• #1

Wanted! Familie heutzutage noch möglich?

Hallo liebe Forums-Mitglieder,

angesichts der Situation in meinem Umfeld – die meisten Frauen sind alleinerziehend und sorgen auch finanziell allein für ihre Kinder – und der Beiträge in diesem Forum (teilweise wirklich männer-/ frauen- /familienabwertend) frage ich mich, ob es heute so ungewöhnlich ist, eine Familie auf Dauer als Paar gewuppt bekommen zu wollen.

Ich selbst habe keine Kinder, könnte mir das aber in ca. 4–5 Jahren vorstellen.
Angesichts der Beiträge hier bin ich jedoch eher entmutigt.

Ist es wirklich so schwer, den passenden Partner dafür zu finden, um für ca. 20 Jahre ein stabiles Umfeld für das Kind/ die Kinder zu schaffen? Unsere Eltern haben das hingekriegt, warum unsere Generation nicht?

Worin sind die Probleme eurer Meinung nach begründet?
Ist Familie heute nicht mehr gewollt und Frau sucht wirklich nur einen "Erzeuger"? (zahlreich in meinem Umfeld so erlebt)
Welche Einflüsse könnte das auf unsere nächste Generation haben?
Was wären eurer Meinung nach Lösungsansätze? Oder ist die Situation so ok?

Bin gespannt auf Beiträge – gern kontrovers. Das beschäftigt mich grad sehr.

VG, Lena, 30 Jahre
 
  • #2
Ist es wirklich so schwer, den passenden Partner dafür zu finden, um für ca. 20 Jahre ein stabiles Umfeld für das Kind/ die Kinder zu schaffen?
Du denkst in Lebensabschnitten? Und der Vater deiner Kinder soll nur Lebensabschnittsgefährte sein? Das sehe ich kritisch. Du solltest mehr auf deine Gedanken achten.
... in meinem Umfeld – die meisten Frauen sind alleinerziehend und sorgen auch finanziell allein für ihre Kinder – ...
Das soziale Umfeld prägt deine Gedanken, und dein eigenes Lebensmodell. Leider ohne dass du das selber bewußt wahrnimmst.
Worin sind die Probleme eurer Meinung nach begründet?
Ich denke, die größten Störfaktoren sind eine überzogene Erwartungshaltung (begabteste Kinder, bester Liebhaber, schönster Urlaub, größtes Haus, tollstes Auto), der ständige Vergleich und Wettbewerb mit seinem direkten Umfeld (Peergroup), konkurierende Ziele (z.B. max. Freizeitspass vs. max. Einkommen), und die resultierende Überforderung daraus.
Dazu kommt, dass die "Schuld" für das Nichterreichen von Zielen gerne dem Partner zugewiesen wird, weil selber hat man ja schon alles getan was man konnte (man ist selber längst überfordert), und mehr geht nicht, also MUSS der Partner schuld sein.
Es folgen Unzufriedenheit, Streit, Trennung, trotzige alleinerziehende Mütter, und frustrierte Zahlväter.
Was wären eurer Meinung nach Lösungsansätze?
Realismus. Pragmatismus. Menschlichkeit. Souveränität. Keine überzogenen Erwartungen, und eine entspannte Sicht in die Zukunft.
Das wichtigste von allem ist jedoch deine eigene Denkweise, dein Selbstverständnis von dir selbst, und von deiner Rolle in der Gesellschaft. Dein Gedankenmodell sollte schlüssig sein, und in sich widerspruchsfrei.
 
E

Ella35

  • #3
Ich selbst habe zwar derzeit keinen Kinderwunsch, aber wenn, dann würde ich ihn in der heutigen Zeit nicht von dem Wohlwollen eines Mannes abhängig machen.
Manche Frauen entschließen sich zum Beispiel, sich mit anderen Frauen zusammenzutun und sich gegenseitig in der Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung zu unterstützen.
Andere ziehen die Kinder auch einfach alleine groß.

Ich denke, kaum eine Frau möchte von Herzen gern alleinerziehend sein. Aber wir haben eben nur eine begrenzte Zeit, um Mutter zu werden und wenn sich da kein Mann findet, der Verantwortung übernehmen möchte, dann müssen wir uns nach anderen Möglichkeiten umsehen, wenn wir uns Kinder wünschen.

Und ja - das ist wohl eine der Entwicklungen der heutigen Zeit - dass es kaum noch gute und wirklich bindungsfähige Männer gibt, die Verantwortung für eine Familie übernehmen können.
 
G

Gast

  • #4
Wieso bist du "entmutigt"? Das liegt doch ganz bei dir! Die meisten Scheidungen werden von Frauen eingereicht.

Du kannst ohne Probleme lebenslang mit einem Partner zusammensein, dann mußt du einfach deine Ansprüche zurückschrauben und sehr viel tolerieren.

Du mußt damit rechnen, dass dein Partner dich spätesten nach 15 Jahren sexuell betrügen wird, anfängt zu saufen, zu spielen, arbeitslos, impotent, sexuell "pervers" oder pflegebedürftig wird. Wenn du das alles tolerierst und dich nicht trennst, obwohl deine Kinder bereits groß sind, dann kannst du jahrzehntelang verheiratet sein wie deine Großeltern.

Ob das ein erstrebenswertes Lebensmodell ist, als Frau alles hinzunehmen so wie früher, wo eine Trennung für Frauen aus wirtschaftlichen Gründen so gut wie unmöglich war, wage ich zu bezweifeln.

Den Gedanken von der großen Liebe, mit der man Kinder bekommt und bis zum Grab harmonisch und glücklich zusammenlebt, den kannst du dir abschminken, das war auch früher eine Illusion, das gibt es nicht und hat es nie gegeben. Romeo und Julia sind auch nur das größte Liebespaar der Geschichte, weil sie blutjung waren und nie einen Alltag zusammen gelebt haben.

Es kann dir natürlich auch passieren, dass du jahrzehntelang alles tolerierst um deine Beziehung zu erhalten und dann gehörst du zu denjenigen, wo der Mann die Trennung einleitet, wenn er seine Midlife crisis bekommt und dich verläßt, wenn du alt und grau bist und deine Kinder weit weggezogen sind zum studieren o.ä. Dann bist du ganz allein und hast meist weder Kraft noch Lust mehr für irgend etwas in Richtung Beziehung mit einem Mann.

