• #1

Warum gehen manche Frauen eine Fernbeziehung ein, wenn man dafür eher weniger eignet ist?

Ich lese ja hier immer öfter, dass manche Frauen eine Fernbeziehung haben und wünsche sich anschließend, dass der Mann näher zu ihr zieht.

Ich habe zwar nichts gegen Fernbeziehungen, aber man sollte sich schon überlegen, ob dies zu einen passt. Würde jetzt ein Mann ca. 300 KM wegwohnen, dann lasse ich es mit dem Mann, weil es zu mir nicht passt.

Denken manche Frauen nicht so weit oder geht es dann darum, dass man ja den Mann zu sich holen kann, wenn er möchte.

Oder geht es nach dem Motto lieber eine Fernbeziehung, als keine Beziehung.
 
  • #2
Vermutlich sind das eher unbewusste (!) Beziehungsvermeider, frei nach dem Motto: wasch mich, aber mach mich nicht nass.
So zwiegespalten oder innerlich hin- und hergerissen, einerseits können sie nicht alleine sein, andererseits ertragen sie nicht zuviel Nähe.
Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, , die permanente Fahrerei wäre nichts für mich, hab schließlich noch andere Hobbies.
 
  • #3
Denken manche Frauen nicht so weit oder geht es dann darum, dass man ja den Mann zu sich holen kann, wenn er möchte.
Oder geht es nach dem Motto lieber eine Fernbeziehung, als keine Beziehung.
Sehr viele Frauen glauben, dass sie den Mann ändern und umerziehen können, wenn sie ihn erstmal haben, absolute Fehleinschätzung und das nächste klar wollen manche Frauen lieber eine Fernbeziehung als keine, auch nicht gut!
 
  • #4
Warum nicht? Nicht jedem ist Nähe sooo wichtig wie dir. Es ist doch eine Frage, welche Werte man im Leben hat. Hast du Werte wie Sicherheit im Leben, dann suchst du dir einen nahmen Partner, der immer da ist. Hat man als Wert dagegen Freiheit, dann möchte man selbst möglichst viel Entfaltungsmöglichkeiten und keinen Partner, der stört. So einfach ist das.
 
  • #5
Oder geht es nach dem Motto lieber eine Fernbeziehung, als keine Beziehung.
Aber vielleicht wohnt die große Liebe nicht in der Nähe sondern weit weg, so in der Art war mal eine Erklärung von einer Fernsucherin, denn einige Damen suchen gezielt in der Ferne.

Eine machte dies nicht hat mir aber erklärt, dass sie im Grunde nur Fernbeziehungen ertragen kann und wenn diese nah werden flieht.

Eine andere hat mich "erfolgreich" aus 300 km Entfernung u.a. mit "interessanten" Fotos klar gemacht. Die reale Begegnung war wie ein Horrormovie. Eindeutig persönlickeitsgestört.

Einige Frauen suchen daher aus den gleichen Gründen wie einige Männer in der Ferne. Sie sind in fester Beziehung, sie sind lokal verbrannt, sie können Nähe nicht ertragen oder sie wollen keine reale Beziehung sondern nur eine Projektionsfläche. Ggf. sind einige auch überhaupt nicht real.
 
  • #6
Liebe FS,
m.e. betrifft das Männer und Frauen gleichermaßen. Ich wundere mich ja auch immer wieder und denke, Mensch, der Wohnort ist doch von Anfang an bekannt! Bzw. ob man selbst grundsätzlich für einen etwaigen Ortswechsel bereit wäre, bzw. dieser realisierbar ist (-> Immobilienbesitz!), weiß man von Anfang an. Zumindest wenn man mit beiden Beinen im Leben steht.

Zwar habe ich selbst keine Erfahrung im Online Dating, aber als mögliche Erklärung könnte ich mir vorstellen, dass beim Blättern im Online-Katalog einfach zu viele Infos zu verarbeiten sind, bzw. mit der eigenen u. U. endlosen Wish- und No-Go-Liste abzugleichen sind. Viele verlieren dadurch den Überblick und "Kleinigkeiten" wie der Wohnort gehen durch die Lappen.

Oder man/frau wird kontaktiert. Ob diese Person bindungsängstlich, ein Distanz-Typ ist oder sich beim Blättern nix gedacht hat, sei dahingestellt.

Das anfängliche Geschreibsel lässt sich gut an, die Stimme klingt sympathisch und das Ping-Pong-Spiel macht richtig Laune. Auch scheinen die Gesprächsthemen unerschöpflich zu sein. Inzwischen ist man/frau in den Sog der Anbahnungsspirale geraten. Höchste Zeit also für ein Date. Doch ooops! Er/sie lebt am anderen Ende der Republik!

