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  • #1

Warum nur hat es wenige Generationen zuvor noch mit dem/der Einen geklappt,

mit der/dem es ein Leben lang anhielt?
 
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  • #2
Weil es wenige Generationen zuvor noch eher üblich war, dass einer der beiden einen Teil seiner Bedürfnisse hintangestellt oder sich ein Ventil dafür gesucht hat. 60 Jahre Ehe klappen nur, wenn man sich arrangiert. Das heißt meistens: Wenn einer zurücksteckt.

Heute ist der Selbstverwirklichungsdrang größer. Gepaart mit einer gewissen Kompromisslosigkeit führt das wohl unweigerlich dazu, dass Beziehungen eher scheitern.
 
  • #3
Hats das wirklich oder hat man sich nur den konventionen gebeugt?

Ich glaube dass sich in dieser Beziehung der Mensch sich nicht wirklich verändert hat. Früher hat man halt einfach in der Beziehung ausgehalten und sich dann eben innerhalb der Ehe anderweitig orientiert. Früher war nicht alles besser, und das schon gar nicht.
 
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  • #4
Fragt euere Großeltern, solange sie noch leben ... ich bin gespannt auf die Antworten derer die es wissen müssen - derer die nur darüber spekulieren gibt es genug.

Die meisten Menschen haben einfach zu vielem eine Meinung und zu wenig Wissen.
 
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  • #5
Warum das so war und heute nicht mehr ist, das kann ich nicht sagen. Die Ursachen sind vielfälltig und nicht einfach zu analysieren. Ich würde sagen, gesellschaftlicher Wandel und die Emanzipation - nicht nur von Frauen. Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung berichten. Ich war 20 und lernte meine - damals 18-jährige - Ehefrau kennen. Als wir uns gerade zwei Wochen kannten und das zweite mal getroffen haben, haben wir gewußt, dass wir füreinander geschaffen sind und irgendwann den Bund fürs Leben schließen werden. Diese Erkenntnis kam nur durch ein vertrauensvolles, offenes Gespräch zu stande, ohne taktische Spielchen, ohne Imponiergehabe. Wir haben uns so gegeben wie wir tatsächlich waren und haben das ausgesprochen was wir tatsächlich dachten und fühlten. Von da an haben wir beide auf das Ziel Ehe und Familie hin gearbeitet. Durch verschiedene Umstände konnten wir erst zwei Jahre später heiraten, und glaube mir, es war der schönste Augenblick in meinem Leben, als sie Sagte: ja ich will, bis der Tod uns scheidet. Für solche und ähnliche Erlebnisse ist man dem Partner ein Leben lang dankbar und man zehrt davon um Höhen und Tiefen einer langjährigen Ehe zu meistern. Unsere Ehe dauerte dann 29 Jahre, und wurde durch den viel zu frühen Tod meiner Frau beendet. Mit der Überzeugung, dass eine wunderbare Partnerschaft doch möglich ist, bin ich auf EP gegangen. Das was ich hier erlebe ist ein Horror. Angeblich suchen hier alle einen Partner, aber keiner will aus seinem Schneckenhaus heraus. Alle halten sich bedeckt, ein offenes Gespräch ist nicht möglich. Das sieht man schon an den Beiträgen hier im Forum: wann darf ich ihn anrufen? soll ich ihn als erste anrufen? warum ruft er nich an? usw. usf. Diese Fragen bringen mich zum Lachen, auf der anderen Seite zeigen sie, wie arm wir geworden sind wenn es darum geht Gefühle zu zeigen und zu äußern. Es muß alles durchgeplant, durchgecheckt und durchgerechnet werden. Es weden Prioritätenlisten erstellt und Zeitpläne. Für alles: für den ersten Anruf, das erste Treffen, wie lange die Kennenlern-Phase dauern soll usw. Wo ist dann die Spontaneität? Wo ist dann das "auf-den-anderen-sich-einlassen"? dem anderen zu vertrauen? Herzensbildung? Fehlanzeige. Ich vertrete die Meinung, dass die heutige Jugend sehr egoistisch ist und nicht gelernt hat richtig zu lieben. Liebe wird oft mit Liebschaft/Sex verwechselt und darauf lassen sich keine langfristigen Beziehungen aufbauen. (m,51)
 
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  • #6
Meine Eltern waren etwas mehr als 50 Jahre zusammen. Als sie sich anfreundeten, war er ihr erster Partner und sie seine erste Partnerin. Das letzte, was Vater meiner Mutter vor der Operation sagte, an der er vor einem Jahr verstarb, war: "Ich habe ein schönes Leben mit Dir verbracht."

