• #91
Das ist so nicht korrekt- das Jugendamt kann nicht über das Umgangsrecht entscheiden, dass macht nur ein Richter!
Das ist richtig. Trotzdem würde zunächst das Jugendamt den Sachverhalt prüfen und dadurch eine Grundlage für den Richter liefern.

Desweiteren wird das Jugendamt auch ein Gespräch mit dem Erziehungsberechtigten führen.
Klar, das meinte ich ja damit, dass mein Ex da ein Problem werden könnte.

Das wird im totalen Krieg enden du glaubst nicht ernsthaft das der Kindsvater auch nur im entferntesten positiv gestimmt sein wird?
Deswegen habe ich ja vorerst nicht vor, das Jugendamt einzuschalten und vor Gericht zu ziehen. Genau aus diesem Grund und weil das mehr Stress auslöst, als dass es uns irgendwas bringt.

Ich muss dir ganz ehrlich sagen ich finde euch BEIDE, deinen Ex und dich schwer egoistisch!
Ich versuche, nicht egoistisch zu sein. Sonst wäre ich längst beim Jugendamt gewesen, um meinen Willen durchzusetzen. Ich möchte nicht um alles in der Welt mein Recht auf Umgang einklagen, wenn das Kind dann darunter leidet, dass das alles so feindselig ist. Deshalb möchte ich ja vorher nochmal abwarten und dann versuchen ein Gespräch mit dem Vater zu führen und eventuell notfalls warten bis das Mädchen selbst entscheiden kann, wen es trifft. Ich versuche, nicht an mich zu denken, sondern an die Interessen des Kindes. Sie möchte den Kontakt zu mir und ich versuche, wie ich den möglich machen kann, ohne, dass es eskaliert.
 
  • #92
Ich wünsche Dir viel Erfolg auf dem weiteren Weg und vielleicht wird Dir die kleine Dame später einmal sehr dankbar sein.
Ich hoffe, dass dein Ex noch zur Vernunft kommt, wenn er erkennt, dass er mit seinem Verhalten seiner Tochter schadet. Alles Gute!
Danke euch beiden. Ich hoffe, dass irgendwann alles ein für alle zufriedenstellendes Ende findet.
 
  • #93
Deshalb möchte ich ja vorher nochmal abwarten und dann versuchen ein Gespräch mit dem Vater zu führen und eventuell notfalls warten bis das Mädchen selbst entscheiden kann, wen es trifft. Ich versuche, nicht an mich zu denken, sondern an die Interessen des Kindes. Sie möchte den Kontakt zu mir und ich versuche, wie ich den möglich machen kann, ohne, dass es eskaliert.
Ich schätze das so ein, dass du so lange warten musst, bis das Kind selbst entscheiden kann, ich glaube nicht, dass der Vater nur einen Millimeter nachgibt, es ist eher umgekehrt, dass sich das Ganze noch vielmehr verdichten würde!
 
  • #94
Also ich habe nicht bis am Schluss alle Beiträge verfolgt.

Und ich sehe das etwas anders als die Meisten hier.

Vorab hätte ich an Deiner Stelle sehr das Bedürfnis zu wissen, wie diese Information an den damaligen Partner gelangte. Es kann ja auch sein, dass er Dein Natel kontrollierte, seine Tochter was zufällig entdeckte, Deine Mails gehackt wurden. Wem hast Du es berichtet? Dann würde ich es mit dieser Person besprechen, denn Eifersucht ist schnell da und ein paar falsche Mutmaßungen sind schnell gemacht.

Ich habe von aussen den Eindruck, dass Du aber rasch alles verarbeitet hast für das ihr immerhin 7 Jahre zusammen gewesen seid. Schnell abgehakt. Auch lese ich nur immer, dass er "Schuld" ist. Du hast zwar eingeräumt, dass Du es ihm besser hättest erzählen sollen. Ich frage mich, wie kommt es dazu dass jemand Deine Nummer bekommt ohne dass der Partner das erfährt?

Mich würde das an seiner Stelle auch extrem verletzen. Vielleicht hast Du Dich auch plötzlich anders verhalten, immerhin hat ein anderer Mann um Dich zu kämpfen begonnen, auch wenn Sexualität das Ziel war. Manche Frauen blühen dann auf, werden fröhlicher, wollen mehr Sex daheim, kleiden sich wieder mehr körperbewusst usw.

Wie authentisch bist Du ihm gegenüber wirklich gewesen? Wo hast Du Masken getragen?

Dann zu dem Kind. Wenn ich jemand sehr liebe und diese Person mich dementsprechend sehr enttäuscht, dann möchte ich wirklich Null, aber ganz Null mit der Person was zu tun haben. Dieser Selbstschutz ist üblich. Dazu gehört auch, dass er keinen Kontakt will- auch nicht für das Kind. Du hast ihn betrogen in seinen Augen- das schlimmste Vergehen. Vielleicht hat er auch Anderes noch entdeckt? Was er Dir nicht sagen kann weil er sonst zugeben müsste dein Natel oder Briefverkehr kontrolliert zu haben?
Auch ich möchte lieber nie mehr meinen Exmann sehen und zu tun haben, aber leider bin ich durch die Kinder ein Leben lang an ihn gebunden. Dein Expartner aber kann das einfordern.

Dein ehemaliger Partner hat Dich nie als voller Mamiersatz akzeptiert. Die Wunde mit der Kindesmutter sitzt zu tief. Darum hast Du in seinen Augen auch kein Recht dazu dies einzufordern.

Also ich habe vollstes Verständnis dass er Dich einfach voll und ganz aus seinem Leben streichen möchte.

Nun zum Kind. Das steht zwischen Stühlen und Bänken, eine sehr unschöne Rolle. Wie ein Scheidungskind mitten drin, beide Eltern ziehen in anderer Richtung an dem Tau.

Dazu trägst Du mit Deinen Verhalten bei. Verstehe mich nicht falsch, Du hast Dich finde ich super verhalten und äusserst korrekt. Auch spürt man, dass Dir dieses Kind wirklich an das Herz gewachsen ist. Aber Du änderst das Tauziehen nicht. Nicht wirklich.

Ich würde deshalb, sollte das Kind sich noch mal von sich aus bei Dir melden, alles auf eine Karte setzen.
 
