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  • #151
Ich oute mich jetzt mal als totale Rules-Versagerin.

Ich schicke meinem Liebsten dauernd sms, mails, ich bin oft sehr gestresst und schicke ihm sofort meine auch negativen Gefühle, ich fahre zu ihm hin, wenn ich ihn sehen will. Ich drohe mit Schluss machen, wenn er macht, was er will. Ich bin immer für ihn da, erreichbar, es gibt so gar nichts Geheimnisvolles an mir.

Er kennt nahezu jeden meiner Gedanken. Ich bin verrückt nach ihm, habe aber mein eigenes Leben sonst ganz gut im Griff. Er liebt mich so wie ich bin, so gar nicht rational und berechnend (die Rules wollen eine beherrschte, disziplinierte Frau), er liebt gerade, dass ich so verrrückt nach ihm, er geniesst das förmlich. Manchmal gehe ich zu weit, dann sagt er nur - es ist dann wirklich zu arg - hör auf damit - und das ist das Codewort für mich. Er sagt, er würde nicht das kleinste bisschen an mir ändern. Es ist kaum zu glauben.

Es passt halt eben mit uns. Seit 3 Jahren. Ein anderer würde es mit mir sicher nicht aushalten. Ihm gefällt das und er kann damit umgehen. Für die Frau Fein wäre ich sicher ein sehr gutes sehr negatives Beispiel.
Ich kann nur sagen, seid so, wie Ihr eben seid. Zwängt Euch nicht in irgendwelche Regeln, das Leben ist zu kurz. Wie soll der Kerl Dich denn wirklich kennenlernen? Ist mit den Rules denn eine echte, tiefe Liebe für Dich als Individuum überhaupt möglich? Wie sollst Du denn glauben, dass er Dich wirlich liebt?
Mich erinnern die Rules an die Erziehung der Geishas. Will ich das? Nein. Sicher nicht.

Und ich bin nicht die Schönste, nicht die Jüngste, hab mehrere Kinder...viele, viele No Gos. Aber er liebt mich. Wir werden bald heiraten.

Den einzigen Tipp, den ich geben kann, sei ehrlich. Zu Dir, zu ihm.
w46
 
  • #152
Ich empfand den beigefügten Beitrag eine gute Beschreibung, was die Regeln bewirken KÖNNEN ....

Das Forum hier ist voll von einsamen, oft unglücklichen Frauen, die über viele schlechte Erfahrungen berichten, und die ununterbrochen die Authentizität, Spontaneität und das Bauchgefühl beschwören.
Offenbar führt das zu nicht allzuviel.
Ich habe es schon so oft geschrieben, dass ich müde werde, es immer zu wiederholen:

Es geht nicht um Spielchen.
Es geht nicht um Taktieren.

Es geht darum, auch mal den Verstand einzuschalten.
Es geht um Selbstachtung und Selbstwertgefühl.
Eine Frau, die mit ihrem Leben im Grunde zufrieden ist, die beschäftigt und ausgefüllt ist und nicht verzweifelt, hat gar nicht die Zeit, Männern hinterherzulaufen und hinterherzutelefonieren und Emails und SMSs in Sekundenschnelle zu beantworten. Sie ist auch nicht ständig verfügbar, sie hat keine Zeit für "spontane" Treffen. Sie langweilt einen Mann nicht, sondern ist interessant und begehrenswert für ihn. Auch deswegen, weil sie ihn nicht sofort mit allen Abgründen und Problemen ihres Lebens überfällt.

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten:
Lange, lange Zeit habe ich eine Enttäuschung nach der anderen erlebt und mich gefragt, was ich eigentlich falsch mache. Am Ende habe ich deswegen sogar eine Therapie angefangen!

Was mir wirklich geholfen hat, waren die Bücher von Fein/Schneider "Die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden" und "Flirtmail" (in dem es besonders um die Partnersuche per Internet geht).

Mein Privatleben hat sich schnell und grundlegend zum Guten gewendet; anfangs konnte ich es selbst kaum fassen.

Jede ist frei, sich selbst ein Urteil zu bilden und es einfach mal auszuprobieren.
Oder weiter zu machen wie bisher und mit Enttäuschungen und Einsamkeit zu leben.
 
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  • #153
Für welche Altersstufe ist dieses Buch erfolgsversprechend geschrieben?

