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Gast

  • #1

Visitenkarten als Flirtmittel?

Was haltet ihr von der Idee, immer Visitenkarten dabei zu haben, wenn man jemanden kennenlernen möchte? Klar klingt das im ersten Moment merkwürdig. Aber so eine ganz schlichte kleine Karte, die man zücken kann, wenn man jemand interessantes getroffen hat, sich aber schnell verabschieden muss. Hat sich jemand hier schon für diesen Zweck sowas drucken lassen?
 
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Gast

  • #2
Ich habe private Visitenkarten - früher auch schon bei einer Bekanntschaft eingesetzt. Würde ich dir jedoch nicht empfehlen. Überlege dir resp. versetz dich in die Frau: Hmm, gibt resp. verteilt der wohl jeder Frau seine Karte, etc. Frauen wollen doch einzigartig sein! Besser also immer einen Stift dabei haben, etc. Zudem, frage die Frau um ihre Kontaktdaten und meld dich innerhalb 3 Tagen. Ihr einfach die Adresse in die Hand zu drücken mit der Bemerkung: Melde dich, wenn du möchtest, etc. ist stillos. m, 43
 
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Gast

  • #3
Das klingt wirklich sehr "geschäftlich" und ich selbst würde es nicht tun.
Willst Du Dich als potenzieller Geschäftspartner einführen - oder willst Du als MENSCH da sein?
Visitenkarten gebe ich nur raus, wenn ich auf einer mehr oder weniger "öffentlichen" Veranstaltung bin, und da auch nur behutsam, z.B. bei Vernissagen, wo ich Menschen treffe, die ("hach, dass wie uns hier wiedersehen!")das Bedürfnis haben, erinnert zu werden oder - "interessant, dass Sie sich jetzt selbständig gemacht haben"- meine Tel.nr. nochmals wollen. Sonst nicht.
Bei einem DATE auf KEINEN Fall! Das wirkt eher beleidigend (s.o.).
Ich würde es umgekehrt ebenso einstufen, wenn einer die Visitenkarte zieht - schließlich habe ich doch die "Daten", wenn auch z.T. verschlüsselt, und wenn er mir seine Tel.nr. nicht geben mochte/mag, richtet es eine "Karte" nicht - im Gegenteil.
(Nein, den Aufschrei, jemand sei verlegen, unsicher , um evtl. die "Karte" zu zücken usw. akzeptiere ich nicht, denn klar reden darüber, wie man sich (jetzt gerade usw.)fühlt - (fast)ein Königsweg.
Alles Gute für Dich und viele konstruktive, hilfreiche Antworten.
 
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Gast

  • #4
Warum nicht? Damit zeigst du doch gleich wer du bist, die Frau weiß genau, was du möchtest. Du erwartest, dass SIE sich bei dir meldet und dass DU der tolle Hecht bist.
Die Visitenkarte würde bei mir schneller im Papierkorb landen als du sie mir geben kannst.

Wie hier schon geschrieben wurde - ich möchte einen Menschen kennenlernen und keinen Geschäftsmann. Das Suchen nach einem Stift und ein alter Kassenzettel als Papier ist mir da doch wesentlich sympathischer.
Aber eben jeder wie er es mag und die Frauen, auf die du stehst, freuen sich sicher mehr über eine Visitenkarte.
 
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Gast

  • #5
Ich bekam mal eine von einem Klempner (beruflich). Den fand ich ganz schnuckelig. Sofort suchte ich diesen Namen im Internet um mehr zu erfahren. Hat funktioniert!
Bei Normalos fänd ich das jetzt "angebermässig", wenn der eine Visitenkarten zückt!
 
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Gast

  • #6
... Visitenkarte im persönlichen / privaten Bereich ist der Abtörner schlecht hin. Im Geschäftsleben tausche ich (w 57) natürlich Visitenkarten. Privat sieht das sehr nach Angeberei und Unverbindlichkeit bzw. Beliebigkeit aus.
 
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  • #7
Ich finde es eher praktisch, gerade wenn viel los ist und man gerne mehr Zeit und Ruhe hätte. Habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Leute das komisch finden.
Kommt wohl auch aufs Umfeld an.
w43
 
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Gast

  • #8
Eine private Visitenkarte?! Menschen, die so etwas haben, sind mir schon per se suspekt. Anders läge der Fall bei einer Firmen-Visitenkarte, auf die mit geliehenem Kuli noch rasch die private Telefommummer (oder Mailadresse) gekritzelt wird. Da weiß man auch gleich, was der andere beruflich macht.
 
