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Gast

  • #1

Was haltet ihr von Veganerinnen und Veganern?

Wenn ihr eine_n Veganer_in kennen lernt, schreckt das euch eher ab oder wäre das für euch kein Problem?

Ich W 25 lebe seit einiger Zeit vegan und habe manchmal das Gefühl, es könnte einen Mann abschrecken. Zum Beispiel wenn man Essen gehen möchte oder im familiären Kreis ist, wird man schnell zum "Sonderling" oder zur "Extrawurst"(auch wenn ich diese Formulierung etwas makaber finde).

Was meint ihr, wäre es für ok eine Frau dieser Lebensweise weiter kennenzulernen?

LG
 
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  • #2
Die Frage ist: WARUM lebst du vegan?

Tust du es aus tiefster innerer Überzeugung, dann kannst du doch gar nicht anders!
Die Frage, wie das auf irgendwelche potentiellen Partner wirken könnte, erübrigt sich dann doch komplett.

Oder bist du so unsicher in deinen Überzeugungen, dass du dich danach ausrichtest, ob andere sie akzeptieren? - Dann allerdings wirst du immer ein Fähnchen im Wind sein und nie wirklich respektiert werden.

Ich (w) lebe so - seit vielen Jahren und aus tiefster innerer Überzeugung. Es hat mich nie gestört, was andere darüber denken, denn bei einer Überzeugung hat man keine Wahl - man lebt sie! Meiner Familie hab ich gesagt, dass ich nie versuche, sie zu missionieren - aber von ihnen Akzeptanz erwarte.
Es gibt zunehmend Restaurants, die sich auf diese Bedürfnisse einstellen - also auch hier: kein Problem.

Die Welt ist voll so voll leckerer gesunder Dinge, dass man Essen genießen kann, auch wenn man ein paar davon ausklammert.

Mit einem Partner, der meine Lebensweise nicht akzeptiert, würde ich gar nicht zusammen leben wollen. Der Mann, den ich dann kennenlernte, war beeindruckt davon, dass ich meine Überzeugungen nicht vom Einverständnis anderer Menschen abhängig machte. Wir wurden ein Paar und haben ein Jahr später geheiratet.

Dir dürfte bekannt sein, dass die meisten Menschen mit dieser Art zu leben nur schwer oder gar nicht umgehend können oder wollen. Was machst du nun???
 
  • #3
Jedem das Seine - mir das Meine.

Vegan finde ich persönlich übertrieben. Aber eine Partner/in ist ein Mitmensch - kein Eigentum.
Ich kann und darf nicht bestimmen, was mein Mitmensch isst, und was nicht.

Ich würde mich tlw. ihr anpassen, um gemeinsame Mahlzeiten zu ermöglichen.
Aber was ich esse, bestimme ich alleine.

Ich erwarte aber den gleichen Respekt von meiner Partnerin. Das sie mich essen lässt, was ich essen will. Und muß aber damit rechnen, daß sie nicht dabei ist, während ich etrwas esse, was ihr nicht gefällt. (z.B. wegen Bratenduft)

Wer mich "missionieren" will - der ist schnell "draußen." Egal, ob es um Ernährung, Religion etc. geht.

Ein Streitpunkt wäre aber, wenn ich mit einer Veganerin gemeinsame Kinder hätte. (oder besser nicht ?)
Ich würde mich dagegen wehren, den Kindern so Vieles zu verbieten.
Oder die Kinder gar zu Veganern missionieren.
(Ich erlebte, wie Veganer-Eltern ihren Kindern Milch-Speiseeis abgelehnt haben.
Mit der dümmsten Begründung, die ich je hörte)
 
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  • #4
Ich finde, du musst damit anders umgehen! Dich nicht selbst zum Sonderling machen! Und dich nicht anders hinstellen, als wärst du eine Extrawurst. Und jedes Lokal bietet Alternativen. Notfalls Salat ohne Dressig mit Essig und Öl seperat bestellen. Außerdem solltest du als junge Frau dann mal die Zügel selber in die Hand nehmen und vegane Lokale heraussuchen und dem Mann sowas vorschlagen.
Hier im Forum wirst du nur Ekelkommentare ernten! Es geht hier schlichtweg keinen an, was andere darüber denken. Vermittele auch nicht, ob andere das ok finden könnten. Steh zu dem, was du machst oder lass es!