Ich habe den Eindruck, Männer scheuen zuviel Aufwand für eine Frau jenseits der Vierzig.
"Rar machen" wird als kompliziert und anstrengend interpretiert und darauf hin macht sich der Mann rar.

Ich stehe auf dem Standpunkt: Authentisch bleiben.
 
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  • #154
Ich weiß nicht, welche "Grundsituation" bei den Frauen herrschte, die die Rules befürworten, bevor sie die Rules gelesen haben. Was waren das für Frauen, wo genau lagen die Probleme, haben sie NUR Ablehnungen von Männern erfahren? Das ist doch hier die Frage, ob man all das auf andere verallgemeinern kann! Niemand geht darauf ein, dass die Rules nichts dazu sagen, wie man seinen Seelenverwandten findet.

Ich z.B. habe überhaupt kein Problem mit Männern und werfe mich auch nicht jedem an den Hals. Das Problem sehe ich persönlich eher darin, ausreichend Gelegenheit zu haben, jemand passenden zu finden und dann auch glücklich und nicht unzufrieden mit diesem und seinen Fehlern zu sein.

Das Rules-Gehabe klingt alles so unterwürfig, als müsste die Frau sich so verhalten, dass die Mehrzahl der Männer sie für attraktiv hält. Aber was ist, wenn sie genau diese Männer nicht sympathisch findet und genau jemand anderen sucht? Ich finde die Vorstellung, dass ein Mann sich über eine anhängliche Frau freut, z.B. sehr niedlich und warmherzig. Nicht, dass man krampfhaft alles miteinander unternehmen müsste, eher, dass er damit klarkommt, gebraucht zu werden, auch mal auf fordernde Weise, und Verantwortung zu übernehmen. Findet man so jemanden mit den Rules?

Der Ansatz sich mit bestimmten Regeln anzufreunden könnte höchstens darin liegen, seine tiefste innere Einstellung zu ihnen zu ändern, denn nur dann kann man einen Mann, der die unabhängige, geheimnisvolle Zwinkerfrau begehrt, überhaupt ernst nehmen. Ich kann es bis jetzt nicht. Wer wirkliche Tiefe besitzt, hat schon Schwierigkeiten genug, von anderen verstanden zu werden und braucht sich nicht noch besonders geheimnisvoll zu geben.
 
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  • #155
...Auch deswegen, weil sie ihn nicht sofort mit allen Abgründen und Problemen ihres Lebens überfällt.

Da haben wir es. Und wenn man genau das möchte? Und auch die Abgründe des Mannes erfahren will? Und hier wird es eben kompliziert. Wenn die Probleme sich ähneln, kann man sich sehr gut verstehen, wenn nicht, dann kann man mit dem anderen evtl. nichts anfangen. Aber das Gefühl, dass man die Schwächen mit jemandem teilt, finde ich erstrebenswert. Mir kommt es auf Intelligenz, Sensibilität an, nicht auf vorgespielte Intelligenz und Sensibilität oder darauf, dass jemand möglichst problemlos durchs Leben geht.
 
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  • #156
Wer wirkliche Tiefe besitzt, hat schon Schwierigkeiten genug, von anderen verstanden zu werden und braucht sich nicht noch besonders geheimnisvoll zu geben.

:)) Das ist so ein toller Satz und wie sagte schonmal jemand: "ich wünschte, i c h hätte es geschrieben."

Ich persönlich hege eine derart große Abneigung gegen diese "Rules", dass ich einen Gegenversuch schon allein deshalb starten würde (hätte ich die nötige Freizeit), um zu beweisen, dass sie nicht funktionieren, nicht funktionieren können. Dass es von allem Möglichen abhängt, ob Topf und Deckel sich finden, aber gewiss nicht davon, ob eine Frau auf die sechste oder auf die vierhundertfünfundachtzigste Email antwortet. Ich gehe sehr stark davon aus, dass mir ein Mann nicht gefallen würde, der auf meine miesen Tricks hereingefallen ist. Das Peinliche hieran ist auch: diese miesen Tricks sind ja nicht mal von mir, sondern aus dem Lehrbuch. Wäre ich ein Mann, würde ich keine Frau wollen, die miese Tricks nach Lehrbuch anwendet, sondern wenigstens ihre eigenen. ;-)
Spaß beiseite: Authentizität (schweres Wort) ist meines Erachtens das A und O.
Wer geliebt wird, obwohl er nach eigenen Regeln spielt, obwohl er ist, wie er ist, obwohl er manchmal nicht auszuhalten ist - der kann sich glücklich schätzen, denn was will man mehr.
Insgeheim hofft doch jeder, Mann wie Frau, genau wegen seiner Eigenheiten geschätzt zu werden, oder?
Und nur, weil sich viele Leute - zugegeben: sehr vile Leute - schwer damit tun, sich auf einen anderen Menschen richtig einzulassen, sollte man nicht gleich annehmen, dass ein paar billige, miese Tricks (tschuldigung) ausreichen würden, um den Partner fürs Leben zu finden.