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  • #95
Du weisst es gibt nur die Option rigoros alles zu cutten, Du hast keinerlei Rechte. Darum noch einen letzten Versuch. Ich würde falls das Kind noch einmal plötzlich auftaucht es zusammen zum Vater zurück begleiten und ein Gespräch zu Dritt versuchen. Denn wenn Du es nur cuttest bist DU der Bölimann, das Kind fühlt sich auch von Dir verletzt und das finde ich nicht okay. So erlebt sie wenigstens die Wahrheit dass der Vater das unterbindet. Sie muss versuchen ihm klar zu machen wie wichtig Du ihr bist. Und Du ihm dass Du kein Gegener und keine Konkurrenz bist und Dich nie einmischen wirst, auch wenn er eine neue Frau hat.
Merkst Du was? Schwierig gelle, steckt eben doch mehr dahinter....
Machst Du dem Kind wirklich einen Dienst, wenn das Vaterverhältnis noch mehr getrübt wird? Es kann sein dass er sich sooo aufregt dass nun seine eigene Tochter ihm auch hintergeht ( und niemand ihn liebt und ihn wertschätzt)... dass er sich ihr gegenüber noch mehr verschließt.
Machst Du dem Kind damit wirkkich einen Dienst???
Prüfe zudem: Geht es darum dass das Kind bei Dir einen inneren Mangel ausfüllt und Dir fehlende Wertschätzung gibt? Geht es um siegen oder zu verlieren? NimmDich total raus, es geht nicht um Dich!!- mache ja keine Selbstillusionen und belüge Dich selber nicht.
 
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  • #96
Eltern wollen vor lauter Liebe den Kindern immer alle Steine aus dem Weg räumen. Das Leben ist aber zum Lernen da. Schicksalsschläge. So wird man bewusst, weise und reif.
Eine harmonische Lösung gibt es nicht für das Kind. Akzeptiere Du bitte dass der Vater das noch nicht schafft, eine rationale Lösung. Erkenne auch dass es wirklich ein Drahtseilakt ist und bleibt...Irgendwann ist eine neue Frau in diesem Haushalt und wird deine Rolle ein Stück weit ersetzen. Denke langfristig. Wird diese Frau die Freundschaft mit dem Kind akzeptieren? Wird der Vater es dann unterbinden? Würdest Du das akzeptieren wärst Du die neue Frau? Eifersüchtig weil man die emotionale Bindung spürt? Wird das Kind die neue Frau richtig annehmen?

Je länger ich schreibe wird mir klar, wozu ich tendiere: Besser dem Kind liebevoll klar machen all das was ich Dir geschrieben habe. Das Kind wird noch oft in der Liebe schmerzvolle Abschiede erfahren. Du bist eben in der undankbaren Rolle, die Erste zu sein. Du hast aber die Chance, ihr das auf wunderschöne und liebevolle und konsequente!!! Art zu vermitteln. Und dann nimm auch Du Abschied und schaue nach vorn. Lasse das Kind in Liebe los. Denke nicht mehr an sie und wisse, Du warst ein Lehrer und sie wird daraus reifen an der Geschichte.

Man kann nicht die Steine immer aus dem Weg räumen.
 
  • #97
Du bist eben in der undankbaren Rolle, die Erste zu sein. Du hast aber die Chance, ihr das auf wunderschöne und liebevolle und konsequente!!! Art zu vermitteln

Narandu,
Du hast Deine sehr spezielle Art, Dinge zu sehen zu beurteilen.

Aber hier gibt es eine quasi Mutter - Tochter Beziehung.
Dieses Verabschieden und Kappen würde immer Spuren hinterlassen.

Nein, man kann nicht auf liebevolle Art vermitteln, wenn eine Mutter ein Kind in Stich lässt.

Da fehlt mir jegliches Verständnis.

W, 51
 
  • #98
Normalerweise ist das Kappen üblich!!

Lionne69....jedes Kämpfen bringt doch nur Scherben... ich halte es für unrealistisch weiter Hoffnungen zu schüren... es gäbe wenn- nur der Weg hintenrum.

Sie ist nicht die Mutter. Das Kind hat eine Mutter nehme ich an. Sie war wenn schon in der Rolle einer Stiefmutter. Und selbst das duldete der Vater nur bedingt.

Die einzige Chance ist, dass es was gebracht hat dass unterdessen Zeit verflossen ist. Dass der Vater vielleicht seinen Schmerz unterdessen etwas verdauen konnte. Und darum wieder etwas bereitwilliger ist seine Zusage zu geben. Darum würde ich mutig noch mal einen Versuch starten für ein Gespräch zu Dritt wenn das Kind erneut kommt.

Ich selber vermeide Falschspiele bewusst.

Was ist denn für Dich die Lösung???
 
  • #99
Das bedeutet, dass Omas, Freundinen, Tanten, einfach wohlgestimmte Frauen sich aus dem Leben des Kindes heraushalten sollen, weil "sie ja nicht die Mutter" sind.. Das Kind braucht keine speziell genannte Person als Muttetersatz, das Kind braucht ZUVERLÄSSIGE Person als Mutteretsatz. Wenn der Vater alle zwei Jahre neue Frau ins Haus holt, ist das besser, als eine beständige, wenn auch Ex??
Sorry, als Mutter muss man sich mit jedem Volldepp Vater arrangieren und seine Präsenz im eigenen Leben dulden, aber die Frau soll sich raushalten, weil dem Mann seine Partnerin nicht mehr genehm ist?? Ja, sie ist nicht die Mutter des Kindes, aber als langjährige Bezugsperson hätte sie auch Rechte.
Auch wenn ich hier wieder unangenehm auffalle, es gibt eben geschlechtliche Unterschiede und da merkt man hier besonders, dass Frauen ehe rücksichtsvoller und vorausschauender handeln - statt daran zu denken, wie das Mädchen wieder die weibliche Bezugsperson verliert und Lösungen zu überlegen, ohne dass der Mann der FS persönlich begegnen muss, ist seine einzige Sorge, die FS könnte sich an ihn ranmachen ..?? Also sorry , wer mich nach mehrjähriger Beziehung wie einen Hund auf die Straße setzt und zwar unter einem Vorwand, der soll froh sein, wenn ICH mit ihm jemals ein Wort reden würde.
 
