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  • #31
Stefan

Liebe Leute,

ich habe 8 lange Jahre nur wegen meiner Tochter nicht die Scheidung eingereicht, dass ist so.
Da meine Tochter(13) eine absolutes Papa-Kind war, habe ich damit so lange gezögert. Aber sie war es, es ist nicht mehr so
Heute hat meine noch Frau das Kind völlig umgedreht. Sie redet kaum noch mit mir, zu meinem Geburtstag hat sie sich überhaupt nicht gemeldet und sie möchte mich noch nicht einmal sehen usw.usw.
Das ist echt bitter aber es ist so
Du hast die Windeln gewechselt, Essen gekocht zu Babyschwimmen am Sonntag um 7:00 Uhr
dich aus dem Bett gequält. Meine noch Frau ist nach der Geburt erst einmal nach Malle geflogen und ich stand mit einem 3 Monate altem Baby im Arm da.
Ja,ja und Geld wollte man ja auch noch verdienen, dazu noch ein Haus mit Garten haben
Alles gemacht, aber heute bin ich der dumme Vater, ein Schwein,so sagt meine Tochter
Ich werde für das Sorgerecht kämpfen, bis zum letzten €
Aus einem guten Vater kann über Nacht doch kein Rabenvater werden

I
Bin gespannt was das Gericht sagt.Vielleicht auch einmal für den Vater, bevor aus Ihr eine Männerhassende Person wird.
 
V

VirginiaWoolf

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  • #32
Stephan, Deine Geschichte ist echt krass. Ich habe gewartet bis meine Kinder volljährig waren, mein Sohn meidet seinen Vater auch, doch ich habe ihn nicht umgekrempelt, das war seine eigene Entscheidung, aus eigener Erfahrung/Beobachtung heraus .

Nur wenn Deine Tochter Dich als "Schwein" bezeichnet, - das ist ja furchtbar - wenn sie vergessen hat, was Du für sie getan hast, wenn sie Dich so hasst, was bringt Dir dann das Sorgerecht?

Alles Liebe
Virginia
7E20CD34
 
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  • #33
Stephan, deine Tochter ist 13 und in der Pupertät. Das ist für alle Eltern eine anstrengende Zeit, denn die Kinder befinden sich in der Ablösungsphase. Ich habe einmal gelesen, daß diese Phase gerade bei einer sehr intensiven Bindung besonders drastisch verläuft. Bleibe freundlich und zeige ihr, was sie dir bedeutet, Ausdrücke wie Schwein sind dennoch nicht akzeptabel. Ich würde es mir verbieten.
Wenn das Gericht eine Mediation angeordnet hat, könnt ihr alle mit etwas gutem Willen von allen Seiten weiterkommen, wenn das nicht klappt, mußt du einfach Geduld haben. Den Grundstein für die Verbindung zwischen deiner Tochter und dir habt ihr schon vor langer Zeit gelegt. Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, diese Zeit wird vorbeigehen.

Ich war "die Tochter meines Vaters", meine Eltern haben sich nicht getrennt, alles war "normal", aber ich war als pupertierende 13 bis 17-Jährige nahezu unerträglich und habe meinen Vater gnadenlos angegriffen (tut mir heute noch leid). An meiner Liebe zu ihm hat das aber nie etwas geändert!

w55
 
  • #34
Ich denk, hier ist das Alter der Kinder sehr wichtig. Sind die Kinder schon älter, müssen sie ihre eigene Entscheidung treffen, die von den Eltern m.E. auch (wenn möglich) zu akzeptieren ist.
Meine Töchter (12 und 15) wollten gerne bei mir leben und nicht bei ihrem Vater. Sie haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, besuchen ihn regelmäßig und telefonieren häufig. Aber bei ihm zu wohnen, kam für beide nicht in Frage.

Wären sie bei der Trennung zu jung für eine eigene Entscheidung gewesen, hätte ich versucht sie ebefalls bei mir zu haben. Allerdings nur in Absprach mit meinem Ex-Mann und nicht "um jeden Preis" per Gerichtsurteil.
Kinder wenden sich dann von einem Elternteil gänzlich ab, wenn die Eltern untereinander sehr zerstritten sind. Diesem Druck, permanent "zwischen den Stühlen" zu stehen, können sie nicht über einen längeren Zeitraum aushalten. Es gibt 2 Auswege aus dieser Situation: 1. Die Eltern schließen Frieden oder 2. der Kontakt zu einem Elternteil wird abgebrochen.

