• #1

Warum ist Mama's Söhnchen so negativ ?

Hallo Zusammen,

jetzt stelle ich eine Frage in der Runde.

Ich lese öfters beim Profilcheck hier, dass wenn ein Mann noch in Elternhaus wohnt, wird gleich als Muttersöhnchen abgestempelt und ist ein K.-o.-Kriterium.

Das kann ich nicht nachvollziehen.
ich bin selber die Mama von 2 Söhne: 25 und 16. Mein älterer Sohn ist mit 21, wegen den Studium, ausgezogen, mein jüngerer ist bei mir und spricht öfter davon, dass er bei mir bleiben will.

Ich bemuttere meine Kinder, seit sie 14 sind, nicht mehr.
Wir erledigen den Haushalt zusammen, wir kochen zusammen, wir gehen einkaufen zusammen. Wenn sie zu faul sind, wird nichts von Mama erledigt.

Es ist nicht immer leicht, so alles unaufgeräumt, unerledigt lassen, oder mehrere Abende nacheinander nur kalte Brotzeit machen, aber nur dadurch lernen sie es zu beherrschen und sehen mich nicht als bequeme Bedingung.
Ich versuche meine Kindern ein Wort "Zusammen" in der Familie beibringen.

Zu unsere Situation: wir haben ein Haus, welches so gut gebaut ist, dass da 3 separate zwei Zimmer Wohnungen eingerichtet sein könnten.
Bereits jetzt hat jeder sein eigenes Bereich und Kinder kommen zu mir nach unten wenn sie wollen, wenn sie was zum erzählen haben. (Älterer kommt nur zum Besuch, dennoch)
Ich liebe meine Kinder, aber vereinnahme sie nicht.

Die Freundinnen von meinem älteren Sohn kamen noch in unsere alte Wohnung,
wo jeder sein eigenes Zimmer gehabt hat,
und keine von denen hat sich darüber beklagt.
Wenn es um Prüfungen ging kam letzte Freundin immer zu mir ins Zimmer zum Lernen und auch zum Quatschen.

Irgendwie habe ich so einen Gefühl, dass Online wird alles pauschalisiert, deswegen finden die Zwei sich nicht zu einander. Es wird von vorne rein abgestempelt: zu klein, zu groß, zu Muttersöhnchen...

Wie sieht ihr das?

LG
W46
 
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  • #2
Also: In Deutschland ist es die Regel, dass Kinder zum Studium oder vor oder spätestens nach der Ausbildung ausziehen. Das ist in anderen Ländern anders, auch aufgrund von finanziellen oder religiösen Gründen. Hier ist es aber Standard. Jemand, der mit Ü20 noch zuhause wohnt (obwohl es erst ab Mitte 20 für viele ein No-Go ist, denke ich), ist daher schon mal eher eine Ausnahme. Und von diesen Ausnahmen habe ich bisher 90% Muttersöhnchen kennengelernt, oder Männer mit psychischen Problemen, die allein nicht gut klarkommen würden, oder Männer, die arbeitslos sind oder jedenfalls nur ganz wenig Geld verdienen - zu wenig, um eine Familie gründen zu können; oder die sehr geizig sind und Geld sparen wollten. Wenn dein Sohn nun eine Ausnahme davon ist, dann wird er es einfach schwerer haben, das den Frauen online klarzumachen (aber er sucht ja auch nicht online, oder?), denn die Wahrscheinlichkeit, dass er in die obrigen Gruppen fällt, ist einfach sehr hoch. Und online muss man ja erstmal aussortieren. Und im echten Leben wird es wohl mit steigendem Alter immer mehr ein Minuspunkt bei den Frauen.

Allgemein kann dein Sohn noch so selbstständig sein, aber es ist immer etwas anderes, wenn man mal wirklich ohne Erziehungsberechtigte in der Nähe gewohnt hat. Finde ich. Es macht einfach doch einen Unterschied in der Reife. Einfach, dass niemand in der Nähe ist, der im Notfall alles für einen regelt. Ein Freund einer Freundin ist direkt von zuhause zu ihr gezogen. Sie sind sehr glücklich, sie heiraten jetzt und er ist ein guter Mensch, aber trotzdem ist sie immer doch mehr Mutti als andere Freundinnen, und ich habe das Gefühl, das liegt daran, dass er nie wirklich mal auf sich selbst gestellt war.

Ich würde per se keinen Mann deshalb ablehnen, wenn ich ihn kennenlerne und toll finde und sehe, er ist ziemlich selbstständig. Aber für die persönliche Entwicklung finde ich es gut, wenn man zwischen Elternhaus und später Partnerwohnung auch mal was anderes erlebt hat; WG mit Gleichaltrigen, alleine wohnen, sowas.

Und warum spricht dein Sohn darüber, dass er bei dir bleiben will? Auch, wenn er mal heiratet? Oder solange, bis...? Ich fände das etwas schräg, dass er da Angst hat, sich zu lösen?

w, 35
 
  • #3
Ich finde es völlig normal, dass Kinder bis zum Abschluss der ersten Ausbildung bei den Eltern wohnen, das hat nichts mit Muttersöhnchen zu tun.

Problematisch finde ich es dann, wenn sie nach der Ausbildung / des Studiums wieder oder noch bei Mama wohnen trotz eines Jobs und keine Anstalten machen, sich etwas eigenes zu suchen.

