• #61
Was mich bei deiner Frage etwas stutzig macht, ist der Umstand, dass Du Dir bzw uns diese Frage stellst bzw deine Sorge formulierst.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen mich zu fragen, ob meine Söhne Muttersöhnchen sind.
Wenn man seinen Kindern Platz läßt sich zu entwickeln, ihre eigenen Wege zu finden und ihr Leben zu leben zu leben, stellt sich so eine Frage gar nicht.
Kinder sind ja kein Eigentum der Mutter, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit dem Recht auf Fehler, auf Irrwege, auf eigene Wege..was auch immer...
Nur wenn sie klein sind trägt man die volle Verantwortung und gibt sie dann dem jeweiligen Alter entsprechend dem Kind für sein Leben.

Ob sie mit Dir unter einem Dach oder 5000 km entfernt wohnen möchten, können und müssen sie selbst entscheiden. Egal wie groß Dein Haus ist oder was auch immer deine Wünsche sind.
Das ist ein wenig mein Verdacht, dass Du deinen Kindern deine Wünsche aufdrücken möchtest. Und das wäre nicht in Ordnung.

Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es eine wunderbare Erfahrung ist zu sehen, was aus den Kindern für Persönlichkeiten werden. Ich bewundere geradezu ihr Können und bin stolz wie sie ihr Leben so meistern. Daran hat man mehr Freude, als wenn sie bedürftig und unselbständig sind
 
  • #62
Ich wäre nie auf die Idee gekommen mich zu fragen, ob meine Söhne Muttersöhnchen sind.
ich habe nirgendwo geschrieben, dass meine Kinder Muttersöhnchen sind.
Mama's Söhne (meine Kinder) und Muttersöhnchen (als Begriff für Unselbständigkeit) sind zwei verschiedene Sachen.

Du hast eine Frage gestellt und die meisten Antworten gefallen dir nicht. Du kannst natürlich versuchen, das weg zu diskutieren, oder dich auf die wenigen Antworten konzentrieren, die das Gegenteil behaupten. Das wird an den Chancen deiner Söhne auf dem Partnermarkt nichts ändern.
Also erstens bin ich fast auf jeden Antwort eingegangen, es wurde nicht alles veröffentlicht.

Ich habe nicht um Rat gebeten wie ich mit meinen Kinder umgehen soll und was an mir persönlich nicht stimmt.

Ich habe eben gefragt: wie so werden die Männer, die noch Zuhause wohnen gleich als schwarze Schaffe bezeichnet, ohne sich überhaupt erkundigen, was dahinten steckt.

Ich zwinge meine Kinder zu nichts, es ist nicht tägliche Gesprächsthema. Sie sind frei ihre Entscheidungen zu treffen und sie wissen, dass ich sie unterstütze wie ich kann. Ausland, dann Ausland, bin selber ausgewandert.

Ich habe das Gefühl, dass du sie für immer an dich binden willst und das Haus behalten willst.
Haus kann ich und werde ich für mich ALLEINE behalten, den habe ich für mich vor einem Jahr gekauft und ich kann es mir leisten, bis zum Renteeintritt, es abbezahlen und sanieren.

Mehrfamilienhaus werden kann, kannst du auch eine andere Familie einziehen lassen.
kommt nicht in Frage, siehe oben.

Kommt die dann am Sonntag zum Essen oder wie?
Letztes Mal war ich letztes Jahr am Pfingsten mit Exfreund und Junior 3 Tage auf Durchreise im Berlin. Der Älterer hat gerade Halbe Stunde Zeit für uns gehabt und es war in Ordnung.

Jede Antwort geht aus eigenem Empfinden, Ängsten und Wünschen, dass ist mir voll bewusst. Was ich aber nicht leiden kann, dass dies gleich wird jeden anderen unterstellt.

Nein ich werde nicht jeden Sonntag zum Essen kommen und erwarte nicht wöchentliche Kaffeesitzungen.

Darum geht's mir, Schubladendenken.
Zum Glück sind nicht alle gleich.

LG
 
  • #63
In Moment brauche ich kein Mann, da ich mich frisch getrennt habe.
Dafür habe ich kein Zeit und Lust
aber ein renovierungsbedürftiges Haus, welches ich aktuell selbst saniere, wehrend meine Buben Party feiern, ausgehen und führen ihr normales Leben.

Haushalt , Einkaufen, Müllabfuhr ja, mehr nicht.
Dieses Haus habe ich mir gewünscht und ich stehe zu meine Entscheidung.

Ein Hund brauche ich auch nicht, weil ich Bienen habe.
Liebe Fs, wenn du denn so ein ausgefülltes Leben hast, warum willst du dann so gern, dass deine Jungs später mal bei dir wohnen?

Ich werde den Eindruck nicht los, dass du dich mit der Anschaffung des Hauses in irgendeiner Form übernommen hast. Dass du den Sinn hinterfragst, das Haus zu renovieren und sanieren und unterhalten, wenn du in 10 Jahren nur allein dort lebst und deine Kinder maximal ein paar Mal im Monat zu Besuch kommen würden.

Ich weiß wie viel Arbeit es macht, ein altes Haus von Grund auf zu sanieren, das habe ich zusammen mit meinem Ex gemacht.

Die letzten 10 Jahre musste ich es quasi allein unterhalten, es war viel liegen geblieben, wo nur einfach mal eine starke Hand gebraucht wird. Wenn frau das alles verlohnen lassen muss, wird man nicht wieder froh.

Ich kann mir also auch gut vorstellen , dass aus rein praktischen Gründen es dir gefallen würde, wenn die Söhne bei dir in der Nähe wohnen, am besten im Haus, weil sie somit auch für groben Arbeiten herangezogen werden können.

Mir ist schon klar, dass du ihnen damit gutes tun willst. Aus finanzieller Sicht denke ich dass man sein Geld nicht besser als in Immobilien anlegen kann in der heutigen Zeit.

Aber überdenke vielleicht doch noch mal, ob dein Traum vom großen Haus, so wie er dir gefällt, mit den Kindern auch wirklich der Traum deiner Kinder ist, oder ob du sie damit in etwas hinein manövrierst und wo sie sich dir verpflichtet fühlen könnten (selbst wenn du das nicht forderst)was für sie letzten Endes im Hinblick auf ihre persönliche Entwicklung nicht gut ist.

Nach dem Motto "ich tue das doch ja alles nur für euch damit ihr es mal besser habt als ich".
 
  • #64
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es eine wunderbare Erfahrung ist zu sehen, was aus den Kindern für Persönlichkeiten werden. Ich bewundere geradezu ihr Können und bin stolz wie sie ihr Leben so meistern. Daran hat man mehr Freude, als wenn sie bedürftig und unselbständig sind
Das ist ja auch richtig so.
Aber was ist das denn für eine tolle Erfahrung, im Studentenwohnheim hausen zu müssen ? Oder in einer WG ?
Ich gebe zu darauf mit Freuden verzichtet zu haben - und 1 Jahr nach dem Start ins Berufsleben gelöst und locker mit dem notwendigen finanziellen Background in die erste Wohnung gezogen zu sein. Zur Miete. Als die alte Vermieterin verstarb und die Erben Idioten waren konnte ich mir meine Wohnung kaufen. Nun habe ich die dritte Wohnung - wieder gekauft. Was ich an Umzugskosten gespart habe ....
Mich wundert hier allgemein, dass Mütter so schlecht gesehen werden. Und Familienbande derart negativ.
Die Frage ist ja auch nicht: Reise ich durch die Welt oder kaufe ich mir selbst ein tolles Haus - sondern: Wohne ich ein paar Jahre länger im elterlichen Haus oder eben im Wohnklo .
Was so erwachsen daran sein soll, noch mehr Kinder zu produzieren (es gibt sowieso schon viel zu viele Menschen) oder sich in das Korsett "Ehe" stecken zu lassen wird mir immer unverständlich bleiben. Verantwortung trage ich im Beruf - für mich, die Mandanten und die Angestellten. Privat für meine Mutter - sie wird nicht in einem Heim enden.
Die Söhne von Fortuna sollten es so sehen - die Frauen, die sie dafür ablehnen, dass sie eine Wohnung im elterlichen Haus haben und ihre Mutter lieben und ehren, die sind nochmal an ihnen vorbei gegangen. Das dürfen sie als Glück ansehen. Die Frauen aus gutem Haus werden zu schätzen wissen, dass Familie einen Wert für die beiden Jungs hat.
Wenn erwachsen werden bedeuten sollte, dass man ein bigotter Moralapostel, freudloser und unbeliebter Oberlehrer und gescheiterter Familienvater wird - verzichte ich dankend.
 