Zitat:"...Auch deswegen, weil sie ihn nicht sofort mit allen Abgründen und Problemen ihres Lebens überfällt.
Da haben wir es. Und wenn man genau das möchte?"


Tja. Dann entspricht man nicht der Norm und macht irgendwas falsch im Leben.



"Und auch die Abgründe des Mannes erfahren will?"



s.o.


" Und hier wird es eben kompliziert. Wenn die Probleme sich ähneln, kann man sich sehr gut verstehen, wenn nicht, dann kann man mit dem anderen evtl. nichts anfangen. Aber das Gefühl, dass man die Schwächen mit jemandem teilt, finde ich erstrebenswert."


Ich auch.

"Mir kommt es auf Intelligenz, Sensibilität an, nicht auf vorgespielte Intelligenz und Sensibilität oder darauf, dass jemand möglichst problemlos durchs Leben geht."


Soetwas will ich nicht nur nicht, es kotzt mich sogar richtig an! ;-)
 
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  • #157
Aus meiner Teenie-Zeit kenne ich das so: man sah sich ein paarmal in der Disco oder im Park bzw. auf dem Schulhof, und wenn man sich ganz besonders sympathisch war, tauschte man spezielle Blicke aus, es folgte oftmals nach nur geringem Wortwechsel und ohne dass man den anderen näher kannte der erste Kuss, und von da an definierte man sich fast wie selbstverständlich als Paar. Oftmals "arbeitete" man dann sozusagen zielstrebig auf eine lebenslange Partnerschaft hin. Sofern Sex kein Neuland mehr war, so war dies dann ziemlich schnell auch ein Thema, ohne längeres Nachdenken und strategische Vorbereitungszeit. Warum muss man dann mit 40 oder 50, meist Ehe und selbstverständlich Sex erfahren, dann als Frau dermaßen taktieren, um nicht als leichte Beute missverstanden zu werden? Gerade online kann man sich doch bereits vor dem ersten Treffen schon ganz gut kennen lernen?

Oh! Oh! nichts dagegen, dass Du Dich offenbar mit vielen Dingen, auch Quellen, auseinndergesetzt hast, finde ich prima. Nur. Sie sind nicht das LEBEN.
Ob "Rules" oder "The Secret" o.ä. - für mich waren es Impulse, manchmal nicht (weil ich das USA- "Geseiere"langweilig/wiederholend fand, aber wer drauf stehen will...)
Auch andere Bücher empfand ich nur als "Wegweiser".
(Pardon, habe ich jetz falsch geklickt?)
Nee: Man muss sehen, dass solche Bücher aus den USA kommen und eben von dort geschrieben sind, z.T., mit viel (USA-)Schmalz und aus DER "community" heraus.
Relativ für uns hier.
Wer ein witziges Buch, auch zum Verschenken will : "Betty Bernstein goes Berlin"- das bezieht sich zwar auf eine authentiche Geschichte einér Anfangs-30erin, trotzdem witzig für alle Altersklasssen, meine ich, weil sie darin alle mühen beschreibt, abzunehmen, in Berlin mit Leuten i Kontakt zu kommen, während sie doch sich selber bleiben wil..
 
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  • #158
Ich finde, dass genau das Gegenteil der Fall ist und der Erfolg umso größer, je offener man als Frau ist. Ich glaube aber, dass das auch an der deutschen Mentalität und dem deutschen Geschlechterverhältnis liegt. Das Buch ist für die USA geschrieben und da sind Männer schon ein bisschen anders drauf. Ich finde überhaupt nicht, dass Männer sich zurückziehen, nur weil man forsch ist (natürlich, solange man nicht übertreibt). Kleine Zickereien helfen nur, wenn der Mann am Anfang nicht richtig in die Gänge kommt. Und auch da nur bei jemanden, der grundsätzlich eigentlich interessiert ist.