  • #100
Liebe Narandu, die Mutter ist bei einem Unfall gestorben, dass Kind wurde noch schnell geholt, bevor sie verstarb. Insofern gab es nie eine emotionale Mutterfigur für das Mädchen. 7 Jahre haben FSin und er eine innige Beziehung geführt, in einem Haushalt, wie Eheleute, sie ist für das Mädchen real die Mutter. Warum er sich getrennt hat, weiß die FS nicht, es gab mit dem Arbeitskollegen keinen Austausch und keine schlüpfrigen Details, die er hätte finden können. Einzig vielleicht eine Wechslung ihrer Person, mit einer Frau, welche ihr ähnlich sieht, aber dennoch redet man mit seiner Partnerin und nutzt es nicht als Vorwand. Bis zu ihrem Auszug, gab es bei ihm auch keine neue Frau, und warum sollte die neue Frau etwas dagegen haben, wenn sich die Tochter mit der Ex trifft? Die Verhältnisse, wenn sie geklärt wären, sind dann von der neuen zu akzeptieren und ich glaube auch, dass es der Neuen ein bisschen gelegen kommt und zuspielt, wenn sie die Tochter in guter Betreuung weiß, und die Paarzeit mit dem Vater für sich nutzen kann.
Und einfach mal mit dem seit 6-Monatrn völlig abblockenden und unzugänglichen Ex reden, dass Kind, sofern es vor der Tür steht, nach Hause fahren und ein Gespräch erzwingen, funktioniert nicht. Erst letztens umgekehrt erlebt, er steht vor der Tür, will reden und sein Kind sehen und sie ist nicht Redebereit, dass geht schnell und höflich, auch mit dem dezenten Hinweis auf die Polizei. Soweit will sie ihn doch nicht weiter verärgern, sie will das Gegenteil etwas positiv erreichen, nur wenn er nach 6 Monaten sich so redeunwillig verhält, wird er dies sicherlich auch nach 1 Jahr oder anderthalb Jahren, leider... einfach weil er sie zur Persona non Grada abstempelt. Und wenn es vielleicht wirklich so ein Eigersuchtsding ist um die Liebe der Tochter, die gern auch bei der FSin länger bleiben hätte wollen, dann passt es gerade nicht, Umgang zu gewähren, auf den er Eifersüchtig ist und ihn aus Neid unterbinden sucht. Er hat nur die Tochter, ist selbst Einzelkind und die Tochter hat eine Verbündete, welche sie als Mutter empfindet.
Ich würde den Kontakt heimlich halten, aber ausgehend von der Tochter. Die Tochter weiß bereits seit 6 Monaten, dass ihr Vater den Kontakt ihr unterbindet und macht es trotzdem, weil sie die FS liebt. Es geht der FS auch, neben Liebe und Muttergefühl, ein bisschen um die weibliche Seite, Pubertät, Heranwachsen zur Frau, Probleme mit ihren Freundinnen, vielleicht Zuspruch bei ihren Hobbys, erste Schwärmerei...
Sie ist die emotionale Mutter und versucht Kontakt zu halten zu „ihrem Kind“, (vor allem die Tochter empfindet es genauso, die FS drängt sich nicht einseitig auf). Gleiches gilt umgekehrt, wenn Väter Kontakt zu ihren Kindern suchen und die Mutter dies sabotiert und unterbindet. Hier kann man schlecht was raten, aber Verabschieden und damit der Tochter sagen, man hat sie nicht mehr liebt oder aus den Augen aus dem Sinn, 7 Jahre einfach weggewischt, geht in meinen Augen gar nicht.
 
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  • #101
Sie ist nicht die Mutter. Das Kind hat eine Mutter nehme ich an. Si

Du solltest doch mal einen Thread lesen.

Dieses Mädchen hatte nie eine andere Mutter, ihre leibliche Mutter ist schon lange verstorben.
Santra ist die einzige Mutter, auch en sie sie nie so genannt hat, ist sie das.

Wen betrachtet man denn so - den Menschen, die sich kümmert, die Welt erklärt, tröstet, mit einem freut und lacht...
Und die FS hat tatsächlich sogar Rechte.

Was tut man einem Kind an, wenn man ihm eine wichtige Bezugsperson nimmt, bzw. erst recht, wenn sich diese abwendet?

Ich bin ganz bei @andereFrau.

Ja, mich triggert das Thema, ich hätte gerne liebevolle, echte Eltern gehabt.
Bei manchem meiner Freundinnen die Mütter gekapert...
Und meine Söhne hat es sehr tief getroffen, dass sich ihr Vater abgewendet hat.

W, 51
 
  • #102
Vorab hätte ich an Deiner Stelle sehr das Bedürfnis zu wissen, wie diese Information an den damaligen Partner gelangte.
Glaub mir, das hat mich sehr beschäftigt. Aber selbst wenn er irgendwas von mir gehackt hätte etc. hätte er nichts gefunden. Es gab nichts zu finden. Die Situation mit dem Kollegen spielte sich nur persönlich ab. Wir leben hier aber in einem eher kleinen Ort, mein Ex kennt viele Menschen, von denen ich nicht weiß, dass er sie kennt. Wahrscheinlich kennt er wen, der wen kennt, der an der gleichen Schule arbeitet wie ich. Oder aber er weiß gar nichts von der Situation mit dem Kollegen und die Fremdgeh-Idee kam von ganz woanders. Inzwischen ist es mir egal. Denn, um mal darauf einzugehen:
Eindruck, dass Du aber rasch alles verarbeitet hast
Ich hatte lange daran zu knabbern, habe versucht, mit ihm zu reden, zu erfahren, was eigentlich passiert ist. Und er blockte ab. Und dann wurde mir klar: Jemanden, der mich so prompt, komplett und ohne mit mir zu reden, aus seinem Leben schmeißt, ohne mit der Wimper zu zucken, den möchte ich gar nicht an meiner Seite. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und ich vermisse so einiges aus diesen Jahren, aber wer mich so behandelt, macht es mir leicht, über die Trennung hinweg zu kommen.
wie kommt es dazu dass jemand Deine Nummer bekommt ohne dass der Partner das erfährt?
Er hat meine Nummer schon länger, aber aus beruflichen Gründen. Das weiß mein Ex auch. Da hat es aber fast nie private Gespräche gegeben und der Flirtversuch war wie gesagt in realer Person.

Wie authentisch bist Du ihm gegenüber wirklich gewesen? Wo hast Du Masken getragen?
Ich weiß es nicht. Scheinbar lief bei uns einiges nicht mehr so rund, wie es für mich den Anschein hatte, aber wie gesagt, das ist mir inzwischen egal. Er soll sein Leben leben wie er meint. Und ich bin bereit dazu, mit alldem umzugehen, wenn wir der Tochter zuliebe wieder Kontakt hätten.

