• #61
Sie soll dankbar für " diesen guten Mann " sein ???

Sie rangiert unter ferner liefen. Er bietet ihr keine Sicherheit, emotional. Da ist keine Priorität.

An die FS: warum bist Du noch da ? Du kannst nichts erzwingen. Das habe ich auch sehr leidvoll gelernt. Bleib unabhängig, finanziell.
Der Liebeskummer wird vergehen. Lass Dir nichts schenken und geh. Er wird sonst keinen Respekt vor dir haben.
 
  • #62
@HollyGolightly Ich fürchte, das ist etwas off topic, aber ich muss mal eine Lanze für den Begriff "Bekannte(r)" brechen. Ich finde ihn nämlich sehr, sehr süß. Erinnert mich an eine reizende alte Lehrerin aus meiner Jugend, verwitwet, die auf einmal öfter erwähnte, dass sie mit "ihrem Bekannten" dies und jenes unternommen habe. Wir haben zuerst gar nicht gecheckt, dass sie damit ihren neuen Freund meint, aber dann fanden wir es großartig!
Naja, aber missverständlich ist der Begriff natürlich schon. Aber ich mag "Partner(in)" eigentlich überhaupt nicht, da schwingt für mich soviel Krampfiges mit (wer "Partner" sagt, sagt irgendwann auch "achtsam" und "auf Augenhöhe"!). "Mein Mann/meine Frau" ist für mich für Ehepaare vorbehalten, kann natürlich jeder sagen, wie er will, aber für mich ist das so. Ich finde an "mein(e) Freund(in)" nichts verkehrt und, wenn man betonen will, dass man zusammenlebt, auch "Lebensgefährte/-in".
Das aber nur am Rande, eigentlich wollte ich ja nur eine Lanze für den/die Bekannte(n) brechen!
 
  • #63
Und meiner Meinung nach ist der ausschlaggebende Punkt da gar nicht so sehr die Tatsache, dass sie nicht verheiratet sind, sondern, dass sie keine gemeinsamen Kinder haben.

Rein rechtlich erbt die Ehefrau ja auch mit Kindern nur die Hälfte des Vermögens und damit im Grunde ihren Anteil bei vereinbarter Zugewinngemeinschaft. Bei Gütertrennung und ohne Kinder eher weniger.

Die FS "erbt" hier ein lebenslanges Wohnrecht und Geld aus einer Lebensversicherung. (Was sie ihm umgekehrt vererbt, schreibt sie uns nicht.) Dazu wohnt sie wohl mietfrei. Im Grunde steht sie sich doch vermutlich verheiratet gar nicht besser, denn als "Miteigentümerin" des Hauses wäre sie natürlich auch zu Reparaturen und Erhalt verpflichtet. Dafür hätte sie dann als Druckmittel, der Nichte unliebsame Mieter ins Haus zu setzen. Ich finde schon den Denkansatz seltsam.
Und wenn er Multimillionär wäre und sie arm wie eine Kirchenmaus, woher kann sie den Anspruch ableiten, einen Teil seines Vermögens zu bekommen? Noch dazu, wenn sie so berechnend erscheint, dass sie bei einer Scheidung sicher auch mitnehmen würde "was ihr zusteht".

Die FS hat keine Kinder, sie hat seit dem 16. Lebensjahr gearbeitet. Vollzeit? Damit hat sie doch dann einen ordentlichen Rentenanspruch und sich vermutlich auch die Miete gespart. Nach eigener Aussage verdient sie ihr eigenes Geld. Wozu braucht sie dann eigentlich sein Vermögen? Ist die Angst vor Altersarmut nicht völlig irrational? Oder aber ein Problem, das die FS unabhängig von ihrem Partner angehen sollte? Was passiert, wenn er sich nächstes Jahr trennt? Sollte sie nicht erwachsen werden und für sich selbst sorgen, statt irgendwelche Abhängigkeiten zu schaffen?

Mal abgesehen davon: wenn er erst stirbt und sie dann per Testament sein Vermögen komplett erben würde, was wäre der nächste Schritt? Sie stirbt und die Hälfte des Hauses, in dem Geschwister und Nichte wohnen, fällt an irgendeinen mehr oder weniger entfernten Verwandten der FS. Der natürlich voll erbschaftssteuerpflichtig ist und die Auflösung der Gemeinschaft fordern wird. Da ist es doch viel sinnvoller, ein Wohnrecht einzuräumen. Statt der Lebensversicherung (die ja im Regelfall irgendwann altersmäßig begrenzt ist) würde ich persönlich das Geld anders anlegen und mir die Versicherungsprämie sparen.

Das zentrale Problem der Fragestellung ist wohl eher "Heiraten oder nicht"...
 
