• #61
@#56 ich hatte einen witzigen Beitrag dazu geschrieben bzgl tättowierte Kühe und Schweine (Kennzeichnungen im Ohr des Nutztieres) und warum man deren eigenschaften nicht mit dazunimmt wen es darum geht die Tättowierten zu charakterisieren.

Ja richtig! Aber: Es gibt gerade in Süddeutschland einen Rinderzüchter der genau das aus Zierschutzgründen (Schmerzen) nicht machen will und als Alternative einen Chip unter die Haut spritzt.

- Und da sind wir schon beim Thema: Bei Tieren gelten solche Brandzeichen als Quälerei, beim Menschen als Hip!

Ehrlich, jemand der sich aus freien Stücken, beziehungsweise um "dazuzugehören" Schmerzen zufügen lässt, seine Haut für immer schädigen lässt indem er Narben und Farbe einträgt nur um sich einen ruchlosen Anstrich zu geben ist nicht sonderlich Charakterfest. Sicher kein Ausschusskriterium, schon gar nicht wenn es sich um was kleines aus Jugendtagen handelt. Aber bei einem Erwachsenen Menschen der sich ständig was stechen lässt wär ich wirklich vorsichtig.

Anmerkungen zur Gesundheit:
Die Infektionsquelle muss nicht das Tattoo-Studio sein
Stimmt, aber machen wir uns nix vor, nicht alle Studios arbeiten Hygienisch wirklich einwandfrei. Das Risiko ist definitiv da sich dabei was einzufangen.
Dann ist natürlich nach einer Sitzung die Haut verletzt, es ist aber die Barriere zwischen dem Körper und der Umwelt mit all Ihrem Erregern...
Und ich habe Fremdkörper dauerhaft im ORGAN. Die Funktion der Haut wird damit definitiv beeinträchtigt. Wer sich Tätowieren lässt fügt seiner Haut Dauerhaften Schaden zu und zahlt noch dafür.

Ich behalte mir vor das als unklug zu empfinden, DAS ist für mich ein nicht ganz so attraktiver Zug.

Aber man hätte was zum anschauen in schlaflosen Nächten.....
 
G

Gast

Gast
  • #62
G

Gast

Gast
  • #63
Ich behalte mir vor das als unklug zu empfinden, DAS ist für mich ein nicht ganz so attraktiver Zug.

Aber man hätte was zum anschauen in schlaflosen Nächten.....

So werden das die meisten eher konservativen Menschen sehen.
Liegen sie damit so falsch? Oder ist es nicht vielmehr so, dass sich viele tättowieren lassen, um sich damit von genau ebenjenen "Spießern" abzugrenzen?

Fakt ist und bleibt bis heute, dass Risikoverhalten in vielen Lebensbereichen recht eng verknüpft ist mit der Neigung zu Tattoos.

M50
 
G

Gast

Gast
  • #64
1. Die Infektionsquelle muss nicht das Tattoo-Studio sein, sondern kann anderweitig im risikoaffineren Lebensstil zu finden sein. Siehe Post #26. Die Assoziation ist zwar weniger ausgeprägt als früher, besteht aber nach wie vor. Sie ist kein Vorurteil.

Was mich bei dieser Diskussion stört, sind die pauschalisierenden Aussagen. "Tätowierte sind soundso", "mit einem Tätowierten würde ich von vorneherein keine Beziehung eingehen" etc.

Mir fehlt eine differenzierte Sichtweise. Zum einen kommt es darauf an welche Art von Tattoo man hat, wo sie angebracht sind und wie viele es sind.

Ich bin zwar tätowiert und trotzdem ein sehr gewissenhafter Mensch mit gutem, eher konservativem Job, der von jedem neuen Partner einen HIV-Test verlangt und dabei sogar die 3-Monats-Regel einhält. (Davor sind diese Tests nämlich nur unter Einschränkungen zuverlässig).
Bin auf keinen Fall jemand, der sich unüberlegt auf Risiken einlässt, sondern Ästhetin, offen und interessiert an meinen Mitmenschen. Lebe aber im Großen und Ganzen konservative Werte.

