• #31
Hast du das Märchen vom Froschkönig eigentlich vollständig gelesen ... und bis ins Detail verstanden?
Der aufdringliche Kerl wurde auch erst zum Prinzen, nachdem er mal so richtig gegen die Wand gefahren war ...
weil sie - zum ersten mal ehrlich - ihn voller Ekel wegschubste bzw. und ihm schmetterte, wie eklig sie ihn tatsächlich findet, und dass sie null Bock hat ihn noch weiter zu schmusen ...
peng ... das hatte gesessen ...
Die Fee (eine Ex) hatte gelogen:
Er müsse nur geküsst werden blblbl... und es müsste eine PRINZESSIN sein (ha, die wusste schon warum ... ) seither lauerte er dummen jungen Frauen im Park auf ...
Also vom Schmatz der Prinzessin konnte die Verwandlung nicht kommen ...
aber die Ehrlichkeit der Prinzessin, die geballte Wut des weiblichen Kollektivs,
ihre Authenzität - das hatte wie Donnerhall gewirkt.
Er musste auch danach noch einiges SELBER an sich arbeiten ...
sozusagen 'auf dem Weg zur Hochzeit' ...
Also ziehe deine Grenzen. Schlucke keinen Hüttenkäse ...
Steh' zu dir!
Schmeiß ihn raus - falls irgend etwas in dir meldet, dass er ein hoffnungsloser Fall ist.
Was Hänschen nicht nicht lernt ...
Also knall ihm mal gründlich deinen Ekel und deine Meinung vor den Latz.
Du hast nix zu verlieren ... außer dich selbst, wenn du weiterhin dich öffnest für den Dreck anderer ...

Salute!

Samtina
 
  • #32
Liebe FS, ist er auch so undiszipliniert und faul ? Gibt es andere Baustellen ? Wenn er sonst ein toller Mann ist würde ich es dezent ansprechen. Und dann auch konsequent bleiben. Warum nicht höflich fragen / sagen dass er vor dem schlafen noch das Bett frisch beziehen soll. Oder du nimmst dir immer ein frisches Handtuch bei ihm. Wäscht er wenigstens seine Wäsche regelmäßig und duscht er sich ? Solltest du jedoch schon den Respekt verloren haben oder ihn nicht mehr anziehend finden dann wird es schwierig. Wäre der Mann menschlich wertvoll für mich würde ich mir die Mühe machen und ihm höfliche, klare Ansagen machen ohne dabei in die Mutti- Rolle zu verfallen. Vielleicht ist er lernwillig, warum immer vom Schlimmsten ausgehen.
 
  • #33
Ich find das Quatsch, sowas anzusprechen. Warum? Ich denke, er wird das nicht ändern! Solche „Hygienestandards“ hat man beigebracht gekriegt, als man Kind/ Jugendlicher war. Sowas gewöhnt man sich an, und ich glaube nicht, dass ein erwachsener Mann, der das Jahrzehnte schon so macht, nun einfach seine ureigensten Rituale bzw. Gewohnheiten diesbezüglich ablegt.
Ich meine, du kannst es mal versuchen, ich denke aber eher, dass es nicht dauerhaft etwas bringen wird, denn dein Standard ist nicht seiner.

Außerdem würde ich mich unwohl fühlen, einem erwachsenen Menschen in seine Hygiene reinreden zu wollen, das sollte ja schon seine Mutter vor zig Jahrzehnten gemacht haben. Sowas drückt die Partnerin wieder in die Muttirolle, die ich maximal abtörnend finden würde.
Daher denke ich: manche Dinge brauchen einfach keine Diskussion. Entweder der Mann kann es, oder eben nicht. Und daraus muss man dann eben Konsequenzen ziehen.
 
  • #34
Liebe Lisa

Ich habe den Eindruck, du musst ihm das bestimmt und deutlich sagen. Und konsequent dabei bleiben, es selbst nicht wieder übersehen oder leugnen oder deinen "Hygienefimmel" selbstironisch ins Lächerliche ziehen oder ziehen lassen. Du kannst ja auch Wohlwollen und Humor mit anklingen lassen, wenn du mit ihm sprichst. Verständnis, dass er es bisher anders gemacht hat. Lob und Dank, wenn er etwas für dich ändert. Aber nicht Verhandelbarkeit der Standards signalisieren. Für ihn ist/war da ein blinder Fleck. Er wird es wieder schleifen lassen, wenn du ihm signalisierst, dass es nur eine Bagatelle ist und dir nichts ausmacht.
 
  • #35
Liebe Lisa,
hier stellen sich mir zwei Fragen.

Erstens, respektiert dieser Mann Dich eigentlich? Was meinst Du? Für mich liest sich dies alles, ehrlich gesagt, ein wenig wie eine Ganzkörper-Respektlosigkeit. Unsere heutigen Hygienestandards sollen ja nicht dazu dienen, irgendwelchen Waschgöttern auf dem Olymp zu huldigen, sondern den Umgang mit unseren Mitmenschen zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass sie sich bei uns wohlfühlen. In Deinem Text aber schimmert es ein wenig hindurch, als würde dieser Mann glauben, er könne sich alles erlauben. Stimmt das?

