• #1

Was ist ein toxischer Mensch für Euch?

Zugegeben, der Begriff toxisch klingt für mich selbst nicht schön, gar menschenverachtend, aber in der Psychologie hat man sich scheinbar auf diesen Begriff geeinigt. Deshalb meine Fragen an euch:

Sind euch schon einmal toxische Menschen begegnet?

Ab wann ist jemand toxisch für euch?

Kann es sein, dass andere euch selbst als toxisch beschreiben würden?

Ich lege einmal vor:

Ich denke, dass ich bis zu meinem 27. Lebensjahr eher unbeliebt war. Ich war mit mir nicht zufrieden, wenig Selbstwert. Denke, dass das die Grundursache einer toxischen Austrahlung ist: Selbstunzufriedenheit & Verantwortungslosigkeit. Als toxisch (wenn wir davon ausgehen, das der Begriff bekannt ist) werden mich in meinem Leben aber bestimmt nur die allerwenigsten Menschen bezeichnen. So schlimm war ich nie :cool:
Ab Ende 20 habe ich an mir gearbeitet, wurde selbstzufriedener. Und ab 40, denke ich, hab ich an Austrahlung gewonnen und denke, dass ich in meinem Umfeld durchaus als beliebt, wenn auch etwas komisch ;-), gelte.

Rückblickend würde ich sagen, dass es nur drei Menschen in meinem Leben gab, die ich toxisch bezeichnen würde. Einen Kumpel, der mich irgendwann einmal um Rat bat und mich dann nicht mehr loslies. Er ist elf Jahre jünger, verlor früh seinen Vater durch Suizid und mansich-depressiv diagnostiziert. Ich hatte bald das Gefühl sein großer Bruder zu sein und mir täglich sein Leben anhören zu müssen. Er wurde total besitzergreifend, und verrückt, in seinen manischen Phasen konnte ich ihn einfach nicht stoppen. Irgendwann hat er mich abgeschossen, ich glaube es war die Summe von vielen narzisstischen Kränkungen. Heute würde ich sagen er hat einen stark ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitstil.

Nummer 2 ist eine Frau aus meinem Sportverein, die sich aber fast vollständig zurückgezogen hat. Sie ist der einzige Mensch in meinem Leben bei dem ich mir absolut sicher bin, dass hier eine narzisstische Persönlichekitsstörung vorliegt. Sie bedient das klassische Bild und der Kontakt mir ihr ist immer anstrengend, allerdings kam ich immer gut mit ihr aus, da wir uns nur selten sahen. Da reicht die Energie aus.

Nummer 3 ist leider meine 23, bei der ich aufgrund ihres Alters einfach die Hoffnung nicht aufgeben möchte, dass es bei ihr besser wird. Die Kombination von passiv-aggressiven Verhalten und vulnerablen weiblichen Narzissmus, die ich bei ihr glaube zu erkennen, macht den Kontakt aber leider toxisch. Und hier habe ich – so stark wie nie zuvor in einem engen persönlichen Kontakt - eine derart starke negativistische Weltsicht erlebt, die mich immer traurig zurückgelassen hat.

Alle 3 vereint ein anstrengender Kontakt, musste aufpassen was & wie ich etwas sagen, die Personen sind empfindlich, schnell kränkbar. Eine negative Stimmung war häufig zu spüren. Diese Gefühle im persönlichen Kontakt habe ich so in in dieser Intensität nie mit anderen Menschen gespürt.
 
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  • #2
Mein Ex war toxisch , er beleidigte mich , war handgreiflich , nicht loyal und betrügerisch, was die gemeinsamen Finanzen angeht. Er war auch depressiv und zog mich runter, gab mir oft die Schuld . Das Abgrenzen konnte ich nie vollends erreichen . Ich hätte früher gehen sollen .
Mein Kollege ist toxisch , er lästert über andere und gewiss auch über mich , geht mit mir Mittags essen, dann lehnt er mich wieder ab. Dreht mir die Worte im Munde herum . Vielleicht bin ich ihm nicht perfekt genug . Er versucht andere durch seine Weise runterzudrücken , schreit den Ober im Restaurant an zB.
Eine frühere Freundin lästert auch hinten herum und versetzte mich , um mir dann die Schuld zu geben .
Und es ist toxisch , wenn der Partner etwas anders darstellt , was man selbst gesehen hat und meint , man würde sich irren .
Die Wahrnehmung in Frage zu stellen gehört auch zu toxischen Leuten .
Es ist besser, solche Leute ziehen zu lassen .
 
