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Gast

  • #1

"Warum ist der/die bloß noch solo?"

Hallo!

Kennt Ihr das: Man fühlt sich relativ normal. Relativ okay aussehend. Psychisch relativ stabil. Und trotzdem will sich die "perfekte Partnerschaft" nicht einstellen. Kennt fast jeder - jedenfalls jeder, der sich bei EP rumtreibt. ;-) Und man schiebt es auf die Umstände und das böse Schicksal. (Oder die Macken des jeweils anderen Geschlechts.)

Wenn ich mich allerdings in meinem Bekanntenkreis unter den Singles und Nicht-mehr-Singles umsehe, weiß ich bei den meisten sehr wohl, warum er/sie noch Single ist: zu kompliziert, zu anspruchsvoll, zu unflexibel.

Meine provokative Frage: Schätzen sich die meisten, die schon lange solo sind, selbst falsch ein? Liegt es doch in der Regel an einem selbst, warum man den Traumpartner / die Traumpartnerin einfach nicht findet? Und müsste man, statt mit dem Schicksal zu hadern, nicht doch an sich selbst arbeiten?

Wie seht Ihr das?
 
  • #2
So einfach kann man das nicht sagen.

Bei den Partnerkriterien gibt es sicher einige, die man überdenken kann. Weiche Kriterien mit Toleranzbereich wie "schöne Zähne". Zwischen Perlweiss/jährlicher Bleiche und Gebissruine gibt es genügend "normal". Aus meiner Sicht Rücken eher Frauen nicht von diesen weichen Kriterien ab. Nicht wenige Männer haben dafür aber in anderer Hinsicht überzogene Vorstellungen.

Dann gibt es aber auch harte Kriterien, ähnlich Booleschen Variablen, die man nicht aufweichen kann. "Ein bisschen keine Kinder" oder "ein bisschen keine Katzen" geht nun mal nicht.

Ich habe mir schon länger unter diesem Aspekt meine Partnerkriterien angesehen. Selbst wenn Außenstehende der Meinung sind, es liegt an mir, kann ich guten Gewissens sagen: Genau. Diese letzten Kriterien sind für mich Teil meines Lebens und meiner Lebensphilosophie. Ich gebe sie nicht auf und wenns dann am Ende nie für eine lange Partnerschaft gereicht hat - Sch... drauf, ich habe mich wenigstens nicht verraten.
 
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Gast

  • #3
Gute Frage
Es gibt einfach Kriterien die sind für mich nicht "Verhandelbar"
ansonsten gute Antwort #1

(M47)
 
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Gast

  • #4
Meine provokative Frage: Schätzen sich die meisten, die schon lange solo sind, selbst falsch ein? Liegt es doch in der Regel an einem selbst, warum man den Traumpartner / die Traumpartnerin einfach nicht findet? Und müsste man, statt mit dem Schicksal zu hadern, nicht doch an sich selbst arbeiten?
Ja, die meisten schätzen sich falsch ein! Ich glaube aber, dass viele auch das falsche Feedback von ihrer Umgebung bekommen. Bei Frauen finde ich es immer wieder übel, dass sie gesagt bekommen bleib wie du bist, sei authentisch, du bist hübsch so wie du bist, wenn er dich liebt wird er es akzeptieren undso weiter. Wenn etwas nicht funktioniert, dann versucht man etwas dran zu ändern. Verändert man nichts und erwartet, dass es doch funktioniert, ist man Verrückt. Da tun sich Frauen untereinander kein Gefallen mit diesen Ratschlägen!
Lieber mal den besten (schwulen?) Freund fragen, als die beste Freundin. Kann ich nur empfehlen!
 
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Gast

  • #5
@ 1: Das ist natürlich richtig. Wenn man sich seiner Ansprüche bewusst ist und diese in vollem Wissen nicht aufgibt, hat das sicherlich seine Berechtigung. Aber ich kenne so manche (Dame vor allem), die seit Jahren jammert, einfach nie den Richtigen zu finden - und ich denke mir dann: Mädel, nicht mal Du selbst könntest Dir den Richtigen schnitzen ...

