig bleiben soll.

Aber ich habe immer stärker den Eindruck, es geht ihm nicht gut. .... Er redet sogar mit mir nicht über das, was ihn bewegt, was sicher auch durch unser verändertes Verhältnis kommt.
Der Mann ist verheiratet. Der erste Ansprechpartner in seinem Leben in solchen persönlichen Dingen ist seine Ehefrau, die näher dran und vermutlichdaran beteiligt ist.
Hör auf, Dich ihm gegen seinen Willen aufzudrängen und ihn zu bemuttern. Er ist ein erwachsener Mann, der seine Probleme selber angehen kann und muss. In Verbindung mit Pflegschaft bekommmt er auch Supervision.
Realisiere endlich, dass sich eurer Verhältnis geändert hat und Du Dein Verhalten und Deine Gefühle anpassen musst (mehr Abstand zu ihm).

Habt ihr eine Idee, was ich machen kann? Oder wie ich auf ihn reagieren soll, wenn eine Situation wieder droht zu eskalieren?
Verändere eure Treffen, gluckt nicht zu zweit rum im geschlossenen Raum und wälzt Probleme, sondern geht raus in die Öffentlichkeit (gemeinsame Unternehmungen), sodass ihr einen Rahmen habt, der solche Situationen von vornherein verhindert. Ihr seid hoffentlich keine Leute, die sich in der Öffentlichkeit ohne Rücksicht auf andere fetzen.

Die Freundschaft ist stark genug, dass sie das aushält. Ich mache mir einfach Sorgen um ihn.
Du glaubst/willst gglauben, dass eure Fruendschaft stark genug ist. Das ist sie aber nicht ud sie wird zerbrechen, wenn Du nicht endlich anfängst sie der neuen Situatiion (Abstand) anzupassen.
Hör auf, ihm die besorgte, bevormundende Mutti zu geben. Das macht erwachsene Männer aggressiv. Wenn er sich Dir nicht anvertrauen will, dann hat er Gründe dafür. Akzeptiere diese endlich.
 
  • #7
Höre auf dir Sorgen um ihn zu machen, es geht ihm doch von aussen betrachtet gut. Und klar kann man zu Beginn einer Freundschaft den Sonnenschein herauskehren (liebevoll, empathisch, fröhlich), wenn er sich zu anfangs und etwas länger, einseitig in eine andere Frau, nämlich Dich verguckt hat (so dass er sich, wegen Dir schon von seiner Frau trennen wollte). Die Gefühle wieder auf Normalbetrieb zu stellen dauert, mitunter Jahre, bis man wirklich über die ehemals geliebte und geschwärmte Person hinweg ist, dass man diese nur noch mag, aber nicht mehr die Schmetterlinge flattern.
Seit 6 Monaten ist er frischer Familienvater, wo hier noch wichtig wäre, dass Alter des kleinen Jungen; das kann jetzt reichen, von Schlafmangel bei einem Baby bis hin zu Ängste, Anschluss-, Vertrauens- und Eingewöhnungsschwierigkeiten beim Kleinkind. Klar ist das Stress und wie es zur Zeit mit seiner Frau aussieht, weißt Du überhaupt nicht, weil er nicht mehr mit Dir über seine Gefühle und Gedanken redet, so mag es auch sein, dass seine Frau, die Finanzen, ein Handwerker, sein Arbeitgeber, sein Bankberater, wer auch immer, ihm im Moment Stress und Kopfzerbrechen bereitet.
Was Du machen kannst? Einfach eine gute Freundin sein und ihn nicht bedrängen, sondern laufen lassen. Wenn er will kann er zu dir kommen, wenn er will kann er reden oder Dich um Rat bitten, lass es bitte ihn entscheiden, ob und wie weit er sich öffnet. Und selbst wenn er nur noch schlecht gelaunt ist, misanthropisch und auf Krawall aus, dann lasse ihn so reden und ein wenig seinen Frust von der Seele reden; wenn er depressiv ist, kannst Du auch nichts machen, weil einerseits bist Du nicht seine Mutter oder Partnerin, weder seine Therapeutin und auch nicht rund um die Uhr beim und um ihn, als dass Du ausreichend Einfluss auf ihn haben könntest. Sei einfach eine Stütze, mehr bedarf es einer Freundschaft nicht. Und wenn er sich mal wieder nur mit Dir streiten will, dann bitte ihn doch zu gehen, anstatt mit ihm wie ein altes, sich verhasstes Ehepaar ergebnislos und verletzend rumzustreiten.
 