  • #3
Alle 3 vereint ein anstrengender Kontakt, musste aufpassen was & wie ich etwas sagen, die Personen sind empfindlich, schnell kränkbar. Eine negative Stimmung war häufig zu spüren.
Naja das hat aber auch immer was damit zu tun wie emotional verbunden du den Menschen bist und wie sehr du dich abgrenzen kannst, oder?

Meine toxischen Erlebnisse: mein letzter Exfreund, dem war ich nie gut genug, sprich peinlich und zu dick. Ich wurde konstant fertig gemacht. Meine Freunde und Familie wurden madig gemacht, meine Hobbies und Ziele sabotiert, alles war immer meine Schuld, es war die Hölle. Am Ende der Beziehung was ich so fertig, ähnlich wie du traute ich mich gar nicht mehr irgendwem irgendwas zu sagen und war nur noch “people-pleasing”…eigene Bedürfnisse: Fehlanzeige…
Dann ging ich in Therapie und währenddessen sog mich meine beste Freundin mit ihrer Energie so aus, sie benutzte mich als emotionalen Mülleimer, und als es ihr besser ging, war sie weg…

Erlebnisse aus denen ich vor allem gelernt habe, mich inzwischen stark abzugrenzen und solche Menschen wenn möglich nicht mehr in mein Leben zu lassen.

Wir haben auch einen toxischen Kollegen im Team, der macht fast gar nichts, spielt sich auf, möchte Arbeitsergebnisse nicht teilen und ist in jeder Hinsicht egoistisch, wahrscheinlich Karrieregeil. Wenn er was von einem will, ist er zuckersüss. Gott sei Dank haben wir ihn inzwischen alle durchschaut und lassen ihn inzwischen auflaufen…
Da hilft natuerlich der Austausch und die Abgrenzung…
 
  • #4
Ein toxischer Mensch ist für mich ein Zeit - und Energie Vampir, der mir nicht gut tut! Punkt! Ich werde immer den Kontakt mit solchen Menschen abbrechen! Auch will und kann ich mir nicht vorstellen, eine toxische Beziehung zu leben, wo es ständig ein emotionales auf und ab geht, keine Balance gegeben ist, keine Harmonie möglich sein kann!
Gerade eben noch himmelhoch jauchzend und gleich danach am Boden zerstört, das brauch ich nicht, das möchte ich nicht! Es sind Menschen, die nie emotional erwachsen wurden und es auch nicht werden! Solche Leute sind sehr weit und breit verbreitet! Ich erlebe sie täglich bei meiner Coaching-Arbeit!
Beziehungen, die uns Kraft kosten, Energie rauben, Zeit stehlen, sollte man dringendst verneiden und/oder frühzeitig beenden, sie machen krank!
Nach dem Motto: lebst du unter Lahmen, so lernst du hinken! Das ist mitunter der Hauptgrund, warum ich sehr oft und sehr schnell, für eine Trennung mich hier ausspreche, weil ich erkennen kann, dass die Beziehung toxisch und nicht stimmig ist!
Wir lesen das täglich hier: Menschen die traurig und unzufrieden mit sich selbst und somit in der Beziehung sind!
 
  • #5
Passiv aggressives Verhalten, Empathielosigkeit, mobbing, Manipulation, Pessimismus, Lügner etc. etc. sind für mich toxische Eigenschaften. Zum Glück habe ich mittlerweile Strategien entwickelt, um mich vor solchen Verhalten zu schützen. Mittlerweile akzeptiere ich Menschen wie sie sind. Das hilft mir mich zu schützen und es funktioniert sehr gut. Früher war ich bei Mobbing sehr gekränkt, heute sage ich mir, ok er/sie mag mich nicht. Es ist ok und schon haben sie keine Macht mehr auf mich.
 
  • #6
"Toxic" ist bei meinem Kind und seinen Freunden mittlerweile ein gängiger Ausdruck, wenn sich jemand übellaunig, fies oder streitsüchtig zeigt.

Ich habe bisher mehr Frauen mit toxischem Benehmen kennengelernt als Männer, muss ich sagen. Kolleginnen die lästerten, stichelten, einem verbal eine reindrückten, ohne dass das für jeden anderen ersichtlich war. Informationen vorenthielten, Lorbeeren einheimsten, etc. Zum Glück nicht viele.