Ich habe einen Freund, Mitte vierzig, arbeitslos, schütteres Haar. Er sucht eine Frau bis dreißig, Konfektionsgröße 36, Körbchengröße D. IQ möglichst jenseits der 120. Guter Job wäre von Vorteil.

Eine Freundin (grade 40 geworden) war zehn Jahre solo: Ihr Traummann musste ein "Surferboy" sein - klasse aussehend, extrovertiert, sportlich. Dabei aber absolut treu und ihr ergeben wie ein Hündchen. Interessanterweise hat sie seit kurzem einen Freund. Ich kann noch nicht beurteilen, ob er wirklich ihrem Beuteschema entspricht.

Nächste Freundin, 38: In den letzten zehn Jahren fünf Beziehungen gehabt. Nie war's "der Richtige". Problem: Sobald es für den Mann verbindlich wird (und das wurde es; sie hatte also keine Probleme, grundsätzlich einen netten Mann zu finden, der ihr gefiel), wird er für SIE uninteressant: Dann hat sie ihn ja sicher und das ist langweilig.

Man ist aber wohl nur bei anderen so objektiv.
 
  • #6
Bei den meisten sind es einfach fehlende Gelegenheiten jemand interessanten kennen zu lernen.

Dann ist die Frage, sind meine Ansprüche zu hoch, die, derjenigen, die mich nicht wollen?!

Mein wichtigster Anspruch, wenn ich eine ansehe, muss mein Mund zu einem Lächeln werden und ich schau automatisch öfter hin.
Ich brauche keine gemeinsamen Hobbys, Freunde, oder sonst was, allerdings gemeinsame Ziele und Werte.

Übrigens, die Frage ist eine der miesesten!
Warum bist du noch Single? Tja, du willst mich doch auch nicht, warum fragst du dann, oder stehst du nur auf vergebene Männer?
 
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Gast

  • #7
Wie soll man die Frage denn selbst beantworten? Jeder hat ja sozusagen "blinde Flecken", die naturgemäß für einen selbst nicht wahrnehmbar sind, sonst wären es ja keine blinden Flecken.
Ich selbst finde mich liebenswert, aber woher weiß ich, wie ich auf andere wirke? Da ich noch Single bin, wirke ich wohl nicht sonderlich attraktiv. Wenn ich in den Spiegel sehe, gefalle ich mir: Zierlich (Kleidergröße 36), lange Haare, recht hübsches Gesicht.
Der Schock kommt meistens, wenn ich mich auf Fotos sehe. Dann denke ich immer: Ist völlig klar, dass mich keiner will (jedenfalls keiner, der mir gefällt), sehe ich doch viel dicker aus als ich mich fühle. Die Haare sind zu dünn und die Gesichtshaut wirkt leicht teigig und schlaff.
Also der Unterschied zwischen Spiegel und Foto ist immer wieder ein Schock.
 
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Gast

  • #8
Ich schieb's bei mir auf die wenigen Gelegenheiten, eine meinem "Wert" entsprechende Frau zu treffen. Davon gibt's einfach zu wenig. :)
Da ich mich nicht mit weniger zufrieden geben will (nur weil mir die Gelegenheiten fehlen), bin ich lieber Single.
 
  • #9
Mmmhhh....

Vielleicht gibt es einfach den "Single Typ" und den "Beziehungstyp"?

Ich kann mir z. B. auf Dauer kein Singledasein vorstellen.

Als mich meine Frau nach 26 Jahren Ehe verlassen hatte, bin ich zunächst
in ein tiefes Loch gefallen.

Dann fand ich ein Stück weit das Singledasein für ein par Monate ganz angenehm.

