• #31
Ich bin ebenfalls so ein Kandidat, wie ihn die Fragestellerin beschreibt. Meine Beziehungen dauerten auch nie länger als ein halbes Jahr, eben auch nur so lange, wie es interessant und spannend war.
Lieber @Chris0381
Es ist schön, dass du auf diesen Thread antwortest, denn die Fragestellerin würde sich vermutlich eine ehrliche Auskunft von jemandem wie dir wünschen. Ich mir auch.
Mich treiben im Zusammenhang mit diesem Thema ein paar unangenehme Fragen um: Du weisst doch im Grunde bei jedem Neuanfang, dass du die Neue nach ein paar Monaten wieder in die Wüste schicken wirst. Warum mutest du dir und den Frauen das denn zu?
Außenseiter mit kaum sozialen Kontakten über mehrere Jahre, da kann man schon mal gefühlskalt werden. Zwischenmenschliche Probleme, die nicht mit Logik gelöst werden können, werden eben eiskalt ignoriert.
Wer hatte schon wunderbare Teenagerjahre? Wer hatte die perfekten Eltern?
Ich nehme den Schmerz, den du empfunden haben musst, ernst. Man kann jedoch seine Vergangenheit auch als Ausrede benutzen, sich nicht mehr weiter zu entwickeln. Das scheint im Moment allgemein sehr "in" zu sein, ich kann es dir nicht verdenken.
Letztlich kommt das bei mir, trotz allem, aber so an: Wenn man genug rumgevögelt hat und einem im Ansatz langweilig wird - irgendeine psychologiegetränkte Opferstory auftischen. Sich reinsteigern in irgendwelche tragischen Geschichten. Damit die Frau gar nicht böse werden kann, sondern einem auch noch Mitleid schuldet. Interessanterweise fällt einem die eigene, schwerwiegende Störung auch immer erst dann ein, wenn der eigene Hedonismus maximal befriedigt wurde.
Fazit: Psychologie mag manches erklären (oder eine glaubhafte Pseudoerklärung liefern?), entschuldigt es aber nicht.
Sorry, dass ich heute gerade etwas krass auf Konfrontationskurs bin. Ich habe einfach den Eindruck, mit unserer Generation läuft was schief. Will jetzt hier nicht dich, @Chris0381 im Besonderen angreifen. Kenne dich ja auch gar nicht. Vielleicht regt es dich zum Nachdenken an, wenn nicht ist auch okay.
 
  • #32
Ich würde dir raten, diesen qualitätslosen Mann zu meiden. Ich sage "qualitätslos", weil er keine Fähigkeiten hat, sich für einen anderen Menschen zu diziplinieren und engagieren, denn dazu gehören schon ganz schön viele Sachen dazu, wie eben Liebesfähigkeit, Wille, Diziplin, persönliche Qualität, Kreativität, Phantasie, Geduld, Anstrebung, Arbeitswille. Er weiß nicht, dass er die Beziehung formt. Vielen Männern ist das auch völlig egal. Solche Männer schleppen sich so lebenslang durchs Leben, schieben die Schuld auf die "nervigen" Frauen, dabei sind sie das Problem. Fast immer hat das was mit der falschen Erziehung zu tun.
Es wird so sein, dass der Mann immer Affären hat und sich immer entlieben wird. Ich würde sagen, beende es, denn eigentlich ist es ja aus zwischen euch. Was jetzt folgt, wird nur noch ekelhaft und schmerzhaft sein. Im Verlauf wird sicher Betrug dazu kommen.
 
  • #33
Warum mutest du dir und den Frauen das denn zu?
Die Frage ist für mich falsch. Wenn man sich verliebt, sagt man doch nicht "ach, ist nach ein paar Monaten eh vorbei" und lässt es resigniert. Genau wie die Frauen, die von einer Bez. in die andere rennen mit Bindungsabsichten, können Männer das ja auch, also meinen, diesmal sei es die Richtige, wo man bleiben könnte.

Klar, man könnte eine Therapie machen, wenn man drunter leidet, aber Pflicht, um anderen Menschen Leid zu ersparen, ist es ja nicht.
Wenn sich jemand, ob Mann oder Frau verliebt, würde ich nie verlangen, er möge doch auch mal an den anderen denken und sich als Beziehungsversager zurückhalten. Das seh ich nicht mal bei Menschen so, die sich in vergebene Personen verlieben und hoffen. Alle suchen nach dem Liebesglück, mal mehr, mal weniger, oder sie interessieren sich überhaupt nicht mehr dafür und wollen dann aber sowieso keine Beziehung, Affäre ...
Ich nehme den Schmerz, den du empfunden haben musst, ernst. Man kann jedoch seine Vergangenheit auch als Ausrede benutzen, sich nicht mehr weiter zu entwickeln. Das scheint im Moment allgemein sehr "in" zu sein, ich kann es dir nicht verdenken.
Damit unterstellst Du, dass es eine Ausrede ist. Und FALLS das stimmen sollte, dass es bewusst gewählte Ausrede ist, ist es ja trotzdem nicht verbietbar. Es gibt ja kein Gesetz, dass einer sich dahingehend erziehen muss, dass er beziehungsfähig ist.
Ich denke auch, ein "reflektiere endlich mal über dich" würde niemandem helfen. Wer keinen Leidensdruck hat - warum sollte er?

Wenn man genug rumgevögelt hat und einem im Ansatz langweilig wird - irgendeine psychologiegetränkte Opferstory auftischen. Sich reinsteigern in irgendwelche tragischen Geschichten. Damit die Frau gar nicht böse werden kann, sondern einem auch noch Mitleid schuldet.
Menschen manipulieren, Menschen werden manipuliert, das wird wohl immer so sein, das ist leider Lebenserfahrung-Machen. Ich weiß nicht, ob frau sowas immer im Ansatz erkennen kann, z.B. an diesem Überschwang an Gefühlen, an den grandiosen Zukunfsmalereien und der übertriebenen Begeisterung für die Frau. (gibt es geschlechtlich auch umgedreht) Aber die einzige Chance ist mE zu lernen, dass so ein Start trügerisch sein kann, in den allermeisten trügerisch ist.

Ob nun der Mann dies sagt oder das - was macht das? Klar, mit der "ich kann nicht lieben"-Story wird das Rettersyndrom angefacht, aber da kann man der Frau ja auch sagen "reflektiere mal über dich und deine Muster".

Fazit: Psychologie mag manches erklären (oder eine glaubhafte Pseudoerklärung liefern?), entschuldigt es aber nicht.
Ich denke, dass soll es auch nicht ernsthaft, weil sich ja keiner entschuldigen muss, wenn er nach einigen Monaten Schluss macht oder generell lange Beziehungen gar nicht hinbekommen würde.
 
  • #34
Liebe Fragestellerin, ich habe die Antworten der anderen jetzt leider nicht gelesen, darum sollte ich was bereits erwähntes schreiben einfach überlesen.

Mir fallen zwei "Denkfehler" in deiner geschilderten Ausgangssituation direkt auf:

Punkt 1 wäre dass du die Hoffnung hattest er würde sich verändern. Na klar ist die Kennenlernzeit häufig ganz anders als der Alltag später wird, unabhängig davon, dass man das Gefühl hat es würde sich zum "Schlechteren" entwickeln, ist es für die meisten wie eine Bedrohung wenn Routine einkehrt, dabei übernehmen andere Werte die eigentlich nicht weniger gut sind wenn man sie richtig bewusst wertschätzt und lieben lernt.

Der zweite Punkt ist seine Beziehungschronik. Du beurteilst das ganze in Kategorien, misst dich damit und schließt auf seinen Charakter bzw. sein Wesen, ein fataler Fehler!

Um deine Frage zu beantworten, ja es gibt Menschen die sich ein Leben lang verschließen können, sogar vor sich selbst. Genauso wie es zahlreiche Menschen gibt die sich rein über ihren Erfolg definieren. Nun was ist jetzt gesünder? Die richtige Antwort für dich ist eigentlich dass was DU am ehesten mit DIR vereinbaren kannst!

