• #1

Warum verhält sie sich so merkwürdig?

Hallo liebe ElitePartner Mitglieder, ich habe eine Frage zu meiner aktuellen Situation, welche ich so noch nicht gehabt habe, und einfach selbst keine Antwort finde.
Zu meiner Beziehung: Ich bin mit einer sehr liebevollen Frau seit 7 Monaten zusammen. Sie ist sehr sozial und engagiert sich in vielen Bereichen. Sie verbringt viel Zeit damit Flüchtlingsfamilien zu unterstützen (auch finanziell) und ist in zahlreichen Gruppen zur Unterstützung von Menschen, denen es nicht so gut geht.

Sie ist so etwas wie eine Mutter Teresa.
Allerdings ist es jetzt schon ein paar mal passiert, dass wir über bestimmte Themen (vor allem in den Bereichen, in welchen sie sich engagiert) diskutiert hatten, da ich manches anders sehe. Sie aber trotzdem unterstütze bzw. ihr natürlich nicht im Wege stehe.
Bei den Diskussionen reagiert sie sehr forsch und teilweise mit einer Härte und fast schon Aggressivität gegenüber dem Diskussionspartner, dass ich nicht weiß wo das her kommt.

Vor ein paar Tagen hatten wir eine Diskussion und ich wurde als A* bezeichnet und sollte gehen.
Das passt aber meines Erachtens nicht zusammen oder irgendetwas stimmt hier nicht so ganz.
Auf der einen Seite ist sie so sozial und hilft allem und jeden, kann keine Filme angucken, in dem es auch nur ein wenig Gewalt gibt, und reagiert auf der anderen Seite selbst unheimlich aggressiv. Ihre Meinung wird auch nicht überdacht oder darf in irgendeiner Weise kritisiert werden.

Nun zeigt sie noch folgende Verhaltensweisen: Sie hat ein paar Ticks im Verhalten selbst, immer räuspern, Bewegungen machen mit dem Kopf etc. Sie ist pedantisch Ordnungsliebend. Dinge (selbst im Kühlschrank) werden sortiert, müssen in bestimmte Richtungen stehen etc. Halte ich mich nicht an diese Ordnung, werde ich gemaßregelt.
Sie Plant und verplant auch alles. Wenn ich zusage, und dann doch absage, weil ich krank bin oder sogar ins Krankenhaus muss, hängt der Haussegen schief. Schleppe ich mich dann vom Arzt doch auf die Veranstaltung, ist alles wieder gut.

Wie kann ein Mensch so durchorganisiert und sozial sein und auf der anderen Seite so aggressiv und dominant gegenüber dem Partner?

Es hat manchmal den Eindruck, dass sie sich mit diesen sozialen Sachen etwas bewirkt für sich. Das heißt, sie hilft Menschen, diese sind froh um die Hilfe und nehmen sie dankend an und widersprechen ihr ja nicht.

Gibt es solche Charaktere oder Psychische "Störungen" bei denen man bewusst schwache Menschen sucht, denen man hilft?
Zudem wurde sie wohl früher in der Schule gemobbt und ihre Eltern haben teilweise auch ihr Geld bedürftigen Familien gespendet, und ihre eigenen Kinder hatten keine Schuhe etc.

Und bezüglich des lieben und liebevollen Charakters, im Bett ist dies gar nicht der Fall.
Was mich dazu bewogen hat, mich hier im Forum anzumelden war, jetzt vor ein paar Tagen diese Beschimpfung mit du A* und das sie mich rausgeworfen hat.
Nun ich freue mich auf eure Antworten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Hallo FS,

es gibt durchaus Menschen, die gerne helfen-aber nicht altruistisch sind...sie wollen/brauchen Bestätigung für ihr Ego. Hier muss man eben differenzieren, ob die Frau hilft, damit es ihr besser (purer Egoismus) geht oder sie wirklich Mitgefühl hat. Es ist schwierig, aber die Frau ist finde ich nicht ganz normal...
Hat sie ggf. Bolderline?