Aber ich bin kein "Singletyp", habe zwischenzeitlich wieder eine feste Beziehung,
in der ich mich wieder richtig wohl fühle.

Ein Freund von mir ist "klassischer" Single. Immer mal eine kurze Beziehung,
aber nichts auf Dauer. Auch er bedauert das.

Aber er ist nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Und das ist essentiell
für eine dauerhafte Beziehung!

Man kann nicht immer nur "sein Ding" machen. Mann muss bereit sein zurück zu stecken.
Seine Vorlieben auch mal zurückzunehmen, auf den Partner einzugehen.

Viele langjährige Singles (auch in meinem Bekanntenkreis) sind dazu nicht
bereit....und wundern sich, dass sie keinen langfristigen Partner finden.

m, 53
 
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Gast

  • #10
Warum soll man an sich selbst arbeiten? Ich M, 46, seit 25 Jahren Single, sehe die Sache ganz nüchtern:
Eine attraktive junge Frau hat mindestens 10 Verehrer im Schlepptau und man ist immer nur einer unter vielen, beliebig austauschbar. Ich hatte nie Interesse daran, mich um eine Frau zu "bemühen". Mir war und ist das einfach zu blöd. Heute weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war. Das Problem vieler Singles ist, dass die Einsicht fehlt, dass dauerhaftes Singlesein etwas ganz normales ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass viele Singles mit ihrer Freizeit allein nichts sinnvolles anzufangen wissen.
 
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Gast

  • #11
Ich finde mich total durchschnittlich und suche garkeinen Traummann, sondern einen genauso durchschnittliches Exemplar wie mich selber, aber eben für eine feste Partnerschaft, keine Affäre. Fakt ist, ich finde noch nicht mal einen Durchschnittsmann. Keine Ahnung, warum das so ist. In meinem Umfeld gibt es auch niemanden, der mir verrät, was an mir nicht ok ist. Dann ist das eben so und ich bin auf Dauer Single - so what.
 
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Gast

  • #12
"Warum ist der/die bloß noch solo?"

Damit die Frage für irgend jemanden einen Sinn ergibt, muß derjenige ja auch quasi "verzweifelt" auf der Suche sein - schließe mich (m-41 und vollkommen altlastenfrei) da der Post von "Gast - 17.50" an.
Eine gelungene Partnerschaft wünsch(t)e ich mir selbst schon, allerdings nicht zu jedem Preis und umsonst scheint es heutzutage leider selbst nichtmal mehr das Normalste der Welt zu geben -schulterzuck-
 
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Gast

  • #13
Der Beitrag von #8 trifft´s ganz gut.

Ansonsten kenne ich dieses Gefühl nicht, ich sehe nicht "relativ" gut aus, sondern schweinegut. Ich bin nicht "relativ" psychisch stabil, sondern stabil. Normal bin ich eh nicht, der Durchschnitt hat mich nie wirklich interesssiert.

So, jetzt nimm mal 50% davon weg, und dann kommt es der Sache näher. Ich halte es für besser, von oben einzusteigen und dabei die Menschen mit ihren Anliegen ernst zu nehmen, nicht ohne eine Prise Humor.

Ich finde in keiner Weise, dass Single-sein, Paar-Sein, Ehe oder lockeres Verhältnis per se in der Wertigkeit abgestuft werden müssen. Jedes zu der richtigen Zeit und für die entsprechenden Personen. Warum also nicht als Single einfach glücklich sein? Ich mag dieses Gejammer nicht. Einer der unschönsten Sprüche in dem Zusammenhang: Ja, für dich ist das viiiiel leichter. Nö, isses nicht.
 
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Gast

  • #14
Liebe FS

so düster sehe ich das gar nicht. Warum wertest du Singleleben zum Defizit ab ?
Zur Zweisamkeit braucht's pragmatisch zwei die gleichzeitig dasselbe wollen und sich für ihr Zusammenleben einigen.
Singlesein würde ich daher als üblichen Normalzustand bezeichnen denn es ist nicht selbstverständlich dass Fall 1 eintritt.
Wenn er eintritt ist das schön, aber sich darauf versteifen dass es so sein müsse mag ich mich nicht.
 