  • #65
Ich werde den Eindruck nicht los, dass du dich mit der Anschaffung des Hauses in irgendeiner Form übernommen hast. Dass du den Sinn hinterfragst, das Haus zu renovieren und sanieren und unterhalten, wenn du in 10 Jahren nur allein dort lebst und deine Kinder maximal ein paar Mal im Monat zu Besuch kommen würden.
Nein, dass habe ich nicht. Kein Bank der Welt wird ein 46 jährige AE Darlehen für Haus geben, wenn kein glaubwürdiges Businessmodell dahinter steckt.

Ich muss nicht alles verlohnen, da ich alles selbst mache, und dass, was ich noch nicht gelernt habe bringt mir mein Papa bei. Es geht halt langsam, aber mir pressiert es nicht. Es gibt wirklich nichts, was wir selber nicht können.
Die 3 Handwerker waren letztes Jahr da, nur aus Zeitmangel.

Ich bin nicht besonders gesellig, deswegen war auch der Wunsch nach allein stehendes Haus. Die Vorstellung wieder in die Wohnung einziehen ist blanker Horror.
Ich fühle mich hier sehr wohl, auch alleine, nur mit meinen Bienen, Garten usw.
Der Jüngerer übernachtet öfter am WE bei Kumpels, war seit Anfang August mit Jugendreisen unterwegs und jetzt wohnt 3 Wochen bei Oma wegen Ferienjob.

Die Kinder werde ich unterstützen egal wie sie sich entscheiden.
Der Älterer z.B. ist seit Jahren in WG und wünscht sich nur noch Ruhe und eine Wohnung für sich alleine.

Ich war mit einem Mann verheiratet, welcher kein besonders gute Verhältnis zu seine Mama gehabt hat
und ich habe mit einem Mann eine Beziehung geführt, welcher kein besonders gute Verhältnis zu seine Mama gehabt hat
und so ein Mann kommt nie wieder in Frage.
Früher oder später, wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, rutscht langsam die Verhältnis zu den Partnerin in dasselbe Bahn.
Die Männer könnten nicht Lieben.

LG
 
  • #66
Verantwortung trage ich im Beruf - für mich, die Mandanten und die Angestellten. Privat für meine Mutter - sie wird nicht in einem Heim enden.
Die Söhne von Fortuna sollten es so sehen - die Frauen, die sie dafür ablehnen, dass sie eine Wohnung im elterlichen Haus haben und ihre Mutter lieben und ehren, die sind nochmal an ihnen vorbei gegangen. Das dürfen sie als Glück ansehen.
Diese Verantwortung und dieses "Glück" sehe ich gerade hier aus einer ganz anderen Perspektive.

Der Mann einer wie du... jedoch von 8-18 Uhr im Büro. die gebrechlichen Mutter hat er ins Haus geholt, sie hat dort ihre eigene Wohnung auch er selbst wohnt mit Frau und Kind in diesem Haus.
Wenn Sie einen Bewerbchen hat oder hinfällt springt er sofort auf, ist genervt, ist hochgradig unter Spannung aufgrund der Verantwortung. Sie ist den ganzen Tag allein in der Wohnung traut sich und kann aufgrund körperlicher Behinderung nicht allein raus. Freunde oder Bekannte ihre Altersklasse hat sie hier natürlich nicht.
Die Frau des Mannes wird auch permanent angestellt um für seine Mutter zu sorgen - putzen/kochen/einkaufen, er muss ja arbeiten.

Wirklich toll.

Die Mutter meiner besten Freundin hingegen lebt in einem so schrecklichen Heim auch betreutes Wohnen genannt. Sie hat dort eine schöne Zweiraumwohnung ein Putzdienst kommt, die Pflegekräfte des Heimes kümmern sich um medizinische und gesundheitliche Belange. Es wird für sie Essen gekocht, es sind andere Leute da, mit denen sie im Park spazieren kann, reden kann, Karten spielen kann, es werden Bastelnachmittage und Ausflüge durchgeführt. Wenn es ein Problem gibt, ist sofort jemand vor Ort der sich kümmern kann, ein Aspekt, der meine Freundin sehr beruhigt. Alles ist behindertengerecht eingerichtet.Die Mutter fühlt sich sehr wohl. Aber die Arme.. sie wurde ja ins Heim abgeschoben.
 
  • #67
Darum geht's mir, Schubladendenken.
Zum Glück sind nicht alle gleich.
So ist es hier im Forum, liebe FS, mein ständiges Reden, wer hier eine Frage stellt, muss mit teilweise starkem Gegenwind rechnen und kann nicht immer mit großer Zustimmung rechnen.
Aber was ist das denn für eine tolle Erfahrung, im Studentenwohnheim hausen zu müssen ? Oder in einer WG
Ich habe 7 Jahre in einer Hausgemeinschaft mit 8 anderen Studenten noch über mein Studium hinaus gelebt. Location war ein sehr schöner Altbau in der Bonner Südstadt. Mit zweien der Bewohner bin ich immer noch nach 30 Jahren befreundet, trotz komplett unterschiedlicher Studiengänge. Zumindest ich kann von mir behaupten, dass die Studienjahre - u.a. auch Dank dieses Hauses- mit zu den besten meines Lebens gehörten. Mein derzeit studierender Neffe behauptet so Häuser würde es für Studenten zumindest in den Ballungsräumen heute gar nicht mehr geben. Keine Ahnung. Ich wollte diese tolle Erfahrung jedenfalls niemals missen.Sehen meine beiden ehemaligen Mitbewohner übrigens genauso. Jährlich gab es eine Sommerparty im Garten zu der wir alle unsere Freunde einluden. Die ging alljährlich solange bis die Polizei zum dritten Mal in einer Nacht auftauchte.
Du hast es doch gar nicht erlebt Tom.
Ich bin da ähnlich dominant wie die FS , nur in umgekehrter Richtung. Meine Tochter soll nach ihrer Schulzeit raus, ob sie will oder nicht. Sag ich zumindest heute, hat ja noch ein paar Jahre Zeit.
W,54
 
  • #68
Ich kenne einen Mann, dessen Mutter wohnte hunderte Kilometer weit weg und war trotzdem seine Prinzessin, nein Kaiserin, der der rote Teppich von der gesamten Familie ausgerollt werden musste, wo Frau und Kinder vor, während und nach den Hoheits-Besuchen rundgemacht wurden, weil sie irgendwas gesagt oder getan hatten (und wenn es nur die reine Existenz war), was die Erlauchte die Nase rümpfen lassen könnte oder rümpfen ließ. Und die wusste natürlich, dass ihr Handlager-Hampelmann springt, wenn sie rümpft oder mit dem Finger schnippt. Das war ihr Lieblingssport, um ihren Frust loszuwerden - andere Leute niederträchtig und gehässig zu behandeln, zu manipulieren und zuzusehen, wie der Handlanger ihre Manipulationen an seiner Familie auslebte.