Ich habe 3 Jahre aus Fitnessgründen vegan gelebt, bin heute aber wieder leidenschaftlicher Fleischesser. Trotzdem esse ich nicht alles. Ich esse zum Beispiel kein Schwein, keine Wurst oder ähnliches Fettes. Ich esse aber auch keine fetten Suppen oder erhitztes Fett. Sogesehen koche ich immer selber. Jeder hat da seinen Spleen. Ich finde, niemand ist doch gezwungen, etwas zu essen, das er nicht mag. Andere mögen dafür keine Pilze oder Spinat und stellen sich an wie sonst was, wenn sie sowas mal essen müssen!
Die Frage ist, kannst du damit leben, wenn dein Mann Fleischesser ist und Bier trinkt, wo der Etikettenkleber aus Tierstoffen ist? Leute begegnen dir nur soweit tolerant, wie du Toleranz für die Lebensweise anderer mitbringst. Niemals nicht solltest du missionieren, ihnen hineinreden oder versuchen mit besseren Argumenten zu punkten. Kommt nie gut an. Wenn du so etwas wie Veganismus betreibst, dann tu es stillschweigend und mach keine große Sache draus und dann leg dir ein dickes Fell zu.
 
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  • #5
Ich selbst lebe zu 90 % vegetarisch, esse oft auch vegan. Der Grund für mich ist, dass ich Fleisch eigentlich noch nie so gerne mochte. Ich esse aber Fleisch, wenn ich z.B. eingeladen bin und die Gastgeber haben Fleisch gekocht. Die meisten Menschen wissen nichtmal, dass ich fast nur fleischlos esse, denn das ist meine Privatsache.
Ich hatte noch nie ein Problem mit Männern, da ich sie weder belehren noch bekehren möchte.
In meinem Bekanntenkreis sind aber Vegetarier oder Veganer, sie sehr extrem sind, sie halten sich für etwas Besseres und verurteilen Menschen, die Fleisch essen. Das geht dann soweit, dass sie nichts essen, wenn am Tisch jemand Fleisch ist oder sie gehen in kein Lokal, in dem Fleisch angeboten wird.
Mit solchen Menschen kann niemand auskommen, sie sind sehr militant und intolerant.

Also die Frage ist eben, wie du damit umgehst und ob du es akzeptieren kannst, dass dein Freund sich am Abend ein saftiges Steak bruzzelt, während du ein Tofuschnitzel auf dem Teller hast.
Ein Problem ist es auch, dass man kaum zusammen essen gehen kann, denn die Lokale, die vegane und fleischliche Gerichte gleichwertig anbieten, sind sehr selten. Wohin also, wenn man mal ausgehen möchte?
 
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  • #6
Naja, also wirklich vegan ist nicht so einfach, vegetarisch dagegen wäre kein Problem.
Wenn ich (w) einen Veganer kennenlernen würde, würde mich das nicht abschrecken, aber es würde das (Zusammen-)Leben etwas schwieriger machen. Auf Vegetarier kann ich mich leicht einstellen und auch entsprechend lecker kochen und selber essen, aber vegan essen möchte ich selber nicht dauerhaft, und wenn man essen geht oder verreist, wird's kompliziert.
Zusammengefasst: abschrecken würde es mich nicht, aber es wäre ein Minuspunkt oder zumindest bedenkenswert.
Und ich glaube, liebe Fragestellerin, Männer sind da erheblich verständnisloser als Frauen.
Ich selbst esse zum Beispiel kein Schweinefleisch, wenn sich mein Mann aber mal ein ordentliches Schweineschnitzel wünscht, dann mache ich ihm eins ohne mich zu ekeln. Wenn ich Vegetarierin oder
gar Veganerin wäre - ich weiss nicht, ob er dafür wirklich Verständnis hätte. Und die Kocherei wäre kompliziert. Übrigens koche ich ausgesprochen gut, auch und gerade ohne Schwein, und er ist mehr als zufrieden. Wenn es gar kein Fleisch gäbe, nicht mal ein kleines Stückchen und ab und zu, wäre er nicht so begeistert, und wenn es keine Milchprodukte (ich liebe Käse, er Butter, Milch, Eier!) gäbe ... das würde nicht funktionieren.
 
