• #31
Hallo Du Liebe,
Zunächst mal ich bin fast 41 und date nicht. Meine letzte Beziehung war mit einem geschiedenen Mann mit 2 Kindern, der aus seiner ersten Beziehung nach der Ehe kam. Wir waren beide damals Ende 30 und gebrannte Kinder. Er noch viel mehr als ich und das bekam ich voll zu spüren. Unsere Beziehung wurde sehr schnell toxisch und endete in einer für mich schlimmen Trennungserfahrung. Er ließ seine Wut und Enttäuschung aus den alten Partnerschaften in unserer Beziehung raus. Nie war ich gut genug, er flirtete oft mit anderen Frauen.

Ich bin seit dieser Erfahrung ohne Partner unterwegs. Er dagegen war sehr schnell wieder in einer festen Verbindung und gab mir noch eins mit, indem er sagte, dass er mit Anfang 40 und trotz zweier Kinder, noch nie so viel Erfolg bei Frauen hatte. Schön für ihn, er musste nichts aufarbeiten, sich nichts fragen, die nächste nahm ihn mit Kusshand.
Für mich sieht es ganz anders aus. Ich war sehr verletzt und musste mich von diesem Schlag erholen. Ich wollte verarbeiten, bewusster und wacher werden. Es setzte ein innerer Frieden ein und ich spürte deutlich, dass Heilung, auch von Kindheitserfahrungen, möglich ist. Ich fühle mich mittlerweile nicht mehr von Männer abhängig, wie in den 20er und 30er.
Das macht die Partnersuche jedoch nicht einfacher, denn ich wünsche mir ein Kind. Und das ist, wie Du auch hier lesen kannst, oft ein KO-Kriterium, insbesondere in meinem Alter. Ich werde mit so vielen Vorurteilen konfrontiert, es ist nicht einfach sich da immer wieder klar zu bekommen und es nicht persönlich zu nehmen. Grenzen im Außen sind viele vorhanden, die Frage ist, wie gehe ich damit um.

Lasse ich mich davon begrenzen? Akzeptiere ich gesellschaftliche Klischees und ergehe mich in dem Schmerz, dass ich nach der Meinung anderer zu den ungefragten Singles gehöre? Nehme ich an, dass es tatsächlich keinen Mann für mich geben sollte? Gebe ich mich damit zufrieden, dass ich keine Ansprüche haben darf, nur um nicht schwer vermittelbar zu sein? Gehe ich in Konkurrenz zu den Frauen in den 20er, obwohl ich weiß, dass kein Mensch mit dem anderen vergleichbar ist?
Stelle Dir ruhig ein paar unbequeme Fragen und dann wende die Glaubenssätze, Deine eigenen und die anderer, in Neue um. Die alten dienen Dir nicht mehr. Ich weiß es ist nicht leicht, aber ich sehe es bei Freundinnen, die in ihren 30er sind. Sie führen stabile, lange, glückliche Beziehungen, meist mit Kind/Kindern und in einer Großstadt. Keine hat ihren Partner online kennengelernt. Es ist möglich.

Bitte lasse Dich nicht von Deinen inneren Widerständen und eingefahrenen Mustern behindern, und erst recht nicht von den Meinungen anderer. Diese sind für Dich nicht entscheidend, auch wenn sie den Anschein vermitteln, sie wären allgemein gültig. Sage Dir leise ein F... Euch und gehe weiter. Mutig, mit offenem Herzen, sei weiblich, aktiviere Deine Ressourcen, kommuniziere Deine Standards und Dealbreaker, sei herrlich und wunderschön, wie Du bist.
 
  • #32
Viele Paare finden sich eben zwischen 20 und 30, Ausbildung/Studium, Hobbies, Clique - man Ist unterwegs. Da trifft man sich zwanglos, und wer bindungswillig ist, findet sich da.

Viele bleiben erstmal zusammen, Familie, etc.
Die erste Scheidungswelle dann nach 10Jahren.

Übrig bleiben diejenigen, die nicht wollen, die spezieller sind.

Ab 30 finden sich dann alle die, die früher nicht konnten, wollten, und die, bei denen es nicht klappte, die mit Vorgeschichten und Altlasten - vor allem emotionaler Art.

Natürlich wird es dann schwieriger, und je älter, desto mehr.
Die Menschen meist eingefahrener, weniger flexibel. Man hat Muster für Partnerschaften und man hat Muster bei der Suche.

Der einzige Weg - über die Muster nachdenken, sich selbst zu reflektieren, und insgesamt offener und gelassener werden.
Pech natürlich, wenn die Uhr tickt, aber vielleicht soll es dann so sein?

Menschen kennen lernen, raus gehen, viel unternehmen.

Das Gejammer über DIE Prinzessinnen oder DIE Männer, die ALLE nur Sex wollen - nicht zielführend.

Hier in diesem Thread liest man gerade genau, warum manche Single sind - und bleiben werden.

Und am Rand - auf dem "Land" haben die. meisten Ü30 Beruf, Familie, Haus.
Noch weniger Auswahl.

W, 50
 
  • #33
Aber alle Männer in meinem Umkreis haben sich sehr genau überlegt, ob sie DIESE Freundin nun heiraten wollen oder mit DIESER Frau eine Beziehung wollen, oder nicht. Sehr seltsame Aussagen.
DAS kann ich von meinen männlichen Freunden so leider nicht sagen.
Viele von denen haben sich einfach gefügt, als die Frau direkt (oder meistens sehr indirekt) Druck gemacht haben. Gerne wurde die Braut auch schon mal schwanger geheiratet.

Interessanterweise hat mir letztens ein solches Exemplar indirekt vorgeworfen, in der Partnerschaft viel "weicher" als er (vielleicht sogar ein Weichei ?) zu sein.
Ja , ich seh eine, dass man zusammen füreinander einstehen muss, gerade wenn Kinder da sind. Man muss den anfallenden Aufgabenkatalog zusammen meistern.
Und trotzdem habe ich mich nie solcherlei weiblichen Druck gefügt, weil das genau das die spätere Trennung schon insich birgt.

Man muss beim Kennenlernen und in der Beziehung seinen inneren Werten treu bleiben, sonst erreicht man immer nur gegenteilige Effekte. Und die helfen dann auch die Frauen nicht, selbst die sich garade Vorteile so sehnlichst wünschen.
 
  • #34
Auf dem Land wird es nicht einfacher für die FS.