Denke ja auch nicht, dass Nichttätowierte per se Langweiler sind. Man muss sich jeden Menschen genau anschauen, ihn kennen lernen. Pauschalurteile verhindern eine erfolgreiche Partnersuche.
 
G

Gast

Gast
  • #65
Und da sind wir schon beim Thema: Bei Tieren gelten solche Brandzeichen als Quälerei, beim Menschen als Hip!
Vielleicht ist es ja das. Die Tätowierung und Schmerzerfahrung als Ersatz für die Initiation und den Schritt in eine höhere Stufen in die Gesellschaft. In archaischen Gesellschaften schafft das den Unterschied von der Kindheit zum Erwachsenen, so wie früher endlich eine lange Hose anziehen zu dürfen um die Schwelle vom Knaben zum Mann zu überschreiten. Selten ist mit den Zeichnungen eine ernstzunehmende intellektuelle oder kulturhistorische Botschaft verbunden. Schön anzusehen sind gut gemachte, klassische japanische oder polynesische Motive, die den Träger, die Trägerin dennoch nicht zum gelebten Native machen der sich damit wirklich 100 % spirituell verbinden kann. Besonders die chinesischen Schriftzeichen sind bisher zumindest mir noch nie von den Trägern klar dargestellt worden. Da kommt dann so was wie "das heißt wohl ungefähr, Glück, etc." Würde mir als philosophische Botschaft für den Rest meines Lebens nicht ausreichen. Alles vergeht, auch die "Dita von Theese - Hilly Billy - Pseudo" neu aufgewärmte Ersatzzeit der Assistenten bei Filmen und Bühnen aller Art die Schrauben drehen und Kleider anreichen. Je größer der Ausschnitt der Zeitung ist, den du durch die Ohrläppchen deines Mitfahrgastes lesen kannst, desto wahrscheinlicher kannst du den Job dran festmachen. Das ist dann die Botschaft. Jeder wie er mag. Wir leben in einem freien Land. Es sei mir dennoch genehmigt, die simplen Blümchenranken der eher übergewichtigen blondierten Postfrau unfreiwillig komisch zu finden. Die Sportfanatikerin in der Muckibude, deren Föttchen trotz aller Bemühungen nun doch langsam hängt, nennen wir inzwischen intern den "Blumenkübel" (Hawai'i Hibiskusblüten oder so was in der Art). Wer jetzt anfängt über Branding zu lästern, sollte sich vorsehen. Das gibt es alles wirklich. Ebenso wie dutzende Ringe Intimpiercing die dann bei der Geburt leider aufgeknipst werden müssen. Vielleicht kann ich meine alten Impfnarben an denen man so schön ablesen kann, wann das war und die ich als Kind schon als Makel empfand. auch mal als Schmucknarben verkaufen. Je nach Veranlagung handelt es sich um flache Krater oder Hubbel. Ich sehe schon seit Jahren weit und breit kein Arschgeweih mehr auf der Straße. Ob das dran liegt, das sie 10 Jahre später schon so aktuell wie ein alter "Atomkraft nein Danke" Aufkleber sind? Später auf dem Seziertisch und im Altersheim geben diese Abbildungen jedenfalls nützlichen Aufschluss über das ungefähre Alter der Träger/innen. Beim Fall Ötzi hat das der Nachwelt auch geholfen.
w46
 
  • #66
1. Die Infektionsquelle muss nicht das Tattoo-Studio sein, sondern kann anderweitig im risikoaffineren Lebensstil zu finden sein. Siehe Post #26. Die Assoziation ist zwar weniger ausgeprägt als früher, besteht aber nach wie vor. Sie ist kein Vorurteil.

Das kann durchaus sein. Aber wie es anderswo schon einmal angeklungen ist, sind die absoluten Risikovermeider auch nicht die idealen Partner. In der Türkei Urlaub machen? Nein, zu nahe an Syrien und außerdem muss man fliegen. Die Kinder Fahrrad fahren lassen? Nein, sie könnten stürzen. Ein Glas Wein trinken? Nein, Alkohol ist ein Zellgift. Und so weiter.

