• #1

Wann bereit für Neues?

Hallo.
Vielleicht gabs die Frage schon, sorry, aber trotzdem nochmal nun von mir. (es muss ja niemand antworten)

Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch nach einer Trennung/ Scheidung von einer LANGJÄHRIGEN (mind. 10 Jahre!) Beziehung/Ehe wieder irgendwie beziehungsfähig gefühlt habt?
In meinem gleichaltrigen Bekanntenkreis gibt es Männer, die gehen nach über 30 jährigen Ehen übergangslos eine neue Beziehung ein und sehen ganz zufrieden damit aus. Oder ich lese, dass manche zumindest nach 1-2 Jahren wieder soweit sind. Es kommt vermutlich auf vieles an (Qualität der letzten Ehe, Auseinanderleben etc...), aber man vergleicht sich halt...

M/ Mitte 50
 
  • #2
Ich vergleiche mich nicht. Wohin soll das führen?
Meine beste Freundin, ähnlich lang verheiratet, ein Jahr nach mir getrennt, wollte nach knapp einem Jahr Trennung wieder einen Partner. Sie hat intensiv gedatet, bis sie einen gefunden hat. Ich habe drei gebraucht. Habe dann etwas gedatet. Heute bin ich zufriedener Single, ohne Ambitionen das aktiv zu ändern. Ich weis bis heute nicht, ob ich eine Bindungsangst entwickelt habe oder ob ich einfach fein mit meinem Leben als Single bin. Das wird sich erst zeigen, wenn mir vielleicht der Richtige über den Weg läuft.
Jeder Mensch verarbeitet anders, braucht länger und geht anders damit um. Ich glaube auch, das der verlassene oft länger braucht. Aber all das will ich gar nicht sezieren. Ich bin zufrieden mit meinem Leben und diese Zufriedenheit steht und fällt nicht mit meinem Beziehungsstatus.
 
V

vondraußen

Gast
  • #3
Kann ich so gar nicht sagen. Habe sehr lange, zu lange neben dem Expartner gewohnt um die Kinder gemeinsam aufzuziehen, das hat mich natürlich noch länger beschäftigt als nötig. Kann mich erinnern, dass ich Jahre nach der Trennung meine Freundin sah, die zur Verabredung ging und sehr aufgeregt war und ich dachte, och nee, keine Lust auf sowas. Ca. 5 Jahre nach der Trennung hatte ich dann Lust auf was Neues aber keine richtige Gelegenheit. Hat alles in allem sehr lange gedauert, bin aber auch eine Type, die sehr gut ihr Leben ohne Partner lebt und genießt. Die Männer die Du ansprichst, sind oft welche, die einfach jemand neben sich brauchen. Da hat jeder so seine Prioritäten...
 
  • #4
Es kommt vermutlich auf vieles an (Qualität der letzten Ehe, Auseinanderleben etc...
Ich würde auch sagen, dass es daran liegt.

Aber einen viel wesentlicheren Faktor hast Du m.E. vergessen: Deine eigene Art (nachdenklicher Typ oder egal-Typ), Dein Temperament, wie gut Du allein klarkommst etc.

Vor der Trennung hatte ich eine Therapie angefangen, die mich auf den Weg zur Trennung/zum "neu machen" gebracht hat. Trotzdem brauchte ich nach einer friedlichen Scheidung (das Unerfreuliche, was dazu führte fand vorher statt) mehrere Jahre bis ich wieder echtes Interesse an einer Partnerschaft hatte.

Vorrangig war für mich:
- im neuen Leben (allein in der Stadtwohnung, statt Haus am Stadtrand) anzukommen und für mich auszuloten, welche Möglichkeiten mir das bot
- mir neue berufliche Chancen zu eröffnen und die dann auch zu ergreifen (war mit sehr viel Arbeit und anstrengendem Machtgerangel verbunden)
- alte Kontakte wiederzubeleben, die während 20 Jahren Ehe nahezu auf Eis gelegen haben und neue Leute kennenlernen.

Erst als ich das alles klar hatte, hatte ich Interesse zu daten, um es bald darauf wieder einzustellen, weil ich mir zu wenig klar war: was für einen Mann will ich überhaupt. Was ich nicht wollte, wusste ich sehr gut, hilft aber nur begrenzt weiter.

Wenn Du gut allein klarkommmst und Dir klar bist, was Du nie wieder für eine Partnerschaft an eigenen Interessen zurückstellen willst, dann sagt es sich leicht "nein" zu einem unpassenden Angebot, langt aber immer noch nicht.
Also habe ich es nochmal aufgeschoben und mir angeschaut, welche Parameter nun für eine neue Partnerschaft zählen, wo ich doch weiß, wie ich zukünftig leben will.

