• #31
Habe gedacht, dass endlich mal ein Heiratsanatrag kommt. Bislang habe ich vergeblich gewartet und es gab oft Streit deswegen, weil mir die Ablehnung so weh tat.
Das hast du in deinem ersten Post geschrieben.

Jetzt schreibst du:
"Das Thema Heirat ist schon lange kein Thema mehr gewesen. Im Gegenteil ich habe gemerkt dass er positiv dem ganzen gegenüber steht. Es soll auch Männer geben die halt ein paar Jahre brauchen für nen Antrag."

Das ist doch total widersprüchlich!

Oder schau dir die Überschrift über dem Thread an: "Vertrauen gestört und was soll ich tun?" Und jetzt schreibst du, ihr wärt ja so glücklich. Hä?

Es hilft, sich hier eindeutig auszudrücken, dann können wir auch versuchen zu helfen. Habe inzwischen keine Ahnung mehr, was du eigentlich von uns willst. Absolution? Ja-Sager, die dir bestätigen, dass du eine ganz tolle großherzige Person bist? Wozu?

Ratlos
w56
 
  • #32
Hm Assi, wie ist es denn nun ?
So wie du es gestern geschildert hast oder heute Nachmittag ?
Diese beiden Versionen eurer Beziehung und deiner Gefühle dazu sind nämlich so stark unterschiedlich, dass nur eine davon richtig sein kann.

Bitte beruhige dich, hier hat niemand etwas 'Gemeines' gesagt, es war auch niemand aggressiv.
Das stärkste Wort war wohl naiv und ja, das bist du doch, meinst du nicht ?
Und aufstampfen tust du doch wirklich. Erst zuhause und jetzt auch hier.
Guck mal, das Schöne an einem anonymen Forum ist doch, dass dir die Leute hier sagen, was sie wirklich denken. Niemand schleimt dich an oder sagt lieber nichts, damit du nicht ausflippst.
Nimm doch einfach mal die Anregungen fremder Menschen, die dich sicher nicht verletzen wollen, weil du ihnen ja letztendlich vollkommen egal bist, an und überlege, ob du da einen Gewinn draus ziehen kannst.
Ganz sachlich, ohne um dich zu schlagen.

Assi, wir bekommen gerade eine kleine Kostprobe deines Verhaltens und, hm, ganz ehrlich, auf sowas hätte ich, wie dein Freund keine Lust.
Das wäre mir zu anstrengend.

Insbesondere dein Insistieren finde ich sehr nervig.
Meine Schwägerin macht das mit meinem Bruder auch. Sie nennt das 'Bearbeiten', was bedeutet, dass sie immer wieder von einer Sache anfängt, zu der er sich schon positioniert hatte, natürlich im von ihr genau nicht erwünschten Sinne.
Also bearbeitet sie ihn und irgendwann gibt er auf, weil sie ihm einfach so dermaßen auf den Sack geht, dass er lieber an die Nordsee fährt, als das Insistieren weiter zu ertragen, obwohl er nun gar nicht in Wind und Wetter wandern möchte.
Banales Beispiel, aber du weißt, was ich meine.
Was hat sie davon ?
Wundert sie sich dann nicht über seine schlechte Laune am Strand, wenn er Sand zwischen den Zähnen und Salz in den Augen hat ?
Warum fährt sie nicht mit einer Freundin da hin ?

Warum insistierst du bezüglich der Vollmacht ?
Da würde auch mein Bruder nicht nachgeben, ganz egal, wie sehr seine Frau nervt.
Ist es dir denn egal, dass du ihn nervst ?
Oder ist deine Welt in Ordnung, sobald er nachgegeben hat ?
Bei meiner Schwägerin verhält es sich so.

w 52
 
  • #33
Ich sage für ganz ehrlich. Wenn man zu mir kein Vertrauen hätte dann würde ich mich trennen. Dass man dem Partner bzw der Partnerin eine Vollmacht erteilt ist verständlich. Das würde ich auch erwarten.
Dann wurde er laut und meinte, das will er auf keinen Fall.
Ich würde ihm ein Ultimatum setzten. Entweder er erteilt dir die Vollmacht oder du gehst.

Natürlich erteilt man nicht gleich am Anfang, wenn man sich noch gar nicht richtig kennt eine Vollmacht.

Ihr seit jetzt aber seit 14 Jahren zusammen und er hat dir noch nichtmal eine Vollmacht erteilt. Was willst du von einem Mann der dir überhaupt nicht vertraut?
 
  • #34
Ihr seit jetzt aber seit 14 Jahren zusammen und er hat dir noch nichtmal eine Vollmacht erteilt. Was willst du von einem Mann der dir überhaupt nicht vertraut?
Jochen, hier hat scheinbar kaum jemand eine solche Vollmacht von seinem Partner und kaumjemand glaubt, so etwas zu brauchen.

Um vielleicht in bestimmten Notfällen agieren zu können ,sind andere Vollmachten sinnvoll und ausreichend. Ich habe sehe das nichtmal als Vertrauenbeweis, sondern als Konfliktstoff, wenn man Einsicht in die Finanzen des Partners nimmt, ohne ihn zu fragen.

. Ja als Liebesbeweis und OHNE mich einkaufen zu müssen.
So, jetzt mal was zum Thema "Liebesbeweis":

Ich verstehe durchaus, dass Du (und vielleicht auch @Jochen1) das mit dem "Liebesweis" so siehst. Hier muss Du aber auch die andere Sicht (hier also die Deines Partner) mal verstehen lernen, bzw. die Sache mal aus seiner Sicht sehen.

Eine Heirat mag ja eine feine Sache sein, wenn es auch beide als "Liebesbeweis" gegenseitig betrachten. Das ist hier nun aber nicht der Fall.

Für ihn ist eine Heirat kein Liebesweis Deinerseits, sondern erstmal nur ein Wunsch von Dir (vielleicht sogar eine von Dir gewollte Vorteilsnahme, soweit will ich aber hier gerade gar nicht gehen).

Um dieses Ungleichgewicht also wieder auszugleichen, müsstest Du quasi einen Liebesbeweis ihm gegenüber erbringen, der für ihn genauso hoch zu bewerten ist, wie umgekehr eine Heirat mit Dir es für Dich ist. Wie schon gesagt, Deine Heiratsabsicht kann es nicht sein, weil er für sich der Heirat keinen besonders hohen Stellewert beimisst.
Nein, es muss etwas anderes sein, was er als adäquat ansehen kann. Etwas, was auch lange gilt und eine großen (mindestens ideellen) Wert für ihn hat.

Was das sein kann: Keine Ahnung!

Du wirst ihn besser kennen als wir
(oder etwa vielleicht doch nicht wirklich ?).
 