Das Leben birgt gewisse Risiken. Man kann natürlich viele davon vermeiden, aber irgend wann leidet die Lebensqualität darunter.
 
  • #67
Ich bin überhaupt kein Fan von Tattoos und sehe diese an einer potenziellen Partnerin auch eher negativ. Wenn man sich gut versteht und ich merke "Das wird was!" und auf einmal sehe ich ein Tattoo beispielsweise auf dem Schulterblatt, dann würde ich zwar das Gesicht verziehen, aber es runterschlucken.

Was nur wirklich gar nicht geht sind Tattoos, die über "Ich wollte mir mal eines stechen lassen" hinausgehen. Sprich großflächige oder an mehr oder weniger gut sichtbaren Stellen wie z. B. dem Unterarm.
 
  • #68
Hallo! Hier ist der Fragensteller!
Das ist wirklich eine enorme Resonanz auf meine Frage! Ich glaube man kann feststellen, dass beim Thema Tattoos die Meinungen sehr weit auseinander gehen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Was mich angeht, und das war ja auch der Ursprung des ganzen Threads hier, so habe ich mir Dir Frage gestellt, was wäre wenn ich eine Frau kennenlerne, vielleicht zunächst nicht weisst das sie ein Tattoo trägt, sie schätzen lernst um dann festzustellen, dass sie eine Tattoo mit dem Namen des verflossen trägt oder ein so großes Tattoo hat, das es beim Tragen von Kleidern unübersehbar hervor schaut.

Ich muss sagen, gefallen würde es mir nicht, aber würde ich deswegen die Person ablehnen? Ich weiss es immer noch nicht, auch nach 65 Beiträgen nicht.

Aber vielen Dank für die rege Beteiligung.

VG Agriculus
 
G

Gast

Gast
  • #69
Es sind Leute mit Anzügen, die die Welt zerstören und nicht die mit Tätowierungen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #70
Beim Lesen so mancher hier gegebener Antworten, insbesondere der von Frederika, beschleicht mich doch arg das Gefühl, dass die jeweiligen Verfasser vorwiegend selbst in eher "unterschichtigen" Milieus verkehren, um mich mal des hier offenbar präferierten Vokabulars zu bedienen.

Wenn man zum Tanzen bevorzugt Dorfdiskotheken aufsucht, gegen die überflüssigen Pfunde bei McFIT ankämpft und seinen Urlaub in El Arenal verbringt, dann wird man selbstverständlich auch heute noch überwiegend lieblose, handwerklich schlecht gestochene oder gar wirklich schäbige Tätowierungen, die sich die jeweiligen Träger ohne großes Nachdenken für kleines Geld im nächstbesten Studio haben stechen lassen, zu Gesicht bekommen.

State of the Art ist das aber schon lange nicht mehr. Heutzutage geht man in der Regel nicht mehr in einen muffigen Laden, um sich ein simples schon dutzendfach gestochenes Motiv aus einem Vorlagenbuch auszusuchen. Individuelle und exklusiv für den jeweiligen Kunden angefertigte Motive, die perfekt an den Körper angepasst werden, sind heute keine Seltenheit mehr.

Selbstverständlich dominieren solche Tätowierungen noch nicht das Straßenbild, aber ob man regelmäßig auch mal so etwas zu Gesicht bekommt oder eben fast ausschließlich die sogenannten Arschgeweihe, andere oft schlecht gestochene Tribals und vergleichbare Gurken sieht, liegt nicht zuletzt an einem selbst. So exklusiv scheint das eigene Umfeld so mancher vermeintlicher "ElitePartner" ganz offensichtlich doch nicht zu sein.

Um Tätowierungen ganz allgemein in eine Schublade zu stecken, gehört darüber hinaus heutzutage schon Einiges an Borniertheit. Ebenso gut könnte man behaupten, dass Weingenuss ein Erkennungsmerkmal versiffter Säufer sei, weil ein gewaltiger Brocken des Weinumsatzes ganz unbestreitbar mit billigstem Fusel gemacht wird.

