• #61
Hoch interessante Diskussion. Über die Jahre verschwimmt das. Das ist meine Meinung. Ich kenne tatsächlich auch keinen extra ausgewiesenen privaten Bereich in unserer Wohnung. Am ehesten der Nachttisch. Da schaue ich bei ihm nie rein. Ich denke mal die privaten Dinge wie Fotos vom ex liegen irgendwo in einem Schuhkarton bei ihm. Bei mir auch . Sollte das der andere durch Zufall finden.. es macht nix. Aber extra suchen? Das macht hier niemand. Mir wäre es auch lieber er fragt mich. Als er sucht. Aber mein Handy und meine Wohnung ist immer sauber.. er darf schnüffeln. Wenn ich was zu verbergen hätte. .. sicher würde ich es geschickter machen. Damit ich mein Verhalten wegen Handy nicht auf einmal verändere. Das ist nämlich das Auffällige..
 
  • #62
Auch als ich verheiratet war nutzte ich mein Handy selten, hatte es oft nicht bei mir und das ist heute noch so.
Theoretisch kann und konnte jederzeit jemand in mein Handy gucken und wird dort niemals was Kompromittierendes finden können, weil ich nichts mache, was ich verbergen müsste.
Manchmal könnte man peinlichen Frauenkram finden (Schwester, Freundin), der nicht zu meinem Intellekt passt und den ich nicht so gern zeigen würde - aber nichts was mit Lug, Betrug oder sonstigen Dingen zu tun hat und verborgen werden muss. Ebenso offen und ehrlich war ich mit Verabredungen, habe immer gesagt, wann ich wo und mit wem bin.

Ich fummel' selten in meiner Freizeit mit dem Handy rum, sondern greife zum Telefon, wenn ich mit jemandem Kontakt haben möchte. So hielt ich es auch in meiner Ehe. Mein Exmann hat mitbekommen, mit wem ich telefoniere und sagte meistens einen Gruß ins Gespräch. Wenn es intimere Themen gab, zog ich mich in mein Arbeitszimmer zurück.

Mein Exmann hingehen tippte oft sms selbst am Tisch, aktivierte die Bildschirmsperre, selbst wenn er nur 5 m weiter in die offene Küche ging oder zog sich schon vor Gesprächsbeginn zurück, was meinen Argwohn weckte. Wenn ich nachfragte wurde ich belogen (auch Treffen im RL) - Verhalten und Aussage passten über einen langen Zeitraum nicht zueinander und das machte mir Unbehagen.
Ergo verschaffte ich mir illegal Zugriff auf sein Handy und fand meinen Argwohn bestätigt.

Heute sage ich: dazu muss man nicht spionieren (egal ob Handy offen oder tabu), sondern einfach auf das inkongruente Verhalten gucken und danach im Sinne des eigenen Wohlbefindens konsequent handeln.
 
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  • #63
Also wie gesagt, mein Ex hat versucht immer sein Handy zu verstecken und wollte mich nicht reinsehen lassen, als ich gefragt habe. DAS hat mein Misstrauen, was vorher schon aufgekeimt ist, geschürt. Irgendwann war aber eine Gelegenheit da… und da sah ich oft Texte mit "Mein Schatz", die ich nicht alle gelesen habe und viele Telefonate.
Habe also bisschen was gefunden. Ich habe das aber ander geschrieben, weil DAS nicht alles sein konnte, an Frauen.
Er meinte es sei seine Ex, die was von ihm will. Ich habe natürlich kein Wort geglaubt.
Er hat darauf hin, wie schon geschrieben eine Affäre angeheuert, die feste Freundin (Ex) zu spielen und zu sagen es wäre nur Freundschaft und sie wolle nix mehr von ihm….
Ich wollte ihn so nicht davon kommen lassen. Also habe ich sein kleines schwarzes Adressbuch gefunden und alle Frauen darin angerufen und -geschrieben.
Erst dann kam alles raus. Der war not amused- ich schon ^^. Er hatte fast 2 Jahre eine feste Partnerin und zahllose Affären nebenher (gut das wir immer ein Kondom hatten, worauf ich bestanden habe). Seine Freundin war am Boden zerstört, blieb aber bei ihm, genau wie viele Affären. Sie hat mich danach noch oft angerufen ob ich bei ihm sein, das sie angeblich schwanger geworden ist … usw. Ich habe aber alles beendet.
Sehr ihr- nicht jeder macht sofort ein Ende, wie hier empfohlen wird. Viele ziehen es durch bis zum bitteren Ende, in der Hoffnung er entscheidet sich für sie und wird sesshaft.
 