  • #35
Liebe Fragestellerin,

also ich verstehe dich. Habe mir jetzt alle Beiträge bis hier her durch gelesen (mache ich selten) und offensichtlich habe ich eine abweichende Meinung zur Mehrheit. Nochmal : ich verstehe dich.
Und ich sehe in deinen Aussagen von dem Ausgangspost bis zur letzten Ergänzung auch nicht wirklich einen Widerspruch. So ist doch das Leben- zwei entgegen gesetzte Dinge können gut und gerne zwei Seiten derselben Medaille sein. Eigentlich seid ihr glücklich und der Alltag funktioniert, ihr bereichert euch, gebt euch viel Gutes. Trotzdem hast du mit diesem Mann den Schritt in die letzte Verbindung Ehe nicht geschafft. Sicherlich war es für dich oft genug ein Balanceakt die Unbeschwertheit der fröhlichen Beziehung aufrecht zu erhalten und zur selben Zeit deinen ureigenen Wunsch nach Ehe und Zugehörigkeit zu vertreten aber eben nie zu arg das es nach jammern / betteln aussieht aber stark genug das er weiß was dein Herz begehrt (er MUSS ja wissen wie wichtig dir das ist sonst habt ihr auch keine authentische und ehrliche Beziehung). Ich verstehe dich wirklich gut. Und unter der Voraussetzung, dass DU einer Ehe zustimmen würdest (gibt es ein größeres Kompliment an den Partner?) und er sich lieber sein Stück Freiheit behält jederzeit aussteigen zu können sind dann die Nerven dünner und die Goldwaage schneller bemüht. So verletzt die Situation mit der Kontovollmacht selbstverständlich mehr als wenn ihr euch in einem tragfähigen Fundament der Ehe befinden würdet. Die Grundstimmung ist doch eh schon „er will/ist mich/sich nicht ganz sicher“ und dann braucht es nicht mehr viel zur Verzweiflung. Ich kann mich da gut rein denken.
Außerdem glaube ich dir, dass du deine Kontovollmacht aus Liebe heraus und aus einem spontanen Impuls heraus an ihn vergeben hast. Und ja - natürlich ! - ist es bitter wenn das nicht zurück gegeben wird und der andere eher peinlich berührt ist vor so viel Verantwortung.
ihr hattet beide schlechte Erfahrungen gemacht aber nach 14 Jahren ist längst Zeit einen Strich drunter zu machen. Wenn immer noch die schlechten Erfahrungen das Denken dominieren warum hat man dann einen neuen Partner ? Ich finde nicht du bist die Nervige mit deinem berechtigten Wunsch nach Commitment sondern er ist die nervige Person „Mimimimi aber ich hab so schlechte Erfahrungen, mimimimi aber meine Mama kann besser über mein Geld entscheiden wenn mal etwas sein sollte, mimimimi aber ich kann keiner Frau mehr ganz vertrauen“ und so weiter ! Das nervt !
du dagegen hast den verständlichen Wunsch nach Zugehörigkeit, Sicherheit und Vertrauen. In eurem Alter sollte man sich selbst und den Partner zum Gravitationszentrum machen - nicht die Mami. Ich wollte dir nur sagen, dass ich nicht zur kognitiv verstehen kann was dich plagt sondern mich auch hinein FÜHLEN kann. Schade, dass es sonst kaum jemand so geht.
hör auf dein Herz. Wenn du ein Störgefühl hast dann hat das seine Berechtigung.
 
  • #36
Hallo FS,

naja, wie man so sein kann, fragst Du Dich...
Ich denke, er ist so wie er ist und wie er vermutlich immer schon war, und so wie Du ihn auch kennst. Bislang wird das für Dich okay gewesen sein, sonst wärt Ihr nicht so lange zusammen und Du hättest das aktuell wohl mit dieser Vollmacht auch nicht gemacht.

Das hat in meinen Augen nichts mit fehlendem Vertrauen zu tun, sondern mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Für ihn wird alles okay sein, so wie es ist. Ich nehme an, er hat keine Absichten, Dich zu ehelichen und hatte diese vermutlich auch nie, richtig? Weshalb sollte er das auch wollen mit fünfzig und nach 14 Beziehungsjahren ohne Trauschein. Wenn es doch läuft. Da würde mir auch die Motivation fehlen ehrlich gesagt.

Und weshalb sollte er Dir eine Kontovollmacht geben wollen, wenn Ihr eh getrennte Konten und für den Notfall seine Mutter eine Vollmacht hat? Da sehe ich ebenfalls keine Motivation, die er da haben könnte.

Seine Reaktion kann ich durchaus nachvollziehen, auch wenn ich es etwas beknackt und kindisch finde, tagelang nicht miteinander zu reden. Aber er wird zu Recht befürchtet haben (so war es dann ja auch), dass Du nun unnötigerweise das selbe von ihm erwartest, auch eine Vollmacht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich von Dir übervorteilt fühlt und in die Enge getrieben, da Du wahrscheinlich in Richtung Ehe taktieren wolltest, ohne dass das zwischen Euch jemals abgemacht war... kann das sein, dass ich damit richtig liege?

Dann finde ich seine Reaktion jedenfalls nachvollziehbar...
 
  • #37
Wenn ich eins in meinen Leben gelernt habe, dann sei vorsichtig bei 'gut gemeint'.
Gegen 'gut gemeint' kann man sich nicht wehren, sonst ist der andere schwer enttäuscht und sauer - wie du FS.
Meine Mutter hat mir den größten Mist mit gut gemeint verkauft. Ich habe einen recht empfindlichen Darm. Auf Schlagsahne reagiert mein Darm besonders stark. Meine Mutter weiß das. Trotzdem donnern sie mir noch extra Sahne auf den Kuchen. Das ist doch nur gut gemeint mein lieber Sohn. Sohn isst es damit sie nicht beleidigt ist und hat dann einige Stunden Unwohlsein und Scheißeritist. (mittlerweile tue ich es nicht mehr).
 
  • #38
...habe ihm gesagt, dass er jetzt Vollmacht hat, ...Dann sagte ich, ob er mich nicht auch bei sich bevollmächtigen wolle.
Es sieht so aus, dass Du ihm die Vollmacht aufgedrängt hast, damit Du bei ihm eine bekommst. Ich kann die Reaktion des Mannes durchaus verstehen.

...ich denke, die Basis für eine gute Beziehung ist weg: das Vertrauen.
Das kann sein. Du meinst doch sein Vertrauen darin, dass Du eine Beziehung mit ihm als Person willst und dass Geld dafür nicht der entscheidende Punkt ist?
und was macht
Klar kann man sich über Ehe und Vollmachten unterhalten. Aber für mich hat Vertrauen nichts mit Kontovollmacht zu tun.ihr dann alle wenn dem Partner was passiert und keiner kann ans Konto ran um was zu regeln?
Seine Mutter kommt doch ran, wenn ich es richtig gelesen habe. Also wird er keinen akuten Handlungsbedarf sehen.

Und da ich gerade halt aufräume und Ordnung schaffe war das Thema.
Das macht man in einer Beziehung doch nicht, indem man es einseitig beschließt, den Partner dann dazu nötigt, das anzunehmen und im Gegenzug eine Vollmacht von ihm verlangt.