  • #8
Sag ihm doch genau das, was du hier schreibst.

Vielleicht kann er sich dann öffnen.

Vielleicht will er das aber auch nicht, weil Männer allgemein gern ihre Probleme mit sich ausmachen.

Vielleicht weiß er aber selbst nicht, was mit ihm los ist. Vielleicht eine Mitlifecrisis.

Ich würde ihn an deiner Stelle nicht allzusehr bedrängen.

Wenn dir der Kontakt nicht mehr guttut, stell ihn eben ein.

Worüber streitet ihr denn ständig? DAS finde ich ungewöhnlich für eine Freundschaft.
 
  • #9
Aber ich mache mir Sorgen darum, wie es ihm geht. War er vorher empathisch, fröhlich und liebevoll, so ist er heute oft nachtragend, schnell gereizt und wir streiten eben viel. Natürlich trage ich dazu meinen Anteil, aber oft habe ich nicht verstanden, wie aus einer harmlosen Situation plötzlich Streit entwickelte.
Du solltest aufhören dir Sorgen um ihn zu machen. Mache dir lieber Sorgen um dich! Das Verhalten ist leider typisch Frau und ich kenne das gut von mir. Ich mache mir auch immer um jeden Sorgen. Woher kommt diese Kümmerei bei dir? Das berühmte Helfersyndrom? Du sorgst dich zuviel um Andere. Dein guter Kumpel ist verheiratet und hat eine kleine Familie gegründet. Er ist erfolgreich und gefordert im Job. Schau' mal wo du im Leben stehst! Du bist Single! Kein Kind, keine Familie, nicht verheiratet. Das ist deine Baustelle, um die du dich kümmern kannst und darfst. Stoppe einfach die Bevormundung und das Klammern an diesen Mann. Er ist nicht dein Lebenspartner!
Er ist zu dir (!) nachtragend, gereizt, streitsüchtig, unfair, impulsiv und macht auf dich einen depressiven Eindruck. Sicher ist er zu anderen Mitmenschen anders. Über welche Themen streitet Ihr Euch?! Lassen sich diese vermeiden? Ich denke, du willst nicht wahrhaben, dass Eure Sympathie gewaltig nachgelassen hat in letzter Zeit. Ihr versteht Euch nicht mehr und zankt Euch. Er respektiert und schätzt Dich und Eure Gespräche und Eure Zeit einfach nicht mehr so recht. Ich würde auch raten, geh ihm eine Zeitlang aus dem Weg und mach Dich rar. Sorge Dich um Deine eigenen Baustellen und suche Dir neue gute Freunde oder einen Mann für Dich. Suche Dir neue Inspiration und Motivation und lass los. Du bist das fünfte Rad am Wagen! Meldet er sich denn proaktiv bei dir oder telefonierst und schreibst du ständig hinter ihm her? Unter dem Deckmäntelchen der Sorge? Ich denke, dir fehlt nur die Aufmerksamkeit eines Mannes!! Hat er sich zurück gezogen? Kümmere dich wieder um dich und suche dir neue Hobbies und Ziele und Beschäftigungen, anstatt dich wie ein Bull Terrier in diesen Mann zu verbissen. Einfach mal neue Pflanzen in die Wohnung stellen, den Balkon bepflanzen, Freundinnen zum Brunch einladen, Kuchen backen oder Radfahren, Ausflüge machen. Den Keller ausmisten oder eine Rentenberatung organisieren. Vielleicht lohnt sich ein Städtetrip oder Urlaubsplanung für dich? Eine Fortbildung?? Du hast zuviel Zeit.
 
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  • #10
Liebe Fs,

Du siehst eine platonische Freundschaft. Er sieht keine Freundschaft, sondern ist in Dich sehr verliebt und will Dich als Partnerin.

Wir kennen uns seit über 20 Jahren, seit ca. 10 Jahren haben wir eine sehr schöne und tiefe Freundschaft.