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P

proudwoman

Gast
  • #64
Also wie gesagt, mein Ex hat versucht immer sein Handy zu verstecken und wollte mich nicht reinsehen lassen, als ich gefragt habe. DAS hat mein Misstrauen, was vorher schon aufgekeimt ist, geschürt. Irgendwann war aber eine Gelegenheit da… und da sah ich oft Texte mit "Mein Schatz", die ich nicht alle gelesen habe und viele Telefonate.
Habe also bisschen was gefunden. Ich habe das aber ander geschrieben, weil DAS nicht alles sein konnte, an Frauen.
Er meinte es sei seine Ex, die was von ihm will. Ich habe natürlich kein Wort geglaubt.
Er hat darauf hin, wie schon geschrieben eine Affäre angeheuert, die feste Freundin (Ex) zu spielen und zu sagen es wäre nur Freundschaft und sie wolle nix mehr von ihm….
Ich wollte ihn so nicht davon kommen lassen. Also habe ich sein kleines schwarzes Adressbuch gefunden und alle Frauen darin angerufen und -geschrieben.
Erst dann kam alles raus. Der war not amused- ich schon ^^. Er hatte fast 2 Jahre eine feste Partnerin und zahllose Affären nebenher (gut das wir immer ein Kondom hatten, worauf ich bestanden habe). Seine Freundin war am Boden zerstört, blieb aber bei ihm, genau wie viele Affären. Sie hat mich danach noch oft angerufen ob ich bei ihm sein, das sie angeblich schwanger geworden ist … usw. Ich habe aber alles beendet.
Sehr ihr- nicht jeder macht sofort ein Ende, wie hier empfohlen wird. Viele ziehen es durch bis zum bitteren Ende, in der Hoffnung er entscheidet sich für sie und wird sesshaft.
Wie gesagt, Du hast alles so für Dich richtig gemacht, Du hast Dich selbst geschützt. Ich selber habe auch nicht das geringste schlechte Gewissen, weil ich auf den Verlauf gesehen habe..es war nur zu meinem Besten, sonst nichts. Im übrigen kann ich @Vikky s Beiträge nur voll unterschreiben. Mach Dir keine Gedanken!
 
  • #65
Also wie gesagt, mein Ex hat versucht immer sein Handy zu verstecken und wollte mich nicht reinsehen lassen, als ich gefragt habe. DAS hat mein Misstrauen, was vorher schon aufgekeimt ist, geschürt. Irgendwann war aber eine Gelegenheit da… und da sah ich oft Texte mit "Mein Schatz", die ich nicht alle gelesen habe und viele Telefonate.
Habe also bisschen was gefunden. Ich habe das aber ander geschrieben, weil DAS nicht alles sein konnte, an Frauen.
Er meinte es sei seine Ex, die was von ihm will. Ich habe natürlich kein Wort geglaubt.
Er hat darauf hin, wie schon geschrieben eine Affäre angeheuert, die feste Freundin (Ex) zu spielen und zu sagen es wäre nur Freundschaft und sie wolle nix mehr von ihm….
Ich wollte ihn so nicht davon kommen lassen. Also habe ich sein kleines schwarzes Adressbuch gefunden und alle Frauen darin angerufen und -geschrieben.
Erst dann kam alles raus. Der war not amused- ich schon ^^. Er hatte fast 2 Jahre eine feste Partnerin und zahllose Affären nebenher (gut das wir immer ein Kondom hatten, worauf ich bestanden habe). Seine Freundin war am Boden zerstört, blieb aber bei ihm, genau wie viele Affären. Sie hat mich danach noch oft angerufen ob ich bei ihm sein, das sie angeblich schwanger geworden ist … usw. Ich habe aber alles beendet.
Sehr ihr- nicht jeder macht sofort ein Ende, wie hier empfohlen wird. Viele ziehen es durch bis zum bitteren Ende, in der Hoffnung er entscheidet sich für sie und wird sesshaft.

Warum Du dafür (s)eine Privatsphäre missachten musstest erschliesst sich mir immer noch nicht. Warum lebst Du nicht einfach eine Beziehung so wie Du diese möchtest oder beendest diese bei Nichtgefallen ebenso? Die neue Partnerin Deines Ex ist doch das beste und zugleich schlechteste Beispiel für inkonsequentes Verhalten und Handeln.
 