Ich(56) wohne ja auf dem Land und käme jetzt eine Frau aus Wien oder München, dann passt sie nicht zu uns. Dies habe ich leider schon so oft erlebt. Dort vermitteln sich die Menschen gegenseitig, wenn jemand Single ist. Onlinedating machten nur die wenigsten. Mich haben die Anwohner belächelt, warum ich Online Date. Eine vernünftige Frau würden wir auch für dich finden. Zum Glück für mich ist meine Partnerin aus dem Salzburger Land und wurde auch deshalb akzeptiert. Bei einer Wienerin wäre es anders.

Und Akademikerin ist auch nicht so besonders. Das war vielleicht vor 20 oder 30 Jahren noch etwas Besseres, aber heutzutage arbeiten die Akademikerinnen als Sekretärin, Assistentin usw. Vor 10 Jahren hat man die Jobs mit jemand mit LAP besetzt und da ja jetzt über 50 % der Schüler Abitur/Matura haben wird es nicht besser. Irgendwann hat auch unser Briefträger schon Abitur. Es gibt immer mehr Akademiker und manchmal wollen die Lehrbetriebe für die Lehre als Frisörin schon Abitur.
 
  • #35
Manche Männer heiraten ab einem bestimmten Alter einfach irgendeine Frau
Das sind die, die ihren Erfolgslebensweg mit Ehe und Familie sehen, aber die werden mE immer weniger.
Ich hab nur Beobachtungen aus meiner Generation, also um die 50. Aber ich denke, das läuft auch bei jüngeren noch so.

Was ich für die heutige Zeit im Unterschied zu damals sehe, ist, dass es heute viel mehr "Gründe" gibt, KEINE Familie zu gründen: Jobmöglichkeiten und die gesellschaftliche Entwicklung, dass viele Jobs heute längst nicht mehr so sicher sind wie früher, ebenso die Entlohnung. Das "ich hab Frau und Kinder, kann eine Familie ernähren, bin was als Mann" fällt weg, und die Generation, die darüber depressiv wurde, dass sie es nicht kann, ist schon älter als 30 und hat sich zurecht legen müssen, auch so ein Mann zu sein. Da Scheidungen immer populärer wurden, musste sich auch hier der zahlenden Mann eine Lebenssicht zulegen, die ihn nicht gesell. als "Loser" hinstellt. Noch eine Familie und Scheidung kann er nicht leisten.
Keine Familie und keine Ehefrau zu haben als Mann, ist also nichts Seltsames mehr, außer man geht in bestimmte Kreise mit konservativer Sichtweise. Das mir bekannte Uni-Personal oder Politiker z.B. sind schon noch dem traditionellen Bild verhaftet. Viele meiner Bekannten auch.

Also angenommen, der Mann ist auch konservativ geprägt. Vielleicht probiert er ein bisschen rum mit Anf., Mi. 20. Oder er ist der Typ Mann, der nicht erfolgreich ist bei Frauen. Mit Anfang 30 und Karriereaussichten gehört für ihn die Frau dazu. Und wenn JETZT eine kommt, die ihn binden will, dh. sich auch ihm anpasst, ihn unterstützt aus Eigeninteresse (das sollte er nicht falsch verstehen als Groupietum), oder wenn er schon ne Freundin hat, die ihm die ganze Zeit in den Ohren liegt mit Heirat und er immer "nach dem Abschluss" sagte, dann nimmt er DIE. Einfach, weil sie sich ihm anpasst, denn sie braucht ihn. Und er sie, weil er im Kopf ja das Bild hat "ein erfolgreicher Mann hat Frau und Kinder" oder sich vielleicht auch einfach danach sehnt. Natürlich werden die sich auch anziehend finden, aber FRÜHER hätte das nicht ausgereicht, um in einer fixen Beziehung zu landen. Wenn der Mann einen Job hat, Geld verdient, ermöglicht das BEIDEN ganz andere Zukunftsvorstellungen als noch bei "Mann in Ausbildung".

Der schon rumprobiert hatte, weiß, dass auf der anderen Seite das Gras auch nicht grüner ist und sie ja ganz gut zu passen scheint (durch ihre Unterstützung seiner Karriereziele), der nie ne Frau "abbekam", denkt "endlich". Beide haben Ziele und Vorstellungen bzgl. der Beziehung. Und nach der Heirat und den Kindern beginnt der Abschnitt, indem die Diskrepanzen in den Vorstellungen bearbeitet werden.
Auf jeden Fall sind das immer resolute Frauen mit "Heirat oder Schluss"-Haltung. Und ja, auch manche Männer sehnen sich danach, nicht mehr als Single durch die Welt laufen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Genau. Er haut ihr dann eins mit der Keule über den Kopf und schleppt sie in seine Höhle. Mitsprache der Frau: null. Das erklärt auch, warum du einen Mann mit Kindern hast, obwohl du das absolut furchtbar findest...
Genau dasselbe dachte ich mir auch😂

Liebe FS, den Richtigen zu finden ist nie einfach. Wirklich suchen kann man ihn nicht. Man kann nur offenen Herzens durchs Leben gehen und dafür sorgen, dass man Leute kennenlernt. Deine Ansprüche finde ich jetzt nicht so hoch, es sei denn, du verstehst unter einem attraktiven Mann ausschliesslich Fitnessmodels und unter einem vernünftigen Job nur Kaderpositionen.

Ich arbeite in einem hauptsächlich männlichen Umfeld. Meine Arbeitskollegen sind in der Regel bodenständige Männer in festen Beziehungen. Von mangelndem Bindungswillen merke ich da nicht viel. Was mir aber auffällt: Die meisten dieser Männer haben Partnerinnen, die weiblich wirken und warmherzig sind. Herzenswärme ist ihnen wichtiger als ein akademischer Abschluss und sportliche Leistungen. Das heisst nicht, dass diese Frauen ungebildete Hausmütterchen sind, ganz und gar nicht. Viele von ihnen sind gebildet und beruflich engagiert. Nur steht eben bei der Partnerwahl das Wesen der Frau im Mittelpunkt, nicht ihre Karriere. Frage doch mal eine vertraute Person, wie du nach aussen wirkst.

Du hast hier einige recht harsche Antworten bekommen. Bevor du dir einzelne davon zu sehr zu Herzen nimmst, schau dir mal an, welche eigenen Fragen die entsprechenden Teilnehmer eingestellt haben. Dann siehst du, dass einzelne selber eher keine Ratschläge geben sollten..
 