Meine Erfahrung: Ein Mann, der eh kein richtiges Interesse hat, dem ist sowas egal. Und jemand, der eigentlich gerne will, wird durch Rückzug nur verschreckt und wird sich anderweitig umsehen. Andererseits will ich aber auch nicht abstreiten, dass es vielleicht unterschiedliche Männertypen gibt und ich nun grade die nicht mag, die auf die Rules anspringen.

w33
 
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  • #159
Ich bin auch keine Anhängerin der Rules, habe aber zwei andere Bücher gefunden, die ebenfalls von einer Amerikanerin geschrieben wurden und sehr viel Wahres beinhalten: „Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben… und die netten Frauen leer ausgehen“ und „Warum die nettesten Männer bei den schrecklichsten Frauen bleiben… und die netten Frauen verlassen“. Die Autorin Sherry Argov beschreibt sehr detailliert und mit einer Prise Humor die Unterschiede zwischen dem netten Mädchen und dem Biest. Wobei das Biest aber nicht bösartig ist, sondern einfach nur seine Selbstachtung für keinen Mann der Welt aufgibt. In einigen der Beispiele habe ich Geschichten aus meinem eigenen Leben wiedererkannt. Es ist schon auffällig, dass die meisten Männer eine Frau nur dann richtig zu schätzen wissen, wenn sie ihnen etwas gibt, nachdem sie sich das erarbeitet haben.
 
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  • #160
„Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben… und die netten Frauen leer ausgehen“ und „Warum die nettesten Männer bei den schrecklichsten Frauen bleiben… und die netten Frauen verlassen“.

Wobei das Biest aber nicht bösartig ist, sondern einfach nur seine Selbstachtung für keinen Mann der Welt aufgibt.

Dieses Buch hat mich übrigens auch dazu gebracht, mich im Berufsleben stärker durchzusetzen und eine Gehaltserhöhung durchzusetzen. Komischer Weise ging dann alles ganz schnell und unkompliziert. Seitdem ist mein Chef auch viel netter zu mir....

Diese Selbstachtung, die in diesem Buch beschrieben wird, kommt letztendlich auch dem Mann, Chef, Freund usw. zugute, weil die ganze Beziehung dadurch viel leichter und auch mit Respekt getragen wird.

w 49
 
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  • #161
Ich habe das vor kurzem getestet-bei einem Mann, der mich auf einer Partnerbörse kontaktierte. Gab mich eher zurückhaltend,anwortete nie spontan auf eine mail/sms, usw..Tatsächlich schrieb er mir bis zu unserem Treffen eine Woche später jeden Tag eine sms, hatte es sehr eilig mich zu treffen, blieb beim Treffen dann Gentleman. Und meldete sich als erstes nach dem date. Tenor: Er bedankt sich für den angenehmen Abend, und ob wir uns nicht weiter ganz locker, zwanglos und unverbindlich treffen sollten,nicht am Wochenende, aber nur Reden sei eintönig.
Nun ja-der fiel wenigstens mit der Tür ins Haus, da war ich vorgewarnt:)
Ich denke, ein wirklich interessierter Mann läßt sich nicht so leicht irritieren, egal wie eine Frau sich benimmt. Und das Gros der Männer, die erst mal probieren, ob sie nicht ohne Aufwand schnellen Sex abgreifen können, bleibt auch dabei.
Wieso übrigens sind jene Menschen, die relativ problemlos Partner finden, so selten Verfechter von Machtspielchen? Ganz einfach: sie strahlen mit aller Selbstverständlichkeit aus, dass eine Annäherung immer etwas mit dem Interesse an Partnerschaft zu tun hat und ziehen damit auch die entsprechenden Pendants an. Und dann klappt es oder nicht-aber unverkrampft, ohne Taktieren. Finde ich beneidenswert!
(w)
 
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  • #162
Es ist schon auffällig, dass die meisten Männer eine Frau nur dann richtig zu schätzen wissen, wenn sie ihnen etwas gibt, nachdem sie sich das erarbeitet haben.

Schlimm genug. Aber mit "erarbeiten" ist hier hoffentlich nicht wieder der ach so lang erarbeitete Sex gemeint... Das wäre sehr plump.