Das zeugt für mich von mangelnder Neugier auf Erfahrungen, mangelnde Eigenverantwortung.

Eine eigene Wohnung zu haben ist ja nun mehr als sich selbst um sein Essen und seine Wäsche zu kümmern.
Die Wohnung muss ausgesucht werden, es muss ein Mietvertrag geschlossen werden, man muss sich mit dem Vermieter , der Telekom, etc. auseinandersetzen, man muss die Wohnung einrichten sich mit Lieferanten etc. auseindersetzen, Möbel aufbauen, ist für die pünktliche Mietzahlung verantwortlich, muss ich mit der Betriebskostenabrechnung auseinandersetzen...

Das sind alles Lebenserfahrungen, die ein junger Mensch macht und ihm helfen, gut im Leben klarzukommen.

Wenn man mit Ü30 dann noch bei der Mutti wohnt, hat man all diese Erfahrungen nicht gemacht und ist dann doch in gewisser Weise lebensuntüchtig.

Denn wenn du auch nicht für ihn kochst oder sein Zeug hinterher räumst regelst du all diese anderen Belange für ihn.

Weiterhin finde ich einen Wunsch nach Privatsphäre normal

Ich finde einen Wunsch nach Abgrenzung von den Eltern normal.

Wer will schon Sex in seinem Kinderzimmer haben wenn nebenan Mutti ist und alles hört?

ich verstehe auch die Eltern auf der anderen Seite nicht. Ich will auch irgendwann mal wieder meine Ruhe haben mit meinem meinem partner ungestört sein ohne dass das erwachsene Kind ständig anwesend ist
 
  • #4
Dein noch bei dir wohnender Sohn ist 16 Jahre alt. Es ist völlig normal, dass dieser noch bei dir wohnt.
Aber du denkst in die Zukunft und willst ihn gar nicht gehen lassen.
mein jüngerer ist bei mir und spricht öfter davon, dass er bei mir bleiben will.
Warum spricht er davon? Wie kommt er darauf? Jammerst du, dass du bald alleine sein könntest, wenn er auch mal ausgezogen ist?

Wir erledigen den Haushalt zusammen, wir kochen zusammen, wir gehen einkaufen zusammen.
Es ist etwas vollkommen anderes, wenn man mit seinen noch jungen Söhnen gemeinsam den Haushalt schmeisst, als wenn man erwartet, dass zukünftige Partnerinnen das ebenfalls so handhaben. Da kann ich dir gleich sagen, dass dem nicht so sein wird, auch wenn entsprechend junge Freundinnen deiner Söhne ab und an zum Quatschen "nach unten" kommen.

Wie hättest du das selbst empfunden früher, bei deinen Partnern?
Schön leise sein beim Sex, damit die Eltern nichts hören?
Jeden Tag mit den Schwiegereltern am Esstisch sitzen. Deren Vorstellungen von einem gemeinsamen Zusammenleben umsetzen?
Unter Beobachtung stehen?

Deine Söhne werden dich immer besuchen, so wie das auch dein älterer Sohn handhabt. Wenn sie mal eine Familie gründen, werden sie sicher auch gerne deine Hilfe bezüglich Betreuung in Anspruch nehmen. Du wirst auch in Zukunft wichtig für sie bleiben und Aufgaben haben.
 
  • #5
Hi,
bei Dir hört sich alles sehr vernünftig an.

Das Problem mit dem guten Verhältnis des Mannes zu seiner Mutter ist, dass für den Mann die Partnerin wichtiger sein muss als seine Mutter, wenn seine Beziehung/Ehe gut funktionieren soll.

Ich höre nun schon das "ja, aber die Mutter...".

Es ist nun mal so. Das werden Paartherapeuten usw. bestätigen. Die Rangfolge ist klar und soll eingehalten werden. Die Probleme von Frauen mit Schwiegermuttern entstehen immer durch den Mann!

Wenn Deine Söhne ein sehr enges Verhältnis zu Dir haben, ist die Frage, ob die Schwiegertochter in spe da noch Platz hat.

Manche Mütter sind sehr locker mit den Freundinnen ihrer Söhne, solange ihnen klar ist, dass es der Sohn mit der jungen Frau sowieso nicht ernst meint.
Sobald sich der Sohn jedoch bei seiner jungen Frau positioniert und für sie Partei ergreift, haben manche vorgegeben "lockeren" Mütter ein erhebliches Problem.

Wenn
 
  • #6
Irgendwie habe ich so einen Gefühl, dass Online wird alles pauschalisiert, deswegen finden die Zwei sich nicht zu einander. Es wird von vorne rein abgestempelt: zu klein, zu groß, zu Muttersöhnchen...
Wie sieht ihr das?
Fast keine Mutter gibt ihre besondere Bemutterung zu, da sie es selbst nicht so fühlt. Außenstehende bemerken das schon, dazu kommt, dass die neuen Partner nicht ständig mit den Eltern des anderen gekreuzt und beobachtet werden wollen. Es ist besser für alle eine gute hin zu bekommen! Hotel Mama hat mehr Nachteile für den Sohn ab ca. 20, die Selbstständigkeit ist dann meist unterentwickelt! Zwischen deinen Zeilen lese ich eine vorwegbezogene Verteidigung als Entschuldigung!
 