Das ist dann wirklich ein verpfuschtes Leben mit Selbstverleugnung und depressiv machender, völlig sinnloser Duldungsstarre, Vernachlässigung der Karriere und Geldproblemen im Alter und das alles für die Ilusion einer glücklichen Ehe bis ins Grab.

FAZIT: Der größte Fehler, den du machen kannst als Frau, ist das konventionelle Lebensmodell anzustreben, denn die Wahrscheinlichkeit damit lebenslang glücklich zu werden, ist sehr minimal, dafür gibt es heute zu viele alternative Lebensmodelle für beide Geschlechter, wir haben alle nur das eine Leben und den letzten beißen bekanntlich die Hunde.

w
 
  • #5
Ich beobachte schon, dass auch die jungen Männer Familie möchten. Sie haben aber aus den Fehlern ihrer Väter - bei denen es oft gerade nicht funktioniert hat - gelernt und sind deshalb eher bereit, eine Familie zu gründen, wenn sie selbst auch Gelegenheit bekommen, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Das geht nur, wenn sie finanziell nicht den Alleinunterhalter spielen müssen, sondern auch die Frau Verantwortung für das Wohl der Familie übernimmt und arbeitet. Das bedeutet leider das Ende der Hausfrauenehe, von der aber viele Frauen noch träumen.
 
  • #6
Welch eine entmutigende Aussage macht Gast 3.
Es gibt noch Ehen, die gut sind und auch jahrzehntelang halten.
Nicht zwangsläufig gehen Männer nach 15 Jahren fremd, werden pervers, saufen oder impotent. Klar gibt es das alles, aber es gibt eben auch genügend andere Männer.

Es war und ist immer schwierig, eine gute Partnerschaft zu führen, aber wenn man direkt mit Pessimismus an die Sache rangeht, kann es nur schlecht laufen. Eine Garantie oder ein Rezept für gutes Gelingen wird es niemals geben. Ich bin vor 30 Jahren mit der Einstellung in die Ehe gegangen, dass ich selbst alles tun würde, damit die Beziehung schön wird. Aber wenn es unüberbrückbare Schwierigkeiten gegeben hätte, dann wäre ich bereit gewesen, mich zu trennen, auch mit Kindern. Das Selbstbewusstsein hatte ich. Zusammenbleiben um jeden Preis: nein danke! Ich hatte nicht vor mit selbst zu verleugnen oder in eine Duldungsstarre zu verfallen.
Vielleicht war es diese innere Einstellung, die zum Gelingen des Modells Ehe beigetragen hat?

Liebe Fs, lass dich nicht durch trübe Gedanken runterziehen. Wage das Leben und mache das beste daraus.
 
  • #7
Und ja - das ist wohl eine der Entwicklungen der heutigen Zeit - dass es kaum noch gute und wirklich bindungsfähige Männer gibt, die Verantwortung für eine Familie übernehmen können.
Anscheinend wollen diese Männer keine festen Bindungen, weil es sich für sie nicht lohnt. Emotional und finanziell.

Die Emanzipation bedeutet die Emanzipation beider Geschlechter. Und mittlerweile
kann jeder nach seiner Facon glücklich werden. Das ist vollkommen in Ordnung.
Da brauchen sie gar kein Social Shaming zu machen.


Die Wahlmöglichkeiten der "bindungsunwilligen" Männer müssen akzeptiert werden. Diese Männer hängen nicht wirklich von ihrem Wohlwollen ab.

@ Fs: Wenn sie in 4-5 Jahren Kinder haben wollen, ist das ihr gutes Recht.

Sie müssen aber auch jemanden finden und im Idealfall dauerhaft binden (!), der 35jährige Eizellen noch befruchten will. Ihre Attraktivität (und da schert
sich die Natur wenig darum, ob hier dagegen gewettert wird) ist eng mit
ihrer Fruchtbarkeit verknüpft. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Diese Tatsache zu ignorieren, ist auch ihr Recht.

Ich warne vor der Pippi Langstrumpf Einstellung: " Ich mach die Welt so wie sie mir gefällt". Diese solipsistische Haltung ist leider in den Genen verankert.
Ist aber auch ursächlich, dass viele Frauen ab 35 mit ihrer Kinderplanung
auf die Schnauze fallen, weil die Schar der Verehrer eher kleiner als grösser
wird.

Ich würde eher sofort nach einem geeigneten Partner suchen. Sie sind nicht
ewig fruchtbar.
 
  • #8
Ist es wirklich so schwer, den passenden Partner dafür zu finden, um für ca. 20 Jahre ein stabiles Umfeld für das Kind/ die Kinder zu schaffen? Unsere Eltern haben das hingekriegt, warum unsere Generation nicht?
Jeder will und soll doch heute möglichst alles allein können. Privat jedenfalls, beruflich treffe ich immer mehr Würstchen, die möglichst Team-"Arbeiten" wollen.

Meine Eltern haben das hingekriegt, weil es nicht chic war, den anderen nicht zu brauchen. Reparieren Sachen auch lieber, anstatt sie wegzuwerfen.
 
G

Gast

  • #9
Ich bin derselbe Jahrgang wie die FS. Falls du Familie möchtest solltest du dir nicht zu lange Zeit lassen. In unserem Alter sind einfach wirklich schon viele Männer für diese Aufgabe auserkoren worden, sprich es gibt nicht mehr genügend. Ich habe selbst lange sehr gesucht(5Jahre+). Es lag nicht am optischen, aber damit habe ich leider die falschen Männer in der Vergangenheit angezogen. Danach habe ich einige psychische Baustellen bewältigt und meinen jetztigen Partner gefunden. Dabei habe ich darauf geachtet, dass er nicht zu extrovertiert ist, unkompliziert , hoher EQ, sich mitteilt un in einem Job areitet, wo er nicht ständig neue Frauen kennenlernt (sprich kein Arzt, Berater etc). Ich habe den richtigen gefunden, er ist sehr zuverlässig und möchte jederzeit ein Kind haben. Wie gesagt, es gibt die guten Männer, aber du musst intensiv suchen und solltest dich beeilen! Grüsse und alles gute
 