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  • #7
Ich habe festgestellt, dass es gerade im Restaurant kein Problem ist. Jeder bestellt ja, was er möchte und heutzutage gibt es doch eine relativ große Auswahl für Vegetarier oder Veganer bzw. das Verständnis hierfür ist schon deutlich gewachsen im Vergleich zu von vor 10 Jahren. Das trifft sicher hauptsächlich auf Großstädte zu. Wenn es nicht nötig ist, muss man das auch gar nicht thematisieren, man bestellt einfach. Auch im Bekanntenkreis sehe ich immer mehr Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren.
Allerdings habe ich schon erlebt, dass es in Beziehungen zum Problem werden könnte. Ich habe es nie verstanden, da täglicher Fleischkonsum auch ungesund ist und man genügend Tage hat, an denen man gemeinsam vegetarisch/vegan essen könnte. Ansonsten wurde Fleisch extra dazu gemacht oder jeder hat etwas für sich selbst gekocht, man hat dabei ein Glas Wein getrunken und sich unterhalten. Das macht auch so Spaß, auch wenn auf beiden Tellern anschließend etwas anderes landet.

Schwierig wird es, wenn Vegetarier/Veganer ständig darüber sprechen und andere von ihrer Lebensweise überzeugen wollen bzw. mir wurde häufig unterstellt, dass ich bestimmt glaube, meine Lebensweise sei die bessere. Ich habe nie versucht andere zu "bekehren" und fand dann die Unterstellungen ungerecht. So hat halt jeder seine Erfahrungen.

Einer meiner Ex-Freunde hatte das ständig erwähnt, dass ich kein Fleisch esse. Hatte ich nie verstanden, das war nervig, da ich dann sofort gefragt wurde warum, wieso etc. auch wenn es nicht nötig war (im Restaurant). Bei den Eltern musste ich mir immer anhören, dass extra für mich gekocht wird. Während die anderen den Sonntagsbraten mit allem drum und dran bekamen, gab es für mich eine Gemüsebrühe, obwohl ich Beilagen und Knödel (gab es ohne Speck) hätte essen können, aber soweit dachte dann auch niemand (nicht genügend Portionen). *lach
 
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  • #8
Nun es darf jeder essen was er will. Nur nehme ich dieses Recht auch für mich in Anspruch. Wenn also ein Veganer, mich zu missionieren oder gar mir vorzuschreiben, was ich in seiner Gegenwart essen darf (ist mir schon passiert, ich darf kein Schnitzel essen, weil sie das anekelt) dann ist es bei mir allerdings mit der Toleranz vorbei. Ich finde bspw. den Geruch von Fisch und Meeresfrüchten abstoßend, trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen, jemandem zu verbieten neben mir Fisch zu essen.
 
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  • #9
Wäre für mich ein enormer Minuspunkt... da müssten die übrigen Eigenschaften schon besonders herausragend sein, um das auszugleichen.

Während ich Vegetarismus noch nachvollziehen kann, fehlt mir bei Veganern das Verständnis. Ich denke auch, da deutlich weniger Männer als Frauen vegan leben, könnte es schwierig werden, einen passenden Partner zu finden, der diese Eigenschaft teilt.
 
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  • #10
Ich (w, 23) selbst bin Vegetariern stark in Richtung vegan. Für mich kann ich nur sagen, dass ein Nicht-Vegetarier Ausschlusskriterium ist. Wenn man nicht nur aus ethischen sondern aus gesundheitlichen Faktoren (was nicht heißen muss, dass man krank ist sondern einfach vorbeugend) auf so eine Ernährung umstellt, dann wirst du früher oder später an den Punkt kommen, dass du nicht möchtest, dass dein Partner z.B. Schweinefleisch isst und sich damit selbst ins Grab befördert. Für mich wäre so jemand nichts, dem seine Gesundheit nichts wert ist. Zumal Menschen, die auf ihre Ernährung wert legen, meist auch eine insgesamt andere Lebenseinstellung/-führung haben.
Als Tipp, es gibt auch diverse Internetbörsen für Vegetarier und Veganer und selbst da wirst du sehen, dass es tausende Unterrichtungen gibt. Ich habe dort meine Liebe gefunden. Vielleicht auch etwas für dich. Denn es ist doch garnicht so einfach, jemanden im Freundeskreis o.ä. kennen zu lernen, der deine Einstellungen teilt. Mach keine Kompromisse!
 