Dein ehemaliger Partner hat Dich nie als voller Mamiersatz akzeptiert.
Das weiß ich, das wusste ich schon immer. Aber er hat zugelassen, dass ich eine Bezugsperson des Kindes werde, ähnlich wie wenn man entscheidet, mit jemandem ein Kind zu zeugen. Und dann sollte man meiner Meinung nach ein Leben lang bereit sein, mit dieser Person zusammen das Beste fürs Kind zu geben. Und das ist nunmal, wenn ein Kind alle Bezugspersonen möglichst behält. Auch wenn man sich verkracht, man hat sich irgendwann mal dazu entschieden, zusammen eine Familie zu sein.
 
  • #103
Das ist nicht ganz korrekt. Ich hätte Rechte, nur möchte ich diese ungern gerichtlich einklagen. Damit helfe ich dem Mädchen vermutlich eher nicht. Das ist nur noch mehr Stress und Streit.

zusammen zum Vater zurück begleiten und ein Gespräch zu Dritt versuchen
Sie wird vermutlich erst mal nicht mehr herkommen, da ich ihr gesagt habe, dass das gegen den Willen des Vaters nicht so gut ist.

So erlebt sie wenigstens die Wahrheit dass der Vater das unterbindet.
Das weiß sie. Das hat er selber ihr sogar gesagt. Er hat ihr verboten, zu mir zu gehen.

Sie muss versuchen ihm klar zu machen wie wichtig Du ihr bist.
Das ist vielleicht das einzige, das ihm zum Umdenken bringen könnte oder es bewirkt genau das Gegenteil, weil er nicht möchte, dass wir so eine enge Bindung haben. Aber ich werde da sowieso nichts machen. Das Letzte, das ich vorhabe, ist dem Mädchen Anweisungen zu geben, wie sie sich ihrem Vater gegenüber verhalten soll. Sie wird da selbst eine Entscheidung treffen. Vielleicht nimmt sie das Verbot so hin, vielleicht straft sie ihn mit Schweigen (macht sie aktuell gerne, wenn sie sauer ist), vielleicht sagt sie immer wieder, wie gerne sie mich sehen würde. Ich weiß es nicht, aber so oder so, darauf habe ich keinen Einfluss und möchte ich auch nicht.

Und Du ihm dass Du kein Gegener und keine Konkurrenz bist und Dich nie einmischen wirst
Das habe ich so oft versucht, ihm klar zu machen.

Geht es darum dass das Kind bei Dir einen inneren Mangel ausfüllt und Dir fehlende Wertschätzung gibt?
Nein, es geht darum, dass ich das Beste für "meine" Tochter möchte, sie liebe und nicht verlieren möchte. Und dass es ihr Wunsch ist, mich zu sehen. Natürlich möchte ich das auch. Natürlich hat sich mein Leben die letzten Jahre nur darum gedreht, für sie da zu sein und da fehlt jetzt etwas, aber darum geht es mir wirklich nicht. Dann würde ich still leiden und sie in Ruhe lassen. Hätte sie den Kontakt nicht gesucht, würde ich nicht drüber nachdenken, hier irgendwas zu machen. Es geht nicht um mich.

Ich möchte mich hier nicht als perfekt und einzigartig darstellen, aber für das Kind bin ich ihre Mutter. Für sie bin ich einzigartig. Das kann nicht "ersetzt" werden. Sicher kann eine andere Frau, den Platz einnehmen, aber für das Mädchen wird es nicht das gleiche sein.
 
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  • #104
Würdest Du das akzeptieren wärst Du die neue Frau
Gegenfrage: Wär ich die Mutter, würden wir darüber reden? Nein, denn dass eine Mutter (oder wahlweise ein Vater) nach einer Trennung Kontakt zum Kind behält, ist normal und das wissen auch nachfolgende Partner. Wo ist bei mir der Unterschied? Dass das Kind nicht meine Gene trägt? Das ist irrelevant. Sie ist mit mir großgeworden.

Wenn ich das lese, denke ich daran zurück, wie die Kleine weinend vor meiner Tür stand. Meinst du, bei einem Kind, das so den Kontakt zu mir sucht, ist das wirklich die Entscheidung, die dem Kind am meisten dient?

Sie war wenn schon in der Rolle einer Stiefmutter
Rechtlich gesehen ja. Emotional gesehen nein.
Und selbst das duldete der Vater nur bedingt.
Geht es um den Vater oder geht es um das Mädchen?

das Kind braucht ZUVERLÄSSIGE Person als Mutteretsatz.
Richtig. Sie muss sich auf jemanden verlassen können. Sie ist bisher sehr behütet aufgewachsen, das möchte ich ihr nicht nehmen. Ich möchte ihr zeigen, dass jemand da ist und sie liebt. So vielen Kindern fehlen solche Bezugspersonen und ihrer wird der Kontakt zu ihr verweigert..

Die Tochter weiß bereits seit 6 Monaten, dass ihr Vater den Kontakt ihr unterbindet und macht es trotzdem
Richtig. Ich habe sie ja noch gefragt, ob der Vater einverstanden ist, sie meinte ja. Warum sollte sie sonst lügen? Sie wusste genau, dass er das nicht möchte, hat sich dem aber bewusst widersetzt. Das sagt viel darüber aus, wie wichtig ihr das ist.
Ja, mich triggert das Thema, ich hätte gerne liebevolle, echte Eltern gehabt.
Jedes Kind verdient Eltern, die da sind, egal, was passiert. Und nichts anderes möchte ich sein. Für ein Kind, das ich mehr liebe als mein eigenes Leben. Jedes Elternteil wird das verstehen. Die Liebe zum "eigenen" Kind ist mit nichts zu vergleichen.
 
  • #105
Santra, ich versuche hier, möglichst zu allen Foristen neutral zu bleiben, unabhängig davon, ob ich deren Meinung teile oder nicht, aber ich empfinde persönlich, dass Narandu auf irgendeinem komischen Trip ist. Da ist nichts mit objektiver sachlicher Meinung, nur Frust und Intoleranz. Gib dir bitte nichts drauf, rechtfertige dich nicht, bei manchen ist eine Diskussion sinnlos, weil die gar nicht diskutieren wollen. Du hast hier genug gute Lösungsvorschläge bekommen, die paar frustrierte unsacliche Kommentare gibt es hier in jedem Tread, nimm es nicht persönlich.
 