  • #15
"Pareto Problem" : 80% suchen die "top 20%" ... und von diesen 20% suchen wiederum 80% die oberen 20% etc..
Zusammen mit der üblichen Wahrnehmungsverschiebung was "Durchschnitt ist".. ("Mittelwertbildung im oberen Drittel" )
 
  • #16
Partnersuche ist heute schwieriger denn je - quer durch alle Altersklassen.
Und dazu unberechenbar. Selbst wenn alles zunächst bestens läuft - kann trotzdem schief gehen. Ohne eigene Schuld daran.

Selbst Attraktivität ist kein Garant mehr. Viele Schöne stöhnen, weil das die falschen Kandidaten anlockt.
Ergebnis: Trotzdem solo.

Wunsch und Wirklichkeit sind oft zu weit auseinander. Und kommen deswegen so schwer zusammen.

Immer mehr Männer geben es auf, den Frauen recht zu machen. Irgendwas stört den Frauen immer. Und wenn sie nichts zu meckern finden, dann suchen sie nach Gründen, oder konstruieren Welche.
(Ironie an) Wer "auf Händen getragen" werden will, scheint das Format einer Barbie-Puppe zu haben ?

In dt. Großstädten sei der Anteil der Singles besonders hoch. Am höchsten sei die Single-Quote in Hamburg.
Obwohl gerade in Großstädten die Chancen und Möglichkeiten auf Partnerschaft m.E. besonders groß sind. Aber die Wirklichkeit ist trotzdem anders ?
Denn Singles sind (oder fühlen sich) gerade in Großstädten besonders unabhängig ?
Besonders mit genug eigenem Einkommen.

Ich treffe auf immer mehr Männer und Frauen, die ihre Partnersuche aufgegeben haben, und Single bleiben. Und die werden durchschnittlich immer jünger, tlw. schon ab 50+
Ihre Begründungen: Wollen den Ärger und die Probleme damit nicht mehr.
Weitere Gründe: Wollen sich nicht mehr so extrem anpassen müssen, ggf. bis zur Selbstaufgabe.
 
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Gast

  • #18
...warum er/sie noch Single ist: zu kompliziert, zu anspruchsvoll, zu unflexibel.
Dreht man den Satz um, heißt das: die "Gebundenen" sind eher einfach gestrickt, anspruchslos, aber sehr flexibel (drehen ihr Fähnchen in jeden Wind)? Spaß beiseite, ich beobachte es auch im Freundeskreis, es scheint tatsächlich eine Frage des Anspruches an den Partner zu sein, ob man den/die Passende/n findet.

.Und müsste man, statt mit dem Schicksal zu hadern, nicht doch an sich selbst arbeiten?
Tja, das klingt so einfach! Man arbeitet an sich selbst, investiert Zeit und Mühe in sich, krempelt sich um und schon ist er da, der Traumpartner. Das mag mit 20 funktionieren, aber nicht mehr im höheren Alter, in dem Persönlichkeit, Gewohnheiten und Erwartungen schon recht festgelegt sind. Klar, der NERD oder Übergewichtige kann sein Aussehen verbessern, der Messie seine Wohnverhältnisse, die Schüchterne an ihrer Ausstrahlung arbeiten -diese Kriterien sind meiner Meinung nach aber nur bei Wenigen der Grund, keinen Partner zu finden.
Häufiger sind sicherlich die Ansprüche an den potentiellen Partner und die Fehleinschätzung des eigenen Marktwertes schuld. Da liegen m.E. einige Singles ziemlich daneben. Die schwer Übergewichtige will den schlanken, durchtrainierten Traumprinzen, der altérnde Mittfünfziger die 30-Jährige, der unterhaltsverarmte Geschiedene mit 3 kleinen Kindern die Kinderlose...