Jetzt Schluss machen? Wo doch er/sie so sympathisch wirkt und bekanntlich solche Perlen auf dem umkämpften Partnerschaftsmarkt rar sind?
Naja, man muss ja nicht gleich zusammenziehen oder gar heiraten, beruhigt man sich. Nur nix überstürzen... erst mal langsam angehen lassen...
Oder aber auch, schaun'mer mal, was passiert. Er/sie wird schon zu mir ziehen.

Wie gesagt, es ist nur eine Vermutung.
 
  • #7
Sehr viele Frauen glauben, dass sie den Mann ändern und umerziehen können,
Soory, dass ich das so direkt sage. Derjenige oder diejenige die sich umerziehen lassen sind meiner Meinung nach selber schuld und blöd. Entweder man nimmt jemand so wie er ist oder man lässt es bleiben.

Man kann sich ändern keine Frage. Das macht man aber für sich und nicht für jemand anderes.

Ich würde mich auch trennen wenn man versuchen würde mich umerziehen.

Ich habe den Eindruck. Natürlich gibt es Ausnahmen. Meistens ist es so, dass irgendwann die Frauen unzufrieden werden. In diesem Fall eine Fernbeziehung. Das weiß man doch von Anfang an. Es wäre was anderes wenn jemand wegziehen würde.
 
  • #8
Soory, dass ich das so direkt sage. Derjenige oder diejenige die sich umerziehen lassen sind meiner Meinung nach selber schuld und blöd. Entweder man nimmt jemand so wie er ist oder man lässt es bleiben.
Da bin ich voll bei dir, stimme dir also zu, das war nicht mein Thema, mein Thema war, dass sehr viele Frauen konditioniert glauben, dass sie den Mann verändern können und wenn sie das geschafft haben, wollen sie ihn nicht mehr!☺
 
  • #9
Ich stimme dem nicht zu. Die Frauen, die sich dafür öffnen, sind wohl am geeignetsten, sonst würde es sie nicht in Fernbeziehungen ziehen. Nur ob die Fernbeziehung auf Gegenliebe stößt, liegt nicht in ihrer Macht.
Es gibt immer wieder Leute, die realtiv schnell zusammen gezogen sind. In meinem Bekanntenkreis ein Gastronom, der ging für die Liebe ins Ausland und hat dort ebenfalls eine Gastronomie mit selbem Namen eröffnet. Die Frau starb durch einen Motorradunfall, dann kam er wieder nach Deutschland. Später hat er nochmal eine Frau im Ausland kennengelernt, jetzt ziehen sie gerade zusammen.

Du kannst deinem eigenen Geschlecht schon zutrauen, dass sie was können!
 
  • #10
Ich denke auch, dass die genannten Gründe passen...

- ganz häufig die unbewussten / bewussten Beziehungsvermeider,
- die Leute, die wegen Ehe o.a. in der Ferne suchen müssen,
- romantisch verklärte, teenagerhafte Realitätsverweigerung "aber ich liebe ihn doch",
und

Frauen machen gerne einen auf cool und easy am Anfang, bis die Hormone nach dem Sex sie total erwischen und sie hier rumweinen, warum er sich nicht endlich von seiner Ehefrau scheiden lässt und sie nicht öfter in ihrer Wohnung besuchen kommt...
 
  • #11
Wo die Liebe hinfällt...

Wie leben in einer Zeit, in der Flexibilität angesagt ist. Viele ziehen für den Beruf um, auch bei einer Nahbeziehung ist der Wohnort nicht garantiert. Manchen ist der Wohnort dann nicht mehr so wichtig. Wenn man im ersten Hormonnebel gar nicht darauf achtet, dann taucht das eben wie andere „Mängel“ irgendwann auf. Oder man hat die Last der Entfernung unterschätzt. So wie manche eine Beziehung mit Kindern anfangen und das dann beklagen. Es soll ja auch Frauen und Männer geben, die aussichtslose Affären anfangen.
Wer will findet Wege, wer nicht, Ausreden. Auf beiden Seiten natürlich.
 
  • #12
Manche Menschen begegnen sich »unterwegs«, also suchen nicht gezielt (wie z.B. online) nach einer Fernbeziehung. Ich habe meinen Partner auch kennen gelernt, als wir uns beide in einem jeweils »fremden« Umfeld aufgehalten haben.

Wir gefielen uns. Sollten wir nun, nur wegen der Kilometer, die zwischen uns liegen, aneinander vorbei gehen? Das haben wir nicht gemacht und obwohl wir beide aus beruflichen Gründen weder in die eine noch in die andere Umgebung ziehen wollten, geht es uns schon einige Jahre ausgesprochen gut miteinander. Beziehungsängste? Haben wir beide nicht, aber wir finden längst die Entfernung, die häufigen (gewollten und geplanten!) Begegnungen aufregend und schön.