Du kannst aber hier lesen, dass es zwei Fraktionen gibt und Deine Sicht auch nicht so selten ist. Ich hätte ein ruhiges sachliches Gespräch geführt. Bevor ich Nägel mit Köpfen mache.
 
  • #39
Über Vollmachten gehört generell gesprochen. Dann hätte Dein Partner wenigstens vernünftig seinen Standpunkt ohne Deine jetzigen Schlussfolgerungen erklären können.
Außerdem hat er in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen gemacht! Ist mMn alles verständlich! Hallo?

Du solltest seine Entscheidung nicht negativ auf Dich beziehen. Seine Mutter hat Vollmacht. Der Ernstfall ist also berücksichtigt. Warum brauchst Du dann noch Vollmacht? Warum sollte er jetzt alles ändern?
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum Du ihn damit in dieser Form überrollst.
Wenn doch sonst bei Euch alles gut und toll ist, warum stellst Du damit sein Vertrauen in Frage? Er vertraut Dir. Du wohnst schließlich dort.
Ich sehe in seiner Entscheidung weder Anlass für Trennung, wie das einige hier empfehlen, noch Grund für etwas anderes.
Er möchte es nicht. Punkt.
Er zieht Dich doch sonst auch nicht über den Tisch. Deine Kostenbeteiligung an Euren Nebenkosten ist ja nun normal.

Und ich stehe da mit meinen ganzen Gedanken und frage mich, wie man so sein kann. 1. kein Vertrauen nach 14 Jahren und dann noch zwei Wochen lang so gut wie nix reden.....obwohl ich gesagt habe, wie ich leide und wie verletzt ich bin.....
Was soll er zu Deinen Vorwürfen jetzt auch sagen?
Ich fürchte, Du wirst erst dann nicht mehr verletzt sein, wenn er nachgibt.
Ich verstehe aber nach wie vor nicht warum.

W, 46
 
  • #40
also nochmal: ICH HABE NIEMAND GENÖTIGT zu ner Vollmacht. Es war ne Spontanaktion wie bereits zigfach oben erklärt. Kein Hintergedanke. Nur FÜR DEN NOTFALL!!! Mit ist Heiraten wichtig weil es für mich sowas wie ne Bestätigung ist dass jemand offiziell mit mit zusammen sein will. Für mich ist es ein Unterschied ob ich die Freundin oder Lebensabschnittsgefährtin oder sonst was bin oder einfach die FRAU....und seinen Namen trage. Lacht halt aber für mich ist das ein Unterschied. Klar keine Garantie aber die hat man für nix im Leben! Das mit der Vollmacht war ein Fehler. Ich habe nicht nachgedacht sondern nur in bester Absicht gehandelt und finde sowas schön und beinahe zwingend wenn man keine Kinder hat. Thema Heirat war lange Streitthema, weil ich es einfach nicht verstanden habe warum er sich so wehrt! Habe dann einfach nichts mehr gesagt und eingesehen dass das von ihm aus kommen soll. Man merkt auch ob jemand diesbezüglich noch immer extrem anti eingestellt ist oder ob er es inzwischen anders sieht. Habe also weiterhin gehofft aber null Druck oder so aufgebaut. So jetzt habe ich diese Spontanaktion mit der Vollmacht gemacht (OHNE IRGENDEINE VERKNÜPFUNG MIT HEIRAT IM KOPF ZU HABEN!!!! GLAUBT ES ODER LASST ES! Ich bin halt so spontan und herzgesteuert. Dann kam diese Reaktion und das hat mir halt wehgetan! Und ich hatte dann den Gedanken "moment mal, der vertraut mir nicht - aha deshalb wollte er auch nicht heiraten die ganze Zeit - weil er mir nicht vertraut!!" Ich wäre ein Stein wenn mich das nicht treffen würde! Umso schlimmer ist es dass ich jetzt verletzt bin, ob berechtigt oder nicht - und er seit inzwischen drei Wochen beleidigt ist!!!! Er weiß wie mich sowas fertigmacht - ich bin ein Harmoniemensch. Und daher die Frage: hat er denn kein Vertrauen zu mir? Und wie kann ein Mensch so kalt sein und 3 Wochen nicht mit dem Partner reden obwohl er weiß dass mich das total fertig macht. Komm mir vor wie ein kleines Kind das bestraft werden soll für das ach so Böse was es gemacht hat. Dabei wollte ich ihm nur zeigen dass ich ihm vertraue und Vertrauen ist für mich eine der Grundlagen für ne Beziehung.
 
  • #41
@Rafa29

Ich bin grad etwas verwundert über Deine tolle Ehe und Dein EP Profil.

TE,
es finde es fehlen immer noch einige wichtige Fakten. Vergiss mal die Bankvollmacht für einen Moment, mir ging es um den Fall falls ihm oder Dir etwas passiert, Krankheit oder Tod. Ja, ich fände auch in Anbetracht seiner Schufterei für ein Haus ohne Kinder zu haben durchaus mal eine Unterhaltung wichtig.

Es ist doch jetzt nicht abwegig sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Was ist denn wenn er plötzlich erkrankt, nicht mehr wie ein Tier schuften kann, seine alte Mutter wird ihn wohl kaum versorgen können. Wie denkt Dein Freund sich das in diesem Fall, wie ist für solche Fälle vorgesort? Habt Ihr diese Dinge einvernehmlich besprochen und geregelt. Was wünscht er sich was mit dem Haus passieren soll, wenn er vielleicht mit 80 immer noch ohne Kinder stirbt?

Etwas problematisch finde ich Eure gegensätzliche Einstellen zur Ehe. Aber auch das kann sich noch auswachsen. Habe ich im entfernten Verwandtenkreis gerade miterlebt.

Beide geschieden, lange Jahre zusammen, er wollte nie wieder heiraten. Durch den plötzlichen Tod eines Arbeitskollegen und den Folgen für seine Lebensgefährtin wurde ihm bewusst, sollte ihm etwas passieren, würde es der Frau die er liebt genauso ergehen. Also haben sie doch vor kurzem geheiratet, ganz ohne romantischen Hintergedanken, sondern aus finanziellen Gründen.

Vielleicht nimmst Du doch etwas von dem mit, was Dir hier geschrieben und geraten wurde.

Dein Vorwurf nach 14 Jahren Beziehung er hätte kein Vetrauen zu Dir, weil er keine Kontovollmacht haben wollte, wird ihn tief getroffen haben. Würde ich das erleben wäre es so. Sein Rückzug, sein Schweigen können ein Zeichen sein, dass er das auch wirklich tut. Sprich, er entliebt sich gerade. Willst Du das wirklich?


w/36
 
  • #42
Du widersprichst Dich in vielem was Du schreibst! Und ich will verdammt noch mal nicht zugreifen auf sein Konto!
Was ist denn widersprüchlich?
Beantworte doch einfach mal die Fragen aus meinem letzten Post, dann wird mir vielleicht auch manches klarer.

Ganz ehrlich ich verstehe dein Problem nicht wirklich: wenn du es weder auf Haus noch Geld abgesehen hast, warum ist das dann alles so ein Drama?