Bei mir selbst sehe ich ganz klar, dass es ebenfalls an meinen Ansprüchen und der sehr geringen Schnittmenge mit geeigneten Männern liegt. Dabei sind es bei mir wirklich nur wenige Basics, von denen ich nicht abrücke. Meine nur 4 Kriterien reichen aber schon, die Anzahl potentieller Partner verschwindend gering werden zu lassen:

- gleiche Bildung, d.h. mindestens Abitur -> haben in meiner Altersklasse max. 20% der Männer, 80% fliegen also raus
- mind. 1,75 m gross (bin selbst 1,75m) -> Durchschnitt deutscher Männer ist 1,77 m, d.h. mind. 40% der Männer sind kleiner als ich
- kein gravierendes Übergewicht -> 45% der Männer haben einen BMI >30 und sind mir zu dick
- finanziell gut- /gleichgestellt -> in meiner Altersklasse haben mindestens 40 % der Männer durch Unterhaltszahlungen, Arbeitslosigkeit oder Krankheit weniger als 1500 € netto im Monat zur Verfügung. Ich will keinen Mann, der sich Restaurantbesuche, Urlaub ect. nicht mehr leisten kann und den ich evtl. aushalten müsste.

Dazu kommt, dass ich als Raucherin vermutlich für 30-40% der Männer nicht als Partnerin in Frage komme. Daran könnte ich arbeiten.

Nimmt man diese Prozentzahlen zusammen, bleiben verdammt wenige Männer übrig. Also eigentlich kein Wunder, dass ich schon länger und vergeblich auf der Suche bin. Ich hadere auch nicht damit. Aber durch "an mir arbeiten" werde ich auch nicht soweit kommen, dass ich einen kleinen, dicken, ungebildeten und verarmten Partner akzeptieren würde. Dann lieber gar keinen...

w, 51
 
  • #19
Ja, man hat sehr schnell das sichere Gefühl, woran es bei einem Langzeitsingle hakt - das kenne ich auch, mich selbst eingeschlossen ;)
Ich habe aber auch bei manchen erlebt, dass sie irgendwann ihr haargenaues Gegenstück getroffen haben, einen Menschen mit exakt denselben Macken, und beide so überglücklich waren, endlich ihren Seelenverwandten gefunden zu haben, dass sogar Hochzeit, Hauskauf und Kinder folgten.
Bei manchen dauert es länger, bis sie einander schließlich finden, und man kann schon ungeduldig werden, wenn die Freundin ein Jahr nach der Trennung vom Langzeitfreund schon wieder eine große, dauerhafte Liebe gefunden hat, während man selbst jahrelang "auf dem Trockenen" sitzt.
Nun, alles hat schon seinen Grund und tieferen Sinn. Manchmal macht es auch Sinn, sich erstmal zu sammeln. Wer aber etwas neues erleben will, muss unbekannte Wege gehen. Dann passiert manchmal ganz schnell ganz viel.
 
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  • #20
Aber durch "an mir arbeiten" werde ich auch nicht soweit kommen, dass ich einen kleinen, dicken, ungebildeten und verarmten Partner akzeptieren würde. Dann lieber gar keinen...

w, 51
Mit anderen Worten du tust alles dafür das du keinen abbekommst.
Sorry, aber du klingst total arrogant und geldgeil. Was bitte ist an dem kleinen dicken, ungebildeten der nicht im Geld schwimmt so verkehrt? Vielleicht liebt er dich so wie du bist (denn du bist auch nicht Perfekt) und bringt dich jeden Tag zum Lachen.

Übrigens sind selbst Leute die nur einen Realschulabschluß und einen Beruf erlernt haben keineswegs ungebildet. Und selbst wenn, ist mir so jemand alle mal lieber als jemand wie du der von oben herab auf andere schaut. Und ja du solltest dringend an deiner Einstellung arbeiten.