Hast Du zweitens darüber nachgedacht, was dies alles mit Dir macht? Ich persönlich würde angesichts dieser ständigen mikrobiologischen Übergriffigkeiten insgesamt ziemlich rappelig werden. Kann es sein, dass auch Dein emotionales Gleichgewicht da gewaltig kippelt? Und dass er dadurch - und auch durch sein Vermeidungsverhalten bzw. seine offensichtlichen Lügen - Unruhe bei Dir schafft und damit die Oberhand und Kontrolle in Eurer Beziehung hat?
 
  • #36
Hallo FS, ich denke, das würde ich nie aus meinem Kopf mehr heraus kriegen. Selbst wenn ich das ansprechen würde. Selbst wenn er es ändern würde. Weil ich wüsste, wie er ist, wirklich hygienemäßig drauf ist, und es wegen mir ändert. Es ginge einfach nicht.

....und ich habe nichts gegen einen hart arbeitenden Handwerker, der nach Schweiß riecht, nach Arbeit riecht, die Hände dreckig, die Haare voll Staub oder Spänen. Liebe ich ihn, küsse ich ihn auch verdreckt. Aber von Anfang an müsste er im Privatbereich sauber und lecker sein. Sonst wäre meine Vorstellung davon, was ein Mann für mich ist, dahin.
 
  • #37
igitt, sprich´es an. Ich hatte auch mal einen Partner der meinen Standards nicht entsprach. Ich sagte klar und deutlich, wenn er das nicht ändert komme ich nicht mehr zu ihm ( wir führten eine Fernbeziehung) Er hat es geändert.
Meine Freundin hatte auch mal einen, der es nicht so mit dem Zähne putzen hatte. Sie war sehr rigoros, ohne Putzen keinen Kuss , ohne zusätzliches Waschen im Intimbereich vor dem Sex keinen Sex. Der war dann öfters im Bad......
 
  • #38
Dieser Mann könnte noch so toll sein, vom Aussehen und vom Charakter, wenn er nicht vom ersten Tag an gepflegt ist, weil es für ihn selbstverständlich ist.......ginge bei mir GAR NICHTS!!!
 
  • #39
Man kann mit den Menschen sprechen, meist hilft das. Manch einer ist sogar froh darum, dass man ihm ein Feedback gibt. Dann ist es eine gute Sache. Wer sich allerdings angegriffen fühlt weil er gar keine seife im Haus hat, ist mit Sicherheit unbelehrbar. Der kann dann auch weg.
 
  • #40
Ich dachte du bist an eher konventionellen Partnersex desinteressiert (?).
Nun ja, er war dabei gefesselt und geknebelt.
Ich bin an Penissen durchaus interessiert, sogar sehr.
Und am Anfang einer Beziehung macht mir Sex ( also ich aktiv, er passiv ) sehr viel Spaß, aber es ist eben vor allem der Reiz des Neuen.
Ich finde Sex nicht widerlich oder abstoßend, vielmehr langweilt er mich nach einiger Zeit.
Ich hatte mit diesem Mann ca. ein Jahr richtig Spaß. Danach habe ich es ein weiteres Jahr ihm zuliebe gemacht, mit abnehmender Tendenz und seitdem sind wir jenseits von Gut und Böse.
Riecht und sieht man dies nicht bevor man ... ?
Nee, riecht man nicht. Er badet jeden Tag, wechselt auch die Unterwäsche, benutzt Deos, alles normal.
Leider hat er eine enge Vorhaut, das kann ich bestätigen und so schiebt er die beim Waschen nicht zurück.
Nein, ich habe das Smegma nicht gerochen.

Und das mit den Pipifingern verdränge ich.
Hier sprechen einige von Kolibakterien. Die hat man im Darm, nicht in der Blase.
Urin ist steril. Hardcore-Ökos empfehlen sogar Müttern, ihren Kindern, die sich gerade die Knie aufgeschrammt haben, in die Hand zu pinkeln und damit die Wunde abzuwaschen.
Ich halte mich mit der rationalen Einsicht, dass mir das gesundheitlich nicht schadet, über Wasser. Ekelig finde ich es aber sehr. Ich denke halt nicht dran.

Also auch auf ein: "du hast dir die Hände nicht gewaschen !" leugnet er es?
Ja. Auch wenn ich sage, 'zwischen Klospülung und rauskommen liegen exakt 0,5 Sekunden', blieb er dabei.
Was soll ich dann sagen ? 'Du lügst' ?
Hm...du hast recht, mal reingehen und gucken, ob das Waschbecken trocken ist ? Joa...wenn ich richtig sauer bin, könnte ich das tun.
Wie geht's dann weiter ?
Wie geht dann der Tag weiter ?
Und wie die Beziehung ?
Hier kommen wir ja auf eine andere / höhere Ebene.
Es geht dann nicht mehr um Urin, sondern um Kontrolle und um lügen. Und um nachtreten.