Ja, es entstanden auch Gefühle. Als er das feststellte, wollte er sich von seiner Frau trennen.
Warum nimmst Du nicht zur Kenntnis, dass er verliebt ist. Er will keine Freundschaft.

Auch wenn kein Sex stattfindet, bist Du in eine Dreiecksbeziehung geraten.
Er ist verliebt. Ich gehe davon aus, dass er als verliebter, gesunder Mann in den 30ern dann auch Sex mit Dir will. Du hältst ihm bei Treffen also unter die Nase, was er nicht bekommen darf. Bist Du homosexuell? Wie sieht Dein Sexleben aus?

Mit Dir findet die Intimität sowieso in Form von vertraulichen Gesprächen statt. Damit bringst Du durch Dein Verhalten Distanz in seine Beziehung.

Was Du als Singlefrau davon hast, mit einem verheirateten Mann abzuhängen, der in Dich verliebt ist und den Du auf Abstand hältst, musst Du selbst wissen.
Ego-Push, Einsamkeit etc. sehe ich nicht allein. Ich vermute, dass Du ein Thema hast mit Beziehungsfähigkeit etc,
 
  • #11
Mir tut seine Ehefrau Leid.

Erst der nicht zu erfüllende Kinderwunsch, parallel die nervige beste Single-Freundin ihres Mannes, die sich massiv grenzüberschreitend verhält, sich immer wieder einmischt, dazu der Ehemann, der sich wie ein A.... verhält und diese nicht in die Schranken weist. Wäre an sich schon schlimm genug, nein, ihr Ehemann ist auch noch verliebt in diese.

Die Ehefrau weiß es mit Sicherheit, duldet eure Freundschaft bestimmt nur, da sie wenig Selbstbewusstsein hat und Angst ihren Mann zu verlieren, wenn sie Stress macht. Schnellen Ersatz gibt es ja in der näheren Umgebung.

@ FS: Hast du nicht genug eigene Baustellen? Partnersuche/ Kinderwunsch ?
 
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  • #12
Spontan würde ich sagen, dass er dich liebt, du ihn nicht wolltest, er zurück zu Frau, hat sogar dem Kind zugestimmt, um sich abzulenken, hat aber festgestellt, dass es ihn nicht ablenken kann, sondern er merkt, dass er jetzt mit dem Kind richtig fest sitzt. Eure Freundschaft ist sowieso Geschichte, seit er dir seine Gefühle eröffnete. Was du machen kannst? Den Kontakt abbrechen. Rede mit ihm letztes Mal Klartext und dann geh. Wenn er dir wichtig ist, gib ihm Chance auf normale Familie, wenn du ihn schon nicht willst. Dein Opfer, der Frau den Mann nicht nehmen, war umsonst, er ist nicht ihr Besitz, wenn er gehen will, dann darf er gehen. Tolle Freundin bist du, statt ihm Mut zuzusprechen, an der Situation was zu verändern, wenn er verändern will, mit dir oder ohne dich an der Seite.
 
  • #13
du bist seine "gute Freundin", also nahezu geschlechts-neutral. Dann verhalte Dich wie ein männlicher Kumpel und lass das ganze Gezicke (weshalb es zu Streitereien zwischen euch kommt) einfach weg. ein guter (männlicher) Freund geht mit ihm zum Radfahren, Rafting, was trinken und da wird kurz besprochen, was ihn nervt und gut ist. Dann geht er zufrieden nach Hause und alles ist wieder gut. Soweit die Kurzfassung. also hör auf unter dem Deckmäntelchen "Freundschaft" ihm mehr zu schaden als zu nützen.
 
  • #14
Ich sehe das, wie einige Andere hier.......du nervst einfach nur.
Unter dem Deckmäntelchen der Freundschaft könnte es sein, dass du eine Beziehung kaputt machst.
Ihr seid erwachsen........suche dir ein eigenes Leben!!!
 
  • #15
Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich verändert hat. Aber darauf reagiert er kaum oder stimmt mir sogar zu.
Habt ihr eine Idee, was ich machen kann? Oder wie ich auf ihn reagieren soll, wenn eine Situation wieder droht zu eskalieren?
Du könntest aufhören solche Gespräche mit ihm einzufordern.
Womöglich nervt ihn, dass du dir da so intensiv Gedanken machst. Ihn zu analysieren versuchst. Wenn ein Mensch Probleme hat und darüber reden WILL, dann macht er das auch. Der kommt dann schon von alleine. Da ist man dann guter Zuhörer, evtl. auch Ratgeber. Mehr aber auch nicht.