P

Papillon

Gast
  • #66
Mein Erlebnis hierzu: Mein damaliger Freund hat mir mir nach 4 jähriger Beziehung ungefragt seinen Code gesagt, da er 100%iges Vertrauen will. "Er vertraut mir und ich kann ihn vertrauen ... ."
Ein halbes Jahr später waren wir in ein Museum und er zeigt mir Fotoaufnahmen. Darunter war im Schnellgang ein Bild mit einer anderen Frau am Meer kurz zusehen. Ich konnte mir das nicht erklären und hat mich die ganze Nacht nicht in Ruhe gelassen. Bei der nächsten Gelegenheit habe seinen Code verwendet und im Ruhe mir das Bild angeschaut. Es stellte sich raus, dass er mit dieser Frau im Kurzurlaub war. Interessant war das Datum des Fotos. Es war 1. kurz bevor er mir den Code mitgeteilt hat und 2. als er angeblich mit riesigen Stress beim Umzug seiner sehr kranken Mutter half.
Der traurige Höhepunkt war ich habe ihn damals angefleht in zusammen in den Urlaub zufahren, er kann ja nicht nur allein den Umzug stemmen, seine Geschwister fahren ja auch weg...
Mich nervt die Tatsache, dass ich nachgesehen habe. Sowas habe ich noch nie gemacht. Hättet ihr das Bild ignoriert, einfach aus Anstand und aus dem Grund der Privatsphäre? Sicher ich hätte noch Fragen können, aber er war und ist ein Meister der Ausreden. Ich wollte es einfach nur noch wissen. Grundsätzlich sehe ich in einer Beziehung keine Notwendigkeit für Kontrolle. Es ist ein angenehmer Zustand so offen zu leben und ich bevorzuge das... Allerdings bin ich in diesem Fall wirklich heilfroh den Betrug herausgefunden zu haben und bin daher genauso zwiegespalten zu dem Thema wie die FS. Ich verurteile niemanden mehr, der aus einem handfesten Verdacht handelt. Ihr geht oft von euch selber aus und dass man zu unschudlig verdächtigt wird. Was ist wenn derjenige wirklich nicht so ehrenhaft ist?
 
  • #67
Allerdings bin ich in diesem Fall wirklich heilfroh den Betrug herausgefunden zu haben
Welchen Betrug? Das Problem an der Handykontrolle ist doch vor allem auch die Interpretation des Gefundenen. Wäre da wirklich ein Seitensprung gewesen, der Mann wäre sicher nicht so leichtfertig mit dem Code und dem Bilddurchlauf umgegangen. Und es wäre auch nicht die erste Beziehung, in der einer von dem falschen Verdacht so geschockt ist, daß er bereitwillig die Geschichte dazu liefert, die ihm seine Partnerin offenbar gerade andichtet. Das nennt man Sarkasmus.

Warum, bitteschön, fragt man in so einem Fall nicht einfach „wer war denn die hübsche Frau da gerade?”. Oder auch später noch: „zeig’ mir mal bitte auf deinem Handy nochmal die Bilder, die du mir im Museum gezeigt hast.” Dann geht es nämlich ohne Spionage und übelst möglicher Interpretation.
 
  • #68
Ich hatte den Thread verstanden als, Recht auf Privatsphäre oder nicht?
Und ich finde es grundsätzlich ein Tabu....

Aber ich bin auch noch nicht am Ende meines Lebens und kann deshalb nicht nie sagen.
Erstmal habe ich einen großen Teil ohne Mails und Handy verbracht.
Dann gab es zu der Zeit, als mein Exmann fremd ging nur SMS auf dem Mobilfunkgerät.
Wird er darauf sicher nicht genutzt haben, weil ich im Mobilfunk arbeite...umgekehrt hätte mich das meine Stelle gekostet.

Ich hoffe dass ich souverän bleibe und ich einen solchen Schritt nie mache.
Ich weiß aber auch, dass man in Verzweiflung Dinge tut, die man sonst nie tun würde.

Nein ich war nie am Handy aber nachdem mein Exmann mich für bescheuert, krank und was weiß ich noch erklärt hat, als ich sagte: Du gehst doch fremd! ( 1x in 15 jahren).
Da bin ich ihm mit dem Auto meiner Freundin gefolgt.
Treffer!
 