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G

Gast

  • #10
Ist es wirklich so schwer, den passenden Partner dafür zu finden, um für ca. 20 Jahre ein stabiles Umfeld für das Kind/ die Kinder zu schaffen? Unsere Eltern haben das hingekriegt, warum unsere Generation nicht?
Ja, es ist schwierig, den passenden Partner zu finden. Die Welt ist viel "offener" als früher, Du kannst schneller in ein anderes Land ziehen (müssen) wegen eines Jobs oder der Karriere. Normale Arbeit wird kaum noch gut bezahlt, also Studium, also Karriere, wo sich Karriere machen lässt. Flexibel muss man sein.
Wenn Du Dir als Frau einen vielversprechenden Akademiker "angelst", musst Du, sobald es daran geht, nicht mehr an Deiner eigenen Karriere zu feilen, zusehen, dass Du einen Ring an den Finger bekommst. Sonst hast Du nachher nichts im Leben, wenn er sich was Neues sucht. Dann kann man ne Familie gründen, aber: Sobald die Kinder aus dem Alter raus wachsen, dass eine Frau sie als ihren Lebensinhalt bezeichnen kann, muss dann ein neues Kind her oder Du stehst vor der Frage, die sowieso irgendwann kommt: Was hab ich mit meinem Leben angestellt, der Mann hat gesellschaftliches und berufliches Leben.
Immer mehr Frauen kommen doch darauf, zumal Ehen ja durchaus eintönig werden, man irgendwann merkt, dass der Mann ein ganz anderer ist, als früher oder als man dachte. Dh. auch Frauen wollen sich was anderes als nur eine Beziehung im Leben aufbauen. Und schon gibt es einen Punkt, an dem man eventuell nicht mehr zusammen kommt. Eine junge Frau, die gern ausgehalten werden will, weil sie es noch nicht begriffen hat und mit den selben Illusionen rumläuft wie die Ehefrau früher, ist schnell gefunden, es . Dann hat der alte Akademiker eine neue Familie, und wenn er in dieser Zeit schon irgendwo beruflich fest verankert ist, dann klappt das sogar, dass die Neue sich auch was aufbauen kann.
Ich weiß nicht, wieviel Prozent von den Jobs noch so sicher sind, dass man davon ausgehen kann, auf immer ein sicheres Einkommen zu haben. Soll heißen, ALLE machen sich Gedanken darüber, ob bzw. wie Familiengründung in der heutigen Zeit möglich ist. Nur die, die einfach sorglos in die Kissen springen und dann ein Kind zeugen, nicht.
Ich würde aber nicht so viel drüber grübeln. Man kann die Zukunft ja auch nur in gewissen Aspekten vorwegnehmen, und das auch nur grob.
 
  • #11
"Sie müssen aber auch jemanden finden der noch 35-jährige Eizellen befruchten will"....sag mal, gehts noch?
Ich habe 3 Kinder, mit 29 und 34 und 40 Jahren bekommen, ich bin immer sofort schwanger geworden und mit 40 sogar schon im 1. Monat, also auch 40-jährige Eizellen taugen noch was, denn ich habe phantastische Kinder...

Ich war 20 Jahre lang gut und glücklich verheiratet, bin zuhause geblieben bei meinen Kindern und mein Mann hat sich um das Finanzielle gekümmert....es war die schönste Zeit meines Lebens, und ich möchte mit keiner kinderlosen Frau ohne Familie tauschen. Mein Mann und ich haben uns friedlich getrennt weil wir uns nach ca. 18 Jahren auseinandergelebt haben, aber wir verstehen uns immer noch super und er wohnt nur 3 Strassen weiter. Und wir halten immer noch zusammen und sind glücklich über so tolle Kinder. Jeder hat jetzt einen neuen tollen Partner, und trotzdem klappt alles super.

@3 Also sowas Negatives habe ich ja noch nie gehört. Auch wenn die Ehe nicht ewig hält muss man keinen Rosenkrieg haben, sondern kann weiterhin als Familie zusammenhalten. Die 20 Jahre wo wir alle zusammen waren und die Kinder klein, waren die allerglücklichsten meines Lebens.
 
G

Gast

  • #12
Ich denke, dass das klassische Familienmodell in vielen Köpfen als gescheitert gilt. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, gibt es wenige, deren Eltern noch gemeinsam leben. Das entmutigt natürlich und setzt voraus, dass man das Selbstvertrauen in sich hat, dies besser/anders zu meistern.

Vor ein paar Wochen habe ich eine nette Dokumentation gesehen, in dem ein Paar 70 Jahre Ehe gefeiert hat. Auf die Frage nach ihrem Erfolgsgeheimnis sagten beide: "Toleranz. Jede Menge Toleranz und nicht gleich bei Kleinigkeiten aufgeben.". Und ich glaube dies ist das Problem. Auch wenn es nach Klischee klingt, unsere Zeit ist sehr schnelllebig und wenn es ein Problem gibt, wird es gerne diskret und schnell entsorgt.

Meine Hoffnung ist, dass es mit dem richtigen Partner trotzdem klappen kann. Meine Eltern sind seit 32 Jahren verheiratet und, auch wenn es bei Ihnen natürlich auch Höhen und Tiefen gegeben hat, glücklich miteinander. Die Eltern meines Freundes sind ebenfalls noch verheiratet und ich finde, dass man diesen Hintergrund bei uns spürt. Wir haben beide das Vertrauen, dass eine Partnerschaft stabil sein kann und man irgendwann auch die Familienplanung angehen kann. Und ich bin sehr froh, dass mein Partner Vertrauen in mich setzt, nicht wie Gast 8, die Angst vor einem Partner hat, der beruflich andere Frauen kennenlernt. Da könnte ich als Ärztin ja direkt einpacken.
Man muss/sollte wohl akzeptieren, dass sich das Familienmodell mit der Zeit gewandelt hat und zwar umsetzbar ist, auch zu zweit, aber anders. Ich erwarte folglich von meinem Partner kein "Ja, du darfst" zu meinem Kinderwunsch, sondern eine gemeinsame Entscheidung dafür und somit auch ein gemeinsames Tragen der Konsequenzen.

Dir viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Partner und gib die Hoffnung nicht auf. Ich glaube das Projekt Familie funktioniert auch heute noch.
 
G

Gast

  • #13
#10 lebt nach dem berühmten Pippi Langstrumpf Prinzip:

Alles ist super, alles war super, wir halten alle noch zusammen, haben jeder einen tollen neuen Partner, die Kinder sind phantastisch und toll. Mit 40 Mutter zu werden ist super und völlig problemlos usw. blah, blah....

Dabei ist #10 der Beitrag einer Frau, die 20 Jahre lang nicht gearbeitet hat, d.h. die beruflich überhaupt nichts aus sich gemacht hat und dann ist die Ehe auch noch nach 20 Jahren gescheitert.

