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Glamour82

Gast
  • #1

Warum wollen wir immer den perfekten Partner?

Ich muss ja gestehen, ich war bevor ich meinen Mann kennenlernte ja genauso, er muss mindestens 180 sein, humorvoll, sportlich und und und... Ich habe aber auch schnell gemerkt, so wird es nichts mit dem Traummann und ich sollte aufhören einem Mann hinterher zu träumen, den es so nicht gibt. Mein Mann ist eher ruhig, ich hingegen quirlig, er ist mein Ruhepol und ich kann ihn gut für Dinge begeistern, äußerlich nicht ganz 180 okay, aber als ich meine Ansprüche etwas runterschraubte, dann hat es geklappt, habe mich aber dabei nicht verändert und verbogen. Vielleicht ist der Beitrag ja ein kleiner Anstoß, nicht immer das Perfekte zu wollen, sondern auch einfach mal dankbar für das nicht Perfekte sein.
 
  • #2
Vielleicht ist der Beitrag ja ein kleiner Anstoß, nicht immer das Perfekte zu wollen, sondern auch einfach mal dankbar für das nicht Perfekte sein.
Ich sehe das anders! Jeder Partner der von den inneren Werten, vom Charakter, vom Gesamtpaket passt und den man echt und wahr liebt, genau der ist perfekt! Zwei Punkte noch: ich suche mein Glück niemals im Außen, sondern ausschließich bei mir und meine Ansprüche werde ich auch niemals runterschrauben, eine Zweckbeziehung käme für mich nicht in Frage, da würde ich lieber ein zufriedener und glücklicher Single bleiben!
 
  • #3
Vielleicht sollte man/ frau auch einfach mal akzeptieren, dass wir alle Menschen und somit weit weg von Perfektion sind.
Es hat auch keinen Sinn, sich der Perfektion weitgehend annähern zu wollen.
Menschen sollten sich begegnen, schauen, wie sie sich miteinander fühlen, und wenn das gut ist, dann einfach auch mal zufrieden sein mit dem, was man hat. Das ist eine Lebenseinstellung, die offenbar nicht jeder entwickeln kann, es lohnt sich aber, denn das Leben wird sehr entspannt dadurch.
Außerdem ist es immer schön, sich erstmal an die eigene Nase zu fassen, ich für meinen Teil bin ebenso weit weg von perfekt. 🤷‍♀️
Bisher lief ich so ganz gut durchs Leben, habe aber auch schon in Kindheit und früher Jugend schlimme Dinge sehen und erleben müssen, so dass sich solche Fragen mir wegen Nebulösität gar nicht stellten. Viele Alltags- und Beziehungsprobleme relativieren sich dadurch sehr und man wird selbst nachgiebiger mit den Menschen, ob Partner oder auch Freunde.
In meinem Umfeld suche ich nie nach perfekten Menschen, sondern begegne ihnen und nehme sie so an, wie sie mir entgegentreten. Tun sie mir gut, behalte ich sie im Leben, schaden sie mir, bleiben sie eben draußen. Ob der Mensch 1,75m oder 2,00m groß ist, sportlich oder unsportlich, oder was auch immer, sind für mich Nebensächlichkeiten. Was einzig und allein zählt, ist neben der emotionalen Anziehung die Art und Weise, wir er mir entgegentritt, welche Einstellung er zu bestimmten Fragen hat, und wie er sich sein Leben vorstellt und mich eventuell darin integrieren kann.
 
  • #4
Wenn ich eine theoretische Liste habe, so wird die tatsächlich immer länger mit dem Laufe der Zeit und die Ansprüche immer höher.

Nette Männer umwerben mich, aber wirklich reizt mich keiner, da fehlt einfach das gewisse Etwas.

Und rein praktisch gefallen mir immer wieder Männer, die quasi meine Nogo-Liste anführen. Ein Teufelskreis.

Perfekt waren letztere keinesfalls, ganz im Gegenteil.