  • #106
Dieses Mädchen hatte nie eine andere Mutter, ihre leibliche Mutter ist schon lange verstorben.
Santra ist die einzige Mutter, auch en sie sie nie so genannt hat, ist sie das.
Du bist die emotionale Mutter dieses Kindes und ich finde es äußerst verantwortungslos von ihm, dass er seiner Tochter sowas antut, wo sie doch schon einmal eine geliebte Person verlieren musste.

Ich würde abwarten, bis sich die Gemüter seinerseits wieder etwas beruhigt haben.

Wenn die Kleine den Kontakt zu dir sucht, dann würde ich ihn ihr nicht verwehren. Es ist ihr gutes Recht. Das müsste er auch akzeptieren lernen.
Das mag die einfachste Lösung sein, aber sicherlich nicht die idealste. Bezugspersonen kann man nicht beliebig austauschen - das macht was mit der Psyche des Kindes und überträgt sich dann auf ihre späteren Beziehungen. Will er das wirklich verantworten ? Kann ich mir kaum vorstellen ....

Aktuell scheint er ziemlich irrational zu handeln. Das kann sich aber mit dem nötigen Abstand wieder legen. Und den scheint er gegenwärtig zu brauchen. Weshalb auch immer ...
 
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  • #107
Dann denkt mal umgekehrt: Ihr habt einen Freund, es geht in Brüche, ihr hasst ihn dafür. Das Kind hängt aber an ihm. Ihr regt Euch aber so über ihn auf, dass ihr nicht das Kind zu ihm lassen möchtet. In Euren Augen ist er ein falscher Hund.
Und dass das Kind ihn liebt, ist wie Oel ins Feuer gießen.

Im Leben heisst es immer Abschied nehmen von geliebten Menschen, man zieht um, man bekommt Krach, jemand stirbt....

Wenn sich eine Tür schließt öffnet sich eine Neue.

Sauber wäre es dem Kind zu sagen: Gib mir ein halbes Jahr Zeit um Abstand zu gewinnen. Danach ist Kontakt haben okay.

Es müsste ein Nachgeben auf beide Seiten sein.
Ja, für das,Kind ist es schmerzlich. Ob es gleich psychischen Schaden bekommt- kann sein, muss aber nicht. Manchmal kann man aber den Schmerz nicht nehmen...
 
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  • #108
Sauber wäre es dem Kind zu sagen: Gib mir ein halbes Jahr Zeit um Abstand zu gewinnen. Danach ist Kontakt haben okay.
Die Trennung war vor 6 Monaten, die FSin wohnt mittlerweile in ihrer eigenen Wohnung, sie ist Lehrerin, hat mit Kindern täglich zu tun, 7 Jahre war der direkte persönliche Umgang möglich, soweit müsste er sie kennen, dass er theoretisch seiner Tochter nicht den Kontakt verbieten sollte. Und wegen Abschied und loslassen, selbst bei Umzug in eine andere Stadt gewährt man liebgewonnenen Bezugspersonen Kontakt, schriftlich, telefonisch, die FSin ist nicht ganz aus der Welt oder hat sich dermaßen unmöglich benommen, dass man plötzlich sie aus dem Familienleben eliminieren müsste, selbst wenn ein vager Verdacht besteht über was auch immer, redet man darüber, deswegen halte ich das ihr vorgeworfene Fremdgehen für einen Vorwand, die ist bei ihm sehr viel Wut, die sich bei ihm auch nach 6 Monaten Abstand nicht gemäßigt hat, dass reden möglich wäre, da sitzt mM etwas anderes tief. Nur da kommt die FSin nicht ran, er schweigt sich aus.
Es müsste ein Nachgeben auf beide Seiten sein.
Ja, für das,Kind ist es schmerzlich.
Die FSin hat in meinen Augen schon „nachgegeben“, sie hat die Trennung akzeptiert, ist ausgezogen, fragt nicht mehr nach ihm, sondern nur nach einem möglichen Umgang zu seiner Tochter (was ihn vielleicht doch wurmt, dass sie ihm nicht mehr hinterläuft?), sie forciert keine heimlichen Treffen mit der Tochter oder stellt irgendwas an Unternehmungen der Tochter in Aussicht, sondern sagt ihr, dass sie gern Treffen mit derm Einverständnis des Vaters bzw. dass er darüber Bescheid wissen soll, hätte, aber dennoch jederzeit für die Tochter da ist.
Ich habe das Gefühl es geht ihm um Strafe für die FSin, er nimmt ihr, was ihr das Liebste ist und woran ihr Herz hängt, wer weiß, wie er sich jetzt bei seiner Tochter einbringt, um bei ihr an erster Stelle zu stehen (im positiven Licht) und es wiedergutmacht an anderer Stelle und spielt auf Zeit, dass der ehemals gute, vertrauensvolle Kontakt zur FSin versandet. Ich glaube auch nicht, dass er nachgeben wird, wer sich einmal auf diesen Weg begeben hat, hält daran fest.
Und psychischen Schaden wird es bei der Tochter geben, sie ist 12 Jahre, verständig genug, um zu wissen, zu wem sie Kontakt möchte, aber noch nicht, dass er, mit der FSin ein so gravierendes Problem hat, dass er es auf dem Rücken, der Tochter austrägt, als für alle Beteiligten eine gemeinsame Lösung anzustreben. Die Tochter wird ihm irgendwann in späteren Jahren ihm einen Vorwurf über sein damaliges Verhalten machen.
 
  • #109
Ich meinte nachgeben zwischen Vater und Tochter.
 
  • #110
Im Leben heisst es immer Abschied nehmen von geliebten Menschen, man zieht um, man bekommt Krach, jemand stirbt....

Wenn sich eine Tür schließt öffnet sich eine Neue.
Dem würde ich ja zustimmen, wenn es um Erwachsene geht und vor allem um Erwachsene, die selbstbestimmt entscheiden und handeln. Es geht hier aber um ein Kind, dem die Bezugsperson genommen wird. Das keine biologische Mutter hat. Das bedeutet, es ist aufgewachsen mit der FS als Mutterersatz. Bei Trennungen von Ehepaaren würde auch keiner sagen, naja, im Leben ist Abschied eben immer normal, wenn da Kinder dabei sind? Da würde doch auch jeder sagen, das Kind muss Kontakt zu beiden Elternteilen behalten, egal, wie schlimm die Trennung ist - sonst bekommt es Verlustängste usw. Nur weil die FS nicht die biologische Mutter ist, ist es zwar rechtlich was anderes, aber doch nicht für das Mädel?
Ich sage nicht, dass man hier viel machen kann aufgrund der Rechtelage, aber bisschen Verständnis für das Kind und die Frau könnte man ja schon aufbringen. Vielleicht liegts daran, dass ich einige Freunde haben, die mit Stiefeltern aufgewachsen sind, die sie mehr lieben als die eigenen, wo z.B. der Tod des Stiefvaters nach einem ähnlichen Zeitraum wie hier Grund für Esstörung und Psychotherapie einer Freundin war, weil sie ihn einfach als engste Bezugsperson nach ihrer Mutter kannte.
 