Vater und Mutter waren genau _gleich_ ausgebildet. Ich hatte subjektiv nicht den Eindruck, einer hätte gegenüber dem anderen "mehr" zurückgesteckt, was immer das bedeuten soll. Ich hatte auch nicht den Eindruck, sie hätten sich wider den eigenen Interessen krampfhaft "Konventionen gebeugt", oder "innerhalb der Ehe anderweitig orientiert".

Es mag sein, dass dieses Lebensmodell nach subjektiver Ansicht mancher heutiger Leute in vielem minderwertig und unterlegen ist. Ob die statt dessen offerierten Alternativen - mit den angeblich unvermeidlichen Trennungsnarben usw. - andererseits _wirklich_ so viel besser sind?!

Ich jedenfalls höre immer viel Zweckoptimismus heraus, wenn diese Gedanken geäußert werden. So frei nach dem Schema: Ich bin seelisch behindert, finde das aber im Nachhinein geil. Echt ehrlich, und überhaupt.

So untypisch ist das Lebensmodell meiner Eltern übrigens nicht. In meiner Nachbarschaft und Straße finde ich in der Generation meiner Eltern links und rechts, wohin ich auch schaue, keine einzige Scheidung. Und das ist nur 1 Generation eher als die meine.
 
  • #7
In erster Linie, weil es ein Tabu war, sich zu trennen!

Eine geschiedene Frau katapultierte sich
1. ins gesellschaftliche Abseits und konnte
2. sich diesen Zustand, ohne finanzielle Not zu erleiden, einfach nicht erlauben.

Persönliches Glück wurde notgedrungen der harten Realität untergeordnet. Vor allem die Kriegsgeneration meiner Eltern und Großeltern. Bei meiner Mutter und Großmutter waren die Wirren des Krieges so hart, dass der pure Überlebenskampf keine Kraft mehr übrig ließ, sich um persönliche Wünsche u kümmern.

Die Ehe meiner Großeltern endete sowieso früh durch den Tod meines Großvaters, der schwer krank aus dem Krieg zurück gekehrt war.
In der Ehe meiner Eltern hat es alles andere als "geklappt"! Auch mein Vater kam krank, seelisch gebrochen und mit total anderer Persönlichkeit aus dem Krieg zurück. Jedoch wollte meine Mutter ihr Versprechen "Bis dass der Tod uns scheidet", erfüllen. Die Ehe war schlecht, aber nach außen hin wurde die Fassade gewahrt.

Ich könnte noch viele ähnliche Geschichten erzählen, jede einzelne ein Hinweis, dass früher die Ehen überhaupt nicht besser "geklappt" haben.
Sie hielten - mehr nicht.
 
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  • #8
Ganz einfach, vor allem wegen wirtschaftlichen Abhängigkeiten!
Und unsere Großeltern haben weiterhin in ihrem Leben nicht annähernd soviel ''Einflüsse'' von außen auf's ''Ich'' gehabt, wie das für andere Generationen später der Fall ist.
 
  • #9
... weil man da noch zusammenleben MUSSTE um es irgendwie zu schaffen.. jetzt ist der Single wesentlich besser dran sein Leben zu meistern.

ganz simpel.. der Mensch ist eine faule Sau, warum Kompromisse wenn der Pizzamann die Küche ersetzt?.
 
  • #10
Weil man nicht so lange lebte also quasi nicht so lange aushalten musste.
Weil es zumindest einseitig echte Abhängigkeiten gab (Frauen finanziell abhängig vom Mann, Mann konnte ausweichen/fremd gehen, Frau nicht, Frau musste es trotzdem aushalten, schlecht nur für uneheliche Mütter)
Und damit der nächste Grund gesellschaftliche und religiöse Ächtung, also Druck von außen, statt Halt von innen.
Das ganze besonders hart in dörflichen Strukturen wo jeder von jedem weiß und ohne moderne Verkehrstechnik und Arbeitswelt. Anonymität kaum vorhanden.
Auch die Intelligentesten, z.B. Einstein hatten Beziehungsprobleme!
Glücklicher waren die im Durchschnitt wohl kaum, höchstens mehr abgelenkt aufgrund so viel anstehender Arbeit.
 