  • #64
Also ich denke das Glitzerstern hir einiges mit Absicht ausgelassen hat, wenn man darüber nachdenkt zu was die FS alles bereit ist zu tun um ihren Freund/Partner umzustimmen,...das macht mir Gedanken.
Ich meine das hier eine große Lücke ist, die von Seiten der FS mit Absicht ausgelassen wurde, irgendetwas ist in dieser Beziehung geschehen das ihren Partner dazu gebracht hat seine Meinung zu ändern oder aber die FS hat Druck ausgeübt. Wenn man sich in ihr Thema einliest erweckt ihre Schreibweise "Frust, Aggression, Unzufriedenheit" ! Der FS reichen die Antworten nicht, es sind nicht die, die sie erwartet hat und noch immer erwartet. Meine Vermutung die sehr stark ist, das die FS von uns Foristen eine gänzlich andere Antwort erwartet, deswegen auch ihre Meldung,
Zitat von Glitzerstern:
krassen Tonfall. Ist doch wohl gerechtfertigt das so wie die FS schreibt sie auch einen Tonfall erwarten muss den sie sich nicht erwartet hat. Ok, zurück zu meiner starken Vermutung, "Ich vermute, die FS erwartet eine Antwort, wie sie am besten Zwietracht in der Familie säen kann" ! ! Ich meine sie hat doch alles was sie benötigt um auch nach dem ableben ihres Partners ein gutes leben zu führen. Jetzt frage ich mich natürlich A. was ist in dieser Partnerschaft vorgefallen, das uns die FS vorenthält und dann B. was auch immer es war, es hat ihren Partner dazu gebracht vorsichtiger zu sein. Das die FS ihn wie sie sagt, wirklich liebt, das kann sie so schreiben, nur ob das auch wirklich so ist,...Fakt ist das ihr Partner sich so entschieden hat, das seine Nichte den Nachlass bekommt und nicht die FS. Aber auch wenn der Partner der FS einer Heirat zustimmen sollte, heißt das ja noch lange nicht das er seine Hinterlassenschaft nicht an seine Nichte vererbt, da hilft auch eine Heirat null, nada, nix ! Wie gesagt hier stimmt etwas ganz gewaltig nicht, es muss noch mehr geben das die FS uns nicht erzählt. Vielleicht doch ihre Gier, oder ist außer dem Hof noch etwas anderes das seine Nichte erbt, evtl. etwas finanzielles, wer weiß ?Es ist doch relativ Einfach, die FS hat schon zwei Seiten an Antworten erhalten, ist aber nicht zufrieden damit, also bleibt es jedem selbst überlassen wie Er/Sie darüber denkt, alles eitere wäre vergeudete Energie für nichts,...! ! !
Schriftrolle
 
  • #65
... nicht eine "Bekannte". Zugegeben, an diesem Begriff, @Ejscheff, kann ich mich regelrecht hochziehen. Wer nennt denn seine Freundin so? Ehrlich jetzt, braucht sich keiner wundern.... Man kann ja Partnerin sagen, das würde die Situation verbessern, kleiner Tip, kostet nix.

Partner ist man wenn man gemeinsam Projekte startet und durchzieht z.B. gemeinsam eine Immobilie kauft, baut, finanziert, eine Familie gründet und gemeinsam Kinder auf-, erzieht und liebt, den anderen in existentiellen Notlagen oder fundamentalen Änderungen (unter)stützt. Dann gibt es ein reales Wir.

In einer LAT ist das weitgehend ausgeschlossen. Es ist auch ausgeschlossen wenn einer im Paar existentielle Ängste hat, dass sich sein Selbst in einer zu engen Beziehung auflöst.

Was die Bekannte betrifft, ich wurde lange Zeit als Bekannter vorgestellt, eventuell weil ich überhaupt nicht ihr Beuteschema bin. Ich kenne einige ihrer Exen. Ich kenne daher ihr Schema.

Im Zweifel zieht sie ihr Ding durch, ich auch. Ein potentielles Wir sehe ich nirgendwo. Wir konkurrieren nicht, wenn es passt machen wir etwas gemeinsam, wenn nicht dann nicht. Das ist ok. Sexuell gilt Exklusivität.

Was sie vor mir letztmalig als Kind hatte ist asexuelle Intimität. Ich glaube dafür liebt sie mich partiell. Deswegen würde meine Bekannte aber nie anderweitig Kompromisse machen. Freunde machen Kompromisse.
 
  • #66
Ich wurde als eiskalt und knallhart bezeichnet, als ich die Made aus dem Speck ausquartierte.
Keine Ahnung, wie sie ( die Made, also der Mann ) das so sehen konnte
DAS habe ich auch nie verstanden, wie manche Leute so blind sein können für das, was sie da von einem anderen fordern, als sei der ein "Wirtstier" oder ein verpflichtetes Elternteil. Diese Selbstverständlichkeit, mit der gefordert wird, finde ich nicht nachvollziehbar.
Darauf pochten sogar seine Eltern, die mir bittere Vorwürfe machten. Allerdings nur solange, bis er sich mal zwölf Wochen bei ihnen einquartierte, ins Bett legte und den Kühlschrank leerfraß. Danach verstanden sie mich, die Mutter hatte mich damals extra angerufen, um mir das zu sagen. Hut ab, nicht ?
Naja ... Sie hat ihr Kind ja so erzogen, also irgendwie fehlt mir für "Hut ab" der Schritt von "oh weh, wie ist mein Kind denn drauf" zu "oh weh, ich glaube, ich hab das genau so bewirkt". Siehe einfach mal, dass die Eltern Dir Vorwürfe machten, also sich in die Beziehung ihres erwachsenen Sohnes mischten und ihren Bubi vor der bösen Freundin verteidigten, statt sich rauszuhalten und sich zu sagen, dass man ja nicht drinsteckt, einen das nichts angeht und das deren Problem ist, wenn man sich im Bösen trennt. Das hat sowas von Hinrennen der Mutter zum Schulfreund des 14jährigen Sohnes, um der zu sagen, dass der Schulfreund den Sohn geschubst hat. Die Frau ist ne Glucke und hat ein erwachsenes Küken, das sie verteidigt.
Dass sie sich entschuldigt hat für die Vorwürfe, die sie Dir machte, finde ich an sich gut, aber sie beschwerte sich ja nun auch bei Dir über ihren missratenen Sohn, statt weiterhin wenigstens loyal zu ihm zu sein, wo er doch ihr Bubi ist.

Aber ich denke, das ist gar nicht das Problem der FS, zu egomanisch zu sein. Für mich ist das Problem die Unverbindlichkeit des Mannes. Die Sache mit dem Haus kommt mir vor wie ein Symptom, wie eine Folge aus seiner Ich-geh-ein-bei-Heirat-Haltung, aber daran wird sich aufgeregt.
So unverbindlich finde ich das alles nicht wegen des Wohnrechts z.B.. Aber wenn Menschen Heirat als wichtig empfinden für ein Gefühl, wirklich gewollt zu werden, sehen das ja anders.
Er will nicht heiraten, er will sie nicht versorgen wie eine Ehefrau klassischerweise versorgt wird. Sie ist eine "Lebensabschnittspartnerin", selbst wenn die Beziehung bis ans Lebensende gilt.
 