Daten hat mir zwar keinen Erfolg gebracht, aber der Alltag brachte den passenden Mann in mein Leben.
 
H

Hammurabi

Gast
  • #5
Ziemlich zügig, da ich wesentlich länger in meiner Beziehung (>10 Jahre, 2 Kinder) war als das gesund gewesen wäre, daher hatte ich das gedanklich schon eineinhalb Jahre vor dem tatsächlichen Ende für mich abgeschlossen. Seitdem bin ich nun etwas über zwei Jahre Single und frei für eine neue Frau im Leben. Bin allerdings nur außerhalb des OD unterwegs und bisher hat sich nichts ergeben, da entweder die Anziehung nicht vorhanden war oder die interessanten Damen alle in Beziehungen stecken. Hatte gerade am Wochenende eine intelligente Frau aus der Medizinbranche kennengelernt, aber es war so mühselig sich mit ihr zu unterhalten dass schnell klar war da ist nichts zwischen uns. Denke endgültig war meine Exbeziehung vorbei als es nicht einmal mehr zu Körperlichkeiten kam und wir in unterschiedlichen Schlafzimmern wohnten. Die geistige oder auch seelische Verbindung war da schon nicht mehr vorhanden. Das hätte eigentlich zur Trennung gereicht, aber wegen der Kinder blieb ich länger. Im Nachhinein ein Fehler. Man lernt nicht aus.
 
  • #6
In meinem gleichaltrigen Bekanntenkreis gibt es Männer, die gehen nach über 30 jährigen Ehen übergangslos eine neue Beziehung ein und sehen ganz zufrieden damit aus.
Vielen Männer geht es ausschließlich um Sex, deshalb können sie von Beziehung zu Beziehung wandern, da die Gefühle ziemlich ausgeschaltet sind! Ich halte eine Pause von 1 bis 2 Jahren für notwendig, richtig und positiv, um zu reflektieren, was ich möchte, was ich nicht (mehr!) möchte und mich auf diese Art und Weise noch besser kennen lerne!
Oder ich lese, dass manche zumindest nach 1-2 Jahren wieder soweit sind. Es kommt vermutlich auf vieles an (Qualität der letzten Ehe, Auseinanderleben etc...), aber man vergleicht sich halt...
Zustimmung! Es hängt mit der Enttäuschung und mit der Verletzung zusammen! Eine längere Pause ist immer besser, da man sonst die alten Probleme unbewisst mit in die neue Beziehung rein nimmt!
 
  • #7
Ich weis bis heute nicht, ob ich eine Bindungsangst entwickelt habe oder ob ich einfach fein mit meinem Leben als Single bin. Das wird sich erst zeigen, wenn mir vielleicht der Richtige über den Weg läuft.
Ich glaube nicht an Bindungsangst, ich glaube es sind reflektierte Erkenntnisse, die die Erwartungshaltung positiv steuert!
Ich bin zufrieden mit meinem Leben und diese Zufriedenheit steht und fällt nicht mit meinem Beziehungsstatus.
Darum geht es ausschließlich! Jede reflektierte Frau fragt sich, warum sie überhaupt einen Mann braucht?
 
  • #8
In meinem gleichaltrigen Bekanntenkreis gibt es Männer, die gehen nach über 30 jährigen Ehen übergangslos eine neue Beziehung ein und sehen ganz zufrieden damit aus.
Dazu gehöre ich.

Das gegenseitige Entleben und die Trennung in Form einer inneren Kündigung erfolgt in diesen Fällen innerhalb der nur noch formal bestehenden Beziehung.

Man lebt nicht mehr miteinander sondern nebeneinander her.

Insoweit suchen entsprechende Menschen unmittelbar nach ihrer Trennung, dass was ihnen in den letzten Beziehungsjahren fehlte.

Eine Pause wäre Zeitverschwendung.
Oder ich lese, dass manche zumindest nach 1-2 Jahren wieder soweit sind.
Ich tippe darauf, dass jene die ein oder zwei Jahre Pause machen eher eine kurze Beziehung, wenige Jahre, geführt haben oder von der Trennung überrascht wurden. Ihnen fehlt die innere Kündigung vorab.

Einige müssen sich in diesem Fall von Ihrem Schock erholen und Vertrauen zurück gewinnen. Da kann eine Phase der Selbstbesinnung helfen.

Ich habe mich dagegen nicht spontan sondern wohlüberlegt getrennt.
 