Der Ernstfall ist doch bereits geregelt. Es besteht somit kein logischer Grund, die Vollmacht auf dich zu übertragen. Alles weitere wäre für ihn nur unnützer bürokratischer Aufwand.

Deine Begründung ist rein emotionaler Natur, einer Vollmachtserteilung hätte aber im Ernstfall alles andere als nur emotionale Folgen für ihn.

Was offenbar auch noch nicht berücksichtigt wurde ist, dass sich manche Menschen extrem schwer damit tun, über den Tod oder eine evt. Pflegebedürftigkeit nachzudenken. Sie schieben dieses Thema als nicht existent von sich. In diese Kategorie passt für mich auch seine Verweigerung, deine Kontovollmacht anzunehmen unabhängig davon, ob er dir ebenso eine erteilt.

Was mir nicht gefällt ist eben deine Art, ihn durch deine Vorleistung dazu zwingen zu wollen, dir auch die Vollmacht zu erteilen. Selbst wenn du es jetzt anders und als spontan darstellst... Warum ist dann seine Ablehnung so ein Problem?

Und genau wegen dieser Art wird er sauer sein, nicht wegen der Vollmacht an sich.
Und genau deswegen würdest du von mir auch die Vollmacht nicht bekommen, einfach aus Prinzip, weil ich eine solche Art nicht ab kann, um dir damit aufzuzeigen, dass du damit bei mir nicht durchkommst.
Selbst wenn ich grundsätzlich bereit gewesen wäre, eine solche Vollmacht zu erteilen.

Gerade das Drama was du aufgrund der Ablehnung vollführst, lässt es noch unglaubwürdiger erscheinen, dass es nur eine spontan Aktion war.

Selbst wenn du dir wirklich nichts Böses dabei gedacht hast, kommt es aber so nicht an.
Selbst wenn ich dir grundsätzlich vertrauen würde, die Art und Weise wie du es angeschoben hast und welches Drama du daraus machst ohne jegliche logische (!) Begründung, würde mein Misstrauen wecken.

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass er deswegen nicht mit dir gesprochen hat, weil er sich über dein Verhalten Gedanken macht und sich erstmal sortieren musste, was du ggf bezweckst? Wie gesagt immer unter dem Gesichtspunkt, dass es keinen logischen Grund für eine Vollmachtserteilung gibt.

Ich sage auch nicht, dass du dich trennen sollst. Ich sage nur, dass du deine Chancen auf Absicherung immer wieder verpasst hast und immer wieder das genaue Gegenteil davon tust.
 
  • #43
Ich fürchte, Du wirst erst dann nicht mehr verletzt sein, wenn er nachgibt.
Denke ich auch.
Das hat aber nun so gar nichts mit Liebe und / oder Vertrauen zu tun.

Eine Heirat mag ja eine feine Sache sein, wenn es auch beide als "Liebesbeweis" gegenseitig betrachten. Das ist hier nun aber nicht der Fall.
Für ihn ist eine Heirat kein Liebesweis Deinerseits, sondern erstmal nur ein Wunsch von Dir .
Genau !

Erinnert ihr euch an den Thread, in dem sich eine Frau darüber beklagte, dass ihr Freund ihr nie etwas schenkt oder anderes abliefert, was sie als romantischen Liebesbeweis werten könnte, während sie doch andauernd gelbe Zettel mit schmalzigen Botschaften hinterläßt und den Frühstückstisch nach ihrem Gusto dekoriert einschließlich eines Schokoherzes auf seinem Teller ?
Ihren Unmut über seine Stoffeligkeit derlei Aktivitäten betreffend aber auch beim Entgegennehmen ihrer Wohltaten ( das Schokoherz einfach kommentarlos mampfen ) und auch ihre Vorwürfe an ihn, wenn er ihr etwas in ihren Augen Doofes ( zu klein, zu billig, zu nützlich, erst gestern gekauft ... ) zum Geburtstag schenkte, während sie sich bezüglich seines Geschenks bereits Wochen vorher aufreibt, was er gar nicht richtig würdigt haben die allermeisten Frauen hier verstanden.
Ich nicht.
Ich sagte damals, dass ich es als echten Liebesbeweis von ihr an ihn ansehen würde, wenn sie endlich aufhört, ihn mit dem kitschigen Quatsch zu belästigen und auch vor allem endlich die Forderungen nach seinem Ableisten dieser Pflichten einstellt.
Keine gelben Zettel, keine Deko, keine erwartungsfrohen Blicke, am allerbesten keine Geschenke, weil sich erwachsene Menschen ohnehin das kaufen, was sie haben wollen.
DAS wollte der Mann, diese damalige FS war aber nicht zu dem Liebesbeweis bereit, ihm das zu geben.

Und die jetzige FS ist ebenfalls nicht zu dem Liebesbeweis bereit, es so zu machen, wie es ihm gefallen würde.
Locker und harmonisch und ohne Verpflichtung und Druck zusammen zu wohnen.
Mir würde das gefallen.
Ich weiß, den allermeisten Frauen nicht.
...ich bin so froh, dass ich 'n Määääädchen bin ( Lucy Lectric ).

Ich denke, je öfter ich hier so etwas lese, dass Frauen in dieser Hinsicht sehr egoistisch sind. Nur ihre Denke ist richtig. Nähe, Schmalz, Geschenke, Heiraten, Zusammenwohnen, Kinderkriegen...all das ist gut und richtig und wird als Liebesbeweis betrachtet. Sie sehen es aber mitnichten als den Beweis ihrer Liebe an, auf all das zu verzichten, wenn er es nicht will.
Liebe als Einbahnstraße.
...ich bin so froh, dass ich nicht leeeesbisch bin.


w 52
 
  • #44
Zugegeben - ich hab beim Lesen des Eingangsposts auch gedacht, dass Du mit der Aktion forcieren wolltest, dass er im Gegenzug nun auch eine Vollmacht geben soll. Und ich vermute, er wird genau das gleiche gedacht haben, als er unterschreiben sollte. Aber ich würde das Augenmerk woandershin legen, nämlich auf den Punkt "Vertraut er mir nicht".

Es kann gut sein, dass es gar nichts mit Dir zu tun hat, sondern mit einer eigenen Urangst. Vermutlich misstraut er ALLEN Frauen außer Mutti, also es liegt nicht an Dir als Partnerin. Vielleicht kommt ihm Dein Engagement und Dein Wille zu Bindung und zu seiner Verpflichtung verdächtig vor.
Du bist ziemlich dominant und eine Frau, die einen Mann bearbeitet, wenn Du sein "nein" nicht akzeptierst, sondern nach drei Tagen noch mal fragst, obwohl er gleich sagte, dass er nicht will. Du hast Dich viel eingebracht beim Hausbau, also viel Verbindlichkeit "vorgeschossen" in der Erwartung, dass er verbindlich wird, und er wurde nicht. Du hättest, so wie ich das verstehe, eigentlich wissen können, dass er sich nicht umstimmen lässt.
Kann es sein, dass das Zustandekommen eurer Beziehung schon so lief, dass er zögerlich war und Du das Heft in die Hand nahmst? Und euer gemeinsamer Hausbau mit Deinem Vertrauensvorschuss war für Dich das Projekt, bei dem Du erstmal verzichtet hast auf Verbindlichkeiten, aber meintest, Dir mit Deinem Engagement erarbeiten zu können, dass er am Ende wieder das tut, was Du willst?