  • #7
Meine Kinder wollten beide mit etwa 19/20 unbedingt ausziehen und ich habe das unterstützt.

Es hat ihnen sehr gut getan. Sie müssen sich selbst um Versicherungen, Versorger, Nachbarn, Putzen, Räumen, Einkaufen und so weiter und so fort kümmern. Ein paar kleine Krisen hat es gegeben, weil Termine versäumt oder andere kleine Fehler gemacht wurden - tja, so lernen sie.

Inzwischen laufen Umzüge etc komplett ohne elterliche Hilfe ab, ganz vereinzelt kommt noch einmal eine Frage. Genau das bedeutet Selbständigkeit - und nicht mal Putzen und Aufräumen in Mamas Wohnung.

Ich selbst hätte nie einen Mann geheiratet, der nicht einmal alleine gewohnt hat. Die Freundin meines Sohnes sieht das ähnlich.

Aber ich kenne aus meiner Jugend einige Männer, die noch Ü40 zu Hause lebten - natürlich völlig selbständig, hihi. Sozial waren das Witzfiguren im Umfeld, jeder hat sachte geschmunzelt über sie.

Wenn Du Dir das für Deine Söhne wünschst, nur zu.
 
  • #8
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn es einen gewissen Zusammenhalt in der Familie gibt und das ein elterliches Nest so schön ist, dass man sich als Mensch da total geborgen und gut aufgehoben fühlt.

Aber mal ganz ehrlich: deine Söhne sind doch noch Kinder! Ich meine, ein Junge mit 25, was hat der denn für Freundinnen? Die sind ja maximal im selben Alter wie der Sohn, das heißt, die lernen jetzt gerade mal, sich im Leben selbstständig zurechtzufinden. Die mögen zwar dann so langsam mal ne Ausbildung/ Studium hinter sich gebracht haben, aber im Grunde sind die doch noch grün hinter den Ohren. In dem Alter ist das doch auch alles noch völlig Ok, wenn man öfter mal zu Mutti geht mit der Freundin. Nur gut, dass der Große ausgezogen ist und einen gesunden Abgrenzungswillen besitzt.
Und dass der andere Sohn mit 16 gerne für immer bei seiner Mami bleiben möchte, ja klar, frag ihn doch einfach in 5 Jahren nochmal.

Meine Schwiegermutter möchte auch so gern, dass ihr Sohn (jetzt Mitte 30) mit seiner Frau (Ende 30) in ihr Haus zieht, welches ihr Eigentum ist und wo sie jeden Tag nach dem Rechten schauen geht. Das kommt für mich aber zu Lebzeiten der Eltern absolut nicht in Frage, ich würde mir permanent beobachtet und verpflichtet vorkommen. Man ist ja auch viel schneller greifbar, wenn was ist. Da wird man viel mehr eingespannt, als es so schon der Fall ist und alles kriegen die Eltern mit. Sogar wenn man duscht, wann man aufsteht, was man zum Frühstück mag, wenn man Pech hat, kriegen die sogar mit wenn man Sex hat. Furchtbare Vorstellung von totaler Kontrolle. Da geht es überhaupt nicht darum, ob die Mutter den Jungen bemuttert, sondern auch darum, wie stark sich der Junge gegenüber seinen Eltern verpflichtet fühlt. Manche Eltern merken gar nicht, welcher Erwartungsdruck emotional auf ihren Kindern liegt. Und bei sowas hat mein Verständnis Grenzen.
 
  • #9
Ich finde es toll, dass du diese Frage gestellt hast, als Person, die sozusagen indirekt mit der Verachtung gegenüber 'Muttersöhnchen' konfrontiert ist.
Ich bin mit 35 ausgezogen, nachdem ich schon ein paar Jahre vollzeit gearbeitet habe. Ich war bereit dafür, was ich mit 18-25 nicht gewesen wäre. Im Nachhinein hätte ich es vermutlich trotzdem früher tun sollen.
Partnerschaftlich bin ich zurückgeblieben.
Finanziell habe ich dadurch eine Menge Geld gespart. Meinen Eltern hatten nichts dagegen, dass ich ich ihnen auf der Tasche liege; zudem habe ich einen monatlichen Beitrag bezahlt.
Soll ich mich nun schlecht fühlen, weil das Internet sagt wie ich leben soll?
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre ist, dass ich tun kann was ich möchte. Solange ich darüber stehe was alle denken und meinen 'Wert' (Fähigkeiten, Freunde, Vergangenheit, überwundene Hindernisse, ...) feiere, ist egal was andere denken.

Ist das Maß der Dinge eine Familie zu gründen? Ja, das ist es für viele. Wenn das das Ziel ist, dann sollte man vermutlich den Weg wählen, der einem dies ermöglicht/vereinfacht.

Ich weiß nicht... bin ich das Paradebeispiel des unterentwickelten Muttersöhnchens, das Probleme bei der Partnersuche hat? Veilleicht schon, aber nicht weil ich lange Zuhause gewohnt habe, sondern weil das ein Symptom dafür war, wie ich schon immer bin.
Oder bin ich der durchschnittliche, gut verdienende Normalo, dem keiner ansieht was mal war, der aber so viel geistige Stärke mitbringt es allen zu erzählen, wenn es sie interessiert.