Meinen Exmann würde ich als toxisch bezeichnen. Dauernörgelnd, ausgesprochen fiese und schädigende Aussagen aus heiterem Himmel, gern auch über Dinge, die man gar nicht ändern kann. Oft und gern über mein Aussehen, Musikgeschmack, Familie, etc. Ich meine NICHT harmloses Aufziehen. Ausraster, Beleidigungen, Demütigungen. Besonders schlimm als unser Kind 2 war und in der Trotzphase und mir an jeglichem Fehlverhalten die Schuld gegeben wurde. Später auch körperliche Übergriffigkeit. Schuldumkehr, Worte im Mund rumdrehen, austeilen, aber nicht einstecken können. Sarkasmus, Augenrollen und Mund verziehen wenn man seine Meinung sagt. Alles zum Riesenproblem aufbauschen. Behaupten, andere würden dasselbe über einen sagen, was dann nicht stimmt. Auch nach der Trennung jede Möglichkeit nutzen, einem das Leben schwer zu machen.

Natürlich geht das nur, wenn man es mit sich machen lässt. Wenn man denjenigen nicht ganz aus dem Leben verbannen kann, muss man Möglichkeiten finden Grenzen aufzuzeigen.
 
  • #7
Toxisch ist für mich, wer das Grundprinzip der Eigenverantwortung nicht verstanden hat. Heißt, ich bin selbst dafür verantwortlich wie ich mit meinen Gefühlen umgehe, und da ist auch kein anderer Schuld wenn ich ein Gefühl entwickle. Und wenn ich mich mit Menschen umgebe, die mir nicht gut tun, bin ich dafür auch selbst verantwortlich (wenn man mal von äußeren Zwängen absieht).

Und wenn man dann noch 3 Grundprinzipien verinnerlicht im Gefühlssturm:
- Sich selbst nicht verletzen
- andere nicht verletzen
- nicht saufen (oder andere Drogen)

und auch nur mit Menschen enge Beziehungen hat die das auch so sehen, dann kommt man meiner Meinung nach gut durchs Leben.
 
  • #8
Ein toxischer Mensch ist für mich auch jemand der mir mehr Energie raubt als er mir je zurückgeben kann. Für mich gibt es sehr viele toxische Menschen. Jemand der ständig lästert, falsche Wahrheiten verbreitet, sich ständig einmischt, alles wissen will, andere kontrolliert und bevormundet, Leute schlägt, missbraucht, manipuliert. Das ist für mich alles Gift.

Richtig toxisch sind wohl vor allem manipulative Menschen oder solche die Drohungen benutzen. Wenn du eine Beziehung mit einer Frau hast die dich missbraucht oder schlägt oder erpresst, dann würde ich dem auch toxisch sagen. Alles in allem gibt es leider viele toxische Menschen.

Ich selber habe auch schon viele Energierauber kennengelernt. Vor allem so Lästereien oder bevormunden/Polizist spielen. Richtige Manipulation oder Missbrauch oder Schläge habe ich noch nie erlebt. Zum Glück. Bin dankbar dass mir das erspart blieb.

Als toxisch bezeichne ich aber etliche Bekanntschaften und auch 1 Ex Freund. Er wollte mich oft kontrollieren und er hat gerne das letzte Wort. Ich fühlte mich vom 1. Moment an unterdrückt von ihm. Ich denke, er will immer bestimmen und für mich ist das toxisch.

Ich rate jedem Menschen sich selber so zu verhalten wie man es sich von anderen mit einem selber wünscht. Selber wollen alle liebevolle Menschen um sich, also seid auch liebevoll zu den Anderen. Selber habt ihr es nicht gerne wenn jemand lästert oder sich einmischt, also macht es auch nicht bei Anderen. Ihr wollte nicht geschlagen werden oder missbraucht, also macht es auch nicht mit Anderen.

Das ist meine Devise. Danach versuche ich so gut es geht zu leben.
 