Ich halte es für falsch von etwas nur der Mühe Willen abzuraten oder weil es bei anderen schief ging etwas nicht zu versuchen, wenn deine Gefühle anfangs so groß waren! Gefühle haben für mich einen hohen Stellenwert, sie schlagen nicht bei jeden an und sind etwas sehr Wertvolles in das es sich zu investieren selten nicht lohnt.

Auf der zweiten Kante des Tabletts stehen aber deine Erwartungen und hier solltest du eine Überarbeitung vornehmen wenn du nicht enttäuscht werden möchtest. Löse dich von der Vorstellung wie etwas zu sein hat und wenn du diesen Mann liebst, gehe das "Problem" mit ihm gemeinsam an! Wie weit ihr dabei miteinander geht und ob ihr am Ende wirklich beieinander herauskommt kann dir niemand sagen! Aber wenn du es versuchst, vertraust und ihn fragst ob ihr versuchen wollt beide daran zu arbeiten, ist das Ergebnis bestimmt ein Mehrwert für euch, ganz egal ob es am Ende genau deinem Ziel entspricht. Wenn man einen Weg gemeinsam bestreiten möchte verliert man selten, solange man aufpasst sich nicht selbst zu verlieren! Das ist leider bei den meisten der Fall und das eigentliche Drama.

Zu seiner Familiengeschichte etwas zu sagen ist schwierig ohne weitere Informationen. Hier kannst du nur das Gespräch mit ihm suchen, seine Grenzen wahren, ihn erstmal Vertrauen aufbauen lassen und es annehmen wie es ist. Vielleicht gibt es Gründe. Vielleicht ist er aber auch in seinem Verhalten durch Traumata so belastet dass er eine Verhaltensstörung daraus entwickelt hat. Wenn er nicht gerade narzistische Züge hat, denke ich lohnt sich die gemeinsame Partnerschaftsarbeit fast immer. Aber denke daran dich von vorherigen Vorstellungen zu lösen, gebe auch ihm die Chance selbst zu entscheiden wieweit er gehen und wann er sich öffnen möchte.

Berichte wieder wie es mit euch ausging, alles Gute!
 
  • #35
Es ist wichtig für die Betroffenen zu wissen: bei wirklich bindungsgestörten Menschen gibt es nicht "den richtigen" Partner.

Es liegt nicht an dir. Er kann nicht das geben, was du dir wünscht.
Dies tröstet - vielleicht - ein wenig ...
Nimmt ein wenig weg von den kreisenden Fragen : "Was habe ich verkehrt gemacht, was hätte ich anders machen sollen - wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte - dann ... "
Verdrängt wohl einen Teil von der Eigenverantwortung, die zum Scheitern der Beziehung führte.

Ich weiss es selbst nicht - stehe vor denselben Fragen ...
Doch, weder die Fakten noch mein "Kopfkreiseln" ("was wäre möglich gewesen wenn ich selbst (!!!) mich (in allen erdenklichen Varianten durchspielend) anders verhalten hätte, anders auf ihn eingegangen wäre - resoluter hätte ihm wahrscheinlich besser getan, als mein ewig "weichgespültes, logisches Gerede") ... ändert etwas an der Tatsache, dass es einfach nicht funktionierte/nie funktioniert hätte.
Ob es einfach nur daran lag, dass er cholerisch/egomanisch, ev. narzisstisch - ist - gepaart mit seinem geringen Selbstwertgefühl.
Wieviel Anteil in mir lag/liegt, dass ich mich zutiefst auf ihn einliess - er meine "Droge" wurde ...
All dies zu wissen, ändert auch nichts daran, dass ich es immer noch nicht schaffe, mich innerlich von ihm zu lösen
Vielleicht findet er in seiner nächsten "Schönen" endlich seine Erfüllung (würde ich ihm wünschen) - wahrscheinlicher ist, dass auch diese Dame an ihm scheitert ...
Hoffentlich ist sie klüger als ich, emotional abgehärteter und durchschaut sein "Spiel" schneller ...
Hoffentlich hält sie ihre Augen weit offen und vertraut auf ihr Bauchgefühl !
 
  • #36
Zwischenmenschliche Probleme, die nicht mit Logik gelöst werden können, werden eben eiskalt ignoriert.
Das ist unglaublich brutal.
Meine Kindheit war auch kein Zuckerschlecken (15 Umzüge allein in den ersten 20 Jahren, Sex. Missbrauch, körperliche Gewalt etc pp).

Ich habe andere Konsequenzen daraus gezogen: ich weiss wie verletzlich wir Menschen sind. Wie verwundbar. Und wie schlimm es ist, wenn Vertrauen missbraucht wird.
Gerade weil ich es oft erlebt habe.

Ein Ex von mir war ebenso wie Du Dich beschreibst: ich dachte noch, komisch dass er solange Single ist. Er ist doch hübsch, charmant und engagiert.
Als nach den berühmten ersten drei Monaten erste Reibereien auftraten, dachte ich: okay..jetzt setzen wir uns hin und suchen nach Lösungen. Ich fand das sogar spannend. Die Herausforderung, zwei Charaktere und Bedürfnisse wertschaetzend aber ehrlich auszuhandeln.
Das schafft ja auch Nähe und Vertrauen.

Was ist passiert. Wenn ich den Vorschlag machte, zu reden, tauchte er wortlos ab. Dreimal hintereinander. Dann kam er wieder und tat so als sei nix gewesen und begann wieder mit falschen Versprechen, love bombing und belanglosen Gesprächen.

Es ist mir unbegreiflich wie ein Mann über 30 sich so verhalten kann. Es ist auch respektlos, dumm und unempathisch. Und die Ausrede mit der Kindheit lasse ich nicht gelten.
Nur weil ich beklaut oder geschlagen werde gibt mir das nicht das Recht, andere die mir ihr Herz oeffnen zu beklauen und zu schlagen.
Was ist das für eine perverse Logik??!!
 
  • #37
Liebe Fragestellerin, ich habe die Antworten der anderen jetzt leider nicht gelesen, darum sollte ich was bereits erwähntes schreiben einfach überlesen.

Mir fallen zwei "Denkfehler" in deiner geschilderten Ausgangssituation direkt auf:

Punkt 1 wäre dass du die Hoffnung hattest er würde sich verändern. Na klar ist die Kennenlernzeit häufig ganz anders als der Alltag später wird, unabhängig davon, dass man das Gefühl hat es würde sich zum "Schlechteren" entwickeln, ist es für die meisten wie eine Bedrohung wenn Routine einkehrt, dabei übernehmen andere Werte die eigentlich nicht weniger gut sind wenn man sie richtig bewusst wertschätzt und lieben lernt.

Der zweite Punkt ist seine Beziehungschronik. Du beurteilst das ganze in Kategorien, misst dich damit und schließt auf seinen Charakter bzw. sein Wesen, ein fataler Fehler.
Wie weit ihr dabei miteinander geht und ob ihr am Ende wirklich beieinander herauskommt kann dir niemand sagen! Aber wenn du es versuchst, vertraust und ihn fragst ob ihr versuchen wollt beide daran zu arbeiten, ist das Ergebnis bestimmt ein Mehrwert für euch, ganz egal ob es am Ende genau deinem Ziel entspricht. Wenn man einen Weg gemeinsam bestreiten möchte verliert man selten, solange man aufpasst sich nicht selbst zu verlieren! Das ist leider bei den meisten der Fall und das eigentliche Drama.

Wenn er nicht gerade narzistische Züge hat, denke ich lohnt sich die gemeinsame Partnerschaftsarbeit fast immer.

