G

Gast

  • #1

Warum bekommen Männer auf einmal kalte Füße?

In dem Film Männerherzen war es die Figur Niklas Michalke, der geträumt hatte, am Altar seiner eigenen Hochzeit zu stehen und dann plötzlich schweißgebadet aufwachte. Auf die Frage seiner Freundin hin, was er geträumt hatte, "irgendwas mit fiesen Monstern". War ja ganz lustig der Film! Nur warum haben Männer so ne Panik vor diesem Schritt? Ich kann mir ja vorstellen, daß einige Typen Angst vor Unterhaltzahlungen bei einer Scheidung haben. Aber dennoch! Aber das gleiche mit Kindern: Einige wollen (noch) keine Kinder (siehe Oliver Pocher). Dann wird die Frau doch schwanger und diese Tatsache ist akzeptiert und die Männer lieben die Kinder sehr, und sollte es zu einer Scheidung kommen wollen die Männer die Kinder auch haben bzw. sehen; Männer, die vielleicht vorher nicht einmal wollten, daß die Frau schwanger wird!?! Versteht einer diese Reaktion von Männern???
 
G

Gast

  • #2
Hannibal

Ich verstehe diese Reaktion.
Freunde und Bekannte von mir die diesen Schritt gemacht haben, sind heute
oftmals geschieden und frustriert.
Oft haben sie das Gefühl, die A....karte gezogen zu haben, und satteln eher
auf kurze Liebschaften um.
Da sollte man sich das genau überlegen.

Ps. Oliver Pocher ist nicht witzig, und ich schäme mich dafür das er aus der
gleichen Stadt kommt wie ich.
 
  • #3
Fragestellerin, eigentlich hast du dir doch schon selbst die Antwort auf deine Frage gegeben. Männer haben in aller Regel eigentlich keine Abneigung vor der Schwangerschaft ihrer Freundin und auch keine gegen Kinder. Selbst die Ehe an sich ist nicht das Problem.

Angst haben sie nur vor den Konsequenzen, wenn das Projekt scheitert. Die Frau bekommt das primäre Sorgerecht für die Kinder, die man nur alle 14 Tage sehen darf, obwohl man sich zu mindestens 50% an den Kosten beteiligt. Außerdem haben sie Angst, dass sie Opfer des weiblichen Rachefeldzuges werden, denn es besteht die Gefahr, dass sie sich finanziell länger aushalten lässt als notwendig.

In der Konsequenz schiebt man die Ehe- und Kinderfrage so lange vor sich hin, bis die Frau sich irgendwann rührt oder im Falle von Kindern ungewollt Fakten geschaffen werden.
 
G

Gast

  • #4
Aber ich finde das so traurig so zu denken. Es sind doch nicht alle Frauen so. Schon der Kinder wegen würde ich keinen Rosenkrieg beginnen wollen.
Warum sind dann diese Männer zum Teil auch sehr lange mit dieser Frau vor der Ehe zusammen? Dann müssten sie doch wissen wie diese Frau tickt. Und wenn die Frau so einen schlechten Charakter hätte, warum merken diese Männer das dann nicht vorher und trennen sich rechtzeitig von ihnen? Anscheinend ist das gut genug, aber wehe die Ehe geht dann schief.
 
  • #5
@#3: Tja, meine liebe, da gibt es leider auch clevere und abgezockte Frauenexemplare da draußen. Ich geb dir aber durchaus Recht, dass man sowas im Vorfeld oft schon erkennen kann.

Die Ursache des Problems reicht bis in die Kontaktanbahnungsphase zurück. Partnerwahl wird oft nur nach Gefühl und kaum nach Verstand betrieben. Man verliebt sich, die Verliebtheit kült bald ab und die Beziehung steht dann auf keinem soliden Fundament, weil die Charaktere einfach zu verschieden sind. Die Beziehung nähert sich dann immer mehr einer Zweckgemeinschaft. Zum Beenden ist der Verbund zu stark, weswegen eine konsequente Trennung vielen schwerfällt. Aber für eine wirkliche Beziehung wie für eine Ehe mit Kindern notwendig ist er zu schwach.

Bei jüngeren Männern kommt natürlich auch noch ihre Unerfahrenheit zum Tragen. Sie fühlen sich mit einer Ehe schlichtweg überfordert. Und manch einer hat auch das Gefühl, dass er nocht nicht genug "erlebt" hat in seinem Leben - du weißt schon, was ich meine.

Es gibt aber sicherlich genügend Männer, die sich um diese Zusammenhänge Gedanken machen und den Problemen angemessen begegnen. Und die bekommen dann auch im Falle eines Falles keine kalten Füße.
 