  • #67
Ich würde mir keinen solchen Mann suchen. Was er mit seinem Besitz macht ist egal, sagt eben viel über seine Beziehung zu dir aus.
 
  • #68
Und deshalb verstehe ich zu 100%, dass eine "Nur-Freundin" nicht Miteigentümerin vom Familienbesitz werden soll.
Ja und das ist eben genau das was die FS stört. Es geht ihr vermutlich nicht um die Absicherung an Sich. Es geht ihr nicht um den Wert, der dahinter steht.
Sie fühlt sich als "Nur-Freundin" seit 13 Jahren (glaube waren es). Trotz der langen Zeit nicht dazugehörig zu Familie. (Es soll ja im Familienbesitz bleiben). Sie beschreibt ja auch, dass der Partner auf keinen Fall Kinder will. Auch ohne Kinder wird sie ja in Zukunft für die Partnerschaft leisten. Sei das in Form von Pflege, oder reiner Fürsorge, oder auch finanziell.
Alles was ein Familienmitglied auch macht.
Dennoch wird eine Grenze gezogen und sich gegenüber dem "familienfremden Blut" abgesichert.
Es sind ja oftmals die Frauen, die sich zum männlichen Partner hinbewegen, in dessen Nest, welches er bei der Familie hat. Das wird oft nicht anerkannt. Auch das kann Verzicht bedeuten. Oft wird es sogar abgewertet, als würde Er mehr leisten, weil es sein Haus ist. Er leistet aber zum Beispiel die Flexibilität nicht, dass er sich in Richtung der Partnerin bewegt hätte. Somit bleibt Sie in dem Fall dann wie ein Gast, der Wohnrecht hat.
Muss man halt mögen, wenn das dann nichts Halbes und nichts Ganzes ist.
Man muss auch diese ewige starke Familien-Nähe mögen.
Es gibt ja auch Pärchen, die relativ unabhängig von der Familie ihr eigenes Leben führen.
 
  • #69
also, ich hab nur den Eingangspost der Threaderstellerin gelesen und ich bin angewidert und schockiert !!! Wirklich! ER sollte Dir gar nichts vermachen, das ist das Haus seiner Familie und natürlich vererbt er es an seine Familie. Arbeite und bau Dir selber was auf mein Gott !!!! Dass Du überhaupt auf diese Gedanken kommst einen Anspruch auf sein Elternhaus zu erheben sagt schon viel über Deinen Charakter aus, unfassbar !!

und dann schreien immer alle Damen nach Gleichberechtigung und man wundert sich das Männer so heiratsscheu sind. Für mich ist das klar.

W40 (selber Hauskauf und schönes Leben erarbeitet ganz alleine und ohne Mann)
 
  • #70
Ich möchte ja nicht unbedingt in das Haus meines Freundes ziehen. Sollte das mal der Fall sein, dass er mich dazu breitschlägt, würde ich erstens ohne ihn dort nicht wohnen bleiben wollen. Das stelle ich mir schrecklich vor.
Zweitens würde ich alles tun, damit seine Nichte das Haus behalten kann. Ich würde nicht wollen, dass seine Nichte, womöglich meinen Erben etwas zahlen müßte. Das Haus gehört auch ihm und seiner Schwester und das soll auch in Familienhand bleiben. Selbst wenn wir mal heiraten sollten, würde ich vertraglich verankern, dass der Besitz nicht an mich übergeht. Ich fühle mich da auch nicht familiär ausgeschlossen, sondern würde im Sinn der Familie handeln.[/QUOTE]

Genau und das nennt man Liebe....was die Threadstellerin hier bringt ist nicht Liebe sondern Berechnung und Gier... traurig..
 
  • #71
Liebe FS, um ehrlich zu sein sehe ich „die Sache“ ganz ähnlich wie du. Die meisten sagen jetzt hier du sollst für dich selbst sorgen, wärst gierig usw. Da spricht vielleicht auch Neid mit eben von Menschen die „immer alles allein“ schaffen mussten und denen nie eine Brücke gebaut wurde. Lass dir da nichts einreden - ich persönlich empfinde dich jedenfalls absolut nicht als gierig und ich verstehe dich auch nicht falsch. Du begreifst dich und „deinen Mann“ (ob verheiratet oder nicht) als eine Gemeinschaft, als eine (auch wirtschaftliche) Einheit und das ist nach so einer langen Beziehungszeit in der man sämtliche Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert hat auch vollkommen legitim.
 
  • #74
@Vikky hat in unserem hohen Alter noch dieses Glück gefunden, sie erzählt oft davon. Nun haben sie sogar geheiratet.
Unter den Umständen, die sie beschreibt, würde auch ich dieses Wagnis eingehen...

Tja liebe @frei aber auch bei uns gilt "Blut ist dicker als Wasser" - Family first. Wir pendeln zwischen 4 Wohnsitzen - es wird uns zuviel, wir sind schließlich alte Leute :)
Der Neffe meines Mannes heiratet, Kinder sind kurzfristig geplant. Er möchte mit seiner Familie in dem Ort leben, in dem wir aktuell unseren Hauptwohnsitz haben.
Das Haus gehört meinem Mann. Wir wollen dort dauerhaft nicht mehr wohnen. Es ist seine Sache zu entscheiden, wie es damit weitergeht = Aufteilung zwischen seinen 3 Nichten/Neffen, Ausgleichszahlungen zwischen den Kids und das ganze Gedöns.
Ich als Ehefrau gehe leer aus. Warum auch nicht? Das Haus hat er vor unserer Ehe erworben und bezahlt.

Ich habe eine deutlich wertvollere Eigentumswohnung. Die geht später an meine Nichten und Neffen. Findet er genauso ok.

Wir haben noch ein Penthouse, in das wir den Hauptwohnsitz verlagern. Das gehört uns gemeinsam, obwohl er es bezahlt hat. Wollte ich nicht, aber er weil zukünftig unser Lebensmittelpunkt.
Das Testament sieht vor, dass es zu gleichen Teilen an seine Nichten/Neffen geht und an meine - erst wenn wir beide unter der Erde sind/Berluner Testament. Bis dahin liegt das volle Nutzungsrecht, inkl. Aufbrauchen für Pflege bei uns.