Um sich nicht mit dem Scheitern des Lebensplans
zu konfrontieren (alles wurde auf die eine Karte Ehe gesetzt und ist gescheitert), wurde der eine Partner durch einen anderen ersetzt und der ganze Schlamassel mit verbalem Zuckerguß überzogen.

#3 hat nur völlig unromantisch geschildert, wie die REALITÄT die Träume meistens einholt. # 10 kann die Realität offenbar so wenig ertragen, dass sie sich den ganzen Schlamassel schönreden muß.

Die Alternative zum Hausfrauenschicksal ist ja nicht, keine Kinder zu bekommen, sondern auf seinen Beruf und die Karriere zu achten und sich nicht nur auf den Bestand der Ehe zu verlassen und sich nicht derart von einem Mann abhängig zu machen. Es war weder von Kinderlosigkeit noch von Rosenkrieg die Rede, sondern davon, dass eine Frau nichts Destruktiveres mit ihrem Leben anstellen kann als das Hausfrauenmodell zu leben. Es sei denn sie hat eh nicht studiert und haßt ihren erlernten Beruf, hat keinerlei Interesse daran Karriere zu machen o.ä.. - Für die ist die Flucht in die Hausmütterchen-Rolle natürlich am bequemsten und das ist dann natürlich die glücklichste Zeit in ihrem Leben.

Es gibt übrigens kein Kind, das "phantastisch und toll" ist, das ist genauso eine verbale Idealisierung wie die zuckerübergossene Scheidung, nur weil kein Rosenkrieg besteht und beide wieder ach so tolle Partner haben.

(w, Mutter)

 
  • #14
angesichts der Situation in meinem Umfeld – die meisten Frauen sind alleinerziehend und sorgen auch finanziell allein für ihre Kinder – und der Beiträge in diesem Forum ...
Ich denke, deine Wahrnehmung könnte etwas verzerrt sein. '...in diesem Forum' schreiben sicher viele Leute, die unglücklich sind. Die glücklich und schon lange Verheirateten findest du hier wohl eher nicht.
Und das andere...hm, in meinem Umfeld ( privat gute Wohngegend und beruflich grosses Ingenieurbüro ) war ich immer die einzige Alleinerziehende, oder sagen wir, wir waren 5%, während 95% verheiratet waren und sind.
Ich habe z.B. immer ganz leicht einen der begehrten Ganztagesplätze in KiGa und Grundschule bekommen, weil die zuerst an die AE gingen und außer mir gab es nur eine einzige andere, für 3 KiGa-Jahrgänge und 4 Grundschuljahrgänge.

Und dann zu deiner zweiten Feststellung / Frage: ja, heute trennen sich mehr Paare als vor 50 Jahren, weil sie es KÖNNEN. Vor allem die Frauen. Damals mußtest du bei deinem Ehemann bleiben auch wenn das mies war, weil eine Scheidung finanziell eine Katastrophe und außerdem stigmatisierend war. Es ist also heute besser, denn wir sind frei und nicht gefangen in einem Leben, das uns unglücklich macht. Wir haben nur dieses eine Leben. Früher war eine Frau vielleicht zufrieden, wenn der Mann genug Geld verdiente, sie nicht geschlagen und nicht gesoffen hat. Heute erwarten wir mehr. Männer auch. Und das mit Recht.

Und noch was: du bist 30 ? Dann solltest du vielleicht nicht noch mehrere Jahre verstreichen lassen, bis du anfängst, einen Partner zu suchen, sonst wird es vielleicht nichts mehr. Ab 35 wird es langsam schwieriger, schwanger zu werden, ab 40 noch mehr und ein paar Jahre später ist es ein seltener Ausnahmefall, wenn du schwanger wirst. Und du willst ja wahrscheinlich erst ein paar Jahre mit deinem Partner zusammenleben, bis man sich an die Fortpflanzung rantraut.

w 47
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS, mit 35 stehen dir noch alle Möglichkeiten offen. Suche dir einen netten, solventen (am besten mit guter Familie) Spusi, gerne auch für eine "lockere Affäre" und werde dann rein zufällig schwanger. Hat meine Schwester so gemacht und sie war exakt in dem 35er Alter. Heute ist sie mit dem Vater ihrer Kinder beiderseitig glücklich verheiratet, von sich aus hätte der Herr (wie so viele Männer) viel zu große Angst vor Ehe, Kinder und Verantwortung gehabt. Wenn es dann passiert, lernen viele der Herren Mitte 30 plötzlich ganz andere Seiten an sich kennen. In meinem Bekanntenkreis Dutzendfach erlebt.
 
  • #16
@ 10 hier antwortet Süsse65

Du hast meinen Beitrag ganz schön in den Dreck gezogen, vielen Dank. Das ist wirklich eine Unverschämtheit. Ich habe 20 Jahre lang nichts gearbeitet?

Du irrst dich, ich habe 3 Kinder großgezogen (tue es auch jetzt noch), habe mich ausgiebig um meinen geschwächten, krebskranken Vater gekümmert und immer noch Minijobs nebenher gemacht. Inzwischen arbeite ich wieder in meinem alten Beruf als Fremdsprachensekretärin und habe deshalb auf meinen Unterhalt verzichtet und bekomme nur Unterhalt für meine Kinder. Und meine Kinder sind wirklich toll geraten UND ich habe tatsächlich ein tolles Verhältnis zu meinem Exmann.

[mod: bitte keinen Chat neben dem Thema initiieren]
Glaube mir, ich bin stolz auf das was ich geleistet habe, und das lasse ich mir nicht von einer anderen Frau madig machen.
 
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  • #17
Natürlich ist die Gründung einer Familie heute noch möglich!
Ich denke nur, dass man sich von dem Hirngespinst "für immer glücklich in DIESEN einen Menschen verliebt" befreien sollte - so etwas ist sehr selten und meiner Meinung nach eher basierend auf Gewohnheit und Vertrauen nach einer so langen Zeit.