So ein Mann hampelt allerdings nicht nur nach der Mami-Majestät. Der erwartet immer, dass seine Familie als eine Art Appendix von ihm Ungerechtigkeiten auch von anderen Leuten, die der Mann wichtig findet, hinnimmt, und das ist jeder andere. Immer ist die Familie schuld, denn Mami findet sie ungenügend, da muss er sie auch ungenügend finden, und dann KANN es ja nur an ihnen liegen, wenn andere Menschen schlecht zu ihnen sind.

Eine Marionette kann lange Fäden an den Gliedmaßen haben. Ich würde daher sagen, man sehe sich lieber das Verhältnis zur Mutter an und das Verhalten des Mannes (Duckmäuser vor der Mutter oder nicht), statt sich drauf zu verlassen, dass ein Auszug schon besiegelt, kein Muttersöhnchen vor sich zu haben. Der Umkehrschluss liegt zwar oberflächlich gesehen nahe, also dass einer, der noch bei der Mutter wohnt, ein Muttersöhnchen sein muss, aber wenn Mutter und Sohn ein gesundes Verhältnis haben, ist der Mann kein Muttersöhnchen.

Ich würde auch, wenn ich selbst schlechte Erfahrungen mit einer übergriffigen Mutter gemacht habe, das nicht pauschal in die Welt übertragen, sondern offen bleiben dafür, dass es auch anders geht und es eben nicht an der räumlichen Nähe zur Mutter liegt.

Interessant ist auch die umgekehrte Sache - Vater-Töchterchen. Mir kommt gerade der Gedanke, dass da auch einiges im Argen sein könnte, von wegen "Frau will aufschauen, beschützt werden, Mann sollte sie immer einladen, intelligenter sein" usw., obwohl eine Frau selbst tough ist. Klar ist hier auch das Biologische (Männer sind nunmal stärker und sollten ihre Partnerin und die Kinder beschützen können vor Angreifern) und Gesellschaftliche (Männer verdienen immer noch im Schnitt mehr und Frauen kriegen für Kinderkriegen und Kindesbetreuung kein Gehalt) zu beachten. Aber ich glaube, da mischt sich durchaus manches mal so ein Papa-Thema mit ein, ob nun direkt im Vergleich mit dem echten Vater im positiven oder negativen Sinne oder im Ideal-Vater-Bild.
 
  • #69
Ich habe nicht um Rat gebeten wie ich mit meinen Kinder umgehen soll und was an mir persönlich nicht stimmt.
Das stimmt.
Und du hast auch nicht gesagt, dass deine Söhne Muttersöhnchen sind.

Du hast einfach eine rein theoretische Frage gestellt, so wie du auch z.B. hättest fragen können, warum Männer mit der Eigenschaft X immer dies und jenes tun oder warum schwangere Frauen immer gleich geheiratet werden wollen.
Obwohl du selbst und auch niemand, der dich interessiert schwanger ist oder werden will oder eben deswegen nicht werden will.
Ich denke, du hast uns ein wenig verwirrt, weil du in deinem Eingangstext von deinen Söhnen gesprochen hast und auch in einem weiteren Beitrag erwähntest, dass dein jüngerer Sohn einmal gesagt hat, er wolle bei dir bleiben.
Auch ich habe daher fehlinterpretiert, dass deine Frage etwas mit deinen Söhnen zu tun haben könnte.

Ok, inzwischen wissen wir, dass du diese Frage ohne den geringsten Zusammenhang zu deiner persönlichen Situation gestellt hast.
Wir wissen ja auch inzwischen, dass dein größerer Sohn eher das Gegenteil eines Muttersöhnchens ist, nämlich bei der ersten Gelegenheit weit weg zog, dir gelegentlich eine WA schickt, dich selten anruft, fast nie besucht und nur eine halbe Stunde Zeit für dich hat, wenn du in seiner Stadt vorbei kommst. Ich denke, da muss sich niemand ernsthaft Sorgen machen, dass er irgendwann wieder in eine 2-Zimmer-Wohnung einziehen will, die du für ihn freihältst. Das würde ohnehin nur übergangsweise gehen, wenn er z.B. bei seiner Frau rausgeflogen ist oder so. Denn so eine Wohnung ist ja nur für eine Person.
Na und der jüngere Sohn verhält sich auch vollkommen normal und altersgerecht und wird höchstwahrscheinlich ebenfalls altersgerecht ins Erwachsenenleben gehen.

Dass richtig große Männer, also sagen wir, nach Beendigung ihrer Ausbildung, die noch bei ihren Eltern im Haus wohnen als Muttersöhnchen bezeichnet und von den meisten Frauen abgelehnt werden, dürfte sicher sein.
Ich denke, das hast du nun hier erfahren.
Du wolltest aber wissen, warum das so ist, wahrscheinlich, weil du es aus deiner Heimat und deiner Jugend anders gewohnt bist.
Deine Frage ging also dahin, die hiesige und heutige Kultur zu verstehen, sonst nichts, richtig ?
Nun, wir haben es dir erklärt.

Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen und nicht sauer zu werden, wir wollen dir nichts Böses.
Falls du mal wieder eine Frage einstellst, laß einfach Nebenbemerkungen weg, die in die Irre führen, wie hier den Bezug zu deinen Söhnen, wenn es um Muttersöhne geht.

w 52
 
  • #70
Die Mutter meiner besten Freundin hingegen lebt in einem so schrecklichen Heim auch betreutes Wohnen genannt. Sie hat dort eine schöne Zweiraumwohnung ein Putzdienst kommt, die Pflegekräfte des Heimes kümmern sich um medizinische und gesundheitliche Belange. Es wird für sie Essen gekocht, es sind andere Leute da, mit denen sie im Park spazieren kann, reden kann, Karten spielen kann, es werden Bastelnachmittage und Ausflüge durchgeführt. Wenn es ein Problem gibt, ist sofort jemand vor Ort der sich kümmern kann, ein Aspekt, der meine Freundin sehr beruhigt. Alles ist behindertengerecht eingerichtet.Die Mutter fühlt sich sehr wohl.
Das wünsche ich mir auch im höcheren Alter, das ist bereits ausdrücklich auf Papier hinterlassen.
Nur muss man sich so was auch leisten können, ist nicht billig und Kinder auf die Tasche liegen kommt nicht in Frage.

Genau so ist im Todesfall: Verbrenn und auf höhe See ausstreuen. Die Kinder müssen nicht an einen Grabstein gebunden sein. Wenn sie mich vermissen würden, dann sollen sie schöne Urlaub am Meer überall auf diesem Welt machen.

Ok, inzwischen wissen wir, dass du diese Frage ohne den geringsten Zusammenhang zu deiner persönlichen Situation gestellt hast.
genau, meine Situation habe ich als Beispiel genommen, weil meine Kinder alles andere als Muttersöhnchen sind obwohl sie bei mir wohnen, bzw. noch zeitlang wohnen würden.

Ich denke, das hast du nun hier erfahren.
Du wolltest aber wissen, warum das so ist, wahrscheinlich, weil du es aus deiner Heimat und deiner Jugend anders gewohnt bist. Deine Frage ging also dahin, die hiesige und heutige Kultur zu verstehen, sonst nichts, richtig ?
genau und diese Antwort habe ich bekommen. Andere Länder andere Sitten.
Jetzt weiß ich auch warum.

LG
 
  • #71
So ist es hier im Forum, liebe FS, mein ständiges Reden, wer hier eine Frage stellt, muss mit teilweise starkem Gegenwind rechnen
Ja oder man geht eher lockerer damit um.
Manchmal liest man ja nur das, was man lesen möchte.

Dies habe ich auch schon so erlebt. Da ich 1980 für den Bund ausgemustert würde, weil ich bei den Grünen Parteimitglied war und schon war ich ein Kommunist.