L

Liebescoach

Gast
  • #69
Rein theoretisch sollte es gar nicht so weit kommen. Eigentlich sollte man sich blind vertrauen können. Klar, Privatsphäre (z.B. am Handy) ist natürlich wichtig. Aber wenn er/sie komisch reagiert, sich geheimnisvoll verhält und so tut als gäbe es etwas zu verheimlichen geht es zu weit.
 
  • #70
Stimmt! Man hat die Wahl gleich alles zu beenden, wenn etwas nicht stimmt oder sich dann Gewissheit zu verschaffen,
ob das merkwürdige Verhalten nur Zufall ist oder eben nicht.
 
  • #71
Für mich hört dies alles nach Kontrollwahn an.
Mein Partner darf gerne mein Handy sich anschauen und dann ist es auch schon vorbei. Wo kein Vertrauen vorhanden ist, ist auch keine Liebe.
Ich habe dies bei meinen EX so erlebt. Er entdeckte verdächtige Mails und sprach mich darauf an.
Leider war es ganz harmlos und nur eine Mail von dem Freund meiner Schwester, der den Termin bestätigte.

Oft habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die gerne das Handy des Anderen sehen wollen, auch selber genug zu verstecken haben.
 
  • #72
Man hat die Wahl gleich alles zu beenden, wenn etwas nicht stimmt oder sich dann Gewissheit zu verschaffen,
ob das merkwürdige Verhalten nur Zufall ist oder eben nicht.

Ich finde es sehr merkwürdig, diese beiden Varianten von "Wahl" zu sehen. Mal ganz platt ausgedrückt könnte ich dann auch sagen: wenn die Frau nicht tut, was ich will, habe ich die Wahl mich zu trennen oder sie zu schlagen. Handyspionage ist ein Eingriff in die Privatsphäre, die auch in einer Beziehung noch gilt. Ich finde es nicht selbstverständlich, mich "mal eben" darüber hinwegzusetzen.
 
P

proudwoman

Gast
  • #73
Für mich hört dies alles nach Kontrollwahn an.
Mein Partner darf gerne mein Handy sich anschauen und dann ist es auch schon vorbei. Wo kein Vertrauen vorhanden ist, ist auch keine Liebe.
Ich habe dies bei meinen EX so erlebt. Er entdeckte verdächtige Mails und sprach mich darauf an.
Leider war es ganz harmlos und nur eine Mail von dem Freund meiner Schwester, der den Termin bestätigte.

Oft habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die gerne das Handy des Anderen sehen wollen, auch selber genug zu verstecken haben.
Aber das haben wir hier doch alle schon geschrieben!
Dass aber Partner, die das mulmige Gefühl haben und dann kontrollieren, SELBER was zu verheimlichen haben, halte ich für Unsinn, entschuldige! Damit lenkt man nur vom eigentlichen Problem ab, welches der Betrüger hat, der dann auch wirklich was zu verbergen hatte und die Partnerin mit dem Kontrollzwang dann endlich ihrer Wege gehen kann und nicht länger für Dumm verkauft wird.
Ich hatte hier schon geschrieben, dass ich das Handy meines Partners NIE kontrollieren würde. Ich persönlich hatte ihn aber ganz oft versucht über mein schlechtes Bauchgefühl ins Gespräch zu bringen, was er aber IMMER mit Unsinn und Paranoia abtat. Bis ich dann den Betrug (Verlauf auf seinem Tablet) praktisch auf dem Silber"tablet" serviert bekam. Wenn ich dann immer noch das Wort "Privatsphäre" hier lese, geradezu inflationär, kommt mir langsam der Kaffee hoch.
Übrigens, mein Handy, mein PC, mein Tablet waren lupenrein..warum auch nicht, ich war treu.
Das einzige, was ich wirklich falsch gemacht habe und was mir auch nicht nochmal passieren wird ist, meinem Bauchgefühl nicht zu vertrauen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich zu voreilig trenne.
 
L

Lionne69

Gast
  • #74
Stimmt! Man hat die Wahl gleich alles zu beenden, wenn etwas nicht stimmt oder sich dann Gewissheit zu verschaffen,
ob das merkwürdige Verhalten nur Zufall ist oder eben nicht.

Oder man könnte einfach miteinander reden!

Gute Kommunikation ist einer der Eckpfeiler einer guten Beziehung.
Es gibt doch anderes als sofortiges Beenden bei der ersten Atmosphärischen Störung oder Ausspionieren des Partners.
 
P

proudwoman

Gast
  • #75
Oder man könnte einfach miteinander reden!