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  • #11
Solange ich weiter essen darf, was ich will ohne das er sich angewidert abwendet oder mich missionieren will. Wenn mein Partner allerdings einen veganen Herd, Kühlschrank und Geschirr, Töpfe, Pfannen und Besteck möchte - dann würde ich das Weite Suche .....

Viele sind leider in ihrer Meinung extrem militant. Das mag ich nicht.

w, 50
 
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  • #12
Ich hätte zumindest erheblich Bedenken. Was mir bei Veganerinnen (ich habe jedenfalls den Eindruck, daß es sich weit überwiegend um Frauen handelt, die dieser Ernährungsweise anhängen), die sich im Netz zu Wort melden, auffällt, ist eine signifikante Tendenz zu Intoleranz und latenter Aggressivität. Und dafür fehlt mir einfach das Verständnis. Mit Intoleranz und Aggressivität habe ich in meinen Partnerschaften oft genug zu tun gehabt. Das ist bei mir inzwischen ein absolutes No Go. Dagegen bin ich allergisch.

Die Veganerin in meinem näheren Umfeld ist auch so ein Beispiel: absolut verkrampft, zickig, maulig, anstrengend und unkommunikativ. Die ganze Verwandtschaft rollt schon mit den Augen. Wie ihr Mann das mit ihr aushält, ist mir ein Rätsel.

Ich würde eine Veganerin nicht per se ablehnen. Ich esse auch nicht sehr viel Fleisch - Wurst fast gar nicht. Aber ich würde es keinesfalls tolerieren, wenn sie mir ihre Lebensweise unterschwellig aufdrängt oder mich versucht zu manipulieren bzw. ein schlechtes Gewissen einzureden. Dafür hätte ich mit Sicherheit feine Antennen und Null Verständnis. Solch Gebaren würde garantiert heftigen Ärger verursachen.
 
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  • #13
Davon halte ich gar nix.
Meine Erfahrung mit VeganerInnen ist durchweg negativ.
Alle hatten die irgendein Problem und meinten, sie könnten die Welt retten.
Und dann alles so widersprüchlich Im Leben, vegan essen, aber ein 20 Jahre altes Auto fahren, welches 15 Liter Super auf 100Km schluckt.
Herzlichen Glückwunsch!
 
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  • #14
Deine Informationen reichen so leider noch nicht aus. Man müsste wissen ob es z. B. für dich OK ist wenn der andere Steak bestellt, Wurst im Kühlschrank lagert, wenn ihr z. B. zusammen wohnt, etc.
Es ist sicher gut möglich oft vegan zu kochen und sich getrennt mal ein Stück Fleisch zu braten. Kannst du das einfach für dich behalten, oder musst du missionieren? w47
 
  • #15
Nun, ich habe keine Vorurteile gegenüber veganer Ernährung, manches ist wirklich nicht schlecht. Ich habe mich aber bewusst dagegen entschieden, da ich glaube, dass die vegane Lebensweise nicht bis zum Ende durchdacht ist.
Ich glaube z.B. , man kann wesentlich mehr Tierleid vermeiden, wenn man sich nicht vegan sondern regional ernährt. Da darfs dann auch mal ein Stück Fleisch sein (wenngleich äußerst selten), Hauptsache es wurde unter würdigen Bedingungen gehalten und auch nicht endlos in der Gegend herumgekarrt. Das würde ich tausendmal lieber zu mir nehmen als die Sojamilch aus dem ehemaligen Tropenwald. Und dann auch mal lieber das heimische Gemüse als irgendein neumodisches exotisches Gewächs.