Der größte immer wiederkehrende Witz in dieser und den anderen Diskussionen zum Thema sind aber die höchstwahrscheinlich völlig frei erfundenen Statistiken, die bisher noch immer ohne Quellenangabe daherkamen. Gerade in einem Forum einer Partnerbörse, welche sich in erster Linie an Akademiker richtet, ist der Umgang hiermit höchst amüsant.
 
G

Gast

Gast
  • #71
State of the Art ist das aber schon lange nicht mehr. Heutzutage geht man in der Regel nicht mehr in einen muffigen Laden, um sich ein simples schon dutzendfach gestochenes Motiv aus einem Vorlagenbuch auszusuchen. Individuelle und exklusiv für den jeweiligen Kunden angefertigte Motive, die perfekt an den Körper angepasst werden, sind heute keine Seltenheit mehr.

"Man" geht überhaupt nicht zum Tätowierer, wenn man einen gewissen Status hat. Natürlich leisten sich neureiche Emporkömmlinge die teurere Variante. Aber Leute mit Niveau sind niemals tätowiert. Eine Luxustätowierung ist der beste Beweis, dass jemand eben nicht das ist, was er darzustellen scheint, da er damit doch wieder seine niedere Herkunft offenbart. Mag derjenige es inzwischen auch materiell und bildungsmäßig zu etwas gebracht haben.
 
G

Gast

Gast
  • #72
"Man" geht überhaupt nicht zum Tätowierer, wenn man einen gewissen Status hat. Natürlich leisten sich neureiche Emporkömmlinge die teurere Variante. Aber Leute mit Niveau sind niemals tätowiert. Eine Luxustätowierung ist der beste Beweis, dass jemand eben nicht das ist, was er darzustellen scheint, da er damit doch wieder seine niedere Herkunft offenbart. Mag derjenige es inzwischen auch materiell und bildungsmäßig zu etwas gebracht haben.

Was verstehen Sie denn bitte unter einer „niederen Herkunft“? Eigentlich sollte das schon genügen, um einen Dialog mit Ihnen abzubrechen.

Dennoch: In der Geschichte gibt es etliche Beispiele von tätowierten heraldischen Symbolen bei Mitgliedern von europäischen Königs- und Adelsfamilien. Die Liste reicht von englischen Königen (König George V.) bis hin zu Zaren (Nikolai II. von Russland). Dasselbe gilt für adlige Aristokratien aus Nordamerika, Asien, Afrika und Ozeanien. Häufig gab es sogar bestimmte Symbole, die als Kennzeichnung des Rangs und der Herkunft für bestimmte Adlige reserviert waren.
 
G

Gast

Gast
  • #73
Was verstehen Sie denn bitte unter einer „niederen Herkunft“? Eigentlich sollte das schon genügen, um einen Dialog mit Ihnen abzubrechen.
Sehe ich fast genauso! Menschen die andere ablehnen nur weil diese ein Tattoo tragen sind für mich einfach nur borniert. Über Geschmack lässt sich bekantlich streiten und keiner muss eine Tättowierung schön finden oder gar ästhetisch. Wenn ich solche Kommentare lese glaube ich fast, dass Menschen mit Tattoo teilweise mehr Niveau haben als diejenigen die hier so einen Unsinn schreiben. Mir persönlich gefallen Männer und Frauen mit Tattoo(s) und ich finde das sehr erotisch. W
 
G

Gast

Gast
  • #74
"Man" geht überhaupt nicht zum Tätowierer, wenn man einen gewissen Status hat. Natürlich leisten sich neureiche Emporkömmlinge die teurere Variante. Aber Leute mit Niveau sind niemals tätowiert. Eine Luxustätowierung ist der beste Beweis, dass jemand eben nicht das ist, was er darzustellen scheint, da er damit doch wieder seine niedere Herkunft offenbart. Mag derjenige es inzwischen auch materiell und bildungsmäßig zu etwas gebracht haben.

Niedere Herkunft.. dass ich nicht lache.
Klar, Niveau sieht ja auch nur von unten aus wie Arroganz, nicht wahr?