Mal ein Beispiel zum Vertrauen: Ich würde NIE eine Bürgschaft unterschreiben. Nenn es, wie Du willst, also z.B. "du hast dann auch kein Vertrauen zu diesem Menschen". In dem Punkt nicht, und das nicht, weil ich ihn EIGENTLICH doch nicht liebe/mag/ihm zutraue, sein Geschäft erfolgreich aufzuziehen, sondern weil ich denke, es könnte anders kommen, als man denkt. Daran muss nicht mal ER schuld sein, es reicht ein blöder Unfall. Es entzieht sich meiner Kontrolle, wie sich die Zukunft entwickelt, und wenn ich ruiniert sein sollte, sollte die Bürgschaft fällig werden, dann habe ich mein Schicksal aus der Hand gegeben. Ich will so einen Zustand in meinem Leben nicht, der mich beunruhigen könnte. Egal, wie sehr man sich nahe ist.
Nun ist eine Bürgschaft was anderes als eine Vollmacht, aber ich seh das bei ihm auch so: Er kann diese Sache nicht aus seiner Kontrolle lassen.

Ich denke, a) eine Frau, die weniger hartnäckig ist als Du, hätte Dein Partner gar nicht als Partnerin bekommen, b) aber genau diese Hartnäckigkeit ist ihm verdächtig. Du überwältigst ihn ja anscheinend schon mal, und je mehr Du drüber diskutiert hast, dass Du teilhaben willst an seinem Besitz, umso argwöhnischer ist er geworden. Deine Hilfe konnte er annehmen, ohne dass er "zahlen" musste mit Gegenvertrauen, denn Du hast sie vorgeschossen, um danach das zu kriegen, was Du willst. Aber er sieht sie unter dem Aspekt, dass Du dadurch versuchst, einen Fuß bei ihm in die Tür zu bekommen.
 
  • #45
also nochmal: ICH HABE NIEMAND GENÖTIGT zu ner Vollmacht. Es war ne Spontanaktion wie bereits zigfach oben erklärt.
Klingt oben deutlich anders. Ich würde an Deiner Stelle mal über die Wirkung von dem nachdenken, was Du tust und wie es auf andere wirkt.

Mit ist Heiraten wichtig weil es für mich sowas wie ne Bestätigung ist dass jemand offiziell mit mit zusammen sein will. Für mich ist es ein Unterschied ob ich die Freundin oder Lebensabschnittsgefährtin oder sonst was bin oder einfach die FRAU....und seinen Namen trage.
Das darf jeder sehen, wie er will. Dein Partner sieht es wohl anders und es war ja wohl auch 14 Jahre lang in Ordnung so.

... finde sowas schön und beinahe zwingend wenn man keine Kinder hat. Thema Heirat war lange Streitthema, weil ich es einfach nicht verstanden habe warum er sich so wehrt! Habe dann einfach nichts mehr gesagt und eingesehen dass das von ihm aus kommen soll.
Finde ich weder "schön" noch zwingend. Wir haben auch darüber gesprochen und sind uns einig, das machen zu wollen (nicht für Konten, aber für die viel wichtigere Vorsorge). Aber für die Beziehung hat das aus meiner Sicht keine Bedeutung, erst Recht nicht für das Vertrauen zueinander.
Der lange Streit hat ja gezeigt, dass eure Sichtweisen da offenbar unterschiedlich sind.


 
  • #46
Es ist schon eigentlich alles gesagt, ihr seid beide Anfang 50, da schiebt man noch das Thema Vorsorge und Absicherung vor sich her. Er hat im Grunde genommen kein Thema damit, bei ihm ist alles geregelt, nur für Dich reicht es nicht. Offen gesagt, ist das dein Problem, nicht seins. Ich finde es schon gut, dass Du Dir darüber Gedanken machst, aber er hat sich einmal dazu klar positioniert und will nicht (in deinem Sinne) handeln. Das muss man dann - so schwer es einem fällt - akzeptieren und nach anderen Wegen, Alternativen und Lösungen suchen, als sich daran sinnlos aufzureiben und abzuarbeiten. Vielleicht ist er auch jemand, der den Ernstfall abwartet, um dann erst tätig zu werden. Letztlich ist es für ihn egal, wer die Bankvollmacht hat, die Mutter steht ihm näher. Es geht ihm, um Kontrolle und Autonomie in seinem Leben. Mittlerweile gibt es für alles vertragliche Zwischenlösungen, was Wohnrecht im Haus, im Todesfall absichert, eine Ehe geht mit Ehevertrag, eine Bankvollmacht geht auch unter bestimmten Beschränkungen mit seinem Wissen und das seiner Mutter, nur darüber sollte im Vorfeld miteinander gesprochen werden, für was für Zugeständnisse man gewillt ist einzugehen, ohne gleich Hab & Gut mit einer Unterschrift zu verlieren. Das hat nichts mit (blinden) Vertrauen zu tun. Ich habe in meinem Umfeld erlebt, was für Schindluder mit Vollmachten getrieben worden ist, wie diese bei einer Trennung als Druckmittel eingesetzt worden sind, den anderen abzustrafen. Das Konto leer zu räumen und dann zu verschwinden, war davon noch das Humanste. Da war eine Frau, welche unter dem Einfluss ihres Geliebten, ihren Mann völlig über den Tisch gezogen hat, von der man nie gedacht hätte, dass sie zu sowas fähig wäre.
Was ich meine ist, gehe deine Absicherung eine Nummer kleiner an, ziehe ihn, seine Ängste & Befürchtungen mit ein und triff selbst Eigenvorsorge, unabhängig von ihm.
Auch denke ich nicht, dass eure Beziehung so harmonisch ist, wie von Dir jetzt geschildert, wenn Du es schon öfters kennst, dass er sich schmollend über Wochen zurückzieht.
Übrigens wäre ich aber, bei deiner überraschenden Spontan-Aktion bei der Bank und bei einer für mich so weitreichenden Entscheidung (und möglichen Folgen) auch ziemlich sauer. Immerhin ging es beim Banktermin, um deine Vollmacht an ihn und nicht das er gleich im Gegenzug seinerseits, etwas für Dich bevollmächtigen sollte (wie Du erwartet hattest). Was Du tust, liegt ganz allein bei Dir.
 
  • #47
Um vielleicht in bestimmten Notfällen agieren zu können ,sind andere Vollmachten sinnvoll und ausreichend. Ich habe sehe das nichtmal als Vertrauenbeweis, sondern als Konfliktstoff, wenn man Einsicht in die Finanzen des Partners nimmt, ohne ihn zu fragen.
Gut ok in einer Beziehung kann das ja vielleicht noch normal sein, wenn man keine Vollmacht und getrennte Konten hat hat.