Niemand muss einem Begriff wie »Fernbeziehung«, »Beziehungsangst« o.ä. mit Macht etwas zuordnen - was oft genug nur die eigenen Ängste deutlich zeigt.
 
  • #13
Wo die Liebe hinfällt...

Wie leben in einer Zeit, in der Flexibilität angesagt ist. Viele ziehen für den Beruf um, auch bei einer Nahbeziehung ist der Wohnort nicht garantiert. Manchen ist der Wohnort dann nicht mehr so wichtig. Wenn man im ersten Hormonnebel gar nicht darauf achtet, dann taucht das eben wie andere „Mängel“ irgendwann auf. Oder man hat die Last der Entfernung unterschätzt. So wie manche eine Beziehung mit Kindern anfangen und das dann beklagen. Es soll ja auch Frauen und Männer geben, die aussichtslose Affären anfangen.
Wer will findet Wege, wer nicht, Ausreden. Auf beiden Seiten natürlich.
Klar kann man zufällig in eine Fernbeziehung geraten. Man lernt sich auf Dienstreise oder im Urlaub kennen. Nach dem Ende der Ausbildung oder im Laufe einer Karriere verschlägt es die Partner in unterschiedliche Regionen. Da keine Fernbeziehung zu versuchen ist bequem und feige.

Allerdings die nicht wenigen die extra in der Ferne suchen (wie die Schweizerin im Nachbatthread) und gezielt eine Fernbeziehung anstreben haben irgendetwas zu verbergen oder ein (un)bewusstes Problem. Denen sollte man wenn man eine energiespendende Beziehung anstrebt aus dem Weg gehen.
 
  • #14
Derjenige oder diejenige die sich umerziehen lassen sind meiner Meinung nach selber schuld und blöd. Entweder man nimmt jemand so wie er ist oder man lässt es bleiben.

Man kann sich ändern keine Frage. Das macht man aber für sich und nicht für jemand anderes.

Ich würde mich auch trennen wenn man versuchen würde mich umerziehen.
Das gilt dann bei dir aber wohl nur für dich, Jochen.

Denn du akzeptierst ja nicht, wenn deine Frau mal lieber auf der Couch liegt als was zu unternehmen. Im Gegenteil, da wirst du stinksauer.

Misst du da vielleicht mit zweierlei Maß?
 
  • #15
Meine Vermutung ist, dass Frauen erstmal gar nicht an die Probleme denken, die auftreten können. Ich vermute viel mehr, dass sie glücklich sind, einen passenden Mann gefunden zu haben und denken, alles andere läuft dann von selbst. Aus Liebe würden sie alles tun, also auch der Mann. Dass sie NICHT alles tun würden, wissen sie da noch nicht. Es ist doch nicht ungewöhnlich, dass Menschen von anderen Menschen sonstwas als selbstverständlich verlangen mit dem Unterton "ich dachte, du liebst mich", wobei sie selbst nichts in der Richtung geben würden. Sie würden dann halt die Wohnung so renovieren, dass sich der Mann wohlfühlt darin, und denken, das sei ein Äquivalent zum Verlassen des gewohnten Umkreises.

Ich habe zwar nichts gegen Fernbeziehungen, aber man sollte sich schon überlegen, ob dies zu einen passt.
Müssen manche vielleicht erst real ausprobieren.

Ich glaube, Männer sind da eher pragmatischer und suchen nicht weit weg, wenn sie eine wirkliche Beziehung wollen.
Es gibt aber auch welche, die es für selbstverständlich halten, dass die Frau zu ihnen zieht.
 
  • #17
Früher hatte ich eine Fernbeziehung, jetzt reicht mir meine Fernbedienung zu Hause. Interessantes Wortspiel oder sollte das langsam mal korrigiert werden?
ich dachte damals, na das wird schon. Irgendwann werden wir mal zusammenziehen. Dann allmählich glaubte ich immer weniger daran, dass ich diese Hürde schaffen könnte. Hier in Berlin alles hinter mich zu lassen und nach Freiburg zu ziehen in meinem Reifen Alter. Hat sich dann auch von selbst erledigt.
Heute bin ich davon überzeugt, dass ich Beziehung mit Alltag usw gar nicht kann und will. Unbewusst hatte ich immer Männer, die gar nicht richtig da waren. Das fiel mir dann wie Schuppen von den Augen. Aber so geht es mir jetzt bestens.
Allen hier frohe Weihnachtstage im Kreise ganz lieber Menschen.
 
  • #18
Das gilt dann bei dir aber wohl nur für dich, Jochen.

Denn du akzeptierst ja nicht, wenn deine Frau mal lieber auf der Couch liegt als was zu unternehmen. Im Gegenteil, da wirst du stinksauer.