  • #9
Es hat viele Komponenten, die da reinspielen, beginnt schon mit der Kindheit, wie hat man Bindung aufgebaut, wie schnell gewechselt, wie tief und stark lässt man sich auf eine Bindung ein, kann man gut oder schwer loslassen, lässt man sich demütigen und neigt zum verzeihen und auch für vieles Verständnis haben, ist man ein bequemer Mensch, etc. Im Weiteren wie war die Beziehung, konnte man sich langsam voneinander entwöhnen und zuletzt nur ein funktionales Zusammenleben oder war da noch ganz viel Liebe, wie viel Enttäuschung, wie viel Wut; dann auch noch, welche Träume & Projektionen man mit dem Menschen verbunden hat, hatte dieser Mensch die Aufgabe für den Anderen, dass Leben zu organisieren und sichern, Probleme aus dem Weg zu räumen oder auch mit dieser Person wird alles gut bzw. ist alles gut, vgl. der Funktion eines Schutzengels, und dann ist die Person aber weg… sich auch von Träumen, Plänen und gelebten Gewohnheiten zu verabschieden, ist auch schwer und alles ein Prozess, der unbestimmt ist, da auch der Mensch zum Schönreden und Verdrängen neigt, ebenso aber auch sich in seinem Leid und vermeintlichen Unglück/Unrecht in einer Opferhaltung sich „einzuigeln“ und darin ihren gewohnten Mustern zu folgen.
Auch kann eine Trennung mal psychisch nicht richtig verarbeitet worden sein, so das Prozess des loslassens und abnabelns gestört oder nicht verarbeitet ist/wird.
Deshalb kurz gesagt, es gibt keine Richtlinie und dauert bei jedem anders. Gab es schon in der Geschichte, wo manche schon sehr jung, nach dem Tod ihres Partners ihr Lebenlang Trauerkleidung trugen und andere tanzten mehrfach als Braut & Bräutigam auf jeder Hochzeit.
 
  • #10
Ich glaube nicht an Bindungsangst, ich glaube es sind reflektierte Erkenntnisse, die die Erwartungshaltung positiv steuert!
Ich glaube schon, dass es sie gibt. Der Grad ist schmal.
Würde mich das aber so belasten, dass ich ein Defizit verspüre, würde ich mir Hilfe holen.
Es gibt sie durch aus, die Momente in denen ich mir Partnerschaft wünsche. Nach meiner Dating Phase hatte ich klar, dass ich die Neigung habe emotional schwer verfügbare Partner anzuziehen und die verfügbaren nicht anziehend zu finden.
Vielleicht Zufall, vielleicht Bindungsangst?!
Im Moment ist mir das aber auch Wurscht ;-)
 
  • #11
Ziemlich zügig..... hatte ich das gedanklich schon eineinhalb Jahre vor dem tatsächlichen Ende für mich abgeschlossen.
Das ging mir auch so, aber trotzdem war ich nach meinem Auszug und der Scheidung ein Jahr später nicht bereit für eine neue Beziehung. Vorher war ich durch die weiter bestehende Ehe immer noch zu sehr an die Vergangenheit gebunden. Die rechtsgültige Scheidung erlebte ich als einen echten Befreiungsschlag.

Und dann wollte ich die neue Freiheit leben er st Recht leben. Insbesondere die neuen Chancen fand ich interessanter als eine neue Partnerschaft.

Es gab damals viele Veränderungen in meinem Leben, die von mir Veränderung in Teilen der Persönlichekit forderten. Sowas wirkt ja auch unmittelbar auf die Partnerwahl - wer passt dann noch?
Dass ich zuvor falsch gewählt hatte, war mir klar geworden und das sollte mir nicht nochmal passieren. Darum hatte ich das Bedürfnis mir Zeit zu nehmen zu entscheiden, ob überhaupt noch eine Partnerschaft und wenn ja, mit welcher Art Mann.

Ich brauchte dafür recht viel Zeit (finde ich in der Retrospektive, habe mittlerweile auch die Gründe dafür erkannt) und habe sie mir genommen.
 
H

Hammurabi

Gast
  • #12
Die rechtsgültige Scheidung erlebte ich als einen echten Befreiungsschlag.
Interessant, dass die noch rein bindende Formalität dann immer noch so viel Einfluss besitzt. Denke darum war das auch ungeheuer wichtig für dich selbst:
Es gab damals viele Veränderungen in meinem Leben, die von mir Veränderung in Teilen der Persönlichekit forderten. Sowas wirkt ja auch unmittelbar auf die Partnerwahl - wer passt dann noch?

Dass ich zuvor falsch gewählt hatte, war mir klar geworden und das sollte mir nicht nochmal passieren.
Geht mir komplett genauso. Klar, wenn man sich dann verliebt wird es schwieriger hier eine rationale Bewertung vorzunehmen, aber wenn absehbar wäre dass die Opfer die man bringen müsste zu groß sind, dann lässt man vielleicht den Geist die Kontrolle über das Herz gewinnen. Auch wenn es dann erst einmal schmerzt.
 