Pass auf dass du an deiner zu eng gebundenen Krawatte nicht irgendwann erstickst. Die Blutzufuhr zum Gehirn scheint sie jedenfalls schon abgebunden haben, bei diesem dummen und möchtegernelitären Getue das du hier ablässt.
Meine "Herkunft" ist alles andere als nieder, das selbe gilt für meinen Status und meine Bildung. Aber wenn ich so einen Stuss wie das hier lese wär ich doch lieber das tätoowierte Kind einer normalen Arbeiterfamilie. Ich schäme mich in Grund und Boden!

Heutzutage sagen Tätoowierungen definitiv nichtsmehr über Bildung, Intelligenz oder die soziale Herkunft aus. Wer das dennoch meint, ist wohl geistig irgendwo im letzten Jahrhundert hängen geblieben.
 
G

Gast

Gast
  • #75
Ich würde mir kein Tattoo stechen lassen weil es mir nicht gefällt. Aber ich denke Tattoos haben nichts mit Unterschicht zu tun oder so einen Quark. Ich muss aber gestehen ich habe letztens mal einen Mann auf einer SB kennengelernt, er ist Anfang 50 und auf seinem Foto sah ich ein Riesen-Tattoo, es zierte den ganzen Oberarm.
Ich weiß, dass klingt jetzt absolut oberflächlich und ich wundere mich da über mich selbst aber es hat mich etwas auf Abstand gehen lassen. Gut, bei weiterem Hinsehen hatte der Typ nicht nur ein Tattoo sondern auch einen gehörigen Knall. Diesen bringe ich aber nicht in Zusammenhang mit dem Tattoo.

Ich denke Tattoos sind Geschmacksache, dem einen gefällt es dem einen nicht. Was mich manchmal nervt wenn Leute sich Tattoos stechen lassen und selbst gar nicht wissen was die Sprüche eigentlich bedeuten. Und den Namen der Ex auf dem Rücken meines neuen Lovers finde ich auch eher suboptimal.

w46
 
G

Gast

Gast
  • #76
Es gibt so viele unterschiedliche Tätowierungen wie es Menschentypen gibt. Vom Knastbruder bis hin zum Universitätsprofessor oder Pfarrer - es gibt Tätowierungen in allen Gesellschaftsschichten.
Über das Bildungsniveau sagt eine Tätowierung erstmal gar nichts aus. Kenne zum Beispiel einen Akademiker, der gerade habilitiert und ein übles selbstgestochenes Tattoo hat, als er 16 war...
Mal abgesehen von Ganzkörpertattoos oder Tattoos im Gesicht, habe ich nichts dagegen wenn ich den Menschen schätze.
Ich nehme eher reißaus vor Leuten, die extreme Ansichten pflegen oder über andere, die sie nicht kennen, pauschal urteilen.
 
G

Gast

Gast
  • #77
"Man" geht überhaupt nicht zum Tätowierer, wenn man einen gewissen Status hat. Natürlich leisten sich neureiche Emporkömmlinge die teurere Variante. Aber Leute mit Niveau sind niemals tätowiert.

Sagt jetzt Lord von und zu unterste Schublade oder wie?!
Auf welcher Droge sind Sie denn bitte hängengeblieben - ihr Buttler sollte Ihnen dringend Hilfe besorgen.
Da denkt man, man hat schon viele komische Menschen "kennen gelernt" und dann sowas...
Sie sollten sich etwas schämen und schleunigst Ihren Horizont erweitern - das sind sie Ihrer sozialen Schicht Schuldig mein Herr!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #78
Obwohl ich Menschen mit Tätowierungen nicht ablehne, kann ich es nicht verstehen, wie man seinen Körper mutwillig so entstellen kann. Ein Tattoo finde ich immer unattraktiv, auch wenn es - rein vom künstlerischen Aspekt her - gut gemacht ist. Allerdings werte ich Menschen nicht ab, nur weil sie ein Tattoo tragen. Ich kann es nur nicht verstehen.
 