Man hat das Gefühl aus deiner Erzählung, dass du bei euren Begegnungen die Sorgentante spielst, die sich liebevoll um den angeblichen Freund kümmert und ihm Geborgenheit geben will. Er soll dabei gefälligst mitmachen. Denn es gibt dir ein gutes Gefühl, dass du von ihm gebraucht wirst. Wenn du mal ehrlich bist, kämpfst du damit als Frau um ihn als Mann. Du stehst da deutlich in Konkurrenz zu seiner Ehefrau.
Du möchtest, dass er sich in deine rettenden Arme flüchtet.

Es war und ist eine Affaire.
Das aber wollte ich nicht. Ich möchte einer Frau nicht den Mann nehmen.
Du möchtest nicht schuld sein. Aber so ganz ernst meinst du das gar nicht. Ihr hattet, oder habt beide Gefühle für einander entwickelt.
Er hätte sich von seiner bis dato kinderlosen Frau getrennt.
So führt ihr weiter dieses Verhältnis nebenher. Natürlich zermürbt das seine Ehepartnerin. Die ist weder auf den Kopf gefallen, noch gefühlstaub. Die spürt ganz genau, dass was faul ist. Jetzt hat sie also sogar Depressionen. Schön wohin das Ganze führt.
Das macht mich echt sauer.

Ich gehe davon aus, dass seine Beziehung gut läuft, denn ansonsten hätte er nicht das Kind aufnehmen können oder wollen.
Unsinn. Seine Ehefrau will das. Sie wollte auf Kinder hinarbeiten. Jetzt haben sie ein Pflegekind aufgenommen. Er merkt nun, dass das eigentlich gar nicht das ist, was er wollte. Er wollte ja mit dir zusammen sein. Völlig zwiegespalten lebt er jetzt dieses Leben.
Er trägt ja nun Verantwortung als Vater. Da kann er sich nicht mehr so leicht trennen.
Folge......na?
Mittlerweile befürchte ich aber, dass er auch immer mehr in depressive Verstimmungen o.ä. rutscht.
Ach echt? Ist das so.

Er redet sogar mit mir nicht über das, was ihn bewegt, was sicher auch durch unser verändertes Verhältnis kommt.
Das macht dich glücklich, diese Vorstellung, dass er nur mit dir geredet hat. Jetzt hat sich das Verhältnis geändert.
Er will einen Absprung, um dieses zwiegespaltene Leben nicht führen zu müssen.
Momentan spürst du, dass er sich deshalb von dir abwendet.
Damit kommst du nicht klar. Das ist alles.
 
  • #16
Ich glaube Dir nicht so wirklich. Du zeigst mir zuviel an Interesse. Natürlich achtet man als Kumpel/ine) darauf wie es den anderen geht. Aber nicht so, das macht man eigentlich nur wenn da Gefühle mit im Spiel sind.
 
  • #17
Wir sagen sogar, dass wir beste Freunde füreinander sind. Ja, es entstanden auch Gefühle. Als er das feststellte, wollte er sich von seiner Frau trennen. Das aber wollte ich nicht.
Soso, beste Freunde wollt Ihr sein. Ehrlich gesagt bin ich da genauso skeptisch wie die meisten anderen hier. Wenn es Dir wirklich wichtig ist, dass es ihm gut geht, dann lass ihn und seine Familie in Ruhe und such Dir einen neuen besten Freund, ohne Ehefrau und Kind.
 
  • #18
Was los ist?

1.Er hat ein Baby zuhause !- Schlafentzug, dann nicht mal das eigene, das ist Aufopferung, seine Frau und Er müssen sich neu organisieren, das ist harte Arbeit. Du hast kein Kind oder?

2. Er will dich! Wann hat er dir seine Gefühle offenbart? Seit Jahren die Karotte vor der Nase und noch nie Sex gehabt oder doch?

