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Gast

  • #1

Warum haben weniger gebildete die meisten Kinder?

Eine Frage mit Zündstoff, die jedoch durch Statistiken belegt wurde. In meinem Umkreis sehe ich das leider auch sehr oft, dass die weniger gebildeten (um es vorsichtig auszudrücken) schon sehr früh mit Kindern beginnen und meistens nach kurzer Zeit einen neuen Partner haben und da auch wieder Kinder in die Welt setzen, obwohl sie es sich z.B. Finanziell gar nicht leisten können. Wie seht ihr das?
 
  • #2
naja brauchst dir ja nur das forum hier durchzulesen oder profile wo die frauen mit 30+ noch nicht wissen ob sie kinder wollen bzw. überhaupt noch studieren *g*

das problem ist männer bekommen keine kinder und die "moderne u. gebildete" frau nähert sich eben so weit wie es geht an das männlich sein an. Man kann das auch gut an der kleidung erkennen die inzwischen ja auch schon ähnlich einem anzug mit krawatte ist.

in den unteren sozialschichten wo geld für ausbildung und das pushen der eltern nicht in dem ausmaß gegeben ist, da hat das mädchen mit 20 schon 3 jahre gearbeitet und macht sich gedanken über familie. Geignete partner gibt es natürlich mehr da sie nicht so hohe ansprüche hat und damit die 100fache auswahl an männer zur vergfügung hat.
Männer haben kein problem damit eine frau mit weniger bildung und niedrigeren einkommen zu nehmen so hat sie die volle bandbreite nämlich die herrn welche von den besser gestellten damen abgelehnt werden wegen dem zu geringen status plus die herrn die auch von den besser gestellten angestrebt werden.
Dazu kommt eine viel größere toleranz gegenüber fehlern, maken und sonstigen dingen die hier meist schon als ko kritärium gelten.

es ist auch ein vorteil wenn man daran gewöhnt ist wenig geld zu verfügung zu haben, da ein kind den lebensstandart nicht im selben ausmaß beeinflusst.

in österreich ist es überhaupt schon so, das wir ohne zuwanderer schrumpfen würden, da sich bei uns fast nur immigranten ausreichend vermehren. Sieht man auch an den schulen in wien ist der ausländer anteil bereits über 50% in den grundschulen.
 
  • #3
Ja, die Statistik ist da eindeutig und es gibt auch ausreichend Gründe dafür:

1) Generell neigt der Mensch dazu, eine Familie zu gründen, wenn die äußeren Umstände eine gewisse Stabilität erreicht haben. Wer im Alter von 19 oder 21 schon Geselle ist, für den passiert im Leben ab Mitte 20 auch sonst nicht mehr viel Neues und er ist bereit für Familie und Veränderung. Studenten sind bis 30 lässig mit ihrer Ausbildung und unglaublich vielen persönlichen und beruflichen Veränderungen konfrontiert, so daß überhaupt der Wunsch nach Familie erst viel später aufkommt und vorher auch keine gesicherten Verhältnisse existieren.

2) Das Karrierdenken von Akademikerinnen ist natürlich viel ausgeprägter und sie stellen ihren Kinderwunsch nicht nur länger zurück, sondern verzichten auch bewußt oder ungewollt viel öfter überhaupt auf Kinder. Hier werden die Prioritäten also einfach zu Lasten von Kindern anders gesetzt. Wenn eine Akademikerin dann irgendwann mal wirklich will, reicht es meist schon rein von der Zeit her nur noch für 1 oder maximal 2 Kinder.

3) Leider ist es eben auch so, dass die Zuverlässigkeit von Empfängnisverhütung mit steigendem Bildungsgrad deutlich zunimmt. Ohne hier soziale Diskussionen starten zu wollen, beeinflußt Intelligenz und Bildungsgrad offensichtlich sehr stark den Willen und die Fähigkeit zu verläßlicher Verhütung. Hinzu kommt, dass gerade weniger gebildete Frauen eher annehmen, mit Kindern den Mann an sich binden oder eine kriselnde Beziehung retten zu können.
 
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Gast

  • #4
Kindergeld rechnet sich auch als lukrative Einnahme...in unteren Einkommen bei nicht so hohen Ansprüchen "verdient" es sich damit besser als mit Erwerbstätigkeit. Wer mag es ihnen verübeln...
 