  • #111
Aus meiner Sicht zwei Aspekte.

Auf der einen Seite ist Deine Situation sicher schwierig. Ich kann nachvollziehen, dass die Situation für Dich belastend ist, gerade, weil Du die Beziehung ja auch nicht beendet hast. Schade, wenn der Mann sich so verhält, keine Frage.
Das erste ist, dass er der Meinung war, ich würde mich zu viel in die Erziehung seiner Tochter einmischen, auch wenn ich das definitiv nicht so sehe.
Ich vertrete mal die Sicht des Mannes (ohne dass sie meine ist). Mein Kind, in dessen Erziehung sich meine Partnerin dauernd reinmischt. Nach der Trennung, weil sie sich mit einem anderen einlassen wollte, meint sie jetzt, sie müsse das weiterführen.

Also irgendwie kann ich nachvollziehen, dass er die Trennung konsequent haben möchte. Eine Beeinflussung durch Dich ist wahrscheinlich, auf eine Beziehung legt er keinen Wert mehr, Du schon eher. Da bleibt ein ganz schlechtes Bauchgefühl. Ich hatte das Ganze mal mit einer Exfrau, die (insbesondere nach der Trennung nochmal intensiver) beste Beziehungen zu den Nachbarn gepflegt hat...

Und, die emotionale Seite für Dich außen vor gelassen: es ist sein Kind und ich denke, er sollte entscheiden, zu wem es Kontakt hat. So traurig das auch für Dich ist.
Und einer 12jährigen kann man das genauso zumuten und erklären wie die Trennung leiblicher Eltern.

(Nebenbei bemerkt: im umgekehrten Falle, also Geschlechter vertauscht, wären die Antworten hier wohl anders, ...)
 
  • #112
Ihr regt Euch aber so über ihn auf, dass ihr nicht das Kind zu ihm lassen möchtet.
Aber genau das ist der Punkt, den ich mir nicht vorstellen kann. Wenn ich mein Kind liebe, dann sollte man seine eigenen Streitigkeiten hinten anstellen. Der Kontakt tut dem Kind gut. Ich muss ja keine Erziehungsperson im engeren Sinne sein, wir müssen nicht so tun als wäre zwischen uns alles gut. Mir würde reichen, wenn das Mädchen mich ab und zu besuchen darf. Ich müsste den Vater dafür nicht mal sehen, wenn er das nicht möchte.

auf eine Beziehung legt er keinen Wert mehr, Du schon eher.
Auf eine Beziehung zwischen ihm und mir? Darauf lege ich inzwischen keinen Wert sein. Es kann sein bzw. halte ich es sogar für recht wahrscheinlich, dass er das denkt, aber selbst wenn er voller Reue angekrochen käme (was natürlich nicht passieren wird), hätten wir keine Chance mehr auf einen Neuanfang. Eine Beziehung möchte ich mit diesem Mann nicht mehr führen.

Und einer 12jährigen kann man das genauso zumuten und erklären wie die Trennung leiblicher Eltern.
Die Trennung ist ja nicht das Problem, sondern dern Kontaktverbot. Würdest du es gutheißen, einer 12-jährigen nach einer Trennung der Eltern den Kontakt zu einem der beiden leiblichen Elternteile zu verbieten? Das ist zum Glück rechtlich nicht so einfach möglich, aber wenn doch, wäre das in Ordnung? In meinen Augen nicht. Und für das Mädchen macht es keinen Unterschied, dass ich nicht ihre leibliche Mutter bin. Ich kann nicht viel tun, aber verstehen und gutheißen werde ich sein Verhalten nie.

(Nebenbei bemerkt: im umgekehrten Falle, also Geschlechter vertauscht, wären die Antworten hier wohl anders, ...)
Darf ich fragen, wieso?
 
  • #113
Im Leben heisst es immer Abschied nehmen von geliebten Menschen,

Wenn das so wäre, dürfte jedes getrennt lebende Elternteil keinen Kontakt zu seinen leiblichen Kindern haben. Der einzige Unterschied zwischen einer leiblichen Mutter und der FS sind die Gene, mehr nicht. Einzig und allein die Gene! Wäre es die leibliche Mutter, würdest du garantiert anders argumentieren.


Dann denkt mal umgekehrt: Ihr habt einen Freund, es geht in Brüche, ihr hasst ihn dafür. Das Kind hängt aber an ihm. Ihr regt Euch aber so über ihn auf, dass ihr nicht das Kind zu ihm lassen möchtet. In Euren Augen ist er ein falscher Hund.
Und dass das Kind ihn liebt, ist wie Oel ins Feuer gießen.

Ich habe mal eine Doku gesehen, da gab die Frau zu, ihrem Ex das (leibliche) Kind aus Rache und gekränktem Stolz vorenthalten zu haben. In der Doku wollte sie ihr Gesicht nicht zeigen, den etliche Zeit später hatte sie eingesehen, dass ihr Verhalten falsch war.
Ich habe mich im Rahmen meiner Hochzeit und des Elternwerdens natürlich auch mal mit dem Gedanken beschäftigt, was wäre, wenn mein Mann und ich uns trennen. Ich habe beruflich ein paar Scheidungskriege gesehen und ich habe mir geschworen, wenn es mit meinem Mann und mir nicht klappen sollte, ihm NIE die Kinder vorzuenthalten. Ich finde so ein Verhalten absolut verwerflich. Egal was zwischen den Eltern war, man zieht die Kinder nicht in den Streit rein. Mein Mann ist ein super Vater und ich weiß, es würde ihm, aber auch unseren Kindern sehr weh tun, wenn ich die Beziehung zwischen ihnen unterbinden würde. Warum sollte ich das tun? Was zwischen uns (hypothetisch) vorgefallen wäre, ändert nichts an der Beziehung zu seinen Kindern.