3. Du bestimmst über ihn (er soll bei der Frau bleiben), das solltest du ihm überlassen, wärest du gern an Stelle seiner Frau, wo sich der Mann nach einer anderen sehnt?

Dein

ist nicht authentisch, sonder eine Haltung vom Kollektiv übernommen., denn

Außerdem waren beide in einer Krise. Sie wünschten sich Kinder, was nicht klappte, bei ihr kamen später Depressionen dazu.
seine Frau wäre heute besser dran ohne ihn! Krise bedeutet auch dass es nicht passt, überhaupt wenn es mit Kinder nicht funktioniert. Wahrscheinlich wärst du gleich schwanger geworden.


4. Bis jetzt hatte er genug Energie, dir den taffen warmherzigen vorzuspielen, dem es nichts macht dass du nicht willst (obwohl, willst du ihn wirklich nicht oder bist du nicht authentisch??) und es überspielt, aber der Familienzuwachs fordert ihn, Familienzuwachs wo er vielleicht sogar unfreiwillig hineingezogen wurde, nach deiner Absage.

Also - wenn du ihn wirklich nicht willst, dann überlasse ihn um Gottesnamen seiner Frau und suche dir eine eigene Familie! Er wird hin- und hergerissen sein, unfähig eine Entscheidung zu treffen, worüber er dann plötzlich doch nicht mit dir sprechen kann.

Du machst dir nicht Sorgen, du willst dass dein "bester" Freund wieder funktioniert!
 
  • #19
Du hast leider nicht geschrieben, was es heißt "es entstanden auch Gefühle". Habt ihr vor 10 Jahren ein Verhältnis gehabt? Ich frage das, weil die Ehefrau das irgendwie mitgekriegt haben könnte, dass auf einmal eine wichtigere Frau als sie im Umkreis des Mannes war. Sie wird aber sowieso gemerkt haben, dass ihr Mann lieber woanders ist oder wäre, denke ich.

Wäre er völlig glücklich gewesen in der Ehe und hätte er seine Frau geliebt, denke ich, hätte er sich nie so ehegefährdend auf die Freundschaft eingelassen. Also glaube ich, er wollte durchaus schon raus, bevor er sich in Dich verliebte, was nicht heißen soll, dass das nicht echt gewesen sein soll. Ich frage mich aber, wie er mit Dir noch befreundet sein konnte. Ich könnte das nicht, wenn ich verliebt bin - immer sehen, dass ich doch nicht so gewollt werde, wie ich es mir wünsche..

Eine Ehe nicht mehr zu wollen, ist erstmal nur das, also auch ohne die Alternativfrau ist die Ehe nicht besser. Er hat sich aber nicht für Trennung entschieden, weil er sonst Single hätte sein müssen. Ich würde sagen, er ist damals mit dem Bleiben in der Beziehung im Leben falsch abgebogen. Vielleicht, weil er eine depressive Frau nicht sitzenlassen wollte oder weil er einfach zu feige war, Single zu werden. Und nun, mit dem Pflegekind, ist alles noch viel komplizierter geworden.

Du warst nicht verliebt, oder? Der Mann gefällt Dir als Partner nicht, sonst, würde ich sagen, hättest Du zugegriffen.

Hattest Du inzwischen mal Partner? Wenn ja, wie ist Dein BF damit umgegangen und hast Du dafür die Freundschaft vernachlässigt und war auf einmal Dein Partner Dein vertrautester Mensch?

Ich bin davon überzeugt, dass er zu Hause, auch mit dem Kind, alles sehr gut macht, sich liebevoll und mühevoll kümmert
Wie kannst Du das denken, so wie er sich benimmt? Denkst Du, es liegt NUR an Dir, dass bei euch Stress ist?
Ich weiß nicht, wie genau die Leute hinsehen, die Pflegekinder weggeben. Ist die Ehefrau denn mittlerweile nicht mehr depressiv?

Vielleicht hat der Mann sie nun so lange aufgebaut und sich um sie gekümmert, und jetzt, wo es ihr besser geht, lässt seine Anspannung nach und er merkt, dass er leer ist, seine Mission "Ehefrau aufbauen" weg ist und er mit der Situation mit dem Pflegekind nicht glücklich ist.