  • #37
Ich arbeite in einem hauptsächlich männlichen Umfeld. Meine Arbeitskollegen sind in der Regel bodenständige Männer in festen Beziehungen. Von mangelndem Bindungswillen merke ich da nicht viel. Was mir aber auffällt: Die meisten dieser Männer haben Partnerinnen, die weiblich wirken und warmherzig sind. Herzenswärme ist ihnen wichtiger als ein akademischer Abschluss und sportliche Leistungen. Das heisst nicht, dass diese Frauen ungebildete Hausmütterchen sind, ganz und gar nicht. Viele von ihnen sind gebildet und beruflich engagiert. Nur steht eben bei der Partnerwahl das Wesen der Frau im Mittelpunkt, nicht ihre Karriere. Frage doch mal eine vertraute Person, wie du nach aussen wirkst.
Dem kann ich ehrlich gesagt nach meinen Beobachtungen nur beipflichten. Soweit ich das mitbekommen habe, interessieren Männer sich 0 für den beruflichen Erfolg der Frauen, solange natürlich eine ähnliche Intelligenz vorhanden ist.
Im Gegenteil, einige Sachen, an denen es bei mir "scheiterte", waren wohl in erster Linie das Aussehen (d.h. nicht attraktiv genug für den jeweiligen Mann), dann einschüchternder Job Titel "Senior Consultant", was gar nichts heisst, "Ultraläufer": zu sportlich, ehrgeizig... Das waren jeweils nur einzelne Fälle aber ich merke, Männer legen auf andere Dinge wert, insbesondere wenn du jemand bist, der Familie und den klassischen Weg will.
Die meisten der Frauen mit Familie in meinem Umfeld stecken auch sehr zurück, d.h. weniger arbeiten, weniger Hobbies etc. Derweil die Männer fleissig trainieren, werden die Frauen eher zu Fans und stehen mit den Kiddies am Rand.
Es wäre daher wohl wichtig, dass du deinen Fokus beim Dating nicht auf Karrierepläne und Reisen, sportliche Ziele etc. legst um damit zu punkten, wenn du einen Mann suchst zum Kinderkriegen (wie @Tom26 ja so wunderbar geschrieben hat). Wir haben as Frauen immer eingetrichtert bekommen, ja selbstständig und erfolgreich zu sein, und so haben wir angefangen uns darüber zu definieren. Aber Männer suchen ja keinen "Sparring-Partner" im beruflichen, sondern im privaten.

Und ansonsten heisst es wohl nur, man muss viele Frösche küssen...
 
  • #38
Ich hatte mit den gleichaltrigen Männern +/- 2 Jahre das gleiche Problem. Keiner wollte sich dauerhaft binden und alle die nächsten Jahre noch ihre Freiheit genießen.
So verkrampft wie das bei manchen Frauen klingt, kann ich das nachvollziehen. "Dauerhaft binden" würde ich mich dann, wenn ich die Frau gut genug dazu kenne. Ich war mal ziemlich schnell, aber dann auch schnell wieder geschieden. Rückblickend: 3-4 Jahre Beziehung und dann über Bindung und Kinder nachdenken. Wann hast Du denn gefragt? Beim zweiten Date?
 
  • #39
Dem kann ich ehrlich gesagt nach meinen Beobachtungen nur beipflichten. Soweit ich das mitbekommen habe, interessieren Männer sich 0 für den beruflichen Erfolg der Frauen, solange natürlich eine ähnliche Intelligenz vorhanden ist.
Kann ich so jetzt nicht bestätigen. Ich hatte viele Dates mit Männern( 30-38), denen es ebenfalls wichtig war, das die Frau studiert und/oder einen guten Beruf hat. Damit wollen sie wohl ausschließen in eine sogenannte Versorger-Ehe zu rutschen.
 
  • #40
Du bist erst 30....entspanne dich....du hast eigentlich noch genügend Zeit für dich einen guten und langfristigen Partner zu finden. Da muss ich auch den Vorrednern zustimmen.

Dennoch finde ich die Idee "flanierend Männern auf der Straße anzusprechen" nicht zielführend. Persönlich assoziiere ich damit ehrlich gesagt nur die Damen, die unverbindlichen Sex suchen.

Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen und war auch in vielen Großstädten dieser Welt und ich kann mich an keine einzige Frau erinnern, die wahllos, flanierend, auf der Straße Männer angesprochen hat. Sicher, in Berlin und Hamburg stehen manchmal mega schöne Frauen am Straßenrand und sprechen Männern an aber ich stelle es mir so vor, dass diese Frauen Geld verdienen wollen und keine Familienplanung im Kopf haben. Aus diesem Grund würde ich dir abraten wahllos Männern anzusprechen.

Wie wärs mit Singletreff-Veranstaltungen in deiner Stadt? So wie ich es mitbekommen habe, treffen sich Singles einmal im Monat und man kommt mit anderen Suchenden in Kontakt. Hast du es schon mal probiert? Es gibt auch weitere solche Veranstaltungen. Da könnte ich mir vorstellen, dass auch viele Bindungswillige Männer mitmachen.
Viel Erfolg :).
 
  • #41
Hallo, hier die Fragestellerin.
Erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Folgendes dazu:

- Ich bin keine Karrierefrau! Ich habe zwar einen guten Job mit Studium, aber es wäre für mich kein Problem, bei der Familiengründung erstmal auszusetzen und später evtl. in Teilzeit zu arbeiten. Das wünsche ich mir sehr. Familie steht bei mir an oberster Stelle! Das bedeutet immer, auf Freizeit zu verzichten und Kompromisse zu machen.

- Mir wurde sehr oft von Männern rückgemeldet, dass ich sehr warmherzig sei. Leider hat es für diese trotzdem nicht für eine feste Beziehung gereicht.

- Ich bin durchaus attraktiv (lange blonde Haare, schlank, sehr weiblich usw.). Wenn ich mit Freunden ausgehe, dann werde ich oft angesprochen. Leider sind das dann oft Studenten Anfang/Mitte 20, die noch lange nicht an Familie denken. Oder es sind Männer weit über 40, die das Thema hinter sich haben. Oder oft Männer, die zu Hause eine Freundin sitzen haben und Spaß suchen.

- Ich habe durch die Arbeit bereits zwei Kollegen Ende 30 kennengelernt und gedatet. Leider war es bei beiden dasselbe: Sie wollten über Monate daten und irgendwann hieß es dann, es würde nicht für eine feste Beziehung reichen. Sie sind heute noch singel, obwohl ich weiß, dass sie sehr viele Anfagen von Frauen bekommen.