Bei uns gab es kein Bullshit-Bingo ala "heiraten zerstört sein Leben". So einen Hysteriker könnte ich nicht ernst nehmen = keine Partneroption
Wir haben uns für ein gemeinsames Leben mit allen Konsequenzen entschieden, die Dinge geklärt geklärt und zusammen zementiert.

Es läuft so gut weil wir durchgehend offen und ehrlich miteinander sind, gleiche Lebensvorstellungen haben, statt rumzutricksen und zu versuchen, den anderen über den Tisch zu ziehen, ihm was vorzugauckeln oder ihn abzuzocken.

Der Unterschied zur FS: sie war Mitte 30 als sie zusammenkamen, haben die Dinge bis heute nicht richtig geklärt und scheinen beide keine ökonomischen Kompetenzen zu haben. In dem Alter ist mangels Reife heute viel mehr in Bewegung als zu meiner Zeit. Sorry to say, aber ich war mit 20 weiter als die FS heute.

Wir waren Ende 40/Anfang 50 und hatten jeder seinen eigenen Plan. Beide Pläne fügten sich wie Puzzlestuecke aneinander. Man sollte sich nicht den unpassenden Partner zurechtbiegen sondern sich einen passenden suchen.
Und findet man diesen nicht, will nicht allein leben, dann sollte man sich das vergegenwärtigen, auf innerer Distanz bleiben und gehen, wenn Leidensdruck entsteht.

Mein Eindruck ist: die FS kommt grad in die Klärungsphase. Was das Erbe mit ihrem seelischen Untergang zu tun hat, wenn er krank wird oder stirbt, verstehe ich nicht - Ideal-ICH.
 
  • #75
In DE ist es außerdem auf vielerlei Wegen möglich höhere Schulabschlüsse nachzuholen. Z.B. ist sogar der Zugang zum Universitätsstudium ohne Abitur möglich. Auf diesem Weg habe ich studiert.
Erst mal, oha ! Hab's extra mal kurz gegooglet, offenbar ist es seit der Einführung der neuen Studienordnung unter gewissen Bedingungen und an gewissen Unis und in manchen Studiengängen tatsächlich möglich und die Unis dürfen darüber selbst im Einzelfall entscheiden.
Dich wollten sie, ich denke, das verdient ein 'Hut ab'.

Aber nun wieder zur Sache:
gehen wir mal davon aus, dass die FS diesen Weg nicht gegangen ist, meinst du nicht auch ?
Ich habe sicherheitshalber noch mal ihren Text gelesen, vielleicht magst du das ja auch noch mal tun, ich denke, dann wird es klar.
Ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr und zahlte auch immer in die Rentenkasse ein.
Sie sprach von 'arbeiten' im Kontext mit dem Bezahlen von Rentenbeiträgen, nicht von irgendeiner Art von Arbeit. Es geht auch nicht um Rentenanwartszeiten wie den drei Jahren des Abis, der Regelstudienzeit oder Kindererziehungsjahren, sondern ums Bezahlen signifikanter Rentenbeiträge. Wahrscheinlich werden da auch ein paar wenige Kröten von der Lehrlingsvergütung abgeführt, aber die dürften später bei der Berechnung der Rente nicht ins Gewicht fallen, daher kann sie das nicht meinen.
Ich tippe also nach wie vor, dass sie keine Lehre gemacht hat.

Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies für mich kein Anlass für Geringschätzung eines Menschen ist.
Auch nicht der Umstand, einen Beruf erlernt und nicht studiert zu haben.
Ich entnehme deinem Text, dass du dies vermutest und möchte dich beruhigen.

Ja, ab und zu blitzt bei dir die verletzte Seele hinter der Fassade des rational denkenden, argumentierenden und handelnden Menschen hervor, die beiden 'alten Männer' dieses Forums werfen dir dann vor, alles zu zerreden.
Ja, du willst dich schützen, ich verstehe dich sehr gut.
Auch meine Taktik: wenn mich jemand nicht haben will, beginne ich nicht zu kämpfen, sondern mich zurückzuziehen.
Nun hast du uns ja endlich erklärt, warum du deine Freundin so merkwürdig mit 'Bekannte', früher sogar 'aktuelle Bekannte' bezeichnest. Sie ist diejenige, die dich auf Distanz hält, die sich nicht zu dir bekennt, weil du ihr offenbar äußerlich nicht gefällst, diejenige, die dich nicht richtig in ihr Leben lassen will, so dass ihr euch nur ab und zu trefft wenn es ihr paßt und ansonsten jeder sein Ding macht.
Ja, du hast recht, so jemand ist keine Partnerin, sondern eine aktuelle Bekannte.
Frage: macht dich das glücklich ? Ich entnehme den vielen kleinen Fetzen rund um dieses Thema, dass du zutiefst unzufrieden bist.

w 52
 
  • #76
Hallo FS,
wichtige Frage: Hast du denn jemals in dieses Haus investiert? Und damit meine ich Geld oder geldwerte Mittel, nicht deine Hilfe im Haushalt. Falls nicht, finde ich die Lebensversicherung und das lebenslange Wohnrecht extrem großzügig von deinem Freund. Welches Erbe siehst du denn für deinen Freund vor? Keines? Dann bist du wohl eine dieser typischen Frauen, die materielle Begünstigung durch Beziehung einfordern. Da es keine gemeinsamen Kinder bei euch gibt, ist das nicht fair. Ich als Nichte würde klagen, wenn mein Vater/Onkel das Haus ein eine Partnerin vererben würden - die es am Ende wegen der Erbschaftssteuer noch verkaufen muss. Denke bitte mal über deine Anspruchshaltung nach.
 