Gute Kommunikation ist einer der Eckpfeiler einer guten Beziehung.
Es gibt doch anderes als sofortiges Beenden bei der ersten Atmosphärischen Störung oder Ausspionieren des Partners.
Ja gut! Könnte man. Habe ich auch mehrmals versucht, muss aber nicht klappen. Warum wird das eigentlich hier so hartnäckig ignoriert, dass der "mutmaßliche" Betrüger einfach mal zu FEIGE ist, sich einem Gespräch zu stellen? Ist natürlich viel einfacher, es der kleinen doofen selbst zu überlassen, das heraus zu finden...Aber dann das große Geschrei von wegen Kontrollwahn und Privatshäre? Wenn das alles so einfach wäre "man könnte ja einfach miteinander reden", gäbe es keine Fremdgänger bzw Warmwechsler und keine Schnüfflerinnen, die den armen "Partner" bloßstellen...
 
  • #76
Es zeigt sich dass sich hier zwei Parteien abzeichnen, es ist als ob Adler und Frosch über angemessenes Verhalten in Beziehungen sprechen und auf einen grünen "Zweig" kommen wollten.

Ich meine, dass es vielen nicht nach einer verschmelzenden Partnerschaft ist, weil ihnen zuviel Nähe Angst macht sich selbst zu verlieren - da sie aber der körperlichen Verschmelzung mehr oder weniger dennoch etwas abgewinnen können, wird der Körper nicht gänzlich zum Privatbereich erklärt LOL - aber dennoch muß es Grenzen geben um eine wenig gefestigte Persönlichkeit zu stabilisieren.

Vielleicht sollte man die Redewendung erweitern:
Tisch und Bett und Handy teilen.

Etwas überspitzt, vielleicht auch nicht unbedingt zeitgemäß: Was passiert, wenn Kinder da sind, dürfen die dann die Spiele auf der langen Autofahrt auf dem Handy des Vaters spielen, aber die Mutter darf das Handy nicht anfassen?

@Laleila
Ich bin da ganz bei dir, wenn dem Partner Zweifel plagen, sollte man gemeinsam eine Lösung finden, und wenn es die Überprüfung der Anrufliste des Partners ist.

Und man könnte das ganze auch umdrehen, wenn das Handy des Partners für mich Tabu ist, vertraut er mir nicht!
Da er die von mir darin eventuell vorgefundenen Informationen scheinbar nicht in guten Händen weiß.
 
  • #77
Ja gut! Könnte man. Habe ich auch mehrmals versucht, muss aber nicht klappen. Warum wird das eigentlich hier so hartnäckig ignoriert, dass der "mutmaßliche" Betrüger einfach mal zu FEIGE ist, sich einem Gespräch zu stellen?

Eine Beziehung, in der ich längerfristig nicht miteinander reden kann, stelle ich grundsätzlich in Frage. So weit sollte man eigentlich mit 40+ dann irgendwann sowieso sein. Wenn manche den Nachweis brauchen, kann ich das nachvollziehen. Das ist dann aber eigene Unsicherheit.
 
P

proudwoman

Gast
  • #78
Eine Beziehung, in der ich längerfristig nicht miteinander reden kann, stelle ich grundsätzlich in Frage. So weit sollte man eigentlich mit 40+ dann irgendwann sowieso sein. Wenn manche den Nachweis brauchen, kann ich das nachvollziehen. Das ist dann aber eigene Unsicherheit.
So ist es, und ich gebe mir für meine " Blödheit" auch komplett die Schuld. Aber irgendwie verspüre ich noch immer nicht die geringsten Schuldgefühle darüber, dass ich nachgeschaut habe. Dass er das mir so bereitwillig ermöglichte,.war seine Dummheit. Allerdings war und bin ich loyal in einer Partnerschaft und erwartete das auch von meinem Partner. Das werfe ich mir nicht vor. Sein Fehler wiegt schwerer, davon bin ich über zeugt, trotz allem.
 