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  • #11
Die Kirche hat ihren Einfluss verloren. Der materielle Zwang zusammen bleiben zu müssen existiert nicht mehr wie früher.

Bis vor 60 J. waren Eheleute oft nur kurze Zeit zusammen bis einer im Krieg oder im Kindbett starb.

Alle dies lange miteinander geschafft haben haben begriffen dass jeder seine eigenen Wege gehen darf um dann wieder nach Hause zu kommen. Wir haben eine neue Zeit !
 
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  • #12
Ganz ehrlich, früher war es einfach so, daß sich die Partner gegenseitig gebraucht haben um die täglichen Dinge des Alltags zu meistern - vor allem gemeinsam. Heute in Zeiten der Emanzipation der Frau - meist sind sie wirtschaftlich unabhängig und verdienen ihr eigenes Geld, sind sie außer in jungen Jahren zur Gründung einer Familie und Kinder zu bekommen, selbst in der glücklichen Lage ihren Alltag zu meistern. Und den Sex kann man sich ja überall holen - muß ja keine fixe Beziehung sein.

m53
 
  • #13
@#4

Die Situation ist für Dich sicher alles andere als einfach. Aber Du ein paar Punkte bedenken:

Das Forum ist weder das reale Leben, noch spiegelt es E.P.-Bekanntschaften repräsentativ wieder. Hier wird vieles, vom no-go über nice-to-have bis must-have, vertreten. Wenn man aber (auch über E.P.) Menschen draußen trifft, sind es ganz normale Frauen und Männer, die sich aus welchen Gründen auch immer für diesen Weg der Partnersuche entschieden haben. Ansonsten unterscheiden sie sich nicht vom Rest der Menschheit.

Du hast Dich früh gebunden und Deine Frau viel zu früh verloren. Jetzt bist Du 51 Jahre und findest Dich plötzlich auf dem Singlemarkt wieder. Deine Verunsicherung ist sicher groß und dann liest Du hier auch noch all den Quatsch, wer wann anruft, ob es sich besser im Supermarkt oder im Omnibus flirten läßt und welcher BMI noch okay ist. Laß Dich nicht noch weiter verunsichern und sei einfach wie Du bist. Wenn Du authentisch und natürlich bist, dann machst Du nichts falsch. Der Partner, den man nur deshalb findet, weil man sich verstellt und irgendwelche Spielchen spielt, ist ohnehin nicht der richtige.

Offensichtlich hattest Du eine tolle Frau und Ihr hattet eine schöne Zeit. Du darfst aber nicht vergessen, daß andere tolle Frauen anders toll sind. Solange Du potentielle Partnerinnen an Deiner verstorbenen Frau und Deiner Ehe mißt, wird es nichts werden. Das liegt dann aber nicht an den Frauen.

Wie Du zu Deinem Urteil über heutige Jugend kommst, kann ich nicht nachvollziehen. Wo nimmst Du Dein Wissen her? Mit wievielen Menschen dieses Alters sprichst Du den lieben langen Tag? Oder schließt Du von diesem Forum und und nachmittäglichen Talkshows auf die heutige Jugend? Das wären untaugliche Erkenntnisquellen. Ich bilde nebenher junge Juristen aus und habe nicht ansatzweise den Eindruck, den Du wiedergibst. Die heutige Jugend ist anders als meine und nochmals anders als Deine. Aber daß sie sehr egoistisch sei und nicht zu lieben gelernt habe, kann ich wahrlich nicht sagen.
 
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Gast

  • #14
Antwort auf Deine Frage: die heutige Dekadenz hat alles durcheinander gerafft. An erster Stelle steht das Geld (Status, Auto), dann der Sex (schon Kinder werden damit konfrontiert), dann die Tiere (extreme Fürsorge und Ersatz von Kindern) und ganz ganz weit hinten der Mensch. Werte, Religion und Prinzipien werden niedergetrampelt, ohne Rücksicht auf andere. Aber dass die heutige Generation da so egoistisch ist kann ich anhand meiner Kinder nicht so annehmen. Menschen sind eben Menschen, das war früher so und ist heute auch so. Wie sich das in der Gesellschaft widerspiegelt ist eine andere Sache. Bis zu einem gewissen Grad tragen wir die Verantwortung dafür, wo setzen wir die Basis an und wo verbleiben die Grenzen.
Und warum früher die Ehen länger anhielten? Da sollten man besser diejenigen fragen, die sie auch durchgeführt haben.
 