  • #77
Liebe FS, um ehrlich zu sein sehe ich „die Sache“ ganz ähnlich wie du. Die meisten sagen jetzt hier du sollst für dich selbst sorgen, wärst gierig usw. Da spricht vielleicht auch Neid mit eben von Menschen die „immer alles allein“ schaffen mussten und denen nie eine Brücke gebaut wurde. Lass dir da nichts einreden - ich persönlich empfinde dich jedenfalls absolut nicht als gierig und ich verstehe dich auch nicht falsch. Du begreifst dich und „deinen Mann“ (ob verheiratet oder nicht) als eine Gemeinschaft, als eine (auch wirtschaftliche) Einheit und das ist nach so einer langen Beziehungszeit in der man sämtliche Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert hat auch vollkommen legitim.
Ich würde dir zustimmen, wenn es bspw. um eine Immobilie ginge, die der Freund der FS einfach "für sich" besäße, abgekoppelt von Familienbesitz. Es sagt ja kein Mensch, dass man dem/der Lebensgefährten/-in nichts vererben solle.
Was den Spezialfall "Haus im Familienbesitz" betrifft, wurde aber ja schon alles gesagt - ja, für Leute, denen Familie und Tradition wichtig sind, ist es total einsichtig, dass ein Haus, das im Familienbesitz ist, das auch bleiben soll. Würde die FS die Wohnung von ihrem Freund erben, wäre das spätestens nach ihrem eigenen Tod nicht mehr gegeben, mit allen Problemen, die das mit sich zieht. Das Risiko wäre relativ hoch, dass das Haus in der Form nicht gehalten werden könnte. Mit der Nichte als Alleinerbin des Hauses kann das zwar immer noch passieren - falls sie ebenfalls kinderlos stirbt. Aber rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit schon recht hoch, dass die noch sehr junge Nichte im Lauf ihres Leben einen oder mehrere Erben in die Welt setzen wird.
 
  • #78
Auch ohne Kinder wird sie ja in Zukunft für die Partnerschaft leisten. Sei das in Form von Pflege, oder reiner Fürsorge, oder auch finanziell.

Jawohl, der Mann aber auch !

Wo ist denn seine "Anerkennung" von der FS ?
Die FS hat Absicherung bekommen, wenngleich hier tatsächlich eine "Grenze zur blutgleichen Familie" gezogen wurde. Aber was hat die FS denn eingebracht ?

Mir ist ganz gleich ob verheiratet oder nicht:
Jeder gibt etwas jeder nimmt etwas, so läuft das.
 
  • #79
Sie sprach von 'arbeiten' im Kontext mit dem Bezahlen von Rentenbeiträgen, nicht von irgendeiner Art von Arbeit. Es geht auch nicht um Rentenanwartszeiten wie den drei Jahren des Abis, der Regelstudienzeit oder Kindererziehungsjahren, sondern ums Bezahlen signifikanter Rentenbeiträge. Wahrscheinlich werden da auch ein paar wenige Kröten von der Lehrlingsvergütung abgeführt, aber die dürften später bei der Berechnung der Rente nicht ins Gewicht fallen, daher kann sie das nicht meinen.
Ich tippe also nach wie vor, dass sie keine Lehre gemacht hat.
Ich versteh nicht ganz, warum Du das denkst. Wenn sie mehr als ein gewissen Betrag Lehrgeld hatte, hat sie sogar selbst Rentenbeiträge bezahlt, ansonsten komplett der Ausbilder. Außer, die Gesetze waren damals anders dort, wo sie aufgewachsen ist.
 
  • #80
Sie ist diejenige, die dich auf Distanz hält, die sich nicht zu dir bekennt, weil du ihr offenbar äußerlich nicht gefällst, diejenige, die dich nicht richtig in ihr Leben lassen will, so dass ihr euch nur ab und zu trefft wenn es ihr paßt und ansonsten jeder sein Ding macht.

Ach was. Äusserlich ist sie ganz begeistert von mir. Lobt meine großen Hände, mein volles Haar usw. Ich weiß, dass ich äusserlich nicht nur bei ihr gut ankomme.

Beim Beuteschema geht es doch im Kern nicht um Blond oder Dunkel. Es geht darum inwiefern man (unbewusste) Erwartungen erfüllt.

Frage: macht dich das glücklich ? Ich entnehme den vielen kleinen Fetzen rund um dieses Thema, dass du zutiefst unzufrieden bist.

Falsche Frage denn Glück ist nur ein flüchtiger Augenblick den niemand festhalten kann.

Die richtige Frage ist macht es mich unglücklich?

In der Endphase meiner Ehe habe ein sehr aktives Leben ohne meine Frau geführt. Nach dem ich aus meiner Ehe ausgestiegen war hatte ich die Vorstellung eine Frau kennenzulernen mit der ich wieder intensiver zusammen bin was mich glücklich machen sollte.

Was habe ich gefunden? Viele verletzte Menschen die auf Grund ihrer Verletzungen ihrerseits Menschen verletzen. Inzwischen bin ich an dem Punkt, dass ich nicht mehr versuche eine Frau eng in meine Freizeit zu integrieren, denn solche Versuche machen nicht glücklich sondern unglücklich.

Ebenfalls unglücklich macht es Beziehungen mit Erwartungen zu überfrachten. Oft ist daran gekoppelt, dass man selbst irgendwelchen Erwartungen nachkommen will, von denen man denkt, dass sie andere Menschen an einen haben. Haben die aber oft überhaupt nicht. Mit so etwas nimmt man sich selbst die Freiheit.

Wenn man sich von dem abgrenzt was unglücklich macht (nicht unwesentlich eigene Verhaltensweisen oder Denkmuster), kann einem ein einzelner netter Abend oder eine einzelne Radtour mit einer attraktiven Bekannten einen Augenblick des Glücks beschweren.

Mehr zu erwarten ist Unsinn. Mit Mitte 50 ist es auch nicht zwingend notwendig eine erneute Partnerschaft anzustreben. Ich will ja keine zweite Familie gründen sondern oft auch nur meine Ruhe.
 
  • #81
Es sind ja oftmals die Frauen, die sich zum männlichen Partner hinbewegen, in dessen Nest, welches er bei der Familie hat. Das wird oft nicht anerkannt. Auch das kann Verzicht bedeuten.