Misst du da vielleicht mit zweierlei Maß?
Die Frage die ich damals gestellt habe ist auch schon etwas älter. Wir haben uns mittlerweile ausgesprochen. Du hast das bestimmt mitbekommen. Ich verstehe mich mit meiner Frau richtig gut. Ich mache ihr doch gar keinen Vorwurf mehr.
 
  • #19
Ich gehöre zu den Frauen, die nicht viel Nähe möchten und daher wäre für mich eine Fernbeziehung nun genau nicht das Richtige.
Weil ich dann den Mann von Freitag Nacht bis Sonntag Abend 24/2,5 um mich hätte. Und ihn die ganze Zeit bespaßen müsste.
Klar, es wäre ja richtig blöd von mir, wenn ich ihn die weite Fahrt machen ließe, dann am Samstag mit ihm frühstücken würde und dann zu ihm sagte, dass ich jetzt putzen und Wäsche waschen möchte und ihm dann einen schönen Tag wünschen.

Eine Fernbeziehung habe ich einmal in meiner Datingzeit versucht.
Der Mann war einfach toll, genau mein Fall. und so habe ich es eben versucht. Genau drei Wochenenden hatte ich mit ihm, dann ertrug ich es nicht mehr. Ich kannte ihn ja nicht, keine Routine, sondern Honeymoon.
Wir konnten uns nicht langsam kennenlernen, erst mal einen Kaffee, ein paar Tage später ein Essengehen, dann noch eins und dann noch eins. Eine Party mit anschließender Übernachtung und dann am kommenden WE wieder. Usw. Wie man sich üblicherweise kennenlernt.
Nein, dieser Mann kam zu unserm ersten Date in meine Stadt und blieb da im Hotel. Um am folgenden bei mir.
Denn er war 700 km mit dem Auto gefahren.
Das erzeugte in mir einen ungeheueren Druck.
Das hielt ich nicht aus.

Fernbeziehungen sind mir zu nah :)

w 52
 
  • #20
Ich hab meine Liebe gefunden - 500 Km von mir entfernt in meiner alten Heimat. Dieser Mann ist es Wert und wir kommen damit gut zu Recht. Eine gemeinsame Wohnung in seiner Gegend ist in ca. einem Jahr geplant. Nicht immer hat Frau Angst vor Bindung in einer Fernbeziehung. Wir sehen uns alle 14 Tage, verbringen Feiertage/Urlaub zusammen und telefonieren jeden Tag. Es hat sich so ergeben, wir beide haben Kinder und da ist es eben nicht immer so einfach. Aber es funktioniert wenn BEIDE wollen.
 
  • #22
Eine FB ist für mich vorstellbar aber niemals irgendwas um ein paar 100 KM und einer fährt jeden Freitag abend mehrere Stunden und Sonntag abend oder Montag früh zurück.
Das bedeutet dass das reguläre Leben sich von Montag Abend bis Donnerstag Abend nach Feierabend stattfindet. Das ist doch entsetzlich, 2 Abende Sport, 1 Abend Haushalt und 1 Abend für Freunde, shoppen, ausgehen, relaxen oder was auch immer - grauenhaft!
Für mich würde es nur gehen das man sich seltener aber länger sieht. Denn Alltag entsteht bei diesen WE-Transfer Geschichten ja auch nicht, das ist eine Utopie.
Es ist schwer aber machbar wenn man sich vor der FB gekannt hat.
Ein richtiges Kennenlernen auf grosse Entfernung und WE-Trips ist in meinen Augen nicht möglich.
 
  • #23
Torschlußpanik eben und das haben nur Frauen, Männer nehmen den Sex mit und ziehen weiter. Frauen hängen an Typen, auch wenn sie wissen, das wird nix. Aus meinem Umfeld kenne ich da genug Geschichten - Frauen denken - besser den als garkeinen und quälen sich mit Männern ab, die "eigentlich" nicht die richtigen sind. Und wofür?? Ich weiß es nicht.
 
  • #24
Torschlußpanik eben und das haben nur Frauen, Männer nehmen den Sex mit und ziehen weiter. Frauen hängen an Typen, auch wenn sie wissen, das wird nix. Aus meinem Umfeld kenne ich da genug Geschichten - Frauen denken - besser den als garkeinen und quälen sich mit Männern ab, die "eigentlich" nicht die richtigen sind. Und wofür?? Ich weiß es nicht.
Das machen nur Beziehungsvermeiderinnen, die sich so vor einer zu nahen echten Beziehung schützen und die Schuld für ihre Beziehungserfolglosigkeit auf diese Männer übertragen. Das bewahrt sie vor jeder eigenen Veränderung.