Wenn ich mich zurückerinnere haben zu meiner Unizeit ca. 80 % noch zu Hause gewohnt. Eventuell war dies vor 35 Jahren auch komplett anders.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies in München anders ist. Für eine Wohnung mit ca. 30 qm ist man ja auch schon ca. 1000 € los. Gut gegenüber Zürich ist ja München noch sehr, sehr günstig. Für 20 qm zahlt man dort schon über 2000 €
 
  • #72
Ich denke es ist doch schön, wenn man Kinder etwas unterstützen kann.... Aber ich habe eben Bedenken, wenn sie sich für dieses Model entscheiden, werden sie beim Partnersuche benachteiligt.
Natürlich ist es für Dich schön, Deine Kinder zu unterstützen - die Frage ist wie, ob sie es schön finden, wenn sie die davon Konsequenzen erfahren: unselbstaending, nicht in der Lage mit einem begrenzten, ihren Fähigkeiten entsprechenden Budget zu wirtschaften. Mama knöpft ihnen ja keine Miete ab. Darauf stehen immer weniger Frauen und entschwinden in die Stadt, wo sie freier leben können, wenn auch mit hohen Lebenshaltungskosten.
Ich habe es wie Dein Sohn gemacht "hurra, weg zum Studieren" und nie wieder zurückgegangen. Mir war meine Freiheit und was auszuprobieten immer mehr wert als Geld und Autos.

Musst Du halt entscheiden, ob Du ihnen die Komfortloesung bietest/sie dorthin lockst und ihnen Zukunftschancen bei den Frauen verzockst. Vielleicht stellt sich die Frage aber auch garnicht und Deine Jungs denken im Traum nicht daran, nach dem Studium aufs Land zurück zu kommen, auch wenn sie dort mietfrei wohnen können, weil ihre Partnerinnen nicht mitkommen.

Die Frauen heutzutage sind weder dumm noch faul. Sie haben eine gute Ausbildung und brauchen keinen Ernährer. Somit suchen Sie sich selber aus, wie sie leben wollen. Das Leben im engsten Familienverband mit zur Verfügung gestelltem Wohnraum ist für intelligente junge Frauen heute selten eine Option. Darum hauen sie ab in die Stadt wo sie Lebenschancen und ihre persönliche Freiheit haben und die Männer hocken allein auf dem Land mit dickem Auto in der Familienimmobilie.

ich habe nirgendwo geschrieben, dass meine Kinder Muttersöhnchen sind.
Mama's Söhne (meine Kinder) und Muttersöhnchen (als Begriff für Unselbständigkeit) sind zwei verschiedene Sachen.
Du hast geschrieben "Mamas Söhnchen", nicht Söhne und das über einen 16-jahrigen und einen 25-jaehringen. Das finde ich zlB. unangemessen, würde diese Formulierung noch nichtmal für einen 5-jaehrigen verwenden, weil respektlose Verkleinerung.

Im Verlauf des Threads ist mir aufgefallen, dass Dein Deutsch nicht das Beste ist und daher kommen Missverstandnisse. Eine angemessene Formulierung, hinter der man altersgemäß gereifte Menschen vermuten würde, wäre "meine Söhne", d.h. nicht Berufsmama die ihre Söhne künstlich klein hält. Auf das Bild, was Du sprachlich gezeichnet hast, haben die Frauen reagiert.
 
  • #73
Ich lese öfters beim Profilcheck hier, dass wenn ein Mann noch in Elternhaus wohnt, wird gleich als Muttersöhnchen abgestempelt und ist ein K.-o.-Kriterium.
Ja, natürlich gibt es Menschen, für die egal ist, ob dieser Mann (oder diese Frau) noch im Kinderzimmer bei Mama wohnt und noch nie selbst gekocht oder Wäsche gewaschen hat oder ob er oder sie in einer abgeschlossenen Wohneinheit im gleichen Haus lebt und nur hin und wieder mal bei Mama vorbei schaut.

Für mich ist es nicht egal. Mein Lebensgefährte lebt auch (aus praktischen Gründen wieder) im Elternhaus in einer abgeschlossenen Wohneinheit und kocht und wäscht seit 30 Jahren für sich selbst und einen größeren Teil dieser Zeit auch für seinen Sohn. Also keineswegs ein "Muttersöhnchen".

Meine älteste Tochter ist vor Jahren ausgezogen, hat ihre eigenen Mietverträge und Versicherungen abgeschlossen, ist aber kein Mensch, der gern allein lebt. Sie kommt alle paar Wochen vorbei und wir kochen und essen gemeinsam. Wenn es machbar wäre, würde sie in ein gemeinsames Haus mit mir ziehen (in eine abgeschlossene Wohneinheit), so dass man sich nach Belieben verabreden könnte. Ist sie jetzt ein "Mamatöchterchen"? Nein, finde ich nicht. Weder halte ich sie an der langen Leine und ziehe dran, noch hat sie Probleme, allein klarzukommen. Sie liebt nur einfach die familiäre Nähe.

Möglicherweise hätte sie diesen Wunsch nicht oder weniger, wenn sie eine Partnerin hätte. Aber er ist ziemlich sicher nicht der Grund, warum sie keine hat. Da gibt es genügend andere Hindernisse.

Dort gibt es dann aber auch Stundenhotels, um mal unbeobachtet Sex zu haben. Hehe und wenn man die Nacht nicht zu Hause verbringt, wissen auch alle Bescheid.
Und in den modernen Wohnklos in der Stadt hören die Nachbarn natürlich rein gar nichts. Oder zumindest ist es einem weniger peinlich, als wenn einen die Eltern hören oder wie? :p

Mein erstes Studentenzimmer 8qm, Dusche und 3 Klos und Küche mit 19 anderen Mädels teilen, geile Zeit.
Grauenvolle Vorstellung. Sowohl für mich als auch für meine Kinder. Drei davon haben schon allein gewohnt bzw. tun es immer noch. Die Jüngste ist am Ausfliegen und das, was du beschreibst, wäre für sie der blanke Horror. Ich hoffe, sie findet ein Zimmer mit Dusche und Küche für sich ... Es ist nicht jeder für diese Art Wohnen gemacht.
 
  • #74
Aber wieder rein wirtschaftlich, er wünscht sich ein schönes Auto.... Wenn er auszieht, wird er so was nicht leisten können.
Wenn er bei mir bleibt kann er Versicherung und Steuer für Auto leisten und seine Ausflüge damit bezahlen.
Der Jung ist 16 und der wird noch 100 mal ändern, was er sich wünscht.
Wenn er als Student in einer Großstadt leben will, wo ihn allein der Parkpkatz 120-150€ kostet, dann wird er sich überlegen, ob ein Auto für ihn so einen hohen Wert hat wie jetzt, resp. wenn Freunde und Freundin in der Stadt Party machen und er heim zu Mama fährt.

Nun ist @Tom26 ein kinderloser Mann im Alter von Mitte 50, der erstmalig eine LAT-Beziehung hat, also genau das, was Du Dir für Deine Söhne nicht wünschst. Insoweit hat sein Statement in Deinem Fragekontext keinerlei Wert, auch wenn es Dir gut in den Kram passt. Deine Söhne suchen in den nächsten Jahrzehnten wohl keine Beziehungen mit Mittfuenfziger Männern.

die Frauen von eine Seite wollen einen Mann, mit sage ich mal 35, am liebsten mit Eigenheim und tolle Auto, super Job und dazu er soll alle Zeit der Welt für seine Partnerin haben.
Deine Denke ist nicht zu technisch - sie ist einfach aus der Zeit gefallen. Die Frauen von heute wollen keinen Mann mit tollen Auto. Die haben selber studiert und arbeiten. Wenn die ein Auto wollen, dann kaufen Sie es sich, statt sich einen Mann mit Mama im Schlepprau aufzuhalsen.
Du scheinst es nicht mitbekommen zu haben: wir haben einen Arbeitnehmermarkt. Die junge Generation hat andere Vorstellungen vom Leben und Arbeiten als wir und das ist gut so.