Sie scheint sehr emotional und dich dann anzugreifen. Dieses aggressive, impulsive und sich nicht im Griff haben..also die Tendenz ist da. Im Bett wie läuft es da?

Also liebevoll und herzlich klingt anders. Dazu kommt diese Ordnungsliebe, Pedantierie...das klingt nach Zwangsstörung und kann schon sehr extrem sein. Das hängt auch mit Perfektionismus zusammen. Ich muss sagen, dass ich mit ganz ordentlichen/pedantischen Menschen überhaupt nicht klarkomme...das ist mir zu unspontan und unlebendig..immer diese Regeln und Vorschriften.

Mal im Ernst. Sie hat dich rausgeworfen. Zieh du den Schlussstrich. Ich würde mir das nicht mehr geben...
 
  • #3
Natürlich gibt es Charaktere oder Störungen, die damit einhergehen, anderen helfen zu müssen. Man nennt es auch Helfersyndrom. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe auch eines.

Warum sie aggressiv wird, wenn Ihr darüber diskutiert: ganz einfach, das ist ihr wunder Punkt. Vielleicht triggerst Du ganz genau ihre Themen und Probleme oder sagst einfach nur die Wahrheit.

Sie wurde früher gemobbt. Und nun hilft sie anderen. Eine formidable Möglichkeit, seinen Selbstwert zu steigern und geachtet zu werden. Endlich mal wichtig sein. In stärkeren Ausformungen kompensiert man damit eine innere Leere, schafft sich einen Lebensinhalt (was ja eigentlich nicht schlecht sein muß) und bekommt Macht und Kontrolle über andere Menschen.

Zudem scheint sie mir noch zwanghafte Züge zu haben, siehe das Sortieren des Kühlschrankes. Damit wollen die Betroffenen eine gewisse Kontrolle über ihr Leben bekommen. Und wehe, die anderen machen das nicht genauso gut.

Insgesamt würde ich sagen, hast Du Dir da eine ziemlich gestörte Frau an Land gezogen, eine Großbaustelle. Eine glückliche Beziehung wirst Du auf Dauer mit ihr nicht führen können. Aber das weißt Du ja inzwischen.

Nun frage Dich, warum Du für sie so anfällig bist. Wärst Du völlig intakt, wärst Du nicht auf sie abgefahren. Du wirst auch eigene Themen haben, vermute ich mal. Du kannst Dir nicht überlegen, sie zu ändern. Das wirst Du nicht schaffen. Du kannst Dir nur überlegen, ob Du auf Dauer mit ihr klar kommst. Merke Dir eines: retten kannst Du allerhöchstens Dich. Wenn Du klug bist, dann bleibst Du A* (Zitat) dort, wo sie Dich hinbefördert hast: nämlich weit weg. Damit hat sie Dir schon eine Entscheidung abgenommen.

Ich verstehe nur Deinen Eingangssatz nicht: ".... eine Beziehung zu einer sehr lieben Frau". Sorry, aber ich finde, Du hast da wirklich auch ein Problem....
 
  • #4
Wie kann ein Mensch so durchorganisiert und sozial sein und auf der anderen Seite so aggressiv und dominant gegenüber dem Partner?

Du hast eine Beziehung zu einer "sehr lieben" Frau?

Nun, @heidi007, dir gegenüber verhält sie sich eben ganz und gar nicht wie eine Mutter Teresa. Vielleicht nervst du sie einfach.

Dafür stört dich, dass sie ein paar Ticks im Verhalten hat, wie immer räuspern, Bewegungen machen mit dem Kopf etc., dass sie pedantisch ist und sogar die Dinge im Kühlschrank sortiert haben will, (müssen in bestimmte Richtungen stehen etc.)

Du willst dich nicht maßregeln lassen, dich nicht an ihre Ordnung halten, dich nicht verplanen lassen, z.B. wenn du krank bist. Ist doch okay.

Es sollte es dir piepegal sein, warum sie auf der einen Seite so überaus sozial ist (anderen gegenüber) und auf der anderen Seite so dominant und aggressiv (dir gegenüber).