Oder er ist einfach fertig. Erst die Ehe, die er nicht mehr will, dazu die depressive Frau, die Lebensangst, die Situation zu beenden, und nun das Pflegekind, das zu betreuen möglicherweise auch nicht einfach ist.
Wenn er das als Mühle empfindet, in der er sich dreht und sich immer um andere kümmern muss, könnte das auch depressiv machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Hallo nochmal,
erstmal vielen Dank an alle, die geschrieben haben!
Schade, dass einige vorschnell so hart urteilen oder meinen, dass sie Hintergründe kennen. Einiges näher zu schreiben wäre von Anfang jedoch wichtig gewesen. Das hab ich jetzt beim Lesen auch bemerkt.
Wir haben keine Affäre, wir treffen uns auch nicht alleine und unsere Kommunikation läuft nur über das Schreiben. Wir haben beide eine Freundschaft vereinbart, Gefühle waren von beiden Seiten da, wie seine mittlerweile aussehen weiß ich nicht genau. An den Depressionen seiner Frau hab ich denke ich keine Schuld. Sie war auch vor unserer Freundschaft schon einmal depressiv und durch andere Vorfälle in der Familie sind sie vielleicht eher wieder aufgekommen. Die Frau weiß auch nicht, dass wir diesen Kontakt haben. Ich kenne sie zudem nicht.
Ich habe auch nicht zu viel Zeit, im Gegenteil. Mein Beruf füllt mich aus und ich bin auch an den Wochenenden viel unterwegs. Hobbys habe ich auch genug. Ich hätte auch keine Schwierigkeiten, Männer kennen zu lernen. Aber ich habe eben noch keinen kennen gelernt, mit dem es dauerhaft geklappt hat. Vielleicht fällt es mir jetzt auch schwerer als früher, mich wieder umzustellen, denn ich habe mich gut in meinem Leben eingerichtet. Aber darum geht es auch gar nicht. Ja, er war damals verletzt, dass ich nicht wollte, dass er seine Frau für mich verlässt. Ist aber schon ein paar Jahre her und wir haben viel darüber geredet. Das spielt heute keine Rolle mehr. Das sagt er auch. Heute würde er auch nicht mehr gehen.
Einige hier haben sich wirklich Mühe gegeben, das alles zu hinterfragen. Ja, ich kümmere mich wahrscheinlich zu viel, und wenn ihr sagt, dass Männer sowas nicht mögen, passt das dazu, dass ich ihn zu sehr bedränge und Streit deswegen entsteht. An Abstand dachte ich auch schon, also werde ich das versuchen. Ich bin eigentlich keine "Mutti", aber gut möglich, dass ich mich ihm gegenüber so verhalten hab.
Er ist der "starke Machertyp", der keine Schwächen zulässt. Seiner Frau ging es längere Zeit nicht gut und es war auch sonst einiges los in seiner Familie. Er ist jemand, der von allen gebraucht wurde. Ich denke, es war für ihn auch ein gutes Gefühl, dass unsere Freundschaft lange Zeit so einfach und unkompliziert war. Sein Stress hat erstmal nicht viel mit mir zu tun, sondern mit seiner allgemeinen Situation. Das Kind ist schon 4 Jahre alt. Ich würde auch nicht wollen, dass es wieder leidet, und er ganz sicher auch nicht. Aber einige denken, die Situation macht ihn nicht glücklich. Vielleicht ist das wirklich so und es ist dadurch noch schwerer für ihn geworden.
Ich werde mich zurückziehen und ihn mehr in Ruhe lassen. Das ist wohl wirklich das Beste.
 
  • #22
Also entgegen den vielen Meinungen hier kann man eine gute Freundschaft nebst der Ehe haben finde ich. So was kann klappen. Aber ich habe den Eindruck dass Du nicht ganz ehrlich bist Dur selber gegenüber. Bestimmt er Dein ganzes Denken? Hast Du auch einen Partner? Begannen die Streitereien zu diesem Zeitpunkt?
Was ist denn der sachliche Inhalt dieser Dispute?

Und warum hilfst Du ihm nicht einfach indem Du Lachen und Leichtigkeit schenkst wenn er schon so in der Schwere ist?