Bei einigen erkennt man sofort warum sie Single sind.
 
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Gast

  • #21
................. Meine nur 4 Kriterien reichen aber schon, die Anzahl potentieller Partner verschwindend gering werden zu lassen:..............

Dazu kommt, dass ich als Raucherin vermutlich für 30-40% der Männer nicht als Partnerin in Frage komme. Daran könnte ich arbeiten.

w, 51
Da mußte zunächst den Pool der Übriggebliebenen bilden, die die "4 Kriterien" (die ich gar nicht für überzogen oder unangemessen halte) erfüllen und schlußendlich werden VON DENEN dann 98% keine Qualmerin akzeptieren - deshalb ist die Auswahl scheinbar so gering.

Also erstmal die eigenen "Defizite" herausstellen/abstellen & DANACH die eigenen Ansprüche stellen, so herum wird´s dann was ;-)
 
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Gast

  • #22
- Verstand und Gefühl müssen "ja" sagen. Meist trifft nur eines von beiden zu.
- Zuneigung/Anziehung müssen gleichzeitig auf Gegenseitigkeit beruhen.
- Es muss mir mit diesem Menschen (mindestens) so gut gehen wie alleine.
- Zugegebenermaßen denke ich oft darüber nach, ob meine Ansprüche zu hoch sind, denn auch ich selbst stelle oft die Frage, u.a. hier im Forum, ob das Nicht-Erwidern von Zuneigung bzw. Trennung/Scheidung darauf zurückzuführen sind, dass jemand weit oberhalb seiner eigenen "Kategorie" sucht bzw. nur kurzfristig fündig geworden ist. Eine Antwort darauf habe ich für mich selbst noch nicht gefunden, da ich mich "normal" finde und meine jemanden zu suchen, der ebenso "normal" ist. Mit "normal" meine ich, dass weder Körper, Psyche, Geist noch die Lebensumstände erwähnenswerte Defizite aufweisen.

w/51
 
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Gast

  • #23
Gute Frage
Es gibt einfach Kriterien die sind für mich nicht "Verhandelbar"
(M47)
Sehe ich als Frau auch so. Ich will nur das, was ich selber mitbringe. Da viele Männer in meinem Alter übergewichtig sind und kein Sport treiben, sich ungesund ernähren, ungesund leben, obwohl sie es anders könnten, bleibe ich unfreiwillig Single, weil ich halt anders lebe.

Gleich und gleich gesellt sich gerne. Die Männer aus meiner Gleich-Ebene sind meistens vergeben, oder schwul. Logisch, welch Sahneschnitte will nicht auch eine Sahneschnitte.

w 50
 
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  • #24
Ich (FS) schließe mich mal Alan (#8) an: Ich glaube auch, es liegt zum großen Teil daran, wie viel Wert man überhaupt auf eine Beziehung legt und wieviel Kompromiss man entsprechend bereit ist einzugehen.

Als ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt habe, war er noch verheiratet und lebte 800 km entfernt. Viele hätten hier bereits den Kontakt abgebrochen: Wohin soll das führen? Man muss auch mal über seinen Tellerrand schauen und Risiken eingehen.

Ich sehe Singledasein nicht per se als Defizit. Viele mögen damit glücklich sein. Ich rede nur von denen, die mehr oder minder verzweifelt eineN PartnerIn suchen, die das Singledasein also selbst offensichtlich als Defizit erleben. Die aber dennoch nicht bereit sind, Zugeständnisse zu machen.

Wenn ich mal auf #17 eingehen darf: Ich kann diese Kriterien durchaus nachvollziehen. Ich persönlich würde aber zum Beispiel, wenn ich WIRKLICH unbedingt einen Partner möchte, das erste davon überdenken: Weshalb ist es wichtig, ob jemand Abitur hat? Für mich ist gleiches Niveau schon wichtig, aber ein Hauptschüler muss doch nicht automatisch dumm sein? (Ich persönlich habe übrigens mit einem IQ von140 Realschulabschluss.)