Berichte wieder wie es mit euch ausging, alles Gute!
So einen Rat finde ich richtiggehend gefährlich. Es auf jeden Fall immer weiter zu versuchen, egal, wie der andere ist - wie kann man jemandem so was sagen? Dann hing man wohl selbst noch nie jahrelang in Beziehungen fest, die nicht funktionieren. Würde man sowas auch raten, wenn der Mann einem schlägt oder immer fremdgeht und er hat das in früheren Beziehungen immer getan; aber er kann sich ja ändern, wenn Gefühle da ?
Zur Erinnerung: die FS hat ja mit ihm eine Beziehung angefangen und dann lief es genauso wie immer; das hat er doch selbst gesagt. Warum soll er da überhört werden? Und zusammen sind sie grad ja auch nicht, sie soll aber jetzt trotzdem an ihm hängen und alles dafür tun, dass es irgendwann was wird, da Gefühle? Ernsthaft?
Niemand sollte für den Partner Therapeut spielen. Wenn man Probleme hat, muss man sich professionelle Hilfe suchen. Das kann kein Partner leisten. Und die eigenen grundsätzlichen Erwartungen für eine partnerschaftlich sollte man auch nicht über Bord schmeißen, weil der andere Probleme hat. Er behandelt einen kalt? Na egal, er hatte eine schwere Kindheit, da kann man das nicht anders erwarten. Das hatte ich fünf Jahre und am Ende ist es total egal, warum der andere so kaputt ist. Man geht nur selbst dran kaputt.
 
  • #38
Menschen sind unterschiedlich. Schema F ist eben nur auf einen gewissen Durchschnitt anwendbar.
Es gibt Menschen, die einfach mehr denken und weniger fühlen - und umgekehrt. Gefühle unter Kontrolle zu halten kann man sogar lernen. Überleg mal, was Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten usw alles sehen müssen. Wären diese Menschen hilflos ihren Gefühlen ausgesetzt - au weia. Ob das wirklich alles Kranke sind ? Ich denke nicht.
Ich habe selbst auch jahrelang nur kurze Affairen hinbekommen - heute weiss ich: Mir war schlicht langweilig nach einer kurzen Zeit. Warum ich das weiss ? Weil die Frau da ist, die nicht langweilig wird. Nach 2 Jahren immer noch nicht. Und für mich ist das eine verdammt lange Zeit.
Ich behaupte nicht, dass ich nicht auch Fehler gemacht habe. Für mich war wohl der Weg, eine Frau schon lange zu kennen und zu schätzen und erst dann mit ihr zusammen zu kommen richtig.
Von Dr. Google halte ich übrigens gar nichts. Ich bin überzeugt davon, dass nur hochklassige Ärzte eine passende Diagnose stellen können. Und die erkennt man daran, dass sie sich eine zweite Meinung einholen, falls sie sich nicht sicher sind. Unvollständiges "Wissen" ohne Können brockt der Menschheit inzwischen mehr Probleme ein als gutgemeinte Fehler von Laien, Lügen und bewusste Irreführung, Unvermögen und Dummheit zusammen.
...

Nach dem 3. Date nur noch inhäusig (kostet nix), TV Abende und Sex abholen. Das alles wird als Beziehung deklariert. Anfänglich behauptete Gemeinsamkeiten wie Wasser und Sport liegen dann doch weiter zurück, so 15 Jahre. Da geht dann leider bei mir auch nicht mehr als mich nach anfänglicher Verliebtheit und Sex abholen relativ radikal zu verabschieden.
 
  • #39
... an die Threadstarterin: Dein Job ist es doch nicht, ihn zu retten. Wie siehst du denn generell deine Rolle in einer Beziehung.
 
  • #40
@Darling_26_w
Nach der ersten Verliebtheit zeigt dir dieser Mann offensichtlich, dass er keine Partnerschaft mit dir möchte! Deute seine Signale einfach richtig! Er will nicht mehr. Es ist vorbei. Er möchte sich nicht binden an dich. Er ist viel zu alt für dich und hat einfach nur mit dir gespielt. Als super junge Frau bist du sexuell interessant für ihn, kannst aber keine Anforderungen an eine Partnerin auf Augenhöhe erfüllen. Männer schmücken sich oft gern mit einer "jungen Frau" - Liebe ist das aber nicht! Dafür kannst du wenig... Du solltest einfach aufhören, Verständnis für sein asoziales Benehmen zu haben. Sieh dir genau seinen schlechten Charakter an! Er ist untreu und unehrlich. Er fährt mehrgleisig. Er liebt dich nicht. Er bemüht sich nicht um dich und tut nichts für dich. Er hat keine Verbindung zu seinem Kind und seine Ex schwanger im Stich gelassen. Er hat keinen Sinn für Familie. Er hat keinen liebevollen Kontakt zu seinem Elternhaus. Er kommt aus schlechtem Hause! Letztlich ist es egal, warum und weshalb. Er hat dich stehen lassen und unglücklich gemacht. Du suchst jetzt nach Gründen. Lerne einfach zu erkennen, dass er nicht zu den "guten Menschen" auf dieser Welt zählt. Er ist ein Egoman, unreif und rücksichtslos. So ein Mensch setzt sich nicht für den Umweltschutz, Kinder in der Dritten Welt oder Tierrechte oder Obdachlose ein. Er hat einfach kein Herz und keine emotionale Intelligenz. Ihm fehlt etwas. Und das hast du jetzt in der Kennenlernphase schnell erkannt. Warum suchst du dir nicht einen Mann mit Idealen und Wertvorstellungen, einen mit guter Erziehung aus gutem Hause? Einen mit einem positiven modernen Frauenbild? Du musst lernen, kein Verständnis für schlechte Menschen zu haben! Das wird dir weiterhelfen. Umgib' dich nur noch mit positiven guten Menschen und ignoriere den Rest.
 
  • #41
Ehrlich gesagt denke ich mittlerweile, manche Männer sind eben so veranlagt; das muss nicht unbedingt was mit schlimmer Kindheit etc. zu tun haben und da gibt es auch nichts zu therapieren, nur zu akzeptieren. Vielleicht macht ein besonders hoher Testosteronspiegel manche Männer zu "Jägern" mit geringem Interesse an fester Bindung. Ist der Mann dann noch attraktiv und hat entsprechend Auswahl, kann er es sich leisten, nach Herzenslust seinem Eroberungsdrang nachzugeben.

Ich beobachte, dass "solche" Männer häufig schon irgendwann sesshaft werden, glaube aber ehrlich gesagt, dass das v.a. mit Timing zu tun hat. Irgendwann macht sich das Alter bemerkbar - erste Gedanken an einen drohenden einsamen Lebensabend kommen auf, die "Beutezüge" im Nachtleben strengen zunehmend an und die begehrten (jungen) Frauen beißen auch nicht mehr so recht an; außerdem lässt mit sinkendem Testosteronspiegel auch die Libido nach. Wenn so ein Casanova an diesem Punkt angekommen ist, wird halt die Frau zur "Einen" und ggf. auch noch zur Ehefrau und Mutter seiner Kinder, die gerade verfügbar ist. Dieselbe Frau wäre ein paar Jahre zuvor bestenfalls für eine kurze Affäre in Betracht gezogen worden.

Bei hochattraktiven und vermögenden Männern scheint das häufig erst so mit Mitte 50 zu passieren. Siehe z.B. George Clooney oder Hugh Grant, die in dem Alter nach langjährigem (bewegtem) Junggesellendasein geheiratet haben.

Ich denke, nicht mal das heißeste Topmodel würde so einen Mann in eine richtig feste, monogame Beziehung mit verbindlicher Zukunftsplanung bekommen, solange er sozusagen voll im Saft steht. Bei diesem Typ Mann geht es m.E. weniger darum, "gut genug" zu sein, sondern zur richtigen Zeit in sein Leben zu treten. Wenn man es denn als Erfolg betrachtet, die Frau zu sein, bei der ein alternder Playboy letztlich hängen bleibt.
 