Ein guter Ansatz. Mein Partner wohnt bei mir, gegen Kostenbeteiligung. Das Problem mit der Absicherung habe ich daher nicht. Wir sind beide erwachsene Menschen. Die FS sollte also einfach selbst ein Haus kaufen und den Partner vor die Wahl stellen, bei ihr einzuziehen, gegen Wohnrecht und Lebensversicherung, oder sich eine andere Partnerin zu suchen. Das war doch mit "Verzicht" gemeint, oder?
Oder ist gemeint, dass sie ihn dann zum Alleinerben ihres Hauses einsetzen würde, das dann später die Nichte von ihm erben würde? Irgendwie kann ich angesichts von so vielen Frauen, die "Absicherung" immer noch nötig haben, erwarten und ernsthaft als "emotionalen Beitrag" betrachten, nur den Kopf schütteln.
 
  • #82
Altersarmut ist zur Zeit ein großes gesellschaftliches Thema. Es fühlen sich wohl viele Menschen von Altersarmut bedroht. Doch wo beginnt Altersarmut?
Da gibt es wohl sehr verschiedene Vorstellungen. Es gibt wohl Menschen die alles unterhalb von 2000, 1500 oder 1200 Euro als Armut ansehen.
Die FS wird eine Rente bekommen, dazu die Lebensvetsicherung als Einmalzahlung plus lebenslang mietfrei wohnen. Selbst wenn sie nun nur 800 Euro Rente bekommt ist sie weit weg von Armut.
Armut definiere ich als weniger / gleich staatliche Grundsichering (zur Zeit ca. 400 Euro plus Miete und Heizkosten).
 
  • #83
Falls es euch entgangen ist....
Glitzerstern ist abgemeldet und legt keinen weiteren Wert mehr auf die Meinung von Foristen.
 
  • #84
"Seine Anerkennung", wie ich bereits ausführte, KANN auch darin liegen, dass sich die Partnerin zu ihm hinbewegt hat. In seine Heimat, in sein Zuhause. Das wird gerne als "ins Nest setzen" abgewertet. Was sie sonst noch eingebracht hat, wissen wir nicht. Es ist unredlich zu unterstellen, dass sie nichts eingebracht hätte.
Was sie hier berichtet, ist ihr Aufwand das Haus zu renovieren und auch einzurichten.
Oft ist es aber auch Verzicht. Verzicht auf die eigene Heimat, Verzicht auf ein von seiner Familie unabhängige Umgebung, Verzicht auf den eigenen Hausbau und damit die eigene Absicherung.
Das könnte hier auch der Fall sein.
Man kann ja auch eine Gütertrennung vereinbaren.
Dann liegen die Karten auf dem Tisch.
Die "Friss oder Stirb -Methode" ist halt nicht so besonders zielführend in einer Partnerschaft.
die "Absicherung" immer noch nötig haben, erwarten und ernsthaft als "emotionalen Beitrag" betrachten, nur den Kopf schütteln.
Du schüttelst aber sicher auch den Kopf, wenn sie sich nicht absichern würde. Denn sie verzichtet eben vielleicht gerade auf den eigenen Hausbau, damit er in seinem Elternhaus wohnen kann und dennoch beide zusammenleben können. Oder hältst du das für Selbstverständlich?
Eine weitere Absicherung kann auch eine Heirat sein.
Was passiert denn, wenn der Partner z.B. plötzlich einen schweren Unfall hat. Dann bekommt sie nicht mal Auskunft über seinen Gesundheitszustand, weil sie keine Angehörige ist.
Sie ist dann auf die Informationen der Familie angewiesen.
Kann man auch ohne Heirat lösen, mit anderen Verträgen.
Eine Heirat ist aber ein Vertrag, der all diese Fälle einschliesst.
Diese Fragen sind nach 13 (?) Jahren Beziehung sicherlich angebracht.

Die Antwort auf eine solche Frage mit "..dann soll sie sich halt einen Anderen suchen", ist eben etwas zu platt @Florentina70 .
Damit löst man diese Fragen nicht.
 
  • #85
Die richtige Frage ist macht es mich unglücklich?

Glück als Abwesenheit von Unglück?

Das ist mir zu wenig.
Wobei es mir um Zufriedenheit mit Glücksmomenten geht.

Sicher geht es bei einer Partnerschaft nicht um die Erfüllung einer Erwartungsliste. Sollte es. Erwartungen bedeuten Druck, und Enttäuschungen.

Ich habe einen Anspruch, keine Erwartung. Ich möchte mich mit einer Partnerschaft und in ihr zufrieden fühlen. Entspannt, Wohlgefühl.

Wenn ich an meine Partnerin denke, dann möchte ich, dass ich in mir ein gutes Gefühl empfinde. Warm, ein Lächeln, Glück, Dankbarkeit, ... Liebe.

Partnerschaft ist für mich die Basis für eine Familiengründung, aber umgekehrt nicht notwendig. Partnerschaft geht ohne Familiengründung, wenn man dies möchte.

Mit meiner Partnerin ist es Familienerweiterung, das Wir im Mittelpunkt. Ich stelle sie als meine Frau vor, ich bin ihr Mann. Heirat als Formalie lehnt sie ab, ich brauche es nicht, würde es jederzeit machen. Unser Ja zueinander ist unstrittig.

@Ejscheff, es klingt einsam, resigniert, was Du schreibst.

Partnerschaft bedeutete für uns auch, dass wir uns beim Thema Geld, Absicherungen, Vererben einig waren, Lösungen fanden.
Unsere jeweiligen Kinder sind uns wichtig, also verbleibt bei Ihnen einiges. Was wir uns gemeinsam schaffen, verbleibt bei uns.

@Glitzerstern, was steht wirklich hinter der Frage? Ist ansonsten bei Euch alles gut? Solche Fragen sind in der Regel nur Ablenkungsfragen von größeren Problemen.