Keiner will ein Muttersöhnchen? Keiner mit starkem Geist will Leute die über andere und deren Lebensweg urteilen.
Aber nochmal: Das wichtigste als Individuum ist, mit der eigenen Entscheidung klar zu kommen und dahinter zu stehen.
 
  • #10
Und warum spricht dein Sohn darüber, dass er bei dir bleiben will? Auch, wenn er mal heiratet? Oder solange, bis...? Ich fände das etwas schräg, dass er da Angst hat, sich zu lösen?
Also ich habe diese Frage gestellt, weil ich eben gebürtig aus Russland bin, und auch wenn ich hier seit 22 Jahre lebe, bleibt es mir genau diese Thema ein Rätsel.

  • Ich habe sehr gute Verhältnis zu meine Kinder, aber ich tu nicht klammern, die beide Buben auch nicht.

Den älteren Sohn habe ich selbst aus Bayern nach Berlin zum Studium beim Umzug geholfen, dem entsprechend kommt er ca alle 3 Monate zum Besuch und sammelt seine Erfahrungen.

Der jüngerer Sohn sagt schon, dass er irgendwann ausziehen wird, aber hat grundsätzlich kein Problem hier eigene Wohnung einrichten, vorübergehend, genau dasselbe sagt der älterer, falls er zurück kommt.

Wie ich schon geschrieben habe, das Haus lässt sich ohne Probleme in Mehrfamilienhaus umwandeln, mit separaten Eingängen, so dass ich überhaupt nichts mehr mitbekomme.

In Russland, zu mein Zeit, war üblich, dass die junge Familie zu Eltern zieht, spart das Geld für Eigenheim und danach zieht wieder aus. Es ist rein wirtschaftlich vorteilhaft.

Ich habe ein Bekannter hier, er hat bei den Eltern gelebt, bis er 30 war und hat sein Haus 6 Jahre gebaut, ohne einziger Darlehen aufnehmen müssen.
Ich denke es ist doch schön, wenn man Kinder etwas unterstützen kann.

Aber ich habe eben Bedenken, wenn sie sich für dieses Model entscheiden, werden sie beim Partnersuche benachteiligt.

LG
 
  • #11
Aber du denkst in die Zukunft und willst ihn gar nicht gehen lassen.
Wie ich schon geschrieben habe, sobald er volljährig ist, kann er grundsätzlich machen was er für richtig hält, ich werde ihn dabei unterstützen.

Aber wieder rein wirtschaftlich, er wünscht sich ein schönes Auto, dafür will er in Ferien jobben, was er gerade auch tut, und Geld einsparen.

Wenn er auszieht, wird er so was nicht leisten können.
Wenn er bei mir bleibt kann er Versicherung und Steuer für Auto leisten und seine Ausflüge damit bezahlen.

Im Gründe geht mir um finanzielle Unterstützung für meine Kinder, ohne sie dabei zu verwöhnen, sie erarbeiten es selbst.

LG
 
  • #13
Jammerst du, dass du bald alleine sein könntest, wenn er auch mal ausgezogen ist?
Nein, davon habe ich kein Angst,

ich habe so viele Interessen und Hobbys, dass ich sehr gut mit "allein sein" zu Recht komme. Ich habe gerade nicht mal Zeit darüber nachdenken, ob ich mich alleine fühle.

Wir sprechen das meistens an, wenn der Älterer zu Besuch kommt. Der Jüngerer sagt dann eben, dass er auch irgendwann ausziehen wird, aber ihm gefällt unser Haus und er wird auch gerne hier bleiben.

Meine Sorge ist eben, wenn er zu Früh auszieht, ich kenne die Menschen, die mit 14 zur Lehre ausgezogen sind.

21 beim älteren war in Ordnung und wenn er vorübergehend wieder zurück kommt, habe ich kein Problem damit.

LG
 
  • #14
ein jüngerer ist bei mir und spricht öfter davon, dass er bei mir bleiben will.
Da würde ich mich fragen, was ich falsch gemacht habe. Wenn einer meiner Söhne sowas in der Art sagen würde, käme ich mit dem Fieberthermometer um die Ecke.

Man sieht ja heutzutage wieviele mittlerweile Spätzünder sind, wobei ich mich frage ob das mitunter eine Folge der U25 Regelung beim Hartz IV ist.

Ich lasse mal Landwirtschaftsbetriebe, Hotels usw außen vor, ein Mann der bei den Eltern wohnt ist ein Mutter-Söhnchen. Hier in Deutschland besteht Gott sei Dank keine Notwendigkeit sich als Erwachsener mit den Eltern Wohnraum zu teilen. Ich telefoniere auch mit meinem Smartphone und telegrafiere nicht.

w/36
 
M

moobesa

  • #15
Frauen bevorzugen Männer, die wegen Problemen mit ihren Eltern sehr früh von daheim ausgezogen sind und selbständig wurden.
 
  • #16
Das Problem mit dem guten Verhältnis des Mannes zu seiner Mutter ist, dass für den Mann die Partnerin wichtiger sein muss als seine Mutter, wenn seine Beziehung/Ehe gut funktionieren soll.

Ich höre nun schon das "ja, aber die Mutter...".
:) nein, dass steckt nicht dahinten.
Ich gebe bereits jetzt den Rat, wenn danach gefragt wird, nur deswegen ist auch die Verhältnis so gut.