Dem aktuellen Fall habe ich einfach in die Augen gesehen und da war was, was mich wahnsinnig anzieht, da wusste ich noch gar nichts über ihn und seinen Stand auf meiner Nogo-Liste... aber natürlich führt er sie an, so dass auch das nichts werden kann, da ich meinen Verstand ja nicht völlig abschalte.

Ich habe auch schon versucht, die Ansprüche herunterzuschrauben und mich auf andere einzulassen, aber das funktioniert nicht, das ertrage ich nur kurzfristig, dann stört mich der Mann, weil ich einfach nicht richtig verliebt bin.

Das eigene Gefühl zu beeinflussen ist die Schwierigkeit... ich kann keinen Gefallen an etwas finden, was mir nicht wirklich gefällt...
 
  • #5
Mmh, wo hast Du denn jetzt in Deinen Ansprüchen so nachgelassen? Bei ein paar Zentimetern Körpergröße? Bloss weil er ruhig ist, kann er dennoch sportlich und humorvoll sein.
Mit meinen 1,60 cm, bin ich bezüglich der Körpergröße nicht so anspruchsvoll. Nahezu alle Männer sind größer als ich. Zu groß ist da eher das Thema. Aber wurde hier schon hundertmal diskutiert.

Korpulent mag ich nicht und keinen Vollbart. Alles andere ist mir wurscht. Ach ne, auch keine langen Haare und ich bin eine Zahnfetischistin. Schlechte oder krumme oder gar keine Zähne, geht gar nicht.
Wenn ich noch länger schreibe, wird die Liste immer länger, deshalb mache ich lieber Schluss.
W,57
 
  • #6

Warum wollen wir immer den perfekten Partner?​


Ich suche (leider!) ein zweites mal eine Partnerin und da ich weiß, dass es möglich ist, sehr sehr dicht an an das Optimum heranzukommen (kleine Fehler hat natürlich jeder!), habe ich Schwierigkeiten, mich mit weniger zufrieden zu geben.

...sondern auch einfach mal dankbar für das nicht Perfekte sein.

Wenn man schon mal weiter war, ist es recht schwierig, den Begriff "dankbar" dafür zu verwenden, dass man sich vielleicht mit weniger zufrieden geben muss!

V.m52
 
  • #7
Ich freu mich aufrichtig für jeden, der sein "perfect match" findet.

Wenn aber -wie hier- die Rede ist von "ich musste erst ein paar Abstriche bei meinem Traumbild vom Mann machen", dann finde ich das schräg. Hätte mir meine Frau solches verkündet, und sich bei mir der Eindruck verfestigt, ich wäre ihr "Traummann 1b" , dann hätte sich mein Interesse an ihr stante pede verflüchtigt.

Ich sehe es nämlich so: Eigenschaften, die man dem Traumpartner vorher beimisst, Ansprüche, die unbedingt erfüllt sein müssen, sind vielfach nichteinmal objektiv zwingend passend ("nimm dich in Acht vor deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen!"). Sie sind oft nicht geformt von der Seele (nach dem Motto "was würde mir gut tun - was würde sich gut ergänzen"), sondern vom Außen ("was würde mir gefallen"). Und sie sollten mMn in dem Moment Schall und Rauch sein, in dem dann der Mensch vor einem steht, der für einen bestimmt ist. Denn genau dessen Eigenschaften sind es schließlich, die deinen Traummann ausmachen.
 
  • #8
Ist das bestimmen von Parametern für die Partnersuche nicht das was man anfangs macht um eine Vorauswahl zu bekommen? Verliebt man sich dann nicht einfach irgendwann? Bei mir war das immer so und es hat sich einfach verdammt gut angefühlt!
 