  • #9
Mein erster Freund mit 18 war gleich ein Griff ins Klo. Ein Bilderbuch-Narzisst: Absolut nicht kritikfähig, wurde direkt laut/ ist ausgerastet, hat ständig Schuldumkehr betrieben, Wort im Munde umgedreht, mich vorgeführt, sich nicht an Absprachen gehalten, gelogen, hat über mich gelästert, vor meinen Augen mit anderen Frauen geflirtet, immer Streit gesucht, aber erzählt, dass ich eine Drama-Queen wäre u.v.m
 
  • #10
Toxisch sind für mich Menschen, die -- bewusst oder unbewusst -- anderen schaden. Das kann auf vielerlei Arten geschehen. Toxische Menschen verbreiten zum Beispiel permanent schlechte Stimmung und lassen ihre Negativität und Destruktivität hemmungslos an ihrer Umgebung aus, sodass man sich in ihrer Gegenwart nie wohl fühlt. Sie überschreiten Grenzen, manipulieren oder erpressen ihre Mitmenschen emotional. Viele halten sich für etwas Besseres und immer im Recht; nie sind sie an etwas Schuld, sondern immer die anderen. Sie versuchen, Macht auszuüben und andere kleinzuhalten, oft durch Demontage des Selbstwerts. Manchmal üben sie auch psychische Gewalt aus, zum Beispiel in Form von Silent Treatment oder Gaslighting.

In jedem Fall sind es Energieräuber und eine Sorte Mensch, die man meiden sollte, vor allem, wenn man selbst nicht ganz stabil ist.

W, 28
 
  • #11
Ich rate jedem Menschen sich selber so zu verhalten wie man es sich von anderen mit einem selber wünscht.
Das ist eine der wenigen grundlegenden Lebensweisheiten. Anders ausgedrückt:
"Wie Du in den Wald rufst, so schallt es zurück."
"Aktion = Reaktion."
"Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst."

Ich finde es bemerkenswert, mit wie vielen toxischen Menschen ForistInnen hier Kontakt haben. Ich hatte diese Kontakte aber auch, in der Vergangenheit. Inzwischen konnte ich mich von ihnen lösen und bin frei davon.
ErwinM, 52
 
  • #12
Meine Ex war toxisch. Am Anfang war noch alles gut. Sie hat zu mir immer gesagt ich wäre das beste was ihr passieren konnte. Auf einmal war ich das allerletzte. Sie hat mich nur angeschrieen und mich beleidigt. Es wurde immer schlimmer. Das komische war allerdings, dass es zwischendurch auch mal Phasen gab wo sie gesagt hat sie liebt mich ich wäre das beste für sie. Das änderte sich ständig.
 
  • #13
Ich kannte natürlich im Laufe der Jahre eine Reihe von ausbeutenden, hinterhältigen und abwertenden Menschen, ich konnte mich jedoch auch schon in jungen Jahren auf subtile oder offene Weise sehr gut wehren. Und ich bin selbst fies genug um notfalls auch zurück schlagen zu können - nachdem ich sie eine ganze Weile lang in Sicherheit gewiegt hatte. Das gab dann manchmal ziemlich verblüffte Gesichter, sehr schön...

Inzwischen kommt das quasi nicht mehr vor, ich denke, es ist schnell zu spüren, dass man sich nicht mit mir anlegen sollte. Finde ich gut, macht das Zusammenleben deutlich einfacher.
 
  • #14
"Toxisch" verwende ich nicht. Ich grenze noch ab von Menschen, die mir nicht gut tun. Nur weil sie mir nicht gut tun, sind sie nicht toxisch. Das hat mehr mit mir als mit ihnen zu tun.
Ich finde, dass man mit ddm Begriff die Eigenverantwortung abgibt.
Es kann mir niemand schaden, wenn ich Grenzen setze. Setze ich die Grenzen nicht, funktioniert mein Selbstschutz nicht. Das ist aber mein Thema.
 
  • #15
Ich kenne diese Begriffe nur aus dem Forum hier, ich habe noch nie einen Menschen getroffen oder näher kennengelernt, den ich als toxisch oder narzisstisch beschreiben würde.
Ich denke, dass ich bis zu meinem 27. Lebensjahr eher unbeliebt war. Ich war mit mir nicht zufrieden, wenig Selbstwert. Denke, dass das die Grundursache einer toxischen Austrahlung
Aber das ist doch nicht toxisch! Nur weil jemand ein Außenseiter und unsicher und zurückhaltend ist, ist er doch nicht toxisch, sondern eben das: unsicher und unzufrieden. Ist doch nichts Schlimmes?
w26
 
  • #16
Zugegeben, der Begriff toxisch klingt für mich selbst nicht schön, gar menschenverachtend, aber in der Psychologie hat man sich scheinbar auf diesen Begriff geeinigt.
Googeln ergibt:
„Der Begriff der toxischen Persönlichkeit (dark personality) ist eher ein populärwissenschaftlicher Terminus als ein psychologischer Fachbegriff, der durch eine klare Definition bestimmt werden kann.“ [Inhaltlich weiter ausgestaltet in:
lexikon.stangl.eu/28148/toxische-persoenlichkeit]

Eine wissenschaftliche „Einigung“ gibt es wohl eher nicht.
Sind euch schon einmal toxische Menschen begegnet?