G

Gast

Gast
  • #79
Heutzutage sagen Tätoowierungen definitiv nichtsmehr über Bildung, Intelligenz oder die soziale Herkunft aus. Wer das dennoch meint, ist wohl geistig irgendwo im letzten Jahrhundert hängen geblieben.

Nun... wer hängt da wohl im letzten Jahrhundert? Eine aktuelle, deutsche Studie hat ergeben, dass der Anteil der Tätowierten vom Einkommen (und damit indirekt vom Bildungsabschluss) abhängt. Bei Leuten mit unter 1.000 € Haushaltseinkommen sind doppelt so viele tätowiert (16 %), wie bei über 2.500 €.

Ich halte Menschen, die sich (teils giftige) Farbstoffe "lebenslänglich" unter die Haut spritzen lassen und dabei riskieren, sich mit Hepatitis oder Aids zu infizieren, jedenfalls nicht für übermäßig intelligent. Es kann natürlich jeder selbst entscheiden, wie er mit sich und SEINER Gesundheit umgeht, für mich ist solch ein Partner aber leider auch ein Infektionsrisiko.

Persönlich finde ich Tatoos unästhetisch (insbesondere alte, "vergammelte" Tatoos, die ich als Ärztin oft zu sehen bekomme) und mag tätowierte Haut nicht anfassen. Ein Partner mit grösseren Tatoos käme für mich (ebenso, wie ein übergewichtiger oder sehr stark behaarter Partner) daher nicht in Frage.

w 52
 
  • #80
Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukehren:
Tattoos erschweren die Partnersuche. Allerdings ist das auch gut so.

Wenn ich hier lese, dass es noch immer Vorurteile gibt wie:

- Die Intelligenz nimmt proportional zur Anzahl der Tattoos ab,
- Tattoos weisen auf Gefängnisaufenthalte in der Vergangenheit hin,
- Eine schöne Frau verunstaltet sich durch Tattoos... etc.

bin ich sehr froh, dass schon durch den Anblick eines Tattoos offenbar gestrige, oberflächliche oder engstirnige Menschen aussortiert werden.

Schaut doch bitte in das Innenleben eines Menschen!!!

Möglicherweise findet ihr Tattoos als Körperschmuck nicht ästhetisch. Das ist doch völlig in Ordnung! Aber wertet doch bitte Menschen nicht generell aufgrund ihres Äußeren auf oder ab!

Und Aussagen wie: Die Ansteckungsgefahr mit HIV etc. ist erhöht... zeugen nur von Unwissenheit gepaart mit Vorurteilen. Wer jemals in einem Tattoostudio war weiß, wie sehr dort auf Hygiene geachtet werden muss und wird.

Im Übrigen sieht ältere Haut eben einfach nicht mehr taufrisch aus. Ob mit Tattoo oder ohne. Verlaufene Linien und verblasste Farben müssen ebenso nicht sein. Ein Tattoo muss gepflegt und ggf. überarbeitet werden. So wie ein Auto, das man regelmäßig wartet.

W,38 massig tätowiert und kann trotzdem geradeaus schreiben...
 
  • #81
Möglicherweise findet ihr Tattoos als Körperschmuck nicht ästhetisch. Das ist doch völlig in Ordnung! Aber wertet doch bitte Menschen nicht generell aufgrund ihres Äußeren auf oder ab!
W,38 massig tätowiert und kann trotzdem geradeaus schreiben...

Letztlich Geschmackssache. Ich bin da ehrlich, „massig tätowiert“ führt bei mir klar zur Abwertung, weil für mich nicht ästhetisch. Generell abwerten würde ich wegen reiner Äusserlichkeiten nicht. Mit Kulturtechniken hat das nun wiederum nichts zu tun.

Für mich ist schlicht unverständlich, warum sich jemand, der doch vorher klar ist, dass viele Menschen „massig Tatoos“ oder auch Piercings nach wie vor nicht schön finden, dann hinterher beklagt. Ich bin doch gar nicht Deine Zielgruppe. Suche doch einfach in Deinem Milieu und gut ist es.
 