  • #42
Das ist - in meinen Augen zumindest - auch völlige Selbsttäuschung, denn LOGIK ist ja da gar nicht. Das wird sich gern eingeredet, weil "rationales Denken" so viel besser, klüger und erhabener sein soll, als den Gefühlen ausgeliefert zu sein.
Die Leute, die denken, Gefühlen und zwischenmenschlichen Problemen mit Logik zu begegnen, pflegen damit ja nur ihre Unfähigkeit oder besser ihre Qual, ihre Gefühlswelt zuzulassen. Man tut sich immer selber weh, wenn man mit Logik rangehen will, wenn es eigene Gefühle sein müssten, die antworten sollten. Aber man weint nicht, irgendwann als Kind verlernt. Sowas ist wirklich richtig traurig, und damit meine ich nicht die Frauen oder Männer, die sich an so einem Menschen abarbeiten und ihn zu Gefühlsregungen bewegen wollen, sondern ich seh das Kind, wie es immer wieder versuchte, eine adäquate Gefühlsreaktion zu bekommen und immer wieder vor die Wand lief, bis es lernte, die Wand zu akzeptieren und sich anzupassen.

@Andriana
Genauso wie in Post 40 seh ich das auch. Es ist IN dem Mann und nicht die Frau außen, die es ausmacht. Ich denke, Clooney hätte seine Frau niemals gewollt, als er jünger war. Denn dass diese Frau heiraten und eine Beziehung mit Ernst wollte bei ihrem Beruf und dem Achten aufs Ansehen, würde ich als gegeben ansehen und denken, dass sie ihn damit verschreckt haben würde, als er noch für angeblich ALLE Frauen der Tollste war. Denn dieser Frau musste er erstmal beweisen, dass er es ernst meint, bevor sie sich mit ihm zeigte, während seine Schauspielkolleginnen, Models, Wrestlerinnen sich erst mit ihm einließen und - falls sie es auch ernst wollten - dann erst feststellten, dass er ihre Wünsche nicht erfüllt.
Was mich nervt, ist genau das Problem, was hier im Thread auch Thema ist: Die Medien schreiben, seine Frau könnte sich was drauf einbilden, dass sie ihn "binden" konnte, denn die anderen vorher hätten das auch versucht und nicht geschafft. Als sei es automatisch so, dass die das gewollt haben mussten.

Dann hing man wohl selbst noch nie jahrelang in Beziehungen fest, die nicht funktionieren
Oder vielleicht gerade in so einer Beziehung, wo man die Hoffnung nicht aufgeben will?
 
  • #43
...clooney hätte seine Frau niemals gewollt, als er jünger war. Denn dass diese Frau heiraten und eine Beziehung mit Ernst wollte bei ihrem Beruf und dem Achten aufs Ansehen, würde ich als gegeben ansehen und denken, dass sie ihn damit verschreckt haben würde, als er noch für angeblich ALLE Frauen der Tollste war. Denn dieser Frau musste er erstmal beweisen, dass er es ernst meint, bevor sie sich mit ihm zeigte, während seine Schauspielkolleginnen, Models, Wrestlerinnen sich erst mit ihm einließen und - falls sie es auch ernst wollten - dann erst feststellten, dass er ihre Wünsche nicht erfüllt.
Was mich nervt, ist genau das Problem, was hier im Thread auch Thema ist: Die Medien schreiben, seine Frau könnte sich was drauf einbilden, dass sie ihn "binden" konnte, denn die anderen vorher hätten das auch versucht und nicht geschafft. Als sei es automatisch so, dass die das gewollt haben mussten.


Oder vielleicht gerade in so einer Beziehung, wo man die Hoffnung nicht aufgeben will?
Was die Clooneys angeht wuerde ich abwarten.
Ich finde es merkwürdig, wenn ein Mann erst Frauen wechselt wie andere Unterhosen und dann plötzlich in der Öffentlichkeit mit Lob Liebe und Ewigkeitsschwueren über schüttet. So wie sie ihn auch.
Ich finde das komisch.
Und denke an Paare wie Depp und Paradis oder Brad und Angelina..die sich oeffentlich so distanzlos und zuuu ueberschwaenglich verbal beschworen haben.. gehalten hat es nicht.
Echte Liebe kommt still daher und trompetet nicht (Beispiel die langjährigen und loyalen Beziehungen von Meryl Streep oder dem einen James Bond Darsteller..mir fällt der Name grad nicht ein...
 
  • #44
Hier die Fragestellerin, ich danke euch sehr für eure ganzen wirklich tollen Antworten. Es gab viele, die mich zum Nachdenken angeregt haben und vieles, das mein Denken bestätigt hat. Es sind natürlich auch viele Beiträge, ich muss das alles nachträglich noch wirken lassen. Manche Aussage wie „er spielt nur mit dir und tauscht dich bald aus“ haben mich schon traurig gemacht, weil ich das nicht ganz glauben kann. Er kann halt nicht anders.

Ich kann gar nicht auf jeden einzelnen eingehen, aber es kam die Frage, warum ich es mir antue bzw wie meine Rolle in der Beziehung ist. Ich denke wie auch geschrieben wurde, dass ich versuche mein Selbstwert aufzupolieren, indem ich diejenige sein will, die ihn ändern kann. Ich war auch die Erste, die er seiner Familie vorgestellt hat. Das war ein unglaublich tolles Gefühl und irgendwie strebe ich nach so einem „weiteren Erfolg“. Ich bin allerdings in therapeutischer Behandlung, weil ich weiß, dass ich selber offenbar ein Defizit aufzuarbeiten habe. Dieser Gedanke bzw diese Einsicht fehlt ihm ja völlig. Er hat zwar mal zugegeben, dass er kaputt ist, er würde sich aber niemals Hilfe suchen. Also bin ich irgendwie immer die, die versucht und macht und tut und dennoch keine „Liebe“ bekommt. Ich kann seine Schale einfach nicht knacken. Und ein bisschen Gefühl ist eben auch dabei...

Ich habe Angst, dass ich mit 28 selbst so kaputt bin wie er, eben auf anderer Ebene, aber dennoch irgendwie beziehungsgestört. Und dass er auf seine Art und weise doch perfekt für mich ist.
 
  • #45
Ohne jetzt alles gelesen zu haben: Dein Mann verhält sich naturgemäß absolut normal. Es ist nur unsere verkopfte Gesellschaftsform die von romatischer Liebe bis das der Tod uns scheidet träumt. Sowas gab es vor ein paar hundert Jahren noch gar nicht. Da wurde nicht geheiratet, weil man verliebt war, sondern damit der Mann was zum Ficken hat und die Frau finanziell versorgt ist. Monogamie wurde übrigens erst vor ca. 10.000 Jahren mit dem Erbrecht eingeführt. - Als die Menschheit sesshaft wurde. Land des toten Vaters erben nur die LEIBLICHEN!!! Kinder. Vorher haben wir alle munter und drunter mit Männlein und Weiblein in der Gegend rumgepoppt. Und hätten wir vorher in unseren Kleingruppenverbänden nur genetisch ähnliche Kinder in die Welt gesetzt, wären wir wegen Inzucht schon lange ausgestorben! In Afrika ist es normal, dass en Mann mehrere Frauen hat und in Südamerika ist es bei einigen Stämmen total normal, dass eine Frau mehrere Männer hat, weil das Nahrungsangebot so knapp ist, das es mehrere Männer braucht um ein Kind satt zu kriegen. Alles nur verkopfte Gesellschaftsformen!

Du wirst deinen Freund nicht ändern können! Es ist natürlich! Ich kenne auch viele Männer bei denen nach den üblichen 3 Jahren Schluss ist, weil sie mehr auf ihr (Sex/Bauch) Gefühl hören. Und ja, nach 2-3 Jahren war das Urmensch-Weibchen + Kind, dass idealerweise beim 1. Sex gezeugt wurde, wieder so fit, dass sie es sich "umschnallen" konnte und selber wieder auf Nahrungssuche gehen konnte und nicht mehr auf einen Versorger angewiesen war!