  • #6
Ich vermute, dass viele Männer in einer Ehe zunächst überhaupt keinen Vorteil sehen. Wenn beide sich lieben, sind sie sich auch so treu und halten zueinander, eine Ehe ändert da aus Sicht des Mannes nichts zum Positiven. Dagegen wurden Mädchen oft früh auf Heirat positiv programmiert und fühlen "angekommen" oder sicherer, wenn sie verheiratet sind. Das sind sicherlich historische, wenn nicht archaische Aspekte. Die Frau sucht eben biologisch eher einen "Versorger", der bei ihr bleibt, der Mann dagegen eher "Abwechslung".

Überlegen wir doch mal gemeinsam: Was nützt die Ehe dem Mann? Sie stellt in erster Linie ein gewaltiges wirtschaftliches Risiko dar, aber näher oder sicherer ist er sich der Frau dennoch nicht.

Bezüglich Kindern ist es einfach so, dass die meisten Frauen davon träumen und sich darauf freuen und auch körperlich vom Schwangerschaft, Stillen und Mutterinstinkten Kindern einfach viel näher stehen. Männer bekommen natürlich mit, dass im Freundeskreis bei Kindern vieles auch ins Negative tendiert: Wenn die Kumpels untereinander ehrlich sind, dann ist der Sex erst einmal extrem viel seltener, oft langweiliger, die Kinder stehen gefühlsmäßig, zeitlich und aktivitätsmäßig komplett im Mittelpunkt. Für jede Beziehung sind Kinder der große Härtetest. Nichts ist mehr so wie vorher, viele eigene Interessen müssen zurückgestellt werden. Männer nehmen das wesentlich negativer wahr als Frauen, die mit Babys einfach glücklich sind und weder Sex noch anderes Freizteitverhalten so sehr vermissen.
 
G

Gast

  • #7
@#1 Hannibal, stimme Ihnen zu, was O.Potscher angeht. Noch nie habe ich mich so fremdgeschämt. Dem Rest allerdings nicht wirklich.
Warum ausgerechnet Männer kalte Füße vor den Traualtar bekommen sollten, erschließt sich mir nicht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Paare sich täglich trauen lassen, aber ich gehe davon aus, dass nur eine Menge, die gegen Null tendiert, einen Rückzieher machen. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass Männer - und bestimmt auch Frauen - die bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich haben, überlegen, ob sie sich das nochmals antun. Allerdings, das ist meine ganz persönliche Meinung, sage ich auch immer: Finger weg von Menschen, die in Beziehungen und bei Gefühlen problemlos den Bauch und das Herz aus- und den Kopf einschalten. Das kann nicht gut gehen.
 
G

Gast

  • #8
Wenn der Mann mit der Frau nur unverbindlich Sex haben will, dann kriegt er die Panik beim Heiraten.
Normalerweise will ein Mann mit der Frau unbedingt zusammenbleiben, wenn er sie heiratet. Sonst hätte er die Hochzeit nicht geplant.

Zum thema olli Pocher:
Pocher bekommt, was er sich eingebrockt hat.
Er hat mit Monica Ivancan eine 4-jährige Beziehung gehabt und wollte nur unverbindlich bleiben, als sie heiraten und Kinder wollte. Sie hat Glück, dass sie ihn los ist.
Beim nächsten blonden Frauenmodell wollte er auch nur unverbindlich Spass haben, nun ist sie schwanger. Wenn er nicht so grossen Druck von der Öffentlichkeit hätte, hätte er die schwangere Sandy schon längst zur Abtreibung gezwungen oder sie verlassen.
Da sie aber vermutlilch ebenso unverbindlich und mediengeil ist wie er, passen beide super zusammen. Sie wird sein Kind beim Babysitter abgeben und weiterhin in jedes Micro sprechen, das sie kriegen kann.
Leider gibt es ganz viele Menschen wie ihn und sie. Es geht nicht um das Kind und was das beste für das kind wäre.
 
G

Gast

  • #9
Hallo, das ein oder ander stimmt sicher, aber diese Thematik ist zu kompliziert um es auf 3 Sätze zu reduzieren. Hatte selber das unfreiwillige Vergnügen zu erleben wie Frau eiskalt das Vermögen vor dem Scheidungstermin auf den Konten der Alten umgeparkt hat und der Mann ging mit fast nichts - abartig!! (nach 15 Jahren Ehe) Das die Männer keinen Bock auf solche Nummer haben ist doch verständlich.
 
G

Gast

  • #10
@8
Ich kann Dir nur zustimmen. Das scheint doch wesentlich verbreiteter zu sein als ich bisher befürchtet htte.
Tut aber gut zu wissen, dass man nicht als Einziger so dasteht.