- Ich kann bestätigen: Viele Männer scheuen sich vor dem Thema Heirat/Kinder. Manche erzählten auch, wie schlecht es ihren Freunden nach der Scheidung geht usw.

- Nein, ich falle nicht mit der Tür ins Haus und spreche nicht sofort von der Babyplanung. Erst mal Kennenlernen und nach ein paar Dates kann man das Thema behutsam ansprechen. Das zählt für mich zur sozialen Intelligenz.

- In meiner Stadt gibt es viele tolle Singelfrauen, die seit Jahren einen festen Partner suchen. Ich habe mich schon vor einem Jahr bei der Firma informiert, mich evtl. in eine andere Stadt versetzen zu lassen. Leider ist es die nächsten 3-4 Jahre nicht möglich. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als mich im Umkreis von 70km umzuschauen.

- Wenn ich einen tollen Mann (z.B. Mitte 30, ohne Kinder) date, dann erzählt dieser mir immer, wie toll er mich findet usw. Wir verbringen tolle Dates. Leider heißt es irgendwann immer: Du bist toll, aber: Ich bin nicht bereit, ich möchte gerade nichts festes, ich hänge noch an meiner Ex, ich ziehe in einem Jahr weg, es passt nur zu 90% und ich suche lieber weiter, ich bin gerade nicht frei im Kopf usw.

Dies zur Info! Liebe Grüße Leila
 
  • #42
Die meisten dieser Männer haben Partnerinnen, die weiblich wirken und warmherzig sind. Herzenswärme ist ihnen wichtiger als ein akademischer Abschluss
Glaube ich Dir SOFORT. Vielleicht hast Du sogar Einblick hinter die Fassade und findest es immer noch so gut. (Ich kenne Männer, die sich abends stets in einen Bastelraum zurückziehen, 3 mal die Woche noch 2 Stunden Rad fahren, die Partnerin als Sekretärin für ihre Belange betrachten, samstags bis in die Nacht Sport gucken - also Unternehmungen, die nicht wichtige Familienfeste sind, sind nicht möglich an dem Tag - der Sonntag wird bis nachmittags verpennt, ...) Vielleicht ist das auch eine Generationenfrage. Ich hoffe nicht und denke nicht, dass die Ungleichheit bei der Verteilung der Hausaktivitäten und der Kinderbetreuung heute noch genauso vorhanden ist wie in meiner Generation. Aber man hört ja nun schon im Zuge der Corona-Krise, dass Frauen klagen, dass SIE ihren Berufsweg unterbrechen mussten, der Mann aber nicht.

Mit einer Frau, die Karriere machen will, statt sich auf die Beziehung zu konzentrieren, ist eine Beziehung viel komplizierter bzw. geht gar nicht, wenn ein Mann sich Kinder wünscht, um die er sich aber nicht wirklich kümmern will.

Ich (50) kenne fast ausschließlich Beziehungen, in denen die Frauen die Elternabende besuchten, mit zum Kindersport gingen, mit den Kindern Hausaufgaben machten, sich mit Lehrern rumschlugen, und NUR Beziehungen, in denen Frauen nicht voll oder gar nicht arbeiteten. Also diese Männer haben sich eine Frau gesucht, die keine "Flausen" wie eigene Karriere im Kopf hatte, sondern sich bereit zeigte, den rückenfreihaltenden Hintergrund für den Gern-Familie-Vater zu machen. Die Frauen sind familiär, haben keine Hobbys, die mit "Fanatismus" betrieben werden, außer, das Kind vernünftig groß zu kriegen. Von den Männern kommt dafür ein größerer Anteil Geld oder eben überhaupt das Geld.
Bei einer Frau mit Karriere oder mit Leidenschaft intensiv betriebenem Hobby müssen ja zwei ihre knappe Zeit aufeinander abstimmen. Wenn einer Karriere macht und wenig Zeit hat, muss der andere flexibel sein. Mal ganz davon abgesehen, dass es zumindest in meinem Alter auch noch Männer gibt, die es nicht ertragen können, wenn eine Frau mehr verdient oder ein Haus hat und sie nicht usw.. Dass Frauen ein Hobby regelmäßig und intensiv nur für sich betreiben, kommt erst, wenn die Kinder groß genug sind.

Dass eine Frau einen guten Beruf hat und gut verdient, wird erst bei der zweiten Beziehung wichtig, also die nach "DER" Ehe. Scheidung kostet. Lustigerweise denken aber manche Männer dann immer noch, dass der Haushalt sich von allein macht oder dass die neue Frau ihre Kinder aus erster Ehe ja auch betreuen könnte. Also das Bild der Frau ist noch drin.
Und manche Frauen, die geschieden sind, denken natürlich genauso, dass der neue Mann den alten in den Funktionen "für die Familie" ersetzt.
 
  • #43
Ja, ich wusste genau mit knapp über 30 was ich mir wünschte. Herz und passender Humor, das ist sowas von selten. Dann muss ja noch die Schamhaarfrisur passen. 😂 Ich liebe so haarige Themen.

Zuerst sehe ich eine Frau, und wenn es passt, dann wirkt sie auf mich. Ja, mir imponiert ein wacher Verstand, aber mehr interessieren mich Warmherzigkeit, Lebensklugheit und auch eine gesunde Portion Egoismus.
 
  • #44
Die meisten dieser Männer haben Partnerinnen, die weiblich wirken und warmherzig sind. Herzenswärme ist ihnen wichtiger als ein akademischer Abschluss und sportliche Leistungen. Das heisst nicht, dass diese Frauen ungebildete Hausmütterchen sind, ganz und gar nicht. Viele von ihnen sind gebildet und beruflich engagiert. Nur steht eben bei der Partnerwahl das Wesen der Frau im Mittelpunkt, nicht ihre Karriere.
Den Punkt "äußere Attraktivität" hast du an dieser Stelle scheinbar bewusst ausgeblendet. Nagut.
Aber das ist schon der entscheidende Punkt.
Ich galube sofort, dass die FS sicherlich hübsch und attraktiv ist.
Aber: Wieviele Männer heiraten eine Frau , weil sie "warmherzig" ist ?