Und weißt du, bei Frauen lässt die Lust in einer Beziehung meist stetig nach und die Männer beschweren sich drüber... Und du weißt ja sicherlich, wie oft man Sex hat, wenn man wieder neu verliebt ist! Neue Gene! Lecker! Evolutionsbiologie!!!
 
  • #46
Ohne jetzt alles gelesen zu haben: Dein Mann verhält sich naturgemäß absolut normal. Es ist nur unsere verkopfte Gesellschaftsform die von romatischer Liebe bis das der Tod uns scheidet träumt. Sowas gab es vor ein paar hundert Jahren noch gar nicht. Da wurde nicht geheiratet, weil man verliebt war, sondern damit der Mann was zum Ficken hat und die Frau finanziell versorgt ist. Monogamie wurde übrigens erst vor ca. 10.000 Jahren mit dem Erbrecht eingeführt. - Als die Menschheit sesshaft wurde. Land des toten Vaters erben nur die LEIBLICHEN!!! Kinder. Vorher haben wir alle munter und drunter mit Männlein und Weiblein in der Gegend rumgepoppt. Und hätten wir vorher in unseren Kleingruppenverbänden nur genetisch ähnliche Kinder in die Welt gesetzt, wären wir wegen Inzucht schon lange ausgestorben! In Afrika ist es normal, dass en Mann mehrere Frauen hat und in Südamerika ist es bei einigen Stämmen total normal, dass eine Frau mehrere Männer hat, weil das Nahrungsangebot so knapp ist, das es mehrere Männer braucht um ein Kind satt zu kriegen. Alles nur verkopfte Gesellschaftsformen!

Du wirst deinen Freund nicht ändern können! Es ist natürlich! Ich kenne auch viele Männer bei denen nach den üblichen 3 Jahren Schluss ist, weil sie mehr auf ihr (Sex/Bauch) Gefühl hören. Und ja, nach 2-3 Jahren war das Urmensch-Weibchen + Kind, dass idealerweise beim 1. Sex gezeugt wurde, wieder so fit, dass sie es sich "umschnallen" konnte und selber wieder auf Nahrungssuche gehen konnte und nicht mehr auf einen Versorger angewiesen war!

Und weißt du, bei Frauen lässt die Lust in einer Beziehung meist stetig nach und die Männer beschweren sich drüber... Und du weißt ja sicherlich, wie oft man Sex hat, wenn man wieder neu verliebt ist! Neue Gene! Lecker! Evolutionsbiologie!!!
Dieses Verhalten wäre an sich kein Problem wenn es gleich zu Beginn ehrlich und offen kommuniziert würde.
Problematisch sind die Luegen, Manipulation, Vorspiegelung falscher Tatsachen und gebrochene Versprechen.
Genau wie beim Fremdgehen auch.
DAS ist unmenschlich, respektlos und brutal.
Wer sich durch alle Betten vögeln soll kann das in D. ja machen, auch wenn ich s ekelhaft finde...nur den A in der Hose das offen zu kommunizieren haben wenige...

Auch behaupte ich mal, die meisten Menschen.. Männer und Frauen.. wollen eigentlich.. Zumindest vom PartnerIn Treue und Loyalität und Langfristigkeit.
Dass sie es nicht können, weil ihnen Ehrlichkeit, Moral oder Liebesfaehigkeit und Konfliktfaehigkeit fehlt, steht auf einem anderen Blatt...
 
  • #47
Ohne jetzt alles gelesen zu haben: Dein Mann verhält sich naturgemäß absolut normal.
...
Neue Gene! Lecker! Evolutionsbiologie!!!
Nö. Das Verhalten ist nicht normal. Ansonsten würde mich auch der folgende Beitrag von @Sweet Jane wundern "Eine seit 10 Jahren glücklich Verheiratete!" #50 aus https://www.elitepartner.de/forum/f...-entkommen-aber-wie.68034/page-2#post-1127708 wundern.

Auch die Fokussierung auf "Lecker Gene" ist beim Menschen nicht dominant. Wir geben uns normalerweise nicht beliebig unseren Trieben hin. Wir sind keine Tiere. Ausnahmeverhalten gibt es ggf. im Zusammenhang mit psychischen Störungen. Borderline Verhalten hat für mich tatsächlich tierisches aber vorallen auch dämonisches.

Wäre das Verhalten normal gebe es keine Familien sondern nur Alleinerziehende und herum vagabundierende Männer die alles schwängern was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.
 
  • #48
Ich habe Angst, dass ich mit 28 selbst so kaputt bin wie er, eben auf anderer Ebene, aber dennoch irgendwie beziehungsgestört
Du wirst ja nicht so durch ihn, sondern er fasziniert Dich so, weil er irgendwas in Deinem Inneren bedient, was Du ja aber schon bearbeitest. Ist doch schon ein Riesenschritt, dass Du die Egopoliererei erkannt hast.
Und dass er auf seine Art und weise doch perfekt für mich ist.
Ganz sicher ist er das. Zum Lernen, dass Du ein Egopolierproblem hast. Dieses Perfektsein für Dich bedeutet halt nicht "glückliche Beziehung mit Verbindlichkeit und Dauer haben". Es bedeutet, Deine inneren Probleme in einer "Beziehung" abzuarbeiten.
Es gibt ja immer dieses Idealbild, dieses EINE Idealbild einer Beziehung, das angestrebt wird, "glücklich für immer". Wenn man zwischenmenschliche Beziehungen als was zum Lernen über sich selbst betrachtet, dann gehören auch die Verbindungen dazu, in denen man litt, sich abkämpfte und z.B. so lernte, dass man mit dieser Herangehensweise (die Eine sein, die damit ihr Ego polieren kann) keine Beziehung mit "Glück zu zweit auf Dauer" bekommt.
JEDER Kontakt mit einem anderen Menschen, der Dich berüht, kann Dich auch was über Dich lehren. Denn Du hast den anderen ja ausgesucht, auf sein Verhalten reagiert, das bist alles Du, die das so haben "will", nicht er, der Dich prägt. Andere Frauen gehen weg, wenn sie merken, was los ist. Du bist geblieben und kannst Dich nur schwer lösen. Weil es eben perfekt zum Problem passt.

Ich auch, aber es interessiert mich auch nicht. Damals, als sie in die Öffentlichkeit traten, habe ich den Gedanken gehabt, diese Frau sieht ihn als "unter sich" an, denn immerhin ist sie ja Anwältin und er "nur beim Film". Ich denke nicht, dass Schauspieler großes Ansehen haben in ihren Kreisen. Schon gar nicht, wenn eine Frau mit so einem Mann ankommt, ein Anwalt mit Model oder Schauspielerin geht vielleicht noch, aber andersrum? Er küsst/e auf der Leinwand andere Frauen, ist oft weg und könnte anbändeln mit irgendwelchen Kolleginnen, rennt über den Teppich vielleicht auch mal mit ner Kollegin, um Werbung für einen Film zu machen.
Bei den letzten vergangenen Beziehungen vor der Ehe war ER ja immer viel berühmter als seine Freundinnen, hier ist eine Frau mit ernstem Anliegen, die nicht im Filmgeschäft rumspringt und als intelligent gilt. Ich denke, dass sie sich so, wie er seine anderen Freundinnen fand, nie eingelassen hätte, also dass nicht felsenfest klar gewesen wäre, dass auch geheiratet wird. Könnte mir auch vorstellen, dass er Trophäe für sie ist u. umgekehrt.
 