Schlimm ist, dass die Eltern (und da spreche ich in erster Linie die Elternteile an, bei denen die Kinder leben....also die Mütter) diese Entscheidung nicht als Warnsignal verstehen, sondern sich auch noch bestätigt fühlen und dem Kind den Weg zurück nicht ermöglichen.
 
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  • #35
Weil das die bürgerliche Gesetzgebung mal so festgelegt hat.
Liegt am Konsens über das heilige Mutterbild.
Im Prinzip muss aber in jedem Einzelfall geschaut werden
wer am besten in der Lage ist das Kind gross zu ziehen.
Ganz pragmatisch.
Und die Leute sollten erst Kinder in die Welt setzen
wenn sie eine Ausbildung haben. Vorher nicht.
 
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  • #36
Weil die Mutterrolle immer noch zu unrecht idealisiert wird - Mütter sind ja bekanntlich in den Köpfern vieler die heilige Rolle, die man nicht angreifen darf. Die Mutter ist die, die niemals missbraucht, schlägt und dem Kind böses zukommen läßt. Man darf die Mutter nicht beschimpfen, nicht hassen und nicht schlecht behandeln. Während der Vater der typische Säufer, Schläger und Asoziale ist, der immer ausgegrenzt wird, sich nicht kümmern kann, dem man keine Verantwortung geben kann, der nichts kann, nichts ist und nichts tut.

Die Realität sieht aber leider ganz anders aus. Ich kenne viel Mütter, die ihre Kinder seelisch und körperlich missbrauchen und fertig machen, auch meist isolieren, abgrenzen von Vater und der Gesellschaft. Es wird aber so geschickt gemacht, dass es keiner merkt. Väter erziehen ihre Kinder dagegen zu selbstsicheren Menschen, offen und zu gesellschaftlichen, wettkampfsbereiten Persönlichkeiten. Während es bei der Mutter größtenteils nur Umhütung und Abschottung gibt.

Ich finde, man sollte in Zukunft viel mehr Väter die Chance geben, denn ich kenne sehr wohl sehr gute alleinerziehende Väter, die in ihre Rolle wachsen, wenn die Mutter, in Nacht und Nebel zu ihrem neuen Lover gezogen ist und ihre Familie wortlos im Stich gelassen hat.

Männer wachsen in der Regel genauso gut in die alleinerziehende Vaterrolle hinein, wenn man ihnen denn nur mal die Chance geben würde. Ist leider so... aber es will immer noch keiner erkennen.

w31
 
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  • #37
Als gebeutelter Vater habe ich mich mit dem Thema beschäftigt und eigene Erfahrung:

Wegen des Kontinuitätsprinzips: die Folgen der Trennung sollen für das Kind abgefedert werden, es soll also am besten in den gewohnten Verhältnissen bleiben. Aufgrund der klassischen Rollenverteilung (Mann vollzeit erwerbstätig, Frau oft teilzeit) bleibt das Kind dann "natürlich" bei der Mutter. Die Alternative aus Vatersicht wäre: bei der Trennung auf Teilzeitarbeit umstellen. Das ist sehr riskant. Zum einen ist es ziemlich unsicher, dass das Kind dann tatsächlich beim Vater bleiben darf und ob man dann nach erfolgloser Klärung der Sache wieder in eine Vollzeitstelle kommt, ist ungewiss.

Hinzu kommt das psychologische Moment: ein Vater, der gerne die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung übernehmen möchte, ist es gewohnt, die Hauptverantwortung für die Familie zu tragen (so war es zumindest bei mir). Man wägt zwischen den verschiedenen Zukunftsszenarien ab und möchte das materielle Wohl des Kindes nicht gefährden. Im Ergebnis bleibt man bei der Vollzeitstelle, zahlt den Barunterhalt und tut alles dafür, dem Kind ein guter Vater zu sein, auch wenn man sich nicht mehr so häufig sieht.

Aus Vatersicht wäre es jedoch eine große Erleichterung, wenn eine Trennung und Scheidung in der "klassischen Konstellation" nicht so verdammt teuer wäre. Mein Gehalt ist nur überdurchschnittlich. Die Kosten für die Scheidung und die neue Wohnung haben meine Reserven völlig aufgebraucht und strapazieren mein Budget enorm.