  • #13
Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch nach einer Trennung/ Scheidung von einer LANGJÄHRIGEN (mind. 10 Jahre!) Beziehung/Ehe wieder irgendwie beziehungsfähig gefühlt habt?
Unterschiedlich lange, wobei das bei mir nichts mit der Dauer der vorherigen Beziehung zu tun hatte, sondern eher mit dem "Warum" für das Beziehungsaus. Wenn das Aus für mich also eher unvermittelt kam, hatte ich länger daran zu knabbern, wie wenn ich mich schon länger mit dem Gedanken an eine Trennung befasste. So insgesamt betrachtet würde ich sagen, dass ich nach 1 bis 2 Jahren theoretisch wieder beziehungsfähig gewesen bin. Praktisch dauerte es aber länger, da ich mich nicht so schnell verliebe.
Es kommt vermutlich auf vieles an (Qualität der letzten Ehe, Auseinanderleben etc...), aber man vergleicht sich halt...
Eben. Wenn dem/der Partner*in in der 30jährigen Beziehung schon ewig etwas fehlte oder nervte, läuft der Regenerierungsprozess vielleicht schneller. Dazu kommt dann noch, wer von Beiden dieBeziehung beendet hat. Der Beendende hatte ja meistens vorher schon länger den Gedanken daran.
 
  • #15
Die Männer die Du ansprichst, sind oft welche, die einfach jemand neben sich brauchen.
Das sehe ich auch so.
Deshalb würde ich es nicht unbedingt als "beziehungsfähig" bezeichnen, nur weil sich jemand lange in einer Beziehung befindet.
Das kann eher ein "kann nicht alleine sein", Ängstlichkeit, Bequemlichkeit usw. sein. Es haben auch bindungsängstliche Menschen Beziehungen. Nur lassen diese sich nie voll und ganz auf den Anderen ein.

wieder irgendwie beziehungsfähig gefühlt habt?
Beziehungsfähig habe ich mich nach Trennungen immer gefühlt.
Jedoch habe ich mich noch nicht bereit für eine neue Beziehung gefühlt.
Das sind ja zwei verschiedene Dinge. Man ist ja nicht beziehungsunfähig, nur weil man nicht gleich eine eingehen möchte.

Nach der ersten Trennung von meiner Seite aus, war ich nicht lange alleine. Vielleicht zwei Monate.
Zunächst ging mir alles zu schnell. Ich wollte nicht gleich wieder so fest gebunden sein. Denn ich hatte mich ja gerade erst "befreit".
Jedoch entwickelte sich die neue Beziehung direkt und dann war es auch in Ordnung.
Verarbeitet habe ich die vergangene Beziehung innerhalb der neuen Beziehung. Es war also sowohl Trennungsschmerz bzgl. der verflossenen Beziehung, als auch ein schöner Neuanfang.

Auch nach dem Ende der nächsten langjährigen Beziehung war ich nicht lange alleine. Hier war ich die Verlassene. Die Verarbeitung dessen hat sehr sehr lange gedauert. Allerdings waren das besondere Umstände, die so im Normalfall nicht existieren. Das kann also nicht als Vergleichsbasis herangezogen werden. Es war nicht nur Trennungsschmerz.

Jetzt nach der dritten langjährigen Beziehung habe ich Angst, dass ich wieder so lange brauchen könnte. Hier sind die Umstände aber nicht so besonders. Ich vermute, dass ich da schneller loslassen können werde.
Schwer ist das jedoch auf jeden Fall.
Im Augenblick bin ich noch in der Phase, dass ich mir nicht vorstellen kann, nochmal etwas Vergleichbar "Schönes" zu finden, sowohl optisch als auch charakterlich. Aber mir ist natürlich bewusst, dass das eine Illusion ist und diese Gedanken/Gefühle ganz normal sind.

Ich habe jedenfalls keinen der Ex-Partner "vergessen".
Nicht mal auch nur irgendwelche Details.
Ich weiß genau, weshalb ich sie einst geliebt habe.
Deshalb hege ich immer die Hoffnung, dass diese mich ebenso nicht einfach vergessen haben.
Das Gefühl hat man ja gerne mal, wenn sich jemand trennt, dass man völlig vergessen wäre. Nicht mehr existent.
Ich denke, davon kann man jedoch ausgehen, dass man einen massiven Impact hatte im Leben des Anderen.
Man war Teil des Lebens des Anderen. Und der Andere war ein Teil des eigenen Lebens, selbst bei all der Zeit, die seit der Trennung vergangen ist.