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Gast

  • #5
Ich gehöre momentan wohl zu den "ämeren". Und jungen Personen im Alter von 19 Jahren.
Meinerseits kann ich nur sagen, das bei mir die Toleranz so groß ist, das ich eben nicht
jeden Fehler bemängeln muss. Entweder ich liebe ihn oder nicht.
Außerdem sehe ich das Leben etwas lockerer, ich will etwas erreichen, ja aber ich will
auch leben. Hier und jetz, das schließt richtig umgesetzt eine vernünftige Zukunftsplanung
bei weitem nicht aus.
 
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Gast

  • #6
Ich hab auch 3 Kinder, die sind schon 23,19,und 14 , bin 42 Jahre alt und ich denke, wenn die Frauen heutzutage erst alles andere in den Vordergrund stellen, zb. Karriere, Erfolg, und viele sich fast zum Mann entwickeln, weil sie immer besser sein wollen, dann stirbt die Menschheit hier langsam aus. Im Übrigen bin ich alles andere als ungebildet.
Jana
 
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Gast

  • #7
Ich gebe Frederika recht.
Ein anderer Aspekt ist auch noch, daß manche Frauen auf den perfekten Zeitpunkt zum Kinderkriegen warten. Doch den gibt es nicht. Irgendetwas paßt immer gerade mal nicht.
Natürlich muß man zu dem passenden Zeitpunkt (den man sich vielleicht früher einmal vorgenommen hatte) auch ein Partner da sein und viele hier scheinen zu dem Zeitpunkt gerade die erste größere Trennung hinter sich zu haben.
Mehr gebildete Frauen mögen auch dazu tendieren, verantwortungsbewußter zu entscheiden, ob das Umfeld und der Zeitpunkt für ein Kind stimmen. Nach der Ausbildung sollte man ja auch vielleicht drei Jahre im Beruf sein um genügend Erfahrungen gesammelt zu haben damit der Wiedereinstieg später klappt.
 
G

Gast

  • #8
Na, das sind ja hübsche Argumente...
Männer haben wohl nichts zu sagen?
Böse, böse Frau. Pass auf, dass wir nicht aussterben!
 
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Gast

  • #9
Ach so ein Schwachsinn, also wirklich Leute, jetzt reicht es aber mit den Klischees. Mein Mann und ich haben beide studiert, ich habe für meine Kinder meine Ausbildung zurückgestellt und mache sie jetzt fertig, obwohl mein Mann nicht mehr mit mir zusammen ist. Mein IQ liegt deutlich über dem Durchschnitt und ich habe ein paar "verhütete" Kinder. Ich würde euch von Thea Dorn die neue F-Klasse zu lesen empfehlen und da gibt es ja auch so eine Ministerin, studierte Medizinerin wie ich, die soll sieben Kinder haben...
Alles Liebe Fräulein Smilla
 
G

Gast

  • #10
Entweder die reichen Leute bekommen viele Kinder, weil sie allen ein schönes Leben bescheren können. Oder die ärmeren, denn denen ist alles egal, die wollen das Kindergeld. Da die breite Schicht nicht so wohlhabend ist, erklärt sich der Durchschnitt.
Aber es gibt eine Trendumkehr. Viele traditionelle Haushalte mit gut verdienendem Mann bekommen wieder mehr als 2 Kinder, da die Familie selbst ja wohl die größte Tradition in sich darstellt.
In konservativen Kreisen, wo ich mich bewege, bin ich mit meinen 3 Töchtern nicht allein.... ;o)

Johanna
 
M

Marianne

  • #11
Mutmaßungen und wohgenährte Klischees wie immer. In Wahrheit kriegt nun mal nicht jeder so viele Kinder, wie er gern hätte. Schon mal das bedacht? Ich habe selbst nur zwei Kinder, hätte gerne 3 oder 4 bekommen. In meinen Kreisen, vor allem aber in dem Vorort von Wien, in dem ich gelebt habe, war ich eine "unterbestückte" Mutter. Und dort wohnen nicht gerade die Armen...

<gekürzt>

Es gibt nun mal mehr Menschen ohne Studium als mit. Und daher gibt es auch dort mehr Kinder. Und vor allem sind die tollen Männer, die gut aussehen, Geld und Grips haben eher selten. Was nutzt der tollste dreifache Doktor, wenn er schiach ist zum Davonlaufen...
 
  • #12
Weil die gebildeten Menschen so lange über das Kinderkriegen nachdenken und dabei immer wieder ein Haar in der Suppe finden, bis es irgendwann einfach zu spät ist. Ob das allerdings wirklich von Intelligenz zeugt, wer weiß das schon...
 