Ich glaube das Kernproblem ist, dass ihr beide einiges kompensiert mit der Freundschaft. Ihr schenkt Euch folgendes: Du bist einzigartig und wertvoll. Dank Dir weiss ich das. Das gibt mir das Gefühl geliebt , wertgeschätzt und wichtig zu sein. Die Streitereien kratzen an diesem Bild. Das ertragt ihr beide nicht.

Und ich vermute wild und ohne ihn zu kennen, dass er wohl erkennt, dass das mit dem Kind ein Fehler war. So was kann man nicht sagen- auch Dir nicht.

Und sei so lieb und frage ihn das jetzt nicht. Jeder Mensch muss im Leben letztendlich alleine zurecht kommen. Auch Du. Gib ihm dieses Recht auch.
 
  • #23
Ich werde mich zurückziehen und ihn mehr in Ruhe lassen. Das ist wohl wirklich das Beste.
Jo mach das, und lass ihn komplett in Ruhe forever. Ob er Stress mit dem Kind hat oder ob seine Ehefrau seinen Email Account durchforstet hat, wissen wir nicht. Passiert ja nicht so selten wie geübte Foristen wissen.
Was soll das Ganze? Manchmal muss man sich trennen können im Leben. Egal, ob man die Betroffenen 10, 20 oder nur 2 Jahre kennt.
Er will sich nicht von seiner Frau trennen, Du willst nicht, dass er sich trennt und angenervt ist er auch noch von Dir. Na denn, loslassen können, ist manchmal eine Kunst, aber es geht. Danach wird es Dir besser gehen, wenn Du nicht ein sehr ausgeprägtes Helfersyndrom hast.
W, 55
 
  • #24
Mir erscheint eure Freundschaft unreif und kindlich. Alle drei Beteiligte scheinen ein geringes Selbstwertgefühl zu haben. Seine Reaktionen interpretiere ich so, dass er die Einmischungen in seine (Gefühls)Welt nicht wünscht, dich auf Distanz bringen will. Anderseits schätzt er dich, denkt an vergangene Zeiten, in denen er sich verbunden und wohl mit dir gefühlt hat und hadert deshalb mit sich, den Kontakt einzustellen.
 
  • #25
Der ganze Beitrag von @Schnuppe78 ist eine brillante Analyse.

Lustig auch das hier:
Die Frau weiß auch nicht, dass wir diesen Kontakt haben. Ich kenne sie zudem nicht....
Sein Stress hat erstmal nicht viel mit mir zu tun, sondern mit seiner allgemeinen Situation...
Ich werde mich zurückziehen und ihn mehr in Ruhe lassen. Das ist wohl wirklich das Beste.
Mal ganz ehrlich, FS, wieso bist du nicht schon viel früher mal auf die Idee gekommen, dich einfach mal zurückzuziehen? Normalerweise machen das gute Freunde dann so. Aber du drängst dich ihm auf. Ist doch klar, dass er dann um sich beißt?!

Die Frau wird es vielleicht nicht wissen, aber spüren. Wenn ein Mann ein unauthentisches Leben lebt, färbt das daheim auf andere Lebensbereiche ab. Sowas bleibt doch nicht verborgen, dass kann man doch nicht ernsthaft glauben.

Dass du ernsthaft glaubst, der ganze Stress habe nichts mit dir zu tun, zeigt, dass die komplette Analyse von @Schnuppe78 zutrifft. Manche merken es einfach nicht.

Weißt du, was es bedeutet, ein 4jähriges Pflegekind daheim zu haben? Pflegekinder sind in der Regel Kinder mit hochtraumatischen Beziehungserfahrungen. Dazu bedarf es stabiler Pflegeeltern. Mich wundert, dass eine Familie mit Depressionsvergangenheit überhaupt ein Pflegekind zugeteilt bekommt, wir wurden extrem stark kontrolliert und wegen jedem Mist in die Mangel genommen. Naja, andere Kreise, andere Sitten vermutlich. Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass der Mann und seine Frau einfach mal ganz andere Probleme haben, als sich um deine Sorgen zu kümmern. Ein zusätzlich "besorgter" Mensch belastet auch eher nur, als dass er hilft.

Außerdem muss es nicht heißen, dass nur, weil der Mann mal in dich verliebt war, es immer noch sein muss. Bei dem ganzen Chaos, welches bei ihm herrscht? Da nervt die Geschichte mit dir doch nur.