(Nebenbei bemerkt: im umgekehrten Falle, also Geschlechter vertauscht, wären die Antworten hier wohl anders, ...)

Das denke ich gerade nicht. Die Zeiten haben sich geändert. Früher war es allgemeine Ansicht, ein Kind gehöre zur Mutter. So haben die Mütter es gesehen und so haben auch die Gerichte im Sorgerechtsstreit geurteilt. Seit einigen Jahren jedoch hat in der Hinsicht ein Umdenken eingesetzt und aus meiner Sicht ist auch bei den meisten Frauen angekommen, dass ein Kind beide Elternteile haben sollte.

W35
 
  • #114
(Nebenbei bemerkt: im umgekehrten Falle, also Geschlechter vertauscht, wären die Antworten hier wohl anders, ...)

Glaube ich nicht. Kein vernünftiger Mensch kann sowas gutheißen. Der angenommene Sohn meines Lebensgefährten hat nach einer gewissen Zeit der Distanz (leider von der Mutter aufgestachelt), den Kontakt zu seinem "Papa" wieder aufgenommen. Die zwei sind ein Herz und eine Seele.
 
  • #115
Eine Beziehung möchte ich mit diesem Mann nicht mehr führen.
Dazu gehört für mich dann immer eine komplette Trennung. Ich habe ja auch schon geschrieben, die ganze Sache hat zwei Seiten - ich kann Deine schon auch nachvollziehen. aber ganz pragmatisch-praktisch gesehen dürfte das nicht viel nützen.
Die Trennung ist ja nicht das Problem, sondern dern Kontaktverbot.
Ob Verbot oder nicht, mit der Trennung von ihm ist eben die Trennung von seiner Tochter verbunden. Letztlich ist das die völlig legitime Entscheidung des Vaters. Ehrlich geschrieben würde ich auch von einer Expartnerin erwarten, dass sie das respektiert (das ist etwas anderes als verstehen oder gutheissen) und damit umgehen kann.
Würdest du es gutheißen, einer 12-jährigen nach einer Trennung der Eltern den Kontakt zu einem der beiden leiblichen Elternteile zu verbieten?
Wo habe ich das geschrieben?
Und für das Mädchen macht es keinen Unterschied, dass ich nicht ihre leibliche Mutter bin.
Nimm´s mir nicht übel, aber das ist vermutlich Deine persönliche Interpretation. Ich kann das verstehen und vielleicht wäre es auch für das Kind gut, aber rein praktisch bin ich nicht mal davon wirklich überzeugt. Ein Kind wird dann immer wieder auf eine Trennung gestoßen und kann vermutlich auch mit der Situation schlecht umgehen. "Geheime" Treffen bringen sie ja auch in einen schweren Konflikt.
Ich kann nicht viel tun, aber verstehen und gutheißen werde ich sein Verhalten nie.
Ich denke, das wird er auch nicht erwarten.
Objektiv betrachtet kann ich das nicht begründen. Subjektiv betrachtet kann man an der Stelle oft unterschiedliche Wahrnehmungen von Frauen und Männern erkennen. Für viele gehört ein Kind eher zur Mutter, auch bei einer Trennung. Ich denke, meist ist der Bezug zur Mutter auch enger, weil ein Kind mehr Zeit mit ihr verbringt.
 
  • #116
Dazu gehört für mich dann immer eine komplette Trennung.
Wäre sie die leibliche Mutter, wäre klar, dass ein kompletter Abbruch nicht im Sinne des Kindes ist.

Für dieses Kind ist nun mal die FS die einzige Mutter, die sie kennt. Sie war von 5 - 12 die weibliche Bezugsperson für das Mädchen. Die Kleine wünscht sich weiterhin Kontakt, die FS ist ihr sehr wichtig.

Ich finde es wirklich grausam, ihr das aus rein egoistischen Gründen, weil angeblich gekränkt wegen an den Haaren herbeigezogener Fremdgehvorwürfe, zu verwehren.

Damit tut er sich auch keinen Gefallen, weil die Tochter alt genug ist, um zu sehen, dass es ihm nicht um sie, sondern nur um sich selbst geht.
 
  • #117
Dazu gehört für mich dann immer eine komplette Trennung.
In der Regel, ja, aber nicht, wenn Kinder im Spiel sind. Bei leiblichen Eltern würde ja auch niemand fordern, dass sie sich komplett ohne weiteren Kontakt trennen sollen. Ich bin selber Scheidungskind gewesen und ich fands zwar schlimm, meine Eltern immer wieder streitend zu erleben, aber zu einem von beiden gar keinen Kontakt mehr zu haben, hätte ich schlimmer gefunden.

Ehrlich geschrieben würde ich auch von einer Expartnerin erwarten, dass sie das respektiert (das ist etwas anderes als verstehen oder gutheissen) und damit umgehen kann.
Naja, ich respektiere es so weit, dass ich nichts gegen sein Wissen und seinen Willen unternehme. Ich halte mich daran, treffe sie nicht heimlich. Aber ich empfinde die Entscheidung als schädigend für das Kind, also schaue ich, ob ich eine halbwegs friedliche Möglichkeit finde, Kontakt zu ermöglichen, aber ich falle dem Vater nicht in den Rücken. Tu ich nicht und habe und hatte ich auch nicht vor, obwohl er sich mir gegenüber nicht gerade respektvoll verhalten hat.

Gar nicht, aber ich habe dich gefragt, was du sagen würdest, wenn ich die leibliche Mutter wäre und ob das für dich einen Unterschied macht in dem, ob du das Verhalten meines Ex als vertretbar empfindest.

rein praktisch bin ich nicht mal davon wirklich überzeugt.
Sie ist mit mir aufgewachsen, ich war da ihr ganzes bewusstes Leben, habe sie in allem begleitet. Ihre leibliche Mutter kannte sie nie. Meinst du wirklich für sie macht es einen Unterschied, dass sich nicht meine Gene trägt?

"Geheime" Treffen bringen sie ja auch in einen schweren Konflikt.
Daher treffe ich sie ja aktuell auch nicht und versuche, eine andere Lösung zu finden.

Damit tut er sich auch keinen Gefallen, weil die Tochter alt genug ist, um zu sehen, dass es ihm nicht um sie, sondern nur um sich selbst geht.
Das denke ich auch. Auch wenn sie es mir gegenüber vermutlich nie so sagen würde, ich denke, sie nimmt ihrem Vater dieses Verbot sehr übel. Damit schießt er sich somit doch eigentlich ins eigene Fleich, zumal ich wirklich nicht vorhabe, für ihn irgendeine Konkurrenz zu sein. Ich möchte nur seinen Segen für Kontakt per WA und gelegentliche Treffen.
 