Es passt eben nicht zwischen euch. Hake es ab und gut ist.
 
  • #5
Ich bin mit einer sehr liebevollen Frau seit 7 Monaten zusammen.
Bei den Diskussionen reagiert sie sehr forsch und teilweise mit einer Härte und fast schon Aggressivität gegenüber dem Diskussionspartner, dass ich nicht weiß wo das her kommt.

Das passt doch nicht zusammen! Leg die rosa Brille ab.

Es hat manchmal den Eindruck, dass sie sich mit diesen sozialen Sachen etwas bewirkt für sich. Das heißt, sie hilft Menschen, diese sind froh um die Hilfe und nehmen sie dankend an und widersprechen ihr ja nicht.

Dein Eindruck täuscht vermutlich nicht. Es gibt nicht wenige Leute, die in erster Linie sozial tätig sind, um sich selber gut zu fühlen und nicht um etwas für andere zu tun. Solche Menschen sind mir auch schon begegnet. Dabei ist es ihnen wichtig, dass andere davon Kenntnis nehmen, wie sozial engagiert sie sind. Und ja, Widerspruch dulden solche Menschen in der Regel nicht. Nicht vom Partner und auch nicht von den Menschen, für die sie sich angeblich engagieren. Die sollen einfach dankbar sein.

Ob deine Freundin eine psychische Störung hat, kann dir hier natürlich niemand sagen. Mir wäre das ehrlich gesagt auch egal. Hast du denn das Gefühl, sie würde professionelle Hilfe suchen? Wohl kaum. Solche Menschen sehen kaum ein, dass sie ihr Verhalten ändern sollten. Die Fehler suchen sie bei anderen.

Vor ein paar Tagen hatten wir eine Diskussion und ich wurde als A* bezeichnet und sollte gehen.

Das geht ja wohl gar nicht! Lass dir das nicht gefallen. Spätestens jetzt wäre ich endgültig weg.

Nun frage Dich, warum Du für sie so anfällig bist. Wärst Du völlig intakt, wärst Du nicht auf sie abgefahren. Du wirst auch eigene Themen haben, vermute ich mal.

Dem stimme ich zu. Ein mit sich selbst zufriedener, ausgeglichener Mensch hält sich von solchen Personen fern und lässt sich nicht auf eine Beziehung mit ihnen ein. Jeder hat seine Macken, aber es gibt Grenzen.
 
  • #6
Hallo heidi007

Sieht fast so aus als leide deine Freundin an Zwangsstörungen und an Narzistischer Persönlichkeitsstörung. Letzteres würde ihren starken Drang nach Anerkennung und dominante Verhalten dir gegenüber erklären. So leid es mir tut, aber für deine seelische und körperliche Gesundheit, rate ich dir dich schnell von ihr zu verabschieden.
Ganz viel Kraft.
Liebe Grüsse
 
  • #7
Liebe FS,

es ist ein hässlicher Begriff, aber mir fällt da spontan das Wort "Gutmensch" ein. Leute, die ach so sozial sind gegenüber Fremden, Menschen, mit denen sie keine engere Verbindung haben. Gegenüber ihren nächsten Mitmenschen aber intolerant und selbstgerecht bis dort hinaus sind. Es ist nämlich viel schwieriger, in einer engen Partnerbeziehung korrekt und "gut" zu sein als gegenüber entfernten Bekannten. Denn mit einem Partner muss man sich wirklich und ernsthaft auseinandersetzen, sich zurücknehmen, Widerspruch aushalten. Ja, und deine Freundin hat bewiesen, dass sie genau dazu nicht fähig und bereit ist. Und du hast schon richtig erkannt, dass sie mit ihrer Hilfe auch einen gehörigen Anteil an Eigeninteresse verfolgt. Nämlich das, sich besser als andere zu fühlen. Besser als andere, die in ihren Augen intolerant, dumm oder was auch immer sind. Und bei denen hat sie dich auch eingeordnet. Ganz schön narzisstisch...
Sei froh, dass du die los bist! Die wäre dir bald nur mehr unermesslich auf die Nerven gegangen.
 