M, 54
 
  • #86
Wahrscheinlich werden da auch ein paar wenige Kröten von der Lehrlingsvergütung abgeführt, aber die dürften später bei der Berechnung der Rente nicht ins Gewicht fallen, daher kann sie das nicht meinen.
Auch das sind Beitragsjahre, die angerechnet werden und daher wichtig sein können.
Im Grunde müsste die FS hier für Klarheit sorgen, sie weiss, wie ihre Vita aussieht.
Erst mal, oha ! Hab's extra mal kurz gegooglet, offenbar ist es seit der Einführung der neuen Studienordnung unter gewissen Bedingungen und an gewissen Unis und in manchen Studiengängen tatsächlich möglich und die Unis dürfen darüber selbst im Einzelfall entscheiden.
Dich wollten sie, ich denke, das verdient ein 'Hut ab'.
Die neue Studienordnung dürfte hier auch nicht gegriffen haben - allerdings gibt es auch ein Studium an der FH. Meist sogar praxisorientierter als an der Uni .....
Partner ist man wenn man gemeinsam Projekte startet und durchzieht z.B. gemeinsam eine Immobilie kauft, baut, finanziert, eine Familie gründet und gemeinsam Kinder auf-, erzieht und liebt, den anderen in existentiellen Notlagen oder fundamentalen Änderungen (unter)stützt. Dann gibt es ein reales Wir.

In einer LAT ist das weitgehend ausgeschlossen.
Auch hier wieder - das gilt für dich. Sorry, aber was willst du in deinem Alter denn noch an Familiengründung denken ? Und in existenziellen Notlagen kann man sowohl Familie, Freunde als auch die Freundin, mit der man LAT lebt unterstützen. Oder frag @neverever - der unterstützt mit seiner Kohle sogar wildfremde Menschen.
Allerdings sehe ich eines - wer derart damit rechnet, mich zu beerben und nie zufrieden ist .... diese Person würde ich weder neben mir schlafen lassen noch in Versuchung führen. "Mir gäbet nix" - alte schwäbische Regel. Ja, ich bin der Meinung, dass ich mich von Leuten, die mir ihre Regeln und Definitionen, ihre Moral zu ihrem Eigennutz aufdrängen wollen, besser fernhalte. Privat sogar komplett.
 
  • #87
Ach was. Äusserlich ist sie ganz begeistert von mir.
Oh sorry.
Ich weiß, dass du sehr groß bist, was auch mir gefällt und natürlich glaube ich dir gerne, dass du anderen Frauen gefällst.
Aber im Zusammenhang mit meiner Frage es geht ja darum, ob du der Bekannten gefällst, nicht ?
Was die Bekannte betrifft, ich wurde lange Zeit als Bekannter vorgestellt, eventuell weil ich überhaupt nicht ihr Beuteschema bin. Ich kenne einige ihrer Exen. Ich kenne daher ihr Schema.
Ich hatte es so verstanden, dass du einfach anders aussiehst, dich meinetwegen auch anders kleidest, bewegst, gibst... als ihre Exen, meinetwegen einen anderen Beruf, anderen lifestyle, anderes Lebenskonzept hast und dass du somit nicht in ihr Beuteschema paßt.
Mit 'äußerlich' das alles.
Du wirst mit 'Beuteschema' ja sicherlich nicht die sexuellen Präferenzen gemeint haben, ich tippe, du weißt nichts über die deiner Vorgänger, ebensowenig wie über deren Freude an guten Gesprächen, wie sie sich verhalten, wenn die Bekannte weint und dergleichen.

Aber selbst, wenn du alles mit einbezogen hast in den Vergleich zwischen ihnen und dir und zu der Erkenntnis gekommen bist, dass du dich von ihnen unterscheidest und somit offenbar nicht dem Beuteschema der Bekannten entsprichst, bleibt doch, dass du nicht dem Beuteschema der Bekannten entsprichst.
Das läßt sie dich spüren.
Das tut weh.
Dann ziehst du dich zurück.
Was absolut verständlich ist.
Ich hoffe, ich konnte mich diesmal verständlich machen.
Du hast mir die Hintergründe deines Rückzugs jedenfalls sehr plausibel erklärt.


Inzwischen bin ich an dem Punkt, dass ich nicht mehr versuche eine Frau eng in meine Freizeit zu integrieren...
Mit so etwas nimmt man sich selbst die Freiheit.
...kann einem ein einzelner netter Abend oder eine einzelne Radtour mit einer attraktiven Bekannten einen Augenblick des Glücks beschweren.
...Mehr zu erwarten ist Unsinn... Ich will ...oft auch nur meine Ruhe.
Ok, ich hab's kapiert.
Du hast es inzwischen aufgegeben, eine innige Partnerschaft zu finden und bist nun bereit, dich mit den kleinen Momenten der Zufriedenheit zu begnügen.
Wie gesagt, ich verstehe dich gut, es ist auch meine Taktik, ein schönes Leben zu führen.
Das bedeutet nämlich nicht zwangsläufig, eine Partnerschaft zu führen oder Kinder zu haben oder Erfolg im Beruf oder schön zu sein oder wohlhabend oder Freunde zu haben. All das ist toll, aber eins oder zwei davon auch schon.
Dein Glas ist halbvoll, also alles in Ordnung.

w 52
 
  • #88
Also mir gefällt es nicht, dass im Forum immer zuerst unsachlich auf den FS gehetzt wird, weil sich jemand emotional sensibiliert fühlt. Für mich geht die objektive Sympathie immer erstmal zu dem, der eine Lösung für sein Problem sucht.
Die FS wird ihre Gründe haben, warum sie so reagiert und lebt und das ist für mich genehmigt. Jeder soll tun, wie er möchte.

Also liebe Fs, auf Dauer würde ich eben überlegen, ob das Sinn macht mit deinem Freund. Ich denke, das wird mit ihm in anderen Bereichen genauso kompliziert und unkooperativ werden.
Irgendwann muss man lieber in den sauren Apfel beißen und alles ablehnen, was einem so in einem Verhältnis geboten wird. Dein Freund wird einer sein, der dir keine Vorteile schenkt (auch in anderen Dingen nicht), weil viele Menschen so sind und weil es praktisch ein Charakterzug ist.
Du bist vermutlich gut als Spaß und Zeitvertreib, aber was hast du davon? Du ärgerst dich, weil du nicht zu dem kommst, was du eigentlich brauchst.