Was meint ihr ? Ihr wißt, dass ich mit meiner Beziehung sehr zufrieden bin. Ich gehe soweit zu sagen, es ist die beste, die ich je hatte.
Ich nehme seinen Penis nicht mehr in den Mund, nicht mal in die Hand.
Er macht seine Wohnung auf meinen Wunsch hin leidlich sauber, bevor ich komme. So, dass es für mich ok ist.
Er betreibt Körperhygiene so weit, dass er nicht stinkt und nie fettige Haare hat.
Ich bin sicher, von seinen Pipihänden nicht krank zu werden.
Den Restekel kann ich verdrängen.
Den Traummann gibt es nur in Träumen ( Zitat @neverever im Nachbarthread )
Soll ich es nicht einfach gut sein lassen ?

w 52

Ich hab gerade so gelacht... du bist der Hammer :-D
*knicks*
 
  • #41
Es ist ja schon so mancher durch gefährlichen Seifenkontakt nicht mehr lebend wieder aus dem Badezimmer gekommen... man muss da vorsichtig sein.

Aber mal ernsthaft - mich persönlich würde der Aufenthalt in so einem Nurdreckhaus ziemlich nervös machen. Daher auch die Frage: kann es eventuell ein Dominanzproblem sein? (Er fühlt sich wohl, sie aber nicht / ihm geht es gut, ihr geht es schlecht).

Dann ist dann so eine Art Testlauf: wie lange hält sie das durch und was lässt sie sonst noch alles mit sich machen?

Man nennt es, glaube ich, Missbrauch.
 
  • #42
Hallo Fs,
nach meiner Einschätzung bist zu beim Hygienethema selbst eher schludrig als penibel.

Wenn es für Dich eklig ist, warum schleckst Du dann rum? Naja, musst Du selbst wissen...

Letztlich ist es ähnlich, wie Du Deiner Kollegin sagst, dass sie müffelt oder Mundgeruch hat.
Wie würdest Du Deiner Kollegin das mitteilen?

Ich mag es höflich indirekt. Ich frage im 1. Schritt den Stinker, ob er ein Bio-Waschmittel, Bio-Deo etc. benutzt, weil es so merkwürdig riecht. Damit entsteht meistens ein Gespräch über Waschmittel, Deos usw. im Allgemeinen.

Wenn es sich nicht ändert, kommt
im 2. Schritt von mir direkter und fordernder der Hinweis, dass es schlimm riecht, und eine Änderung wichtig ist.

Bisher hat das immer geholfen.
Mein Gegenüber wahrt das Gesicht, weil vielleicht doch das "Bio-Waschmittel" schuld ist - schon klar, nö - und ich habe die Geruchsbelästigung beseitigt.

Vielleicht hilft das.
 
  • #43
Ich find das Quatsch, sowas anzusprechen. Warum? Ich denke, er wird das nicht ändern! Solche „Hygienestandards“ hat man beigebracht gekriegt, als man Kind/ Jugendlicher war. Sowas gewöhnt man sich an, und ich glaube nicht, dass ein erwachsener Mann, der das Jahrzehnte schon so macht, nun einfach seine ureigensten Rituale bzw. Gewohnheiten diesbezüglich ablegt.
Eigentlich denke ich das auch. Aber: Man gibt ja nicht mal eine Chance, wenn man es nicht anspricht. Vielleicht würde er es ändern wollen und hat sich immer gewundert darüber, dass er keine Frau halten kann, aber wusste nie, warum.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #44
Ich frage mich, wie man das so lange nicht bemerken kann? Auf wievielen Augen bist du blind?

Es wird dir wohl nichts anderes, als mit deinem Freund zu reden, übrig bleiben. Nunja, das ist leider ein Gespräch, das niemand mit seinem Partner führen will. Will man wohl selbst auch nicht hören, dass einen der andere auf irgendeine Weise grauslich findet. Ansprechen wirst du es müssen.
Aber bitte mach es nicht mit einer dumpfen Holzhammer-Methode a la Joggerin.

Ich denke, es ist ziemlich egal. In einem anderen Thread sagtest du, dass du deinen Freund nicht liebst. Du bist also auf der sicheren Seite, was die Konsequenzen betrifft - solltest du mal welche ziehen wollen. Ich glaube auch, dass dir das auch sehr zuwider wäre, wenn du deinen Freund wirklich lieben würdest. Dann wärst du ja verletzbar. Den ungeliebten Freund kannst du später auch noch entsorgen ...
 
  • #45
Mir fällt da gerade was ein ....
Wir hatten an der Uni in einem eher kleinen, aber hochinteressanten Seminar eine "Stinkerin" . Nunja, wir haben alle gemeinsam - also alle 9 Studenten, die das Pech hatten, ihr nicht ausweichen zu können, ein Duschgel überreicht. Mit Schleife.
Ob sie sich gewaschen hat ? Wissen wir nicht. In dem Seminar ist sie nie wieder aufgetaucht.
 
  • #46
Hm...du hast recht, mal reingehen und gucken, ob das Waschbecken trocken ist ? Joa...wenn ich richtig sauer bin, könnte ich das tun.
Wie geht's dann weiter ?
Wie geht dann der Tag weiter ?
Und wie die Beziehung ?
Hier kommen wir ja auf eine andere / höhere Ebene.
Es geht dann nicht mehr um Urin, sondern um Kontrolle und um lügen. Und um nachtreten.