P

proudwoman

Gast
  • #79
@Lebens_Lust ich habe generell in meinem Leben schon immer ein Problem gehabt, Menschen bloß zu stellen oder mit schlimmen Tatsachen zu konfrontieren, egal wie man das nennt. Ich versuche das letzte Gespräch darüber selbst dann noch in "behutsame" Worte zu verpacken.
Was mich auch während meiner letzten Beziehung so meschugge gemacht hat war die Tatsache, dass ich mir zu allem anderen auch noch immer viel zu viel Gedanken machte, die sich dann oft genug als unbegründet heraus gestellt hatten. Nicht allerdings, was den Ex betrifft. Deswegen vielleicht die lange Leitung....auch bei der FS?
Schämen und sich selbst nicht mehr in den Spiegel ansehen können, dass muss nicht ich mich, sondern der lügende Partner oder die Partnerin.
Schämen müsste ich mich vielmehr, wenn ich Männergespräche und Dinge sehen würde, wie sie @Vikky so treffend beschreibt.
 
  • #80
Dass er das mir so bereitwillig ermöglichte,.war seine Dummheit. Allerdings war und bin ich loyal in einer Partnerschaft und erwartete das auch von meinem Partner.

Loyal zu sein bedeutet für mich auch, Vertrauen zu haben. Mein Handy und mein Rechner sind nicht passwortgeschützt. Für mich ist selbstverständlich, dass sie trotzdem tabu sind. Das Vertrauen ist grundsätzlich erstmal missbraucht, wenn die Frau hineinschaut.

Das mag manchmal zufällig geschehen, aber es gibt auch Frauen, die das systematisch machen.
Für die Beziehung ist insbesondere letzteres ein schwerer Schaden. Für mich ist systematisches Ausspionieren genauso schwerwiegend wie Fremdgehen. In beiden Fällen wird Vertrauen missbraucht. Ob das gleich bemerkt wird oder nicht, ob sich der Betrügende Mühe gibt, zu verbergen oder nicht, ist mir relativ egal.

Aus meiner Sicht: wenn man in ein Handy schaut, sollte man einen Grund haben.
 
P

proudwoman

Gast
  • #81
Loyal zu sein bedeutet für mich auch, Vertrauen zu haben. Mein Handy und mein Rechner sind nicht passwortgeschützt. Für mich ist selbstverständlich, dass sie trotzdem tabu sind. Das Vertrauen ist grundsätzlich erstmal missbraucht, wenn die Frau hineinschaut.

Das mag manchmal zufällig geschehen, aber es gibt auch Frauen, die das systematisch machen.
Für die Beziehung ist insbesondere letzteres ein schwerer Schaden. Für mich ist systematisches Ausspionieren genauso schwerwiegend wie Fremdgehen. In beiden Fällen wird Vertrauen missbraucht. Ob das gleich bemerkt wird oder nicht, ob sich der Betrügende Mühe gibt, zu verbergen oder nicht, ist mir relativ egal.

Aus meiner Sicht: wenn man in ein Handy schaut, sollte man einen Grund haben.
Ist mit relativ egal, wie Du oder einige andere Foristen das hier sehen mit dem Vetrauensmissbrauch. Ich fühle mich in meinem Misstrauen bestätigt, ich habe das für mich allein getan, ich bin froh, dass ich das getan habe und ich bin erleichtert, dass ich in diesem Moment den Absprung geschafft habe. Ich hätte das nur viel früher tun müssen, aber egal. Und noch einmal: Ich habe nicht das geringste schlechte Gewissen, das schafft keiner, mir das einzureden. So, und jetzt bin ich hier weg.
 
  • #82
h fühle mich in meinem Misstrauen bestätigt, ich habe das für mich allein getan, ich bin froh, dass ich das getan habe und ich bin erleichtert, dass ich in diesem Moment den Absprung geschafft habe.

Auch ich bin der Meinung, wenn es äußere Anhaltspunkte gibt, dann sollte auch nachgeschaut werden.

Aber das ist ein schmaler Grat. Ich möchte auch nicht unbedingt, dass meine ganze Umwelt mitbekommt, was ich in miner Freizeit sonst noch so mache (hat jetzt mit anderen Liebschaften nichts zutun).
Auch die Liebste muss nicht unbedingt kontrollieren, welche Teile ich mir für mein Hobby bestellt habe und welche nicht.
 
  • #83
Ich habe nicht das geringste schlechte Gewissen, das schafft keiner, mir das einzureden. So, und jetzt bin ich hier weg.

Es will Dir niemand was ausreden. Es ist auch völlig ok, wenn Du Dich so verhältst. Meines Erachtens gehört dann nur zur "Ehrlichkeit", dass auch Du Deine Einstellung offen kundtust. Sonst bist Du in meinen Augen nicht besser als ein heimlicher Fremdgeher.