Ab wann ist jemand toxisch für euch?
Sicher bin ich solchen Menschen schon begegnet, ich weiche ihnen aber eher aus und nehme daher keinen großen Einfluss auf mein Leben wahr.

Ich erlebe hier im Forum, dass oft Frauen ihre Expartner als toxisch bezeichnen. Narzisstisch wird auch gerne genommen. Immer wieder mal in Serien von Partnern.

Eine interessante Teildefinition finde ich übrigens: „Toxische Personen neigen zu einer falschen Erwartungshaltung. Sie glauben, dass andere dafür verantwortlich sind, sie glücklich zu stimmen. Geht es ihnen schlecht, möchten sie, dass andere diesen Umstand ändern.“ [wmn.de]

Spannender als jammern über böse Expartner finde ich: wie gegen die Betroffenen damit um und welche Strategie haben sie, ihr Muster zu durchbrechen? Wie erkennt man toxische Mitmenschen und wie geht man mit ihnen um?
 
  • #17
Ich kenne diese Begriffe nur aus dem Forum hier, ich habe noch nie einen Menschen getroffen oder näher kennengelernt, den ich als toxisch oder narzisstisch beschreiben würde.
Da hast du es aber gut. Faszinierend. In was für einer Umgebung lebst du denn? Noch nicht mal beruflich? Noch nie ein cholerischer Chef, oder hinterhältige Kollegen die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind? Ich kannte mal einen Chef, der mit Telefonen nach den Mitarbeitern geworfen hat wenn er wütend war. Affekt- und Emotionskontrolle betreibt eben nicht jeder.
 
B

Blume94

Gast
  • #19
Puh, toxisch würde ich ja eher so als giftig beschreiben.
Ich hab (oder hatte, ich versuche den Kontakt auslaufen zu lassen weil er sehr anstrengend ist) eine Freundin und sie war so „anspruchsvoll“ etwas falsches gesagt und sie ist direkt beleidigt und macht eine Szene, sie ist so in ihrem Film, so uneinsichtig und schwierig. Wenn es nicht so läuft wie sie das möchte zb. ich wollte kein Popkorn im Kino, sie wollte aber unbedingt und dann teilen.. sie hat es nicht verstanden das ich kein Popcorn möchte oder mag. Sie war dezent beleidigt deshalb die ganze Zeit… oder sie hatte Urlaub und wollte sich treffen, ich war arbeiten und sie war beleidigt deshalb (später hätte sie keine Zeit, entweder jetzt oder gar nicht) wir haben zu der Zeit in der selben Firma gearbeitet und sie wusste ich habe keinen Urlaub. Sie war dann sauer auf mich, weil ich nicht spontan Urlaub genommen habe um mich mit ihr zu treffen.. schon arg gestört was sie so manchmal für Ansichten hat.

Ich komme am besten mit lockeren Menschen klar, wo man auch mal was vergessen darf oder aber eine Verabredung verschieben kann und die Person nicht direkt beleidigt ist. Mit der einen Mami komme ich deshalb sehr gut klar, wir sind spontan und beide offen, verurteilen nicht direkt nur weil jemand anders ist oder etwas nicht möchte oder mag, ohne das wer anfängt dem anderen Vorschriften zu machen wie er was zu erledigen, zu handeln hat zb. bei Kindererziehungssachen. 👌 Super entspannt mit ihr. Manche gucken dich ja dann komisch an wenn du denen sagen würdest du stillst mit zwei nachts dein Kind noch (als Beispiel).
Man kann ja Tipps geben aber als Tipp formuliert und nicht als Befehl mit eigener Note wie blöd dich die andere Person eigentlich findet.

W 27
 
  • #21
Ich erlebe hier im Forum, dass oft Frauen ihre Expartner als toxisch bezeichnen. Narzisstisch wird auch gerne genommen. Immer wieder mal in Serien von Partnern.
Das stimmt generell für gescheiterten Ex-Beziehungen. Deshalb denke ich, es gibt toxische Verhalten, die jeder Mensch einsetzen kann, um andere zu vertreiben, ausgrenzen, schaden, verletzen. Der gleiche Mensch kann aber mit anderen Menschen anders agieren, freundlich und zuvorkommend sein.
 