Weitere Gründe:
- Erziehungskonzepte spielen vor dem Familiengericht keine Rolle. Bei uns ist es auch so wie hier von einigen beschrieben, dass die Mutter sehr übermutternd, ängstlich und beschützend ist und ich als Vater eher das Selbstbewusstsein des Kindes fördere. Bei mir war es müßig, das vorzutragen.
- es gibt eine starke Frauensolidarität: im Jugendamt, in der Verfahrenspflege, im gesamten sozialen Bereich sind Frauen sehr stark repräsentiert, was ich nicht kritisiere. Allerdings habe ich dort Vorbehalte/Vorurteile gegenüber mir als Mann erlebt. Frauen sind da recht solidarisch. Ein Beispiel: die Verfahrenspflegerin raunte mir zu: "Ihre Frau musste weinen, als sie von der Trennung erzählte...". Da denke ich: Na und, ich musste auch weinen, als meine ex-Frau fremdgegangen ist. Das geht die Verfahrenspflegerin aber nichts an.

Die gute Nachricht zum Schluss: meine Tochter hält mich trotz allem oder wegen allem für den besten Papa der Welt.

m 41
 
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  • #38
Jedes Gericht hat heutzutage eine Antidiskriminierungsstelle, der jedes Urteil vorgelegt wird.

Es gibt grundsätzlich den Verdacht, dass Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt werden. Die Antidiskriminierungsstelle des Gerichts hat die Aufgabe, zu verhindern, dass Frauen diskriminiert werden.

Kein Richter, der noch etwas werden möchte, kann es sich leisten, sich dauerhaft mit der Antidiskriminierungsstelle anzulegen.

Deshalb werden die streitigen Verfahren in der Regel zu Gunsten der Frau geurteilt. So einfach ist das.
 
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  • #39
Mütter sind in der Regel die, die den Alltag bewältigen: Das Kind morgens anziehen, zur Kita bringen, abholen, nachmittags auf dem Spielplatz sitzen, abends Zähne putzen und Kind ins Bett bringen, bei Krankheit zum Arzt gehen und zu Hause bleiben (zumindest bei Krankheit). Ich finde verständlich, dass das auch bei Trennung so weiterläuft, zumal die wenigsten Väter doch wirklich willens sind, diese Totalbetreuung zu übernehmen.
 
  • #40
Ich weiß nicht, warum hier noch keiner eine ganz einfache, unideologische und pragmatische Antwort gegeben hat:

1. Kinder kommen deswegen zur Mutter, weil sie in der Regel zu ihr den engeren emotionalen Kontakt haben! Mütter bleiben nach der Geburt (egal wie lange) zuhause. Die Mutter ist die erste Bezugsperson fürs Kind. In der überwältigenden Mehrheit der Fälle ist es auch die Mutter, die den ganzen detaillierten Alltagskram bewältigt und nicht der Vater.

2. Meiner Erfahrung nach sind die Männer meist ganz froh, daß sie eben NICHT den ganzen nervigen Alltagskram am Hals haben. Einige wären damit auch überfordert. Unter Alltagskram verstehe ich alles von Sportsachenrauslegen, Brote schmieren, Hausaufgaben durchgehen, Tränen trocken, Kindergeburtstagsgeschenke einkaufen, gemeinsam basteln, Sachen flicken, Einkaufen, Wohnung putzen etc.pp.

Natürlich kenne ich auch gegenläufige Beispiele (vernachlässigende Mutter, alltagskompetenter Vater), die sind aber selten.
 
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  • #41
Ich weiß nicht, warum hier noch keiner eine ganz einfache, unideologische und pragmatische Antwort gegeben hat:

1. Kinder kommen deswegen zur Mutter, weil sie in der Regel zu ihr den engeren emotionalen Kontakt haben!

Scherzkeks! Das ist doch genau der ideologische Grund: das Kinder angeblich immer den engeren emotionalen Bezug zur Mutter haben! Als Vater hat man kaum eine Chance. Man muss beweisen, dass das Kind einen stärkeren Bezug zum Vater hat. Wenn man das nicht beweisen kann, gilt automatisch, dass das Kind zur Mutter gehört.
Die Mutter muss gar nichts machen, sie gilt per se als perfekt.

Meine ex-Frau ist psychisch schwer krank. Ich dachte: ist ja klar, dass das Kind zu mir als den gesunden Elternteil kommt. Falsch gedacht: psychisch Kranke haben ein Recht darauf, ihr Kind zu erziehen und dürfen nicht diskriminiert werden.
Umgekehrt: es ist Diskriminierung, einer psychisch kranken Frau das Kind wegzunehmen.