Ich meinte übrigens nicht, dass man sich umkrempeln müsse. - Klar: Man sollte schon versuchen, an eigenen Macken so gut wie möglich zu arbeiten. Aber mir geht's wirklich um die Ansprüche - die an den potentiellen Partner UND die Beziehung.

Wenn für eine Frau Mitte vierzig ein Partner mit Kindern nicht in Frage kommt, dann tut sie sich nun mal sehr, sehr schwer. Und wenn sie dann auch noch gewisse optische Vorgaben hat, die eingehalten werden müssen, gleicht's einem Sechser im Lotto, den Richtigen zu finden. Und dabei fällt vielleicht der eine oder andre Mann durchs Raste, mit dem sie hätte sehr glücklich werden können.

Ich glaube nicht, dass Partnersuche heute schwerer ist als früher. Im Gegenteil: Wer vor fünfzig Jahen nicht mit dreißig "unter der Haube" war, hatte keine Chance mehr. Und wer seinen Partner früh verloren hat, war halt WitweR - im Zweifel sein halbes Leben lang. Nein, man MACHT es sich heute nur schwerer, weil man viel anspruchsvoller ist. - Ist ja auch okay, solange man das bewusst tut und sich ggf. eben dafür entscheidet, dann lieber Single zu bleiben. Aber die Jammerei, es gäbe keine netten Männer oder Frauen und man träfe einfach immer nur Idioten - das finde ich sehr kurzsichtig.
 
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  • #25
Ihre Begründungen: Wollen den Ärger und die Probleme damit nicht mehr.
Weitere Gründe: Wollen sich nicht mehr so extrem anpassen müssen, ggf. bis zur Selbstaufgabe.
Ich lerne nur Männer mit div. Problemen kennen. Schulden, Krankheit, noch verheiratet, aber getrennt (oft stimmt nicht mal das), wenig Zeit, dick, ungepflegt, also das muss ich mir doch echt nicht an tun. Das hat nichts mehr mit anpassen zu tun, oder Komprommise machen müssen.

Mit einem Mann muss es mir genauso gut gehen, wie jetzt, geht es das nicht, bin ich die Falsch für ihn.

w 50
 
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Gast

  • #26
Ein Freund von mir ist "klassischer" Single. Immer mal eine kurze Beziehung,
aber nichts auf Dauer. Auch er bedauert das.
Genau so verstehe ich "Single-Typ" aber nicht. Denn wenn ich es recht verstehe, sucht der Freund ja, aber es klappt nicht.. Aus welchen Gründen auch immer.

Unter "Single-Typ" verstehe ich eher den Typus, der an einer langfristigen Partnerschaft gar kein Interesse hat. Ja, auch die gibts. :)
 
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  • #27
Was bitte ist an dem kleinen dicken, ungebildeten der nicht im Geld schwimmt so verkehrt? Vielleicht liebt er dich so wie du bist (denn du bist auch nicht Perfekt) und bringt dich jeden Tag zum Lachen.
Du denkst etwas kurzsichtig und unlogisch. Schon mal überlegt, dass ICH den Mann ja nun auch so lieben muss, wie er ist, damit da eine Beziehung draus wird?

Dass es vielleicht ein Problem ist (auch für ihn!), wenn ich keine Zärtlichkeiten mit ihm austausche oder keinen Sex mit ihm haben werde, da mich stärkeres Übergewicht visuell und haptisch extrem abstösst? Dass ein Großteil der deutlich Übergewichtigen ungern oder keinen Sport macht und sich daher kaum Übereinstimmungen im Freizeitleben finden (ich bin sportlich, gehe viel wandern, Tauchen, Segeln, lange Radtouren)?