Da frage ich mich allerdings warum dann auch getrennte Konten hat, wenn man verheiratet ist. Meine Frau und ich haben haben ein gemeinsames. Meine Eltern auch. Selbst meine Großeltern hatten ein gemeinsames. Anders kenne ich es einfach nicht.

Ich könnte es ja noch verstehen wenn einer von beiden Selbstständig ist und dafür ein extra Konto hat. Ansonsten verstehe ich das einfach nicht.
 
  • #48
Gut ok in einer Beziehung kann das ja vielleicht noch normal sein, wenn man keine Vollmacht und getrennte Konten hat hat.

Da frage ich mich allerdings warum dann auch getrennte Konten hat, wenn man verheiratet ist. Meine Frau und ich haben haben ein gemeinsames. Meine Eltern auch. Selbst meine Großeltern hatten ein gemeinsames. Anders kenne ich es einfach nicht.
Aber wozu denn nur? Das Einkommen wird auf das jeweilige Konto überwiesen. Man kann alles ganz bequem per Dauerauftrag von seinem eigenen Konto überweisen. Der eine bezahlt das, der andere das. Selbst die Miete (so man denn welche bezahlt), wird hälftig zum selben Datum von beiden Konten per Dauerauftrag überwiesen. Die restlichen Fixkosten werden aufgeteilt, so dass es sich ca. die Waage hält. Alles was darüber hinaus auf dem Konto verbleibt, steht zur freien Verfügung des Konteninhabers. Zum Sparen kann man sich ja ne gemeinsame Kasse machen, zum Beispiel für Urlaube oder eine wichtige Anschaffung oder sowas. Wozu in aller Welt benötigt ein (Ehe)Paar ein gemeinsames Konto?
 
  • #49
Ich könnte es ja noch verstehen wenn einer von beiden Selbstständig ist und dafür ein extra Konto hat. Ansonsten verstehe ich das einfach nicht.
Ich bin ja manchmal schon etwas altmodisch, aber in dem Fall? Was bringt mir denn eine Kontovollmacht? Er hat meine PIN und ich seine. Wenn ich wollte, kann ich all seine einzelnen Kontobewegungen sehen. Und er meine. Dafür brauch ich keine Vollmacht. Das kann er auch so haben wenn er wollte. Mir wäre es auch schnuppe wenn wir ein gemeinsames Konto hätten, das ist doch bloss blödes Geld, was soll so ein Geschiss darum?
 
  • #50
Es gibt Männer die nicht heiraten wollen. Weil sie in diesem Vertrag für sich nur Nachteile sehen. Und einen Zettel, der für sie selber wertlos ist. So einer bin ich. Entscheidung gegen die Ehe.
Es gibt Männer, die heiraten würden - aber eben nicht jede. Entscheidung gegen diese eine Frau.
Vollmachten aller Art können auch beim Rechtsanwalt / Notariat / Gericht hinterlegt werden. Sogar ohne Wissen des Bevollmächtigten. Sind gewisse Situationen gegeben, werden diese Vollmachten ausgegeben.
Es ist absolut einsichtig, dass die Immobilie demjenigen gehört, der sie bezahlt hat. Der muss auch nicht absprechen, ob er eine Immobilie anschafft ......
Kontovollmacht - muss nicht sein. Kann man machen, aber warum ? Eine notariell beglaubigte Generalvollmacht schliesst die Kontovollmacht ein. Siehe oben .....
Vertrauen und Respekt sind Einbahnstrassen. Man muss beides verdienen und bekommt es dennoch als Geschenk - oder nicht. Als Mittel zum Zweck taugt beides nur bedingt.
Die Unfähigkeit zufrieden zu sein .... die Gier nach Dingen, die man nicht bekommen wird .... machen das schönste Leben unerträglich.
 
  • #51
Liebe assi,
eben beim Nochmal-Lesen habe ich statt „Kontovollmacht“ „Kontrollmacht“ gelesen. Vielleicht kein Zufall. Du nennst es Vertrauen haben, für ihn ist es vielleicht Kontrolle abgeben. Tja, und eine Mutti hat er ja schon, vielleicht hat er einfach keine Lust auf noch eine Frau, die „doch NUR“ das, was SIE will, von ihm will.

Versuch doch wenigstens mal, auch seine Perspektive einzunehmen. Das sollte eigentlich leicht sein, denn du kennst ihn ja nicht erst seit gestern. Und sieh bitte ein: Du wirst deinen Partner nicht mehr ändern. Gekauft wie besehen. Entweder du lernst (endlich) wirklich das schätzen, was gut an ihm ist, oder du lässt ihn in Ruhe und verlässt ihn für einen Mann, der dich - warum auch immer - heiratet.

Wie kommunizierst du eigentlich sonst mit ihm? Wie wäre es denn, jetzt auf ihn zuzugehen und ihn nicht weiter mit deinen Forderungen zu konfrontieren, sondern ihm ruhig deine aktuellen Gefühle mitzuteilen („ich bin verletzt“) und ihn dann mal nach seinen zu fragen. Du könntest dabei etwas Neues erfahren.

Alles Gute!
w56
 
  • #52
So, wie ich die Sache sehe, habe ich folgende Gedanken. Da ist ein Mann, der seit 24 Jahren mit einer Frau zusammen ist, aber immer noch mit dem Gedanken lebt, er ist nicht mit einer Frau zusammen, er hat bloß eine Freundin. Er baut allein das Haus, er regelt allein seine finanziellen Angelegenheiten, er will auch nicht an den finanziellen Angelegenheiten der FS beteiligen, es ist ihm unangenehm. Dermassen unangenehm, dass er tagelang mit der FS nicht redet. Er gibt offen zu, dass er der FS nicht vertraut, weil... irgendwann mal er von anderer Frau betrogen wurde.
Ja, das Verhalten der FS ist auch nicht der beste, aber es hat auf jeden für 14 Jahre Beziehung gereicht. Beziehung heißt beziehen, den anderen am eigenen Leben beziehen. Was hier oft praktiziert wird - getrennte Konten, getrennte Wohnungen, alle möglichen Verträge, falls es zu Trennung kommt, ist keine Beziehung, weil es Verhalten ist, dass aus dem Misstrauen und Unwillen resultiert, mit einem Menschen eigenes Leben zu teilen. Das ist nichts anderes, als Deal. Seid mir nicht böse, aber sogar Geschäftspartner haben oft mehr Einblick und Zugang zu den Finanzen und dem Innenleben untereinander, als Menschen, mit denen man Tisch und Bett teilt. Jeder kann leben, wie er will, bloß soll man das nicht als normal anpreisen, weil es nichts normales ist - ein bisschen Vertrauen gibt es nicht, entweder vertraue ich oder ich habe meine Restbedenken. Vor allem finde ich mies, den anderen für eigene schlechte Erfahrung zu bestrafen.
 