  • #8
Gibt es solche Charaktere oder Psychische "Störungen" bei denen man bewusst schwache Menschen sucht, denen man hilft?
Ja klar und Du hast das mE auch genau richtig beschrieben:
Es hat manchmal den Eindruck, dass sie sich mit diesen sozialen Sachen etwas bewirkt für sich. Das heißt, sie hilft Menschen, diese sind froh um die Hilfe und nehmen sie dankend an und widersprechen ihr ja nicht.

Es klingt auch so, als würde sie selbst Gewalt erlitten haben und nun durch ... keine Ahnung, wie das psychologisch richtig heißt, ich sage mal "Kompensationshandlungen" versuchen, ihre Probleme zu verarbeiten.
ihre Eltern haben teilweise auch ihr Geld bedürftigen Familien gespendet, und ihre eigenen Kinder hatten keine Schuhe etc.
Ich finde das krank. Und da kannst Du ja schon sehen, dass sie nicht umsorgt aufgewachsen ist. Ich denke mal, da wurden ständig Schuldgefühle gemacht.
Das Natürliche wäre ja, seine eigenen Kinder zu schützen, damit DIE es zu allererst gut haben. Aber sie haben die eigenen Kinder ihrem Narzissmus geopfert.

Aber das alles hilft Dir nur zur Erklärung, denn Deine Partnerin oder Expartnerin muss ihre Probleme ja selbst bearbeiten. Soll heißen, Deine Beziehung wird nicht besser damit, dass Du das Problem mehr oder weniger vage erkennen kannst. Es hilft Dir nur, der Beziehung nicht konfus nachzuweinen und ein wenig zu verstehen, warum es auch für Dich besser ist, dass die Beziehung nicht weitergeführt wird. Denn als A. würde ich mich von niemandem beschimpfen lassen. Wer so über mich denkt, kann mich ja auch schlecht für eine Partnerin halten, denn wer ist schon mit einem A. zusammen.

Es ist doch irgendwie auch wie mit den Eltern. Sie haben den ganz armen Kindern gespendet und ihre eigenen Kinder, zu denen sie eine emotionale Bindung hätten haben sollen, vernachlässigt. Deine Ex hilft auch den Bedürftigen, die ihr dankbar sind und nichts fordern, keine Augenhöhe haben und wo sie der barmherzige Engel sein kann, der mit nichts als Dankbarkeit betrachtet wird. Das machst Du nicht, bei Dir wären es die echten Emotionen, Du übst Kritik, Du forderst, dass sie ihre Probleme erkennt, es ist die emotionale Bindung, die natürlich in einem Paar nicht eine Person als Engel sehen kann und den anderen als A..

Menschen wie Deine Exfreundin helfen wirklich viel, aber nur denen, die auch "unter ihnen" bleiben (ich kenne sowas, dass der Obdachlose vorm REWE nicht mit Barmherzigkeit bedacht wird und man ihm nicht mal ne Spende gibt, wenn man schon keine Zeitung kauft. Der ist nicht arm genug, ein doofer Deutscher, vermutlich selbst schuld am Schicksal).
Aber sie sind grauenhafte Partner, weil sie immer anderen den Vorzug geben, die ihren Narzissmus befriedigen. Das machst Du nicht, denn Du stellst sie in Frage, siehst ihre Macken und widersprichst.
 
  • #9
Hallo Heidi! Diese Tics sind mir besonders aufgefallen. Das könnte Tourette sein, schonmal daran gedacht? Genau dieses Kopfschütteln hatte mein Sohn als 7 jähriger. Er bekam diese Diagnose. Jetzt, mit 28 Jahren hat sich das so ziemlich verflüchtigt, Tourette hat er aber trotzdem. Das andere sieht nach ein er Zwangsstörung aus. Da fallen mir noch diese Ausdrücke auf, die manche Menschen mit Tourette aussprechen, aber nicht bewusst böse gemeint. Das sind auch Tics.
Ich denke, ein Besuch beim Psychologen wäre hilfreich, muss aber von ihr selbst kommen. Alles Gute!
 
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