G

Gast

  • #13
Der Mensch ist Teil der Evolution, daran gibt es keinen Zweifel. Wer also, etwa als Frau mit 40+ kein eigenes Kind hat, ist bereits zu seinen Lebzeiten ausgestorben!

Wenn nun das schlichte Gemüt Kinder in die Welt gesetzt hat und sich die anfallenden Kosten zu einem Teil vom Sozialstaat ersetzen lässt, ist dieses (an den Sozialstaat) angepasste Verhalten in den Augen der Evolution zweifelsfrei erfolgreichen als das Verhalten der Kindlos-Egoisten.

Da die Kinder der heutigen Eltern (und zwar aller Eltern!) die Umlagerenten der Kindlos-Egoisten zahlen werden und müssen, weiß ich gar nicht, worüber sich der Fragesteller aufregt. Schlimm ist nur, dass das Bildungsbürgertum relativ gesehen weniger Nachwuchs bekam und sich das auf die Leistungsfähigkeit der besaonders auf Bildung angewiesenen deutschen Volkswirtschaft negativ auswirkt. Allerdings hat sich meines Erachtens inzwischen der Trend klar gedreht oder er ist in vielen Gegenden im Begriff, sich zu drehen. Der trend gerade bei wohlhabenden, Unternehmern oder leitenden Angestellten geht kalr dahin drei Kinder und mehr zu bekommen. Alles andere überlässt man gerne der Untermittelschicht, die ihren sozialen Aufstieg durch Kinderlosigkeit finanzieren muss und dadurch von der Evolution hinweggefegt wird.
 
G

Gast

  • #14
@#12
Und wovon träumst du nachts? Also den ersten Teil kann ich ja noch glauben, aber das die "Armen" keine Kinde rmehr kriegen werden, ist absurd.
 
G

Gast

  • #15
ich glaub auch dass das bis zu einem gewissen grad eine zeit-sache ist: wenn eine frau (und hier muss ich einfach die frauen in den vordergrund stellen weil männer meines wissens nach noch keine kinder geboren haben) studiert, ist sie so zwischen 23 und 26 fertig normalerweise, danach möchten die meisten sich doch irgendwie ein bisschen im beruf austesten bzw. profilieren. flugs ist man 30, und dann können sich einfach umstände ergeben, durch die das mit den kindern nix wird: langjähríge beziehung geht zu ende, berufliche herausforderungen, die kinder nicht gerade begünstigen etc.

ich glaub wenn's nur kinder gäbe, die perfekt geplant wären, sähe die welt traurig aus, deshalb ist's schön dass sie dann und wann doch passieren.
 
  • #16
@#14
Da ist sicherlich etwas wahres dran. Ich frage mich nur, ob das wirklich klug ist.

Wenn Frau nach Abschluss des Studiums in dem von Dir genannten Alter den Beruf einsteigen möchte, ist das oft ungeheuer schwierig, da sie für jeden Arbeitgeber eine tickende Zeitbombe ist. Deswegen muss sie um so viel besser sein als ihr männlichen Mitbewerber und es hat und kostet immer noch so viel Kraft, dass natürlich die Gründung einer Familie erst einmal hinten anstehen muss. Schließlich soll sich das ganze Theater ja auch irgendwie gelohnt haben.

Seltsamerweise gehen in diesen Zeiten viele Partnerschaften in die Brüche. Noch ein Grund mehr, die Familienplanung hintenanzustellen. Naja, und dann wird mit einem Mal die Zeit immer knapper und der Druck immer größer. Eigenartig, nicht?

Da können es die bildungsfernen Schichten entspannter angehen. Vor allem machen die sich eben einfach nicht so viele Gedanken. Und wenn diese Menschen in jüngeren Jahren Kinder in die Welt setzen, ist das für sie auch noch nicht so sehr mit einer Einbuße an Lebensqualität verbunden. Denn wer nicht viel hat, der kann auch nicht viel verlieren. Der nächste Grund.
 
  • #17
@ #15 philipp

Wie war es bei Dir mit dem Nachwuchs?

Mary - the real
 
  • #18
@#16
Wie meinst Du das?
 
  • #19
In welcher Phase kam Dein Kind?
Auf welchem Stand waren Du und die Mutter Deines Kindes jeweils in Bezug auf Alter, Ausbildung, Beruf(-serfahrung), Reife, Partnerschaft, na was alles so dazu gehört? Hast Du vorher darüber nachgedacht - und sie auch?

(Schönes Profil übrigens!)

Mary - the real
 
  • #20
@#18
Vielen Dank.