"Gesucht" habe ich nie jemanden. Ich wurde eher gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
@INSPIRATIONMASTER Du redest wieder einmal Blödsinn, wenn du behauptest, es ginge den Männern nur um Sex, wenn sie schnell nach einer Trennung eine neue Beziehung suchen. Die Männer, die ich kenne, wollen/wollten alle wieder eine weibliche Komponente in ihrem Leben und möchten die Zuneigung finden, die ihnen in der unglücklichen Beziehung gefehlt hat. Mit welch merkwürdigen Menschen hast du - einzigartiger Coach - es zu tun? Wir "Nicht-Coachen" haben mindestens so viel Lebenserfahrung wie du und wissen, daß es nicht ausschließlich ums Bett geht. Natürlich ist körperliche Harmonie wichtiger Teil der neuen Beziehung, aber es gibt da auch noch genügend andere geistige Komponenten, die eine Rolle spielen - falls du mir folgen kannst.
 
  • #17
Immer, wenn ich mir sicher war, einen Partner nicht mehr zu wollen, war ich danach auch fähig, einen anderen anzunehmen.

Die innere Kündigung, wie schon geschrieben, war unumgänglich der Auslöser.

Was ich aber sagen kann, dass langjährige Beziehungen derart tiefe Wurzeln tragen, und jede neue eingegangene Verbindung immer noch reiflicher überlegt wurde. Auch eine wohlüberlegte Trennung samt Umzug kostet Kraft. Das will man keine paar Male im Leben
 
  • #18
In meinem gleichaltrigen Bekanntenkreis gibt es Männer, die gehen nach über 30 jährigen Ehen übergangslos eine neue Beziehung ein und sehen ganz zufrieden damit aus.
Es gibt Männer, die schon während der Beziehung woanders suchen und warmwechseln, es gibt Frauen, die gezielt mit solchen Männern Affären anfangen und dringend hoffen, dass sie warmwechseln.
Es gibt Beziehungen, die sind jahrelang "tot", bis man sich zur Trennung aufrafft und dann schnell wieder fündig und glücklich wird. Ich habe mich immer (nach längerer Leidenszeit) selbst getrennt und wäre dann relativ schnell wieder für eine Beziehung verfügbar gewesen. Bei meiner Ehe war die Scheidung das entscheidende Datum.
Andere, bei denen es Jahre dauert, die nie wieder eine Beziehung wollen oder schlicht beziehungsunfähig sind. Also: individuell verschieden.

Was nützt es, wenn jetzt hier alle antworten "Ein Jahr und drei Monate"?
 
  • #19
Meine Ehe dauerte 10 Jahre, vor allem meinen damals 2 jüngeren Kindern (6 und 8) geschuldet, folgte dieser Trennung eine 4 jährige Neuorientierungsphase.

Es hat hier einfach Zeit (Familienzeit) gebraucht, damit sie sich an die Umstände gewöhnen.

Danach ist er mir über den Weg gelaufen, eigentlich in einer Situation, in der ich komplett mit unserem Leben zufrieden war.

Ich hätte mir auch sehr gut vorstellen können mich so in diesem Leben dauerhaft einzurichten.

Je nach Intensität meiner Beziehungen und dem Abschließen bereits in der Beziehung war ich davor zwischen kaum Zeit und bis zu 2 Jahren Single.

W, 49
 
  • #20
@INSPIRATIONMASTER Du redest wieder einmal Blödsinn, wenn du behauptest, es ginge den Männern nur um Sex, wenn sie schnell nach einer Trennung eine neue Beziehung suchen.
An deiner Stelle würde ich mich an der eigenen Nase anfassen! So ist das für mich, was ich sage. Männer werden das nicht ohne weiteres Frauen sagen! Ich weiß sehr wohl, wie die meisten Männer denken.
@Dingens: Die Bindungsangst gibt es, ich habe das auf dich bezogen, ich sehe bei dir keine Bindungsangst, sehe eher reflektierte Erkenntnisse, als sebr positiv!
 
  • #21
Es gibt eine Studie, die gefunden haben will, dass die Männer nicht sehr lange mit einer neuen Beziehung warten, wenn die alte Beziehung zerbricht. Laut eines Scheidungsanwalts ist es auch so, dass viele Männer bei der Scheidung bereits eine neue Partnerin haben.
Für Frauen ist es oft nicht so einfach und sie brauchen viel mehr Zeit um abzuschließen und sicherlich spielen viele weiteren Fakten noch mit.
Dennoch kenne ich bei beiden Geschlechtern auch die umgekehrte Variante. Männer, die Jahrelang Single bleiben und Freuen, die warm wechseln.
 