Dass unsere Generation das "Projekt Familie" nicht mehr so durchzieht wie die Generationen davor, liegt wohl eher an den gelockerten gesellschaftlichen Konventionen. Eine Trennung/Scheidung ist keine "Schande" mehr. Immer weniger Frauen sind darauf angewiesen, vom Mann versorgt zu werden. Da fällt ein Cut natürlich leichter.
Frühere Ehen hielten nicht länger/ein Leben lang, weil die Menschen beziehungsfähiger waren als heute. Wie jemand anderes schon schrieb, waren besonders Frauen stigmatisiert, wenn es zur Trennung kam. Und harrten deshalb lieber in einer schlechten Beziehung aus.

w,29
 
  • #18
Liebe FS,
mein Eindruck ist, Deine Wahrnehmung wird durch ein sozial randstaendiges Umfeld bestimmt. Du solltest dringend umziehen und den Freundeskreis wechseln, denn das Umfeld färbt auf Dich ab. Wenn Du keine gelingenden Beziehungen siehst und dass man was dafür tun muss, dass sie gelingen, dann kannst Du das nicht.
Wenn Du ein Umfeld hast, in dem die Väter keinen Kontakt zu ihren Kindern haben und nicht zahlen, letzteres, weil sie nicht zahlungsfaehig sind, dann ist es ein Umfeld, in dem Du keinen brauchbaren Mann finden kannst - nichts wie weg da.

In meinem akademisch geprägten Umfeld gibt es zum einen kaum Trennungen, weder in meiner 50+ Generation, noch bei den Kollegen in den frühen 30ern. Wenn mal in Einzelfall eine Ehe nicht überlebt (z.B. meine) dann bewegt sie sich im statistischen Durchschnitt, d.h. Scheidung nach ca. 15 Jahren, die Väter sind in den Familien sozial und finanziell präsent, wenn die Kinder bei der Mutter wohnen. Die Frauen bekommen allesamt keinen Unterhalt, weil selber in gutbezahlten Berufen tätig.

Nun muss ich sagen, dass es alles Beziehungen vom Typ "gleich und gleich gesellt sich gern" sind, gleichaltrige Partner, gleiches Ausbildungsniveau, gleiche Lebensziele, die Frauen sind berufstätig und die Männer übernehmen Anteile der Familienarbeit und stecken dafür beruflich zurück- können sie auch, denn die Frauen verdienen genug.

Insgesamt finde ich Deine Wahrnehmung sehr verzerrt, wie auch die Darstellungen hier im Forum, muss wohl mit dem eigenen Misserfolg in Beziehungen zusammenhängen.
In meinem Umfeld sehe ich bei der jungen Generation (22-30Jahre) das Gegenteil, von dem was hier beschrieben sind: die jungen Leute sind alle in Beziehungen, vereinzelt gibt es mal Trennungen, niemand hat das Bedürfnis sich erst mal bis 40 sexuell ausleben zu wollen, alle haben Vorstellungen dass beide Partner Beruf und Familie vereinbaren wollen und treffen auch die geeigneten Massnahmen dafür, z.B. Arbeitgeber mit Firmenkita wählen. Sie sind einige Jahre jünger als Du und leben trotzdem seit 2-3 Jahren mit ihren Partnern zusammen und bevor sie 30 sind wollen sie zum ersten Mal Eltern sein. Das können sie, weil sie mit 24 ihr Masterstudium abgeschlossen haben, beruflich und wirtschaftlich schon gefestigt sind mit 5 Jahren im Job.

Du hältst Dich schon zu lange am falschen Ort mit den falschen Leuten auf, wo Du Deine Ziele kaum erreichen kannst, bzw. die besten Optionen schon verpasst hast.
 
G

Gast

  • #19
in diesem Forum' schreiben sicher viele Leute, die unglücklich sind.
Glaub ich gar nicht mal. Ich bin glücklicher Single. Unglücklich bin ich nur, wenn ich mir vorstelle, wie eine Beziehung mit jemandem wäre, und beim Näherkennenlernen dann sehen muss, dass ich mir was vorgemacht habe. Sexuelle Anziehung ja, Partnerschaft nein. Und jemanden zu finden, der sexuell so richtig anziehend ist, ist schon eine Seltenheit, ohne die ich aber keine Beziehung mehr eingehen will.
Das ist auch nichts gegen das, was ich empfunden habe, als ich einer Beziehung war. Die war durchaus sehr liebevoll in einigen Bereichen, aber ich hab mich auch nichtverstanden, einsam und in eine doofe Rolle gedrängt gefühlt.
Ich finde es nicht so schlimm, wenn man NICHT hundert Jahre ein Paar ist. Die Probleme mit neuen Beziehungen ergeben sich doch nur, weil "erwachsene" Menschen eifersüchtig sind, Kinder aufgehetzt werden, das Geld einen übergroßen Stellenwert einnimmt etc.
Warum soll man der Stabilität wegen in einer Beziehung bleiben, die leblos geworden ist, in der sich die Partner auseinander entwickelt haben usw. Kompromisse sind ja in Ordnung und nötig, aber doch nicht so, dass man nur noch auf einem niedrigen Level lebt, weil sonst die Partnerschaft gefährdet wäre.
 
  • #20
"Sie müssen aber auch jemanden finden der noch 35-jährige Eizellen befruchten will"....sag mal, gehts noch?

Wenn man sich Antwort 14 auf der Zunge zergehen lässt, lage ich mit meiner Einschätzung gar nicht so verkehrt.

Diese weibliche "Dynamik" darf halt nur nicht so offen proklamiert werden, es könnte ein schlechtes Licht auf die Frauen werfen.

Natürlich mit den gängigen Umschreibungen "Männer haben Angst" (TM) und Frau muss "ängstlichen" Mann zu "seinem Glück zwingen" (TM). Was natürlich Blödsinn ist und nur die weibliche Sexualstrategie verschleiern soll. Letztendlich soll der Mann nur zur Wunscherfüllung der Frau herhalten.
 