Mütter haben echt einen Bonus.

m
 
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  • #42
Aus meinem Bekanntenkreis kann ich nur sagen, dass an dem vorher gelebten Modell leider liegt. Die Frau war eben meistens für die Erziehung und für das "den Rücken freihalten" zuständig, wohingegen der Mann eben vor allem beruflich engagiert war. Ich bin tatsächlich etwas überrascht, dass dann gerade bei der Scheidung das Kind bei sich gewünscht wird, wenn vorher die Prioritäten woanders lagen? Hätten meine Eltern sich scheiden lassen, wäre ich wahrscheinlich auch zur Mutter gekommen, die stets ausschließlich Hausfrau war. Von meinem Vater hatte ich nicht allzu viel, was ich sehr bedaure.

Etwas anderes ist es, wenn beide sich stets die Erziehung geteilt haben oder das Kind explizit beim Vater leben möchte - dann bin ich ganz klar ein Gegner der Bevorzugung der Frau. Doch beim Alleinverdiener-Modell dürfte keiner überrascht sein.
 
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  • #43
"Warum kommen Kinder fast immer nach der Scheidung zu den Müttern?"

Weil Frauen zwar die Vorteile der Gleichberechtigung wollen, aber nicht die Nachteile.

In einer Gesellschaft gleichberechtigter Geschlechter sollten Väter und Mütter auch in Bezug auf die Kinder gleichgestellt sein. Dein Sohn hat in seiner kindlichen Naivität eine gute und berechtigte Frage gestellt.
 
  • #44
Warum die Kinder meistens bei den Müttern sind? Weil diese ein Leben mit 3 Kindern, einem Job und nahezu ohne Privatleben meistern können.
Ich habe bisher ganz wenige Männer erlebt, die dieses auf sich genommen haben, sich ihr Leben eingerichtet haben und auch noch gut damit zurecht kommen!
Es ist nunmal (leider) gesellschaftlich akzeptierter, der Mutter die Kinder zu überlassen und Besuchtsrechtspapa zu werden, als umgekehrt.
 
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  • #45
"Warum kommen Kinder fast immer nach der Scheidung zu den Müttern?"

Weil Frauen zwar die Vorteile der Gleichberechtigung wollen, aber nicht die Nachteile.

In einer Gesellschaft gleichberechtigter Geschlechter sollten Väter und Mütter auch in Bezug auf die Kinder gleichgestellt sein. Dein Sohn hat in seiner kindlichen Naivität eine gute und berechtigte Frage gestellt.

Sicher sollten Väter und Mütter auch in Bezug auf die Kinder gleichberechtigt sein. Aber in einem Land, wo diesbezüglich auch für Frauen keine Gleichberechtigung bei der Nahme der Erziehungszeit herrscht, sondern mehrheitlich noch das klassischen Familienmodell stattfindet (Mann ändert mit Kindern sein Leben kaum, arbeitet normal Vollzeit weiter und bespaßt die Kinder höchstens mal am Wochenende, Frau gibt ihren Job und ihre Eigenständigkeit jahrelang auf und richtet ihr Leben nur noch auf die Kinder aus) brauchen sich dann die Männer auch nicht wundern, wenn für das Gericht klar ist, dass das Kind zur Mutter kommt, weil es zu ihr viel mehr Bezug hat. Als Mann sollte man sich lieber aktiv und gleichberechtigt von Anfang an an der Erziehungsarbeit beteiligen, statt über die bösen Mütter zu jammern, die immer die Kinder bekommen.
 
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  • #46
Ein minderjähriges Kind "rechnet sich" für die Mutter. Sie erhält den Unterhalt für das Kind, gilt als guter treusorgender Mensch und muss weniger arbeiten. Sobald das Kind volljährig ist und die Vorteile wegfallen, legen etliche Mütter großen Wert darauf, dass das Kind zum Vater zieht - wenn der vorher unterschreibt, dass er "Mama" vom Unterhalt freistellt. Viele Frauen "packen" die Kinder bei Trennung, genauso wie Kaffeemaschine & Co. einfach ein, ohne den Vater oder die Kinder zu fragen und Männer trauen sich viel weniger, sich dagegen zu wehren, auch, wenn die Kinder beim Vater besser aufgehoben wären. Ich denke auch, dass es bei den Gerichten mit einer konservativen überlebten Sicht und finanziellen Erwägungen zu tun hat. Väter sollen oft aufs Zahlen reduziert werden, weil Mütter meistens sowieso nicht bereit sind, vollzeitig zu arbeiten.
 