Und dabei gebe ich Dir ja völlig Recht:
Ja, wir Männer sollten tatsächlich auf "Warmherzigkeit" bei den Frauen deutlich mehr achten.
Aber, ganz ehrlich, das spielte auch bei mir und bei vielen anderen Männern meist nicht die entscheidende Rolle, zumal sich in den ersten Monaten sich fast jede Frau handzahm gibt. Und die Natür hat es nunmal so einegrichtet, das wir Männer hinter diese Fassaden der Frauen ohne gute Erfahrungen schlecht schauen können. Umgekehrt genauso.

Insofern nützt der FS ihre "Warmherzigkeit" nicht so viel.

"Sexy" bringt wahrscheinlich mehr. Ja, auch bei den eher an Beziehung interessierten Männern.
Auch wir wollen zumindest optisch angesprochen werden und und bei der Musik sein. Nicht ist schlimmer, als eine schäbbige Frau auf Dauer.

Ok, gebe zu , umgekehrt auch.

Also, komplizierter Prozess. Ich rate der FS zu Geduld und im zweifel etwas mehr "sexy" als warmherzig zu wirken.
Wenn sie es dann tatsächlich ist, umso besser.
Wird schon.

So, jetzt könnt ihr mich verprügeln.
 
  • #45
Hallo MissCosmo,

Ich bin gleich alt wie du und hatte bis vor einem knappen Jahr auch den Eindruck, einfach kein Glück in der Liebe zu haben und immer an die Falschen zu geraten.
Dann lernte ich meinen Freund kennen - gleichaltrig, Familienmensch, auch Akademiker mit gutem Job, vielseitig begabt und interessiert, gutaussehend, sportlich. Dies in einer Zeit, in welcher ich eigentlich überhaupt nicht auf Beziehung aus war, da ich mit einem 90%-Arbeitspensum und einem kompletten Tag pro Woche an der Uni (im Rahmen einer berufsbegleitenden Weiterbildung) vollständig ausgelastet war, dazu noch Familie, Freunde, Haushalt. Noch ein paar Monate zuvor datete ich einen Mann, der sich im Nachhinein betrachtet ganz offensichtlich nicht binden wollte/konnte, aber ich war neu in der Stadt, alleine und sehnte mich nach jemandem, weshalb ich mich wahrscheinlich von der romantischen Vorstellung einer Beziehung mit ihm völlig blenden liess.
Mein Freund hatte vor mir nie eine Freundin, auf die er sich voll und ganz einlassen konnte, mit Zukunftsperspektiven. An Angeboten mangelte es ihm scheinbar nicht, aber er ist ein eher schüchterner, introvertierter Mann, der sich nur einlässt, wenn er wirklich überzeugt ist. Er sagte mir mal, dass ihm viele Frauen, die er kennenlernte, schlichtweg zu oberflächlich und einfältig waren. Oftmals vermisste er tiefgründige Gespräche, viele interessierten sich wie er sagt ganz offensichtlich nur wegen seinem Job für ihn und bei keiner konnte er sich vorstellen, gemeinsam etwas aufzubauen. Er hat vor mir auch keine seiner Familie vorgestellt.
Was ich noch vor einem knappen Jahr nie für möglich gehalten hätte, ist jetzt Tatsache: Wir haben ein Haus gekauft und werden voraussichtlich im Sommer dort einziehen. Beide sind in der Familie des Anderen integriert und werden sehr gemocht.

Was ich damit sagen will:
- Es gibt Singlemänner in unserem Alter, die sich binden wollen und sich eine erfüllte Partnerschaft mit Zukunft wünschen.
- Meistens trifft man die richtige Person eben doch unverhofft, gerade, wenn man es am wenigsten erwartet.
- Wenn man fast schon verzweifelt sucht, kommt wirklich in den seltensten Fällen etwas Gescheites dabei raus.
- Viele Menschen (egal ob Frauen oder Männer) legen heutzutage meiner Meinung nach viel zu viel Wert auf Oberflächlichkeiten. Das, was schlussendlich darüber entscheidet, ob aus einem Kontakt etwas wird, liegt jedoch oft viel tiefer.

Mir fällt auf, dass du fast schon wie mit einem Zirkel einen Umkreis von 70km um deinen Wohn- und Arbeitsort ziehst. Warum weitest du den Radius nicht aus auf 100/150 Km? Solche Distanzen schafft man doch heutzutage sehr schnell, wenn es einem etwas wert ist.

Ich wünsche dir viel Glück, dass du früher oder später den Richtigen findest!
 
  • #46
Doch, so funktioniert Partnersuche, durch Versuch und Irrtum. Bei einer hinreichend großen Zahl von Versuchen muss es klappen. Wenn man nicht auf die Menschen zugeht, bekommt man keine sozialen Kontakte. Und ohne soziale Kontake wird man eben nicht fündig. Ihr sucht zwar in dem Sinne, dass ic rjemanden haben wollt, aber ihr werdet nicht aktiv dafür; außer online.
Du hast nicht verstanden, was ich mit "gefallen" meine, aber macht nichts. Ich brauche keine hundert sozialen Kontakte von der Straße, um einen Treffer zu landen, wie ich weiter unten in dem Beitrag erwähnt hatte :D. Ich habe andere Methoden. Und wenn das online ist? Funktioniert doch.

Ihr seit nicht in der Anlage, in Frage kommende Kandidaten zu erkennen, weil Ihr zu sehr in Euch verschlossen seid. Darauf basiert der irrige Eindruck, es gebe keine/nicht genug XYZ. .
Ich bin nicht "ihr". Ich bin nicht der Meinung, es gäbe keine oder "zu wenige". Ich wusste, dass ich ein schwieriger Fall bin, das ist einfach realistisch. Den in Frage kommenden Kandidaten habe ich auf Anhieb erkannt und das nicht daran, dass ich ihm auf der Straße über den Weg gelaufen bin. Da hätte ich den nie gefunden. Und nein, es gibt keine riesige Anzahl von möglichen Partnern. Zumindest nicht, wenn man jemand passendes finden möchte. Den unpassenden hatte ich ja schon hinter mir, das wollte ich nicht nochmal.
 