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V

vondraußen

Gast
  • #9
Au wacke , das klingt wie auf dem arabischen Bazar. Klar, es gibt ein Beuteschema, aber davon bin ich schon mehrfach abgewichen. Und es war aufregend! Sich mit weniger zufrieden geben, was heißt das denn? Das Wesen der Traummänner und Traumfrauen ist.... 🥁🥁🥁 genau: sie bleiben ein Traum. Wer vom Apfelbaum runter steigt und die real existenten Männer und Frauen in den Blick nimmt und sich von unerreichbar gelegten Idealen verabschiedet, wird fündig und kann die echte Liebe erleben.
 
  • #10
Ganz ehrlich. Da habe ich noch nie drüber nachgedacht.
Die wenigen Frauen in meinem Leben waren irgendwann mal da und es hat bling gemacht.
Danach waren sie für mich alle perfekt.
Keine Liste, kein Muss!
Ich habe keinen Einfluss darauf welche Frau mich flasht.
Meine Augen müssen meinem Hirn mitteilen, das sie mir total gefällt.
Wenn in der Verpackung dann noch ein lieber Mensch steckt, hab ich alles was ich mir von einer Frau wünsche.
Ok, meistens war es aber ihr Lachen, was mich nicht mehr los ließ.
M52
 
  • #11
Du verwechselst den perfekten Partner nach irgendwelchen (äußerlichen) Kriterien und den für einen /zu einem passenden Partner, den man liebt, so wie er ist, und deshalb "perfekt" ist mit allen Facetten und Eigenheiten.
in dem dann der Mensch vor einem steht, der für einen bestimmt ist. Denn genau dessen Eigenschaften sind es schließlich, die deinen Traummann ausmachen
Bzw. den Herzensmenschen.
 
  • #12
Also ich wäre nicht gerne eine Partnerin bei der jemand Abstriche gemacht hat , das ist der klassische Kompromiss Mann hier , er wurde schon öfters angepriesen. Nach einer Kennenlernphase zeigt jeder auch mal seine schlechten Seiten und Schwächen und dann gilt es abzuwägen wie gut man damit leben kann oder auch nicht .
Je mehr man seine eigenen Schatten wahrnimmt und annimmt desto großzügiger kann man auch beim anderen sein .
Um ehrlich zu sein habe ich noch nie vom perfekten Partner geträumt .
Der andere ist auch nicht für mein Glück verantwortlich,
Das bleibe ich selber . Aber er sollte mein Leben mit seiner Präsenz erfreulicher machen .
 
  • #13
Es geht nicht um den perfekten Partner, sondern um den passenden Partner. Ganz einfach ist das: Methode @neverever.
ErwinM, 53
 
  • #14
180 sein, humorvoll, sportlich und und und... I
Das sind doch alles nichts aussagende Attribute. Du verstehst unter sportlich, oder humorvoll z.B. etwas gänzlich anderes als ich. Und 180 sind viele Männer …

Natürlich sollte man mit einem Mann viel lachen können. Genauso sollte man ihn körperlich anziehend und attraktiv finden. Hier „Abstriche“ zu machen, nur um in einer Partnerschaft sein zu können, halte ich nicht für zielführend. Sofern das Ziel eine glückliche und langfristige Beziehung ist.

Schlussendlich entscheidet eben das Gefühl, an wen man sich emotional bindet. Und keine nüchterne Aufzählung von abstrakten Eigenschaften.

Mit Perfektion hat das Ganze dann auch wenig zu tun.
 
  • #15
Wenn man sich gleichsam auf dem Papier einen "perfekten" Partner sehr konkret und detailliert ausdenkt und diesen dann sucht, ist es nicht verwunderlich, dass im Vergleich zu diesem völlig fiktiven Partner jeder reale Partner scheinbar nur ein Kompromiss sein kann, dabei ist gar nicht sicher, ob der fiktive Partner sich in der Realität tatsächlich als perfekt für einen erweisen würde.