Dass es vielleicht ein Problem ist (auch für ihn!), wenn ich nicht mehr auf gleichem Bildungsniveau meine Gedanken äussern kann, mich in meiner schnellen Denke und Kombinationsgabe dauernd abbremsen muss, dauernd etwas erklären und dabei Fremdworte vermeiden muss?

Dass es ein Problem ist, wenn der Mann so wenig Geld hat, dass er sich für mich ganz normale Freizeitvergnügen (Sauna, Cafe- und Restaurantbesuche, Theater) sowie Urlaube nicht leisten kann. Das bedeutet, entweder ich verzichte auf diese Dinge, die mir wichtig sind, oder halte ihn aus. Das findet der Mann dann sicher ganz toll!

...und schlußendlich werden VON DENEN dann 98% keine Qualmerin akzeptieren - deshalb ist die Auswahl scheinbar so gering.
Falsch. In meinem Alter rauchen etwaq 40% der Herren selbst und viele der Nichtraucher stört mein Rauchen nicht (oft, weil sie selbst Ex-Raucher sind)..

w, 51
 
  • #28
Wenn ich für diesen Satz (bzw. Frage, welche meine Bekannten mir oft stellen) jedesmal ein Euro erhalten würde, wäre ich jetzt stinkreich.

Ich glaube um so länger man Single ist umso länger sucht man den Traumpartner. Desto schwieriger wird es auch, Abschläge zu machen.

Bei mir treffen sicherlich zwei Probleme zu. Das erste Problem: ich weiß was ich will und wenn ein möglicher Partner zu mir sagt, er will 100% keine Kinder, dann hat sichs für mich erledigt. (Der Albtraum für mich wäre jetzt mit 30 eine Beziehung einzugehen, er würde sagen, nö Kinder gibts nicht. Ich füge mich und dann mit Mitte 40 lässt er mich sitzen, und zeugt dann ein Kind mit einer anderen. Ich wäre in dieser Beziehung sowieso nicht ich selbst. Ich würde mich anlügen, wenn ich sagen würde, dass ich keine Kinder möchte.) Das andere Problem besteht darin, dass ich nicht so viele treffe, welche altermäßig passen, Single sind, und vor allem vom Charakter her zu mir passen. ...aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
 
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  • #29
Ich denke viele wollen in Wirklichkeit gar keine Partnerschaft und schrauben ihre Ansprüche derart unrealistisch hoch, dass niemand in das Beuteschema passt, um sich selbst vorzumachen, man suche ja, finde aber nur nicht.
So ein Beispiel ist m.E. #17. Sooo unrealistisch und weltfremd kann keine psycisch gesunde Frau mit 1,75m und jenseits der 50 dazu noch qualmend sein, dass sie glaubt noch Ansprüche an Bildung, Einkommen und Aussehen des Partners stellen zu können.
Und ich dachte, ich sei anspruchsvoll :)
w
 
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  • #30
In dt. Großstädten sei der Anteil der Singles besonders hoch. Am höchsten sei die Single-Quote in Hamburg.
Obwohl gerade in Großstädten die Chancen und Möglichkeiten auf Partnerschaft m.E. besonders groß sind. Aber die Wirklichkeit ist trotzdem anders ?
Denn Singles sind (oder fühlen sich) gerade in Großstädten besonders unabhängig ?
Besonders mit genug eigenem Einkommen.
Mal wieder ein schönes Beispiel für eine verkehrte Interpretation einer rein objektiven statistischen Zahl. Ist doch ganz einfach: Weil Leute in Paarbeziehungen, ev. mit Nachwuchs, schönere und grössere und bezahlbarere Wohnmöglichkeiten suchen und ins ländliche Umfeld der Stadt ziehen. In der Stadt bleiben dann diejenigen bei denen Nähe zum Arbeitsplatz oder Nähe zu kulturellen/Freizeitangeboten mehr Priorität hat, sowie tausende sehr junger Leute (Studierende) usw. Da muss man sich nicht den Kopf zerbrechen.