  • #22
Naja toxisch ist ein Modewort geworden, was bedeutet das schon.
 
  • #23
Ich denke, nicht jeder der einfach ein Arschloch ist, ist gleich toxisch, vorallem nicht zu jedem sondern zu denen die es mit sich machen lassen. Ich versuche mich relativ schnell zu distanzieren wenn ich merke das jemand zu toxischem Verhalten wie z.B. Besitzanspruch neigt. Menschen die die Neigung haben bei solchen Menschen noch eine Weile zu bleiben müssen vielleicht in erster Linie sich selbst hinterfragen und nicht die toxische Person
 
  • #24
Das stimmt generell für gescheiterten Ex-Beziehungen.
Meinst Du die regelmäßige Erwähnung im Forum oder siehst Du Ex-Beziehungen grundsätzlich als toxisch an?
Deshalb denke ich, es gibt toxische Verhalten, die jeder Mensch einsetzen kann, um andere zu vertreiben, ausgrenzen, schaden, verletzen. Der gleiche Mensch kann aber mit anderen Menschen anders agieren, freundlich und zuvorkommend sein.
Ein Sinneswandel bei Ende einer Beziehung ist wahrscheinlich normal. Dass man Expartnerinnen anders sieht, auch. Dass viele Menschen toxische Verhalten einsetzen, um eine Beziehung zu beenden, würde ich nicht unterschreiben.
Ich denke, die Verletzungen, die oft mit dem Ende von Beziehungen einhergehen, führen einfach zu Differenzen und dann persönlichkeitsbedingt auch mal zu weitergehenden Gefechten. Manche empfinden sicher schon als toxisch, wenn jemand am Ende einer Beziehung den Kontakt einfach konsequent beendet.
 
  • #25
Manche empfinden sicher schon als toxisch, wenn jemand am Ende einer Beziehung den Kontakt einfach konsequent beendet.
Wahrscheinlich ist alles eine Frage der Wahrnehmung und Machtverhältnisse. Viele können mit dem Ex-Partner leider nichts planen, was Kinderzeit und Urlaubzeiten betrifft. Das empfinde ich als ein toxisches Verhalten. Generell können Menschen trotzdem super freundlich sein nur mit dem Ex Partner oder Ex-Partnerin sind sie toxisch.
 
  • #26
Toxisch finde ich Menschen, die als Laien für andere fix die schwersten psychiatrischen Kategorien zur Hand haben, für deren Diagnose sich Fachleute Jahre Zeit nehmen.
Denn die machen eines: sie manipulieren durch ihr vermeintliches "erkennen" der Probleme/Störungen des anderen diese und auch das Umfeld ganz stark.

Sind euch schon einmal toxische Menschen begegnet?
Im Entfernten sicherlich, aber ohne Auswirkungen für mein Leben, denn immer wenn ich mich mit jemandem unwohl fühle, lege ich den Rückwärtsgang ein, d.h. bin weg und zwar dauerhaft.
Wer länger mit toxischen Menschen verbandelt ist, muss bei sich gucken.

Ich hatte in meinem Leben nur normal für mich ungute Menschen (= nicht toxisch), wie wohl jeder mal.
Meine frühe ungute Prägung hat gemacht, dass ich viel zuviel und zu lange ausgehalten habe - eher mein Problem.

.... Eine negative Stimmung war häufig zu spüren.
Und warum hast Du Dich länger damit befasst? Guck auf Dich, nicht auf andere: warum tust du Dir das an?

Mein Ex war toxisch ...... Ich hätte früher gehen sollen .
Mein Kollege ist toxisch.... geht mit mir Mittags essen, dann lehnt er mich wieder ab. Dreht mir die Worte im Munde herum....
Ich erkenne nichts toxisches. Mein Exmann war bis auf körperliche Übergriffe ähnlich - einer der es macht, einer der es sich gefallen lässt: beide mit entsprechender Vorprägung.

Ähnlich der Kollege - klingt doch nach frustriertem NormalA*** statt nach toxisch. Warum gehst Du überhaupt mit ihm essen, wenn er so doof ist? Dein Problem Dich an ihn zu kleben, nicht seins.

Natürlich geht das nur, wenn man es mit sich machen lässt.
Das ist das Thema: es geht nur mit bestimmten Menschen, nicht mit jedem. Und dann stellt sich die Frage: ist jemand tatsächlich toxisch oder nur ein A***** und ist es nur die Konstellation die das überdimensionale Problem macht?