Was meint ihr ? Ihr wißt, dass ich mit meiner Beziehung sehr zufrieden bin. Ich gehe soweit zu sagen, es ist die beste, die ich je hatte.
Hmm, versteh schon. Hinsichtlich der anderen Dinge tut er diese nur dir zu liebe. Wie hast du ihn da dazu gebracht? Die meisten Menschen reagieren entweder auf positive Bestärkung oder Strafe oder eben der Aussicht auf Strafe.

Ich meine, wer hätte in der Schule die ungeliebten Hausaufgaben gemacht, wenn das Nichtmachen keine Konsequenzen gehabt hätte?

Also wenn er das andere dir zu Liebe macht, ist das vielleicht die Basis.
Was machst du für ihn regelmäßig ? zB. was leckeres kochen?

Ich würde dann schonmal ein Exempel statuieren und es bissl eskalieren lassen. Wenn es dir gerade passt und du auch die Abstrafmöglichkeit hast.


Aber erst gucken, ob das Waschbecken nass ist, ihm dann sagen: "du hast vergessen, dir die Hände zu waschen". Damit unterstellt du erstmal guten Willen seinerseits. Wenn er es dann leugnet, kannst ja fragen, ob er die gleich mit im Klo abgespült hat oder warum das Waschbecken so trocken ist. Daraufhin wird er vermutlich schweigen.
Und dann würde ich sagen, dass wenn er es schon nicht für sich selbst macht, auch nicht mal dir zuliebe, dann kochst oä du auch nicht mehr ihm zuliebe.
So und dann erstmal abblitzen lassen (fürs schwindeln) und verhungern lassen.

Du könntest also ja auch ganz vorab, vor der Eskalation ankündigen, sein Lieblingsessen zu kochen.

Er wird sich nicht wegen den ungewaschenen Händen schlecht fühlen, sondern wegen der Lüge und vielleicht auch der Aussicht azf Strafe. Und dann hoffentlich einlenken.


Wie es weitergeht? Erstmal durchziehen, bis er sich die Hände das nächste Mal wäscht. Naja, wenn er wieder (an einem bestrafungsfähigen Tag) aus dem Bad nach 2 sec gestürmt kommt, nur ein ernster Blick und "ich glaube, die Küche bleibt heute kalt." Oder "hast du heute wieder keinen Hunger? Mir vergeht gerade der Appetit..." Dann dasselbe Spiel.

Extra kontrollieren würde ich es nicht, nur wenns gerade passend ist. Und du zufällig vor der Tür stehst.

Ich würde nicht sagen, dass du ihn ekelig findest, denn das bringt dich in Zugzwang, ernstere Konsequenzen zu ziehen und du machst dich unglaubwürdig, wenn du es nicht tust, man sollte halt niemals etwas ankündigen, was man nicht bereit ist durchzusetzen.

Also keinen Streit provozieren, der die ganze Beziehung in Frage stellt.
Eher so auf eine ruhige leichte, aber knackige Weise. Ganz gelasden mit einem etwas beleidigtem Schulterzucken.
 
  • #47
Ich denke, es ist ziemlich egal. In einem anderen Thread sagtest du, dass du deinen Freund nicht liebst. ... Den ungeliebten Freund kannst du später auch noch entsorgen ...
Oje, da hast du mich aber gründlich missverstanden.
Oder mißverstehen wollen ?
Oder selektiv gelesen ?

Egal ist es nämlich mitnichten, ob ich ihn habe oder nicht.
Ich erkläre hier ziemlich oft, wie toll ich ihn finde, verwende gar Superlative, wie 'der beste, den ich je hatte', nicht ?
Ja, ich liebe ihn nicht. Nach meiner Definition von Liebe.
Nach dieser habe ich in meinem ganzen Leben nur einen einzigen Menschen geliebt, das ist meine Tochter.
Für sie würde ich alles tun, sogar in ein brennendes Haus laufen, um sie da rauszuholen.
Ich würde immer zu ihr halten, immer für sie da sein, ganz egal, was sie tun würde. Selbst wenn sie mich schlagen oder betrügen oder bestehlen würde.
Wenn sie ein Sohn wäre und eine Frau vergewaltigt hätte, würde ich sie im Gefängnis besuchen.
DAS meine ich mit Liebe.
Nach dieser Definition liebe ich meinen Freund nicht.
Du den deinen ?

Nach meiner Definition finde ich meinen Freund toll, nahezu alles an ihm. Ich bin gerne mit ihm zusammen. Ich bin stolz auf ihn. Ich sehe ihn mit warmem Gefühl ins Gesicht. Ich habe den Drang, ihn zu streicheln und alles mögliche zu tun, damit er glücklich ist.
Und er macht mich ab und zu glücklich sowie dauerhaft zufrieden.
Ist das nicht mehr als die allermeisten Leute in ihrer Beziehung haben ? Auch wenn sie gerne, und wie ich finde überzogen, von Liebe reden ?

Ich weiß, was man sich hier landläufig unter diesem Begriff vorstellt und ich nehme diese Bezeichnung bei anderen wie ein Fremdwort auf und verstehe, was sie sagen wollen.
Ich bin für mich aber nicht bereit, das so zu nennen.