Zieh dich da raus, wenn du ihn nicht als Partner haben willst und er dich nicht. Auch das hat seine Gründe. Manche Freundschaften haben ihre Halbwertszeit halt überschritten, ihr hattet ein paar schöne Jahre, so what? Die sind eben nun zu Ende, da er sich verändert hat und du dich eventuell auch. Ist doch nicht schlimm. Hör auf dir "Sorgen" zu machen, er ist schon groß und kann sein Leben selbst regeln. Wenn nicht, müssen Professionelle ran, und kein Stammtischgespräch mit einem ehemaligen Schwarm. Du bist in dieser Konstellation sozusagen überflüssig geworden.
 
  • #26
Du willst der Frau nicht den Mann nehmen, aber das tust du ja bereits. Weißt du, wie schlimm es für eine Frau ist, wenn der Mann eine so genannte beste Freundin hat? Ich behaupte, so gut wie jeder Mann würde drauf eingehen wenn sie es drauf anlegt. Du musst dich zurückziehen, lass ihn los.
 
  • #27
Könnte es sein, dass du damals als er sich von seiner Frau für dich trennen wollte, in einer Beziehung gewesen bist oder bessere Alternativen als ihn hattest? Die Aussage von dir, dass du einer anderen Frau nicht den Mann wegnehmen wolltest, glaube ich dir irgendwie nicht ganz. Gut, du kannst natürlich so ein herzensguter Mensch sein, aber den meisten Frauen ist es sch***egal, wenn sie wirklich Feuer und Flamme für einen Mann sind und ihn unbedingt haben wollen.

Jetzt bist du 38, mit den anderen Männern hat es nicht geklappt und jetzt bekommst du langsam Torschlusspanik und gehst die Männer durch, die in Frage kommen könnten...
 
  • #28
Die Frau weiß auch nicht, dass wir diesen Kontakt haben. Ich kenne sie zudem nicht.
Na sowas, Ihr seid schon ewig beste Freunde, aber Du kennst seine Frau nicht? Bist dafür aber bestens über ihre vergeblichen Versuche schwanger zu werden und ihre Depressionen informiert? Und das, obwohl sie nicht will dass ihr Mann Kontakt zu Dir hat? Wer solche „Freunde“ hat, braucht echt keine Feinde! Ihr hattet keine Freundschaft, sondern eine heimliche (sexlose?) Affäre, die gerade ihrem Ende zugeht, so sieht’s aus.
 
  • #29
Eine Freundschaft, in der sich Gefühle entwickeln? Tut mir leid, das ist für mich keine Freundschaft. Geht gar nicht. Ist der Ehefrau gegenüber unfair. Du klingst, als würdest du der Meinung sein, die Beziehung zwischen euch sei enger als die Ehe. Nur mit dir redet er über Gefühle.. ?? Das sollte er zuallererst mit der Frau tun. Ich würde nie so über meine männlichen guten Freunde reden, ich denke, die sind mit ihren Frauen am engsten, hoffe ich doch auch sehr. Ich rede auch am alleroffensten mit meinem Partner. Und fände so eine beste Freundin wie dich total seltsam. Und ich bin sehr für Freundschaft zwischen den Geschlechtern. Kann es eher sein, dass er gekränkt ist durch deine Zurückweisung und du nicht damit umgehen kannst, dass er sich zurückzieht und du nicht mehr das Zentrum seiner Anbetung bist..?
Wenn nicht, würde ich auch auf Stress und Umstellung daheim tippen. Und dass die Freundschaft jetzt nicht mehr Prio 1 für ihn ist, weil er daheim andere und größere Baustellen hat (mit Kindern ist das meist so) als die Gefühlsverwirrungen mit dir. Wenn er wirklich depressiv ist und Probleme hat, dann muss er das in erster Linie selbst erkennen und sich helfen lassen wollen. Aber dann wär eine heimlich geliebte beste Freundin vielleicht auch nicht die beste Ansprechpartnerin..
Ich mag sowas gar nicht, weil es dann immer heißt, siehst du, Freundschaft zwischen Männern und Frauen ohne Gefühle gibt es nicht. Gibt es aber, nur das was ihr da habt ist eben keine reine Freundschaft.

W, 36