  • #47
Hallo Leila,
ich habe lange über alles nachgedacht... Ich war mit Mitte 30 wieder Single geworden und mit Ende 31 wieder in einer Beziehung. Und genauso kann es bei Dir auch kommen. Glaube nicht, dass das nicht geht, denn ggf. ziehst Du es dann ab. Ich kann Dir kurz von meinen Erfahrungen berichten:

- Beim Onlinedating habe ich Männer kennengelernt, die tws. Kinder wollten oder es tws. es nicht genau wussten. Dort hast Du also gute Chancen, gezielt die Männer zu suchen, die dasselbe wollen wie Du. Jedoch hat es bei mir einfach mit keinem gefunkt... Ich habe aber auch nur einen aus Langeweile getroffen. Den Rest nicht, weil ich mir einfach nichts vorstellen konnte vom Foto her oder weil sie trotz Bildung und gutem Aussehen einfach nicht bei mir den Wunsch geweckt haben, sie treffen zu wollen. Viele waren aber bestimmt feine Männer. Jedoch würde ich mich ab 30 nicht mehr unnötig lange mit Männern abgeben, bei denen Du merkst, es wird nicht Klick machen. Ich war auch einfach nicht frei im Kopf und habe dort nur Abwechslung gesucht, denke ich heute.

-Bei der Arbeit waren alle Kollegen in unserem Alter vergeben, wenngleich viele dennoch Interesse signalisiert haben.

-Das leidliche Schicksal, zu spät zu sein und nur auf vergebene Männer zu treffen, erfuhr ich nicht erst mit 30, sondern bereits mit Mitte 20. Eine Userin hat das treffend beschrieben.

-Aus eigener Erfahrung kann ich Dir aber sagen: Es gibt auch noch gute Singlemänner in den Dreißigern. Aber eben nicht so viele. Weil es allgemein in jeder Altersklasse nicht viele gute Männer (und Frauen) gibt und weil man in zunehmendem Alter schwieriger zusammen passt. Es kommen auch in den Dreißigern noch gute Männer wieder auf den Markt, wenn die lange Beziehung scheitert. So war es bei meinem jetzigen Freund. Er war 33 als nach 6 Jahren seine Freundin Schluss machte. Und auch weitere konkrete Beispiele kenne ich. Du musst die Männer nur finden (online zB) und filtern. Und direkt den gesamten Abschaum blockieren, um keine Zeit zu verlieren. Dein Instinkt trügt nicht. Direkt zum Nächsten.

-Halte Dich fern von Männern, die mit Ü40 noch nie verheiratet waren und keine Kinder haben. Sie werden bei Dir nicht anders werden und Dir volles Programm bieten. Hätten sie schon lange vorher mit einer anderen Frau versucht bzw. wären wenn passabel schon vorher von einer Frau geschnappt worden.

W32
 
  • #48
Wenn ich einen tollen Mann (z.B. Mitte 30, ohne Kinder) date, dann erzählt dieser mir immer, wie toll er mich findet usw. Wir verbringen tolle Dates. Leider heißt es irgendwann immer: Du bist toll, aber: Ich bin nicht bereit,...
Das deutet für mich auf eine Defizit hin, das online schlecht zu erfassen ist. Wenn immer wieder Männer nach mehreren Dates absagen, dann würde ich auf eine persönliche Eigenschaft tippen, die sie abschreckt. Sehr selbstbewusst und tough wirkend, sehr eingeschränkte Vorstellungen könnten dazu Stichworte sein. Wenn Du die erste Hürde schaffst, aber dann regelmäßig scheiterst, stimmt etwas nicht. Ich vermute zu dominantes Auftreten.
 
  • #49
Da ich nun ja in einer ähnlichen Situation bin, finde ich diesen Thread sehr spannend. Gut, ich habe keinen Kinderwunsch, aber das scheint vielen eher negativ, bzw. überraschend aufzufallen. Es scheint also eine Menge Männer mit Kinderwunsch zu geben.
Leider war es bei beiden dasselbe: Sie wollten über Monate daten und irgendwann hieß es dann, es würde nicht für eine feste Beziehung reichen.
Kenne ich leider auch zu gut. Immer wenn ich denke, jetzt klappt es, ziehen sie sich plötzlich zurück, ohne dass ich das Thema gesprochen habe. Manchmal denke ich, die wollte dann eben doch von Anfang an nichts festes.
Aber die zwei Stichworte hier: "Warmherzig" und was @Lebens_Lust gerade sagte:
Sehr selbstbewusst und tough wirkend, sehr eingeschränkte Vorstellungen könnten dazu Stichworte sein.
würde ich gerne mehr verstehen. Wie definiert ihr warmherzig, bzw. das Gegenteil, tough ? Viele Frauen in meinem Umfeld sind "gezwungenermassen" tough und selbständig. Geht das bei dir in die dominante und "ich will meinen Willen Richtung"?
Ich rate der FS zu Geduld und im zweifel etwas mehr "sexy" als warmherzig zu wirken.
Meinst du nicht mit "sexy" zieht sie auch eine ganz bestimmte Sorte Männer an die sie ja nun vermeiden will? Was verstehst du unter sexy?
 
  • #50
Ich meine, das ist perspektivische Ansichtssache. Ich habe in dem Alter hauptsächlich Männer kennengelernt, die möglichst schnell das ganze Programm wollten und schon beim ersten Date ihre genauen Vorstellungen von der Familienplanung kundgetan haben. Man muss also nur die Richtigen treffen und das ist halt Zufall. Hätte ich einen Kinderwunsch gehabt, wäre die Auswahl riesig gewesen, aber so habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass Männer ohne Kinderwunsch oft keine er ernsthafte Beziehung suchen, kann aber auch Zufall gewesen sein.
Ich hoffe, in deinen Nachrichten mit den Männern achtest du etwas mehr auf die Rechtschreibung, so wirkst du leider nicht sehr gebildet.
 
  • #51
Wie definiert ihr warmherzig, bzw. das Gegenteil, tough ?
Falls Du auch Frauen angesprochen hast, obwohl ich als solche nur mutmaßen kann: Warmherzig bedeutet anpassungswillig, wo der Mann Anpassung will. Ansonsten tough und eigenständig, also z.B. die Verantwortung übernehmen bei Haushaltsführung und Kinderbetreuung und sicher auch bei ihrem Halbtagsjob, wenn er die Beziehung nicht dauerhaft belastet, oder, wenn es um die Pflege seiner Eltern geht, um die Unterstützung seiner Berufsziele.
Das ist mE genauso wie der Starke-Schulter-Mann, der genau DA schwach sein soll, wo sie sich einbringen will als Umsorgerin, damit sie sich auch noch gebraucht fühlen kann, aber ansonsten soll er die Verantwortung für beide tragen.

Klingt vielleicht sehr unromantisch, aber genauso funktionieren viele dieser Beziehungen, die ich so kenne. Spannend wird es dann, wenn einer aus seiner Rolle ausbricht, also entweder nicht mehr die Verantwortung für den anderen mit übernehmen will oder aber von selbst eigenständiger wird und den anderen nicht mehr zu brauchen scheint.
 