Nur DAS wollte ich damals sagen. Vielleicht konnte ich mich jetzt verständlich machen.

w 52
 
  • #48
Ich bin der Meinung, dass man der Person unter vier Augen in einem angemessenen Ton und ohne ihn bloßstellen zu wollen, ruhig sagen kann. Gerade als Partnerin ist es deine Pflicht ihm darauf aufmerksam zu machen, was dich stört. Eine gesunde Kommunikation ist bei einer Partnerschaft das wichtigste. Und zu einer gesunden Kommunikation gehört es auch ihn darauf Aufmerksam zu machen. Dich stört es, also raus damit. Für ihn ist es auch schöner in einem frischbezogenen Bett zu schlafen. Jeder mag das. Ich frage mich sowieso, warum dich all das bis jetzt nicht gestört hat? Ich kann mir vorstellen, dass er eher fast immer bei dir war und du deshalb es nicht gemerkt hast? oder bist du selber auch nicht so die Queen der Hygiene? Ich kann es mir anders gar nicht vorstellen. Wie kann man mit jemandem 6 MONATE Intim sein, mit ihm in einem Bett schlafen, ihn küssen und dicht stundenlang an ihn zu liegen, der sich weder wäscht noch die Zähne putzt. Deine Geschichte ist für mich deshalb nicht glaubwürdig.
 
  • #49
Ich würde meinen Freund, genau wenn er ansonsten so wunderbar ist, genau die Punkte sagen, die mich stören.
Ich würde ihn darum Bitten diese Punkte abzustellen, da es bei Hygiene keinen Kompromiss, für mich, gibt.
Wenn er im Gespräch schon nichts davon wissen möchte, würde ich wohl im sagen, dass es dann leider nicht zusammen klappt und konsequent mich trennen.
Wenn er es versucht und ich sehe, dass er immer wieder ein wenig holpert, würde ich ihn liebevoll daran erinnern und ab und zu Dokus schauen, die um das Thema kreisen.
Ich hatte noch nie so einen Fall, aber denke, wenn du den Mann wirklich magst, versuchst du es wenigstens und gibst ihm die Chance sich zu verändern.
Vielleicht ist er in einem Haushalt aufgewachsen, wo wenig Liebe und Training zur Selbstliebe herrschte, oder, oder...

@Tom26 wieder so ein Fall von Mobbing. Es ist nicht "cool" oder "stark" das du in der großen Gruppe eine einzelne Person diskreditiert hast. Stark und empathisch wäre es gewesen, die Person, als Einzelner anzusprechen und ihr das zu sagen.
 
  • #50
Nachdem ich den Versuch einmal unternommen habe und kläglich gescheitert bin, stimme ich dir vollständig zu. Ich glaube, das Problem ist nicht lösbar, ausser vielleicht bei ganz jungen Menschen, die noch lernfähig sind. Wenn die Vorstellungen über Körperhygiene nicht übereinstimmen, passt es einfach nicht.

Ein Mal geriet ich einen Mann, bei dem ich sehr bald merkte, ups, so geht das nicht, das gruselt mich. Aber gewaltig. Ich konnte nicht mehr mit ihm schlafen. Ich dachte mir, ok, mach eine Lernerfahrung, renn mal zur Abwechslung nicht grad davon, wenn dir was nicht passt, übe dich mal in konstruktiver Kommunikation (der Mann war ansonsten richtig toll). Ich habe das Gespräch gut vorbereitet, es kostete mich wahnsinnig viel Überwindung, und ich habe noch nicht mal alles direkt angesprochen, es war mir etwa nicht möglich, direkt zu sagen, dass ich Schleifspuren im Slip und auf dem Laken und dem Frotteetuch nicht witzig finde, das subsumierte ich allgemein unter tägliches Waschen. Der Mann guckte mich mit grossen Augen an und erklärte mir, dass Wasser und Seife dem natürlichen Schutzfilm der Haut schaden und dass Napoleon seiner Josephine vor seiner Rückkehr von seinen Schlachtfeldern per Brief zu verbieten pflegte, sich zu waschen, weil er ihren unverfälschten Geruch so sehr liebe. Womit klar war, dass ich den Mann zu wenig liebte, weil ich seinen Kot und Urin und alten Schweiss nicht sexy fand. Wir verblieben dann so, dass er sich Mühe gibt und dass ich ihm sage, wenn mich was stört. Nun, geändert hat sich von seiner Seite nichts. Ich bat ihn einmal, als er Sex wollte, vorher duschen zu gehen, was er klaglos machte. Lustig war der Sex nicht. Ohnehin kann man, wie ich da gelernt habe, ungewaschen aus einer Dusche oder Badewanne steigen. Ich habe das Kennenlernen beendet.

Ich sehe es nicht als meine Aufgabe im Leben an, einem erwachsenen Mann Selbstverständlichkeiten beizubringen. Ich kann nicht Lust empfinden, wenn ich einen Mann vor dem Sex unter die Dusche schicken muss. Ich habe nicht die geringste Lust, Waschbecken zu kontrollieren.

Klar kann man sich bei Sauberkeit allgemein etwas annähern. Mein Freund putzt mehr, als er es nötig findet. Und unser Haus ist weniger sauber, als es wäre, wenn ich alleine leben würde. Damit kann ich leben, weil es meine Ekelgrenze nicht übersteigt. Aber es gibt definitiv Grenzen. Und über die zu verhandeln ist müssig.