Es ist mal wieder eine Frage der Begriffsdefinition. Toxisch heißt für mich im größeren Umfeld für alle gleich schädlich, d.h. für Menschen, die unterschiedliche Beziehungen zu ihm unterhalten, unterschiedliche psychische Konstitutionen haben etc. Als Maximalbeispiel fällt mir gerade Trump ein. Der schafft es durch in seiner Person liegende Toxität große Teile der Welt sozial zu zerstören.

Ich finde es bemerkenswert, mit wie vielen toxischen Menschen ForistInnen hier Kontakt haben.
Ich sehe eine Begriffsinfaltion/Modewelle, nicht dass es da um wirklich toxische Menschen geht.
Eher geht es um eigene Selbstwertproblematiken, sich nicht abgrenzen zu können, nicht allein sein zu wollen, nicht verantwortlich sein zu wollen etc - einfach unerfreuliche Konstellationen, welche die jammernde Seite nicht beendet obwohl sie das Problem sieht.
 
  • #27
Wahrscheinlich ist alles eine Frage der Wahrnehmung und Machtverhältnisse.
Denke ich auch. Aber wenn man es dann reflektiert, sollte eigentlich nicht "toxisch" herauskommen.
Viele können mit dem Ex-Partner leider nichts planen, was Kinderzeit und Urlaubzeiten betrifft. Das empfinde ich als ein toxisches Verhalten.
Das respektiere ich als Deine Empfindung.

Ich selbst würde als völlig normal ansehen, dass beide eigene Interessen nach einer Trennung voranstellen und dass dies einfach Konflikte erzeugt.
Generell können Menschen trotzdem super freundlich sein nur mit dem Ex Partner oder Ex-Partnerin sind sie toxisch.
Ich denke, wir alle reagieren unterschiedlich bei Menschen, die wir (im Extrem) lieben oder hassen. "Toxisch" wäre für mich ein Persönlichkeitsmerkmal.

Generell und ohne Bezug auf Dich:

Ich finde wenig nützlich, andere Menschen als "toxisch" (oder auch "narzisstisch" zu bezeichnen, wenn sie sich einer Person gegenüber unangenehm verhalten. Auf der anderen Seite ist völlig logisch, dass man Expartnerinnen in Konflikten mit allem möglichen bezeichnet, damit man selbst in dem Konflikt fein dasteht und der andere schlecht. Habe ich auch gemacht. Aber eben nicht dauerhaft.

Zu Recht kommen hier ja immer wieder Klagen über neu kennengelernte Menschen, die über Expartner übelst herziehen. So sehe ich das im Fall von "toxisch", "narzisstisch" & Co auch. Die Aussage sagt mehr über einen selbst aus als man vielleicht aussagen möchte.

Für mich zeigt das, dass eine Frau ihre Exbeziehung nicht geregelt und schon gar nicht verarbeitet hat oder dass sie Partner gewählt hat, deren extrem schlechte Eigenschaften sie nicht erkannt hat. Als Partnerin ist sie damit für mich nicht mehr interessant, aus meiner Sicht ist sie beziehungsunfähig.

@Vikky hat das schön zusammengefasst
Toxisch finde ich Menschen, die als Laien für andere fix die schwersten psychiatrischen Kategorien zur Hand haben, für deren Diagnose sich Fachleute Jahre Zeit nehmen.
Denn die machen eines: sie manipulieren durch ihr vermeintliches "erkennen" der Probleme/Störungen des anderen diese und auch das Umfeld ganz stark.
 
  • #28
Ich finde wenig nützlich, andere Menschen als "toxisch" (oder auch "narzisstisch" zu bezeichnen, wenn sie sich einer Person gegenüber unangenehm verhalten.
Genauso sehe ich das auch. Dennoch gibt es „toxisches“ Verhalten.

Zum Beispiel ein oft diskutiertes Thema im Forum: warum antwortet er/sie nicht auf meine Nachricht? Viele fühlen sich dann ignoriert und das ist kein schönes Gefühl. Man kann sagen, dass Ignorieren ein toxisches Verhalten ist, wenn man neue Begriffe benutzen will.
Keiner möchte selber ignoriert werden, während fast jeder hin und wieder andere ignoriert 😊. Ich denke aber dass es im Vergleich zu früher alles besser geworden ist. Das lässt hoffen, dass wir in Kommunikationsfähigkeit weiter sind.
 