G

Gast

  • #21
Suche dir einen netten, solventen (am besten mit guter Familie) Spusi, gerne auch für eine "lockere Affäre" und werde dann rein zufällig schwanger.
Also ich kann mit mehreren Beispielen dienen, zu dem man sagt: Mach das bloß nicht.
Die versuchen immer noch, eine Beziehung zu führen, der Mann säuft, baggert an fremden Frauen rum, und zwar so penetrant, dass diese eine Feier verlassen, die Tochter aus diesem "ups, ich bin schwanger, so ein Zufall" hat massive Probleme mit dem Vater, der gern mal ausrastet.
Die Frau hält an der Beziehung fest, warum auch immer. An der schönen Partnerschaft kann es nicht liegen, Sex ist wohl schon lange nicht mehr. Das einzige, was die beiden zu verbinden scheint, ist das Haus, das ihr gehört. Vermutlich hat er auch was investiert oder daran gebaut.
Ein Verwandter hat zwei Kinder mit zwei Frauen, die ihn beide damit an sich binden wollten. Die eine hat schnell gemerkt, dass er beziehungsunfähig ist, und sich einen neuen Freund angelacht, der ihr Kind akzeptiert hat. Die andere hat nach wie vor niemanden.
Ich finde es unverantwortlich, einfach mal schwanger zu werden und den Mann dabei auszutricksen.
Männer, die man dazu zwingen muss, mit einem zusammen zu sein, kann man auch gleich abhaken, da darf man dann ständig kontrollieren und hinterherrennen, um dem klarzumachen, dass er doch in einer Beziehung ist. Mir ist bewusst, dass viele Frauen so denken, dass man den Mann drängen muss zu einer Beziehung. Ich kenne Frauen, die jahrelang Druck gemacht haben, dass sie endlich geheiratet werden. Also da bin ich lieber allein, wenn der Mann nicht von selber diesen Wunsch verspürt. Wie kann man sich dann geliebt fühlen? Das schließt sich doch völlig aus.
Und ich wäre ich ein Mann, würde ich jede Frau hassen, die "zufällig schwanger" würde und mich zu "meinem Glück" zwingen will.
 
  • #22
Das klappt schon, wenn man familientaugliche Partner/innen hat.
Wo sich Beide aktiv auch in die Familie einbringen........ dürfen.
Ich erlebe so manche emanzpierten Männer, die aktiv und gerne Vater und Familienmensch sind. Aber dazu eine Partnerin brauchen, die sie machen lässt.
Manche stöhnen mit Familie, weil es ihnen zu schwer erscheint. Aber oft ist zu hoher Ehrgeiz dabei, der sie belastet. Familie geht auch einfacher.
Kindererziehung: War für mich viel einfacher, als für meine Partnerin. Obwohl ich "nur" der Stiefvater war. Heute ist das Kind 13 J. alt, und ich habe es immer noch einfacher und erfolgreicher mit ihm, als seine Mutter.
Ich (m) glaubte lange, daß meine Ausbildung und Praxis in Kinderbetreuung und Hauswirtschaft ein Pluspunkt bei Frauen wäre. Bis ich merkte, daß das die meisten Frauen abstösst, sogar alleinerz. Frauen. (außer einer Einzigen)
Bei allen Partnerinnen durfte ich in der Küche nicht helfen. (egal ob Kinder da waren., oder nicht). Sondern "brav" aufs Essen warten.
Wenn Mithilfe "erlaubt" wurde, dann vielleicht beim Abwasch oder Wäsche aufhängen.
Zuerst verjagen so manche Frauen die familienfreundlichen und -fähigen Männer, weil ihnen "unmännlich." Und dann jammern sie ihnen hinterher, weil Keiner mehr für sie da ist.
Oder wenn sie familienuntaugliche Männer als Kindsväter nehmen. Und sich dann wundern -> ärgern, daß Familie mit diesen Männern nicht klappt. Aber dann sind bereits die Kind/er da. (Bei vielen AE-Müttern den Eindruck gewonnen, oder gar von ihnen bestätigt bekommen)
Eine Akademikerin "sammelte" auf diese Weise vier Kinder von vier versch. Männern - und blieb schlussendlich trotzdem alleinerziehend.
Familie haben, ist eine radikale Umstellung. Aber gut organisiert, und mit mehr Gelassenheit als Ehrgeiz - schafft man das auch heute. Und man muß Familie wollen und lieben, mit allen Vor- und Nachteilen.
 
  • #23
Ich selbst habe keine Kinder, könnte mir das aber in ca. 4–5 Jahren vorstellen.
Viele Frauen suchen bereits mit 30 J. ihren Lebenspartner + Kindsvater. Wenn andere Frauen erst später starten, müssen sie auf dem Partnermarkt sehen, welche Männer dafür noch übrig sind.
Ist es wirklich so schwer, den passenden Partner dafür zu finden, um für ca. 20 Jahre ein stabiles Umfeld für das Kind/ die Kinder zu schaffen ?
m.E. JA.
Unsere Eltern haben das hingekriegt, warum unsere Generation nicht ?
Früher gab es mehr die wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeit vom (Ehe-)mann. So rosig war das längst nicht, wie es schien. Man ertrug viel mehr als heute, weil die Auswege schwieriger waren, als heute.
Ist Familie heute nicht mehr gewollt und Frau sucht wirklich nur einen "Erzeuger"? (zahlreich in meinem Umfeld so erlebt)
Immer noch relativ Wenige. Aber heute weit öfter, als früher.
Welche Einflüsse könnte das auf unsere nächste Generation haben ?
Insgesamt noch abschreckender = noch weniger Interesse auf Familiengründung.
Lediglich zwei Neffen gründeten ihre Familien. Aber haben es schwerer als gedacht, wenn auch individuelle Gründe.
Eine Familie m. einem Kind (Ba.Wü.). Da muß der Mann ca. 450 km. nach München pendeln, um noch einen Job zu haben, wovon er seine Familie ernähren kann. (EDV-Technik) Aber Urlaubsreisen, oder mit Familie am Arbeitsort leben - ist bei dem Einkommen und Standort zu teuer. Die Frau + Mutter sucht einen Nebenjob in der Wohnortregion. Die Großeltern des Kindes leben im Nebenort = Kinderbetreuung.
Man muß heute gründlicher und vorausschauender planen, wenn man eine Familie gründen will. Nicht nur Partnerwahl, sondern z.B auch Standortfrage. Und es gibt nicht mehr so leicht ausreichend bezahlte Jobs "an jeder Ecke" wie in den 60er Jahren (20. Jh.)
Auf dem Land wohnen, mag gerade für junge Familien reizvoll und vorteilhaft sein. Aber viel fahren, und ggf. zwei Autos nötig.
Auch für die Kinder ist das Landleben schwieriger, weil weniger Anschluss an gleichaltrige Kinder, und schwierige Wege. Mindestens eine Kleinstadt, halte ich für besser.
 