  • #15
weil bei einer Trennung die Frau als Hexe verbrannt wurde oder als Ehebrecherin gesteinigt. Um zu überleben blieb man zusammen.Mit Liebe hatte das nur in den wenigsten Fällen zu tun. Eine lebenslage glückliche Bindung gab es vor Generationen genauso selten wie heute. Nur heute kann man ohne einander überleben, früher eben nicht.
 
  • #16
Also, ich hab mal durchgezählt in meiner Familie und der neiner Partnerin:

Glückliche Paare: unglückliche Paare (langjährig, bei nur einer Scheidung)

Grosseltern : 2:2
Eltern 0:2
unsere Generation: 5:2

Die Familien deshalb weil wir da vieles genauer sehen als in der Nachbarschaft.

Also war zumindest in unseren Familien früher nicht alles besser.
 
V

Vicky

  • #17
Nun, natürlich war damals nicht alles besser. Es gab halt so gut wie keine Scheidungen. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass eine Ehe glücklich war, bloß, weil sie formal existierte. Und wer kennt nicht Beschreibungen von alten Leuten, die dann irgendwann damit rausrücken, dass sie nur zusammen geblieben sind, weil es die Konventionen so verlangten. Und im Falle der Frau stand man ja meist vor dem finanziellen Ruin, weil man nichts Richtiges gelernt, nie einen richtigen Beruf ausgeübt hat. Klar, dass wir uns diese Zeiten nicht ernsthaft zurückwünschen - und schon gar nicht als Frau.


ABER: Bloß, weil es die Negativ-Beispiele gab, darf man nicht vergessen, dass es sehr wohl auch Ehen gab, die tatsächlich glücklich waren. Denn in dem Bemühen, zu zeigen, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war, wird oft so getan, als wenn keine einzige Ehe damals glücklich gewesen sein konnte.

Und noch mehr Ehen waren wahrscheinlich einfach nur zufrieden, also nicht ständig glückselig - aber im grünen Bereich. Und ich glaube, dass es von diesen zufriedenen Ehen damals mehr gab als heute. Aber da war man eben auch zufrieden, wenn alles rundlief, man sich gut verstand, die Kinder gediehen. Solche Diskussionen, wie: Kann man mit einer Frau zusammen bleiben, die nicht "bläst" oder die zwar bläst aber nicht "schluckt" o.ä. wären damals wohl undenkbar gewesen. Wenn es langweilig wurde, so wurde das als normale Entwicklung gesehen und nicht als "wir haben uns auseinander entwickelt" deklariert.

Die Leute sind damals eben in eine Ehe gestartet und haben sie ernst gemeint. Viele, die heute heiraten, tun das doch so nach dem Motto: "Klar sind wir total verliebt und wollen uns nie scheiden lassen. Aber wenn es nicht klappt (oder wenn mir ein Besserer / eine Bessere über den Weg läuft) lassen wir uns halt scheiden." Natürlich finde ich es gut, dass es die Möglichkeit der Scheidung gibt und sie weder den finanziellen noch den sozialen Ruin bedeutet. Aber allein, dass jeder weiß, dass eine Scheidung jederzeit problemlos möglich ist, lässt die Leute schwere Zeiten nicht mehr so gut durchstehen wie früher. Und früher hat man auch oft die Erfahrung gemacht, dass es nach schweren Zeiten sehr wohl wieder gute geben kann. Dieser Erfahrung berauben sich viele heutzutage, die schon beim ersten schlechte-Zeiten-Zyklus Schluss machen.

@ #14

Ich verstehe zwar, was Du meinst aber hier ging es dem FS ja nicht um die "guten alten Zeiten" ;) in denen noch verbrannt und gesteinigt wurde. Es ging ja nicht mal um Zeiten wie sie Effi Briest erlebt hat (wenn ich das historisch richtig einordne), sondern gerade mal um unsere Eltern- und Großelterngeneration. Ich glaube, es ist zu kurz gegriffen, allein die rigiden Gesellschaftszustände und -normen von früher verantwortlich zu machen. Die Leute waren in der Eltern- und Großelterngeneration ganz anders gewillt, zusammen zu stehen. Und das fehlt heute bei vielen. Ich selbst will mich da gar nicht ausschließen..
 