Es ist ja auch umgekehrt möglich. Es gab vor einiger Zeit einen spannenden Thread von einer Frau, die das Gemächt ihres Freundes vor dem Sex mit einem mir bis dahin nicht bekannten Tüchlein desinfizieren wollte. So Zeugs liesse ich im Leben nicht an meine zarten Häute. Einem Desinfektionsfanatiker wäre ich also zu gruselig. Er könnte diskutieren, soviel er wollte, ich würde ihm nicht entgegenkommen.

Frau 53
 
  • #51
@Tom26 wieder so ein Fall von Mobbing. Es ist nicht "cool" oder "stark" das du in der großen Gruppe eine einzelne Person diskreditiert hast. Stark und empathisch wäre es gewesen, die Person, als Einzelner anzusprechen und ihr das zu sagen.
Ja, das gebe ich zu, obwohl ich gerade im Nachbarthread mein Loblied auf @Tom26 gesungen habe.
Ja, das war doof von euch.
Ok, die Kommilitonin hat ihre Lektion gelernt.
Und ihr habt euren Spaß gehabt.
Ja, ich sehe euer hämisches Lachen, das wahrscheinlich keinem von euch im Halse steckengeblieben ist, als sie rot und/oder blaß wurde.
Als ihr das Gesicht runtergefallen ist, als sie kurz vorm Weinen stand, was ihr an der zitternden Unterlippe gesehen habt.
Sie ist bestimmt wie ein geprügelter Hund aus der lachenden neun-köpfigen Studentengruppe weggeschlichen.
Hat da keiner von euch ein schlechtes Gewissen bekommen ?
Sie ist in diesem Seminar nicht mehr aufgetaucht ?
Und darauf bist du allen Ernstes stolz ?
Uff Tom ! Miese Nummer !
Die Frau wird diese Szene ihr Leben lang nicht vergessen.
Jetzt sagst du, das sei es wert, wahrscheinlich wasche sie sich jetzt ?
Kann sein, aber das ist den Preis, den ihr sie habt bezahlen lassen, nicht wert.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, dermaßen gedemütigt zu werden, so dass man diesen Leuten nie mehr unter die Augen treten kann.
Kinder, und Studenten zähle ich da gerade noch dazu, sind grausam. Ich hoffe, du bist inzwischen erwachsen und machst so etwas nicht mehr.

Und bitte sage jetzt nicht, du warst ja nur dabei, jemand anderer hat das 'Geschenk' überreicht.
Du warst dabei und hast ihr nicht geholfen.
Du bist ein Alphatier und hättest ihr helfen können.

Ich habe als Schülerin anderen schwachen Kindern geholfen.
Aktiv geholfen, mindestens aber habe ich nicht mitgemacht und nicht zugesehen.
Auf unserem 10-jährigen Abitreffen hat mich ein Mann angesprochen, den ich kaum auf dem Schirm hatte. Er hat sich bei mir bedankt, weil ich der einzige Mitschüler war, der ihn jemals verteidigt hat.
Ich konnte mich nur noch sehr dunkel erinnern, aber er wußte das noch en detail. Ich war sehr stolz.

w 52
 
  • #52
Nach meiner Definition finde ich meinen Freund toll, nahezu alles an ihm. Ich bin gerne mit ihm zusammen. Ich bin stolz auf ihn. Ich sehe ihn mit warmem Gefühl ins Gesicht. Ich habe den Drang, ihn zu streicheln und alles mögliche zu tun, damit er glücklich ist.
Und er macht mich ab und zu glücklich sowie dauerhaft zufrieden.
Ist das nicht mehr als die allermeisten Leute in ihrer Beziehung haben ?...
Liebe Frei, es gibt viele Arten von Liebe. Die MutterKind- Liebe ist noch mal etwas besonderes - und ich denke, vor allem, wenn man selbst als Kind Defizite erlebte, kompensiert man bei seinen eigenen Kindern, indem man noch mehr Liebe gibt, quasi als Ausgleich für das verletzte Kind.

Wenn Du von Deinem Freund schreibst, klingt es durchaus nach einer Art Liebe. Diese Toleranz würdest Du nicht aufbringen, wenn es nicht so wäre. Du würdest ihn nicht verlieren wollen.
Du würdest ihm beistehen, wenn er Schwierigkeiten hat.
Du kannst mit ihm so leben wie es für Dich passt, nicht zu verbindlich, nicht zu nah.
Er macht Dich zufrieden.

Es gibt sicher Seiten, die kritisch sein können - Hygiene, Sauberkeit ist immer ein solcher Punkt. Mich würde es viel mehr noch stören, wenn mich mein Partner als unattraktiv bezeichnen würde.

Aber DU entscheidest, wie Du Leben magst. Du hast für Dich die beste Partnerschaft, die Du je hattest - wer kann das schon sagen?

Zum Thema Hygiene, analog ist es mit Sauberkeit in einer Wohnung, es gibt nicht viele Kompromissmöglichkeiten.
Man kann selbst etwas toleranter werden, bis zu seinen Grenzen, aber am Ende setzt der mit den höheren Maßstäben den Standard.
Es hilft nur das offene Gespräch.