  • #53
Wozu in aller Welt benötigt ein (Ehe)Paar ein gemeinsames Konto?
Ich hatte schon in mehreren Beziehungen ein gemeinsames drittes Konto, auf das jeder eingezahlt hat und von dem dann die gemeinsamen Ausgaben bestritten wurden. In meiner Ehe auch. Bei der Scheidung gab es keinerlei Diskussionen über den Kontostand des persönlichen Kontos und das gemeinsame wurde geteilt.

Vollmachten aller Art können auch beim Rechtsanwalt / Notariat / Gericht hinterlegt werden. ...Eine notariell beglaubigte Generalvollmacht schliesst die Kontovollmacht ein.
Beides geht auch völlig problemlos und kostengünstiger ohne Notar. Aber das erfordert eben ein Gespräch und setzt einen entsprechenden Wunsch auf beiden Seiten voraus.
 
  • #54
So, wie ich die Sache sehe, habe ich folgende Gedanken. Da ist ein Mann, der seit 14 Jahren mit einer Frau zusammen ist, aber immer noch mit dem Gedanken lebt, er ist nicht mit einer Frau zusammen, er hat bloß eine Freundin. Er baut allein das Haus, er regelt allein seine finanziellen Angelegenheiten, er will auch nicht an den finanziellen Angelegenheiten der FS beteiligen, es ist ihm unangenehm. Dermassen unangenehm, dass er tagelang mit der FS nicht redet. Er gibt offen zu, dass er der FS nicht vertraut, weil... irgendwann mal er von anderer Frau betrogen wurde.
Ja, das Verhalten der FS ist auch nicht der beste, aber es hat auf jeden für 14 Jahre Beziehung gereicht. Beziehung heißt beziehen, den anderen am eigenen Leben beziehen. Was hier oft praktiziert wird - getrennte Konten, getrennte Wohnungen, alle möglichen Verträge, falls es zu Trennung kommt, ist keine Beziehung, weil es Verhalten ist, dass aus dem Misstrauen und Unwillen resultiert, mit einem Menschen eigenes Leben zu teilen. Das ist nichts anderes, als Deal. Seid mir nicht böse, aber sogar Geschäftspartner haben oft mehr Einblick und Zugang zu den Finanzen und dem Innenleben untereinander, als Menschen, mit denen man Tisch und Bett teilt. Jeder kann leben, wie er will, bloß soll man das nicht als normal anpreisen, weil es nichts normales ist - ein bisschen Vertrauen gibt es nicht, entweder vertraue ich oder ich habe meine Restbedenken. Vor allem finde ich mies, den anderen für eigene schlechte Erfahrung zu bestrafen.
Liebe realwoman, genauso ist es. Der Mann ist ein misstrauischer Egoist, der nicht gern teilt. Vielleicht will er auch die Abhängigkeit und Macht über die FSin. Egal... nach 14 Jahren Zusammenleben, kann die FSin nicht so überrascht tun, oh ... wir haben plötzlich Probleme, verstehe ihn so gar nicht?!
Bei der langen Zeit und unter einem Dach, weiß man recht gut, mit wem, man zusammen ist.
Mich erstaunt eigentlich nur der extrem lange Atem der FSin, an ihren Wünschen festzuhalten.
Eigentlich sollte sich die FSin von dem Egoisten mit narzisstischer Neigung, denn dazu gehört, TAGElanges und wochenlanges Schweigen (also nicht ein paar Stunden, um sich zu sammeln, sich abzureagieren oder auszutrotzen); das ist bewusst eingesetzte psychische Gewalt als Strafe, und sich kennt es.
Ihr Problem ist, dass sie schon viel zu viel über die Jahre in die Beziehung investiert hat und gern jetzt ihren Teil am Kuchen anhaben möchte; vielleicht wäre dann, so ausbezahlt, auch die Trennung leichter. In dieser Situation mit unausgeglichenen Invest, der langer Beziehungsdauer und bei Trennung finanziell schlechter gestellt, als ihr Ex; wird sie nicht gehen. Sie will Gerechtigkeit. Aber eine gute Nachricht habe ich für die FSin, ab Renteneintritt, Alterserscheinungen und erste gravierende Gebrechen, kommt das Umdenken; dann erst weiß man(n) vertrauensvolles und loyales Verhalten zu schätzen.
 
  • #55
Mal zum Punkt "ewiges Schweigen", um den anderen zu bestrafen. Ja, gibt es. Aber ich würde sagen, das funktioniert nur, wenn derjenige sich in der Machtposition sieht. Beim Partner der FS sehe ich ihn eher als den Unterlegenen an, der nicht in der Lage ist, sich mal durchzusetzen und ohne Drama (Diskussion, Streit, Schweigen) seine Meinung durchzubringen. Ich habe den Eindruck, seine Ansichten werden kaum von der FS akzeptiert.

Was ist das für ein Mann - erst sagt er "nein" zu ihrer angebotenen Vollmacht, und ich bin sicher, weil er genau wusste, was dann kommt: Er soll auch eine Vollmacht geben, das wird sie fordern. Dann nach drei Tagen, in denen er unter dem Druck steht, dass sie nochmal fragen wird und wiedermal enttäuscht sein wird, unterschreibt er doch, denn er kann ja immer noch "nein" sagen, wenn sich das Geschenk als Danaergeschenk entpuppt. Und siehe da, es tut es. Und es gibt wieder Stress. Wieso bleibt er nicht beim "nein"? Weil es dann noch größeren Stress gibt? Weil er denkt, diesmal sei es anders und sie fordert im Gegenzug nichts an Verbindlichkeit ein? Oder weil er weiß, wenn er das jetzt nicht unterschreibt, kriegt er es morgen wieder vorgelegt?

Naja, jedenfalls kenne ich Menschen, die andere wieder und wieder und wieder bearbeiten mit dem gleichen Thema. Das geht einem unheimlich auf die Nerven. Ergo muss man eine Möglichkeit finden, damit fertig zu werden, und die seh ich nur darin, sich in stoischer Ignoranz zu üben oder sich aus dem Weg zu gehen (was mitunter schlecht geht, wenn man verwandt ist).

Eigentlich sollte sich die FSin von dem Egoisten mit narzisstischer Neigung, denn dazu gehört, TAGElanges und wochenlanges Schweigen (also nicht ein paar Stunden, um sich zu sammeln, sich abzureagieren oder auszutrotzen); das ist bewusst eingesetzte psychische Gewalt als Strafe
Nee, ich glaube, er weiß sich sonst nicht zu wehren. Und jemanden unter Druck zu setzen und sein "nein" nicht zu akzeptieren, ist für mich auch psychische Gewalt.
Wobei ich sagen würde: Trennen könnte helfen, dieser Gewalt zu entgehen. Irgendwas an Zuneigung muss sie ja doch verbinden, dass sie den anderen jeweils aushalten.
 
  • #56
Ich könnte es ja noch verstehen wenn einer von beiden Selbstständig ist und dafür ein extra Konto hat. Ansonsten verstehe ich das einfach nicht
Dies ist bei mir genau andersrum, ich kenne es nicht, dass man nur ein gemeinsames Konto hat.

