• #31
Tja, Dirndl ist Tracht - wer nicht damit aufgewachsen ist, sollte sich vielleicht ein wenig einlesen. Denn da gibt es durchaus Regeln und Unterschiede und Traditionen .....
Ich könnte natürlich falsch liegen .... aber mein Eindruck aufgrund deiner Posts ist der:
Auf der einen Seite betonst du, Spanierin zu sein. Auf der anderen versuchst du, dich den Deutschen anzupassen. Und auf der dritten Seite hast bist du sehr empfindlich ...... und machst dir so das Leben selbst ein Stück weit kompliziert.
Dein Chefarzt hat völlig recht - lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Ich selbst bin Patient an einer Uniklinik .... und ich weiss: Alle dort Beschäftigten gehören zum Besten, was zu finden ist. Egal ob griechischer Oberarzt (habe ich) oder schwäbischer Professor..... Und auch alle Mitarbeiter dieser sehr grossen Uniklinik wissen, dass sie bei einer Topadresse arbeiten. Und treten entsprechend selbstbewusst auf. Überleg mal, ob das nicht ein Weg für dich wäre. Passt doch zur stolzen Spanierin.
 
  • #32
Ich denke mal, jeder soll tragen, was er möchte und worin er/sie sich wohlfühlt.
Ich mag sehr gerne wertige und gutgeschnittene Kleidung, es ist eben wirklich ein Unterschied, ob Du 20 oder über 50 bist, das habe ich festgestellt.
Früher war H&M ok, heute nicht mehr.
Traditionen kann man pflegen, vielleicht dabei auch ein gewisses Rollenverständnis ausleben.
Im Geschäftsleben mag ich es sehr gerne, wenn Frauen einen guten Style, z. B. Strenesse, tragen.
Privat kann und sollte jeder Mensch so, wie er es möchte.
@Süsse65 , der Emanzipation hast Du es zu verdanken, dass Du wählen kannst, eine Wohnung anmieten kannst, ein Konto eröffnen darfst, Dir eine für Dich geeignete Arbeitsstelle findest ... ach ne, ich vergaß, das war nicht so ganz Dein Plan, oder?
 
  • #33
Wie soll man sich da deutsch oder französich oder spanisch kleiden?
Das frage ich mich schon eine Ewigkeit, weil im Forum öfter mal steht, dass die deutsche Frau sich nicht weiblich kleide, keinen Chic habe usw..

Da mich das Thema schon länger neugierig gemacht hatte und ich durch einen Zufall auf Youtube ein Video entdeckte, in dem es um den "französischen Stil" geht, habe ich mal drei, vier Videos dazu angesehen. Ich kann keinen "weiblicheren Stil" als bei deutschen Frauen erkennen. Überall wurde dieses gestreifte Shirt, pardon, Breton Shirt, gepriesen, das unisex ist und aussieht wie "Skipper" oder diese französischen Pantomimenkleidung. Sowas habe ich Anfang der Neunziger angezogen und irgendwann gefunden, dass das Teil keineswegs weiblich aussieht. Ansonsten - Jeans - sieht man auch hier, wenn auch mit mehr Modegedöns. Finde ich nicht schrecklich deutsch. Mäntel, T-Shirts, Stiefelchen - sieht man auch hier. Mich hat gewundert, dass T-Shirts angepriesen wurden.

Vielleicht gibt es ein Geheimnis der französischen Frau, weiblich und erotisch in ihrer landestypischen Kleidung zu sein. Aber rein vom Gesehenen in diesen Modestilvideos kann ich es nicht finden.

Das, was so rauszuziehen war als Botschaft war, dass französische Frauen anscheinend eine Menge Aufwand betreiben, um so auszusehen, als würden sie keinen Aufwand betreiben, um SO auszusehen. So war das auch bei einem Schminkvideo, bei dem ich mich fragte, warum sie all die tausend Cremes aufträgt, um danach so auszusehen, als hätte sie nichts aufgetragen.
Kein Aufgemotze für die Weiblichkeit, aber das "innere Gefühl", viel getan zu haben dafür, weil fürs wirkliche Nichtstun das Selbstvertrauen nicht reicht?
 
  • #34
Das frage ich mich schon eine Ewigkeit, weil im Forum öfter mal steht, dass die deutsche Frau sich nicht weiblich kleide, keinen Chic habe usw..

Da mich das Thema schon länger neugierig gemacht hatte und ich durch einen Zufall auf Youtube ein Video entdeckte, in dem es um den "französischen Stil" geht, habe ich mal drei, vier Videos dazu angesehen. Ich kann keinen "weiblicheren Stil" als bei deutschen Frauen erkennen. Überall wurde dieses gestreifte Shirt, pardon, Breton Shirt, gepriesen, das unisex ist und aussieht wie "Skipper" oder diese französischen Pantomimenkleidung. Sowas habe ich Anfang der Neunziger angezogen und irgendwann gefunden, dass das Teil keineswegs weiblich aussieht. Ansonsten - Jeans - sieht man auch hier, wenn auch mit mehr Modegedöns. Finde ich nicht schrecklich deutsch. Mäntel, T-Shirts, Stiefelchen - sieht man auch hier. Mich hat gewundert, dass T-Shirts angepriesen wurden.

Vielleicht gibt es ein Geheimnis der französischen Frau, weiblich und erotisch in ihrer landestypischen Kleidung zu sein. Aber rein vom Gesehenen in diesen Modestilvideos kann ich es nicht finden.

Das, was so rauszuziehen war als Botschaft war, dass französische Frauen anscheinend eine Menge Aufwand betreiben, um so auszusehen, als würden sie keinen Aufwand betreiben, um SO auszusehen. So war das auch bei einem Schminkvideo, bei dem ich mich fragte, warum sie all die tausend Cremes aufträgt, um danach so auszusehen, als hätte sie nichts aufgetragen.
Kein Aufgemotze für die Weiblichkeit, aber das "innere Gefühl", viel getan zu haben dafür, weil fürs wirkliche Nichtstun das Selbstvertrauen nicht reicht?
Nun so wie behauptet wird, dass Französinnen am stilvollsten angezogen sind, wird auch behauptet, dass die franz. Küche die weltbeste ist oder, dass Deutsche absolut humorlos sind und vieles mehr.

Mal positive, mal negative Klischees. Weder franz. Frauenstil oder Küche ist generell überragend noch sind Deutsche grundsätzlich humorlos.

Aber wenn man etwas intensiv genug behauptet wird es in gewisserweise wahr ohne wahr zu sein. Dies als Methode nennt sich seit neuerer Zeit, glaube ich, Framing.

Jene die an solche Wahrheiten glauben wollen, soll man es einfach glauben lassen und damit zufrieden sein, dass man eine andere Wahrheit wahrnimmt die vielleicht objektiver ist.