Um zur eigentlichen Frage zurückzukommen: Eine Frau kann sich so ernähren, wie sie will, aber ich will nicht ständig (!) darauf Rücksicht zu nehmen haben, und mir am Ende noch einen vorwurfsvollen Blick gefallen lassen müssen, wenn ich eigentlich lieber genüsslich in meinen regional produzierten Burger beißen möchte. Das bedeutet aber auch, dass ich mal mit ihr Essen gehen kann, ohne zu überlegen, ob das denn jetzt ein veganes Restaurant (die sind meistens urban, hip und ziemlich dümmlich) ist. Die Dorfwirtschaft möchte ich auch nicht nur von außen betrachten müssen.
 
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  • #16
Mich würde es nicht stören, wenn der Partner Veganer ist.
Ich esse selber oft vegan und koche so gut,dass es auch richtig lecker ist. Wenn jemand keine Lederschuhe oder Wollpullover trägt und kein Ledersofa im Haus haben will, ist das auch für mich ok.
Aber ich bin in meiner Ernährungsweise nicht festgelegt. Wenn ich ein-bis zweimal im Monat Fisch oder Fleisch esse, was bin ich dann? Ich esse es so selten, weil ich dieses Massensterben und die Massenhaltung der Tiere nicht unterstützen will. Produkte aus Wildfang und Jagd sind teuer, daher reicht mir das. Aber das ist eine rein persönliche Entscheidung.
Ganz fleischfrei kann mein Leben nicht sein, da ich auch einen Hund habe.
Mich nervt es, wenn mich jemand missionieren will. Auf diese intoleranten Leute hab ich keine Lust.
W 40+
 
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  • #17
Ich denke, wenn du ein paar Jahre älter bist, wirst du das auch wieder lassen, einfach weil ein Mann nur eine Frau heiratet und mit ihr zusammenzieht, die ihn auch vollwertig bekochen kann. Männer machen keinerlei Kompromisse und möchten keinerlei Überzeugungskunst ala Haferflockenpampe als Fleischersatz.
Es zeigt sich in allen längeren Partnerschaften, dass die Paare sich essenstechnisch einander anpassen. Meistens die Frau dem Männergeschmack. Welche Wahl hätte sie auch sonst? Sonst muss sie doppelt kochen jeden Tag.

Und ja, ich habe auch schon vegan, vegetarisch und sogar gänzlich von Rohkost gelebt. Geht alles, aber mein Geschmack hat sich schnell wieder geändert, als ich meinen heutigen Partner kennenlernte. Der Aufwand für zwei verschiedene Geschmäcker zu kochen und das mehrfach am Tag, ist irgendwann nicht mehr zumutbar.

Ich esse z.b. sehr gerne Fisch, sogar lieber als Fleisch und ein Mann muss bei mir eigentlich die Essensprobe bestehen, Fisch und Muscheln aller Sorten verkosten zu können. Sonst lebt es sich schlecht beieinander.

w
 
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  • #18
Erstmal - ich find es super, dass Du das durchziehst. Ich bin nur Vegetarierin und schaff es noch nicht, mich ganz umzustellen. Meine Alternative ist der Kauf von Bio-Produkten, wenn es um tierische Produkte geht.

Ich war neun Jahre mit einem absoluten Fleischesser zusammen. Es gab nie Probleme bei uns, weil es kein Thema ist, zwei Gerichte zuzubereiten oder ein Stück Fleisch und ein Stück Veggischnitzel zu braten zu Pommes und Gemüse.
Es waren eher meine und seine Familie, die es zum Thema machen mussten. Das war aber auch handhabbar. Ich hab kein Problem damit, irgendwo eingeladen zu werden, wo es nur Fleisch gibt. Ich rechne damit und esse vorher was zu Hause.

Wenn jemanden was daran abschreckt, sind es entweder Erfahrungen mit den Missionaren, die extrem nervtötend sind, oder Vorurteile. Die sind mir im Übrigen reichlich begegnet und Fleisch-Missionare ebenso. IMMER war es Thema, wenn es ums Essen ging und rauskam, dass ich Vegetarierin bin. Krankheiten wurden prophezeit, rumgeheuchelt und mir die Sinnlosigkeit meines Ansinnens klargemacht von Menschen, die wegschalten, wenn Berichte darüber im Fernsehen kommen und die sich nie Gedanken gemacht haben, was sie essen.