  • #118
In der Regel, ja, aber nicht, wenn Kinder im Spiel sind. Bei leiblichen Eltern würde ja auch niemand fordern, dass sie sich komplett ohne weiteren Kontakt trennen sollen.
Du bist aber nicht die leibliche Mutter.

Und daher sehe ich das relativ pragmatisch. Wie schon geschrieben, Deine Emotionen verstehe ich schon - eine Lösung, bei der das Mädchen in gewissem Rahmen Kontakt zu Dir haben könnte, fände ich auch besser. Das funktioniert aber nur mit dem Willen aller Beteiligten.

Der Vater ist allein Erziehungsberechtigter. Ich glaube nicht, dass Du vor Gericht ein Umgangsrecht erzwingen könntest. Ich würde das auch rein rechtlich für falsch halten.

Es gäbe nur ausgedehnte Streitereien, die auch dem Kind schaden. Für mich wäre daher Kinderwohl, dass Du Dich mit Ende der Beziehung einfach auch von dem Mädchen klar und verständlich verabschiedet hättest und es die Situation (für die es ja am wenigsten kann) erklärt bekommt, wenn klar ist, dass er keinen weiteren Kontakt möchte. Das ist es, was ich (umgekehrte Situation, 6 Jahre Beziehung) bei einer Trennung tun würde. Den Wunsch nach Kontaktabbruch sollte man aus meiner Sicht bei einer Trennung respektieren und der gilt eben auch für ein Kind. Auch wenn es in Deinem Fall sicher eine Grenzsituation ist. Einen auch für das Kind förderlichen Kontakt würde es nur mit Beteiligung oder Duldung des Vaters geben.

Aus meiner Sicht tust Du dem Kind auch so keinen Gefallen, weil Du es in einen Gewissenskonflikt bringst und das Vater-Kind-Verhältnis damit erheblich belastest. Bis hin dazu, dass auch sein komplettes Umfeld sicher nicht auf Deiner Seite stehen würde und auch das bekommt das Kind mit. Nüchtern betrachtet bringt Zwang in dem Fall überhaupt niemandem etwas.

Ganz abgesehen davon, dass eine neue Frau in seinem Leben ja auch eine Chance haben sollte, eine Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen.

..., obwohl er sich mir gegenüber nicht gerade respektvoll verhalten hat.
Deine berechtigte Sicht. Seine ist, dass Du ihn betrogen hast. Auch dazu gibt es hier jede Menge Threads (was ist fremdgehen, was nicht, welche Kontakte sind angemessen, bei welchen rät man zur Trennung...). Beurteilen will ich das nicht. Tatsache ist: er hat die Beziehung beendet und daran wirst Du wenig ändern. Leider ist das dann oft mit Missverständnissen, Streit oder falschen Anschuldigungen verbunden. Kennen wir doch letztlich alle...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #119
Rechtlich nicht. Aber sprichst du damit allen Adoptiveltern, Stiefeltern, Pflegeeltern ab, dass sie dem Kind so wichtig sein können wie ein biologisches Elternteil? Das ist doch einfach nicht wahr. Wie gesagt habe ich jede Menge Freunde, die zu ihrem Stiefelternteil, dass ähnlich viele Jahre in Haushalt gelebt hat, eine engere Bindung haben als zum echten Vater/Mutter. Ich verstehe nicht, warum du das dem Mädchen abspricht, wenn es ja offensichtlich leidet und die FS kontaktiert und besuchen will? Es geht ja von ihr aus, nicht nur von der FS. Warum kannst du das nicht glauben? Sie hat doch keine andere Mutterfigur? Dass Menschen bei Trennungen aus egoistischen Motiven nicht wollen, dass ihr Kind weiterhin Kontakt zum Partner hat, selbst das leibliche, ist ja nun sehr häufig, aber niemand würde sagen, das sei okay. Warum findest du das hier emotional gesehen aber richtig, bei einem leiblichen Kind wäre das was anderes? Ich rede nicht von der rechtlichen Seite. Kann ich nicht nachvollziehen.
 
  • #120
Das ist aber letztlich entscheidend. (Das ich das nicht-rechtlich durchaus auch anders sehe, habe ich ja schon geschrieben).
Aber sprichst du damit allen Adoptiveltern, Stiefeltern, Pflegeeltern ab, dass sie dem Kind so wichtig sein können wie ein biologisches Elternteil? Das ist doch einfach nicht wahr.
Nein, spreche ich natürlich nicht ab, woher nimmst Du das?
Aber über Umgang entscheiden (ganz sachlich) die Erziehungsberechtigten. In dem Fall der Vater. Und wenn der entscheidet, dass der Kontakt zu einer nicht leiblich verwandten Person nicht mehr stattfindet, dann findet der nicht mehr statt. Ich finde das auch richtig so, denn sonst wäre das Jugendamt in vielen anderen Fällen noch viel eher damit beschäftigt, darüber zu befinden, ob die leiblichen Eltern die richtigen sind oder nicht der Umgang mit der netten Tante (bewusst übertrieben) von nebenan viel besser wäre.
Warum findest du das hier emotional gesehen aber richtig, bei einem leiblichen Kind wäre das was anderes? Ich rede nicht von der rechtlichen Seite. Kann ich nicht nachvollziehen.
Meine Argumentation ist schlicht: rechtlich ist es so. Daran wird sich kaum etwas ändern. Es wäre ein gravierender Schaden für die Beziehung von Vater und Kind, wenn der Vater gezwungen würde, das Kind einer Frau zu überlassen, von der er sich getrennt hat. Auch für das Kind.

Die Mütter hier plädieren immer wieder dafür, dass sogar das Umgangsrecht der Väter in bestimmten Fällen eingeschränkt wird. Auch aus meiner Sicht völlig zu Recht. Die FS und der Vater haben Differenzen, nicht nur über Erziehung, gehabt. Ich kann nachvollziehen, dass er eine vollständige Trennung möchte. Und ein (sicher sinnvoller) Kontakt geht eben nur über seine Zustimmung.
Für mich ist das letztlich auch Kindeswohl. Übrigens erst Recht, wenn der Vater irgendwann eine andere Partnerin hat.
 
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