@Lebens_Lust ich habe generell in meinem Leben schon immer ein Problem gehabt, Menschen bloß zu stellen oder mit schlimmen Tatsachen zu konfrontieren, egal wie man das nennt.

Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Und es ist offensichtlich Deine Schwäche, wenn Du nicht mit schlimmen Tatsachen konfrontieren kannst und daran solltest Du arbeiten. Offene Kommunikation ist besser als versteckte Kontrolle. Und ich finde es ja auch völlig ok, bei konkretem Verdacht nachzuprüfen. Aber eben nicht dauernd. Und wenn ich in ein Handy schaue, dann muss ich mir ernsthafte Gedanken darum machen, warum ich das tue. Im Grunde ist dann das Vertrauen dahin und die Beziehung massiv gestört.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #84
Handyspionage ist ein Eingriff in die Privatsphäre, die auch in einer Beziehung noch gilt. Ich finde es nicht selbstverständlich, mich "mal eben" darüber hinwegzusetzen.
Ja das stimmt. Nur mein Partner muss keine Spionage betreiben er kann alles mitbekommen.
Ich sage ihm mit wem ich schreibe...
Und mit wem ich mich treffe.
Sollte er zufällig mein Handy in der Hand haben...z.b Beim Autofahren wenn ich am Steuer bin und er hin geht wenn es klingelt... Oder weil ich ihm dort Bilder zeige die mir jemand geschickt hat, darf er gerne weiterblättern im Fotoverlauf, oder meine sms lesen.
Sie sind höchstens langweilig.
Und was Geheimnisse unter Freunden angeht:
Ich würde niemals etwas wirklich Vertrauliches schriftlich austauschen.
Viel zu riskant!
Wer Mails schreibt oder sms geht ja schon davon aus das es für die Nachwelt erhalten bleibt.
Ps: bisher habe ich noch nie einem Mann hinterher geschnüffelt, hatte aber auch noch nie das Gefühl das etwas im Busch ist. Gott sei dank habe ich ihnen vertraut.
Allerdings hat auch keiner beim Telefonieren den Raum verlassen ( da bin eher ich gegangen um nicht zu stören) oder hat ständig sms geschrieben...
 

Laleila

Cilia
  • #85
Vertrauen fällt nicht vom Himmel, Vertrauen funktioniert auch nicht eie blinder Glaube.
Vertrauen braucht absolute Offenheit und Transparenz.
Es ist eine "waschmichabermachmichnichtnass-Strategie" zu sagen. Ich bestehe auf Geheimnisse und weigere mich, mich meinem Partner jederzeit transparent zu zeigen, erwarte aber selbstverständlich, dass mir vertraut wird.

Ja woher bitteschön soll dieses Vertrauen denn kommen? Womit verdient ihr es Euch?
 
  • #86
Eben. Der Partner muss nicht das vertrauliche Telefonat mit der Freundin anhören, aber wenn man nicht sagen sagen kann, mit wem man schreibt oder telefoniert, finde ich das merkwürdig. So halte ich es zumindest. Vertrauliche Inhalte von anderen gebe ich nicht Preis, aber eine Orientierung, mit wem ich spreche/treffe/schreibe schon.
 
P

proudwoman

Gast
  • #87
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich zu ungenau ausgedrückt habe. Nie habe ich bei meinem Ex im Handy geschnüffelt, noch habe ich seine Post geöffnet, noch die Schubladen durchwühlt, was auch immer! Hier wird ganz viel von Vertrauensmissbrauch geschrieben, was ich auch zu 100% verstehe.
Das besondere an unserer Beziehung war, dass wir nicht zusammen in einer Stadt lebten. Es war sowas wie eine Fernbeziehung. Was das schlechte Gewissen daran hindert, von mir Besitz zu ergreifen ist die Tatsache, dass ich nach ca. 5 Jahren eine schleichende Veränderung oder Abkühlung der Gefühle wahrgenommen hatte bei ihm. es ist eh alles schwierig genug, wenn man keinen gemeinsamen Alltag kennt usw..aber das ist ja ein anderes Thema.
Ich hatte meine Bedenken immer , wirklich immer mal angesprochen. Ich sagte z. B. ..warum gerade ich und keine Frau aus Deiner Stadt? Er versicherte mit immer und immer wieder, dass er genau MICH wollte und keine andere, dass wirklich ALLES an mir stimmte...usw..usw..Dieses dumpfe Gefühl verschwand auch immer mal wieder, ich dachte ja schon ich bin paranoid.
In diesen 5 Jahren (wir waren über 8 Jahre zusammen) konnte er mir voll vertrauen und ich musste ihm vertrauen, was ich auch tat, weil ich mir die gemeinsame Zeit mit ihm nicht versauen wollte.
Nur an meinem letzten Tag bei ihm fand ich die Verläufe der letzten 8 Wochen auf seinem Tablet..ich wollte das mal sehen, er hat wohl vergessen sie zu löschen, aber da sah ich, wo er die ganze Zeit war. Jedenfalls nicht bei mir. Er hat MEIN Vertrauen grob missbraucht. Ich seins vielleicht, um es mir leichter zu machen, mich zu verabschieden. Das brauchte ich, diese Gewissheit, um dann zu gehen. er hat mir hinterher nie Vorwürfe gemacht, dass ich das gesehen hatte. Ich hatte ihm bei der Konfrontation nur gesagt, woher ich diese Infos habe.
et hat sich einfach nur geschämt. Es war auch später kein Thema mehr zwischen uns, er war einfach nur feige.
er konnte mir auch nicht sagen, wann und wie das alles angefangen hatte. das spielt auch jetzt keine Rolle mehr. Ich habe es verarbeitet, es gibt bestimmt schlimmeres..wie man hier lesen kann.
 