An einigen Gedanken ist etwas dran, kenne ich aus eigenen Erfahrungen. In so einem Buch steht es nur relativ platt. Was ist mit Frauen, die etwas devot veranlagt sind? Eine ernstgemeinte Frage, das hat nämlich nichts mit Selbstachtung zu tun. Im Gegenteil, es hat mit Achtung der eigenen Gefühle zu tun. Bei Diskussion solcher Regeln geht stets unter, ob der Mann der Frau gefällt. Es ist nicht so schwer, die selbstbewusste Frau zu sein, die ihre eigenen Regeln vorgibt, aber wenn man richtig verliebt ist, will man auch anhänglich und lieb sein und vielleicht sogar mal austesten, ob der Mann richtig für einen da sein kann. Man muss vor allem wissen, was man will und mit wem.
 
  • #163
@160
Ich denke, ein wirklich interessierter Mann läßt sich nicht so leicht irritieren, egal wie eine Frau sich benimmt. Und das Gros der Männer, die erst mal probieren, ob sie nicht ohne Aufwand schnellen Sex abgreifen können, bleibt auch dabei.
(w)
Das ist richtig, ein wirklich interessierter Mann lässt sich nicht so schnell abschrecken ... aber auch relativ, weil er nicht zu viel in eine Frau investieren wird, die ihm kein Interesse zeigt und sich um alles ewig Bitten lässt(damit ist jetzt kein Sex gemeint).
Wieso übrigens sind jene Menschen, die relativ problemlos Partner finden, so selten Verfechter von Machtspielchen? Ganz einfach: sie strahlen mit aller Selbstverständlichkeit aus, dass eine Annäherung immer etwas mit dem Interesse an Partnerschaft zu tun hat und ziehen damit auch die entsprechenden Pendants an. Und dann klappt es oder nicht-aber unverkrampft, ohne Taktieren. Finde ich beneidenswert!
(w)
Genau! Ohne rules und dafür mit Empathie, dem Willen sich auf einen Menschen einlassen zu können, ohne im Hirn eine No-Go - Liste abzuarbeiten, ein wenig Ungewissheit, Spontanität, Visionen und zu gegebener Zeit Leidenschaft und es gäbe viel weniger Fragen, zu denen eigentlich jeder die Antworten hat.
 
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  • #164
Genau! Ohne rules und dafür mit Empathie, dem Willen sich auf einen Menschen einlassen zu können, ohne im Hirn eine No-Go - Liste abzuarbeiten, ein wenig Ungewissheit, Spontanität, Visionen und zu gegebener Zeit Leidenschaft und es gäbe viel weniger Fragen, zu denen eigentlich jeder die Antworten hat.

Wenn du mit NOGO Egozentrik, Ungepflegtheit, Unpünktlichkeit, respektloses Verhalten, negatives Reden über die/den Ex usw. meinst, dann kann ich deine Einstellung in keinster Weise gutheissen. Deine Einstellung ist für mich naiv und fahrlässig.

Die Liebe ist etwas sehr wertvolles und da sollte man schon genau hinschauen und hinhören, wem man evtl. sein Herz verschenken will.

w 49
 
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  • #165
Schlimm genug. Aber mit "erarbeiten" ist hier hoffentlich nicht wieder der ach so lang erarbeitete Sex gemeint... Das wäre sehr plump.

Nein, ich habe bei dieser Aussage bei weitem nicht an Sex gedacht. Meiner Erfahrung nach weiß das kaum ein Mann zu schätzen, wenn die Frau vor Beginn einer möglichen Beziehung längere Telefonate und Chatgespräche mit ihm führt, öfters mailt und simst und ihm bei den Treffen viel Aufmerksamkeit schenkt. Die Meisten haben nicht einmal versucht, mich ins Bett zu kriegen... weil ich ihnen vorher schon viel zu verfügbar erschien. Ich kenne nur zwei Männer, die mich auch dann wertschätzen, wenn ich „zu nett“ bin. Beide sind gute Freunde von mir. Einer ist glücklich verheiratet, der andere Single. An ihm war ich vor ein paar Jahren mal interessiert, aber für ihn war ich immer nur eine gute Freundin.
 
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  • #166
Meiner Erfahrung nach weiß das kaum ein Mann zu schätzen, wenn die Frau vor Beginn einer möglichen Beziehung längere Telefonate und Chatgespräche mit ihm führt, öfters mailt und simst und ihm bei den Treffen viel Aufmerksamkeit schenkt. Die Meisten haben nicht einmal versucht, mich ins Bett zu kriegen... weil ich ihnen vorher schon viel zu verfügbar erschien. Ich kenne nur zwei Männer, die mich auch dann wertschätzen, wenn ich „zu nett“ bin. Beide sind gute Freunde von mir. Einer ist glücklich verheiratet, der andere Single. An ihm war ich vor ein paar Jahren mal interessiert, aber für ihn war ich immer nur eine gute Freundin.