  • #47
@45: Bitte??!?? Was für ein Unsinn! Kinder "rechnen" sich niemals. Frauen haben durch das Kinderkriegen und -betreuen einige Nachteile in Kauf zu nehmen - man lese sich der Einfachheit halber mal die Rentenstatisken durch.

Der Unterhalt für das Kind geht für die Bedürfnisse des Kindes drauf! Was ist dabei "rechnen"?? In vielen Gegenden Deutschlands ist es schwer bis gar nicht möglich, in Vollzeit im Beruf zu arbeiten, da die Infrastruktur zur Kinderbetreuung mangelhaft ist. Wie soll man in Westdeutschland Vollzeit arbeiten, wenn die Kindergärten mittags schließen und noch nicht mal ein warmes Mittagessen anbieten? Eine Mutter mit Kindern und Beruf muß straff organisiert sein und hat quasi kein Privatleben mehr.
Glaube mir, wenn es "sich rechnen" würde, wären Männer mit Begeisterung in der Kindererziehung dabei. Da es sich aber nicht rechnet, machen die Frauen die meiste Arbeit.
Oje, wenn mir so ein Mann mal im RL vor die Flinte liefe, da könnte ich äußerst diskussionsfreudig werden...

(arbeite selbst Vollzeit)
 
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  • #48
Mein Lebensgefährte hat zwei Kinder die beide bei ihm leben und schon immer zum Vater wollten. Die Mutter hat sie erst nacheinander ziehen lassen als sie bei beiden mit jeweils 12 Jahren nicht wirklich mehr einen Richter überzeugen konnte das ein Kind besser bei ihr ist als beim Vater. Natürlich lies sie ganz klar stellen das sie niemals Vollzeit arbeiten würde und er keinen Unterhalt erwarten könne. Auch ein regelmäßiges Umgangsrecht nimmt sie nur wahr wenn ihr die Kinder gebracht und abgeholt werden. Schließlich soll dafür ja nicht das Auto des neuen Mannes herhalten.

Aber eines ist klar: die Kinder kapieren das alles sehr sehr schnell................
 
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  • #49
Liebe FS

aus Gründen der Startchancen im Leben wäre es toll wenn jeder Einzelfall wer die Kinder aufnehmen soll individuell verhandelt werden könnte. Leider nicht zu leisten. Daher geht man zunächst davon aus die Kinder seien bei der Mutter besser aufgehoben. Ist die Mutter unbefähigt Kinder überhaupt zu erziehen kommt ja der Vater wieder ins Spiel.
 
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  • #50
Daher geht man zunächst davon aus die Kinder seien bei der Mutter besser aufgehoben. Ist die Mutter unbefähigt Kinder überhaupt zu erziehen kommt ja der Vater wieder ins Spiel.

Das schildert in zwei Sätzen das ganze Elend der Situation. Die grundsätzliche Annahme, dass ein Kind bei der Mutter besser aufgehoben ist, als beim Vater, ist in sich natürlich Sexismus in Reinkultur. Es ist nicht nur männerfeindlich, es ist auch frauenfeindlich.
Hinzu kommt, dass es keineswegs so ist, dass bei Unfähigkeit der Mutter der Vater zwangsläufig wieder ins Spiel kommt. Ich selbst habe beruflich öfter mit sozial schwachen Familien zu tun und begegnete bereits öfters absolut unfähigen Müttern, denen die Kinder entglitten, und denen die ganze Situation total über den Kopf wuchs, hauptsächlich weil sie nicht mit den Problemen ihrer Kinder, sondern primär mit ihren eigenen Problemen beschäftigt waren. Nicht selten lernte ich dann Väter kennen, die relativ souverän handelten und vernünftige Vorstellungen für die Zukunft ihrer Kinder hatten. Seltsamerweise (und ich glaube nicht, dass es sich hier um reinen Zufall handelt) lebten die Kinder trotzdem bei der Mutter, obwohl ein Blinder erkannt hätte, wo die Kinder besser aufgehoben wären.

m,31
 
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  • #51
Weil die Gleichstellung nur in denjenigen Bereichen eingefordert wird, wo sie ZUGUNSTEN der Frauen ausfällt.

Wenn man die Gleichstellung der Geschlechter ernst nimmt, müsste es genauso in Betracht gezogen werden, dass die Mutter arbeitet und der Vater die Kinder betreut und ggf Unterhalt bekommt.
 