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  • #18
Früher kamen Alleinstehende oder gar Alleinerziehende finanziell nicht über die Runden und wenn dann am Rande der Armut. Wer über 25 noch nicht verheiratet war, war stigmatisiert. Berufstätigkeit der Frau gab es weniger oder gar nicht, Kinderbetreuung - insbesondere in Westdeutschland und im ländlichen Raum - auch nicht. Die Mobilität war deutlich geringer und so blieb man zusammen aus Not, Gewohnheit, sozialem Druck, finanziellen Gründen usw.
Nichts davon hat mit persönlichem Glück und Liebe zu tun.

Ich finde es heute hundertmal besser. Was ein Paar aus ihrer Liebe und Beziehung macht, liegt immer noch an den beiden. Die äußeren Faktoren sind weggefallen/geringer geworden, das verpflichtet ein Paar, sich selbst um ihre Liebe / Beziehung zu kümmern.
 
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  • #19
Frag doch mal nach der Einstellung und den Werten dieser Generationen.
Meine Eltern sind fast 50 Jahre lang verheiratet. Wenn sie sich richtig gezankt haben, brüllten sie sich an: "Ich lass mich scheiden!" Aber sie wussten, das würden sie nie tun.
Für sie beide gilt die Unverbrüchlickeit der Ehe. Sie haben einst gelobt "in guten wie in schlechten Zeiten!" und das nehmen beide sehr ernst.
Sie werden oft beneidet um ihre feste Ehe. Aber sie haben auch Höhen und Tiefen erlebt, aber eben gemeinsam, nie einsam.
Heute wird in schlechten Zeiten die Kurve gekratzt. Der Mann wird arbeitslos und bekommt Depressionen - und tschüss. Die Frau bekommt einen Schlaganfall und lallt trotz Sprachtrainings - und tschüss.
Vielleicht hält man Menschen, die heute dennoch bleiben, für blöde.
Aber dessen sollte man sich doch bewusst sein, wenn man ehelicht. Viele Dinge wachsen auch und wachsen zusammen.
So etwas wünsche ich mir auch. Und bleibe damit Außenseiterin....
 
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  • #20
mir faellt da so viel zu ein und eigentlich weisst alles auf die dekandenz unserer gesellschaft hin....

Emanzipierung die am Ziehl vorbeigeschossen ist (Sorry Maedels, aber was heute von nem Mann verlangt wird ist unmoeglich), Medien die die Gesellschaft lenken und garnix mehr mit wahrheit und echtem gesunden Menschenverstand zu tun haben (Was die einem vorgaukeln oder als gute Werte presigeben geht echt auf keine Kuhhaut), sondern eher mit Geldeintreiberei.

Nachkriegskinder+ deren Kinder haben wohl mehr Wertschaetzungen, Respekt und "bessere Grudwerte" wie zB 68 er +Kinder..ganz schlimm
je mehr diese nachhallende Nachkriegszeit in den generationen unter geht, um so dekadenter und egoistischer wird alles, was sich natuerlich im "Miteinander" widerspiegelt.
sorry, das hoert sich jetzt hart an...aber uns muss es schlecht gehn, damit ein Miteinander nochmal funktioniert...den Schritt zurueck zu Zivilcourage und alten Werten etc geht nicht im wachsenden Wohlstand und wachsender Dekadenz (da gedeiht nur Egoismus und Spass)... geht nur durch ne Katastrophe und die tatsaechliche folgende Notwendigeit, Arbeiten zu muessen, Ziele zu haben die nicht gerade "schoene Fingernaegel", "mit wem steig ich heut denn ins bett", "hmm der sieht aber besser aus als mein Mann" sind, sondern das (ueber) Leben selbst!

es gibt einfach keine niotwendigkeit mehr zusammen zu bleiben...uns gehts zu gut als dass wir ehrlich und aufrichtig zu uns waeren und freiwillig auf die Vorzuege dieser Gesellschaft verzichten (will ich ja auch nicht)

Die Menschen fliegen zum Mond und sind ueberfordert, wenn ein Kind ins Spiel kommt...brauchen 100 Ratgebern von Menschen die mit ihren freagwuerdigen erziehungsmethoden oder Eheberatungen sich die Secke voll machen...aber das natuerlichste der welt nemmer hinbekommen....naemlich einen Nachwuchs grosszuziehen und ihm ein umfeld schaffen was ihm keine stoerungen einbrennt.......hallo?!!