Das ist wahrscheinlich von Mensch zu Mensch verschieden, das ist das Fatale an diesen Ratgebern. Von mir wollen viele Sex und sind zu einer Freundschaft nicht recht bereit, erst nach langem hin und her. Und sich gut zu unterhalten, viel zu erzählen, wird auch schnell als sexuelles Interesse ausgelegt. Es spielt natürlich eine Rolle, was man erzählt, wie viel und zu welchem Zeitpunkt. Und welchen Mann man kennenlernt. Man kann es nicht verallgemeinern...
 
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  • #167
Aus meiner Erfahrung, nimmt man diese Bücher vordergründig zur Hand wenn man Schadensbegrenzung betreiben möchte, oder wenn man das Gefühl hat, man mache grundsätzlich etwas falsch. Man braucht dann irgendeine Orientierung.

Meine erste Erfahrung mit den Büchern von Sherry Agrov war, nachdem ich eins gelesen hatte, habe ich spontan meinen damaligen Freund verlassen. Es war etwas unbeholfen und extrem schmerzhaft, doch im Angesicht dessen dass er mir beim Trennungsgespräch sagte: "Als Freundin warst du super, doch ich würde dich nie heiraten" hat mich das Aufwachen, zu dem mir das Buch verholfen hat, zu der richtigen Entscheidung gebracht und mir einiges erspart.

Vor ein paar Jahren ging ich mit einem Mann, der mir gefiel, in der ersten Nacht ins Bett. Ich dachte, das wars dann wohl, holte die Ratgeber trotzdem raus, oder gerade deshalb. In den nächsten Monaten in denen ich regelmäßig drin gelesen hatte, habe ich ihn zumindest für eine Affäre gehabt - ob das so erstrebenswert ist, darüber kann man sich streiten, aber ich hatte auch meinen Spaß dabei.

Im letzten Jahr lernte ich einen Mann kennen, ich gab mich nicht zu anhänglich und konnte schon feststellen, dass er anhänglich wurde. Jedoch machte ich zwei Fehler die diese Autorin auch anspricht: ich bin ein wenig zu früh mit ihm ins Bett gegangen, damit habe ich es auf eine Affäre gelenkt. Und dann reagierte ich bei einer Sache überemotional nachdem ich mich provoziert fühlte, obwohl die Autorin schreibt, man sollte genau das nicht machen. Von jetzt auf gleich war der Mann weg.

Mein Fazit, man (frau) sollte diese Bücher schon richtig verstehen, wenn sie sie liest, doch im Großen und Ganzen bieten sie eine Orientierung und erzählen nebenbei ein paar Wahrheiten.
 
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  • #168
Ich, w44, hab so viele Ratgeber gelesen und muss leider feststellen, dass ich mich extrem verstellen und nur kopfgesteuert eine Bekanntschaft/Beziehung eingehen müsste, würde ich alle Regeln einwenden wollen....
Ich "scheitere" an mir selbst: an meinem Charakter, Emotionen, Gefühlen, an meinem Wesen...
Manchmal, wenn mir eine regel einfällt und ich gefühlsnüchtern mich an sie erinnere, wende ich sie ein und meistens funktioniert es, aber ein fades Gefühl hab ich dabei immer, ich würde den Mann manipulieren. Ich kann das Gefühl nicht einfach so zur Seite schieben. Und jegliche Art der Manipulation eines Menschen widerstrebt mir gewaltig. es ist berechnend und kalt, hat mit Empathie und Liebe nichts mehr zu tun.
Die letzten Jahre hab ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich authentisch , empathisch und selbstbewusst (nicht arrogant) auftrete und lebe, ich das bekomme, was ich mir wünsche: Wertschätzung, Interesse, Empathie, .....Liebe....
Mein Partner ist immer noch von meiner unverfälschten, liebevollen, neugierigen (im positiven Sinne) Art zu leben und lieben begeistert und DAFÜR liebt er mich . Ich manipuliere ihn nicht und wenn ich was erreichen möchte, dann kommuniziere ich es, wenn ich merke, ich werde ihm zu viel (brauche mehr Nähe als er), gehe vorsichtig ein wenig auf Distanz , lasse ihn atmen und er kommt fast sofort wieder auf mich zu, weil ER es möchte und meine Nähe, auch emotional vermisst. Zu Anfang unserer Beziehung bekam er jeden Morgen eine Guten-Morgen-SMS. Er sagte, er hat sich schon beim Augenaufmachen darauf gefreut...Und ich schenkte sie ihm , ohne eine Erwiderung zu erwarten. Heute sind diese SMS nicht alltäglich, etwas Besonderes , da wir abwechselnd morgens telefonieren und uns einen schönen Tag wünschen. Ich verschenke Nähe, ohne zu erdrücken, er hat so viel Nähe lieb gewonnen und möchte es nicht mehr missen.
Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Liebe, Empathie und ein ehrlicher Austausch bedürfen keiner Regeln. Ich bleibe ich und aus Liebe zu ihm, spüre ich was er sich wünscht und kann auch meine Erwartungen, Befindlichkeiten und Spielchen um Aufmerksamkeit verzichten.
 