  • #22
Interessant, dass die noch rein bindende Formalität dann immer noch so viel Einfluss besitzt.
Die "Formalität" hat ja rechtliche Konsequenzen/nachwirkende Pflichten, von denen ich frei sein wollte.
Nur dann geht Neustart wirklich: nur für sich selber verantwortlich und in der Pflicht zu sein, aber umgekehrt auch alle gesäten Früchte allein zu ernten, selber verantwortlich zu sein, wenn man was gewonnen, aber auch versaubeutelt hat, der andere nie wieder Risiko für mich durch sein Handeln.
Von allen Pflichten wirklich frei zu sein, war für mich spürbar - die Rechte habe ich gern abgegeben, weil ich eh nie was davon hatte.

Ich musste das für mich in Rihe erstmal realisieren (alle Anspannung weg), um es eine Zeit später auch genießen zu können. Dann folgte die Phase, diese Freiheit für mich genießen und voll auskosten zu wollen. Da passte kein Mann rein.

dann lässt man vielleicht den Geist die Kontrolle über das Herz gewinnen. Auch wenn es dann erst einmal schmerzt.
Zumindest ich habe es so gemacht, weil es für mich auch leicht ist - verliebe mich nicht schnell.
Ich war wirklich risikoscheu und habe weiträumig jeden Mann gemieden, der mich nur ein Risiko für mein Wohlbefinden ahnen ließ.

Wenn das Aus für mich also eher unvermittelt kam, hatte ich länger daran zu knabbern, wie wenn ich mich schon länger mit dem Gedanken an eine Trennung befasste.
Ich denke, es macht einen Unterschied, ob man sich trennt oder verlassen wird.
Wer sich selber trennt ist meistens mit der Beziehung emotional durch, hat alles xmal durchdacht, bilanziert usw und dann entscheiden, ist nur noch im Organisationsmodus, während der Verlassene möglicherweise vom Glauben abfällt und erstmal verstehen musst, anfangen muss sich mit dem Thema auseinanderzusetzen ohne noch Gestaltungsspielraum zu haben.

Beziehungsfähig habe ich mich nach Trennungen immer gefühlt.
Jedoch habe ich mich noch nicht bereit für eine neue Beziehung gefühlt.
Das ging mir auch so. Ohne den jahrelangen Partner ist ja meistens eine massive Veränderung mit neuen Chancen und darin muss man sich einfinden.
Mich hätte ein neuer Mensch nahe an mir dran dabei erheblich gestört.
 
  • #23
Es gibt eine Studie, die gefunden haben will, dass die Männer nicht sehr lange mit einer neuen Beziehung warten, wenn die alte Beziehung zerbricht.
Entspricht genau meinen eigenen Beobachtungen, Männer haben mehr Probleme ohne Sex zu leben (siehe florierendes Prosti Gewerbe) als Frauen, auch nehmen sie dabei keine Rücksicht auf die Kinder, wegen neuem Partner, Frauen schon viel mehr!
Laut eines Scheidungsanwalts ist es auch so, dass viele Männer bei der Scheidung bereits eine neue Partnerin haben.
Viele Männer haben während der Beziehung, eine Geliebte!
Für Frauen ist es oft nicht so einfach und sie brauchen viel mehr Zeit um abzuschließen und sicherlich spielen viele weiteren Fakten noch mit.
Zustimmung!
Dennoch kenne ich bei beiden Geschlechtern auch die umgekehrte Variante. Männer, die Jahrelang Single bleiben und Freuen, die warm wechseln.
Auch das gibt es!
 
  • #24
Ich tippe darauf, dass jene die ein oder zwei Jahre Pause machen eher eine kurze Beziehung, wenige Jahre, geführt haben oder von der Trennung überrascht wurden. Ihnen fehlt die innere Kündigung vorab.
War bei mir nicht so. Ich hatte auch mehr als 25 Jahre auf der Ehe Uhr.
Hab aber das gute Jahr Pause gebraucht für mich.
Erstes mal nach Ehefrau alleine gelebt.
Dann erst eine neue Beziehung, Zufall.
Nach der Trennung eine Pause von gut 3 Jahren. Ich bin auch kein suchender.
Zwei Affären und wenige ONS, die Sache finde ich sehr ungemütlich und kalt.
Dann kam Sie und so isses immer noch.
Direkt danach eine Beziehung anfangen geht bei mir nicht. Ich brauche die Zeit.
Nun bin ich wieder zuversichtlich und hoffe das es kein weiteren Grund gibt eine Pause zu machen.
Ich hingegen, rate zu einer Pause nach einer Trennung.
M51
 
  • #25
Mich hätte ein neuer Mensch nahe an mir dran dabei erheblich gestört.
Da müsste man auch ein ziemlicher Hirnakrobat sein.
Zumindest mir gelingt so etwas nicht, mich derart schnell umzustellen.
Gefühle sind zumindest bei mir nicht einfach mal mit einem Fingerschnipp weg.
Ich würde mich innerlich zerrissen fühlen.
Erstmal muss ich für mich jetzt justieren, was ich will und ob ich
überhaupt irgendwas will.