  • #82
Mittlerweile hat doch jeder Zweite ein Tattoo. Vor allem modebewusste Menschen oder Menschen, dir einfach sehr auf ihr Aussehen achten, haben fast immer irgendwo ein kleines Tattoo. Ich finde kleine Tattoos auch voll in Ordnung, aber großflächige Tattoos mag ich gar nicht. Schöner machen Tattoos und Piercings meiner Meinung nach niemanden, aber wer wegen kleinen Tattoos schon Menschen bei der Partnersuche ausschließt, bleibt lange alleine und wird oft enttschäuscht sein, wenn man sich zum ersten mal nackt sieht.
 
  • #83
Lustig finde ich, dass davon ausgegangen wird, dass Tätowierte ausgeschlossen werden. Man sollte bedenken, dass es ist genau andersrum ist: Tätowierte Menschen sind sehr freiheitsliebend, tolerant und kulturell bewandert, und waren schon immer interessante Typen und werden sich kaum mit uninteressanten, untätowierten Menschen abgeben, weil sie gar nichts an diesem Spießer-Lifestyle bockt. Der Lifestyle ist einfach zu unterschiedlich. Man kann Tätowierte gar nicht halten, weil sie zu wild sind. Da überschätzen sich viele Spießer wohl in ihrer Qualität.
Ich habe ein stark tätowierte Freundin, an dich sich so unglaublich viele Männer ranmachen - auch besonders untätowierte Männer, aber sie kann mit diesen Otto-Normal-Typen einfach nichts anfangen, Durch ihre Tätowierungen ist sie ein sehr extravertierter, offener Typ geworden. Unverklemmt, locker, angenehm, lustig, viele Menschen um sich. Es gibt kein Mann, der Nein sagen würde bei ihr. Ihr Tattoos sind ein Ausdruck ihres Lebensstils am Limit, das siehst, spürt und merkt man.
 
  • #84
Lustig finde ich, dass davon ausgegangen wird, dass Tätowierte ausgeschlossen werden. Man sollte bedenken, dass es ist genau andersrum ist: Tätowierte Menschen sind sehr freiheitsliebend, tolerant und kulturell bewandert, und waren schon immer interessante Typen und werden sich kaum mit uninteressanten, untätowierten Menschen abgeben, weil sie gar nichts an diesem Spießer-Lifestyle bockt. Der Lifestyle ist einfach zu unterschiedlich. Man kann Tätowierte gar nicht halten, weil sie zu wild sind. Da überschätzen sich viele Spießer wohl in ihrer Qualität.
Ich habe ein stark tätowierte Freundin, an dich sich so unglaublich viele Männer ranmachen - auch besonders untätowierte Männer, aber sie kann mit diesen Otto-Normal-Typen einfach nichts anfangen, Durch ihre Tätowierungen ist sie ein sehr extravertierter, offener Typ geworden. Unverklemmt, locker, angenehm, lustig, viele Menschen um sich. Es gibt kein Mann, der Nein sagen würde bei ihr. Ihr Tattoos sind ein Ausdruck ihres Lebensstils am Limit, das siehst, spürt und merkt man.


Sie war wohl eher schon vor den Tattoos so. Ein Tattoo macht keinen anderen Menschen aus jemandem.
Was genau meinst Du mit Leben am Limit? Wie genau lebt sie?

Auch ganz normale Menschen haben oft Tattoos. Reinhäuter und Tattoowierte können auch zusammen sein bzw. befreundet sein. Da gibt es keine so feste Grenze.
 
  • #86
In früheren Zeiten war es einfach, Menschen mit Tattoos zu klassifizieren, weil es sie nur im Knast, bei Seeleuten oder im Rotlicht-Milieu gab.

Heute von Tattoos auf Intelligenz oder Berufe zu schließen, ist sicher weltfremd, dafür sind sie inzwischen zu sehr verbreitet.
Aber ich würde mich darüber nie echauffieren? Warum auch?
Ich muss es ja selber nicht machen lassen.

Die beste Zeit der Tattoo-Studios scheint ohnehin vorbei zu sein. Ebenso wie die beste Zeit der Sonnenstudios. Stattdessen haben Dermatologen Hochkonjunktur, um Tattoos zu entfernen. Und zwar nicht nur bei Stars und Sternchen, sondern auch bei Otto Normalverbraucher. Warum wohl?
 