Viel schöner ist es doch, sich in einen realen Gesamt-Menschen zu verlieben und dann im Nachhinein festzustellen, genau das ist der perfekte Partner für mich!
Denn:
Eigenschaften, die man dem Traumpartner vorher beimisst, Ansprüche, die unbedingt erfüllt sein müssen, sind vielfach nichteinmal objektiv zwingend passend ("nimm dich in Acht vor deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen!"). Sie sind oft nicht geformt von der Seele (nach dem Motto "was würde mir gut tun - was würde sich gut ergänzen"), sondern vom Außen ("was würde mir gefallen"). Und sie sollten mMn in dem Moment Schall und Rauch sein, in dem dann der Mensch vor einem steht, der für einen bestimmt ist. Denn genau dessen Eigenschaften sind es schließlich, die deinen Traummann ausmachen.
Du verwechselst den perfekten Partner nach irgendwelchen (äußerlichen) Kriterien und den für einen /zu einem passenden Partner, den man liebt, so wie er ist, und deshalb "perfekt" ist mit allen Facetten und Eigenheiten.

Bzw. den Herzensmenschen.
Ja, ich sage auch immer: Ich habe nach meinem Partner nicht gesucht und habe ihn mir daher vorher nicht so vorgestellt, wie er ist, aber wir haben uns gefunden und er ist zu 100% perfekt, weil er mir gefällt, weil ich ihn liebe und toll finde genau so, wie er ist (außerdem gibt es diesen Menschen auch nur in der einen real existenten Version und weil ich genau ihn liebe, ist es natürlich die perfekte Version!). Er erfüllt Kriterien, Bedürfnisse und Wünsche von mir, von denen ich vorher noch gar nicht wusste, dass ich sie habe, denn bevor wir uns getroffen haben, konnte ich ja gar nicht wissen, wie der perfekte Partner für mich ist -- ich kannte ihn schließlich noch nicht! ;)

Diese Herangehensweise finde ich schöner. Der perfekte Partner ist der Mensch, den man liebt und mit dem man glücklich und zufrieden ist, also mit dem man die für sich perfekte Partnerschaft real erlebt.
w27
 
  • #16
Ich möchte gesehen werden wie ich bin und den anderen sehen wie er ist . Damit ist für mich alles gesagt .
 
  • #17
Ich suche nicht den perfekten Partner direkt, eher lasse ich mich überraschen, welcher Mann gerne in meinem Leben sein möchte...dann schau ich, ob wir passen könnten...weil letztendlich weiss ich noch gar nicht, wer der perfekte Mann für mich ist.
 
  • #18
Naja, wenn Deine Ansprüche an Perfektion so trivial sind, dann kann man auch leicht drauf verzichten ohnee dass es einen Verlust macht.

Für mich heißt perfekter Partner "der für mich perfekte Partner". Der kann seine Schwächen haben, so wie ich meine ebenfalls habe - Hauptsache es passt insgesamt, in allem was wirklich wichtig ist.
Von dem, was für mich gut ist lasse ich nicht ab und genauso meide ich, was mir schaden könnte. Da ist keiner besser als ein unpassender.

Vielleicht ist der Beitrag ja ein kleiner Anstoß, nicht immer das Perfekte zu wollen, sondern auch einfach mal dankbar für das nicht Perfekte sein.
Klingt für mich so nach "sich Sauerbier anbieten und jeden Kompromiss machen" mit moralisierendem Deckmäntelchen. Warum kannst Du es nicht jedem selber überlassen wie er für sich entscheidet und Du machst für Dich wie Du willst?
 
  • #19
Ich habe selber nie einen perfekten Partner gesucht. Bei mir war es so ähnlich wie bei @neverever. Also relativ unkompliziert, schnelle Entscheidungen und bereut habe ich meine Entscheidungen eigentlich auch nie.

Jetzt wo ich in der 2. Lebenshälfte wieder Single bin, flasht mich niemand mehr. Ich weiß auch nicht warum. Es ist als ob ich hinter einem Panzerglas durch die Welt gehen würde. Mittlerweile denke ich dass es nicht gesund ist so durch das Leben zu gehen aber ändern kann ich es auch nicht.
 