M

Mooseba

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  • #169
  • #170
@163
Wenn du mit NOGO Egozentrik, Ungepflegtheit, Unpünktlichkeit, respektloses Verhalten, negatives Reden über die/den Ex usw. meinst, dann kann ich deine Einstellung in keinster Weise gutheissen. Deine Einstellung ist für mich naiv und fahrlässig.
w 49

Nein, dass meinte ich damit nicht und das sind No-Gos, genauso, wie unehrlichkeit. Ich meinte das abarbeiten einer Liste ... es ging doch um "the rules", in welcher Reihenfolge was zu passieren hat. Wo ist denn da noch raum für spontanität, das individuum ... jeder ist nun mal anders und dafür sollte es keine Reihenfolge geben.
 
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  • #171
@163

Nein, dass meinte ich damit nicht und das sind No-Gos, genauso, wie unehrlichkeit. Ich meinte das abarbeiten einer Liste ... es ging doch um "the rules", in welcher Reihenfolge was zu passieren hat. Wo ist denn da noch raum für spontanität, das individuum ... jeder ist nun mal anders und dafür sollte es keine Reihenfolge geben.

Gut, da gebe ich dir recht, aber so habe ich die Rules nicht verstanden und so "praktiziere" ich sie auch nicht.

Obwohl..., bei mir hat der Mann immer den ersten Schritt zu machen. Diese Männer wollen mich dann wirklich kennenlernen und bisher habe ich wenige Männer kennengelernt, die das anders haben wollten. Die, die anders waren, hatten dann auch kein wirkliches Interesse an mir. Die wollten nur Sex, oder Flirt oder Bestätigung ihres Egos.

Ein Mann, der wirklich Interesse hat, wird darauf achten, dass sich schnell ein gutes Ping-Pong-Verhalten ergibt.

w
 
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  • #172
Eine wahnsinnig neue Erkenntnis. Applaus. Und diese Erkenntnis über ein sehr wichtiges Merkmal von Männern hast du erst mit diesen Büchern erlangt?

Ich bin mir dieser Erkenntnis jetzt noch nicht einmal so sicher... Männer wissen auch zu schätzen, womit sie sich wohlfühlen und woran sie gewohnt sind. So einfach sind sie nun auch wieder nicht gestrickt, dass sie auf eine kleine Regel runterzubrechen wären.
 
  • #173
@170
Obwohl..., bei mir hat der Mann immer den ersten Schritt zu machen.
Und schon wieder eine Regel. Ich spreche mal für mich: Wenn ich z.B. von einer Frau angeschrieben werde und es ergibt sich die Pingpong - Kommunikation, dann schaue ich auch über den Tellerrand und möchte natürlich wissen, was für ein Mensch hinter der guten Kommunikation steckt. Und in der Endkonsequenz fange ich auch an, über Kleinigkeiten hinwegzusehen, die mir bei der reinen Betrachtung des Profils erst mal nicht so gefallen hätten.

Ein Mann, der wirklich Interesse hat, wird darauf achten, dass sich schnell ein gutes Ping-Pong-Verhalten ergibt.
w
Auch, wenn ich wirklich Interesse habe, ergibt sich leider manchmal der Ping-Pong-Effekt nicht und da würde ich abhängig von der Entfernung trotzdem versuchen, den Menschen kennenzulernen, sofern aus den Mails einigermaßen abzuleiten war, dass da eine Passung vorhanden sein könnte.
 
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