  • #29
Da hast du es aber gut. Faszinierend. In was für einer Umgebung lebst du denn? Noch nicht mal beruflich? Noch nie ein cholerischer Chef, oder hinterhältige Kollegen die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind? Ich kannte mal einen Chef, der mit Telefonen nach den Mitarbeitern geworfen hat wenn er wütend war. Affekt- und Emotionskontrolle betreibt eben nicht jeder.
Nein, tatsächlich nicht, gerade bei meiner Arbeit (Abteilung mit über 40 Mitarbeitern, auch viel Kontakt zu anderen Bereichen) sind alle sehr entspannt, hilfsbereit, lustig-locker drauf, respektvoll und nett, ja, ich würde den Umgang beinahe als freundschaftlich beschreiben und wir fühlen uns alle sehr wohl, neulich erst hat mein Teamleiter unser Team (8 Leute) abends privat zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen, um einen Erfolg zu feiern, mit meinen unmittelbaren Kollegen gehe ich auch oft essen und Kaffee trinken oder telefoniere privat, alle total nett, ich bin gerne dort. Ein Teil meiner Arbeit besteht darin, Wissenschaftler zu bestimmten Themen zu beraten, ich gebe mir viel Mühe, mehr als ich müsste, weil ich ihnen gerne weiterhelfe und weiß, wie schwierig manches ist und wie schön es ist, wenn man einen Menschen trifft, der es gut meint, und natürlich sind die dann auch sehr dankbar, gerade erst meinte einer "Thank you very much for your kind, very clear and deeply informative reply. I can only hope that the ..... will be as accommodating as you have been .... Thank you from the bottom of my heart for the support, all the best to you!" Das freut mich immer sehr. Ich wünsche den Menschen, mit denen ich kommuniziere, auch immer viel Erfolg und Glück und ein schönes Wochenende usw., einfach weil ich es ebenfalls mag, wenn andere so was sagen oder schreiben, ist halt nett.

Und in meinem Studium auch, alles wunderbare, sehr nette Menschen, wir unterstützen uns gegenseitig, auch mit den Mitarbeitern bin ich teilweise befreundet, meine Freunde sind sowieso nett. Und dann treffe ich auch andauernd zufällig nette Menschen, wenn ich irgendwo hingehe, es ergeben sich oft schöne Gespräche. Und warum sollte auch jemand gemein sein? Ich meine, ich selbst bin ja auch nett, aufgeschlossen, verständnisvoll und höflich-interessiert, warum sollte jemand mich schlecht behandeln? Klar, es kann mal sein, dass jemand einen schlechten Tag hat, vielleicht gestresst ist und daher mal kurz angebunden oder pampig, aber das ist ja menschlich und kann passieren, jedem von uns, dann würde ich nicht gleich von einer toxischen Person sprechen. Und selbst wenn man einmal ausrastet und sich ärgert, ist man doch auch nicht direkt toxisch? Nein, ich kenne wirklich niemanden. Aber natürlich mache ich auch nur Sachen, die ich insgesamt schön finde und die mir gefallen, und verbringe nur Zeit mit Menschen, die gut und nett zu mir sind, dann bin ich selbst gut drauf, es ist ein positiver Kreislauf. Ich mag mich gerne wohlfühlen.
w26
 
  • #30
Wenn jemand jede/n Ex als toxisch oder narzisstisch bezeichnet, ist das was anderes als wenn er das vielleicht bei einem macht. Man hat ja irgendwann durchaus einen Vergleich, wenn man auf seine ehemaligen Beziehungen zurückblickt.

Außer bei meinem Exmann würde es ich bei keinem sagen, es waren immer gute Beziehungen, die dann halt aus anderen Gründen nicht geklappt haben. Und auch bei ihm spare ich mir, ihn als Narzissten zu bezeichnen. Vielleicht ist er psychologisch gesehen, tatsächlich einer, vielleicht nicht. Das tut nichts zur Sache. Aber definitiv war er zu mir toxisch. So ein Verhalten kannte ich bis dahin noch nicht, deshalb war es auch schwer für mich einzuordnen. Ich denke auch nicht dass mir das nochmal passieren wird.

Vermutlich bin auch ich mal für jemanden toxisch gewesen, vor allem als ich noch jünger und weniger gefestigt war. Aber bestimmte Verhaltensweisen anderen gegenüber kamen für mich nie in Frage, eben weil ich auch den Grundsatz habe, andere so zu behandeln wie ich auch behandelt werden möchte . Das heißt nur noch lange nicht, dass die das dann ebenso machen.
 
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