  • #52
Wie definiert ihr warmherzig, bzw. das Gegenteil, tough ? Viele Frauen in meinem Umfeld sind "gezwungenermassen" tough und selbständig.
Ich finde nicht, dass tough das Gegenteil von warmherzig ist. Ich würde warmherzig jetzt mal so zu definieren versuchen: fähig zu positiven, warmen Gefühlen, ein offenes Herz habend, auf gute Art Gefühle zeigend (nicht auf übertrieben emotionale Weise). Keine Ahnung ob das eine gute Definition ist.

Mir kommt bei solchen Themen immer die Freundin eines Kollegen in den Sinn. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, zog sie mich gleich in ihren Bann. Sie hat eine unglaublich sanftmütige, sehr weibliche Ausstrahlung. Dabei ist sie aber Polizistin in einer Grossstadt und im Job sehr tough. Ich kann sehr gut verstehen, wieso mein Kollege sie toll findet.

Und ja, sie ist auch sehr hübsch. Aber das Aussehen entscheidet meiner Meinung nach lediglich darüber, ob man das Gegenüber überhaupt näher kennenlernen will. Damit dann tatsächlich eine gute Beziehung entsteht, braucht es noch andere Qualitäten.
 
  • #53
Also, komplizierter Prozess. Ich rate der FS zu Geduld und im zweifel etwas mehr "sexy" als warmherzig zu wirken.
Wenn sie es dann tatsächlich ist, umso besser.
Wie - sie soll Sex anbieten, um Beziehung zu bekommen? o_O
Ist das nicht böseböseböse und wird hier von Männer, die gern einfach unkompliziert Sex wollen, ständig verurteilt?

Ja, Männer wollen Frauen, die warmherzig sind und heiraten sie auch. Du bist genauso wenig das Maß aller Dinge wie die Frauen, die glauben, ein super Job mache sie für Männer attraktiv(er).
Sie muss lieb sein, sie muss bereit sein, seine Macken zu ertragen (wenn sie Glück hat, ist er im Gegenzug bereit, ihre zu ertragen - so wie meiner), sie muss ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten können.

Und sie sollte auf irgendeine Art für den Mann "spannend" sein. Bei dir mag das "sexy" sein, bei anderen Männern sind es unter Umständen andere Dinge. Und da kommt wieder die Authentizität ins Spiel. Etwas haben, was einem wichtig ist. Etwas, wofür man brennt. Etwas, das aus einem herausstrahlt. DAS sind Dinge, die einen Menschen auffallen lassen.
 
  • #54
Wie definiert ihr warmherzig, bzw. das Gegenteil, tough ? Viele Frauen in meinem Umfeld sind "gezwungenermassen" tough und selbständig. Geht das bei dir in die dominante und "ich will meinen Willen Richtung"?
Warmherzig ist für mich empathisch, mitfühlend. Tough ist nicht das Gegenteil, sondern in dem Fall hier die Frau, die ihren Mann steht, alleine klarkommt, weniger emotional ist. Dominant ist wieder etwas anderes, da will sie bestimmen, was zu tun ist, egozentr geht auch in eine etwas andere Richtung.
 
  • #55
Ich finde es wirklich nicht zielführend zu schreiben, was Männer wollen.

Man ist wie man ist und hoffentlich findet man den passenden Partner.
Ich würde mich nicht verstellen nur weil MÄNNER angeblich dies oder das suchen. Geschmäcker sind sowieso verschieden und für den einen hat man das gewisse Etwas und für den anderen nicht. Entweder passt man und es macht Klick oder nicht.
Wenn ich im Allgemeinen die Beiträge hier lese, kommt es mir so vor als hätten Frauen eine Wunschliste und würden die Kriterien nir abhacken.
 
  • #56
Ich selbst bin schlank und sportlich, Akademikerin mit gutem Job, viele Hobbys, fester Freundeskreis, gepflegt, attraktiv... aber es wäre für mich kein Problem, bei der Familiengründung erstmal auszusetzen und später evtl. in Teilzeit zu arbeiten... Familie steht bei mir an oberster Stelle!
Wahrscheinlich ist die angekündgte, geplante Veränderung von der attraktiven Frau mit den vielen Interessen zur Frau, die keine Interessen mehr pflegt und wenn es unbedingt sein muss, etwas Teilzeit arbeitet für die Männer ein Problem.
Du willst als Mann das Gegenstück zu Dir, der bleibt wie Du jetzt bist, aber der Mann hat dann plötzlich eine ganz andere Frau als er sie kennengelernt hat.

Ich finde Deine Vorstellungen aus der Zeit gefallen. Bei familienwilligen Männern in Deiner Altersklasse, die eine akademsich gebildete Partnerin haben und die auch nicht auf dem Karrieretrip sind, ist sehr häufig der Wunsch vorhanden, sich um die Familie zu kümmern und dass dafür beide Teilzeit arbeiten, statt dass die Frau sich abhängig macht und dem Mann die Versorgerrolle aufbürdet. Die Capppuchino-Mama wollen immer weniger Männer und wenn, dann nehmen sie sich dafür lieber eine Frau mit schlichterem Gemüt, weil sie an deren Seite ein bequemeres Leben haben.

Im echten Leben kenne ich die hier von den Männern propagierte Haltung nicht, dass ihnen piepegal ist, welchen Job die Frau hat und wieviel Geld sie verdient. Es zeigt sich in den Partnerschaften immer deutlicher eine soziale Undurchlässigkeit, weil sich fast nur noch Gleicher mit Gleichem verpartnert. Die Ehe als soziales Aufstiegsmodell gibt es kaum noch unter normalen Menschen - Lugner, Berluscconi und ähnliche Gestalten mal aussen vor gelassen als statistisch irrelevante Randerscheinungen.

Es stimmt genauso wenig, dass Männer immer bindungsunwilliger werden und sich immer mehr Paare scheiden lassen. Genau das Gegenteil ist der Fall: seit Anfang der 2000er wird jährlich mehr geheiratet, die Scheidungsrate ist von knapp über 50% auf unter 40% gesunken und die Ehedauer bis zur Scheidung von 12 Jahren auf fast 15 Jahre gestiegen.
Meine Nichten und Neffen (allesamt gutverdienende Akademiker) sind in Deinem Alter. Die heiraten alle seit 3 Jahren und seit letztem Herbst kommt überall der Nachwuchs - gewollt von beiden, genau so, wie jede Statistik es aussagt.