Dass du abgesichert sein willst, scheint mir logisch, weil das jeder Mensch möchte und auch wenn man seine Zeit mit einem Partner verbringt, muss man sich sicher sein, dass diese Zeit gut angelegt ist und man nicht seine Luxuszeit im Alter verplempert und dann in Altersarmut rutscht, nur weil man es gut gemeint hat. Hier im Forum sind immer alle schnell dabei, wenn es darum geht, jemandem zur Trennung zu raten, damit man nicht ausgenutzt wird, aber wehe jemand will was für sich.

Dein Freund ist es nicht wert. Deine Absicherung ist 0. Du wirst mit deinem Freund aufgeschmissen sein und am Ende sogar in Erbstreits geraten, plus Altersarmut sowieso. Also ist die logische Konsequenz eine Trennung.
Klever wäre, sich einen reichen Mann zu suchen, wenn du das schaffst. Ist auch keine Glücksfrage, sondern rein eine Sache des Intellekts, ob man befähigt ist, sich bessere Menschen in sein Leben zu ziehen, die für ein da sind und auf einen aufpassen. Es hat nichts mit Intelligenz zu tun, auf alles nur der Tugend wegen zu verzichten, damit man vor anderen gut da steht. Im Gegenteil: Das wäre Blödheit. Bei diesem Mann zu bleiben ist Blödheit, denn du willst ja was ganz anderes und du musst auch an dich denken
 
  • #89
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge nachgelesen, nur punktuell und natürlich den Eingangsthread von @Glitzerstern.

Und da stelle ich mir sofort die Frage, was machen eigentlich all die anderen, männlich oder weiblich Liebenden, die sich eine/n Partner/in ausgesucht haben, der/die keine Eigentumswohnung, kein Haus besitzt? Oder aber, wie im vorliegenden Fall, leider ein Haus, das ihm nur zu 50% gehört?
MUSS ein Mann/eine Frau, nun unbedingt heiraten, damit die neue Liebe später steuerfrei an den Eigenbesitz kommt - obwohl heiraten für ihn/sie nie in Betracht kam (was ja kein strafbares Anliegen ist)?

Ist es nicht liebevoll, fürsorglich und großzügig, wenn der Vermögendere schon nach relativ kurzen 12 Jahren seine Lebensversicherung + lebenslanges Wohnrecht in seiner Haushälfte zusichert? Und das bei mietkostenfreiem Wohnen schon zu seiner Lebenszeit, also der Möglichkeit für die FS hier Geld beiseite zu legen?

MUSS er seine eigenen Wünsche (z.B. unverheiratet bleiben zu wollen) über den Haufen werfen, die Sicherheit seines Bruders samt dessen Familie riskieren - denn wäre die FS Eigentümerin der Haushälfte, könnte sie später ihre Haushälfte verkaufen/versteigern und damit wäre die andere nur noch schwierig zu veräußern.

Würde ich, als wunschgemäß unverheirateter Partner/Partnerin so ein Risiko eingehen? Nein, ganz bestimmt nicht. Ich würde allerdings die Liebe des Fordernden/der Fordernden zu mir hinterfragen.

Danke @Liviana, ich habe gerade auch gesehen, dass sich Glitzerstern abgemeldet hat. Doch ich wette: sie liest weiterhin hier mit - dazu muss man ja nicht registriert sein.
 
  • #90
Oft ist es aber auch Verzicht. Verzicht auf die eigene Heimat, Verzicht auf ein von seiner Familie unabhängige Umgebung, Verzicht auf den eigenen Hausbau und damit die eigene Absicherung.

Das ist richtig. Aber auf all das verzichtet man doch auch, wenn man sich gemeinsam eine Mietwohnung nimmt. Natürlich ist man dann in der Ortswahl freier, aber darüber hat sich die FS ja nicht wirklich beklagt. Und draaufzahlen würde sie in der Regel bei der Miete. Auch dazu fehlen hier Angaben.

Du schüttelst aber sicher auch den Kopf, wenn sie sich nicht absichern würde. Denn sie verzichtet eben vielleicht gerade auf den eigenen Hausbau, damit er in seinem Elternhaus wohnen kann und dennoch beide zusammenleben können. Oder hältst du das für Selbstverständlich?

Sie schreibt nichts zu ihren finanziellen Verhältnissen, außer, dass sie Angst vor Altersarmut hat. Klingt nicht nach finanziellen Möglichkeiten für eigenen Hausbau. Und im Grunde braucht sie den mit lebenslangem kostenlosen Wohnrecht ja auch gar nicht. Es hindert sie auch niemand, sich eine Eigentumswohnung zu kaufen, diese zu vermieten und im Alter selbst zu nutzen. Ihre Absicherung wird doch nicht schlechter, wenn sie günstig bei ihm wohnt. Oder übersehe ich irgend etwas? Sie kann doch das Geld, das sie gegenüber einer eigenen Wohnung spart, anlegen!? Rein finanziell dürfte sie sich besserstehen, wenn sie bei ihm wohnt. Die meisten Menschen empfinden es auch emotional angenehmer, zusammen zu wohnen. Finanzen und Emotionen trenne ich gewöhnlich. Sonst müsste sie ja zu einem Mann umziehen, der ein Wohnrecht in einer größeren Wohnung ohne Nichte bieten könnte.

Eine weitere Absicherung kann auch eine Heirat sein.

Wohnrecht und Heirat? Ich finde, sie steht sich mit Heirat ohne Wohnrecht schlechter. Es stellt sich aber die Frage, welche Absicherung sie ihm dann bietet. Und wie seine Nichte abgesichert wird, wenn sie verstirbt und das Haus dann an "irgendwen" vererbt wird. Ich finde das komplizierter.
 
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