Ich erlebe es grad in der eigenen Familie, junger Hochschulabsolvent im ersten Job. Der Vater ist so drauf wie Du: das Hohelied wird dem Eigentum und dem Auto gesungen. Der junge Mann möchte mit seiner akademischen, berufstätigen Partnerin (aus gutem Haus) mitten in der Stadt zur Miete leben statt kostenlos bei den Eltern und mit Rad oder Oeffis zur Arbeit fahren, statt im Stau zu stehen - wie die meisten seiner Generation.

Mich wundert hier allgemein, dass Mütter so schlecht gesehen werden.... Mutter - sie wird nicht in einem Heim enden.
Du kannst nicht lesen: die Mütter werden nicht negativ gesehen, nur ihre gepamperten Söhne als potenzielle Partner.

Was Du über Deine Mutter schreibst, wie unselbststaendig sie ist, wie sie von Dir und Deinem Bruder dominiert wird (ihr regelt alles, weil sie nichts kann) - so entmündigt und auf Kind zurückgestuft will doch keine gebildete, erwachsene Frau heute leben.

Meine Schwiegermutter lebt auf eigenen Wunsch im "Heim", endet dort nicht. Sie hätte bei jedem ihrer Kinder in deren Haushalten leben können, wollte sie nicht. Seit sie im "Heim" lebt, geht es ihr gesundheitlich, mental und sozial besser.
 
  • #75
Dann gehöre ich zu den wenigen Frauen, die nicht per se abgeschreckt auf Männer reagieren, die noch im Elternhaus leben. Von Männern vom Land habe ich das öfter gehört - sei es, weil sie Hoferben sind oder eben auf die Frau zur Familiengründung warten, mit der sie dann ein Haus bauen. Wenn genug Platz im Haus ist, warum sollte man das Geld freiwillig für eine Miete rausschmeißen? Was ist wenn z.B. die Mutter alt wird, ihr Umfeld nicht verlassen möchte und ihr Sohn sie unterstützt? Ich hatte so eine Nachbarin, eine Seele von Mensch, lebte seit 50 Jahren in ihrer Wohnung. Fand ich absolut nachvollziehbar, dass eines ihrer Kinder bei ihr lebte und sich um sie kümmerte.

Ich würde also immer auf den Grund schauen. Dabei ist das Verhältnis zur Familie wichtig: ein unabhängiger Mann, der schlecht über die Familie redet oder kaum Kontakt pflegt, würde mich auch argwöhnisch machen.
 
  • #76
Musst Du halt entscheiden, ob Du ihnen die Komfortloesung bietest/sie dorthin lockst und ihnen Zukunftschancen bei den Frauen verzockst.
Liebe Vikky,
ich habe manchmal das Gefühl, dass man nicht genau liest was geschrieben ist oder tut zwischen Zeilen das lesen, was dort nicht steht.

Ich locke meine Kinder mit nichts ins Elternhaus zurück, sie wissen einfach, dass irgendwo gibt's immer ein Ort, wo sie zurück kommen können, allein oder nicht, und finden hier ein Zuhause.
Ob sie es wollen, entscheiden sie selbst.

:) und es liest sich so, dass du allen Mamas den Schuld gibst, dass die Beziehungen kaputt gehen, weil Mama überall sich einmischen. Ist deine Mama so eine? Ich lasse meinen Kindern, je nach Alter, alle Freiheiten.

Ich habe nie eine Frau Dummheit oder Faulheit unterstellt.
Ich bin selber mehr alselbständig, falls du meine Beiträge hier genau gelesen hast. Ich bin zu selbstständig und sage meinen Kindern, dass sie dasselbe von ihnen Partnerin nicht erwarten dürfen.

Großstadt ist auch nicht jedermanns Sache. Viele hier gehen ins Großstadt studieren und kommen nach dem Abschluss zurück mit dasselbe Einstellungen wie deins: "nie wieder".
Ich habe in Bekanntenkreis eine junge Frau, mit nahezu perfekten Abschluss, die eine Beamter Stelle in München abgelehnt hat und auf dem Land geblieben
und das ist keine Ausnahme.

"Mama's Söhnchen" steht nur im Titel, sonst habe ich überall Söhne geschrieben :) lies bitte genau. Und ja ich sage auch zu meinen Kindern immer noch Sonnenschein, Kindchen usw. Sie finden es nicht schlimm, weil es keine permanente Ansprache und sie sind nicht von Zuhause geflüchtet, was ich in deinem Post lese:

Ich habe es wie Dein Sohn gemacht "hurra, weg zum Studieren" und nie wieder zurückgegangen.
Genau, wenn man nichts mehr zum Aussetzen kann, kommt meine Sprache ins Spiel.
Nein, mein Deutsch ist nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht, dass man hinter den Zahlen, nur wegen Verniedlichung, gleich eine Berufsmama versteht.
Was angemessen ist oder nicht entscheidet jeder für sich alleine, wie ich schon geschrieben habe, habe ich nicht nach Erziehungstipps hier gefragt.

Ok, inzwischen wissen wir, dass du diese Frage ohne den geringsten Zusammenhang zu deiner persönlichen Situation gestellt hast.
LG
 
  • #77
Genau, wenn man nichts mehr zum Aussetzen kann, kommt meine Sprache ins Spiel.
Nein, mein Deutsch ist nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht, dass man hinter den Zahlen, nur wegen Verniedlichung, gleich eine Berufsmama versteht.
Mach dir nichts draus.
Überlege dir, was diese Foristin ist. Eine verbitterte Frau um die 60, die nur schlecht über alle Menschen redet. Sie meint, sie habe die Weisheit mit Löffeln gefressen - dabei hat es zu keinem Auto gereicht. Ob es wohl einen Führerschein gibt ? Nur zu Gehässigkeiten, als der Vater krank war. Ihr Exmann wird von ihr immer als furchtbar dargestellt. Dass sie ihn ausgewählt hat .....

Ich habe mich schon gewundert - so schlecht ist dein Deutsch nicht. Schau dir mein Russisch dagegen an ....ich kann noch nicht einmal eure Buchstaben. Du dagegen wirst immer besser - auch durch das Schreiben hier.
Familie wird von einigen Menschen hier als total negativ bewertet, keine Freiheit, Unterdrückung und was weiss ich .
Solange deine Söhne immer wieder zu dir kommen, dich besuchen und in Kontakt mit dir bleiben hast du etwas richtig gemacht.
Schau dich an deinem Wohnort um - wie viele alte Menschen sind froh, wenn die Kinder nach ihnen schauen ? Und wie viele alte Menschen wollen unbedingt ins Heim ?
 
  • #78
Wohne ich ein paar Jahre länger im elterlichen Haus oder eben im Wohnklo.
Lieber im hinterletzten Wohnklo, als unter der Dauerüberwachung der Eltern und Familienbande. Das klingt ja echt furchtbar. Dazu muss ich sagen: als ich mit 17 meine erste eigene Wohnung beziehen musste, war ich erstens dankbar, endlich auf eigenen Füßen stehen zu können, ohne die dauernde Bevormundung irgendwelcher erwachsenen Besserwisser, und zweiten war das alles andere als ein Wohnklo, die kleine Wohnung, die ich während meiner Ausbildung hatte. Ich musste auch nie in eine WG ziehen, sondern hatte immer meine eigene Bude. Ich hatte 195€ Lehrgeld und Berufsausbildungsbeihilfe, so dass ich insgesamt mit Kindergeld 700€ im Monat kam. Und das reichte zum Leben als Azubi, ohne dass es mir an etwas fehlte. Ich lernte halt zu haushalten, ohne dass jemand im Hintergrund war, der mich im Zweifel aufgefangen hätte. Dies trainiert Durchhaltevermögen und bildet den Charakter bzgl. Menschlichkeit und Empathie ggü. sozial benachteiligten Menschen, ohne sich selbst zugehörig zu fühlen. Man lernt Dinge zu regeln, sei es Anträge schreiben, Steuern zu machen, Mietprobleme klären, sich um Dinge des Lebensunterhaltes zu kümmern. Dazu braucht es keine Eltern im Genick, die einem sagen wo es langgeht. Das macht man learning by doing. Dies bildet auch eine gewisse Resilienz gegenüber sämtlichen Unbilden des Lebens, es haut einen nichts mehr aus den Latschen, weil man gelernt hat, mit Schwierigkeiten umzugehen, ohne dass man nennenswerte Hilfe im Rücken hat. Und darauf kann man, wenn man mittlerweile so wie ich Ende 30 ist, wirklich stolz sein.