Also solange Du selber da nicht so ein Thema draus machst - ich würde das gar nicht erwähnen beim Daten, es ist ja keine ansteckende Krankheit - seh ich da gar nicht, was den zukünftigen Partner das angeht, was Du isst. Ich wette, dass die ganzen Allergiker auch nicht sagen "hör mal, ich kann dies, dies, dies, dies und das alles nicht essen". Bei manchen bleibt echt kaum was übrig, weil die armen Menschen gegen fast alles allergisch sind.

Sage das einfach nicht beim Date, es gehört da gar nicht hin.
 
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  • #19
Solange man nicht versucht, mich zu missionieren, ist mir egal, wer sich wovon ernährt.
Allerdings glaube ich, dass es für die Beziehung belastend sein kann, wenn der andere Partner - wie ich - sehr viel Wert auf das Essen legt und auch gerne kocht und Fleisch isst. Da kann es zu Spannungen kommen, wenn das ein wesentliches Interesse ist, das man dann nicht teilt. Aber das betrifft genauso Fälle, wo einer sehr viel Sport macht und der andere so gar nicht, oder Motorrad fährt, oder, oder.... Es gibt also fundamentale Interessen, die einem so wichtig sind, dass es die Beziehung belastet wenn der Partner sie nicht teilt. Wenn das einem aber nicht so wichtig ist, dann klappt das.
 
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  • #20
Ich arbeite als Servicekraft in einem Feinkostladen. Ich bekomme "jedes Mal" zu viel, wenn ich Veganer bediene, am liebsten würde ich weglaufen. Ich habe rein gar nichts dagegen, finde es sogar sehr gut, auch ich war 12 Jahre Vegetarierin.
Das Problem, welches ich damit habe, dass diese Menschen extremst anstrengend sind, diese Fragerei und diese enttäuschten Gesichter, weil ich kein veganes Gericht anbieten kann außer Marmelade mit Brot;-)
Danach denke ich mir jedesmal, hoffentlich lerne ich keinen Veganer kennen!

Also liebe Veganer, informiert euch vorab, wo ihr Vegan essen gehen könnt. Das Ganze kann auch angenehmer und unkomplizierter ablaufen.
Als ich Vegetarierin war, habe ich in die Speisekarte geschaut und z.B. nen Salat mit Fisch bestellt und habe dem Kellner keine Löcher in den Bauch gefragt.

W42
 
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  • #21
Wenn ihr eine_n Veganer_in kennen lernt, schreckt das euch eher ab oder wäre das für euch kein Problem?
LG
Also eine Vegetarierin/Veganerin wäre jetzt kein no go für mich.

Von der Einstellung her anderes Leben zu achten ist mir eine Vegetarierin 1000% lieber als eine Jägerin, Henkerin oder irgendwie in Waffen verliebte Frau.

Auch sollen Körperflüssigkeiten bei Obst (Annanas !!! )lastiger Ernährung besser schmecken als bei Leuten die rauchen, Kaffee trinken oder Alkhol trinken.

Was mich bei Vegetariern/Veganer etwas abschreckt ist, das ich sie des öfteren eher als unausgeglichen, launich und zickisch erlebe. Auch habe ich keine Lust regelmäßige Bekehrungsversuche zu erleben.

Wenn die negativen Punkte nicht zutreffen habe ich kein Problem mit ihnen. Im Gegenteil.

Gruß
m45+
 
  • #22
Prinzipiell ist das vollkommen ok.

Nur leider waren fast alle bisher kennengelernten Veganer histrionische Selbstdarsteller, den es nicht wirklich um die Tiere ging. Sondern um Abgrenzung und Aufmerksamkeit und um Lebensinhalt aus
ihrer Verdauung zu ziehen.

Da wurde teures Obst (per Flugzeug durch die halbe Welt gekarrt) per Internet bestellt, aber den
anderen Moralpredigten über ihren CO2-Stempel durch Fleischkonsum halten.

Veganismus ist ein dickes NoGo. Selten, dass ich einen nicht dogmatischen Veganer kennengelernt habe, den ich pychisch als gesund eingetuft hätte.

Für einen netten Diskussionsabend gerne, für eine Bindung nein danke.
 
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  • #23
Der Mensch ist ein Allesfresser und da gehört auch das Fleisch und sonstiges zur Nahrungskette. Das ist von Urzeit an so gewesen. Und wenn jetzt ein paar Auserkorene meinen, sich gezielt absetzen zu müssen und ihren Müll, natürlich Ihre Ansichten propagieren, ja von mir aus. Auf das T-Bone Steak.
 