Ich sehe meine Kinder als erwachsene Männer, so habe ich sie auch aufgezogen, wir führen auch Gespräche wie Erwachsene und nicht wie Mutter - Kind.

Und für mich ist völlig klar und ein MUSS, dass die zukünftige Partnerin auf erste Stelle steht.

Alle Mädels waren wirklich lieb und ich glaube ich habe hinter her mehr getrauert, als meine Bubben :)

Da muss ich fast nochmals ein thread aufmachen was die Erziehung betrifft.

LG
 
  • #18
Aber mal ganz ehrlich: deine Söhne sind doch noch Kinder! Ich meine, ein Junge mit 25, was hat der denn für Freundinnen? Die sind ja maximal im selben Alter wie der Sohn, das heißt, die lernen jetzt gerade mal, sich im Leben selbstständig zurechtzufinden. Die mögen zwar dann so langsam mal ne Ausbildung/ Studium hinter sich gebracht haben, aber im Grunde sind die doch noch grün hinter den Ohren. In dem Alter ist das doch auch alles noch völlig Ok, wenn man öfter mal zu Mutti geht mit der Freundin. Nur gut, dass der Große ausgezogen ist und einen gesunden Abgrenzungswillen besitzt.
Und dass der andere Sohn mit 16 gerne für immer bei seiner Mami bleiben möchte, ja klar, frag ihn doch einfach in 5 Jahren nochmal.
ich empfinde es genauso,
die Frage würde von den Profilcheck angeregt. Der junger Mann mit 28 wohnt noch im Elternhaus und das wurde schon als No Go genannt.

Wir sind selbst mit meinem Ex 3 Jahre im Elternhaus gewohnt haben. Wir haben nach 3. Studiumjahr geheiratet und in Mietwohnung zusammen gezogen. Nach 4. Studiumjahr haben wir unser ersten Sohn bekommen. Wir sind zu den Eltern gezogen, weil ohne ihre Hilfe müssten wir beide den Studium schmeißen: Mein Ex arbeiten gehen, ich das Kind erziehen.

LG
 
  • #19
Alleinleben als Merkmal für Selbstständigkeit? Das ich nicht lache.
M ist mit 18 zuhause ausgezogen zum Studieren. Ca. 50 km vom Elternhaus entfernt. Papa hat alles mit der Miete, dem Strom und dem Telekommunikationsunternehmen geregelt. Mama kommt einmal die Woche vorbei zum Putzen und Einkaufen.
Bei F kommt die Mutter vorbei und füllt den Kühlschrank inklusive vorgekochten. Der Mann kann nicht einmal ein Spiegelei braten.
Und Beide telefonieren täglich mit den Eltern.
 
  • #20
Ich denke es ist doch schön, wenn man Kinder etwas unterstützen kann
Das ist es. Nur oft ist es so, das auch an solche Unterstützung emotionaler Erwartungsdruck gesetzt wird.

Wer zahlt, bestimmt. Und dann fängt man im Zweifelsfall an, mit der Schwiegermutter über die Auswahl der Küchenfliesen zu diskutieren...

Unterstützen ist schön, aber finanziell abhängig sein ist etwas anderes nicht schönes, auch wenn man vielleicht ein paar Euro gespart hat.

Gerade hinsichtlich der Finanzen ist ist oft so, dass man die Kinder dann in einer Zwickmühle bringt.

Ich finde es immer besser wenn man keine Abhängigkeiten eingeht, das führt meiner Meinung nach immer nur zu unterschwelligen Stress.

Wenn im Ausland solche Konstrukte normal sind mag das ja sein... meine Erfahrung hier ist jedoch wenn Männer noch länger bei Mutti wohnen dass sie dann unselbständig und komisch werden.
Ich finde das absolut abschreckend so jemand käme für mich nicht als Partner in Betracht wenn ich älter als 20 bin.

Was nützt es viel Geld oder materielles zu besitzen, wenn man als Partner nichts taugt, weil man im Alltag unbrauchbar ist?

Und was soll ein Kind lernen wenn der Besitz von Geld über alles andere gestellt wird?
 
  • #21
Ganz einfach: seit meinem 16 Lebensjahr finanziere ich mich selbst, zwei Jahre später zog ich ins Ausland, meine Eltern hatten dies weder bezahlt noch anderweitig gefördert.

Was hätte ein Mann, der mit Ende 20 noch bei Mama in Watte gepackt lebt, mir zu sagen gehabt? Könnte ich nicht ernst nehmen, tut mir leid. Ein schönes Auto ist wichtiger als Eigenständigkeit? Nein, danke. Es geht aber nicht um 16-18 Jährige, sondern ältere Kaliber.
 
  • #22
Und, möchtest du FS einen Mann daten, der bei seiner Mutter wohnt?

Ich sehe meine Kinder als erwachsene Männer, so habe ich sie auch aufgezogen, wir führen auch Gespräche wie Erwachsene und nicht wie Mutter - Kind.
Du machst dir doch was vor.
Das will ich auch, aber wie ich es geschrieben habe, es besteht die Möglichkeit ohne großen Aufwand sich räumlich komplett trennen, und dennoch irgendwie wohnen sie bei Mama dann.
Erwachsene, die doch irgendwie bei Mama wohnen? Klar dann, Mama ist ja immer noch in Griffweite.
Du möchtest deine Söhne nicht aus deinem räumlichen und emotionalen Einflussbereich verlieren. Nachvollziehbar, aber ist das Gegenteil von Abnabelung. Und bei AE ruscht eben gern das gegengeschlechtliche Kind in den emotionalen Partnerersatz.
Wie oft ist denn der 16 jährige beim Vater?
 