Und eine Anekdote - ich hatte eine Zeit einen Partner, der war zwar selbst wirklich immer sauber, aber beim ersten Besuch wäre ich fast rückwärts wieder aus der Wohnung raus.
Ich habe dann klar gemacht, so komme ich nicht mehr, habe aber angeboten, zu helfen...Er hat sich selbst geniert. Also haben wir beim 2mal gemeinsam Großputz gemacht, mit Salzsäure fürs WC...
Es sah nie wieder so aus, mal etwas unaufgeräumt, aber nicht mehr. Und wenn ich kam, war ich sehr spürbar willkommen. Wir wohnten auch dann zusammen, er hat ganz normal mit aufgeräumt, geputzt. Das war kein Thema.

Also reden.

W,50
 
  • #53
Ich denke ihr solltet euch auf Mindeststandards einigen, du ihm aber nicht deinen Standard aufzwingen.

Nicht jeder verträgt es dauernd Seife zu verwenden und manche kommen auch besser mit nur einmal Zähneputzen aus, andere waschen sich täglich mit Seife, waschen sich täglich die Haare mit Shampoo und putzen 3 mal die Zähne ohne Probleme zu haben.

Wenn du ihm es schön erklärst würde ich aber nicht denken, dass er Probleme hat sich etwas anzupassen, solange du nicht deine Massstäbe anlegst und eine 180 Grad Wende zu ihnen erwartest.
 
  • #54
Und bitte sage jetzt nicht, du warst ja nur dabei, jemand anderer hat das 'Geschenk' überreicht.
Also ........
ganz so wie du das beschrieben hast, war es nicht.
Öffentliche Demütigung gab es nicht, eine Person hat das Duschgel quasi unter 4 Augen überreicht. Es gab auch vorab einige Anmerkungen. Kam nicht aus heiterem Himmel.
Hier habe ich mich falsch ausgedrückt. Alle standen dahinter, haben alle ihr Scherflein beigetragen, aber nicht gemeinsam übergeben. Mein Fehler.
Toll war die Aktion wohl nicht, aber: Wer andere belästigt - und nichts anderes ist solcher Gestank - muss damit rechnen, dass die Belästigten sich wehren.
Ja, für sie war das bestimmt ein Schock. Hoffentlich ein heilsamer Schock. Überleg mal - so wäre jede Bewerbung nach dem Studium doch vollkommen erfolglos ... oder ?
 
  • #55
wenn man selbst als Kind Defizite erlebte, kompensiert man bei seinen eigenen Kindern, indem man noch mehr Liebe gibt, quasi als Ausgleich für das verletzte Kind.
Vollkommen richtig, das trifft auf mich ganz sicher zu.
Wenn Du von Deinem Freund schreibst, klingt es durchaus nach einer Art Liebe.
Ganz genau, das wollte ich damit sagen, als ich Frau @Laubsk s Missverständnis ausräumen wollte.

Ja, ich bin mit meiner Partnerschaft sehr zufrieden und das mit der mangelnden Hygiene stört mich weniger als dich, darüber haben wir uns ja schön öfter unterhalten.
Meine Grenzen liegen weiter hinten und so komme ich mit ihm klar und für dich wäre es zu heavy.
So wie es jetzt ist kann ich damit leben.


Dies hier liegt auch jenseits meiner Grenze:
Mich würde es viel mehr noch stören, wenn mich mein Partner als unattraktiv bezeichnen würde.
Ja, ich stimme dir zu, das stört mich sehr viel mehr.
Mehr als ich tolerieren kann.
Aber mich deswegen trennen ? Das erscheint mir doch ein wenig zu übertrieben.
Joa, sicher, habe ich ja auch.
Gesagt, dass das uncharmant ist und dass es mich verletzt.
Er sagt dann aber nicht, 'ohhh, da habe ich mich falsch ausgedrückt, ich meinte natürlich, dass du wunderschön bist'.
Ich würde das ohnehin nicht glauben und mich dann verschaukelt fühlen. 'Für wie dumm hält der mich ?' Er hält mich eben nicht für dumm, also versucht er dergleichen nicht.
Er sagte dann, dass es ihm nicht wichtig sei, wie ich aussehe, er finde mich insgesamt richtig toll. Und das denke / spüre / weiß ich ja auch.
Ja, ich träume davon, dass mich jemand wunderschön findet, aber das bin ich nunmal nicht. Erst recht nicht mit 52.
Niemand von uns ist wunderschön mit 52.
Klar, einige sehen sympathisch und nett aus und haben sich gut gehalten. Ich denke, ich auch. Und das sagt er mir ja auch gelegentlich. Z.B. dass ich ein Gesicht habe, das immer freundlich aussieht. Ich sehe immer ein bisschen so aus, als ob ich lächele. Das ist mein Entspannungsgesicht.
DAS sagt er mir.
Muss mir das nicht reichen ?
Es reicht mir, um nicht immer wieder darüber reden / meckern zu wollen.