  • #49
Ja, ich bin seit 10 Jahren glücklich verheiratet, weil ich eben so ein verkopfter Mensch bin, der dieser Gesellschaftsform ein klein wenig was abgewinnen kann. Aber ganz ehrlich, ich bin jetzt 40 und habe mich seit meiner 1. richtigen Beziehung mit 15 schon immer, obwohl ich in Beziehung war spätestens nach einem Jahr auch immer wieder in andere verliebt. Was total normal ist - 75% aller Menschen träumen beim Sex mit dem Partner auch mal von jemand anderen!!! Sich dem TRIEB nicht hinzugeben ist unsere verkopfte Gesellschaftsform!!! Und ihr Typ/Problem ist, dass sie einen Mann hat, der seinen natürlichen Trieb nicht unterdrücken kann, weil er nicht so verkopft ist!!!

Das ist schon alles richtig so wie ich es geschrieben habe! Jahrelang recherchiert!
 
  • #50
Und, vor 10.000 Jahren, als die Monogamie eingeführt wurde, ist der Mensch wie alt geworden??? 22-30 Jahre!!! Und jetzt werden wir 90 - also wie lange soll die Beziehung halten? 60-70 Jahre??? Das schaffen nur die wenigsten und glücklich sind die meisten damit auch nicht!

Und ja ich kenne etliche Männer die nur auf Sex aus sind, weil sie mit dem ganzen Beziehungsmüll nichts mehr zu tun haben wollen bzw. Männer die sagen nach 2-3 Jahren, wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist, ist Schluss, weil sie sich dann wieder in eine andere verliebt haben und ihren Gefühlen (Trieb) nachgehen wollen!

Und nein, die schwängern nicht alle Frauen, heutzutage gibt es ja Alimente die man zu zahlen hätte, da wird sich dann doch lieber ne Lümmeltüte übergezogen! :)
 
  • #51
Und noch was: Die Wissenschaft unterscheidet zwischen sozialer und sexueller Monogamie. (Wikipedia!) Sozial monogam wäre der Mensch, wenn wir wie ein Schwanenpärchen uns im jungen Alter finden würden, und gemeinsam die Kinder groß ziehen, die von all den Prachtexemplaren sind, mit denen die Schwanendame hinter "seinem" Rücken rumgepoppt hat, weil das besser für die genetische Durchmischung der Art und damit für den Erhalt der Rasse ist. Kennst du einen Mann der 3 Kuckuckskinder von klein auf durchbringen/finanzieren will? Und wär der Mensch sexuell monogam, würden nicht über 50% aller Menschen mindestens 1x in ihrem Leben fremd gehen.

Die wenigsten Säugetiere sind monogam! Es ist genetisch gesehen besser, wenn man Nachkommen mit unterschiedlichen Partnern hat! Einfach mal besser in der Schule in Biologie aufpasst!

Und hätte ich, seit 10 Jahren glücklich verheiratet, keine Konzequenzen zu befürchten, weil mein Partner sehr gesellschaftlich geprägt ist und an die ewige Liebe/Treue glaubt, ... Ich würde sofort nach X fahren und mal mit XY poppen! Sorry, aber der Mensch ist wirklich nicht monogam!

Und nochmal, romantische Liebe gibt es erst wieder seit 250 Jahren! (google it - Bildung!!!) Vorher wurde einfach geheiratet, damit die Frau versorgt war, der Mann was zum ficken hat, und Kinder wurden gemacht, damit die die "Alten" (40 jährigen!!!) im Alter versorgt wurden! Und, das mit der romatischen Liebe, hat auch damals schon nicht funktioniert. Beispiele finden sich genügend in der Weltliteratur!

Und nein, die Alleinerziehendenrate (also die bei denen die Beziehung nicht funktioniert hat) liegt auch nicht bei 20 %, weil die 20 % alle angeblich psychisch krank sind! Nein, die Rate ist viel höher (mind. 50%), weil die die einen neuen Partner finden, mit dem sie noch nicht mal verheiratet sein müssen, fliegen aus der AE Statistik wieder heraus.

Monogamie ist ein Märchen und die Politik/Gesellschaft tut gut dran, daran festzuhalten, weil dann alle mal den Ball flach halten und es keine Aufruhr gibt!
 
  • #52
Aber es gibt welche. :D

Ich hab mal gehört, dass der Zölibat nur eingeführt wurde, weil es um Besitz ging, der in Kirchenhand bleiben oder fallen sollte. Und ich denke auch, die Idee der Monogamie kommt daher, dass die Vielfachväter nicht für ihren Nachwuchs sorgten und dann die Gemeinschaft mit Not geplagt war, so viele Leute satt kriegen zu müssen. Aber es gibt ein Aber.

Sorry, aber der Mensch ist wirklich nicht monogam!
Kann man das so festlegen, ich meine, die, die aus ideologischen Gründen oder weil sie so verliebt sind in ihren Partner, keine anderen Sexpartner wollen, sind doch monogam.

Wenn Du das so trennst in "Naturtrieb" und "anerzogene ("das macht man nicht")/vom Kopf oder Gefühl her gesteuerte Monogamie", dann muss man das mE auch in anderen Bereichen machen. Also die "Intelligenz" des Menschen nicht per se voraussetzen, sondern denken, er nutzt halt durch sein Erlerntes dies und das (Lichtschalter, Geld, Computer, Auto ...). Da man die Gefühlsbereiche, die Empathie nicht zwingend in unserer Gesellschaft entwickeln muss(te, es wird ja langsam), sondern im Gegenteil noch gefördert wird/wurde, gerade sowas nicht zu haben, weil man dann besser reich werden kann, würde ich sagen, dass nur oder vorrangig die Regionen des Gehirns zur Entwicklung herausgefordert werden/wurden, die nichts mit Sozialverantwortung, Empathie usw. zu tun haben. Also in diesen "gefühlsfremden" Bereichen wird der Mensch "Mensch". Aber das, was man ihm andichtet an Gefühlsentwicklung, Empathie, "Menschlichkeit" muss er nicht haben, kann hier auf Kriechtierniveau bleiben und kommt trotzdem gut durchs Leben. Bislang. Wie gesagt, es wird langsam. Wenn auch bei manchen immer noch nur der Eigenerhaltungstrieb die scheinbare "Menschlichkeit" bewirkt. ("Ich geb dir was ab, damit du mir nicht auf den Kopf haust und es mir klaust")

Ich denke Folgendes: Wenn einer Sex und Liebe trennt, ist er nicht vom eigenen Antrieb her monogam. Wenn einer Sex und Liebe nicht trennt, will er die Monogamie und bietet sie auch und das ist keine Verblödung, sondern sein Bedürfnis. Wenn einer mal monogam war, Sex und Liebe nun trennt, schon viel guten Sex hatte UND begriffen hat, dass Sex "nur" Sex ist, würde er das nie so wichtig finden, dass er das alles ausprobieren muss, nur weil er könnte. Also kein verkopftes Verbieten, sondern keinen Bock mehr auf andere Sexpartner.
Ich weiß nicht, ob jemand, der schon immer S u L trennte, sich überhaupt je gefühlsmäßig tief auf einen anderen einlassen konnte. Wenn Sex immer nur "körperlicher Spaß mit Orgasmus" ist, dann fehlt ja was, das andere Menschen angeblich haben. Es gab hier, meine ich, auch schon Beiträge, in denen geschrieben wurde (von Männern), dass Sex mit der geliebten Frau anders ist.
 
  • #53
kenne etliche Männer die nur auf Sex aus sind, weil sie mit dem ganzen Beziehungsmüll nichts mehr zu tun haben wollen bzw. Männer die sagen nach 2-3 Jahren, wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist, ist Schluss, weil sie sich dann wieder in eine andere verliebt haben und ihren Gefühlen (Trieb) nachgehen wollen!
Sind das die um die 40 und drüber, die eine lange Bez. hinter sich haben? Du hast geschrieben "... nichts mehr zu tun haben wollen", also denke ich, das sind keine Mittzwanziger, die noch gar nicht wissen, was ne Bez. ist, die auf "Ewigkeit" angelegt ist, sondern Midlifecrisler, die meinen, sie hätten sich zu lange angepasst an eine Bez..

ich bin jetzt 40 und habe mich seit meiner 1. richtigen Beziehung mit 15 schon immer, obwohl ich in Beziehung war spätestens nach einem Jahr auch immer wieder in andere verliebt. Was total normal ist
Auch jetzt in Deiner 10jährigen Bez.?
Ich bin anscheinend unnormal, denn ich hab viele Jahre an keinen anderen Mann als meinen damaligen Partner gedacht.