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  • #24
Also bei einen veganen Mann würde ich die Flucht ergreifen...
Viel zu anstrengend. Vegtarierer geht vielleicht gerade ao nich aber vegan? Eine blanke Katastrophe. Ich kenne das Theater von meiner Stiefschwester, es nervt die ganze Familie. W
 
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  • #25
Eigentlich ist es mir egal, ob eine Frau Veganerin ist. Mühe habe ich erst dann, wenn sie mir vorschreiben will, dass ich aus so zu leben habe. Mühe habe ich grundsätzlich dann, wenn eine Essenshaltung religiöse Züge annimmt und glaubt etwas Besseres zu sein.
 
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  • #26
Ich (w) esse 1-2x pro Woche Fleisch und habe nichts gegen Vegetarier/Veganer - solange sie mich damit in Ruhe lassen und mir ihren Lebensstil nicht aufzwingen. Bisher habe ich nur einen Veganer kennengelernt, und der ist total extrem drauf. Bei ihm in der Wohnung dürfen Gäste nur vegane Lebensmittel essen, das gilt auch für selbst mitgebrachte Sachen. Er besucht grundsätzlich keine Restaurants, in denen tierische Produkte serviert werden. Wenn er sich mal draußen auf eine Parkbank setzt, etwas Rohkost knabbert und sich dann ein anderer Fußgänger mit einem Wurstbrot neben ihn setzt, dann steht er auf und geht weg. Sein Freundeskreis besteht übrigens ausschließlich aus Veganern.

Der Mann ist inzwischen verheiratet - natürlich mit einer Veganerin - und hat zwei kleine Kinder, die selbstverständlich auch so erzogen werden. Nur weiß ich nicht, ob das für Babys/Kleinkinder auch wirklich so gesund sit.
 
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  • #27
Ich muss immer wieder schmunzeln. Seit ich nicht mehr in der Pubertät bin, habe ich aufgehört Leuten von brutalen Haltungs- und Schlachtmethoden zu erzählen. Über diese Phase der Provokation und Rebellion ist jedes Kind irgendwann hinweg. Mein Essverhalten geht nur mich etwas an. Wenn die Kollegen zum Geburtstag Mett und Brötchen mitbringen, dann esse ich halt ein trockenes Brötchen mit Marmelade und dazu einen Kaffee mit Mandelmilch. Ich beschwere mich nicht mit einem Wort. Ich gehe sogar zur Weihnachtsfeier ins Steakhaus. Was passiert? Es spricht mich mindestens ein Fleischesser an: Isst Du kein Fleisch, das ist doch ungesund. Frauen brauchen das Eisen. Das könnte ich ja nicht. Du kannst ja gar nichts essen... Und dann wollen mir Fleischesser etwas von Intoleranz erzählen?
Ich bin nur Vegetarierin aber wo es verzichtbar ist, kommt vegan auf den Teller und an den Körper. Das sieht mir niemand an. Gesundheitlich alles top, bessere Blutwerte kann man sich kaum wünschen.
Vegane und vegetarische Ernährung ist heute kein Stück mehr anstrengend und aufwändig. Und in einer Partnerschaft muss man Kompromisse eingehen. Kein Mann bricht sich einen Zapfen aus der Krone, wenn er nach der Arbeit noch schnell ein Schnitzel in die Pfanne wirft, wenn die Frau den Rest schon fertig gemacht hat. Mein Ex-Freund hat sich halt ab und an mal ein Döner geholt, wenn er selbst keine Lust zum Braten hatte. Meinen Kindern würde ich nichts verbieten, wenn ich denn welche hätte. Aber ich würde Wert auf Qualität legen und entsprechend mein Fleisch beim Schlachter um die Ecke und nicht bei Aldi kaufen.
 
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  • #28
Da man auch nicht beim ersten Date unbedingt gleich erzählt, was man am liebsten isst, dass man Spinat nicht mag und von Milchprodukten Blähungen kriegt, finde ich auch nicht, dass man erzählen muss, dass man Veganer ist. Das ist Dein Ding und ich würde es genauso behandeln wie "ich trage niemals grüne Klamotten".