Privat für meine Mutter - sie wird nicht in einem Heim enden.
Das ist auch sehr bezeichnend. Meistens haben die Leute, die sowas verbreiten (auch die Alten selber ) noch nie ein Heim von innen gesehen. Alle meine alten Verwandten waren ab einem gewissen Zeitpunkt im Heim und auch meine Oma möchte sehr gerne in ein Heim. Das kann nämlich auch sehr lustig sein, die alten Menschen sind nicht einsam, haben immer medizinische Betreuung vor Ort und können sich trotzdem in ihre Zimmerchen mit eigenem Bad zurückziehen und ihr eigenes Zeug mitbringen. Ich habe drei Jahre in einem Heim gearbeitet, „geendet“ ist da niemand. Außerdem gibt es noch betreutes Wohnen, etc. Es ist immer eine Sache der Schauergeschichten, die man sich im Familienkreise so erzählt und ob man die auch noch glaubt. Und ganz ehrlich: eher gefriert die Hölle zu, als dass ich mich von meinem eigenen Sohn zwischen den Beinen waschen lasse oder aufs Klo setzen lasse.
 
  • #79
Du brauchst es nicht in den falschen Hals zu bekommen, wenn Du wegen eines Verständnisfehlers korrigiert wirst. Deutsch ist eine ziemlich schwer zu meisternde Sprache und Verniedlichungen klingen unreif und herablassend vom Anwender.

Überleg mal Du als erwachsende Frau wirst mit: Mädschen, Mädel, Schätzeken von fremden Menschen angesprochen. Während es als intimer Kosename in Ordnung ist. Also wenn Du zu Deinem Sohn Bübchen sagst ist das ok, aber Du sagst ja nicht zu anderen mein Bübchen ist 16.

Ich seh also auch überhaupt noch kein Abhängigkeitsproblem. Es gäbe nur die Möglichkeit 3 Zweizimmerwohneinheiten zu gestalten. Zum Dauerwohnen wohl kaum geeignet, aber als Besuchsunterkunft doch prima. Selbst wenn einer der Söhne mal notwendigerweise für Monate zu den Eltern(hier nur Mama) zurück geht, was ist daran so wild?

Das Argument von wegen Eltern bekommen Sex mit, man hockt aber selber in einer Wohnung Haus Abendfrieden mit papierdünnen Wänden und bildet sich ein, da ist es besser? Oder mit Kindern? Wer schreit denn da laut in Ekstase, wenn die Kleinen friedlich in ihren Bettchen schlafen besser noch, wenn es Teenager sind? Läuft dann nach dem Duschen nackt durchs Haus, weil die Abendluft schön kühlt.

Aber, die Menschen sind schon immer der Arbeit hinterhergezogen, verlassen wegen besserer Arbeits- und Lebensbedingen die Heimat. Was nutzt mir ein schönes Haus mit großem Grundstück, wenn es keine Infrastruktur gerade für junge Menschen und auch Kindern gibt.

Zu Deinem Jüngeren. Der jüngste Sohn meines Mannes zog mit 16 ganz zu uns und war ziemlich baff als wir zwei Jahre später Urlaub zu zweit gebucht hatten. Der Junge war nur ein paar Tage beleidigt. Aber er ist immer noch anhänglicher als seine älteren Brüder, war trotzdem der Erste der geheiratet und ein Kind bekommen hatte.

Also, mach Dir darüber keinen Kopf, solange sie nicht bei jedem Problem zu Dir angerannt kommen ist doch alles im grünen Bereich.

48 w
 
  • #80
Liebe FS,
was ist denn nun Dein Problem, wenn alles so perfekt läuft - verstehe ich nicht und ich bezweifele auch, dass es so ist, wie Du schreibst. Wer kein Problem sieht, macht keinen Thread auf.

Ich bin auch Technikerin und sehe die Widersprüche in Deinen Aussagen - klingt nach Pipi-Langstrumpf-Prinzip " ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt"

25 Jährigen, der in eine WG wohnt und Eventfirma aufzieht, sprich organisiert fast jede WE Partys im Clubs......
Letztes Mal war ich letztes Jahr am Pfingsten mit Exfreund und Junior 3 Tage auf Durchreise im Berlin. Der Älterer hat gerade Halbe Stunde Zeit für uns gehabt und es war in Ordnung.
Der Älterer z.B. ist seit Jahren in WG und wünscht sich nur noch Ruhe und eine Wohnung für sich alleine.
Dein vielbeschaeftigter Sohn, der die Firma sicherlich nicht ohne Gewinn betreibt, d.h. Einkommen hat, leidet seit 4 Jahren in einer WG Höllenqualen und ist nicht in der Lage, sich eine Wohnung zu suchen und auszuziehen?
Kann nicht sein. Du träumst Dir was zusammen.

Gerade in seinem Job hat er Superkontakte und keinerlei Problem ganz fix eine Wohnung zu finden, wenn er es will und sich von einem selbstorganisierten Wohnungswechsel nicht hoffnungslos überfordert fühlt.

Ich kümmere mich gerade um so einen unselbststaendigen Späterwachsenen, dem die Eltern immer alles abgenommen haben. Er will endlich erwachsen und von seiner Freundin als Mann wahrgenommen werden, der was auf die Reihe bekommt, nicht als Bubi, der frustriert zurück zu den Eltern läuft, wenn das Leben gemein zu ihm ist.

Immerhin hat er eine Wohnung gefunden in einem In-Viertel, in das er wie alle wollte. Bei mir lernt er Wohnung suchen und Maklergespraeche führen - machen muss er selber. Ich bin nicht Papa, der alles macht und besser kann.
Wenn ich wieder bach Hause fahre, dann weiß er, dass er selber Strom, Wasser, Telefon anmelden muss, Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung braucht und klugerweise Mitglied im Mieterschutzbund wird.

Warum seine Eltern ihm das nicht beigebracht haben ist mir ein Rätsel. Es hat einen Grund, warum er mich um Hilfe gebeten hat, nicht sie. Er will endlich eigenständig werden und seine Dinge selber erledigen können, statt sie gemacht zu bekommen.

Das sind die Gründe, warum die meisten Frauen Dir hier sagen, ein Mann der nach Hause läuft, wenn er Probleme hat, ist für sie keine Option. Sie können ihn nicht als Mann sehen.
 
  • #81
Es ist immer eine Sache der Schauergeschichten, die man sich im Familienkreise so erzählt und ob man die auch noch glaubt
Meine Mutter hat einige Jahre Nachbarschaftshilfe geleistet und in dem Rahmen alle 3 Heime bei uns in der Gegend gesehen. Ja, die sind nicht sooo schlecht. Sicher fühlen sich manche Menschen dort auch wohl. Meine Mutter lebt aber in einem Haus mit Garten. Diesen Garten liebt sie. Ja, sie kann nicht mehr alles alleine ... na und. Es gibt einen Gärtner und eine Haushaltshilfe - die ist schon eine ganze Weile da.
Pflegebedürftig ist sie nicht - sollte das eines Tages passieren, dann wird eine Pflegerin organisiert.
Im Grunde ist es ganz einfach - meine Mutter sagt eben nicht mehr meinem Vater sondern den Söhnen was sie haben will. Organisieren und abwickeln - machen wir. Früher war Vater zuständig.
Aber es spricht für sich, wenn Eltern als Dauerüberwachung gesehen werden. Und ihnen im Alter doch tatsächlich ein Zimmerchen zugestanden wird.
Da wird es Fortuna besser haben - sie wird so lange es machbar ist die Unterstützung ihrer Söhne haben. Weil sie sich nicht als Mama StaSi gebärdet. Und die Söhne ihr irgendwann gerne den Rasen mähen ....
dann weiß er, dass er selber Strom, Wasser, Telefon anmelden muss, Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung
Das spricht natürlich sehr für unsere Jungakademikergeneration.
 