Ich bin soo stolz auf meine Eltern, Grosseltern, dass sie es wie #18 beschrieben geschafft haben und gleichzeit so verbittert, wenn meine naechste Freundin wieder am Ex haengt...argh!!!

Meine eltern habe mir erzaehlt, dass es frueher auch diese Promiskusitaet nciht gab, weils einfach die Verhuetung nciht gab....man hat sich ein Maedel ausgesucht und ist meist mit dem ersten maedel alt geworden....so einfach!!..
 
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  • #21
Da kann ich # 18 nur zustimmen.

Alte Ehen halten vor allem deshalb, weil niemand perfekt ist, die Partner aber gelernt haben um Verzeihung für ihre Fehler und Verfehlungen zu bitten und weil einem auch verziehen wird. Die Liebe wächst mit jedem Streit dem eine Versöhnung folgt.

Meine Eltern feiern nächstes Jahr "Goldene" obwohl es ständig Zoff gab, ich selbst brachte es nur auf 21 Jahre, was aber nach heutigen Maßstäben immer noch gut sein dürfte.

M/46
 
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  • #22
Natürlich gab und gibt es glückliche Ehen. Das Post von # 4 ist ein Beispiel und ich kenne zwei Ehen, von Mittdreißigern, die seit mittlerweile zehn Jahren halten und sehr glücklich sind. Aber es gibt eben auch andere. Heute hat man dann die Möglichkeit sich zu trennen. Früher nicht so sehr. Daher finde ich es heute besser.

Meine Großmütter waren beide sehr unglücklich in ihren Ehen, obwohl meine Großväter beide tolle Männer waren. Aber es hat halt einfach nicht gepasst. Einer meiner Großväter hat später eine andere kennengelernt, die wesentlich besser zu ihm gepasst hätte. Ich kannte die Dame und fand auch, dass sie gut zu ihm passte. Aber sie kamen nie wirklich zusammen, denn das ging einfach nicht.... Ich fand es immer tragisch wie unglücklich meine Großeltern in ihren Ehen waren.

Man hat heute die Freiheit zusammen zu bleiben oder sich zu trennen. Freiheit ist nie schlecht. Dass der einzelne vielleicht zu viel Gebrauch von ihr macht, kann doch nicht das Prinzip als solches in Frage stellen! ich bin sehr sehr froh, dass ich heute lebe. Mein Partner weiß jedenfalls, dass ich aus Liebe bei ihm bin und nicht aus Zwang....
 
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  • #23
@19: Schade, daß Deine Verbitterung so groß ist, daß es mit der Rechschreibung nicht klappen will.
 
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  • #24
Weil die Frauen von den Männern fiinanziell abhängig waren! Und die Konventionen, die Konventionen... (siehe #2)
 
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  • #25
Ist doch ganz einfach...es war alles viel herzlicher/menschlicher...heute geht alles ausschließlich nur ums Geld...
 
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  • #26
Hier noch mal die #4
Stimme #18 vollkommen zu. Genau das war unsere Einstellung zu Ehe und Familie.
Hat jetzt weder mit Religion/Kirche noch mit Geld etwas zu tun. Meine Frau hatte selbst einen Beruf von dem sie sich ( gut) "ernähren" könnte. Wir gehörten keiner vergangenen, sonder der jetzigen Generation an. Uns standen also alle "Vorzüge" und Möglichkeiten, die die heutige Zeit so bietet "zur Verfügung". Wir kämen aber nie auf die Idee, diese zu nutzen. Für uns zählte einzig und alleine das Versprechen, das wir uns gegeben haben. Und damit waren wir - das darf ich behaupten - beide sehr glücklich. Natürlich gab es Tiefen und Höhen. Schöne Momente und auch Streit. Aber gerade im Streit haben wir darauf geachtet, dass in Feuer des Gefechts der Andere nicht verletzt wurde. Haben immer daran gedacht, dass wir dem Anderen am nächsten Tag auch noch in die Augen schauen wollen, ohne sich zu schämen.
@12 Volljurist: und das nenne ich Liebe! Und das sind die Eigenschaften, dei der heutigen Jugend fehlen. So komme ich zu meinem Urteil, dass heutige Jugend nich richtig lieben kann.
Mein Wissen beziehe ich keineswegs aus Talkshows o.ä. Habe selbst drei Kinder im Alter von 18 bis 28 Jahre. Darüberhinaus bin ich noch berufstätig und habe viel mit jungen Menschen zu tun. Diese sind 20-25 Jahre jünger als ich. Ich beobachte also tagtäglich im RL, dass die Werte die wir lebten und leben für die meisten jungen Menschen gar keine mehr sind. In Einem gebe ich Dir Recht. Die heutige Jugend ist anders als meine und Deine; die meint nämlich, alles mitnehmen zu müssen was das Leben so bietet. Und hier liegt der Hund begraben.
 