  • #9
Ich fände das eher peinlich. Wie oben geschildert, aus Zeitgründen, auf der einen oder anderen sehr quirligen Party habe ich mal meine Jobkarte rübergereicht. Allerdings erst nach längerem Gespräch und als ich nach meiner Nummer gefragt wurde, selbst das kam nicht gut an und war blöde.
Visitenkarten als Privatmensch herstellen zu lassen, ist auch nicht so super. Ich habe auf Jobparties einen in meiner Branche ziemlich bekannten Lobbyisten erlebt (Typ unästhetischer alter Sack), der für junge blonde Frauen, auf die er stand, eine Privatkarte rausgab. Auf der stand semi-ironisch "Mädchenhändler". Wer von den jungen Damen in der Lage war, seinen Rang und seine Bedeutung zu recherchieren, hatte so eine Art Intelligenztest bestanden.
In diese Liga würde ich Privatkarten einsortieren.
 
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  • #10
Ich hätte kein Problem damit, wenn mir jemand auf seiner Firmen-Karte seine private Nummer plus Mail-Adresse rauf schreibt und mir gibt und mir sagen würde, dass er sich sehr freuen würde, wenn ich mich bald bei ihm melden würde.

w 48
 
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Gast

  • #11
In Windeseile würde ich (w) so eine Karte in den nächsten Abfallbehälter werfen.
Noch beliebiger, wurschtiger und liebloser geht es kaum.
 
  • #12
Och nö. Das wirkt so professionell.
Wie begehrt muss man(n) sein, um gleich ein 100er Pack Karten drucken zu lassen? Och nö.
 
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Gast

  • #14
FS: Ich bin übrigens eine Frau! :)

Ich meinte auch nicht Situationen im Vorbeigehen, sondern solche, in denen man im Alltag Menschen kennenlernt.
 
  • #15
Also für mich ändert sich nichts dadurch, dass die Karte von eine Frau überreicht wird. Schlimmstenfalls wird das auch "professionell" wirken.

Ich glaube ein unverkramftes "Ich schreib dir mal meine Nummer auf ..." begleitet von einem hinreissenden Lächeln oder Zwinkern hat viel mehr Wirkung.
 
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  • #16
Wenn du eine Frau bist, ist deine Idee noch absurder.
Ein Mann soll sich BEMÜHEN, deine Telefonnummer oder Email-Adresse rauszukriegen, er soll dich darum bitten, und er wird Papier und Stift finden oder sich ausleihen, um sie zu notieren. Und dann wird er auch anrufen, wenn er schon soviel Mühe hatte.

Du kannst es den Männern natürlich auch leicht machen. Überleg dir nur, was für ein Bild du dann von dir zeichnest.
 
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  • #17
Ist das hier Euer Ernst? Also ich bin selbständig und habe daher immer 2-3 Visitenkarten in meinem Geldbeutel.
Nun ja mein jetziger Partner und ich haben uns bei der Verabschiedung (wir haben uns zufällig auf einem Fest kennengelernt) gegenseitig unsere Visitenkarten in die Hand gedrückt. Zusätzlich auf die Karte die Festnetz- und Handy-Nr. privat drauf, fertig. Das ist weder beliebig, noch freizügig, sondern ungemein praktisch.

Das er sich direkt abends gemeldet hat, war klar :)

Muss allerdings gestehen, Menschen, die Privat eine Visitenkarte von sich haben und auch verteilen, wären mir suspekt. Nicht wegen der Beliebigkeit, sondern wegen der Tatsache an sich.
 
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  • #18
Eigentlich die doofste Variante Kontakt zu knüpfen.
Habe jedoch einmal eine Überraschung erlebt. Bei einer Geschäftlichen Begegnung, gab es zum Schluss noch so ein Visitenkarten-Austausch.
Da hat mir eine Frau eine leere Karte gegeben und darauf von Hand die Mail Adresse geschrieben, den Satz schreib mir doch mal und den Vornamen.
Die Karte hatte sie zuvor auf der Toilette geschrieben. Es hat sich eine sehr schöne Freundschaft daraus entwickelt.
Also möglich ist alles.
Nur bei einer Vorgedruckten Karte hätte ich das Gefühl, irgend ein Orientale wolle mein Auto kaufen.