  • #24
Liebe FS;

ich komme jetzt einfach mal mit der Statistik. Von den 44-48 jährigen Frauen haben rund 21 % keine Kinder. Dafür gibt es sicher einige Gründe. Dies kann z.B. eine geringere Fruchtbarkeit sein bzw. Unfruchtbarkeit (Mann oder Frau), der fehlende Partner oder eben der Wunsch keine zu haben (weil Karriere wichtiger war).
Mir persönlich war es einfach nicht möglich Kinder zu bekommen. Bin ich deswegen jetzt unglücklich oder weniger wert!?
Wenn ich mir die Umwelt anschaue und das was drum herum passiert dann denke ich nicht das es ein Fehler ist auch mal über seine eigenen Interessen hinaus nachzudenken. Welche Zukunft hat ein Kind/Partnerschaft in der heutigen Zeit!?
Ständiger Jobwechsel ist bei vielen heutzutage doch die Regel. Mit dem Hauptschulabschluss wird von vorn herein an Hartz 4 gedacht. Dann haben wir Unruhen und das eigentlich direkt vor der Tür ... Syrien, Islam - Fanatiker und Wirtschaftskrise finden direkt nebenan statt.
Ich möchte hier keine Ängste schürren aber sind das die Bedingungen die man seinen Kindern bieten möchte!?
Das alte Familienmodell hat ausgedient und viele trennen sich wenn es nicht mehr passt. Das ist der Preis den wir für die Emanzipation zahlen müssen. Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung sind die Sachen die uns gegeben worden sind. Dafür haben unsere Mütter in den 60 und 70 Jahren gekämpft. Meine Mutter hat meinen Vater fragen müssen ob sie arbeiten gehen darf.
Heutzutage braucht man nicht mehr heiraten und kann auch gehen wenn man möchte. Ob man das jetzt gut findet oder nicht ist einerlei. Es steht dir frei dein Leben so zu leben wie du willst.
Meine Mutter blieb bei meinen alkoholkranken Vater bis zum Schluss. Sie wollte den Schein waren und die Ehe aufrechterhalten. Dabei ging es nicht darum glücklich zu sein sondern nur ums überleben (alleine ist ihre Rente unter dem Hartz 4 Niveau obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet hat und 3 Kinder bekommen hat).

Egal was du machst - mache es bewusst und werde glücklich mit deiner Entscheidung.
 
  • #25
Liebe Lena,
weite deinen Blick. Das EP-Forum ist ein Ausschnitt, dein Umfeld auch. Unternehme doch mal einen Ausflug in die Familien-Hochburgen deutscher Städte: z. B. Stadtspaziergang durch Berlin Prenzlauer Berg, Friedrichshain, oder Friedenau gegen 16 Uhr (nicht zur Ferienzeit). Fröhlicher Kinderlärm erfüllt die Straßen, Mütter oder Väter geleiten kleine Grüppchen von Kindern zum nächsten Spielplatz. Oder gehe an einem Samstag auf die großen Märkte in diesen Vierteln, mische dich unter das Gewusel aus großen und kleinen Menschen. Auch diese Eindrücke sind nur Teil des Flickenteppichs "Leben der Deutschen", aber vielleicht einer, der dich inspiriert, statt zu entmutigen.

In Frankreich gehören Kinder selbstverständlicher zur Lebensplanung junger Menschen als in Deutschland (Google: Allensbach 2015), warum - das kann hier im Forum bestenfalls angerissen werden, s. Nachbarthread "Pro & Contra Emanzipation".

Abgesehen vom Wandel männlicher u. weiblicher Rollenbilder, wiegt das Problem "Positionen sichern und erhalten im Beruf" bei allen jüngeren Generationen der westlichen Gesellschaften schwer, alternative Lebensformen klammere ich hier aus. Erwerbsarbeit steht im Zentrum, private Lebensanteile und somit auch Familienpläne u. -leben müssen (?) geschickt drumherum angeordnet werden.
Kinder wuchsen einst, und tun es heute noch in vorwiegend anderen Regionen dieser Welt, in einer größeren (Dorf)Gemeinschaft auf. Das noch relativ junge Konstrukt "Kleinfamilie", wie es in unserer Gesellschaft zum Ideal erhoben wurde, steht unter enormem Druck konträren Ansprüchen gerecht zu werden.

Ich behaupte, dass die von dir beschriebenen Frauen an zumindest einem Aspekt von "Liebe" in der Ära des postmodernen Konsumkapitalismus gescheitert sind. Väter nur als Erzeuger zu betrachten, ist für mich Ausdruck tiefer Verbitterung oder haarsträubender Naivität. Ich empfehle dir die Lektüre der Soziologin Eva Illouz, um Antwort auf einiger deiner Fragen zu finden. Und dann begebe dich - gestärkt in deinen Wünschen nach Familie - in die Phase der Zielumsetzung. Je eher, desto besser.
w
 
  • #26
Tu Dir den Gefallen und befolge nicht den Ratschlag von Gast 14. Vor zwanzig Jahren war die Methode zwar noch gängig, trotzdem hat schon damals jeder gewusst, dass die Frau so armselig und unattraktiv war, dass sie zu so einem Betrug greifen musste. Es haben trotzdem viele die ungeliebte Frau geheiratet - nur hat in keinem Fall die Ehe Bestand gehabt und eine glückliche Ehe ist auch in keinem Fall (nicht einmal für eine bestimmte Zeit) dabei heraus gekommen. Du solltest Deine Wünsche und Deine Absichten - wie viele Kinder willst Du und sollen beide die Lasten tragen oder nur der Mann arbeiten etc. - deutlich machen, sobald Du einen Mann gefunden hast, den Du liebst und nicht zu lange mit der Klärung warten, ob er Dich heiratet. Ein Mann, der liebt, der heiratet ab einem bestimmten Alter auch, ganz ohne Schwangerschaft im Genick. Die Konstellation in der Ehe von Süsse 1965 finden meistens nur die Frauen gut, auch wenn die Männer zu gezähmt sind, das zuzugeben - außer gegenüber anderen Männern.
 
  • #27
Welche Zukunft hat ein Kind/Partnerschaft in der heutigen Zeit!?
...
Ich möchte hier keine Ängste schürren aber sind das die Bedingungen die man seinen Kindern bieten möchte!?
Das alte Familienmodell hat ausgedient und viele trennen sich wenn es nicht mehr passt. Das ist der Preis den wir für die Emanzipation zahlen müssen. Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung sind die Sachen die uns gegeben worden sind.
Liebe FS, das obige Argument würde ich nicht gelten lassen! Was würden denn die Menschen in den vielen, vielen anderen, ärmeren Ländern sagen? Was haben da die Kinder für Chancen? Was können denn die Eltern bieten? Trotzdem bekommen die Menschen in Mittel-/südamerika etc. Kinder und diese Kinder sind genauso glücklich oder unglücklich wie hier.
Der Knackpunkt liegt doch eher bei den Stichworten "Freiheit, Selbstbestimmung", diese "Werte" werden in unserer Gesellschaft hochgehalten. Es ist unser Zeitgeist. Natürlich finde ich es gut dass Frauen nicht mehr in unglücklichen Ehen verharren müssen, ich sehe es jedoch mit Bedenken wie schnell sich Paare trennen, weil es ihnen zu unbequem wird. An der nächsten Ecke warten ja schon was besseres. Ich kenne viele Singles die daran scheitern und es nicht begriffen haben: DEN perfekten Partner gibt es nicht (man selbst ist auch nicht perfekt).
 