  • #20
Jetzt wo ich in der 2. Lebenshälfte wieder Single bin, flasht mich niemand mehr. Ich weiß auch nicht warum. Es ist als ob ich hinter einem Panzerglas durch die Welt gehen würde. Mittlerweile denke ich dass es nicht gesund ist so durch das Leben zu gehen aber ändern kann ich es auch nicht.
Das hat mich spontan angesprochen, so geht’s mir auch (nur dass ich jetzt deswegen kein echter Single bin, aber zumindest nahe dran, F+ trifft es wohl am besten).

Und DAS bin ja sowieso ich:
relativ unkompliziert, schnelle Entscheidungen und bereut habe ich meine Entscheidungen eigentlich auch nie.

Hängen diese beiden Aspekte zusammen? Vielleicht hätte man auch früher schon länger suchen sollen, bis einen jemand so richtig extrem „flasht“?
Das denke ich tendenziell bei mir: zu lange zu viele Kompromisse gemacht, wohl auch früher schon.

Genau: “Eigentlich“ nichts bereut.
 
  • #21
Meine Liste wird eigentlich immer länger aber nicht bei der Optik, sondern bei der Passung und das, weil ich meiner eigenen Macken bewusst bin.

Optisch gibt's keine Liste, da war immer ein Lächeln was mich berührt und trivial: Anziehung auch körperlich.
Wie bei @neverever

Sich zb online kennenlernen und vorher zumindest oberflächlich die Passung abklopfen, hilft nicht wenn man real spürt...neverever will ich den Küssen.
Wie umgekehrt, Anziehung ist da aber beim Kennenlernen passt es gar nicht...dann geht die Anziehung auch flöten.

Allerdings diesen "Flash" habe ich wie @Lavieestbelle, seit Jahren nicht mehr gehabt.
Vielleicht, weil der mich selbst zuviel geblendet hat oder ich schon genug mit meinen eigenen Macken zu tun habe.
Oder auch...ich brauch kein folgendes Gewitter mehr
 
  • #22
Mit meinen 1,60 cm, bin ich bezüglich der Körpergröße nicht so anspruchsvoll. Nahezu alle Männer sind größer als ich. Zu groß ist da eher das Thema. Aber wurde hier schon hundertmal diskutiert.
Ich bin auch klein und finds gerade gut wenn der Mann dann so 1,85m ist, ok über 1,90 find ich schon schwieriger aber so um die 1,80-1,90m find ich perfekt 😁 und natürlich breite Schultern, sportlich aber kein Muskelprotz, Haare zum durchwuscheln.. Bart mag ich nicht so gerne, einfach einen Beschützer, Bären neben der kleinen zierlichen Frau Blume🤗 fürsorglich, lustig, ehrlich etc. sollte er auch sein - dann ist er perfekt.

Ob es den perfekten Mann gibt? Vielleicht nicht wenn man sich selber zu sehr eingrenzt und auf bestimmte Dinge versteift, besser man lernt Menschen unbefangen kennen so wie sie auf einen zugehen und vielleicht ist dann doch der perfekt zu einem passenden Mensch dabei auch wenn dieser in der eigenen Vorstellung anders aussah.

W 28
 
  • #23
Hängen diese beiden Aspekte zusammen? Vielleicht hätte man auch früher schon länger suchen sollen, bis einen jemand so richtig extrem „flasht“?
Das denke ich tendenziell bei mir: zu lange zu viele Kompromisse gemacht, wohl auch früher schon.

Genau: “Eigentlich“ nichts bereut.

Ich denke ja. Geht mir auch so. Ich bin begeisterungsfähig, halte mich auch für unkompliziert, was mich immer schon Menschen und auch Männer toll finden lies. Das zog mit Sicherheit den ein oder anderen "Kompromiss" mit sich, den ich aber nicht bewusst wahrgenommen habe.

Bereut habe ich davon auch nichts. Es war alles gut so, wie es war.