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  • #27
Der moralische (christliche) Druck war größer. Es klappte nicht besser, sondern es hatte gefälligt lebenslang zu funktionieren. Scheidung oder Trennung ging nicht und galt als Schande/Sünde.

Bloß weil es früher wenig Scheidungen gab, heißt es noch lange nicht, dass die Leute glücklich bzw. glücklicher miteinander waren.
 
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  • #28
Die Grundwerten des Menschen waren doch viel besser, gegenüber heute: Anstand, Moral, Verläßlichkeit, Menschlichkeit usw., das sind die wahren Gründe...die materiellen Werte machen den Menschen kaputt...das Geld (Status, Prestige, Wohlstand, Lebensstandard usw.) steht im Mittelpunkt...nicht der Mensch...
 
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  • #29
"Warum nur hat es wenige Generationen zuvor noch mit dem/der Einen geklappt,mit der/dem es ein Leben lang anhielt?"

Es hat nicht geklappt!

Für Männer gab es keinen Grund sich scheiden zu lassen - sie hatten Job, Frau und Geliebte. Sie hatten alles, was sie benötigten. Frauen konnten sich nicht scheiden lassen, weil sie faktisch zudem noch bei dem damals gültigen Scheidungsrecht nach der Schuldfrage selbst bei Schuld des Ehemannes keinen Unterhalt bekamen. Der Selbstbehalt der Männer wurde richterlich damals so hoch angesetzt (Stichwort "Wahrung des Status"), dass Frauen keinen Pfenig Unterhalt bekamen.

Frauen haben zwar auch damals schon Berufsausbildungen abgeschlossen, aber bitte bedenke: bis in die 70er Jahre hinein benötigte eine Ehefrau die Genehmigung ihres Ehemannes arbeiten gehen zu dürfen! Wurde dies vom Ehemann (z.B. aus Statusgründen) nicht erlaubt, war eine Frau schnell aus dem Erwerbsleben raus und schlecht qualifiziert für den Arbeitsmarkt. Ließ eine Frau sich dann scheiden, war sie zwangsläufig darauf angewiesen, zu ihren eigenen Eltern zu ziehen und sich zumindest vorübergehend von ihnen unterstützen zu lassen - keine besonders verlockende und oft auch gar nicht machbare Aussicht.

Erst mit der Einführung der Sozialhilfe zu Beginn er 60er Jahre war die nackte Existenz der Frauen finanziell abgefangen. Die Akzeptanz dieser Unterstützung bei der Gesellschaft war gering - man schlug sich als geschiedene Frau lieber so durch.
Frauen KONNTEN sich gar nicht scheiden lassen, weil sie kein Geld weder für Wohnung noch für Essen hatten! Und dies ist nicht übertrieben.

Also verharrten Frauen in ihrer Ehe. Und gewiss nicht, weil es so schön war.
 
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  • #30
@28
also die 60er sind nun doch echt mal 50 Jahre rum...also der Werteverfall kam, nach meiner Meinung, ab so ca 19 80-90 auf. Also erst in den letzten Jahren....Dass Frau 100% gleichberechtigt ist, ist ganz grosses Kino....aber ich glaub diese Tabubrecherei, was ja eigentlcih von den Medien aufkam, um gut Knadder zu verdienen (Sex und Grenzueberschreitungen verkaufen sich gut) haben die Gesellschaft und die Werte in den Dreck gezogen (wo Geld ist spielt Moral keine Rolle mehr und der Mob rennt diesem Preudotrent hinterher).....
wie oben schon jemand sagte...es besteht das Bedürfnisse alles mitgenommen haben zu muessen und jede Moeglichkeit ausgekostet zu haben..was ein Humbug... bei diesen Moeglichkeiten, die man vors Auge gehalten bekommt MUSS man doch unzufrieden werden, wenn man sich cniht von dieser Manipulation abwenden kann!!