  • #23
Bei Dir herrschen ja gute Wohnverhältnisse. Es hört sich auch alles entspannt an. Wenn es so ist, ist es was ganz anderes, als wenn die Eltern sich an die Kinder klammern und die Kinder sich verantwortlich fühlen. Oder sie bekommen Angst gemacht vor der Welt da draußen und wollen nicht weg. Oder was auch immer der Grund ist, weshalb trotz Abnabelungszeiten oder -wünschen es zu keinem Auszug kommt.

Angesichts der Mieten heutzutage und der Situation, dass die Menschen immer älter und damit auch hilfsbedürftiger werden, wird es wohl mehr und mehr geben, dass Eltern und Kinder noch zusammenwohnen. Ich denke auch, dass die Sichtweise, so schnell wie möglich ausziehen zu müssen, um Erwachsensein zu demonstrieren oder man ist ein Loser, von irgendeiner Markt-Sichtweise der Vergangenheit kam und eingeimpft wurde wie "Schamhaar ist iiiiih, also kaufe tonnenweise Rasierklingen", ich kann das aber nicht belegen.
Vor allem, da Leute, die schnell ausziehen, trotzdem ihre Prägung und ihre Unreifen mitnehmen in Beziehungen und dann da ausagieren, was eigentlich Konflikte mit den Eltern sind. Also von wegen Erwachsen durch Auszug.
Und es wird ums Geld gehen, um Geldverdienen. Wer selbst früh Geld verdient, ist toll, wer das nicht tut, liegt den Eltern auf der Tasche.

Ich denke auch, dass Mamas Söhnchen ein ganz anderes Phänomen ist, das nichts mit Zusammenwohnen oder nicht zu tun hat, aber daran erkannt werden will. Es geht eher darum, dass Männer sich von ihrer Mutter nicht emotional abnabeln und die Mutter dann unsichtbar ständig mit in der Beziehung ist. Der Mann steht nicht zu seiner Partnerin, die Mutter mischt sich ein, der Mann sitzt zwischen den Stühlen. Klar wird das besonders deutlich, wenn Mutter und Sohn in der Nähe wohnen, aber das funktioniert trotzdem auf sehr destruktive Weise, wenn die Mutter nur ab und an zu Besuch kommt. Denn ein emotional mami-abhängiger, manipulierbarer und ungerechter Mann bleibt ein emotional mami-abhängiger, manipulierbarer und ungerechter Mann, dem die Mutter die allerwichtigste Person im Leben ist, auch wenn er das ganz anders darstellt, weil es ihn selbst anstrengt, so unter der Fuchtel zu stehen.
 
  • #24
ich bin selber die Mama von 2 Söhne: 25 und 16. Mein älterer Sohn ist mit 21, wegen den Studium, ausgezogen, mein jüngerer ist bei mir und spricht öfter davon, dass er bei mir bleiben will.
Du bist ja ein Scherz Keks
Dein kleiner Sohn ist doch erst 16.
Da finde ich es mehr als toll, dass er noch so eine enge Bindung zu dir hat.
Spricht in dem Alter für euer gutes Verhältnis.
Aber wer weiß was noch alles auf ihn zu kommt wenn er bisschen älter ist.
Vielleicht will er woanders eine Ausbildung oder Studium machen...oder eine Zeit ins Ausland gehen.
Hoffentlich kommt er dann gerne zu dir zurück...ich denke aber das wird er.
Das typische Muttersöhnchen kann auch Kilometer weg vom dem Eltern wohnen, trifft aber keine Entscheidung ohne sie und ist unselbständig.
Sprich:
Nimmt Essen von zu Hause mit, nicht als Geschenk sondern als selbstverständlichkeit.
Wäscht nicht selbst sondern bringt Mutter Berge Schmutz Wäsche.
Unterwäsche und co kauft sie auch für ihn.
Usw
Mit dem tatsächlichen Wohnort hat das weniger zu tun als mit der inneren Lösung von den Eltern.
Leider gibt es schon Frauen für ihre Söhne so an sich binden und als Ersatz Partner missbrauchen.
Diese Männer sind für den Partnermarkt oft erst zur Verfügung wenn die Mutter tot ist oder uralt.
Dann sind die Männer über 40 und echt seltsam e Genosse n.
 
  • #25
Das ist es. Nur oft ist es so, das auch an solche Unterstützung emotionaler Erwartungsdruck gesetzt wird.

Wer zahlt, bestimmt. U
Genau deswegen haben beide Söhne ein Problem mit Vater, nicht mit mir. Der Kontakt da ist ziemlich karg.

Ich verwöhne meine Kinder nicht, aber wenn ich was gebe, dann verlange ich nichts zurück.

Den Älteren kann ich gar nicht verwöhnen, zwischen uns sind 600 km. Wir schreiben uns, in der Regel, 1x die Woche und er ruft mich an, wenn er Zeit dafür hat 1-2 mal im Monat, wenn überhaupt. Er zieht neben Ausbildung noch eigene kleine Eventfirma auf, deswegen auch Berlin.