  • #28
Nachtrag:
Es ist auch eine gehörige Portion Egoismus mit dabei. Sowohl von Männer als auch Frauenseite. Ich nehme mich selbst nicht aus! Ich kann mir nicht vorstellen als Hausfrau zu versauern. Als Frau ist man bei Kindern erstmal 2 Jahre weg vom Fenster und nachher muss man viel Zeit, Geld, Freiheit investieren, aufgeben für Kinder. Ich bin übrigens nicht der Meinung dass der Wunsch nach einem Kind egoistisch ist! Man schenkt jemandem das Leben. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar dafür! Im Übrigen sind diese glücklich verheiratet und alle meine Tanten/Onkel auch! Auch die Eltern meines Freundes und die Eltern meiner Freunde!!! Es kann sehrwohl funktionieren. Dazu sehe ich auch, dass Menschen aus einem glücklichen Elternhaus selbst gern eine Familie gründen wollen, während Kinder von gescheiterten Ehen weniger dazu bereit sind.
Dass Männer weniger den Wunsch nach Kindern verspüren, ist meiner Meinung nach biologisch verankert. Männer wurden quasi schon immer "gezwungener" Maßen Väter, da es keine Verhütung gab, die Männer aber einen stärkeren Drang nach Sex haben. Frau=sucht solventen Mann mit guten Genen für ihr Kind und Mann= sucht Frau mit guten Genen, bei der er sich sicher sein kann, dass ER der Vater ist. Kein Mann ist begeistert wenn eine Frau ihn scheinbar nur als Samenspender braucht. Nur weil die Natur es so eingerichtet hat, existiert die Menschheit noch!
Kopf hoch!
w33
 
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G

Gast

  • #29
Liebe FS,
lass dir von den verantwortungsscheuen Männern nur keine Ammenmärchen erzählen.
Es gibt 1. niemals eine Garantie, dass eine Ehe bis ans Ende aller Tage hält, aber allein die Hälfte aller Ehen tun es und der durchschnittliche Scheidungstermin liegt bei 14 !!! Jahren nach der Eheschließung.
2. Sind die Ehen, die durch ein gemeinsames Projekt, am besten durch ein oder mehrere Kinder verbunden sind, am Abstand die stabilsten, erwachsensten, verantwortungs-und liebevollsten.
Ein gemeinsames Projekt eint und verbindet die Partner und es stehen jeweils nicht ausschließlich die Ansprüche der eigenen Person und das eigene (in der heutigen Zeit oft neurotische) Ego im Vordergrund.
Ein gemeinsames Kind ist das höchste, was zwei Menschen gemeinsam schaffen können, von daher kann ich auch den Beitrag von Süße sehr gut verstehen. Kenne dutzende Ehen und die mit Kindern, auch die, bei denen die Frau nachgeholfen hat, sind mit Abstand die stabilsten. In den Fällen, in denen die Frau wirklich ungewollt schwanger geworden ist und das Kind sogar gar nicht bekommen wollte, haben komischerweise immer die Jungs und Männer auf "gemeinsame Familie" gedrängt. Auch diese Ehen zählen mit zu den deutlich glücklicheren, im Vergleich zu denen, in denen zwei Personen einfach nur "Spaß haben" wollen.
3. Diese sogenannten "Muttergefühle", wie sie viele Frauen schon vor der Schwangerschaft oder währenddessen empfinden, haben Männer in der großen Menge nicht. Sie können sich die schönen Momente mit einem Kind nicht vorstellen und kennen den Stolz und die Liebe für ein Kind nicht und sagen deswegen aus rein rationaler Sicht Nein. Wenn sie dann ihr eigen Fleisch und Blut erst mal sehen, sehen, der Kleine hat meine Nase/meine Augen/ schaut oder läuft wie ich als Kind/ nennt mich das állererste Mal Papa, dann lernen auch die meisten Männer Liebe und Stolz in nie gekannten Ausmaß kennen. Auch sehr viele Männer sagen, die Kinder sind mit Abstand das beste, was ihnen in ihrem Leben passiert ist und viele Männer haben damit ja auch noch recht ;-)
Liebe FS, lass dich auf keinen Fall verunsichern und geh ganz entspannt an die Sache heran. Du wirst sicher noch einen guten Mann für ein Kind und für eine Familie finden. Wichtig ist nur, dass du entspannt und ohne Angst und Panik an die Sache herangehst und auf deine Instinkte vertraust. Wenn nicht, haben "Die Falschen" nämlich leichter ein ganz leichtes Spiel und gerätst womöglich noch an einen PUA- Psycho.
 
  • #30
Liebe Lena, ich habe die Beiträge hier alle nicht gelesen, kann dir aber sagen, dass sich alle, die sich glücklich und ausgeglichen in Familien mit Kindern befinden, nicht in einem solchen Forum schreiben. Die kämen noch nicht mal auf die Idee hier rein zu schauen. Deshalb bekommt man ein bisschen eine andere Sicht auf das Leben, wenn man zu lange in solchen Foren weilt. Das reelle Leben zeigt sich für mich anders.

Du musst das machen, was für dich richtig ist!

Ich bin verh., habe Kinder und mein Umfeld besteht hauptsächlich aus Familien mit Kindern.
Wie was kommt, kann man nie sagen; ich kenne auch geschiedene Ehen. Dann ist das halt so. Von keinem Menschen kann man vorneweg sagen, wie er sich entwickelt. Das wichtigste ist, dass du das Gefühl hast, du kannst deinem Partner vertrauen und er ist zuverlässig, wenn du Kinder möchtest. Optimal wachsen Kinder für mich in einer Familie auf, da Kinder sich mal mehr zu Papa oder zu Mama hingezogen fühlen. Kinder erziehen ist nicht einfach v.a. wenn es Richtung Pubertät geht. Da bin ich froh, wenn ich nicht nur alleine mit den Problemen bin. (Aber wäre ich alleine, dann würde ich das auch schaffen und hätte andere Bezugspersonen).