Inzwischen hat sich meine Einstellung verändert und meine letzte Singelphase hat 5 Jahre gedauert, was für mich absoluter Rekord war. Begegnungen gab es viele, aber bei mir war irgendwie alles anders, viele Männer uninteressant. Aktiv gesucht habe ich nichts, Leben ok, ich bin immer offen geblieben.

Bewusste Abstriche habe ich nie gemacht. Ein Mann muss mich immer erst kommunikativ ansprechen und dort auf meiner Wellen- und Humorlänge liegen. Wenn er da schon hinterherhinkt, schwierig. Da muss er mich für mich zu allererst spannend sein. Und danach gibt es keine Vorstellung von Äusserlichkeiten. Erklärt auch, warum nahezu jeder Partner von mir anders aussah. Er muss mir optisch gefallen und ich muss ihn attraktiv finden, aber im Einklang mit der einkehrenden Verliebtheit, später Liebe ist es völlig egal, ob 1,80 oder 1,90, Waschbärbauch oder Six-Pack. Das sind solche Nebensächlichkeiten.

Diese äußere Anziehung läuft bei mir völlig intuitiv ab. Wenn ich mir ab Minute 1 vorstellen kann ihn zu küssen ist alles richtig.

Bei der Passung, Werte, Vorstellungen, Einstellungen gucke aber auch ich jetzt sehr viel genauer hin. Weil ich ja inzwischen weiß, was alles im Zusammenspiel mit mir nicht funktioniert (hat).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Ja, genau: Das würde ich für mich auch genau so sagen. War immer anders, aber immer gut.
Geht mir auch so. Ich bin begeisterungsfähig, halte mich auch für unkompliziert, was mich immer schon Menschen und auch Männer toll finden lies. Das zog mit Sicherheit den ein oder anderen "Kompromiss" mit sich, den ich aber nicht bewusst wahrgenommen habe
Schön ausgedrückt. Dito.
 
  • #25
Das Problem ist doch schon bei der Passung, es gibt Punkte, da gehen dauerhaft keine Kompromisse.
Nähe - Distanz, Einstellung zu Sex, grundsätzliche Lebensziele, Lebensvorstellungen, usw. Manches kann man individuell tolerieren, manches ist für einen indiskutabel, Thema Rauchen als Beispiel, oder Thema Religion.
Ersetze Perfekt durch Passung, dann heißt die Frage, warum sollte man einen passenden Partner wollen, ergänzt um die ebenso relevante Frage, warum nur einen Partner, den man. liebt? Weil nur das die Chance, nicht Garantie, bietet, dass es länger trägt und man zufrieden ist, Liebe und Passung gleichermaßen.
 
  • #26
Ich kenne in meinem Umfeld eigentlich niemand, der nach dem "perfekten Partner" gesucht hat und für diese Suche vordefinierte, oberflächliche Kriterien hatte. Eher solche, bei der es um die Passung im Alltag geht. Für mich selbst kann ich sagen: Eine Beziehung muss eine Bereicherung für mein Leben sein und darf mich nicht einschränken oder sonst irgendwie anstrengend sein. Dafür war ich zu gerne Single, es gab für mich nie einen Grund für Kompromisse. Und ich möchte auch selbst kein Kompromis sein.
Bei mir gibt es vor allem Ausschlussgründe, was ein Mann nicht mitbringen darf, Eifersucht und Religion z.B. Äusserlich gibt es ein paar wenige Merkmale, die bei mir jede körperliche Anziehung abtöten, deshalb müssen da gewisse Grundvoraussetzungen auch erfüllt sein.
 