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  • #52
Weil die Mutterrolle immer noch unantastbar ist für ein Großteil der dummen Bürger, so nach dem Motto "die Mutter muss man ehren, von der Mutter hat man nur eine". Was für mich völliger Schwachsinn ist. Die meisten Mütter sind regelrecht verschobene Biester, besonders wenns um Scheidung, Kinder und Geld geht, da zeigen manche ihr ekelhaftes Gesicht. Ja, genau die Frauen! Dabei sind die meisten Kinder emotional ja lustigerweise fast immer an den Vater gebunden... Mit anderen Worten, wenn der Papa weg ist, heulen die meisten Kinder, ist die Mama weg, sind die meisten ganz froh. Das kommt nicht von ungefähr. Kinder erahnen schon früh instinktiv wo unterschwellig gute und schlechte Antennen ausgefahren werden. Die gehässigen und schlechten meist bei der Mutter. Und geht in der Erziehung etwas schief, ist vorrangig immer das Verhalten der Mutter schuld. Der Vater wird aus der Erziehung ja meist schon grundlegend herausgehalten oder weggeekelt. Aber das verstehen viele noch nicht.

w
 
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  • #53
Kinder gehören zur Mutter, weil sie sie ausgetragen, geboren und evtl. gestillt hat. Damit hat sie ihren Körper für immer verändert. Bei einer Trennung wird sie nicht nochmal von vorne anfangen, ist vielleicht biologisch zu spät. Ein Mann kann quasi jederzeit die nächste schwängern und es gibt weder von der Anzahl noch vom Alter her ein Limit. Eine Frau kann in ihrem Leben nur eine sehr begrenzte Zahl an Indern in einem begrenzten Zeitraum gebären. Daher sind die vorhandenen Kinder für sie noch kostbarer, bei gleicher Eignung sollten sie zur Mutter.
 
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  • #54
Kinder gehören zur Mutter, weil sie sie ausgetragen, geboren und evtl. gestillt hat. Damit hat sie ihren Körper für immer verändert. Bei einer Trennung wird sie nicht nochmal von vorne anfangen, ist vielleicht biologisch zu spät. Ein Mann kann quasi jederzeit die nächste schwängern und es gibt weder von der Anzahl noch vom Alter her ein Limit. Eine Frau kann in ihrem Leben nur eine sehr begrenzte Zahl an Indern in einem begrenzten Zeitraum gebären. Daher sind die vorhandenen Kinder für sie noch kostbarer, bei gleicher Eignung sollten sie zur Mutter.

Das ist ja furchtbar. Die Kinder sind doch keine Besitz der Mutter. Wo die Kinder am besten aufgehoben sind, ist immer individuell aus Sicht der Kinder zu entscheiden. Und wohl kaum anhand der Frage, wie viele Chancen auf weitere Kinder die Eltern noch haben.
 
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  • #55
w, 50:

Nach der Scheidung hat unser Sohn (damals 12, jetzt 20) bei mir gewohnt, Sorgerecht hatten wir beide, der Sohn konnte immer selber entscheiden, ob er das Wochenende bei mir oder dem Vater oder den Grosseltern verbringt - hat wunderbar geklappt!
ABER:
Hätte mein Mann gewollt, dass unser Sohn bei ihm wohnt und aufwächst - liebend gern!
Denn ich hatte die Doppelbelastung Job/Kind, durfte jahrelang nur während der teuren Ferien in Urlaub, während der Papa sich in der Nebensaison den billigen Flug nach Indonesien gegönnt hat, und mit Karriere war auch Essig, da ich ja nicht beliebig reisen konnte!!

Ich hätte sofort zugestimmt - aber da kam nichts, Schweigen im Walde.... nicht mal leiseste Anstalten...

Ich glaube, Kinder kommen zu den Müttern, weil in 95% der Fälle die Väter gar kein Interesse haben, dass die Kinder bei ihnen wohnen!!
 
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  • #56
Ich glaube, Kinder kommen zu den Müttern, weil in 95% der Fälle die Väter gar kein Interesse haben, dass die Kinder bei ihnen wohnen!!

Selbst wenn das so wäre, wären die Kinder damit immer noch nicht automatisch bei der Mutter, da auch viele Mütter vermutlich kein echtes Interesse an den Kindern haben. Dann müsste ein Gericht entscheiden, wer von den beiden unwilligen Eltern die Kinder nehmen muss. Das könnte durchaus ergebnisoffen sein.
 
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