Also, um Deine Frage zu beantworten: Ich war bei der Geburt meines Sohnes fast 31 und die Mutter fast 27 Jahre alt. Wir waren zu der Zeit (wieder) seit etwas über zwei Jahren zusammen und ja, ich habe auch schon früher darüber nachgedacht.

Hinsichtlich unserer beruflichen Situation war es so, dass ich gewissermaßen noch in der Ausbildung war und meine Exfrau areiten ging und nebenbei studierte. Sie hat zwar das Stuidum mittlerweile abgebrochen. Allerdings nur vordergründig wegen des Kindes. Der wahre Grund ist ein anderer und liegt in ihr.

Ich meine jedenfalls, das Ausbildung und Kinderkriegen sich nicht ausschließen. Wir hatten allerdings auch das "Glück" eines sehr guten familiären Hintergrundes. Das meine ich jedoch nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf Offenheit Kindern gegenüber.
 
G

Gast

  • #21
@ philipp (ich bin die 14): ich glaube, wir widersprechen uns da nicht. ich finde es auch nicht unbedingt klug, es ist nur eine mögliche antwort auf die frage, die ich mir auch schon des öfteren gestellt habe. und du hast sie in deiner replik hervorragend fertiggedacht - kompliment ;-)
 
  • #22
@ 19 philipp

Sie hat das Studium abgebrochen auf Deinen Wunsch hin? Wieso das?

Wobei ich vermute, daß mit "weniger gebildet" eher Leute mit Haupt- oder Realschulabschluß gemeint sind, die allein mit ihrem Gehalt nicht in der Lage sind, eine Familie mit 2 oder mehreren Kindern zu ernähren.
Studenten bzw. Studiumsabsolventen würde ich nicht dazu zählen.
---
Ich sehe es genau wie der Fragende, denn gleiches stelle ich auch häufig fest.
#15 hat's erfaßt:

Abgesehen davon, daß ich mich niemals getraut hätte, ohne wirklich gute Voraussetzung meinen Eltern schwanger unter die Augen zu treten (darf mir gar nicht ausmalen, was da los gewesen wäre!) - wenn ich einen passenden Partner gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich auch schon lange Nachwuchs. Zwar nicht während des Studiums, aber so 2-3 Jahre danach, wenn ich mich denn nicht getrennt hätte. Ich konzentrierte mich dann aufs Arbeiten. Hatte übrigens schon immer das Problem, daß Arbeitgeber befürchteten, ich könnte schwanger werden - und dennoch habe ich gute Stellen bekommen. Jedenfalls hatte es zur Folge, daß ich kaum Gelegenheit hatte, überhaupt private Kontakte zu pflegen und jemanden kennenzulernen. Jetzt habe ich langjährige Berufserfahrung und insgesamt gute Voraussetzungen für Nachwuchs und bin bereit, alles komplett zu ändern - aber es gibt leider keinen Mann, der mit mir leben und Familie haben möchte. Und dann tickt da noch die biologische Uhr ... vielleicht bin ich zu wählerisch ... aber so wie manch andere, die Kinder von mehreren Männern bekommen, will ich es nicht!

Mary - the real
 
  • #23
@#20
Danke. Ich hatte das auch nicht als Widerspruch gesehen.
 
  • #24
@#21
Klar, es geht um die sogenannten bildungsfernen Schichten. Die hatte ich in meinen Postings auch gemeint.

Das Studium hat meine Exfrau übrigens nicht auf meinen Wunsch hin abgebrochen, sondern erst nach unserer Trennung. Ich hätte es befürwortet, dass sie ihr Studium beendet, und habe versucht ihr das Gefühl zu geben, den Rücken frei zu haben. Aber sie konnte das alles irgendwie nicht. Ist ´ne lange Geschichte...
 
G

Gast

  • #25
@#13
Wer spricht hier von den Armen? Ich habe gesagt die UnterMITTELschicht würde keine Kinder bekommen, da sie durch die Ersparnis der mit Kindern sonst verbundenen Kosten ihr Absacken in die Unterschicht oder ihren Aufstieg von dort finanziert.

Gemeint sind damit in erster Linie Sekretärinnen, die zu Hauf kinderlos in Großkonzernen absitzen und dort bereits zu ihren Lebzeiten aussterben. Dazu zählt natürlich auch das männliche Pendant, der mit einer Art "Ehering" im Ohrläppchen (oder auch zwei davon...) und brathänchen braun alle möglichen einfacheren Jobs verrichtet.