  • #28
Hängen diese beiden Aspekte zusammen? Vielleicht hätte man auch früher schon länger suchen sollen, bis einen jemand so richtig extrem „flasht“?
Das glaube ich nicht. Früher als junge Frau hatte ich andere Voraussetzungen und andere Ziele als jetzt. Das Wort « suchen » ist auch vielleicht doch nicht ganz richtig. Suchen habe ich als junge Frau nie. Es war damals auch nicht so schwer einen Partner zu finden. Alle waren in meiner Umgebung Single und deshalb war es einfach. Auch geopolitisch war es eine vergleichsweise günstigere Zeit.
Die Welt hatte sich geöffnet. Das war das Ende vom (kalten) Krieg und in vielen Hinsicht eine sehr schöne Zeit.


Ich hatte mich immer in gleichen Eigenschaften (musikalisch, künstlerisch begabt, ruhig, sehr intelligent) verliebt. Nur heute hauen mich diese Leute nicht mehr um. Wenn ich wieder jemanden finden würde, der authentisch ist, mich nicht manipulieren will, mich so nimmt wie ich bin, dann würde ich sofort zugreifen 😀. Aber wo finde ich so jemanden?
Ich habe tatsächlich vor 7 Jahren jemanden kennengelernt. Er war Witwer und ich hätte ihn auch vielleicht in engeren Wahl genommen, wenn er folgenden Anmerkung nicht beiläufig losgelassen hätte: « Als wir telefoniert haben, dachte ich du fährst Porsche und hast ein iPhone. Aber du bist total anders. » Dieser Satz hat alles gesagt, was ich von ihm wissen wollte.

Ansonsten waren nur irgendwelche Männer, die eine Nebenbeziehung suchten oder wie du es beschreibst ein F+ und F++ usw. anstrebten. Ich sage dazu nur nein danke.
 
  • #29
Ich bin auch klein und finds gerade gut wenn der Mann dann so 1,85m ist, ok über 1,90 find ich schon schwieriger aber so um die 1,80-1,90m find ich perfekt 😁
Finde ich persönlich schwierig. Ich bin 1,70 und empfinde einen 1,90m großen Mann schon fast zu groß für mich, halte da mal Händchen, da musst du ständig die Hand leicht nach oben drehen - bisher hatte ich immer nur gleichgroße Männer und ich empfinde das als angenehmer in allem, beim Küssen, Händchenhalten, Kuscheln...sonst muss der größere ja ständig runterrutschen....
 
  • #30
Das glaube ich nicht. Früher als junge Frau hatte ich andere Voraussetzungen und andere Ziele als jetzt. Das Wort « suchen » ist auch vielleicht doch nicht ganz richtig. Suchen habe ich als junge Frau nie. Es war damals auch nicht so schwer einen Partner zu finden. Alle waren in meiner Umgebung Single und deshalb war es einfach. Auch geopolitisch war es eine vergleichsweise günstigere Zeit.
Die Welt hatte sich geöffnet. Das war das Ende vom (kalten) Krieg und in vielen Hinsicht eine sehr schöne Zeit.



Ich hatte mich immer in gleichen Eigenschaften (musikalisch, künstlerisch begabt, ruhig, sehr intelligent) verliebt. Nur heute hauen mich diese Leute nicht mehr um. Wenn ich wieder jemanden finden würde, der authentisch ist, mich nicht manipulieren will, mich so nimmt wie ich bin, dann würde ich sofort zugreifen 😀. Aber wo finde ich so jemanden?
Ich habe tatsächlich vor 7 Jahren jemanden kennengelernt. Er war Witwer und ich hätte ihn auch vielleicht in engeren Wahl genommen, wenn er folgenden Anmerkung nicht beiläufig losgelassen hätte: « Als wir telefoniert haben, dachte ich du fährst Porsche und hast ein iPhone. Aber du bist total anders. » Dieser Satz hat alles gesagt, was ich von ihm wissen wollte.

Ansonsten waren nur irgendwelche Männer, die eine Nebenbeziehung suchten oder wie du es beschreibst ein F+ und F++ usw. anstrebten. Ich sage dazu nur nein danke.
Was ist jetzt an Porsche und iPhone negativ? Wer das will und es sich leisten kann, soll es halt haben.
 
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