Ich weiß zumindest was ich nicht will. Und das ist sinnloses online-Dating. Das wirkt auf mich schon beim Zulesen von Beiträgen völlig herabwürdigend.
Habe mich aber mal umgesehen und es hat mich geradezu abgestoßen. Vermutlich weil ich eben nicht bereit bin momentan, mir auch nur etwas anders vorstellen zu können.
Diese ganzen "Ich habe den Mt. Everest bestiegen -Bilder" wirken einfach zu lächerlich auf mich. Es wirkt bedürftig. Reizt mich alles nicht.

Ich kann nur betonen, dass ich heilfroh bin, wirklich heilfroh, dass ich nicht auch noch Wohnungswechsel, Jobwechsel und Co. mit dieser Trennung durchmachen muss. Ich werde auch in Zukunft dabei bleiben, dass ich nicht mein ganzes Leben auf einen neuen Partner umstelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #26
Beziehung/Ehe wieder irgendwie beziehungsfähig gefühlt habt?
Hat ein paar Jahre gebraucht und so gänzlich an dem Punkt angekommen, bin ich auch noch nicht. Zumindest verspüre ich kein sonderlich großes Bedürfnis nach einer neuen Beziehung auf dem Level und fühle mich als Single auch sehr wohl.

Du kannst machen, was du willst und hast dein Leben zu 100% unter Kontrolle.

Schlussendlich spielen da so viele individuelle Gesichtspunkte mit rein, dass ein Vergleich wohl wenig Sinn ergibt.

In meinem gleichaltrigen Bekanntenkreis gibt es Männer, die gehen nach über 30 jährigen Ehen übergangslos eine neue Beziehung ein und sehen ganz zufrieden damit aus.
Menschen sind Gewohnheitstiere. Ich würde nicht den Fehler machen und annehmen, dass das immer eine super Partnerschaft mit immenser Passung wäre. Denn solche Menschen stehen auch nicht an jeder Straßenecke parat.

Ich halte diese Kompromiss Beziehungen für wenig erstrebenswert. Zumindest erfüllen mich die meisten Beziehungen nicht gerade mit Sehnsucht, wenn ich sie näher betrachte.

So richtig schöne Beziehungen, in denen man sich gegenseitig inspiriert und die von einer wunderschön positiven Energie durchtränkt sind, sind schon sehr selten.

Und auf sowas würde ich persönlich lieber warten wollen …,
 
  • #27
Viele Männer haben während der Beziehung, eine Geliebte!
Du meinst, viele Frauen haben eine Affäre mit einem vergebenen Mann? 🤔 Sind das dann eher Singlefrauen oder verheiratete?

Mir fällt noch ein anderer Aspekt auf. Viele Frauen hier sehen ihre Beziehungen sehr negativ mit entsprechend schlechtem Männerbild. Es ist ja auch bekannt, dass von verheirateten Frauen öfter die Trennung ausgeht als von Männern. Bei unverheirateten übrigens ungefähr Gleichstand. Ehe bedeutet für Frauen öfter Benachteiligung, sie sind dann froh, wenn sie getrennt sind und geniessen das erstmal alleine. Frauen sind auch häufiger AE und damit eine Weile genug beschäftigt. Männer sehen Beziehungen wohl positiver und wollen deswegen eher wieder eine.
 
  • #28
Mal noch was:
Ich komme grundsätzlich sehr gut ohne Partnerin klar. (Job, Wohnung, Finanzen, Haushalt, "Kind", Sozialleben, Gesundheit usw. )
Woran ich aber gerade sehr bei mir arbeite: Irgendwie bedeutet eine Partnerin auch eine gewisse Bestätigung als Mann im körperlichen Sinn. Und irgendwie kann/ darf das in meinen Augen nicht sein! Da ist einiges an männlicher Selbstsicherheit nach der Trennung in mir zusammen gebrochen. Da brauch ich nur an den tollen (?) Neuen meiner Ex zu denken. (ich weiß, das soll man nicht machen). Ich möchte auch so, ohne (!) Bestätigung einer Frau wieder das Gefühl haben, ein begehrter (?) Mann zu sein.
 