Als ich 40 war, hatte ich ne Krise. Als Frau ist das angeblich das Alter, in dem man "unsichtbar" wird. Also hab ich mich intensiver als die vorigen Jahre mit dem Aussehen beschäftigt. Es gab auch eine innere Wandlung zu mehr weiblichen Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl. Ich hab auch in der Zeit die innerliche Wandlung gemacht, Sex und Liebe getrennt sehen zu können. Mit 42 haben mich alle Männer, die ich sex. attraktiv fand, auch angeflirtet. (Es passierte nichts weiter, ich merkte nur, ich find ihn interessant, er mich auch - etwas, das ich aus Verliebtheitsphasen in den 20ern, wo alles noch krampfig und auf "Ewigkeitsbeziehung" mit übergroßer Liebe angelegt war, so nicht kannte)
Ein Mann schrieb hier im Forum mal, bei der Frau knapp ü40 sei diese Phase so eine Art letztes Blühen, bevor verwelkt wird. Wenn man die Fruchtbarkeitsphase und die Chance, ein gesundes Kind zu bekommen, bei der Frau sieht, könnte man das fast bejahen.

Ich denke, Du fühlst Dich feststecken in Deiner Bez. Anscheinend gibt es keine Option, die Bez. zu öffnen, weil Dein Mann so strikt dagegen ist. (Ist er viel älter? Stark gläubig?)
Deine MLcrisis beginnt gerade. Ich (49) würde rückblickend sagen, dass Du so langsam merkst, was Du alles in Deinem Leben nicht mehr haben wirst, wenn Du in dieser Bez. bleibst bzw. sie sich nicht ändert.
Vielleicht hattest Du sogar nie "sex. Auslebphasen" vor Deiner Bez., vielleicht ist ein Knoten geplatzt, wenn Du eine von den Frauen warst, die gar nicht zulassen konnten, sich sexuell ohne Hemmung hinzugeben. Vielleicht ist es, dass der Deckel nun hochgeht, weil Du weiterhin sex. Erfahrungen mit anderen Männern machen willst und dieses Bedürfnis nur unterdrückt hast die letzten Jahre. Und nun kommt auch noch die Altersfrage dazu, wenn Du die 40 so erlebt hast wie ich.
 
  • #54
..
es gab hier, meine ich, auch schon Beiträge, in denen geschrieben wurde (von Männern), dass Sex mit der geliebten Frau anders ist.
Da bin ich sicher.
Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Im einen Fall wird quasi "in die Frau reinmasturbiert".. Es geht um Druckabbau. Nicht um das Gegenüber. Die Bindung. Den Respekt. Und Zärtlichkeit.
Und ich als Frau behaupte auch den Unterschied spüren zu können.
Mann,Frau merkt ob man selber gemeint ist oder als Bedürfniserfuellmaschine benutzt wird....
 
  • #55
Ja, das ist auch richtig. Ich bin auch verkopft und bleibe, weil ich dazugelernt habe, bei meinem Mann und poppe nicht mit XY, den ich aber auch sehr attraktiv finde und mich durchaus in "Ihn" verlieben könnte. Aber nur weil ich weiß, dass ich mich spätestens in 3 Jahren sowieso in den "Übernächsten" verlieben werde, weil dann das "eigentlich" gezeugte Kind groß genug ist (die Natur sieht keine Verhütung vor!), dass ich es zum Beeren sammeln mitnehmen kann und nicht mehr auf einen Versorger angewiesen bin, der mir Nahrung vorbeibringt und mich beschützt, weil ich im 9. SS Monat nun mal nicht mehr Beeren sammeln kann. Und Millionen Jahre Evolution werden wir nicht in 250 Jahren aus unserem Hirn/Trieb kriegen!

Und ja, auch für Männer ist der Sex mit einer Partnerin die sie lieben anders als wenn sie nur mal ein wegstecken. Das Problem ist aber, dass man sich im Durchschnitt alle 2-3 Jahre neu verliebt (die einen mehr die anderen weniger - ich immer sehr dolle) und ob man dann beim Partner bleibt (den man ja auch noch liebt) oder zum Nächsten weiter zieht ist anerzogene Kopfsache.

Und die Fragestellerin hat einen Partner der sehr animalisch ist und der nicht so kopflastig/gesellschaftlich geprägt ist, mit dem Sie, weil Sie ja lebenslange Monogamie will, nichts anfangen kann.

Und nein, sie muss ich nicht in die Klapse schicken. Er ist normal! Wenn sie einen festen Partner sucht, sollte sie ihm sofort den Laufpass geben und sich einen suchen, dem die momentanen europäischen gesellschaftlichen Werte - also Monogamie - wichtig sind!
 
  • #56
Lieber @Chris0381
Es ist schön, dass du auf diesen Thread antwortest, denn die Fragestellerin würde sich vermutlich eine ehrliche Auskunft von jemandem wie dir wünschen. Ich mir auch.
Mich treiben im Zusammenhang mit diesem Thema ein paar unangenehme Fragen um: Du weisst doch im Grunde bei jedem Neuanfang, dass du die Neue nach ein paar Monaten wieder in die Wüste schicken wirst. Warum mutest du dir und den Frauen das denn zu?
Da steckt ja nun überhaupt keine Absicht dahinter und ich bin auch nicht der Typ, der Frau unbedingt ins Bett haben möchte. Trotz der Umstände verspüre ich nunmal den Wunsch nach Zweisamkeit und hoffe eben auf jemanden zu treffen, die das gleiche Nähe-Distanz-Verhältnis möchte wie ich. Das finde ich halt nur heraus, in dem ich mich mit Frauen treffe und es bei Sympathie soweit versuche, bis klar ist, ob es passt oder nicht und dann bin ich konsequent und beende das Verhältnis. Ich stelle mich auch nicht als Opfer dar, sondern erkläre im Falle von zwischenmenschlichen Problemen, dass es mir aufgrund meiner Vergangenheit schwerfällt, damit umzugehen.
Das soll auch nicht als Standardausrede für jedes Problem dienen. Ich bin durchaus bemüht etwas daran zu ändern, mit einer Therapie sowie der Lektüre von Stefanie Stahl.

An die Fragestellerin und andere, die auf Personen wie mich treffen: Wenn Zweifel kommen, ob aus der Beziehungsanbahnung was Dauerhaftes wird, einfach diesbezüglich direkte Fragen stellen. Wenn unklare Antworten kommen, ist die Sache doch eigentlich schon klar.
In meinem Fall kam die direkte Frage, ob ich sie denn vermissen würde, wenn wir uns nicht sehen (Wochenendbeziehung). Meine Antwort: Schulterzucken. Ich weiß, brutal aber wenigstens bin ich kein Lügner. Danach war übrigens Schluss.
Vielleicht hilft es dem ein oder anderen.
 
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  • #57
@void

Ja, das sind 30er und 40er mit Ex-Frau und "Ex" Kind.

Und ja, auch in meiner jetzigen 11 jährigen Beziehung verliebe ich mich alle 2-3 Jahre neu und es sind bei mir sehr extreme Gefühle. Mein Mann weiß das auch, ich erzähle es ihm offen und ehrlich - er ist mein bester Freund, mein Partner, vor dem ich keinerlei Geheimnisse habe! Er kommt damit gut klar. Er fragt mich jedesmal ganz lieb, was wir jetzt machen, ob Trennung oder zusammen bleiben,... Und weil mein Mann und ich aber so gut zusammen passen wie ein Qualitätsdeckel auf einem Qualitätstopf, und ich nicht weiß, wie das mit dem anderen Mann sein wird, bleibe ich bei ihm. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich mal eine 10 jährige Beziehung führen würde, aber mit ihm passt einfach alles und mittlerweile kann ich mir manchmal sogar schon vorstellen, alt mit ihm zu werden!