so aber doch nochmal was zur Frau:
Hier, im Elite Forum sind wohl gestandene Frauen, will euch nicht ans Bein treten, aber manch Frau kommt mir in den letzten Jahren so dermassen aus ihrer Rolle gerissen vor, dass sie wie herrenlose Schafe von Kerl zu Kerl huepfen und etwas suchen, was die Medien ihnen vorgaukelt sein zu muessen, aber nie sein kann (Scheidung Trennungen und Unzufriedenheit kommen ja heut fast ausschliesslich von der Frau..sag cih mal so lapidar)....sie muessen ONS haben, obwohl sie doch immer mit dem Herzen dabei sind, Sie muessen erfolgreich sein, obwohl sie doch eher emotionale Menschen sind und der Mann halt der Pragmatiker...Die Ehe muss 100% Glueck bedeuten und mann muss sich doch bitte schoen direkt trennen, wenn seine Selbstverwirklichungsplaene in ehen nciht klappen.......Mutti sein ueber das Elternjahr hinaus zaehlt als faul und nicht mehr geachtet (obwohl gerade das fuer einen gesunden Nachwuchs essentiell ist)...irgendwo ist im Mensch halt noch drinne, dass die Evolution einen Part gemacht hat, der die Familie zusammen haelt und Nachwuchs behuetet und ein Part das Essen beischleppt und diese Famile schuetzt...und ich denk, dass die Emanzipation hier total uebers Ziel hinaus geschossen ist. Es BRAUCH eine Rollenverteilung in einer funktionierenden Famile. Und bevor jetzt die Feministinnen anfangen zu maeckern: Das schließt auf keinen Fall die GLeichberechtungung aus! nur das verantwortungslose Spiel mit Beziehungen sollte echt mal genug sein udn Frau sollte nochmal wissen, dass sie Frau ist.

ich komm aus einer glueklichen Famile und 90 % der Eltern meiner Freunde sind auch mit ueber 60 noch gluecklich zusammen.
Im Freundeskreis haeufen sind jetzt schon mit Ende 20 die Scheidungen, weil die Maedels abgehauen sind (ausnahmslos ueberemanzipierte Maedels die das Leben auskosten muessen und ploetzlich eine Ehe als einengend empfinden oder einfach Emotional flexibel sind).....
also meine ganz persoenliche Meinung ist, dass, zumindest in meiner Generation und meinem Umfeld, Scheidungen von Frauen ausgehn, die mit Ende 20, mitte 30 immernoch nicht verstanden haben, dass Beziehung Arbeit, Verantwortung, Weiterentwicklung, Kommunikation und Kompromissbereitschaft bedeutet...nein, kein Spiel und nicht ausnahmslos SPass, was es doch laut Medien sein MUSS!!...vielleicht auch noch nicht wirklich die Faehigkeiten eines Erwachsenen haben (das Erwachsenenalter wird ja heutzutage auch bis zu ue 30 aufgeschoeben...blos keine Verantwortung)...ja es kann sogar Selbstaufgabe bedeuten, wenn kinder ins Spiel kommen und das nun mal mehr fuer die Frau, da das die Bindung zu Mutter sehr wichtig ist sonst gibbets Kinder mit knall....aber wer will das schon..und Trennungen nach dem ersten Kind sind auch sehr haeufig!
ich hab das jetzt leider nur aus diesem BLick erlebt....Maenner in meinem Bekanntenkreis fielen IMMER aus allen Wolken, dass Frau ploetzlich mit nem anderen abraucht...

bei Ehen, die nach 20-30 Jahren Krieseln hab ich keine Erfahrungen...vielleicht ist da echt eine Notwendigkeit, jahrelange Probleme mit der Scheidung zu beenden *schultrzuck*

ich mein, wenn jemand kein Bock hat sich einzuschraenken etc, dann solle er/sie halt nicht heiaten...aber wer ist heut shcon so selbstreflektiert....
und mal so nebenbei... meine Erfahrungen sidn auch, dass Menschen, die halt nciht die 100000 Moeglichkeiten haben, die nciht jeden Tag im I net haengen und die 1000 Moeglichkeiten vor Augen haben, ja, dass die in ihren Moeglichkeiten zufriedener sind und auch mehr geben um diese eingeschraenkten Moeglichkeiten zu behalten und die Weichen fuers Leben schon frueh gestellt haben da das ja IHR Leben ist und nicht das irgendwelcher Weltverbesserungsfuzzies die doch eh nur aus Unzufriedenheit und eigenem Unvermoegen getrieben sind