  • #82
Wir wohnen auf dem Dorf.
Da sind Familienbande oft gewachsen enger. Wenn es alle wollen, es ist freiwillig.
Eltern, Großeltern, Kinder im gleichen Ort, weitere Angehörige. Manchmal sind sie direkte Nachbarn, in Einzelfällen, wenn es ein alter Hof ist, im gleichen Haus mit getrennten Wohnungen.
Es hängt von den Personen ab, ob Elternkindchen oder eigenständig. Es gibt auch Papas / Mamas Prinzessin, nicht so selten.
Die Menschen hier werden genauso erwachsen, Viele bringen dafür soziale Kompetenzen mit. Engagement in Vereinen, Nachbarschaftsunterstützung. Nachbarn, die zusammen bauen. Jeder seines mit der Hilfe der anderen.
Die meisten Jungen Familien nutzen die Unterstützung der Eltern für die Kinderbetreuung, da müssten manchmal Eltern Stopp sagen.

Die Wohnsituation kann Unselbständigkeit fördern, ich erlebe etliche Elternkindchen, da wäre räumlicher Abstand gegeben.. Trotzdem sind sie nicht erwachsen.
Ich erlebe mehr Erwachsene, die aus dem Elternhaus geflüchtet sind. Nicht wegen zuviel Liebe und Fürsorge. Erwachsene mit tiefen emotionalen Verletzungen. Bei diesem Thread liest man das bei etlichen Antworten.

Bei uns ist es offen, es gibt Platz im Haus, 2 wohnen noch hier, während Studium / Ausbildungszeit finanziell anders nur schwierig machbar.
Wer hier wohnt, beteiligt sich an allen Arbeiten. Jeder hat seine Privatsphäre, sein Privatleben. Übrigens, auch Eltern haben Sex.:)
Unterstützung gegenseitig, gerne. Keine Einmischung, Bevormundung. Wir sind insgesamt 6 Erwachsene.

Der Älteste wohnt in einer eigenen Wohnung im Nachbarort. Möchte wieder in unseren Ort.
Meine Älteste ist zur Zeit im Ausland, wo es sie hinzieht nachher, offen. Nach Hause kommt sie spürbar gerne. Gelegentlich. Sie ist ein Stadtmensch.
Bei den anderen wird man es sehen. Gute Arbeitsplätze gibt es genug.

Das Muttersöhnchen oder Papas Prinzessin ist immer negativ, es ist nicht besser, wenn die Bindung gekappt ist. Da kommt dann das Dauerschlagwort Bindungsstörung.

Beim Online Daten ist räumliche Nähe zu Eltern nur eines der vielen weiteren NoGos auf der Liste. Weil man Online nicht sucht, nur beweisen möchte, dass es niemand passenden gibt.

M, 54
 
  • #83
Warum seine Eltern ihm das nicht beigebracht haben ist mir ein Rätsel.
Sie hatten kein Interesse daran, dass er selbständig wird. Die Gründe dafür kann ich jetzt natürlich auch nicht sagen, aber die sind sehr vielfältig. Es gibt Familienstrukturen, die funktionieren nur, wenn es mindestens ein "schwarzes Schaf" gibt, das man beherrschen kann, weil die Eltern sonst mit sich selbst zu tun bekämen. So wird immer der verbessert, belehrt, manipuliert, ohne dass die Struktur (Paar) gesprengt wird, der am schwächsten ist, also von Anfang an durch das Verhalten der Eltern geprägt wurde. Und als Kind ist man ja sowieso die ersten Jahre unselbständig, hilfebedürftig und weltfremd. Also Besserwissereltern, die sich gegenseitig nicht zerfleischen wollen, brauchen das, dass derjenige, auf den alles abgeladen werden konnte, bleibt, und auch SO bleibt, wie sie ihn brauchen können.
Vielleicht wollten die Eltern auch nicht "alt werden", also damit konfrontiert sein, was sie mit sich anfangen sollen, wenn das Kind erwachsen geworden ist.
Vielleicht sollte die nicht eben nette, aber schon Unterstützung brauchende Schwiegermutter nicht ins freie Zimmer ziehen, wenn der Sohn auszieht. (So einen Fall kenne ich wirklich.) Daher musste er umklammert werden, so gut es ging.
Vielleicht sind die Eltern auch überfordert von Internet und dem Leben an sich. Deswegen KÖNNEN sie ihm nicht helfen?
Vielleicht würde sich ein Elternteil einsam fühlen, weil der Sohn irgendwelche "Aufgaben" eines Partners übernommen hat? Kenne ich auch einen Fall, aber das ist der Sohn noch ein Kind. Die Mutter fühlt sich emotional genährt, wenn er sie nach ihren Befindlichkeiten fragt und mit ihr über den Tag redet, was der Partner nicht macht.

Ich denke, wenn Kinder zu Hause bleiben, ist das in sehr vielen Fällen nicht, weil sie ihre Freiheit gern eintauschen gegen gemachte Wäsche. Ich glaube viel mehr, dass die Eltern emotionalen Druck ausgeübt haben, als das Kind flügge werden wollte, und ihm Unterstützung und Rat beim selbstgewählten Lebensweg versagten. Es sei denn, das Verhältnis Eltern-Kind ist normal und das Kind würde jederzeit unterstützt werden, wenn es raus wollte. Das würde mE automatisch spätestens dann passieren, wenn es seine Ausbildung abgeschlossen hat und Geld verdient. Denn ich kann mir schlecht vorstellen, dass Kinder und Eltern so harmonisch und gleichbestimmt miteinander zusammen leben, dass es nicht Probleme gibt, die einem erwachsenen Menschen irgendwann auf den Nerv gehen. Zumal überaus viele Eltern mE es nicht hinkriegen, ihre Kinder als gleichberechtigte Erwachsene zu sehen und sich auch mal ihnen unterzuordnen, wenn es um Hausordnungsdinge geht.
 
  • #84
Weil sie sich nicht als Mama StaSi gebärdet.
Das ist ein wichtiger, oft der entscheidende Punkt: Mütter, die überall mitreden wollen, sind ein Graus! Doch so sehe ich @FA04 nicht.

Meine Geschwister und ich, wir sind alle nach dem Abi ausgezogen. Obwohl »zu Hause« ein großes Haus war und Daheimbleiben in jedem Fall »günstiger« gewesen wäre. Wir jobbten halt alle nebenbei.

Mein Sohn ist ebenfalls sehr früh ausgezogen, kam im ersten Jahr noch sehr oft abends bei uns vorbei, denn er wohnte nur ein paar U-Bahnstationen entfernt. Dann wurden die Besuche seltener, ich sah das mit Freude; aber nicht, weil ich ihn loswerden wollte, sondern weil ich es schön fand, dass er mehr und mehr auf eigenen Beinen stand.

Wäre er tatsächlich bis Mitte 20 geblieben, hätte ich ihn sanft aber bestimmt vor die Tür getragen!
 