Mit dem Jüngeren ist selbstverständlich täglicher Kontakt, aber es gibt Tage, wo er nur "Hallo Mam, ich gehe raus" bekomme und ich bin auch damit zufrieden.

Und bei AE ruscht eben gern das gegengeschlechtliche Kind in den emotionalen Partnerersatz.
also ich bin sicher nicht von der Sorte.
Ich komme sehr gut zurecht mit allein sein. Ich habe nicht viele Freunde, voll bewusst, nicht weil ich was Besseres bin, sondern weil ich einfach kein Zeit für neu Freundschaft habe.

Ich denke auch, dass die Sichtweise, so schnell wie möglich ausziehen zu müssen, um Erwachsensein zu demonstrieren oder man ist ein Loser, von irgendeiner Markt-Sichtweise der Vergangenheit kam und eingeimpft wurde wie "Schamhaar ist iiiiih, also kaufe tonnenweise Rasierklingen", ich kann das aber nicht belegen.
Genau deswegen habe ich die Frage gestellt, man kann doch nicht alles gleich Pauschal schlecht machen.

Und, möchtest du FS einen Mann daten, der bei seiner Mutter wohnt?
Also wenn der Mann mit knapp 50 mit Eltern in eine dasselbe Wohnung wohnt, werde ich vorsichtiger und würde nach Gründe fragen. Hat er immer mit Eltern gewohnt usw.

Wenn der Mann im einem Haus in Einliegerwohnung wohnt, habe ich kein Problem damit, von allem eben wenn es Bauernhof oder andere Familienunternehmen ist.

Es ist genau dasselbe wie bei mir: als mein Exfreund einen Bekannten erzählt hat, dass ich Russin bin, hat er gesagt: "Sperr sofort alle deine Konten"
Na ja.

LG
 
  • #26
Hier in Süddeutschland ist das ein wenig anders.
Vor allem ausserhalb der grossen Städte gibt es Dinge wie das "Enkelgrundstück" - dort sollen die Enkelkinder bauen. Auch die Kinder haben oftmals ganz in der Nähe ein Grundstück erhalten oder bekamen finanzielle Hilfe zum Bauen oder Kaufen. Der Familienzusammenhalt ist etwas Schönes. So konnte ich mit Ü50 für 3 Monate ins Elternhaus zurück, als meine Wohnung unter Wasser stand. So konnte mein Vater zu Hause bleiben - weil eben die Kinder in der Nähe waren. Nur die letzte Woche seines Lebens im Krankenhaus - die konnten wir ihm nicht ersparen. So kann meine Mutter alleine im grossen Haus wohnen und ist dennoch nicht einsam, weil Familie in der Nähe ist.
Und heute ? Meine V lebt ja auch im Elternhaus - in der eigenen Wohnung mit der Tochter. Bei der ich nicht sehe, wie diese mit Anfang 20 ausziehen können soll .... ihr Lebensstandard wäre hinüber.

Ich sehe es so: Wer unglücklich in seiner Familie war - der ist schnell ausgezogen. In guten Familien ist das nicht nötig. Und warum sollen halbe Häuser leer stehen ? Ist doch Blödsinn .... ökonomisch gesehen. Ist es wirklich erstrebenswert in einem Wohnblock zu hausen, wenn ein schönes Haus mit Garten auf einen wartet ?
Nein, ich möchte keine Freundin aus zerrütteten Verhältnissen. Gebe ich ehrlich zu. Und habe nie eine Diskussion geduldet, dass ich einmal die Woche bei den Eltern (damals noch fit) vorbei wollte - und wenn es auf nen Kaffee war. Ich bin froh an meiner V - sie fragt ob sie mit zu meiner Mutter kommen darf. Oder fährt auch mal ohne mich hin, wenn ich 2 Tage beruflich weg bin. Ich persönlich sehe, dass du alles richtig machst Frau Fortuna
 
  • #27
Ich finde Männer generell nicht erotisch, die mit über 23 noch bei Mutter daheim gewohnt haben. Mich schüttelt es da. Männer sind für mich wild und frei am schönsten, und das mit möglichst 20 schon. Und das ist wichtig, denn wenn ich als Frau einen Mann nicht als starken Mann wahrnehmen kann, der auch sexuell befähigt ist, dann ist das kein Mann zur Familiengründung. Wer mit 25/27 noch daheim als Mann wohnt, dem sieht man schon männliche Defizite an. im Kochen, im Denken, im Alltag ... Mutti ist da, Mutti macht alles, Mutti vor Freundin. Kein Wunsch nach eigener Familie, ... dann Passivität, Computerspiele, keinen Drang zur Neugier auf ein eigenes Leben, und allerlei andere Dinge. Es ist schwer, heutzutage überhaupt noch ein richtiger Mann zu sein.

Muttersöhnen sind vor allem auch Machos!
Denkst du eigentlich auch mal, was für eine Last Muttersöhnchen den jungen Frauen sind? Die meisten jungen Frauen werden ja eher zur Selbstständigkeit erzogen, müssen früh selbst den Haushalt machen und Aufgaben übernehmen, und wenn dann ein alter Kerl das mit 30 immer noch nicht kann, dann wirkt da ein Ungleichgewicht. Diese Männer werden obendrein gehässig und machohaft: "Mutti ist die Beste!"