Hat absolut nichts damit zu tun, dass man alles in einen Topf wirft und gemeinsame Kasse macht - denn so kenn ich das auch.

Ich hatte mein eigenes Konto als ich meinen ersten Mann kennenlernte und er seins. Warum hätte ich daran was ändern sollen?

Ich finde es auch sicherer ein eigenes Konto zu haben und würde nie jemandem bis ins allerletzte vertrauen.

Denn wie man oben schon lesen konnte, kommen Menschen manchmal auf merkwürdige Ideen, die man ihnen niemals zugetraut hätte.

Ich werde somit niemals in meinem Leben in die Position kommen, dass mir jemand das Konto leergeräumt hat, wenn er nicht gerade eine Straftat begeht. Warum also unnötig ein Risiko eingehen?

Auch aus anderen Sicherheitsaspekten innerhalb der Beziehung finde ich es gut zwei Konten zu haben.

Habe schon erlebt, dass jemandem durch einen Bankfehler das Konto aus Versehen gesperrt wurde und er keinerlei Bargeld und Kontenzugriff mehr hatte. Das hat einige Tage gedauert bis das geklärt werden konnte.

Ist doch viel besser, wenn man dann einen Partner hat, der ein eigenes Konto hat?
 
  • #57
Nee, ich glaube, er weiß sich sonst nicht zu wehren. Und jemanden unter Druck zu setzen und sein "nein" nicht zu akzeptieren, ist für mich auch psychische Gewalt.
Wobei ich sagen würde: Trennen könnte helfen, dieser Gewalt zu entgehen.
Das sehe ich auch so.
Aber mal ehrlich... Er will 'nen Zettel nicht unterschreiben, den dort 14 Jahre kein Mensch vermisst hat.
Es ist ja ein Trauerspiel, wo sowas hinführt. Angefangen damit, dass die FS nun "leidet" und "verletzt" ist und ihn das wahrscheinlich vehement spüren lässt.
Wenn man lange keinen Stress hatte, dann macht man sich halt welchen.
 
  • #58
Bin ich die einzige, die nicht versteht, wie überhaupt dieser Streit entstehen konnte?
Weshalb brauch man denn eine Kontovollmacht? Weshalb macht man dann ein Drama, wenn der andere keine Kontovollmacht von meinem Konto möchte? Weshalb will man unbedingt eine Kontovollmacht von dem anderen haben?
Ich verstehe das überhaupt nicht und kann da auch überhaupt keinen positiven Gedanken bei sehen.
Niemals sollte man, meiner Meinung nach, bestimmte Dinge aus der Hand legen.
Die schönsten Traumehen wurden schon zu Rosenkriegen und die größte Liebe wurde schon verraten. Das bedeutet ja nicht, dass ich gleich annehme, dass ich so etwas von meinen Partner erwarte, aber ich kann doch niemals mehr sehen, als vor seiner Stirn. Wegen der Heirat, da hätte ich vor Jahren schon einmal gefragt, ob du irgendwann von einem Heiratsantrag überrascht wirst oder ob er dir diesen Wunsch nicht erfüllen kann.
Diesen ganzen Heiratszwang verstehe ich auch nicht. Wenn ich meinen Partner unter Druck dazu bekomme, das er irgendwann einknickt, dann ist das doch so weit weg von Liebe und dem was ein Antrag bedeuten sollte. Er will dich eigentlich nicht heiraten. Versteh das doch. Er will es nicht.
 
  • #59
...Egoisten mit narzisstischer Neigung, ...dann erst weiß man(n) vertrauensvolles und loyales Verhalten zu schätzen.
Das Verhalten würde ich umgekehrt bei der FS dann auch sehen. Sie möchte ihre Sicht ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen. Vertrauensvolle Gespräche, Empathie oder Loyalität trotz seiner anderen Sichtweise sind hier nicht zu erkennen.
Die Beziehung hält jetzt 14 Jahre. Warum sollte es jetzt ohne Kontovollmacht nicht mehr gehen? Vor allem, warum muss die FS ihm eine Kontovollmacht aufdrängen? Ständiges Nachfragen ist doch auch eine Form von psychischer Gewalt, die sie beim Thema heiraten auch schon eingesetzt hat.

Sie schreibt etwas von "zusammen ein Haus gebaut", also war sie offenbar am Bau beteiligt, obwohl sie finanziell vermutlich nichts beitragen konnte. Das spricht nicht für kompletten Egoismus. Der Vorwurf von "Narzissmus", nur weil ein Mann nicht bereit ist, sein Konto offenzulegen, ist doch lächerlich.

Und wenn der Hintergedanke wäre
Ihr Problem ist, dass sie schon viel zu viel über die Jahre in die Beziehung investiert hat und gern jetzt ihren Teil am Kuchen anhaben möchte; vielleicht wäre dann, so ausbezahlt, auch die Trennung leichter.
dann ist ja
Der Mann ist ein misstrauischer Egoist, der nicht gern teilt. Vielleicht will er auch die Abhängigkeit und Macht über die FSin.
sehr vernünftig. Wo will er Macht, wenn er doch gar keine Vollmacht möchte?
Intreressant, dass bei dem Thema so gegensätzliche und verdrehte Ansichten herauskommen. Ich würde mal tippen, die stammen wieder mal von Frauen, die sich finanziell schlechter stehen als ihre Partner und meinen, sie hätten jetzt einen Anspruch auf Ausgleich.
 
  • #60
Das sehe ich auch so.
Aber mal ehrlich... Er will 'nen Zettel nicht unterschreiben, den dort 14 Jahre kein Mensch vermisst hat.
Es ist ja ein Trauerspiel, wo sowas hinführt. Angefangen damit, dass die FS nun "leidet" und "verletzt" ist und ihn das wahrscheinlich vehement spüren lässt.
Wenn man lange keinen Stress hatte, dann macht man sich halt welchen.
Ich denke schon, dass es ein tieferes Problem gibt. Die Vollmacht ist in meinen Augen nur ein weiteres Symptom für die eigentliche Sache, dass der Mann keine Zeichen der Verbindlichkeit zeigen will, die die FS aber gern hätte. Und das schon, seit sie eine Beziehung starteten. Daher denke ich auch, dass sie ihn "hineinziehen" musste ab einem bestimmten Punkt.
Ich denke auch, dass man umso mehr doch noch will, was man anfangs wollte, je mehr man investiert hat. Statt loszulassen und sich mit der Frage zu befassen, ob man das alles auch noch will, wenn man mit Verlust rausgeht, gibt man noch ne Schippe mehr und noch eine, weil man denkt, IRGENDWANN muss doch mal was kommen. Je mehr man investierte, umso größer die Angst vorm Verlieren. Vielleicht so ähnlich wie beim Roulette, wenn man anfangs ein bisschen gewonnen hatte. Und irgendwann kommt doch die Erkenntnis, dass man verloren hat.

Aber es gibt auch Menschen, die es drauf haben, dass andere sich die Möhre wieder und wieder selbst vor die Nase halten.