  • #85
Wir wohnen auf dem Dorf.
Da sind Familienbande oft gewachsen enger. Wenn es alle wollen, es ist freiwillig.
Das kenne ich auch sehr gut. In dem Dorf(ca. 2000 Einwohner) wo ich wohne ist es genauso. Wenn hier manche schreiben, dass sie mit 20 Jahren das Elternhaus verlasen haben, dann wäre diese schon gleich unten durch. Ihre Familie wird als Rabeneltern betitelt. Wenn die Töchter das Elternhaus verlassen, dann nur weil sie geheiratet haben. Bei der FS käme gleich der Spruch: "Oh, Gott die Russen sind wieder da." Eventuell denken ja manche Russen so über uns Deutsche.

Gerade auf dem Dorf ist es oft schlimmer, als in der Stadt. Sollte heute jemand nicht die Krieche besucht haben, dann geht es weiter. Es gibt hier einen Arbeitgeber und dann haben die Kinder keine Chance mehr, Am besten sie ziehen gleich weg und kommen nur zu Weihnachten wieder, um die Eltern zu besuchen. Alles andere geht nicht mehr.

Wenn ab und zu jemand aus der Stadt in das Dorf zieht, dann sind sie gleich wieder weg, Die Menschen aus der Stadt können sich nicht dem Dorfleben anpassen.
 
  • #86
Ich habe den Eindruck, in Deutschland gibt es auch in den Generationen Unterschiede, wie "Muttersöhnchen" bewertet werden. Schließlich hat es eng damit zu tun, wie harmonisch die Beziehung mit der jeweiligen Elterngeneration ist. Wenn sie harmonisch, wertschätzend und auf Augenhöhe ist innerhalb einer als Gemeinschaft verstandenen Familie, dann gibt es weniger Grund, Menschen als Muttersöhnchen abzuwerten.

Dieses starke Unabhängigskeitsstreben und die rigorose Abgrenzung beobachtet man m.E. bei der Generation der ca. 45-60-jährigen noch häufiger als bei der nachfolgenden. Diese Generation wurde von Kriegskindern großgezogen, die oft traumatisiert waren oder zumindest geprägt durch harte Nachkriegsjahre in einer Republik, in der allerorten die Unterstützer und Mitläufer, die Peiniger von so vielen noch den Ton angaben. Das dürfte sich auf die Bindungsfähigkeit ausgewirkt haben. Die Generation der Kriegskinder kam noch in den Genuss der Schwarzen Pädagogik und hat sie vielleicht selbst noch praktiziert.
 
  • #87
Wenn ab und zu jemand aus der Stadt in das Dorf zieht, dann sind sie gleich wieder weg, Die Menschen aus der Stadt können sich nicht dem Dorfleben anpassen.
Ich bin von der Stadt aufs Dorf gezogen. Ich mag es. Es ist ein Miteinander. Manchmal mit Disharmonie, aber wenn Not am Mann ist, hilft das Dorf. Man kennt sich.
Ich sehe die funktionierenden Generationen.

Den Kirchgehzwang sehe ich nicht. Wir gehen nicht. Wir sind nicht katholisch. Wir sind integriert, Gemeinde, Verein. Wer will, kann. Auch die Zugereisten. Auch die aus der Stadt.
Die anderen sind die, die vor Gericht ziehen wegen Kuhglocken, Kirchenglocken, Misthaufen und krähenden Hähnen. Oder Dorffesten, Biergärten. Die braucht es auch nicht.

M, 54
 
  • #88
Ich bin von der Stadt aufs Dorf gezogen. Ich mag es. Es ist ein Miteinander. Manchmal mit Disharmonie, aber wenn Not am Mann ist, hilft das Dorf.
Ja, weil du ein angenehmer, unkomplizierter Mensch bist.
Du hast dich gleich integriert, hast um Hilfe gebeten, Hilfe angeboten und als dein Haus fertig war, ein Riesenfest für alle gefeiert.
Du bist hübsch, aber auf eine bodenständige Art, und du magst die Natur, wandern und so, packst gerne an. Auch deine Söhne passen da hin.
Da paßt das alles eben gut für euch.

Es ist wie immer eine Frage der Passung :)
( Gib mir bitte irgendwo einen kleinen Hinweis, falls ich dich gefunden habe. Dein Name ist mir egal, ich vermisse dich. )

w 52
 
M

moobesa

  • #89
Ich würde jeder Frau, die eine feste Beziehung sucht, raten, vorwiegend Männern zu berücksichtigen, die eine intakte Beziehung zu ihren Eltern und Geschwistern haben/hatten. Intakt bedeutet für mich: Räumlicher Abstand, aber in regelmässigem Austausch stehen, Besuche zu Festen, gegenseitige Unterstützung wenn angefragt. Solche Männer eignen sich auch für Familienpläne. Ausnahmen bestätigen sicher die Regel, aber alle Männer in meinem Umfeld, die komplett mit den Eltern gebrochen haben, haben auch Probleme mit Beziehungen. Ist natürlich nicht deren Schuld, wenn sie furchtbare Eltern hatten. Ihnen fehlt letztlich das Urvertrauen sowie eine Vorbildfunktion, wie Beziehung und Familie funktionieren können.
Erstens: Du kennst sicher so viele Männer in deiner Umgebung, die mit ihren Eltern gebrochen haben und jetzt in Beziehungen nichts hinbekommen, dass du darüber eine glaubwürdige Aussage machen kannst. Ein Mann oder zwei Männer taugen da nicht.
Zweitens: Bestätigt es mal wieder, dass für Frauen beim Mann alles perfekt sein muss. Nein, damit meine ich nicht 100 % fehlerlos sein. Sondern damit meine ich, dass ein Mann alle (!) Grundvoraussetzungen mitbringen muss, um eine Chance zu haben. Und das Forum zeigt, dass diese Liste sehr lang ist. Was ist, wenn der Mann eine intakte Beziehung zur Familie hat, aber nicht sehr sportlich und schlank ist? Pech gehabt, er hat keine Chance. Oder wenn er keinen so guten Job mit mieser Bezahlung und auch keinen großen Karrieredrang hat? Er hat keine Chance. Kann man endlos fortsetzen.
 
  • #90
Was ist, wenn der Mann eine intakte Beziehung zur Familie hat, aber nicht sehr sportlich und schlank ist? Pech gehabt, er hat keine Chance. Oder wenn er keinen so guten Job mit mieser Bezahlung und auch keinen großen Karrieredrang hat? Er hat keine Chance. Kann man endlos fortsetzen.
So stimmt es auch nicht.

Klar wenn der Mann, durchschnittlicher Normalo, wünscht sich 10 Jahre jüngere Topmodel, sorry, der hat tatsächlich keine Schanzen.

Zu meine EP Zeiten hat mich 63 Jähriger Rentner angeschrieben, ob ich kuscheln mag.
Sorry mit 40 damals und 46 jetzt, brauche ich mehr als kuscheln und im Garten seine Geschichten hören;
was er alles schon gesehen hat
und will nur noch seine Ruhe Daheim.

Mein Exmann war kleiner als ich,
als wir uns kennengelernt haben, dünn, nicht unbedingt sportlich und ein Student.
Ich habe mich trotzdem in ihn verliebt und geheiratet.

Mit den Jahren kamm langsam Bierbauch, Falten, graues Haar
dennoch habe ich 10 Jahre um unsere Ehe gekämpft, und trotz Topverdienerlohn verlassen.

Mein Exfreund läuft, fährt Fahrrad und trotzdem hat ein kleinen Bauch.
Ich habe ihn so geliebt, wie er war.
Es ist altersgemäß.

Alle Andere nehmen mehr Zeit für Sport, als für ihre Partner, so Einen wünsche ich mir mit Sicherheit nicht.
Perfektionismus ist eine Schwäche, man fühlt sich nie gut genug.

Irgendwann werde ich wieder mein Normalo suchen,
ob er zurecht mit meinem sturen Kopf und Eigensinn in manchen Situationen zu Recht kommt,
so wie damit, dass ich evtl mehr verdiene,
wird sich zeigen.

LG