Ich würde schauen, dass die Söhne zur Bundeswehr gehen oder ein Auslandsjahr machen, um Erfahrungen zu lernen wie: Bett selbst aufschütteln, Kleider ordentlich zusammenlegen und mal eine zeitlang ohne Mutter und Freundin auszukommen. Das formt die Jungen zu aktiveren Kerlen.
 
  • #28
Hi,
Ja in anderen Ländern ist es so, dass man bis 30 bei den Eltern wohnt. Dort gibt es dann aber auch Stundenhotels, um mal unbeobachtet Sex zu haben. Hehe und wenn man die Nacht nicht zu Hause verbringt, wissen auch alle Bescheid.
Mein Freund teilte sich sogar bis 30 sein Zimmer mit dem Bruder, Südamerikaner. Wir Deutschen sind halt anders gestrickt, ich hab mit 19 eine extra weit entfernte Uni rausgesucht und dann auch Auslandssemester, obwohl ich mich super mit meinen Eltern verstehe, ich brauchte die Lebenserfahrung.
Sorry, kein Geld der Welt hätte diese Erfahrungen aufwiegen können! Mein erstes Studentenzimmer 8qm, Dusche und 3 Klos und Küche mit 19 anderen Mädels teilen, geile Zeit. Wen interessiert da ein "schönes Auto"? Emotional profitiere ich heute sicher mehr als wenn ich damals.mehr Kohle gehabt hätte. Bei den Eltern bleiben heißt für mich geistiger Stillstand.
Allerdings ist mein Partner totaler Familienmann und ist ein guter Gegenpart, darum will ich das Zuhausewohnen nicht allzu schlecht reden. Aber allein wohnen macht frei! Party bis die Wände wackeln geht einfach nicht zu Hause.
W35
 
  • #29
Ehrlich? Ein Mann, der nach Beendigung der Schule noch bei Mama wohnt, den hätte ich niemals genommen. Man möchte doch frei sein und verrückte Dinge tun. Auch wenn man sich mit den Eltern gut versteht, das ist doch egal. Ich kann verstehen, dass das in anderen Kulturen anders gehandhabt wird, ich respektiere das auch, lehne es für mich aber ab. Die Erlebnisse und Erfahrungen Anfang Bis Ende 20 sind so wichtig, all das Chaos, die Leute, freut mich dass wir noch am Leben sind, das kann man mit zu Hause wohnen nicht vereinbaren. Meine Tochter ist schwerst erkrankt und wohnt jetzt wieder bei uns. Und das ist nicht schön, es ist unphysiologisch und sollte nicht sein, aber man kann es nicht ändern.
 
  • #30
Wie ich schon geschrieben habe, das Haus lässt sich ohne Probleme in Mehrfamilienhaus umwandeln
Warum? Der Junge wird mit 20, 30, 40, 50 und 60 nochmal eine Freundin finden, eventuell am anderen Ende von Deutschland. Ein Haus bindet einen an einen einzigen Ort. Man sollte im Leben auch mal ganz alleine gewohnt haben: eigene Miete zahlen, Verträge unterschreiben, Kehrwoche machen, Mülleimer rausstellen. Manche können das mit 30 noch nicht und wenn die Eltern dann mal tot sind, sind sie aufgeschmissen im Leben, lebensuntüchtig, einsam, hilflos und ängstlich.


Ich denke es ist doch schön, wenn man Kinder etwas unterstützen kann.
Schön ist, frei und unabhängig zu sein. Keine Verpflichtungen zu haben, an jedem Ort der Welt wohnen und gehen zu können. Ein kleines Päckchen unter den Arm und keinen Buckel voll Besitz, um keine Last zu haben. Evtl. eine kleine Wohnung, aber kein Haus, womit man sich verpflichtet und Aufgaben übernehmen muss. Für Männer wie deine Söhne sieht die Zukunft äußerst mau aus, fraglich ist, ob sie noch klassische Beziehungen haben werden und jemals heiraten und Kinder bekommen (zu hoher Wahrscheinlichkeit nicht). Dann sitzt der Bursche alleine in seinem großen Haus und kann nicht von dort weg. Bei einem alleinstehenden Mann mit Haus denke ich immer an die einsamen Junggesellen, die ihr Leben verlebt haben und sich nur auf Besitz und Materialismus gestürzt haben. Arme Gestalten! Ein Haus bindet einen doch unwiderruflich und für immer an einen Platz. Er kann sich dann auch nie in eine Frau verlieben, die weiter weg wohnt. Das sind alles Einschränkungen, worüber du dir gar keine Gedanken machst.

Aber ich habe eben Bedenken, wenn sie sich für dieses Model entscheiden, werden sie beim Partnersuche benachteiligt.
Ja, selbstverständlich. Und Beziehung und Liebe ist nunmal alles im Leben, wofür die meisten Menschen sterben würden und das geht über ein Haus. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht Bindungen und Partnerschaften, um gesund zu sein und zu bleiben. Man muss sich kein Haus für einen 16-Jährigen ausdenken. Der Junge soll erstmal 40 oder 50 werden und sich selbst was erarbeiten. Dann sieht er ja, ob er die Verantwortung für ein Haus stämmen KANN UND MÖCHTE! Vielleicht möchte dein Sohn auch mal in seinen Zwanzigern ein paar Jahre um die Welt reisen oder in einem anderen Land leben. Das alles geht mit einem Haus nicht.
 
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