Noch mal zurück zum Thema:
Also haben wir beim 2mal gemeinsam Großputz gemacht, mit Salzsäure fürs WC...
In dieser Hinsicht bist du toleranter. Das käme für mich nicht in Frage.


w 52
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
Also ........
ganz so wie du das beschrieben hast, war es nicht.
Öffentliche Demütigung gab es nicht, eine Person hat das Duschgel quasi unter 4 Augen überreicht. Es gab auch vorab einige Anmerkungen. Kam nicht aus heiterem Himmel.
Hier habe ich mich falsch ausgedrückt. Alle standen dahinter, haben alle ihr Scherflein beigetragen, aber nicht gemeinsam übergeben. Mein Fehler.
Toll war die Aktion wohl nicht, aber: Wer andere belästigt - und nichts anderes ist solcher Gestank - muss damit rechnen, dass die Belästigten sich wehren.
Ja, für sie war das bestimmt ein Schock. Hoffentlich ein heilsamer Schock. Überleg mal - so wäre jede Bewerbung nach dem Studium doch vollkommen erfolglos ... oder ?
Das mir dem Gestinke ist so eine Sache. Ich hatte im Bekanntenkreis eine Frau, die unsäglich aus dem Mund roch, es war unerträglich. Aber wie spricht man das an? Ich hab einfach nicht mehr mit ihr gesprochen. Ja, ich bin feige. Meinem Mann sage ich wenn er riecht. Die Frau war mir zu unwichtig um es zu thematisieren. Deshalb finde ich das mit dem duschgel gar nicht so verkehrt.
 
  • #57
Ich sehe es nicht als meine Aufgabe im Leben an, einem erwachsenen Mann Selbstverständlichkeiten beizubringen. Ich kann nicht Lust empfinden, wenn ich einen Mann vor dem Sex unter die Dusche schicken muss. Ich habe nicht die geringste Lust, Waschbecken zu kontrollieren.
Das trifft auch mein Empfinden. Ansonsten bin ich nicht pingelig...aber bei Erwachsenen sollte die eigene Hygiene mit meinen Vorstellungen üereinstimmen.
Meine Söhne leben momentan aus "dem Haufen", früher habe ich immer alles schön aufgeräumt...aber mittlerweile kann ich hervorragend über "den Haufen" rüber steigen. Er ist wie ein schwarzes Loch und zieht alles an...Schlappen, Socken, Schuhe, Ipods, Ladekabel, .....bei Pizzaresten hört es jedoch auf, und sie gehen bitteschön regelmäßig duschen und die Zahnleiste bürsten....da würde ich bei keinem erwachsenen Mann mehr die Mutti machen, zweimal reicht!

Es gab auch vorab einige Anmerkungen. Kam nicht aus heiterem Himmel.
Hier habe ich mich falsch ausgedrückt.
....na dann ist ja gut....ansonsten hätte ich hier glatt mal dazu geraten, die Frau auch nach dreißig Jahren ausfindig zu machen, falls das ginge und sich zu entschuldigen, denn junge Menschen können ganz schöne Greenhörner sein ....

Ich hatte mal einen Kollegen, er war zwanzig Jahre älter, ein netter Kerl eigentlich, aber bisschen plüschig, und er hatte Mundgeruch....holla die Waldfee....keiner wollte es ihm sagen.
Ich hab ihn mir irgendwann mal geschnappt und es vorsichtig formuliert...war gar nicht schwer, er war ziemlich dankbar und schleppte dann immer eine Smint-Packung mit sich rum...er war froh über den Hinweis.
w 45
 
  • #58
In dieser Hinsicht bist du toleranter. Das käme für mich nicht in Frage.
Für mich war es - mich stört es, ich spreche es an, möchte es geändert haben. Und dann die Handreichung, weil ich weiß, wenn der Berg sehr groß ist, ist die Überwindung sehr schwer.
Im Miteinander geht es, damit wir es dann bei ihm auch gemeinsam schön hatten. Ihm war es wichtig, dass ich mich wohl fühle.
Er ist ja hinterher nie mehr so gewesen, und dafür hat auch er mir bei vielem geholfen, mir meine Kiddies abgenommen, für mich gekocht... Er hat sich revanchiert
Ach, und wir hatten einen Heidenspaß bei der Aktion, und viel gelacht.

Ich verstehe es nicht als Toleranz, sondern zu zeigen, ich mag Dich, nur wir haben hier ein Problem und wir lösen es gemeinsam.

Deswegen, erstmal reden - nicht meckern, sondern konstruktiv, und wenn es keine Lösungen gibt, dann kann man sich immer noch trennen.

Ich gebe aber zu, dass ich, wie ich ihn den letzten Jahren immer wieder mal jemanden interessant genug fand, um ihm kennen lernen zu wollen, schon genau darauf geachtet habe, einerseits, ist er gepflegt - 1. Blick, 2. Blick, und tja, 3.Blick, wenn man sich sehr nahe kommt. Es gibt doch Überraschungen. Nicht positiver Art...Gruselig.

Andererseits, wie ist seine Wohnung. Für solche Putzaktionen fühle ich mich heute zu alt.
Ich habe auch schon ein Kennenlernen wegen dem gegenteiligen Extrem abgebrochen. Ich muss in einer Wohnung ausatmen dürfen, ohne dass schon der Staubsauger gezückt wird.

W,50
 
  • #59
Sofort klar & deutlich ansprechen, aber auf Augenhöhe, nicht unter ihn, nicht über ihn. Beides würde ihn wild machen. Und ihn deutlich sagen, dass es für Dich Grundbedingungen gibt.