Wichtig ist, ob Du mit Deiner Ernährungsweise Deinen zukünftigen Partner beeinflusst. Es gibt Veganer, die mögen überhaupt nichts vom toten Tier in ihrer Bude und ertrügen auch nicht, wenn der Partner Wurstbrote neben ihnen isst. Dann würde ich das schon sagen bzw. den Mann fragen, ob er sich vegan ernährt, weil es für DICH sonst nicht in Frage kommt, mit ihm zusammen zu sein. Aber das bestimmst DU dann, wer Dir passt, und Du kommst nicht mit Deiner Ernährungsweise an, als sei sie was Abartiges. Man muss sich bei niemandem entschuldigen dafür, dass man sich anders ernährt.

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  • #29
Eine meiner Freundinnen ist Veganerin - das Getöse was sie darum macht, ist unerträglich. Niemand lädt sie mehr zum Essen ein wenn wir zusammen kochen oder informiert sie wenn wir essen gehen und wir sind wirklich nervenstarke Frauen und keine tumben Nüsse, denen alles egal ist.
Du gehst ins Restaurant und sie studiert stundenlang die Speisekarte, um dann sich für einen Salat zu entscheiden, über dessen Dressingzutaten sie dem armen Service eine halbe Stunde lang ein Gespräch aufzwingt. Sie ist einfach freundlos, aber unangenehm belehrend. Alles, was sie macht ist freudlos: Yoga, Meditation ... alles ist irgendeinem Zweck unterstellt, mit dem dann alle missioniert werden. Schon wenn ich das schreibe, könnte ich mich hysterisch schreiend auf den Boden werfen, so nervt das.

Ich bin selber 90% Vegetarierin, d.h. essen Fisch, wenn er aus Wildfang stannt, am liebsten Forellen aus Heidebächen, die Freunde selber geangelt haben oder wenn sie mal an der Küste zum anglen waren und mit Beute zurückkommen. Ich esse nur Biokäse, Bioeier, selbst mein Hund bekam früher Biofleisch. Ich achte auf Regionalität und Saisonalität bei den Dingen die ich kaufe.
Weil ich diverse Allergien habe, muss ich recht genau aufpassen, was ich esse, nur bekommt das keiner mit, weil ich kein Drama draus mache. Ich finde auch in einem Restaurant mit sehr kleiner Tageskarte was, solange sie frisch kochen und Convinience Food meiden.

Ja, ich habe Ledersofa und Lederstühle im Esszimmer - wegen Stauballergie. Ich schwöre, die Kühe waren schon tot und aufgegessen, als ich die Dinge gekauft habe - das Leder war über. Ich habe auch eine uralte Lederjacke, ist ökologischer und politisch korrekter, als Plastikjacken, die in Fernost von Kindern genäht werden und unvermüllbar sind. Ich trage auch Lederschuhe und all das macht mir kein schlechtes Gewissen.

Ein veganer Mann kommt mir nicht ins Haus! Ich will keinen spaßbefreiten Missionar sondern einen echten Mann. Er darf Fleischesser sein, aber bitte Wert auf Qualität und ökologische Verträglichkeit legen. Ich brate ihm gern ein großes gutes Steak und mir kein Tofoschnitzel oder ein ähnlich politisch korrektes Schnitzelderivat, weil ich das einfach nicht mag. Vielleicht gibt er mir ja ein Häppchen ab, wenn ich mal Appetit haben sollte oder mein Doc mir mal grad wieder Bescheid gesagt hat - er hält nichts von veganer Ernährung, noch nicht mal von vegetarischer.
Der Mann darf aber Vegetarier sein, das passt ganz gut zu mir, wenn er daraus keine Religion macht und nicht zusammenbricht oder Drama macht, wenn ich Freunden einen schönen Barolobraten serviere. Aller Dogmatismus und Einschränkung anderer sind mir zuwider.
 
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  • #30
Alles ausser Fruktarier ist inkonsequent. Von daher halte ich nichts von Veganern, Vegetariern und deren Unterarten. Ich esse ausgewogen, dass heisst, Fleisch, Gemüse und Getreide. Aber jedem das seine.