Sexuell ausgetobt habe ich mich auch, hatte z.Bsp. mal 'nen Yogalehrer der Physiotherapeut war und obendrein noch Tantra konnte - und ich sage dir, wenn alle Männer so im Bett wären,... Den habe ich aber nicht geliebt und mit dem wollte ich keine Beziehung. Am Sex liegt es also nicht!

Nein, ich verliebe mich wirklich naturgemäß alle 2-3 Jahre neu, egal ob ich in einer Beziehung bin oder nicht. Das war schon immer so, bei jedem Mann, den ich hatte! Und nein, ich habe nicht jedesmal gewechselt!

Ich lebe aber auch in einer Großstadt (viel Auswahl!) und nicht in einem kleinen Dorf, wo es nur einen gibt, der mich interessiert! Und ich bin Musikerin - viele interessante Leute, viele Gefühle!
 
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  • #58
Das Problem ist aber, dass man sich im Durchschnitt alle 2-3 Jahre neu verliebt (die einen mehr die anderen weniger - ich immer sehr dolle) und ob man dann beim Partner bleibt (den man ja auch noch liebt) oder zum Nächsten weiter zieht ist anerzogene Kopfsache.
Ich würde nicht sagen, dass man sich nach der Zeit neu verliebt (dann müsste einem ja immer einer begegnen, in den man sich verlieben kann oder man müsste den Menschen an seiner Seite definitiv nicht mehr zum Verlieben finden), sondern ich denke, nach der Zeit sind die Illusionen verschwunden, der Partner wird sichtbar, wie er wirklich ist, und man muss entscheiden, ob man mit ihm für länger glücklich werden kann. Also mit anderen Worten: Nach 2, 3 Jahren ist der Lack ab und man muss entscheiden, ob es einem rundum gefällt, was man als Partner hat. Wenn nicht, kann man so denken, wie Du, also sich sagen, auch beim nächsten wird mich irgendwas stören, also bleibe ich. Oder man zieht halt weiter, weil man denkt, man könnte noch wen Passenderes finden.
Und die Fragestellerin hat einen Partner der sehr animalisch ist und der nicht so kopflastig/gesellschaftlich geprägt ist, mit dem Sie, weil Sie ja lebenslange Monogamie will, nichts anfangen kann.
Ich finde es offensichtlich, dass der Mann ein Problem mit seinem Gefühlsleben hat. Und dass die FS sich daran abarbeitet, weil sie denkt, sie wäre für sich auch was Besonderes, wenn er sich ihr öffnet. Sie leistet, um ein "kaltes Herz" zu erwärmen, weil das bei Gelingen verspräche, dass er nur ihr verbunden ist, während andere Frauen ihn weiter kaltlassen. Zum Glück hat sie erkannt, dass das ein Muster ist, das sie nicht ins Glück führen wird.
Ich sehe ihn und sein Problem unabhängig davon, dass irgendwann in einer Beziehung eine Zeit kommt, wo der Lack ab ist.
Er versteinert anscheinend, sobald er merkt, dass er sich an wen hängen will, vielleicht, weil ihm das in der Vergangenheit dann immer wieder genommen wurde und er den Schmerz nicht noch mal haben will. Ich kenne auch Menschen, die kein Haustier haben wollen, weil sie es nicht aushalten würden, wenn es stirbt. Ist zwar kein wirklicher Vergleich, aber auch Vermeidung von Gefühlsbindung.
Also mE kommt der Bekannte der FS nie in den Zustand, dass er entdeckt, dass die Frau nicht so toll ist, wie er dachte, oder er genug hat von ihr und die nächste will. Er vermeidet stets sofort, dass sich eine Bindung ergeben kann, weil er Angst hat, dass er verlassen wird.
 
  • #59
Es gab hier, meine ich, auch schon Beiträge, in denen geschrieben wurde (von Männern), dass Sex mit der geliebten Frau anders ist.
@D-RAN hatte einmal einen Thread darüber eröffnet, dass es ihm nicht reicht, wenn eine Frau den passiven Seestern macht an der er sich abarbeiten kann.

Ich behaupte auch, dass ONS nicht meins sind. Mir wird immer klarer warum.

Im einen Fall wird quasi "in die Frau reinmasturbiert".. Es geht um Druckabbau. Nicht um das Gegenüber.
Vermutlich geht es meistens nur sekundär um Druckabbau. Primär geht es um Selbstaufwertung, dass eigene Ego oder auch um den Thrill "knacke ich auch diese Nuss, diese arrogante Eisprinzessin". Bei einigen dürfte auch Prestige eine Rolle spielen. Der Sex ist also sekundär und daher begrenzt motiviert.

Neben diesen narzisstischen Motiven (von denen ich rückblickend auch nicht frei bin) gibt es noch die Kandidaten die körperliche Nähe wie eben jeder Mensch brauchen aber nur im Rahmen ihrer animalischen Triebe zu lassen können.

Ich sehe das vielleicht auch wieder zu krass und patologisiere zu sehr. Aber was spricht denn bitte ausser den o.g. Gründen für herum vögeln? Gut was neues ist immer spannend andererseits wird der Sex meistens besser je mehr man gegenseitig die Körper des anderen kennenlernt.

Hinzu kommt der Stress des ständig polygamen Lebenstils. Niemand zum Anlehnen, zum Trösten, der einen pflegt, Infektionsgefahr usw. Die monogame Partnerschaft bietet wenn es richtig läuft Sicherheit und einen Platz zum Ausruhen.

Manchen ist das zu langweilig. An dem Punkt steht @Sweet Jane . Quasi wie ein Mantra predigt sie sich selbst vor, dass sie für Affären u.ä. zu verkopft bzw. ihre Ehe zu glücklich ist, hat aber schon die Entschuldigung bereit, falls sie das nicht durchhält.

Ihr ist klar, dass ein Ausbruch aus dieser Komfortzone sie nicht glücklicher machen wird. Das unstetige herum Abenteuern ist letztlich eine Suche nach Glück, welches man im Wellnesssex nicht findet. Wenn @Tom26 - Verzeihung - man dann ankommt weil man müde geworden ist findet man sein Glück in der Monogamie. Das hat @Sweet Jane bereits jetzt, soll sie es wegwerfen um es erneut zu suchen?
 
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  • #60
Hallo Ella,

habe mir gerade deinen letzten Beitrag durchgelesen.
Ja, es gibt auch die Lust am totalen Niedergang. Zusammen untergehen sozusagen. Durch dick und dünn, bis zum Untergang.
Lustvoll miteinander untergehen bis zum bitteren Ende.
Ich habe dir ja einige Filme vorgeschlagen, aber Leaving Las Vegas wäre auch noch ein guter Film, neben Bitter moon und eben dem Klassiker 9,5 Wochen mit Kim und Mickey und auch Stellas Versuchung. Ganz großartig dargestellt.
Vielleicht bist du noch nicht am letzten Bodensatz angelangt, brauchst noch ein bisschen mehr Dosis.
Viele Menschen sind nicht zur Leidenschaft geboren, aber tiefe Leidenschaft mit Extase ist eben auch eine Erfahrung, die manche Menschen brauchen als Lebenserfahrung.
Schau einfach, dass du deine Wohnung und deinen Job dabei nicht verlierst als deine existentielle Grundlage.
Wenn deine Schmerzgrenze erreicht ist, wirst du schon aufhören den kaputten Typen heilen zu wollen. Ich kenne diese Leute, sie faszinieren und geben sich für ein paar Stunden total hin, um kurze Zeit später zu entschwinden.
Auf die Dauer echt anstrengend. Pass auf dich auf!
w 46