  • #29
Mal noch was:
Ich komme grundsätzlich sehr gut ohne Partnerin klar. (Job, Wohnung, Finanzen, Haushalt, "Kind", Sozialleben, Gesundheit usw. )
Woran ich aber gerade sehr bei mir arbeite: Irgendwie bedeutet eine Partnerin auch eine gewisse Bestätigung als Mann im körperlichen Sinn. Und irgendwie kann/ darf das in meinen Augen nicht sein! Da ist einiges an männlicher Selbstsicherheit nach der Trennung in mir zusammen gebrochen. Da brauch ich nur an den tollen (?) Neuen meiner Ex zu denken. (ich weiß, das soll man nicht machen). Ich möchte auch so, ohne (!) Bestätigung einer Frau wieder das Gefühl haben, ein begehrter (?) Mann zu sein.
Ich empfinde das als sehr reflektiert. Ich denke, es reicht schon, wenn du dir dessen immer wieder bewusst wirst, sobald du merkst, in eine Art Selbstbestätigungs-Fahrwasser zu kommen. Dann wird das weniger werden. Und gleichzeitig hilft mir, dass ich das Jetzt, egal ob gewollt oder ungewollt Single, rigoros akzeptiere. Es ist halt so und ist genau richtig gerade und es wird sich aber auch wieder ändern.

Ich zb. hab immer früh, wenn ich nach dem Duschen in den Spiegel schau, gedacht: Wow bist du hübsch, warum sieht das kein Mann? (Ich war schon lange Single...)

Das hab ich jeden Tag gedacht. Männer sehen es auch. Aber nur die offensichtliche Bestätigung fehlte, bis ich merkte, es ist nicht so wichtig, dass ich von aussen bestätigt werde, wenn ich mich akzeptiere und mag. Und es interessiert mich tatsächlich wenig, wenn mir Männer mit Komplimenten schmeicheln, da ich ja weiss, dass ich hübsch bin (was wirklich jeder Mensch auf seine Weise ist). Mir schmeichelt mehr, wenn jmd. gerne mit mir zusammen ist...

Begehren ist übrigens auf der Hawkins-Bewusstseinsskala keine wirklich hohe Schwingung, Neutralität und Akzeptanz schwingen schon viel höher, falls dir das was sagt. Begehrt zu werden ist somit nichts wirklich erstrebenswertes.
 
  • #30
So richtig schöne Beziehungen, in denen man sich gegenseitig inspiriert und die von einer wunderschön positiven Energie durchtränkt sind, sind schon sehr selten.
Ich stelle fest, dass sie unter den langjährigen Beziehungen garnicht so selten sind.

Für mich kam nach meiner Scheidung nur so eine Beziehung infrage - oder keine. Und genau das hat funktioniert, statt Zeit nach der Scheidung in unerfreulichen Versuchen zu verplempern und in igrendwas Halbgarem festzuhänngen, den Richtigen zu verpassen, weil man seiner Energie darein steckt, an was unpassendem rumzubasteln.

Mir fällt noch ein anderer Aspekt auf. Viele Frauen hier sehen ihre Beziehungen sehr negativ mit entsprechend schlechtem Männerbild. Es ist ja auch bekannt, dass von verheirateten Frauen öfter die Trennung ausgeht als von Männern..... Ehe bedeutet für Frauen öfter Benachteiligung, sie sind dann froh, wenn sie getrennt sind und geniessen das erstmal alleine.
Ja, das ist wirklich auffällig. Woran das wohl liegt?

Männer sehen Beziehungen wohl positiver und wollen deswegen eher wieder eine.
Und woran liegt das?

Bei unverheirateten übrigens ungefähr Gleichstand.
Das bezweifele ich, denn während man bei Scheidung hochwewrttige Echtdaten auswerten kann, ist man hier wieder auf Befragungen mit allerlei Verzerrungen, nachträgliche Beschönigungen etc angewiesen.

Wenn ich so in meinen Bekannten- und ehemaligen Kollegenkreis schau, dann gab es da keinen Unterschied in den Trennungsgründen, von sswem die Trennung ausging, wer von beiden dansch AE war.

Den einzigen Unterschied, den ich gesehen habe, war deutlich kürzere Beziehungsdauer auch bei gemiensamen Kindern.
Den Grund kann ich nur vermuten:
- keine Aufwand /Kosten für Scheidung
- kein Versorgungsausgleich
- kein gemeinsames Eigentum das auseinanderdividiert werden musste oder eben für die Kinder erhalten bleiben sollte (wie bei Verheirateten).

Ich möchte auch so, ohne (!) Bestätigung einer Frau wieder das Gefühl haben, ein begehrter (?) Mann zu sein.
Das ist doch einfach, kannst du Dir per positiver Affirmation selber machen: "ich bin ein toler Hecht mit Chancen ohne Ende, ich bin ein toller....." - ohne Nachweisführung der Begehrtheit sollte das einem schlichten Gemüt gelingen.

Das weniger schlichte Gemüt weiß, dass es so Zufriedenehit mit sich selber schaffen kann, aber eben keine begehrtheit, denn die liegt auérhalb der einenen Person - begehren kommt von außen (Bestätigung).
 
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