Klar bleiben nach der Geburt die Frauen zuhause, aber nach 8 Monaten wechseln die ersten Männer in die Elternzeit und die Frauen gehen zurück in den Job - am Ende der Elternzeit meistens beide Teilzeit. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten steht eine Familie sicherer auf einem Einkommen, welches gleichstark aus 2 Quellen gespeist wird.

Wenn es bei Dir liebe FS so komplett anders läuft, als jede Statistik sagt, befass Dich mit den entsprechenden Statistiken und Studien, um mit Deinem Irrglauben aufzuräumen und neue Strategien zu entwickeln.
 
  • #57
Soweit ich das mitbekommen habe, interessieren Männer sich 0 für den beruflichen Erfolg der Frauen
Da hast du vielleicht die falschen Männer kennengelernt. Ich habe mich sehr gefreut über den Erfolg meiner Frau. Als meine Exfrau damals Fachärztin wurde, dann habe ich sie gleich geküsst und sagte dass ein Kuss von einer Fachärztin wesentlich besser ist, als von einer Assistenzärztin. Später wurde sie Primarärztin und dann frage ich sie auch, ob ich jetzt eine Privatkrankenkasse brauche, wenn ich mit ihr schlafen möchte. Sie meinte nur, ich wäre für sie seit 1992 schon ihr persönlicher Privatpatient und ich soll mir keine Sorgen machen.

Wir hatten auch ohne Ehevertrag geheiratet, weil ein Ehevertrag für uns nichts gebraucht hätte. Wir lebten und arbeiteten in Spanien, Frankreich, Deutschland und Österreich zusammen und wenn dann hätten wir noch 2 weitere Eheverträge gebraucht. Einen auf Spanisch und einen auf Französisch. Auf wir uns 2012 scheiden ließen hat das Familiengericht in Deutschland nur die Einkommen aus Deutschland berechnen können. Für alles andere hätten wir noch in Spanien, Frankreich und Österreich vor Gericht gehen müssen, aber das wollte weder meine Ex noch ich.

Alles was ihr gerne immer geschrieben wird, zählt nicht für mich. Mir hatten schon beim 3. Date besprochen, dass wir keine Kinder möchten und mit Ü30 habe ich von ihr eine Vasektomie geschenkt bekommen. Ich konnte nicht so einfach zum Arzt gehen, da sie erst einmal den Arzt überprüfen möchte, wie gut er ist.

Für mich wären auch das Aussehen der FS nicht so wichtig, sondern ihre kulturellen und musikalischen Interessen. Wenn da kein Gleichklang besteht, dann ist mir das Aussehen nicht wichtig. Eine Frau, die gerne Helene Fischer hört, wäre nichts für mich. Aber vielleicht ist auch schon mit 56 schon viel zu alt.

Auch ist es sehr wichtig in welchem Café, die FS so geht. Da fällt mir Dr. Flotte in Mainz ein. Dort waren zu 80% nur Akademiker und Studenten.
 
  • #58
Soweit ich das mitbekommen habe, interessieren Männer sich 0 für den beruflichen Erfolg der Frauen, s
Ich kenne es sehr unterschiedlich - es gibt Männer, die ein Egoproblem haben, die haben das aber auch bei anderen Themen.

Es gibt Männer, denen ist es absolut gleichgültig, es interessiert sie nicht - aber auch da zieht sich Gleichgültigkeit oft durch mehrere Bereiche.

Und es gibt Männed, die nehmen den Beruf der Frau als Teil ihres Lebens, interessieren sich, hören mal zu, unterstützen und freuen sich mit. So wie die Frau auch.
Und das sind Männer, die nun nicht unbedingt die reine Hausfrau oder die Teilzeitaushilfe als Partnerin favorisieren, sondern die davon ausgehen, dass Frau selbstverständlich einen Beruf hat UND berufstätig ist. Das erwarten die meisten Frauen genauso.

Nur für die Wahl eine*r/s Partner*in braucht es mehr als NUR Beruf, und da hat jede*r individuelle Kriterien.

Mir war der Beruf relativ egal, Hauptsache er ist zufrieden, es reicht für seinen gewünschten Lebensstandard und wir haben da ähnliche Vorstellungen, und er hat neben Beruf auch noch ausreichend Zeit und Platz für anderes - was damit den erfolgreichen GlobalPlayer ausschloss.

Aber in der Regel finden sich die Paare in ihren Soziotopen, d.h. ähnliches Bildungsniveau, ähnliches Alter, ähnliche Werte, ähnliche Lebensvorstellungen.
Da sind bestimmte Komponenten, wie Beruf, selbstverständlich, und kein Plus.

@Vikky s Beobachtungen kann ich bestätigen.

W, 50
 
  • #59
Da hast du vielleicht die falschen Männer kennengelernt.
Das mag sein, ich muss den Satz vielleicht auch korrigieren, was ich damit meinte war, dass ich mit meinem Job nie wirklich Pluspunkte sammeln konnte (im Sinne von, ich habe einen tollen Job wie die FS aufzählt) sondern wenn, dann wurde es negativ bewertet. Ähnlich mit dem Sport, wenn auch meist erst interessiert, artete es häufig in Konkurrenz Gedanken unD Sticheleien aus mit gewissen(!) Männern, die klar ein Egoproblem haben.
Leider, weil das häufig mal moniert wird, dass Frauen nicht nach unten daten, habe ich auch bei vielen Nichtstudierten Männern erlebt, dass sie damit ein Problem haben, dass ich einen Master habe, derweil studierte Männer das wahrscheinlich ok finden - aber jetzt nicht unbedingt ein Muss, solange anderes stimmt.
 
  • #60
Aber was ist ein toller Job?

Für Ursula von der Leyen ist der Job als Präsidentin der EU – Kommission ein tollen Job und für die Krankenschwester ist dies auch ein toller Job.

Ich würde den Job als Krankenschwester höher bewerten. Wenn ich im Krankenhaus mich befinde, dann hilft mir die Schwester mehr als Ursula von der Leyen.

Ich würde nicht sagen, dass man einen tollen Job hat, sondern dies den anderen entscheiden lassen. Wenn man den Job nicht nehmen will, dann scheint er ja nicht so toll zu sein. Wie viele andere Menschen haben diesen tollen Job? - 1000 oder 10.000 und vielleicht schon 100.000.