  • #89
Vertrauen braucht absolute Offenheit und Transparenz.
Es ist eine "waschmichabermachmichnichtnass-Strategie" zu sagen. Ich bestehe auf Geheimnisse und weigere mich, mich meinem Partner jederzeit transparent zu zeigen, erwarte aber selbstverständlich, dass mir vertraut wird.

Sehe ich nicht. Vertrauen bedeutet für mich, ich muss gar nicht alles wissen, weil ich darauf vertrauen kann, dass ich und meine Partnerin über Probleme reden, die uns oder die Beziehung betreffen.
Natürlich habe ich "Geheimnisse". Vielleicht das nächste Geburtstagsgeschenk, vielleicht Mein Handy hat keine Sperre.
Gerade dann bedeutet Vertrauen, dass ich gar nicht hineinschauen muss. Das scheint für manche Menschen schwer verständlich zu sein.

Mit absoluter Offenheit und Transparenz brauche ich kein Vertrauen mehr, es ist ja alles nachprüfbar. Mit Vertrauen brauche ich keine absolute Offenheit und Transparenz, es muss ja nicht alles geprüft werden.
 

Laleila

Cilia
  • #90
Gerade dann bedeutet Vertrauen, dass ich gar nicht hineinschauen muss. Das scheint für manche Menschen schwer verständlich zu sein.

Mit absoluter Offenheit und Transparenz brauche ich kein Vertrauen mehr, es ist ja alles nachprüfbar.

Gern auch zum 396532 mal.... auch ich sage ganz klar, ich muss nirgends nachschauen und habe es bislang noch nicht getan.
Aber es schafft Vertrauen, dass ich es jederzeit könnte und dürfte.

Offenheit und Tranzparenz bedeutet nicht jederzeit und immer über alles Rechenschaft und Raport ablegen zu müssen. Sondern dem Partner keine generellen Tabuzonen zuzumuten, sondern ihm Eurerseits zu vertrauen, dass er nichts ausspioniert, weil er ja keinen Anlass hat und wenn er es, weil er einen Anlass glaubt, doch mal tut, ihn zu verstehen, mit ihm über seine Ängste und Zweifel sprechen. Nicht, schluss machen.

Davon abgesehen, sämtliche, sich hier offenbarende "Schnüfflerinnen" hatten einen guten Grund und so die Beweise gefunden.

Das Vertrauen welches Du im Anschluss beschreibst und auch was @Apfeldieb erklärt ist vergleichbar mit einen Gottesglauben. Sorry... aber Vertrauen ist keine Religion.... glücklicherweise.

Urvertrauen hatte ich nur gegen meine Mutter, als Kleinkind.
Jedes andere Vertrauen haben sich die Menschen um mich herum verdient.
Manchen vertraut man nur in bestimmten Bereichen, anderen umfassender. Aber nicht weil sie auftauchen und sagen:"Vertrauuuue mir!"
Hier wird regelmäßig, übrigens gern auch von Euch, Ratsuchenden Naivität, vorschnelles Vertrauen usw. vorgeworfen. Aber ihr selbst fordert dieses naive, blinde Vertrauen für Euch ein?
Fast schon psychologisch interessant...
 
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