  • #87
Also Deutschland hatte auch schon einmal eine First Lady mit Tattoo ... Vielleicht ist ja die First Lady auch keine gehobene Position.
C:\Users\RO-80\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image001.png

Wie schon bemerkt:
Heute von Tattoos auf Intelligenz oder Berufe zu schließen, ist sicher weltfremd, ...

Heute ist ein Tattoo nichts Besonders mehr, weil so viele Leute eins haben.
Dagegen fällt man eher auf, wenn man keines hat. Vielleicht etabliert sich gerade deshalb die "Marktlücke" Tattoos wieder zu entfernen ;-)
 
  • #88
Ihr Tattoos sind ein Ausdruck ihres Lebensstils am Limit, das siehst, spürt und merkt man.

Vor allem ihr Hautarzt dürfte beim Hautkrebs-Screening an sein Limit kommen. Aber bitte, wenn's schee mocht...

Wie so oft macht die Dosis das Gift. Hinzu kommt, dass sich das Gegenüber zumindest in der Regel nicht gleich beim ersten Kennenlernen oder Date nackig macht zwecks Begutachtung eines etwaigen versteckten Tattoos oder Ar.... geweihs. Der Datepartner - der unbekannte Nacktscanner? Ick weeß och nich.

Sind jedoch später nicht nur die Schmetterlinge in Action und wird in der Folge schließlich doch noch ein etwaiges verstecktes Tattüchen freigelegt, wäre ich bei meinem Mann schon tolerant gewesen. Für eine gute Partnerschaft kommt's nämlich auf ganz andere Dinge an. :)

W51
 
  • #89
Stattdessen haben Dermatologen Hochkonjunktur, um Tattoos zu entfernen. Und zwar nicht nur bei Stars und Sternchen, sondern auch bei Otto Normalverbraucher. Warum wohl?

Weil Tätowierer (noch) kein anerkannter Beruf ist und jeder Volltrottel ein Studio eröffnen und ohne jede Ausbildung die Leute verschandeln kann.
Viele Leute gehen dann auch noch aus Zeit- und vor allem Kostengründen zu eben diesen Amateuren und lassen sich die Haut verschandeln. Dort gibts das Handflächengroße Tattoo schließlich schon zum Sparpreis von 50€. Profis mit entsprechendem Ruf und hohem künstlerischen Anspruch haben heute immer noch eine Wartezeit von 10 Monaten bis zu 3 Jahren. Und das nicht ohne Grund. Meine Hautärztin hat in 10 Jahren noch kein hochwertiges Tattoo von einem Profi entfernen müssen, lediglich diverse Schandflecke dieser Amateure und Modetattoos wie Tribals, Unendlichkeitszeichen, Arschgeweihe und Co. die halt irgendwann dann keiner mehr haben will. Und sowas macht ein Profi von denen ich geredet habe nicht. Die schicken solche Kunden wieder raus und das ist auch gut so.
 
  • #90
Das mit den Tattoos hängt auch immer an den jeweiligen Wohnort ab. In Berlin, Hamburg, München usw. gehört dies mittlerweile zum Stadtbild und in Oberammergau fällt man damit gleich auf.

Es ist auch davon abhängig, was man beruflich macht.

Ich arbeite, wie an meinem Nicknamen zu erkennen, in einer Bank, in einem durch und durch internationalen Umfeld.

Ich berate internationale Großkunden bei Anlageprojekten und Finanzierungsvorhaben. Hier geht es um Werte von mehreren dutzend bis ein paar hundert Millionen Euro. Wir sprechen hier englisch, der Kontakt zu ausländischen Kunden ist Alltag.

In diesem Umfeld stellt ein (sichtbares) Tattoo ein Statement dar, das mit dem Job völlig unvereinbar ist, weil als in höchstem Maße unprofessionell geltend. Dementsprechend sieht man hier auch niemanden mit derlei Markierungen. Gott sei Dank!

w28
 
Top